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Kommentar zu einem Artikel aus KONTEXT Wochenzeitung, Ausgabe 342 
vom 18.10.2017, Johanna Henkel-Waidhofer: Nachhilfe von Datenschützern

RubyTuesday
Sieben auf einen Streich freuten sich Annette Pfleiderer und ihre mutigen Gastgeber am Bodensee.
Sie haben der Datenkrake die Futterkiste (EBC) entrissen (vgl. KONTEXT 319: Datenkrake vom Bodensee).
Das Urteil von fünf Richter*innen des Verwaltungsgerichtshof Mannheim konnte dabei nicht einmal überraschen,
denn diese hatten sehr schnell die eigene Betroffenheit erkannt. Keiner wollte, dass irgendwelche Daten für Werbung
und Marketing von einem Privatunternehmen gespeichert und verarbeitet werden, noch wollten sie ihr Freizeitverhalten
ausgeforscht wissen. Also hieß es seitens des hohen Gerichts kurz gesagt: Echt Bodensee Card Nein Danke.
Die herzlichen Glückwünsche der Gäste waren den "Kreuzrittern vom Bodensee", so adelte sie der Landrat, ebenso sicher
wie die Verwünschungen mancher Gemeinderäte und Bürgermeister, die als Erfüllungsgehilfen staatlicher Anordnungen,
böse Zungen sprachen bereits abwertend von Staatsbütteln, das Projekt vor der Beerdigung auf Eis legen mussten.
Wie man nun aus Kreisen des Forum Langenargen und der Vereinigung Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. hört,
plant man gar eine Initiative zur Datenklau freien Region nach dem Vorbild der Gentechnik freien Zone. Wie es Dr. Walter
vom Forum selbstbewusst ausdrückt, fordern die Gäste wenigstens im Urlaub einen überwachungsfreien Raum nach dem Motto:
"Hier bin ich Mensch, hier darf ich es sein." Übrigens war bisher kein GRÜNER bereit, sich von dem Projekt der organisierten
Datensammelwut loszusagen. Lediglich ein FDP Kreispolitiker begann schon einmal über die Rechtmäßigkeit dieser Form
von Ausforschung etwas lauter nachzudenken. Das Urteil der Verwaltungsrichter*innen darf übrigens bundesweit als
wegweisend für den Datenschutz bezeichnet werden.

(Schl)echte Karten am See

Früher konnte man sich mit nur einer „Karte“ am See gut zurechtfinden – der Landkarte.
Heute verirrt man sich eher mit den vielen neuen „Karten“.

Grad hat das jüngste Karten-Experiment – die Echt Bodensee Card – einen juristischen Dämpfer erhalten.
Mit viel Horrido und zu viel Hauruck wurde sie mal wieder von übereifrigen Landräten in den Tourismus-Markt gedrückt.
Mit Aufschlägen auf Kurtaxen und dem Zugriff auf die wertvollen Daten der Gäste sollte sie dereinst lukrativ werden.
Blöd nur, dass die Gastgeber vor Ort ihre Gäste nicht zum Datenexhibitionismus zwingen wollten; doof auch,
dass nicht alle Gemeinden begeistert mitmachten – die, die dabei waren, zeigten sich teils auch eher verhalten.
Nun steigen sie nach dem juristischen Debakel eine nach der anderen aus, das „Karten-Haus“ fällt in sich zusammen.
War schon die Gründung der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH als Reflex auf das jeweils eigenständige
schweizerische und österreichische Vermarktungs-Kleinklein fragwürdig, ist mit der Aktion noch mehr Steuergeld und
jede Menge Engagement und Goodwill der mitwirkenden Menschen vernichtet worden.
Einzig Konstanz zeigt sich hier vorrausschauend vernünftig: Beim rein deutschen Touri(nationali)smus wollte man sich
von vornherein nicht beteiligen, mit der IBT – der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH –, bei der eigentlich
alle Player seeumspannend mitwirken, sei die Vermarktung des Bodensees in den richtigen Händen.
Ist ja auch nicht auszudenken, wenn alle Organisationen vielleicht mal in die große Idee die gleiche Zeit und dasselbe
Engagement investierten wie in ihre Kirchturm-Politur – statt in ihre kleine Welt! Man könnte direkt was bewegen …
Oder ist einem internationalen Gast „echt“ vermittelbar, dass es neben der Echt Bodensee Card, noch zwei
Bodensee-Erlebnis-Karten (Sommer und Winter), eine Bodensee-Vorarlberg Freizeitkarte, deren Pendant auf Schweizer
Seite, eine Verkehrsverbund Hegau-Bodensee Karte, die bodo-Card der Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund-
gesellschaft mbH, eine Thur(gau)Bo(densee)-Karte, eine VDU Bodenseeschiffskarte und viele weitere tolle
hachwiedringendbrauchichgenaudiese Karten gibt, von Tourimusorganisationen, Verkehrsmittel-Anbietern und
Gästevermarktern an allen Uferteil(ch)en. Und dieses Kartensammelsurium kann oft genau eins: Überall gibt‘s Eintritte
für die großen und kleinen Attraktionen für Gäste günstiger – natürlich jeweils „nur mit dieser Karte“.

Echt?

Markus Hotz      Herausgeber
Mit freundlicher Genehmigung:

18.10.2017

Forum Langenargen fordert öffentliche Ausschreibung der Tourist Information

Im öffentlichen Raum gespannte Transparente stören das Ortsbild. Ganze Veranstaltungsreihen zugunsten
der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT) für die Echt Bodensee Card (EBC) belasten die Gemeindekasse
in noch unbekannter Höhe. Ein Bürgermeister, der vermutlich gerne Prospekte auf Tourismusmessen verteilt
und ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg nicht verstehen will oder sich scheinbar leichtfertig
weigert dem Urteil zu folgen sind nicht länger hinnehmbar. Die vielen Fehlleistungen des öffentlichen
Dienstleisters TI verursachen gegen den Trend rückläufige Anreisezahlen oder kürzere Aufenthaltsdauer bei
überdurchschnittlich steigenden Personalausgaben. Da kommen Zweifel auf, besonders an der Leistungsfähigkeit
und dem Selbstverständnis der Tourist Information (TI).

Schätzungsweise ein Drittel der Kurtaxe hat die Gemeinde allein für dieses Jahr an die DBT überweisen müssen und
die Frage steht im Raum: Wofür eigentlich?
Gastgeber und Mitarbeiter des Forums Langenargen fordern nun ein gesetzlich konformes Vergabeverfahren für Leistungen
der TI. Mit der Begründung, dass es sich bei der TI um eine öffentliche Einrichtung handelt, die im Gegensatz zu privaten
Unternehmen nicht nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen handelt oder das Gebot der Sparsamkeit für den
Gemeindehaushalt nicht beachtet. Es geht dabei auch um mangelhafte Öffnungszeiten, fehlende Kundenorientierung
sowie unfreundliches Verhalten gegenüber Rat suchenden Gästen die beklagt werden.
Im Forum sieht man gute Chancen für junge Dienstleister, denen man den Weg in eine sichere wirtschaftliche Zukunft
als Start up ebnen will. Es wird Zeit, dass sich die, von schwerfälligen Amtsträgern betriebene, TI einem aktiven
europäischen Marketing öffnet, für die Eigenleistung und nicht Auftragsvermittlung im Mittelpunkt steht.
Um Missverständnissen vorzubeugen, es können auch geistig bewegliche Mittfünfziger an solch einem Vergabeverfahren
teilnehmen und den Grundstein für eine erfolgreiche Berufstätigkeit im Tourismusmarketing der Gemeinde setzen.
Beim Forum Langenargen sieht man den Subventionsbedarf im Millionenbereich als deutlich zu hoch an und fordert einen
Neubeginn mit wirklichkeitsnahen Arbeitsplatzbeschreibungen sowie eine agile Mannschaft, die fähig ist das Schiff
leistungsorientiert in den Wind zu drehen, anstatt nur warme Winde zu produzieren.

(PeG) 17.10. 2017

Was immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht auch noch zu trinken.

Erich Kästner

Jetzt sagen alle EBC und eCard-Nein-Danke

Das Gruppenbild mit Dame war an diesem Tag unvollständig. Es fehlte Enrico Heß, der Vertreter der
Deutschen Bodensee Tourismus und die Karten waren gelb statt blau. Es schien, man hatte sich still verabschiedet
von der EBC. Für die Fahrgäste gibt es bereits ein neues Problem, die Kontoauszüge müssen am Feierabend
sehr sorgfältig kontrolliert werden. Wenn man aus irgendeinem Grund das Check out versäumt, bezahlt man bald
für das gesamte Netz, also für 8 Zonen den höchsten bodo – Tarif. Das sind 6,70 Euro. Bis 19 Fahrten gibt es
10% Rabatt, ab 20 Fahrten 20%. Die Einzelfahrt kostet bei 20 Fahrten nur noch 5,36 Euro für eine Wegstrecke.
Es geht um die bodo eCard.

Die neue eCard bedient sich zunächst einmal rücksichtslos vom Bankguthaben der Gelegenheitsfahrer.
Das kann sehr schnell zu einer Kontoüberziehung führen, eben weil das alles still und ohne Vorwarnung oder
Rechnungsstellung durch den bodo Verkehrsverbund geschieht. Wann immer das Guthaben auf der eCard unter
fünf Euro sinkt – bodo bucht ab und zwar ohne Limit. Wenn ein Fahrgast, sagen wir zwanzig Mal, das Check out
verpasst hat, weil es jetzt im Bus piept wie in einer Zoohandlung, dann fehlen auf dem Konto 107,20 Euro.
Wie erklärt man es einem Kundenberater, dass man an drei Tagen in der Woche nur von Eriskirch Einkaufszentrum
nach Langenargen, Lindauer Straße gefahren ist und wegen der vollen Einkaufstüten die eCard nicht optimal zum Check out
an das Lesegerät halten konnte. Ein schriller Ton war zu hören, kam aber wohl aus einem anderen Lesegerät.
Damit steigt der Preis von 2,10 Euro auf 6,70 Euro pro Fahrt.
Dabei begann alles ganz harmlos. Die Gelegenheitsfahrer bestellten für zwei Euro die neue eCard, gaben ihre Bankverbindung
an und erteilten eine Erlaubnis für unbegrenzte, wiederholbare Abbuchungen. Damit gaben sie bodo zunächst einen
zinslosen Kredit in Höhe von mehr als 15 Euro auf unbestimmte Zeit, nachdem sie schon zwei Euro für die Karte bezahlt hatten.
Warum es nicht möglich war, die eCard gegen die alte bodoCard, für die man ja einmal einen Euro bezahlt hat, zu tauschen,
das hat seine Ursache wohl an der permanenten Geldgier des teuersten Verkehrsverbundes in Baden-Württemberg.
Nach Pressemitteilungen haben die für bodo fahrenden Verkehrsunternehmen sechs Millionen Euro, das Land weitere zwei
Millionen und der Bodenseekreis mit Ravensburg zusammen nochmals zwei Millionen investiert. Hinzu rechnen muss man die
Millionen Euro, die aus Landes-, Gemeinde- und Kreiskassen als Darlehen, Gesellschaftereinlagen sowie Tourismusabgaben
oder Zuschüssen an die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH geflossen sind. Bis heute ist es bodo nicht möglich, eine
saubere, ordentliche Fahrgastbeförderung zu ermöglichen. So sorgen überfüllte Waggons auf Bahnhöfen für Chaos und Ärger
und es ist unverantwortlich, dass man hunderte Fahrgäste täglich zwingen will, auf den Bahnhöfen eine Stele für das Check in
oder Check out aufzusuchen. Im Großraum Stuttgart versucht die DB den Zorn der Fahrgäste durch  Ablasshandel zu
besänftigen, so sollen Jahres- Abo-Kunden einen Gutschein in Höhe eines Monatsbeitrages bekommen.
Von bodo gibt es bisher nicht einmal den Versuch einer Entschuldigung. Fortsetzung folgt.

Was passiert, wenn ich den Check Out vergessen habe?
Dann muss man zwar nicht den Bahnsteig fegen, aber es gibt zur Aussage des Verkehrsverbundes bodo in den
Allgemeinen Geschäftsbedingungen zwei deutliche Widersprüche. Es lohnt sich, beide zu lesen.

Noch chaotischer wird die Situation, wenn Ende November die geplanten EBC-Terminals an Bus und Bahn zusätzlich
angebracht würden. Hier gäbe es bei einem vergessenen Check in oder Check out neue Probleme, da der Fahrgast dann
zwischen zwei unterschiedlichen Lesegeräten differenzieren muß.

PeG – 15.10.2017

EBC: Kein wirklicher Mehrwert erkennbar

Gibt es einen unmittelbaren Gegenwert für Touristen durch die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH?
Das war bezüglich der Kurtaxenkalkulation eine der Fragen des Richterkollegiums, des Verwaltungsgerichts
Mannheim zu der 25%igen Zwangsabgabe aus dem einen Euro teuren Aufschlag zur Kurtaxe, der an die DBT
bezahlt werden muss. Die Prozessbeobachter konnten keinen Gegenwert erkennen und der Antragsgegner,
Bürgermeister Krafft, suchte händeringend eine Begründung. Ein wirksamer Mehrwert für Touristen wurde
nicht erkennbar.

In Amsterdam trägt eine Gästekarte den schlichten Namen GVB OV - ticket oder GVB travel ticket, ist für einen bis
sieben Tage erhältlich und wird von der Verkehrsgesellschaft ohne Pfandzwang betrieben. Sie beschränkt sich wie
die KONUS Karte auf den Öffentlichen Nahverkehr und könnte vom Verkehrsbündnis einer Vierländerregion für einen
einheitlichen Tarif in Umlauf gebracht werden, ohne dass es einer EBC oder Deutschen Bodensee Tourismus GmbH bedarf.

Ein einheitlicher Tarifverbund für die gesamte Bodenseeregion ist, wie die bald zwanzig Jahre alte Forderung des NABU
und der Deutschen Umwelthilfe (1992), nach einer grenzüberschreitenden Bodensee-S-Bahn im Halbstundentakt rund um
den See, immer noch nicht in Sicht. Es gibt nur Lippenbekenntnisse.

Die Verkehrsverbünde, 3-Löwen-Takt und bodo bieten seit langem eine recht große Palette von Vergünstigungen,
für die der Fahrgast nur den Fahrtausweis vorzeigen muss. Selbst die Initiative Bodensee-S-Bahn fordert mehr Transparenz
von der DBT „angefangen von den Zielen über die zu erwartenden Einnahmen bis hin zur Verwendung und Kontrolle der Mittel.“

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen (NRW) wollen ein Ticket für alle Menschen zum Preis von 2 Euro am Tag.
Bahn- und Busfahren durch neun Verkehrsverbünde, unzähligen Tarifen und einer unüberschaubaren Anzahl an
Vergünstigungen könnte dadurch einfach und unkompliziert werden.

Im Bodenseekreis werkelt man weiter an einer regionalen Lösung und brüskiert die Schweizer Nachbarn durch Beibehaltung
der unverständlichen, unbeschränkten Mehrwertsteuererstattung. Die europäischen Nachbarn haben längst eine
Mindestgrenze eingeführt. Frankreich 175 Euro, Italien 155 Euro und Österreich 75 Euro. 17,6 Millionen grüne Zettel wurden in
Lörrach (6,3 Mio.) und Singen (11,3 Mio.) im Jahr 2015 ausgestellt. Das bedeutet einen Kostenaufwand, mit dem man die
Bodensee-S-Bahn mehrfach ausbauen könnte und die Möglichkeit einer Tarifgestaltung wie sie vom Vorarlberger
Verkehrsverbund seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich angeboten wird. Die Ausrede kraftloser Regionalpolitiker lautet
„das ist Bundespolitik“. Damit wird dann auch klar, warum die Zustimmung für die sogenannten Volksparteien so stark
rückläufig ist.
Ulf Janicke, Überlinger Gemeinderatsmitglied für LBU / Die Grünen will die Überlinger für die Politik in ihrer unmittelbaren
Umgebung durch eine „Hörstunde“ begeistern. Dafür setzt er sich zwischen 12 und 13 Uhr in ein Café in der Stadt.
Ich fände es besser, er würde sich im morgendlichen oder nachmittäglichen Berufsverkehr ein Bild von den schlechten
Beförderungsbedingungen im Bodenseekreis machen und die Fahrgäste danach fragen, ob sie denn dafür sind, dass
Touristen künftig kostenlos fahren oder mit einem solidarischen Betrag zu einem Ausbau der notleidenden Verkehrsinfrastruktur
beitragen sollten. Dann wären wir das Problem Echt – Bodensee - Card nämlich schnell los.

(PeG) 11.10.2017

(PeG) 11.10.2017

Bargeldlos mit Bus und Bahn

So steht es heute in großer Aufmachung mit 14 abgebildeten Personen in der Schwäbischen Zeitung und in einem ähnlichen
Beitrag im Südkurier: "Startschuss für elektronische Fahrkarte".
Mittendrin Landrat Wölfle, der in den vergangenen Monaten nicht müde wurde, zu verkünden, dass die EBC von der obersten
Datenschutzbehörde abgesegnet sei. Wir wissen inzwischen genau, dass dem nicht so ist, und das ist auch der Grund,
warum Herr Wölfle kein diesbezügliches Testat nachweisen kann. Soll man solchen Volksvertretern noch trauen?
Sollten die geplanten EBC Terminals an Zug und Bus in vier Wochen, was äußerst unwahrscheinlich ist, tatsächlich installiert
werden, müssten die Fahrgäste künftig zwischen verschiedenen Terminals beim Ein- und Ausstieg differenzieren.
Ob das gut geht?

Forum Langenargen   13.10.2017

Jetzt sagen Sie mal ehrlich,
wie sollen wir eine Verwaltung bewerten, die sich über geltendes Recht hinwegsetzt?
Es ist sattsam bekannt, dass die große Zahl der Vermieter die EBC nicht begrüßt.
Ein Gerichtstermin hat die Argumentation der Gastgeber bestätigt. Somit können keine Generalversprechen
an die Gäste bezüglich des EBC-Erhalts durch die Gemeindeverwaltung gegeben werden.
Die Gemeinde ist hier frei von Wertschätzung für Ihre Gastgeber/Bürger, sowie ihre Gäste.
Die isolierte Position des Vakuums ist bedauerlicherweise kein politischer Einzelfall.
Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.
Wenn Sie eine „amtliche Aufforderung“ erhalten und dieser nicht nachkommen, was passiert dann?
Doch die Gemeinde gibt den „Django“ und ignoriert geltende Rechtsvorschriften. Vorsätzliche, wider besseren Wissens,
Falschauskünfte auf der Gemeindewebsite. Selbst nach öffentlicher Aufforderung hängen weiterhin die, durch die Verwaltung
aufgehängten, EBC-Transparente in der Öffentlichkeit. Politische Ignoranz pur!
Vielleicht entstehen Wahlergebnisse auch durch die politische LMAA-Haltung?
Mein Verständnis von Politik ist, dass Politik für die Menschen da sein muss, nicht gegen sie Stimmung macht.
Wenn ein wirkliches Problem auftritt, dann müssen wir hinschauen und es lösen. Wer irgendetwas wirklich lösen,
wirklich besser machen will, der muss hinschauen, nicht hinhauen.
Ich glaube, die Menschen hier haben ein Recht auf eine Politik, die Herausforderungen angeht und löst, statt Probleme
zu schaffen und aufzublasen. Eine Politik der Lösungen, der Hoffnung, der Zuversicht.

J.C.     11.10.2017

11.10.2017

Zu dem Artikel im Südkurier: Vorbehalte gegen Gästekarte von Katy Cuko am 02.Oktober 2017

Wenn Landrat Wölfle nicht begreift, dass die Mehrheit der Städte und Gemeinden zu erkennen gaben, dass sie inzwischen
zur Echt-Bodensee-Card „Nein Danke!“ gesagt haben, sollten eigentlich die im Kreistag vertretenen Parteien beginnen,
den Mehrheitswillen der Gastgeber zu respektieren. Dass die ehemals kleine Gruppe Gastgeber ein beträchtliches
Mobilisierungspotential hat, ist doch keinem Kreispolitiker verborgen geblieben.

Aufschlussreich wäre mal ein aktueller Bericht über die wahren finanziellen Verhältnisse bei der Deutschen Bodensee
Tourismus GmbH. Da würde auch dem letzten Bürgermeister klar, dass es bei einer Erhöhung der Kurtaxe um einen Euro
nicht bleiben wird.

Kreisräte, Bürgermeister und Gemeinderäte werden sehr bald erklären müssen, wie sie sich den Ausbau der Strecke
Singen/Friedrichshafen/Lindau als Bodensee-S-Bahn und zu welchem Termin vorstellen.
Die bisherige Schlafmützigkeit geht so nicht weiter. Die Testfahrt der SPD liegt auch schon wieder bald ein Jahr zurück
und ist ergebnislos geblieben. Dazu kommt, dass die Gastgeber bereits über einen europäischen Verbund mit Vorarlberg,
der Schweiz und Liechtenstein laut nachdenken und demnächst einen Gedankenaustausch mit den Verkehrsverbünden
beginnen werden, - wenn nötig auch ohne Kreistagspolitiker. Dazu gehört dann ebenso das Thema Landes- oder auch
Inter-Regio-Tarif. Ich meine, es ist doch unnötig auf die Urteilsbegründung zu warten, wenn bereits feststeht, dass
die überwiegende Zahl der Gastgeber diese Karte nicht will, und wenn nötig, auf die Hilfe des zivilen Ungehorsams zurückgreift.

 Bald wird auch der letzte Gemeinderat von dieser Charade genug haben, weil die Zahl der ablehnenden Gastbetriebe
inzwischen immer mehr Zuspruch bei Einheimischen gewinnt, deren Wunsch nach einem verbesserten ÖPNV–Angebot
immer noch nicht erfüllt wurde, und die bei jedem Zugausfall und jeder Verspätung darüber nachdenken, wohin sie die
verantwortlichen Politiker am liebsten wünschen.

 In mehreren Gesprächen mit Uhldinger Gemeinderäten wird inzwischen deutlich, dass sie das Urteil als Befreiungsschlag
empfanden und sich schwerlich vorstellen können, dieser Karte eine dritte Chance einzuräumen, nachdem alle Versuche
für eine Nachbesserung seitens der DBT und ihrer wenigen Fürsprecher fehlgeschlagen sind.

PeG   03.10.2017

Wer wissen will, was sich seit dem Urteil des VGH in Mannheim am 18.09. getan hat, dem sei der umfassende und
hervorragend recherchierte Bericht der Redakteurin Katy Cuko vom Südkurier ans Herz gelegt.
Bei der Schwäbischen Zeitung wird all das Geschehene einfach gezielt (?) verschwiegen.
Wieder einmal zeigt sich ein deutliches Informationsdefizit für die Leser der S Z.
Briefe an die Chefredakteure werden nicht beantwortet!

Forum Langenargen    02.10.2017

Leserbrief an die Schwäbische Zeitung zum Artikel
"EBC: Landrat will nötigenfalls nachbessern" vom 28.09.2017

Man suchte in der SZ vergeblich nach der brisanten Meldung, dass am 25.09.2017 der Gemeinderat von Uhldingen-Mühlhofen
einstimmig den EBC Beitrittsbeschluss widerrufen hat.
Inzwischen kam auch die Meldung, dass auch Frickingen und Heiligenberg die EBC auf Eis gelegt haben.
Es ging bei der Verhandlung in Mannheim nicht nur um Datenschutz, sondern auch um andere Themen, wie z.B. erhebliche
Unklarheiten bei der Kalkulation der Kurtaxe.
Seit über einem Jahr wird regemäßig von den EBC Protagonisten betont, dass der Datenschutzbeauftragte des Landes
und externe Experten das EBC-System geprüft und für datenschutzkonform erklärt hätten.
Herr Hess von der DBT wurde mehrfach aufgefordert, ein schriftliches Testat vorzulegen. Er hat nicht ein einziges Mal
geantwortet. Im Zusammenhang mit dem Gerichtsurteil vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim wiederholte Herr Schwarz,
der Pressesprecher von Landrat Wölfle, die Aussage, dass alle datenschutzrelevanten Belange der EBC vom Datenschutz-
beauftragten des Landes überprüft worden seien und es keine Bedenken gäbe.
Auch hier bat ich um ein schriftliches Testat. Die erstaunlichliche Antwort war: "Ein Testat liegt uns noch nicht vor".
Fakt ist: Es gibt also nach über einem Jahr bezüglich des Datenschutzes immer noch keine beweiskräftigen schriftlichen
Unterlagen.

Ergänzung:  
Da auch betont wurde, dass der  Kooperationsvertrag und alle Zusatzverträge vom einer angesehenen Kanzlei
auf Herz und Nieren überprüft worden seien, lautete meine Zusatzfrage an den Pressesprecher
von Landrat Wölfle, um welche  Prüfkanzlei es sich dabei gehandelt habe. Ich bekam die erstaunliche Anwort,
der Name der Kanzlei sei Noll-Hütten.
Das ist genau die Kanzlei, die das Vertragswerk  entwickelt hat.
Hier prüfte also eine Kanzlei sich selbst. Unglaublich aber wahr!
Dr. med.  H. Walter 30.09.2017

Südkurier v. 29.09.2017

Auch Überlingen verzichtet vorläufig auf Beratungen zur Echt-Bodensee-Card
Bis zur Klärung der Rechtslage verzichtet Oberbürgermeister Jan Zeitler auf Beratungen zur EBC.
Der Gemeinderat hatte eine Einführung der Gästekarte bereits im Juli 2016 abgelehnt.
Nach Uhldingen-Mühlhofen, Frickingen, Sipplingen und Heiligenberg führt nun auch die Stadt Überlingen vorerst
keine Beratungen mehr zur Einführung der Echt-Bodensee-Card. "Wir hatten vorgesehen, dass wir im Herbst darüber beraten",
sagte Oberbürgermeister Jan Zeitler am Mittwoch im Gemeinderat. Nachdem der Verwaltungsgerichtshof die
Kurtaxensatzung aus Langenargen für rechtswidrig erklärt hatte, sehe er sich "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht in der Lage,
das Thema im Rat aufzurufen. Er habe sich mit Jürgen Jankowiak, Geschäftsführer der städtischen
Kur- und Touristik GmbH (KuT) darauf geeinigt, in diesem Jahr die Beratung nicht mehr vorzunehmen.
Der Gemeinderat nahm den Bericht kommentarlos zur Kenntnis. Das Gremium hatte im Juli 2016, damals noch unter der
Führung von OB Sabine Becker und gegen den Wunsch von Landrat Wölfle und KuT-Chef Jankowiak gegen die Einführung
der EBC in Überlingen gestimmt. 

Unser Kommentar:
Es bröckelt gewaltig!
Nach dem ablehnenden Beschluss des Kressbronner Rats jetzt auch
Uhldingen, Frickingen, Sipplingen, Heiligenberg und Überlingen.

Man kann auch sagen, rings um Langenargen kehrt Vernunft ein!
Hier aber beharrt man von Seiten des Bürgermeisters und des Gemeinderates
in einer Art kindlichem Eigensinn, der sich durch nichts begründen lässt.
Immer öfter höre ich: "Die habt Ihr (haben wir) gewählt!"

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, wenn man ihr auch manchmal mit Gerichten nachhelfen muss.
Jedenfalls informiert zur Zeit nur der Südkurier seine Leser über den EBC-Schlamassel.
Da besteht bei der Schwäbischen Zeitung ein ganz erhebliches Informationsdefizit.

Rolf Motz    29.09.2017

Offener Brief an die Kreisräte des Landkreises Bodenseekreis,   27.09.2017

Am 20.07.2016 hat Landrat Lothar Wölfle in Uhldingen-Mühlhofen öffentlich verkündet Zitat:
„Ich habe vom Kreisrat den Auftrag bekommen, die EBC einzuführen, das setze ich jetzt auch durch. Ohne Wenn und Aber.“

Der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. hat Sie im Namen vieler Gastgeber aus den Seegemeinden von Kressbronn
bis hinauf an das Ende des Überlinger Sees mit seinen offenen Briefen, datiert vom 05.09.16, 29.10.16 und 15.12.16,
eindringlich und wiederholt davor gewarnt, weiterhin Finanzmittel des Steuerzahlers für die Einführung der EBC an die DBT
bereitzustellen, (welche von einer überwältigenden Mehrheit der Gastgeber entschieden abgelehnt wird).
Der Gemeinderat von Uhldingen-Mühlhofen hat aufgrund von zwei Normenkontrollklagen, die zugunsten der Gastgeber
entschieden wurden, die Reißleine gezogen und dem Projekt EBC eine endgültige Absage erteilt. Wir appellieren an Sie
als Auftraggeber der EBC, nicht noch weiter Gelder der Steuerzahler nutzlos auszugeben.
In Anbetracht des Urteils des VGH Mannheim vom 18.09.17 müssen wir Sie noch einmal auf den §34GG hinweisen.
Bei Vorsatz nimmt Sie der §34GG gegenüber dem Steuerzahler persönlich in die Pflicht.
Sollte die DBT weiterhin mit Geldern zu Lasten der Steuerzahler ausgestattet werden, dann ist es unsere Bürgerpflicht,
alle uns zur Verfügung stehenden juristischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um dieser Verschwendung öffentlicher Mittel
Einhalt zu gebieten.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand des GUM e.V.

Herbert März, Auf der Höhe 10
Christoph Birkenmayer, Hotel Fischerhaus
Manfred Maier, Camping Seeperle
Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.

www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

Postanschrift:
GUM e.V.
Postfach 1151
88683 Uhldingen-Mühlhofen

Gastgeber fordern europäischen Verkehrsverbund

Vom nördlichen Seeufer hat man nicht nur einen traumhaften Blick auf die Alpen der Schweiz und Österreichs.
Für viele Menschen finden sich bei den Nachbarn in der Vierländerregion jene Verkehrsverbünde, die für ein
internationales und europäisches Miteinander zukunftsweisend sind. Die Echt Bodensee Card (EBC) ist für
zahllose Menschen am nördlichen Bodenseeufer nur das phantasielose Produkt eines rückständigen Landrats
und seiner Höflinge, die irgendwie aus der Zeit gefallen scheinen.

Rund vier Millionen Menschen leben in der wirtschaftsstarken Region rund um den See. Sie fordern eine Antwort von Politikern,
die bisher entweder schweigen oder nicht den Willen besitzen, eins der wichtigsten Verkehrsprojekte für die Region
umzusetzen, die Lückenschließung zwischen Friedrichshafen und Singen. Der Austausch von Waren und die Reisefreiheit
funktionieren dank Schengen in der Regel reibungslos. Der kulturelle Reichtum der Städte von Basel, Bregenz und Konstanz
wäre bei besseren Bahnverbindungen und attraktiven Tarifen ein Angebot an die Menschen, die mit wegweisenden
Innovationen das Land voranbringen.

Für einen leistungsstarken, komfortablen ÖPNV bezahlen Einheimische und Touristen auch gern einen gerechten Preis für
Tagesfahrten in Höhe von sieben Euro oder als Familientarif um15 Euro. Ein Entgelt, das in der Vierländerregion durchaus
üblich und in Ballungsräumen nahezu selbstverständlich ist. Eine Auffassung, die durch erfolgreiche Angebote wie Bodensee
Erlebniskarte, Oskar (Schweiz) oder Bodensee Vorarlberg Karte eindrucksvoll verbürgt ist. Übrigens viele Unternehmen
könnten als Premium -, Pool -, Projekt- oder Themenpartner dazu beitragen die Region für Einheimische und Touristen
anziehend zu machen.

Wie es das Vorbild im Schwarzwald aufzeigt, ist es das Zusammenspiel von öffentlicher Förderung, die im vollen Umfang
an die neun Verkehrsverbünde fließt, die Beteiligung von 142 Gemeinden, die Unterstützung von über 10.000 Gastgebern
und eben das Engagement der Premium -, Pool -, Projekt- und Themenpartner, die den Erfolg der KONUS – Karte begründen
und eine Abgabe für unter fünfzig Cent ermöglichen. Förderprogramme für den ÖPNV oder autofreie Mobilkonzepte machen
heute den Öffentlichen Dienst und viele Privatunternehmen zu begehrten Arbeitgebern.

So wie gepflegte Gastlichkeit nicht zum Preis eines Food – Trucks oder eines Döner Kebab to Go Unternehmens möglich ist,
bedarf es auch für den ÖPNV eines Konzepts, das hohen Komfort mit bezahlbaren Tarifen vereint, wie es das Modell des
Vorarlberger Verkehrsverbundes (
www.v-mobil.at) seit vielen Jahren beweist.

Wenn die Schwäbische Zeitung dieser Tage von „Hyperloop“ - Röhren als neue Beförderungssysteme fabuliert, die per
Luftdruck betrieben ab 2030 den ÖPNV aufwerten sollen, dann scheint sie sich zum einen im Jahrhundert geirrt zu haben oder
wieder einmal völlig zu ignorieren, dass von den Baden-Württembergischen Mitgliedern des Bundes- oder Landtages niemand
bereit ist, auch nur einen fortschrittlichen Gedanken zu formulieren, der in der Lage ist, die Region voran zu bringen.
Schon heute können die gravierenden Verkehrsprobleme nur noch gelöst werden, wenn die Vierländerregion gemeinsam
plant und baut. Der Abschied von dem russischen Triebwagen „Ludmilla“, der jahrzehntelang in der DDR unterwegs war,
wird wohl erst möglich, wenn Putin Ersatzteillieferungen boykottiert. Nicht einmal die GRÜNEN haben erkannt, dass Autofahrer
kein Interesse an der Bahn zeigen, weil sie im Auto, über funktionsfähige Filter, vor Dieselruß geschützt sind.

(PeG) 27.09.2017

Eilmeldung

Auch die Uhldinger Gemeinderäte verließen gestern geschlossen zur Enttäuschung ihres Bürgermeisters das sinkende Schiff.
Die Gemeinde ist dadurch finanziell noch mit einem blauen Auge davongekommen.
Unser Bürgermeister dagegen verkündet unbeirrt vor der Presse und in der Öffentlichkeit, dass die Kurtaxenkalkulation und
ihre Bestandteile in der mündlichen Verhandlung nicht beanstandet worden seien.
Fünfzehn Anwesende, darunter eine Redakteurin des Südkuriers, können bezeugen, dass vier der fünf Richter/innen gerade
mit diesem Thema äußerst kritisch umgingen und sehr viel Zeit mit vielen Fragen aufwendeten, weil sie die langatmigen
Antworten nicht zufriedenstellten.
Wir möchten Sie nochmals daran erinnern, die Kurtaxe nur unter Vorbehalt zu zahlen, da Sie sich in Kürze die Differenz zur
alten Kurtaxe von 2 Euro zurückerstatten lassen können.
Der Pressesprecher am Landratsamt hatte vor kurzem erneut betont, dass die Datenschutzproblematik mit der obersten
Datenschutzbehörde umfassend geregelt sei. Als wir den Pressesprecher um Übermittlung des unterschriebenen Testats baten,
gab er kleinlaut zu, dass keine schriftlichen Unterlagen vorlägen. Wir hatten das schon geahnt, da Herr Hess auf unsere gleiche
Bitte dreimal nicht antwortete. Seit dem Urteil war übrigens immer noch kein Stellungnahme von Herrn Hess und Herrn
Landrat Wölfle zu vernehmen. Der Pressesprecher betonte auch, dass alle Verträge auf Herz und Nieren durch eine
renommierte Kanzlei geprüft worden seien, verschwieg aber, dass es die gleiche Kanzlei war, die diese Verträge selbst
entworfen hatte.                 Was für ein Zufall!

Forum Langenargen   26.09.2017

EBC: Demokratie-Nachhilfe für Kreispolitiker

In der Angelegenheit Echt Bodensee Card (EBC) hatten die fünf Richter des Mannheimer Verwaltungsgerichtshofs
ihr Urteil im Namen des Volkes gerade verkündet. Die Antwort des CDU Generalsekretärs, Manuel Hagel,
auf die Anfrage des Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V., der mit Blick auf die freie Wahlentscheidung seiner
Mitglieder um eine Stellungnahme der Parteien bat, könnte man möglicherweise einem etwas schlichten Gemüt zuordnen.

Der Kernsatz lautet so: „Eine Gästekarte muss sowohl von Gästen als auch von Gastgebern akzeptiert sein, um die vielen
Vorteile zur Geltung bringen zu können. Das bedarf einer breiten Unterstützung von kommunaler Seite, von Seiten der
Gastgeber und allen weiteren Beteiligten.“ Kein Wort zum Datenschutz.
Die Interessen von Auszubildenden, Berufspendlern, Schülern, Studenten, auch von Menschen in Armut finden keine
Berücksichtigung in den Vorstellungen der CDU zur Tarifgestaltung des ÖPNV. Auch eine nachhaltige Verbesserung des Bahn-
und Busangebotes findet sich nur in Folgen losen Lippenbekenntnissen.
Im Zusammenhang mit der EBC stand natürlich sehr früh die Frage im Raum, wozu ein Privatunternehmen wie die
Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) die persönlichsten Daten von Gästen benötigt. Die Antwort fanden wir in einem
Wahlwerbespot der CDU, in dem die Kanzlerin Angela Merkel ausführte: „Daten sind das Öl der Zukunft“.
Im weiteren gab es eine Gesetzesinitiative, dass „kleine“ Unternehmen zukünftig keine Auskünfte über den Inhalt und Umfang
gespeicherter Daten von Bürgern erteilen müssten, wenn das wirtschaftlich unzumutbar wäre. Ich meine, dass nicht nur
Journalisten durch die Speicherung von falschen Daten an ihrer Berufsausübung gehindert wurden und vermutlich werden.
So wie völlig unbescholtene Bürger, wenn sie, vielleicht auch wiederholt, als Sitznachbar eines Verdächtigen im ÖPNV,
in Ermittlungsakten vermerkt werden. Es sind auf der Karte selbst nur 80 Zeichen gespeichert. Sämtliche Nutzungen von
Fahrtstrecken, Inanspruchnahme von Rabatten und vieles mehr werden auf einem Zentralrechner z.B zu Abrechnungs-,
Marketing- und Werbezwecke erfasst.

Hört : Der Herr Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg antwortet

Der am 1. Mai 1988 in Ehingen (Donau) im Sternzeichen des Stier geborene CDU Politiker schlüpfte in seine, offenbar
keiner Edelmarke zugehörigen, Jeans. Eine beobachtende Redakteurin hätte es sonst für die Nachwelt festgehalten.
Sie lobte die blütenweißen Nike-Turnschuhe und ein augenscheinlich markenloses enges TShirt, das seine Figur betont.
Es fehlt, dass er wohl nur frisch gebügelte Socken trägt. Die Situation erinnerte ihn an seine unbeschwerte Realschulzeit.
Die Grün-Schwarze Landesregierung, der er als Mitglied des Landtages angehört, gibt  künftig nur noch 100.000 Euro,
vorher 640.000 Euro für Präventionsprojekte gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen aus, dafür stammt das Bier von
seinem Parteifreund Dohnt, dessen Konterfei die Flaschen ziert und der als örtlicher Kandidat in den Bundestag möchte.
Ein Schluck zum Anstoßen muss schon sein, findet Hagel. Er geht zum Jugendtreff natürlich nicht im Anzug sondern
schlüpft in angesagte Freizeitbekleidung und meint, dass er damit aussieht wie einer vom Jugendclub. Mit Gerstensaft
kann man sich auch die CDU schön trinken, zumal der Gerstensaft aus der Schatulle der Wahlkampfkostenerstattung kommt.
Die Rechnung kommt dann später. „Für uns von der CDU ist Leistung nichts Schlimmes“, sagt Hagel dem Südkurier.
Wir stehen in Konkurrenz zu jungen Leuten in Asien, die täglich 40 Kilometer mit dem Rad zur Schule fahren, um lernen
zu dürfen. Bei uns hat man in der Schule maximal ein paar chillige Jahre zum Ziel...“.

Was haben Tourist Informationen und Politiker gemeinsam ?

Die wesentlichen Probleme der Region sind ihnen nicht bekannt. Demokratische Institutionen wie Gemeinderat, Bürgermeister,
Kreistag haben heute nur noch die Funktion von Erfüllungsgehilfen der Bundes- oder Landespolitik. Statt Volksnähe suchen
die Funktionsträger nach Hofschranzen, die ihnen nach dem Mund reden oder wie erklärt sich die wundersame Vermehrung
von Mitarbeitern in den Tourist Informationen? Mit den bisher verschwendeten Mitteln hätte man manchen Ort in ein kleines
Touristenparadies verwandeln können. Unsere Leser sind gut informiert über Pleiten, Pech und Pannen. Der Weg, über das
sichere Listenverfahren in den Bundestag zu rutschen, gehört denn auch abgeschafft. Volksvertreter sollten vor Ort vom Volk
gewählt und nicht handverlesen von einer Partei bestimmt werden. Viele Probleme durch „Nieten in grauen Nadelstreifen“
ließen sich vermeiden.
Aber sollen einige auszugsweise Antworten für sich sprechen. AfD und Freie Wähler antworten gar nicht. Die ÖDP
unterstützt die Forderung nach dem „ein Euro Ticket“ für die einheimische Bevölkerung und ist für eine freiwillige Gästekarte.
Roland Biniossek von DIE LINKE sprach sich als Kreistagsabgeordneter mehrfach gegen die EBC in der vorgestellten Form
aus, bekundet, dass er zu 100% mit unseren Forderungen übereinstimmt, bedauert aber dass Claudia Haydt als Bundestags-
kandidatin vor lauter Wahlkampfstress nicht dazu kam, eine Antwort zu formulieren. Ich persönlich meine, nach fünf Jahren
EBC freuen wir uns auf die angekündigte Antwort.
Bündnis 90/Die Grünen sehen das Thema nur bei der Kreispolitik. Ich meine, wozu sollen wir einen Grünen in den Bundestag
entsenden, wenn er unsere Interessen in Berlin nicht zur Sprache bringt. Im Kreis stehen die Grünen unter der Knute von
Martin Hahn und wegen ihres Sitzplatzes am Fleischtopf des Landrates voll hinter der EBC. Wir hoffen, dass sie wenigstens
Gerichtsurteile vernünftig beurteilen.
Von der FDP hat Herr Steffen-Stiehl die Gastgeber für zwei Stunden besucht und seine Solidarität für die kritische Beurteilung
gegenüber der EBC zugesagt.
Die SPD fürchtet sich offenbar etwas vor der „Umarmung“ durch die Gastgeber agiert distanziert und leider noch pro EBC.
Immerhin hat sie die Vorstellungen zu einem sozial verträglichen ÖPNV in ihrer Publikation „Roter Seehas“ einer größeren,
europäischen Leserschaft zugänglich gemacht und durch „Testfahrten“ auf die Probleme des ÖPNV öffentlichkeitswirksam
hingewiesen.
Die CDU kann man vermutlich als EBC - Mutti bezeichnen. Ihre Gier nach Gästedaten scheint unstillbar. Bevor dieser Zustand
manische Züge annimmt, können wir ihr nur die Lektüre des Gerichtsurteils empfehlen und auf verbraucherfreundliche
Datenschutzgesetze der Europäischen Union hinweisen.   Ich empfehle: Bundestagswahl 2017 – Wer vertritt die Interessen
der Gastgeber.
Wenn es Kreispolitiker heute hinnehmen, dass alte in Russland gebaute Dieselloks, die in der DDR im Einsatz waren,
heute den Schienenverkehr unzureichend retten müssen und wissen, dass die katastrophalen Zustände im ÖPNV nicht vor
2025 bis 2030 besser werden können, dann handeln sie völlig verantwortungslos. Welcher Gastgeber kann ungestraft die
Gäste in ein Abbruchhaus locken und darauf hoffen, dass sie im nächsten Jahr wiederkommen. Eine vertretbare Lösung ist
auf lange Zeit nicht in Sicht, also wird die kreisweite Gästekarte zunächst nur ohne ÖPNV – Lösung angeboten werden
können und gewiss nicht den Namen Echt Bodensee tragen.

(PeG) 25.09.2017

Auch die Richter sagten EBC – nein – danke !

Gestern noch waren es die aufmerksamen Bürger aus Langenargen, wie übrigens Bürger und Gastgeber
aus dem gesamten Bodenseekreis denen von Gemeinderäten vorgehalten wurde: Ihr habt uns gewählt,
nun müsst ihr mit unseren Entscheidungen leben. Ein weiterer Schritt waren Bündnisse wie der
Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. und auch entschlossene Individualisten, die diesem Possenspiel der
Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT) und ihrer Echt Bodensee Card (EBC), zusammengerührt
im Landratsamt, ein schnelles Ende bereiten wollten.
Jetzt sagten auch die 5 Richter des Verwaltungsgerichthofes Mannheim: EBC – nein - danke!

Seit 2013 wandelt Landrat Wölfle auf Freiersfüßen und seine Brautjungfern aus Rathäusern und Tourist Information (TI)
jubilierten in den höchsten Tönen, begleitet von Hochrufen der Lokalpresse. Wenigstens zwei konnten sich an die Aufgabe
der Presse als vierte Gewalt erinnern. Ich meine Katy Cuko und Martin Baur vom Südkurier, die in jüngster Zeit besorgten
Gastgebern und einer unabhängigen Rechtsprechung ihr Ohr schenkten, während andere wie Tanja Poimer von der   SZ 
immer noch auf eine Erklärung der Richter hoffen, als wäre nicht längst alles Wichtige gesagt. Sie ist immer noch von der
Devise der SZ überzeugt: „Was der Bürgermeister sagt, ist grundsätzlich immer richtig“.

Die 5 Richter haben ausschließlich nach geltendem Recht das Urteil gesprochen, denn noch haben Bürger ein Recht
auf den Schutz ihrer Daten, auch wenn Bürgermeister Krafft und seine Anwältin möglicherweise meinen, dass es so etwas
wie Datenschutz sowieso in Deutschland längst nicht mehr gibt.

Eigentlich waren bereits durch die Ablehnung der Städte Konstanz, Meersburg Friedrichshafen, Überlingen und Lindau
die Würfel gefallen. Niemand wollte mit dieser Braut Tisch und Bett, besser gesagt die Kurtaxe, teilen. Letztlich blieben
vier Gemeinden in  Baden-Württemberg, die sich entmündigen ließen, durch einen Sklavenvertrag, der absolut keine
Mitbestimmung zulässt. Selbst die Erklärung der GRÜNEN, dass mit der höheren ÖPNV – Nutzung die Umwelt entlastet wird,
erweist sich als Irrglaube. In Uhldingen-Mühlhofen fuhren vier zusätzliche Buskurse leer durch die Gemeinde mit allen
Nachteilen durch Lärm- und Abgasbelastung. Die Situation in Langenargen kennen Sie aus dem Forum Langenargen
und vielen Bürgerbeschwerden. Dort dieselten in den Sommerferien sogar16 Busse zusätzlich durch den Ort.

Hätte ich drei Wünsche in der Sache frei, dann wären es diese: Die Lokalpresse verzichtet künftig auf die Verwendung
der immer gleichen EBC-Werbe- oder PR – Fotos. Das ist so etwas von peinlich und Schleichwerbung.
Zeigen sie uns besser die Menschen mit Sinn für Demokratie und Zivilcourage.

Dann käme der Wunsch, dass Menschen wie Frau Pfleiderer den Kreis im nächsten Landtag vertreten. Andere, vermute ich,
scheitern an der Altersgrenze  stehen aber als Weise und Gerechte gern und treu an ihrer Seite. Es ist kein Geheimnis,
dass ich hier, die mir bekannten Forum-Initiatoren Dr. Walter und Rolf Motz meine, denen eine große Zahl von klugen,
engagierten Bürgern den Rücken stärkt.

Widerruf des EBC - Beitritts lautet der 2.TOP der Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen am Montag, dem 25. September 2017.
Ich wünschte, die Gemeinde Hagnau und weitere würden dem Gedanken folgen, ihre Zustimmung aus Vernunftgründen
verweigern und weitere ihre Zustimmung wegen bestehender Rechtsmängel widerrufen.

Wer offene Fragen hat, den bitte ich das Internetportal www.Gastgeber-Uhldingen-Muehlhofen-e.V.de zu besuchen.
Aktuell den Beitrag: TI Uhldingen: Vermieter eiskalt vor die Tür gesetzt.

(PeG) 24.09.2017

TI Uhldingen: Vermieter eiskalt vor die Tür gesetzt

Die Einladung zum Gastgebertreffen der Tourist Information Uhldingen-Mühlhofen (TI) war widerrufen,
bevor der Kaffee gebrüht war. BM Lamm hielt eine kurze Ansprache und nach einer knappen halben Stunde
standen Vermieter und Gemeinderäte ratlos in der kühlen Abendluft. Im Vorfeld wurde der Welterbesaal gemietet.
TOP 2 der Tagesordnung: Vorträge von Herrn Heß, Herrn Feustel und Frau König zu dem Zweck, Propaganda zu machen
für die Echt Bodensee Card (EBC), entfiel dann aber vollständig. Im exklusiven Ambiente des Welterbesaals wollten
BM Lamm, TI und Co. für die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) die Werbetrommel rühren.
Da dürfte Geld wieder einmal keine Rolle gespielt haben, wirft man einen Blick allein auf die Bewirtungs-,
Miet- und Personalkosten des Saals.

Den ungekürzten Artikel von Peter Groß lesen Sie im Internetportal:

www.Gastgeber-Uhldingen-Muehlhofen.de

(PeG) 23.09.2017

Südkurier 23.09.2017

Guten Morgen Herr Dr. Seith,
von der Gemeinde fehlt noch eine Stellungnahme und unser Tourismuschef hält sich bedeckt.
Er würde uns zeitnah informieren.

Gruß aus Langenargen

Annette Pfleiderer     22.09.2017

 

Sehr geehrte Frau Pfleiderer,
Sie müssen nur die Pflichten nach dem BMG (Bundesmeldegesetz) erfüllen, also die besonderen Meldescheine
bereithalten, darauf hinwirken, dass die Gäste ihre Meldeverpflichtungen nach § 29 Absatz 2 bis 4 BMG erfüllen,
und die ausgefüllten Meldescheine aufbewahren. Mehr ist es nicht (bzw. vorläufig nicht mehr).
Eine Grundlage für die Meldungen an die Gemeinde gibt es nicht mehr, ebenso wenig eine Grundlage für die
Erhebung und Abführung der Kurtaxe.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sebastian Seith
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht   22.09.2017

Brief an Herrn Jost
Kurtaxesatzung- Stellungnahme

Sehr geehrter Herr Jost,
Viele Vermieterinnen und Vermieter baten mich, Sie nach einer verbindlichen, möglichst schnellen Auskunft
hinsichtlich des Meldeablaufs zu fragen.
Nach der Entscheidung des VGH Mannheim mit Datum vom 18.09.2017 wurde die Kurtaxesatzung von Langenargen
für unwirksam erklärt. Für uns Vermieter bedeutet dies, dass wir zur Zeit keine gültige Kurtaxensatzung haben,
genau genommen gar keine.
Wie können wir dem Bundesmeldegesetz nachkommen, also die Gäste der Gemeinde melden -
ohne dabei jedoch die Daten an die Firma Geios weiterzugeben?
Wie wird es gewährleistet, dass die Daten bei der Gemeinde bleiben? Wer die installierte Verknüpfung der
Firma Geios nutzt, landet bei der Meldung ganz automatisch bei dieser Firma und handelt ab sofort gesetzeswidrig,
da die Daten nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen, außer die Gäste erlauben das ausdrücklich.

Wir verlangen unverzüglich die sofortige Löschung der Gästedaten auf dem Server
der Firma Geios.

Da es keine gültige Kurtaxesatzung gibt, können die Gäste auch nicht zur Kasse gebeten werden.
Für uns sind deshalb auch die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung der DBT hinfällig.
Wir bedanken uns im Voraus für Ihre Mühe und hoffen, dass Sie für uns Vermieter eine Stellungnahme
abgeben, bevor die nächsten Gäste anreisen.

Mit freundlichem Gruß

Annette Pfleiderer   21.09.2017

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dies ist keine rechtliche Beratung.

"Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht."
Jean Anouilh

Mit Blick auf diese Webseite
http://echt-bodensee.de/echt-bodensee-card
fällt auf, dass über die aktuellsten Ereignisse keine Informationen vermerkt sind. Ich habe nichts Entsprechendes gelesen.
Greift hier nicht die Bringschuld der DBT zur redlichen Information des Lesers, der potentiellen Gäste?
Darf Enrico Heß auf der Website so tun, als sei nichts geschehen? Hier werden, wider besseren Wissens,
falsche Tatsachen wiedergegeben. Als Gast würde ich mich getäuscht fühlen.

ETI    21.09.2017

Kein Erntesegen für die Deutsche Bodensee Tourismus

Annette Pfleiderer aus Langenargen am Bodensee. Diesen Namen sollten deutsche Daten- und Verbraucherschützer
künftig kennen, wenn sie über das Thema Datensicherheit in der Touristikwelt plaudern. Vor wenigen Tagen hat sie
vorerst in Baden-Württemberg, mit Auswirkung für ganz Deutschland ein Urteil vor dem Verwaltungsgerichtshof in
Mannheim erstritten, das es in sich hat. Dabei fand sie die Unterstützung eines jungen, exzellenten Juristen für
Verwaltungsrecht, Dr. Sebastian Seith aus Freiburg im Breisgau, und traf auf die volle Zustimmung des Richter-
kollegiums, das keine gesetzliche Grundlage dafür fand, Gastgeber zu zwingen, intimste persönlichen Daten
irgendeinem Unternehmen für Werbe- und Marketingzwecke überlassen zu müssen.

Seit dem Jahr 2013 ist die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) bemüht, eine kreisweite Gästekarte,
die Echt Bodensee Card (EBC), zu verbreiten. Die Richter erkannten, dass die DBT damit, neben einer 25% Vergütung,
durch die Datensammlung einen Wert bekommt, den nicht nur die CDU als Öl der Zukunft bezeichnet und die hohe
Nebeneinkünfte mindestens vermuten lässt. So waren viele Lokalpolitiker vom Landrat bis zum Bürgermeister an der
"rein kommunalen Firma“, mindestens ideell beteiligt. Man durfte in Begleitung der DBT-Geschäftsleitung auch schon mal
auf Messeständen in Stuttgart oder Berlin Prospekte für die Urlaubsregion verteilen.
Bürgerliches Engagement fordert auch immer die solidarische Unterstützung von Gleichgesinnten. Unter dem Segel des
Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. und dem Forum Langenargen vereinten sich Bürger als auch Gastgeber der Region
um fortan der Datenkrake EBC die Futterkiste zu entziehen.
Das Finanzierungsgeflecht aus Fördergeld, Gesellschafterzuschüssen und Darlehen, das von der DBT,
vier Landkreisverwaltungen, wenigen Bürgermeistern, Touristikern, und eines Teils der Gemeinderäte aus vier von
24 Städten und Gemeinden gehäkelt worden war, bekam Risse und Löcher. Millionenzuschüsse aus Gemeindekassen
und dem Kreishaushalt waren bisher notwendig, um die DBT am Leben zu halten. Dazu kommt, dass es in der Praxis
erfolgreiche Gästekarten gibt, die bei Gästen beliebt sind und sich ohne Daten-Schnüffel-Chip bewährt haben.
Bei den Gastgebern fordert man eine regionale bis landesweite Kooperation, die die Nachbarländer Österreich und Schweiz
einbezieht. Im Zusammenhang mit dem ÖPNV wäre damit ein großer Schritt getan und man könnte sich der wichtigsten
Aufgabe zuwenden, dem weiteren Auf- und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur unter besonderer Berücksichtigung des
Schienenverkehrs.
Dass sich die Gäste von einer störrischen Gemeinderatsaristokratie die Brötchen nicht vom Frühstückstisch stehlen lassen,
zeigt das Beispiel Langenargen, wo Gäste ihren Unmut deutlich aussprachen und mit Konsequenzen drohten, sollte die Kurtaxe
in Höhe von 3,15 Euro weiterhin gefordert werden.
Dass durch die EBC-Zusatzkosten in erheblicher Höhe für Soft- und Hardware, Schulung der Mitarbeiter und Werbung für
die EBC überhaupt aus der Kurtaxe finanziert werden dürfen, empfand der Vorsitzende Richter als fraglich. Neben dem 25%
Anteil für die DBT werden wohl auch noch zusätzliche Extrakosten mit Mitteln aus der Gemeindekasse beglichen.
Fragwürdig ist auch das als solidarisch bezeichnete Finanzierungsmodell für den ÖPNV. Der Verkehrsverbund bodo begehrt
eine Pauschale von 75 Cent für jeden Übernachtungsgast, ist andererseits aber nur bereit, den Preis für die tatsächlich von
Touristen gefahrene Strecke genau abzurechnen und damit einen Bruchteil der Einnahmen an die aktiven Dienstleister
(Bahn- und Busunternehmen) weiterzuleiten.
Wenn nun also von den 250.000 Euro aus Langenargen schon 63.500 Euro an die DBT fließen und 186.500 Euro für vielleicht
1000 Fahrten in der gesamten Saison von Übernachtungsgästen gezählt wurden, wer erhält dann den sehr hohen Überschuss-
betrag? Nach welchem Schlüssel wird der Fahrpreis berechnet? Nach dem bodo–Tarif pro Wabe aus 75 Cent oder dem
Tagestarif von 15 Euro für das Gesamtnetz?
Aus einem frühen, diffusen Unbehagen gingen Gastgeber und Einheimische auf die Suche, arbeiteten sich in teils
unverständliche Gesetzes- und Vertragsunterlagen ein, bekamen Unterstützung durch sog. Whistleblower und standen vor
einem Skandal, der erst noch aufzuarbeiten sein wird, in den letztlich Mitglieder des Bundestages, der Landesbehörden,
der Kreisverwaltung, Bürgermeister und einige Gemeinderäte verstrickt sind. Dazu kann man auf Gastgeber
Uhldingen-Mühlhofen e.V. die Stellungnahmen der Bundestagskandidaten lesen. Wir werden es auch schaffen, dort Licht ins
Dunkel zu bringen und sehen hier besonders die Presse als selbsternannte 4. Gewalt in der Pflicht. Wir mussten eine deutliche
Verarmung und Einschränkung in den mitmenschlichen Beziehungen erfahren, als Gemeinderäte die Straßenseite wechselten,
oft aus der Not heraus, dem Bürgermeister bei der unbedingten Unterstützung der DBT widersprechen zu müssen.
Das Urteil der Verwaltungsrichter war die wichtigste und eigentlich einzig mögliche Rechtsentscheidung nach der
gegenwärtigen Gesetzeslage und nachdem vorher schon Klagen gegen Gemeinden erfolgreich waren. Ich möchte sie als
das  Sahnehäubchen bezeichnen, nach einer brillant und präzise vorgetragenen Klage durch unsere anwaltliche Vertretung.
Es bleibt der Wermutstropfen, den alle Bürgerinitiativen kennen. Die Anwalts- und Gerichtskosten, verursacht durch eine
Verwaltungsbürokratie, der es deutlich zu schwer fällt, auf Bürgerbegehren rechtzeitig zu reagieren, um Schaden vom Volk
abzuwenden, wie es so schön heißt.
Ich möchte hier daran erinnern, dass es Frau Pfleiderer aus Langenargen war und ist, die uns uneigennützig mit hohem
Engagement unterstützt hat und weiterhin unterstützt, sowie zahllose Gastgeber die unseren langen Weg durch finanzielle
Mittel und Zusprache begleitet haben und auf dem vor uns liegenden Weg begleiten. Es war eben Hunderten, ja vielleicht
tausend Menschen eine wichtige Herzensangelegenheit, um unser aller Recht zu kämpfen. Auch jenen Kollegen aus der
Gastgeberschaft, die sehr früh die Gerichte angerufen haben und nur einen geringen Kostenersatz erstattet bekamen gilt
unser verbindlicher Dank. Ich möchte meinen Artikel mit einem Hinweis auf das eingerichtete Spendenkonto schließen,
es sind schon noch beträchtliche Kosten aufgelaufen, die wir nach Abschluss der Rechtsstreitigkeiten öffentlich abrechnen.
Also lassen Sie ihr Herz sprechen und lassen Sie es laut sprechen!

(PeG) 20.09.2017

Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.    19.09.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
nach dem Urteil des VGH Mannheim ist nun jeder Gastgeber aus den Pilotgemeinden der EBC selbst in der Pflicht,
sich rechtlich abzusichern. Aus diesem Grund möchten wir eine kleine Hilfestellung geben.
Ausdrücklich weisen wir darauf hin, dass wir keine Rechtsberatung in irgendeiner Form anbieten.
Wir schließen jegliche Haftung für Anwendung oder nicht Anwendung unserer Formulierung aus.
Einzig und alleine wollen wir helfen, evtl. Schaden von dem einzelnen Gastgeber abzuwenden.
Wer sich durch unsere gut gemeinte Hilfestellung belästig fühlt, der möchte uns das umgehend mitteilen.
Die Adresse wird dann selbstverständlich aus dem Verteiler gelöscht.
Wer unsere Hilfe annehmen möchte, dem bieten wir unverbindlich nachfolgende Formulierung an.
So oder so ähnlich könnte Ihr Schreiben an die Gemeinde aussehen:

"Nach der Entscheidung des VGH Mannheim mit Datum vom 18.09.2017 wurde die Kurtaxesatzung von Langenargen
für unwirksam erklärt. Aus diesem Grund erkläre ich/wir hiermit ab sofort ausdrücklich, dass ich/wir die Weitergabe
unserer Gästedaten an die DBT/GEIOS untersagen.
Im Falle des Missbrauchs leiten wir umgehend strafrechtliche Schritte ein".

Wir selbst mussten und müssen unser Recht weiterhin aus unserer Privattasche finanzieren, während sich die Gemeinden,
ohne finanzielles Risiko schamlos an den von uns abgegebenen Steuermitteln bedienen können.
Nur mit Hilfe der gesammelten Gelder der Solidargemeinschaft ist es gelungen, haftungsrechtlichen Schaden von uns
allen abzuwenden. Hervorragende Anwälte haben logischerweise auch ihren entsprechenden Preis und fünfstellige
Summen sind schon geflossen. Damit die Solidargemeinschaft weiter von der erfolgreichen Arbeit profitieren kann,
sind wir auf weitere Spenden angewiesen, um die wir Sie hiermit recht herzlich bitten.

Spendenkonto:
Ulrike Kessler-Willibald, VERMIETERVEREINIGUNG
DE 06 69051725 1020092191
Solidarbeitrag
forum-langenargen.de 20.02.2017

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand
Herbert März, Auf der Höhe 10
Christoph Birkenmayer, Hotel Fischerhaus
Manfred Maier, Camping Seeperle
Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.

www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

Postanschrift: GUM e.V.
Postfach 1151
88683 Uhldingen-Mühlhofen
Tel.: 0049(0)7556-92 889-18
Fax: 0049(0)7556-92 889-21

Mail: info@gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

WIR ALLE HABEN GEWONNEN

Liebe Vermieter/innen, liebe Mitstreiter,

Das Forum Langenargen hat gewonnen.
Damals im Dezember 2016 wurde ich von Dr. Walter gefragt, ob ich mit meinem Namen für eine Sammelklage
für all die Langenargener Vermieter- und Vermieterinnen stehen möchte, was ich spontan bejahte.
Noch am gleichen Abend fand im Katholischen Gemeindezentrum eine Versammlung statt,
wo mir dann nochmals bewußt wurde, dass wir uns für die richtige Sache einsetzen.
Herbert März überzeugte uns mit seinen Recherchen und schon damals war ich von seiner Energie und
seinen Erkenntnissen beeindruckt. Inzwischen sind wir alle einen langen Weg gegangen.
Ich wurde von den Vereinsgründern und –gründerinnen des GUM (Gastgeber-Uhldingen-Mühlhofen)
freundschaftlich aufgenommen (inzwischen bin ich Mitglied im Verein).
Dr. Walter durfte ich als sympathischen, zuverlässigen, sich als unermüdlich einsetzenden Mitstreiter und
Menschen kennen- und schätzen lernen.
Viele liebe Vermieterinnen und Vermieter, sprachen mich an und versicherten mir und der Sache Ihre Solidarität.
(An dieser Stelle möchte ich mich auch noch für das duftende Sträußchen bedanken, das ohne Absender
vor meiner Tür lag).
Nach 9 Monaten kam es dann letzte Woche zur Gerichtsverhandlung in Mannheim, dem obersten Verwaltungsgericht
Baden-Württemberg. Im Bus begleiteten mich Dr. Walter, Herbert März und Vermieterinnen und Vermieter aus Hagnau,
Überlingen, Uhldingen-Mühlhofen und Sipplingen  (auf eigene Kosten). Dort in Mannheim war ich froh, sie hinter mir
sitzend zu wissen. Zwei Wochen vor der Verhandlung wurde das Forum, Herbert März und ich von Caty Cuko,
einer freien Journalistin des Südkuriers, kontaktiert. Endlich gab es da jemanden, der uns ernst nahm, der sich durch
die Artikel des Forums durcharbeitete und diese Arbeit anerkannte. Frau Cuko nahm dann auch an der
Gerichtsverhandlung teil und konnte sich selbst ein Bild machen.
Ich bin gespannt wie es weitergeht, wie die Gemeinde das Vertrauen wieder aufbauen möchte.
Wir haben unsere Zeit, unser Geld und unser Ansehen in die Waagschale gelegt. Indem die Steuerzahler für
den “Schaden” und die Gerichtskosten aufkommen müssen, werden wir ein zweites Mal zur Kasse gebeten.

Für all diese Kontakte und Begegnungen bin ich Euch und Ihnen sehr dankbar!

Annette Pfleiderer   19.09.2017

Bericht im Südkurier vom K. Cuko, 19.09.201

Kommentar:
Herr Krafft behauptet wahrheitswidrig, die Kalkulation der Kurtaxe sei vom Gericht nicht beanstandet worden.
Genau das Gegenteil war der Fall: Er konnte das trotz langatmiger Erklärungen nicht ausräumen.
Das können alle, die der Verhandlung beiwohnten, einschließlich der Redakteurin des Südkuriers, bezeugen.
Herr Hess ließ in der Veröffentlichung verlauten, er habe mit der ganzen Angelegenheit nichts zu tun.
Sein den Gemeinden aufgedrückter Knebelkooperationsvertrag war schließlich die Hauptursache für die jetzt ungültige Kurtaxensatzung.
Nun stiehlt er sich aus der Verantwortung.

Der Kapitän verlässt (als Erster) das sinkende Schiff!

Forum Langenargen   19.09.12017

Mail von unserem Anwalt Dr. Seith, Freiburg:

Wir haben heute Vormittag absprachegemäß den Tenor des Urteils des Verwaltungsgerichtshofs
Baden-Württemberg abgefragt. Er ist sehr erfreulich und lautet:

Die Satzung der Antragsgegnerin über die Erhebung einer Kurtaxe
vom 24.10.2016 in der Fassung vom 20.02.2017 ist unwirksam.

Die Antragsgegnerin trägt die Kosten des Verfahrens.
Die Revision wird nicht zugelassen.

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat die Kurtaxesatzung der Gemeinde Langenargen
also – über unseren Antrag hinaus – insgesamt für unwirksam erklärt.
Wir haben damit in vollem Umfang obsiegt.

Bis mir die vollständige Entscheidung (mit Begründung) vorliegt, wird es noch einige Tage gehen.
Ich gebe dann natürlich sofort Bescheid.
Ich freue mich für Sie und alle anderen Mitstreiter über den schönen Erfolg.

Mit besten Grüßen an den Bodensee

Dr. Sebastian Seith
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

18.09.2017

Gemeinsam sind und bleiben wir auch weiterhin eine
starke Solidargemeinschaft rund um den See

Wir danken Frau Annette Pfleiderer, die sich spontan für die Einreichung der Klage gegen die EBC
stellvertretend für die meisten Gastgeber zur Verfügung gestellt hat.
Langenargen kann stolz sein, eine derartig couragierte Bürgerin in ihrer Gemeinde zu haben.
Wir bedanken uns auch bei der GUM in Uhldingen mit den drei Vorständen Herbert März, Christoph Birkenmayer
und Manfred Maier, die getragen von einer zielstrebigen Strategie, verbunden mit unermüdlichem Einsatz ein
vorbildliches Team bilden.
Unser Dank gilt aber auch den vielen Spendern aller Seegemeinden von Kressbronn bis hinab nach Bodman-
Ludwigshafen, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben.
Wir selbst mussten unser Recht mit einem eigenen Teil der Kosten aus unserer Privattasche bereitstellen, während sich
der Bürgermeister ohne finanzielles Risiko schamlos an den von uns abgegebenen Steuermitteln bedienen konnte,
oder wurde er vielleicht von der DBT bezahlt, wo er früher in leitender Position als Mitglied tätig war?
Wir danken auch dem Journalisten im Ruhestand Peter Groß, der uns reichlich mit seinen wertvollen Recherchen
unterstützt hat. Das Gleiche gilt ebenso für ein Ehepaar, das uns sogar aus ihren jeweiligen Aufenthaltsorten, sei es
in Italien oder im Rheinland, tatkräftig unterstützte. Ein großer Dank gebührt auch Rolf Motz, der unermüdlich zu jeder
Zeit mit seinem technischen Wissen zur Stelle war, eigene Ideen und Recherchen einbrachte und die Beiträge und
Fotos positionierte. Siegfried Kleck überraschte uns immer wieder mit eindrucksvollen Fotos und den dazugehörigen
brisanten Erläuterungen.
Besonders hilfreich waren auch die Insiderinformationen eines anonymen Informanten.
Dank auch den unzähligen stillen Helfern und Sympathisanten von Mallorca bis hinauf nach Mölln, die zum Teil aus
berechtigter Angst vor Repressalien ungenannt bleiben wollen. Die meisten Gastgeber haben uns solidarisch unterstützt.
indem sie die Gäste zur TI schickten.
Unser Dank gilt auch den Gastgeberinnen und Gastgebern aus Hagnau, Sipplingen, Überlingen und Uhldingen,
die uns auf eigene Kosten bei katastrophalen Wetterbedingungen zum Gerichtstermin nach Mannheim begleitet haben.
Nicht zuletzt ein ganz herzliches Dankeschön an unseren Anwalt, Herrn Dr. Seith aus Freiburg, der nun auch die zweite
Normenkontrollklage mit großem Engagement zum Erfolg gebracht hat. Der Geist dieser außergewöhnlichen
Solidargemeinschaft hat gezeigt, zu welchen Leistungen engagierte Bürger imstande sein können.
Dass die Bevölkerung endlich wach wird, zeigt auch das initiierte Bürgerbegehren wegen der geplanten Bebauung am
Mooser Weg. Wir werden das natürlich voll unterstützen.Sollte der Plan des Bürgermeisters, am Noliplatz,
dem schönsten Aussichtspunkt mit freiem Blick auf den See, eine "Kneipe" mit den Dimensionen von 12 x 4 m zu
errichten, spruchreif werden, erwägen wir ebenfalls ein Bürgerbegehren und werden nicht zögern, auch hier die
Gerichte einzuschalten.
Unser Beispiel soll auch zeigen, dass die Bürger nicht alles tolerieren müssen, sondern trotz zahlloser Beleidigungen,
Anfeindungen und Verunglimpfungen, vor allem von Seiten des Bürgermeisters und vom stellvertretenden Bürgermeister,
Herrn Zodel, auf der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit für die Einzelnen sich nicht von ihrem Weg abbringen lassen.
Weit über unseren Ort hinaus haben wir auch Lob und Ermutigung erfahren. Das hat uns immer wieder bestärkt!

               Jetzt erst recht werden wir nach wie vor unangenehme Fragen stellen,
                      wo immer es um uns und um die Zukunft unserer Kinder geht.

Nachlese:
Das Urteil wird für alle Kommunen in ganz Baden-Württemberg erhebliche Konsequenzen haben.
Die Protagonisten haben zwar offensichtlich im Landtag einen Gesetzesentwurf eingebracht, der mit gewissen Ausnahmen
den Zwang zur elektronischen Meldung der Gastgeber an die Gemeinde beinhaltet, es ist jedoch darin eindeutig fixiert,
dass die Gästemeldung einzig und allein an die Gemeinde und nicht an Dritte weitergegeben werden darf.
Damit ist die EBC nur noch ein Phantom. Die voreilig bestellten Terminals für Bus und Bahn sind somit Schrott!

               Wer kommt jetzt für den aus Steuermitteln finanzierten Schaden auf?
Wir hegen keinerlei Schadenfreude, zu desaströs sind die finanziellen Auswirkungen für den Steuerzahler.
Allerdings spüren wir eine gewisse Genugtuung, dass es noch eine Instanz gibt, die dem Bürgermeister Krafft,
seinem Gefolge und der DBT die Grenzen aufgezeigt hat.
Das Ganze ist ein millionenschwerer Skandal auch auf Kosten der Langenargener Steuerzahler.
Wir sind ja bereits die Seegemeinde mit der zweithöchsten Steuerbelastung der Bürger, vermutlich werden wir
bald Spitzenreiter. Die Gemeinden am Überlinger See, die z. B. die Konuskarte seit Jahren propagieren,
können die sog. Pilotgemeinden nur noch bedauern.

Langenargen ist nunmehr endgültig die Pilotgemeinde in Sachen Geldverschwendung.
Bei dem Kooperationsvertrag mit der DBT, bei dem es um Millionen geht, war selbst der Großteil der Gemeinderäte
nicht informiert. Deswegen fand auch nie eine Diskussion statt. Stattdessen erhielt Herr Krafft auf Treu und Glauben
einen Freibrief, der sich jetzt im Nachhinein rächt. Jeder Bürger mit normalem Menschenverstand hätte wahrscheinlich
sofort erkannt, dass der Vertrag Passagen enthält, die mit einem gesunden Rechtsverständnis unvereinbar sind.
Der Vertrag ist absolut identisch mit dem Vertrag in Sipplingen. Nicht eine einzige Zeile wurde geändert oder ergänzt.
Das beweist doch, dass er kritiklos, ohne Korrektur, ungeprüft und dazu noch blind unterschrieben wurde.
Wir hatten die Hoteliers und Gemeinderäte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um den voraussehbaren
Schaden zu begrenzen. Bis auf eine Gemeinderätin hielt es niemand für nötig zu kommen. In Uhldingen sind fast alle
Hoteliers gegen die EBC, weil sie sich rechtzeitig über die Fallstricke, Nachteile und Alternativen informiert haben.
Dieser Blindflug, gepaart mit unglaublicher Naivität, ist unfassbar und führte jetzt zu einem Scherbenhaufen.
Die Folgen sind auch überregional noch nicht absehbar.
Die Verantwortlichen merkten überhaupt nicht, dass sie von Herrn Hess an der Nase herumgeführt wurden.
Er verschwieg beharrlich die Zahl der Installationen in den vier Pilotgemeinden und behauptete unermüdlich,
dass bezüglich des Datenschutzes alles geregelt sei. Verlangte man dann eine schriftliche Bestätigung der obersten
Datenschutzbehörde, kam das große Schweigen.
Verlässt man sich auf die Hofberichtserstattung im Montfortboten und der SZ nach dem Leitsatz:

„Alles, was vom Bürgermeister kommt, ist grundsätzlich wahr und muss nicht überprüft werden“,
dann darf man sich nicht wundern, wenn man eines Tages feststellen muss, dass man folgerichtig dadurch falsche
Entscheidungen getroffen hat.

Dr. med. Harmut Walter   18.09.2017

Das Urteil zum Nachlesen (sobald es veröffentlicht ist):

http://www.vghmannheim.de/pb/,Lde/1215552

http://www.justiz.baden-wuerttemberg.de

Übrigens: Alle Gastgeber, die auf unseren Ratschlag gehört und die erhöhte Kurtaxe unter Vorbehalt bezahlt haben,
können jetzt den Aufschlag zurückfordern!
Weiterhin sollten Sie die Kurtaxe, den Fremdenverkehrsbeitrag (Bettengeld) nur unter Vorbehalt bezahlen.
Aus aktuellem Anlass (Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim) ist jedem Gastgeber und auch Gast
dringend anzuraten, Kurtaxe, Fremdenverkehrsbeitrag (Bettengeld) nur unter Vorbehalt zu bezahlen.
Ohne diesen Vorbehalt ist im Erfolgsfalle eine Rückerstattung nicht möglich.
In diesem Zusammenhang können die Pilotgemeinden ebenfalls eine Rückerstattung hinsichtlich der
Zwangseinführung der EBC (verpflichtende Preisgabe der persönlichen Gästedaten) einklagen.
Rechtsgrundlage: Urteil Verwaltungsgerichtshof Mannheim.

Forum Langenargen    18.09.2017

Konsequenzen ?

 Von 2013 bis 2017 ist die Anzahl der Übernachtungen am Bodensee evtl. gestiegen.
Wenn Langenargen aktuell ca. 10 Prozent seiner Übernachtungen “verloren“ hat, sind das für ein Jahr
ca. 20.000 Übernachtungen, die Langenargen verkraften muss! Wenn wir jede dieser Übernachtungen
mit nur 100 Euro (Übernachtung plus Gastro) mit 20.000 multiplizieren, entspricht dies einem verlorenen
Umsatz von ca. 2 Mio. Euro!!! Das ist sehr konservativ gerechnet. Weitere Verbrauchssteuern sowie
anteilige Gewerbesteuern, Arbeitsplätze und Warendienstleistungen sind hierbei nicht berücksichtigt.
Für verwaltende Politiker mit großen Visionen sollte auch dieser Betrag interessant sein.
Die eigenen Leute dann mit Steuererhöhungen zum Ausgleich zur Kasse zu bitten, ist dann fast schon folgerichtig?
Denn wer von diesen Politikern hätte schon mal die Verantwortung samt Konsequenzen für sein Handeln
übernommen? Wo arbeitet Herr Mappus jetzt ?
Was ist von solchen Verantwortlichen zu halten, die vier bis fünf Jahre für Konzeption, Planung und Umsetzung
einer solchen suboptimalen EBC benötigen? Was ist von solchen Verwaltungspolitikern zu halten, die trotz
kompetenter Bürgermeinungen, das Recht nach eigener Art interpretieren? Muss immer öfter ein Richter das
Recht finden und aussprechen? Es erweckt den Eindruck, dass so mancherorts nur etwas durchgedrückt werden soll.
Das empfinden wir weder demokratisch und schon gar nicht rechtsstaatlich. Wir Bürger haben Politiker als unsere
Vertreter gewählt. Die Option narzisstischer individueller „Amokläufe“ ist mit der Wahl exkludiert und unerwünscht.
Es ist höchste Zeit für redliche Politik im Miteinander der Beteiligten. Mit den Bürgern und für die Bürger!

  Name bekannt 18.09.2017

Peter Groß. Leserbrief an Südkurier Konstanz. 11. September 2017
Leserbrief zu: EBC Rechnung ohne den Wirt gemacht. 09.09.2017 Bodenseekreis

Sehr geehrte Frau Cuko,

Endlich mal ein Beitrag, der die Problem-EBC gründlicher betrachtet. Sehen Sie, gerade am Montag kamen,
nach dem Wegfall der Buslinie 100, deutliche Erschwernisse auf nachmittags fahrende Schulkinder
(ab 12.00 Uhr) und später fahrende Berufspendler zu.
Es ist diese Rücksichtlosigkeit des Verkehrsverbundes, die wieder einmal sprachlos macht.
Vergleichen Sie doch mal die Preise des ÖPNV mit Vorarlberg und Großraum Freiburg. Es geht ja nicht nur um Touristen.
Sondern auch um die Standortbedingungen für das Personal. Und bei den bodo - Preisen sehe ich da richtig schwarz.
Wie hoch waren die Verluste aus der EBC und dem Wegfall von Einnahmen aus dem Tourismus.
Gerade für jungen Menschen heißt es zunehmend Bodenseekreis - zu teuer. Fragen sie mal die Gastgeber nach ihren
Erfolgen bei der Anwerbung von Arbeitnehmern.
Nun wagen Sie mal einen Blick in die Zukunft in Richtung Landestarif. Damit sind erneut zahllose Neuerungen verbunden.
Wer solche Abenteuer mit kostenlosen Gratis-Fahrkarten wagt, sollte mindestens über eine leistungsfähige
ÖPNV - Infrastruktur verfügen.
Im Schwarzwald ist man dem Bodenseekreis wieder um mindestens 10 Jahre voraus und verspricht authentisches
Dorfleben während im Kreis Lastwagen keinen Erholungsurlaub mehr zulassen und Radwege nicht im erforderlichen
Umfang ausgebaut werden. Wir haben noch sehr viele alte Gäste, die uns besuchen. Die Zukunft verlangt aber ganz
andere Infrastrukturen. Authentische Kultur des Ortes, Verbesserung der Wohnqualität.
Dann sind da die Ungerechtigkeiten: Besitzer des Baden-Württemberg Schüler Ferienticket müssen trotzdem einen
Euro für die EBC bezahlen. Bei einmaliger Übernachtung bekommt niemand die EBC und sie muss trotzdem bezahlt
werden. Meinen Sie denn die Gäste und Familien können nicht rechnen. Da schlägt bereits jetzt eine Welle der Entrüstung
über den Gastgebern zusammen, während sich der Landrat und sein Gefolge die Welt schön lügen.
Die Gäste hinterfragen schon, wofür sie das Geld aufwenden müssen und verstehen gar nicht, warum sie mit 25 % eine
künstlich geschaffene Verwaltung und Werbeagentur füttern müssen, die ihnen auch noch sämtliche, vertrauliche Daten
raubt, bis zur Bankverbindung, wenn man die Karte wegen mangelnder Rücknahmestellen (Pfand) an die DBT schicken
und dafür auch Briefporto bezahlen muss.
Mein Wunsch wäre, der Südkurier würde weitere objektive Berichterstattung zulassen und damit bessere Beiträge,
wie den von ihnen geschriebenen, zur Meinungsbildung liefern. Die Internetforen Forum Langenargen und Gastgeber
Uhldingen-Mühlhofen haben deutlich mehr Leser gewonnen in den vergangenen Monaten, darunter viele Entscheider.
Seien Sie weiter mutig und verhelfen Sie dem Medium Südkurier zu altem Ansehen und Glaubwürdigkeit.

Mit freundlichen Grüßen

P. Groß    12.09.2017

Auszug aus SZ vom 14.09.2017

Und welche Konsequenz hat das für den abzuführenden Betrag aus der Kurtaxe???
 
Bodo plant zum Jahreswechsel höhere Fahrpreise.

Gläßer berichtete, dass der Bodo zum Jahreswechsel eine Anhebung der Fahrpreise plant.
Entscheidungen treffen die Gremien in den kommenden Wochen. Damit die Tarife gleich sind,
werden 24-Stundenkarte, Gruppentageskarte sowie die elektronische gelöste Fahrkarte in
Lindau künftig billiger. Zudem dürfen Eltern statt bisher zwei künftig vier eigene Kinder
kostenlos mitfahren lassen. Andererseits sinkt das Höchstalter der Kinder, die nicht bezahlen
müssen im Stadtbus von bisher sieben auf sechs Jahre. Schüler dürfen sich freuen,
weil ihre Fahrkarten künftig auch im Ferienmonat August gelten.

Hans-Helmut Hemmerling     15.09.2017

 

Europas Süden mit Vorbildfunktion

Kinder fahren kostenlos mit Bus und Bahn auf Mallorca
Alle unter Zwölfjährigen sollen Mallorcas öffentliche Verkehrsmittel künftig kostenlos nutzen können.
Die neue Regelung gilt ab dem 1. Januar 2019 für Bahn, Metro und Überlandbusse.
Das heißt, dass nur das Fahren mit den Stadtbussen weiterhin kostenpflichtig ist. Das hat die Balearenregierung jetzt beschlossen.
Momentan ist es so, dass Kinder bis drei Jahren gratis die Bahn, die Metro und den Überlandbus nutzen können,
junge Menschen bis 26 zahlen nur 50 Prozent des regulären Preises.
Die Verantwortlichen haben noch weitere geplante Änderungen bekannt gegeben. So sollen zum Beispiel Nachtbusse
auf Mallorca eingeführt werden, die vor allem an den Wochenenden zwischen Palma und Orten in der Nähe verkehren.
Zudem sind Express-Verbindungen geplant. In diesem Rahmen sollen die Busse auf direktem Weg zwischen den Orten der
Insel hin- und her pendeln, also zum Beispiel ohne Zwischenstopp von Palma nach Andratx fahren.
Hier wird im Gegensatz zur Bodenseeregion etwas für die eigene Bevölkerung getan.

Der Verfasser ist uns bekannt      14.09.2017

 

Ein wichtiger Unterstützer wies uns auf die Niederösterreich-Card hin, die "Echt" hervorragend ist.
Sie bietet für 61 Euro freien Eintritt bei 312 Ausflugzielen und viele weitere  Ermäßigungen.
Sie erspart bis zu 2500 Euro an Eintrittsgeldern (Kann im folgenden Jahr zum ermäßigten Preis verlängert werden).
Vor allem ist sie freiwillig, unterliegt keinen Datenschutzproblemen und erfordert  keinen Knebelvertrag.
Das lässt die DBT erblassen.
Forum Langenargen    11.09.2017

EBC-Nein-Danke: Die Entscheidung fiel vor Mai 2016

Im Mai 2016 stimmten in Uhldingen-Mühlhofen 120 Unternehmer aus der Gast- und Tourismuswirtschaft
gegen das Projekt Echt Bodensee Card. Ein Jahr später wollen Bürgermeister und einige Gemeinderäte
dem Projekt, vermutlich ohne ausreichende Sachkenntnis, zustimmen.

Nur sieben Gemeinderäte verlangten einen Blick hinter die Kulissen eines möglicherweise kurz bevorstehenden
Millionenskandals. Es ist zu befürchten, dass selbst der Bürgermeister die Übersicht verloren hat, weil die Vermutung
nahe liegt, dass die Beantwortung der Fragen an ihn von der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH oder dem Landratsamt
kommen. Dabei wird deutlich, dass die Abstimmung in jedem Fall so gelegt wurde, dass eine objektive Beurteilung
unmöglich ist.
1. Aus Gästebefragungen ist bekannt, dass bisher keine Kontrolle durch eine Prüf-App erfolgt ist. Die Karte musste
sowohl bei der Bahn und in Bussen lediglich nur vorgezeigt werden. Weder die DB, noch bodo haben eine App oder
funktionsfähige Lesegeräte installiert, noch Erfahrungen dokumentiert. Dazu kommt, dass wegen der geringen Zahl
ausgegebener Karten keine wirklichen Erfahrungen gewonnen werden konnten.

2. Zu den Bedenken und Einwänden der Zeltplatzbetreiber sollten Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Die Betreiber der
EBC und ihre Freunde in der Gemeinde hatten mehrere Jahre seit 2013 Zeit, das Produkt EBC zu optimieren.
Es ist nichts geschehen. Das ist eine Soll-Aussage ohne bindende Wirkung.

3. Es wird der Gemeinde nichts weiter übrigbleiben, die EBC selbst auszugeben oder wenn sie dieses erzwingen will,
einen Kostenersatz für die Mehrleistung zu erstatten. Im übrigen war das Urteil gegen die elektronische Meldung erfolgreich.
Der Tenor der Rechtsprechung ist, dass erst das Land ein Gesetz zur Einführung der elektronischen Meldung erlassen müsste.
Diesbezüglich besteht aus Gründen des europäischen Datenschutzrechts keine Hoffnung. Es bleibt eine Absichtserklärung.

4. Die mit der Tourist-Information geführten Gespräche sind für die Gemeinde rechtlich nicht bindend. Die Zusammenarbeit
wurde von vielen Gastgebern, nicht zuletzt durch Abstimmung mit den Füßen, bereits aufgekündigt. Ein Kritikpunkt unter
anderen ist das Engagement der TI für das Privatunternehmen DBT.

5. Bis zum Abstimmungstag sind lediglich vier von 23 angefragten Städten und Gemeinden der DBT beigetreten.
So verweigert die Stadt Lindau den Beitritt wegen zu hoher Kosten. Sie bietet als Kooperationsleistung die Anerkennung
der EBC an und erhielt im Gegenzug die Möglichkeit, das bodo-Gesamtnetz für ihre Einwohner und ÖPNV – Kunden
kostenlos zu nutzen.

Für Uhldingen-Mühlhofen wäre die Kompensationsmöglichkeit, dass Touristen mit EBC die Erlebnisbusse, Gästefahrten
und verbilligten Eintritte bekommen und dafür die Uhldinger Gäste die Leistungen der EBC kostenlos in Anspruch nehmen
können. Übrigens kann wegen der vermuteten finanziellen Schieflage der DBT nicht ausgeschlossen werden, dass der
nur bis 2019 festgeschriebene Solidarbeitrag deutlich erhöht wird. Es ist dringend geboten, die DBT-Berichte 2016 und
einen vorläufigen für 2017 auszuwerten, um die Gemeinde, Gastgeber, Gäste und Abgabepflichtigen der Tourismusabgabe
vor höheren Abgaben zu bewahren. Eine nochmalige Erhöhung der Kurtaxe ist sicher unmöglich. Die uns bekannten
Buchungsrückgänge aus Langenargen sind ein deutliches Alarmzeichen.
Wie jetzt aus Bodman-Ludwigshafen bekannt wurde, hatte man sich in der dortigen TI Gedanken darüber gemacht,
die Vermittlungsleistungen kostenpflichtig zu machen. Diesen Vorschlag könnte man begrüßen, wenn die TI darüber hinaus
keine weiteren Mittel bekommt und die Inanspruchnahme freiwillig erfolgt. Es sollte die Überlegung wert sein, was es denn
kosten darf, 46125 Gäste in den Ort zu locken. Gegenwärtig dürfte dafür ein Betrag von 130 Euro pro Anreise nötig sein.
Dabei wird das Unvermögen der TI deutlich. Niemand braucht heute mehr eine Imagebroschüre. Für Messebesuche reicht
maximal ein Faltblatt auf einem Infostand der großen Dachorganisationen: Internationale Bodensee Touristik (IBT),
Schwarzwald Tourismus oder eine Kooperation mit den Nachbarländern. Gastgeber und Einheimische sind nicht für die
Freizeitgestaltung touristischer Mitarbeiter/innen auf Messen zuständig. Diesen Unsinn muss man sich vorstellen,
wenn Vertreter/innen, von 30 TI´s aus dem Bodenseekreis Spalier stehen und Unterkunftsverzeichnisse verteilen
an jeden, der nicht rechtzeitig die Hand wegzieht. Kein Gast wird wegen eines flüchtigen Messekontaktes nach
Bodman-Ludwigshafen oder in den Bodenseekreis kommen.

Aus welchem Grund wurde denn die DBT gegründet? Nach eigener Aussage wollte sie diese Leistungen bündeln
einschließlich eines einzigen Internetportals für alle. Aber auch das ist bereits Schnee von gestern.

Genau in diese Falle will man die Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen locken, deren Zahl der Ankünfte in einer ähnlichen
Höhe liegen dürfte und die von sehr vielen Stammgästen besucht wird. Diese kommen wegen der Gastfreundlichkeit
der Gastgeber, nicht wegen der TI und auch nicht, um kostenlos mit dem Bus zu fahren, wie man täglich sehen kann.
Die Tourist-Information (TUM) wird mit über einer Million Euro gefüttert, ohne einen konkreten Leistungsnachweis
bringen zu müssen. Die TI erreicht nur für Werbung und Marketing ein Kostenvolumen pro Kopf, das anderorts für
einen Kurzurlaub ausreicht. Da wäre es für die Gemeinde günstiger, die TI zu schließen und Gäste mit einem
Werbeangebot anzusprechen. Das kommt billiger und ist durch die „Buschtrommel“ deutlich wirksamer.
Der einzig messbare Grund für eine finanzielle Leistung an die TI ist die Summe der vermittelten Anreisen und die
Zahl der Übernachtungen. Die erfolgreichsten Vermittlungsportale arbeiten nach dem Verfahren und werden
ausschließlich für den Übernachtungsvertrag honoriert. In diesem Zusammenhang handeln die Gastgeber,
vom großen Hotelbetrieb bis zur kleinen Pension verantwortungsvoll, indem sie das Aufgabengebiet der TI nicht mehr
in vollem Umfang unterstützen.
Wenn nun die Touristikerin Anna Wildöer aus Bodman-Ludwigshafen vorbringt, dass Touristen in der TI nach einem
Unterkunftsverzeichnis fragen, stimmt das Serviceangebot der TI nicht. Es bedarf nur eines freundlichen Lächelns
und weniger PC-Klicks damit der interessierte Gast sein Wunschquartier bekommt. Sie hätte dann natürlich weniger
Zeit für die Vorbereitung von Messebesuchen und die unentgeltliche Unterstützung der Deutschen Bodensee
Tourismus GmbH (DBT). Aus welchem Grund die örtlichen Gastgeber die Vortragsreisen zugunsten der DBT finanziell
unterstützen müssen bleibt weiterhin fragwürdig.
Der Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. hat in diesen Tagen klar erklärt, dass er diese Vielzahl möglicher
Mittelverschwendung nicht mehr mitträgt und dafür den Dank und die Glückwünsche aus der gesamten Region erhalten.
Zum ersten Geburtstag übrigens.

(PeG) 09.09.2017

Stellungnahme des GUM e.V. auf Grund einer Anfrage der TI Uhldingen  - 06.09.2017

Tourist-Information
z.Hd. Frau Julia König
Ehbachstrasse 1
88690 Uhldingen-Mühlhofen

Sehr geehrte Frau König,

Ihrem Wunsch, Ihr Konzept des Urlaubsmagazins der Mitgliederversammlung des GUM e.V. vorzustellen,
kann nicht entsprochen werden.
Sie verfolgen die Einführung der EBC nach Ihrer Überzeugung weiterhin mit Nachdruck. Die Ablehnung zum Beitritt der
EBC unserer Vereinsmitglieder steht auch weiterhin nicht zur Disposition. Die Gründe dürften Ihnen hinreichend bekannt sein.
Für das voraussehbare Desaster Ihres Gastgeberverzeichnisses hat in hohem Maße der Bürgermeister unserer Gemeinde
beigetragen. Er ignorierte die Gründe und somit das Votum der Gastgeber, die nachweislich 95% der Bettenkapazität stellen
und diese Karte in ihrer jetzigen Form weiterhin ablehnen.
Jetzt steht er vor dem Scherbenhaufen des Tourismus seiner Gemeinde. Eine tragfähige Zusammenarbeit zwischen TI und
den Gastgebern unseres Vereins ist unter diesen Voraussetzungen nicht denkbar. Zudem vermarkten Sie ja bereits die EBC
und dies auch noch mit Steuergeldern (Kurtaxe) offenbar im sicheren Wissen eines Beitritts zur EBC.
Niemand kann und soll uns hinsichtlich unserer Ablehnung zur EBC vorwerfen, dass wir Bürgermeister und Räte nicht
eindringlich davor gewarnt haben, aus dem Gastgeberverzeichnis der TI als auch deren Internetauftritt umgehend auszutreten.
Diese Warnung an die Räte, die unseren Argumenten der EBC nicht beizutreten kein Gehör schenkten, wurde leider verkannt.
Wir bekamen vielmehr von diesen zu hören: „Dann tretet halt aus!“
In einer beispiellosen Solidarität, allen voran mit unseren Schwergewichten, den Hoteliers, haben wir genau vor einem Jahr
erfolgreich unseren Verein gegründet. Mittlerweile haben wir auch Mitglieder aus unseren Nachbargemeinden die aus
Überzeugung beigetreten sind.
Mit unserem eigenen Buchungsportal und seiner professionellen Bedienfunktion präsentieren wir nicht nur den Ferienort
Uhldingen, sondern vermarkten uns, im Gegensatz zur TI, unter betriebswirtschaftlich kostengünstigeren Bedingungen selbst.
Weitere Mitgliederbeitritte auch aus anderen Gemeinden sind dafür die beste Anerkennung unserer Arbeit. Davon scheint
die TI sich immer weiter zu entfernen. Warum also sollten wir unsere erfolgreiche Arbeit aufgeben?
Nach unserer Überzeugung ist eine Vermarktung zwischen unseren Gastgebern und der Tourist-Information unter Einbezug
von EBC-Bedingungen (siehe Kooperationsvertrag DBT/Gemeinde=Knebelvertrag, der nicht einmal im Gemeinderat kritisch
diskutiert wurde) völlig ausgeschlossen.
Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass unsere im Verein befindlichen Gastgeber auch weiterhin 95% der Uhldinger
Bettenkapazität präsentieren. Nicht Sie, die TI, nicht der BM und auch nicht die Räte sondern die Gastgeber erwirtschaften
maßgeblich die Einnahmen, die im Wesentlichen zum Bruttosozialprodukt der Gemeinde beitragen und damit auch weiterhin
ihre Existenz sichern. Das können wir auch in der zu Ende gehenden Saison 2017 trotz Austritt aus der TI unter Beweis stellen.
Nicht wir brauchen die TI, die TI braucht uns, denn nur durch unsere erwirtschafteten Einnahmen werden auch Sie weiter
existieren können. Darüber sollten vielleicht alle einmal nachdenken.
Welche Wertschätzung unserem Verein mit seinen Gastgebern seitens des BM entgegengebracht wird, dokumentiert
wiederholt das Gemeindeblatt. Dort beschneidet der BM in krampfhafter Weise unsere Mitteilungen und reduziert diese
auf ein Minimum. Das alleine ist schon genug Grund ihrem GGV weiterhin fern zu bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert März                             Christoph Birkenmayer                                 Manfred Maier

 

Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen. e.V., Auf der Höhe 10, 88690 Uhldingen-Mühlhofen

E I N S C H R E I B E N

Herr Landrat
Lothar Wölfle
Landratsamt Bodenseekreis
Glärnischstraße 1-3
88045 Friedrichshafen

Unser Offener Brief vom 04. Juli 2017 – Ihre Antwort vom 28.07.2017

Sehr geehrter Herr Landrat Lothar Wölfle,

der Bürger kann nur noch staunen über Ihr Schreiben vom 28. Juli 2018.
Ihre Behauptung wir würden eine Kampagne mit kreuzzugartigen Zügen führen lässt tief in Ihr Demokratieverständnis blicken.
Uns Gastgebern wird die Echt Bodensee Card als positiv und geschäftsfördernd dargestellt. Lassen Sie uns doch selbst
entscheiden, was für unsere Betriebe gut und positiv ist. Eine Partnerschaft die auf Zwang und nicht auf Selbstbestimmung
aufbaut, wird unweigerlich scheitern. Wir Gastgeber, die seit Jahrzehnten vor Ort tätig sind, sagen: Nein, diese Art von Karte
ist nicht gut für unsere Gäste und für uns.
Mit unserem Ansinnen auf Selbstbestimmung sind wir nun in Ihren Augen Kreuzritter ?!?
Bei dieser Betrachtungsweise ist die juristische Auseinandersetzung bezüglich der verpflichtenden elektronischen Meldung
sicher ein Angriff auf die demokratische Entscheidung des Gemeinderates und des Kreistages. Augenscheinlich ist eine
Entscheidung die von einem demokratischen Gremium getroffen wird, nicht automatisch gesetzeskonform!
Demokratie ist die Herrschaft des Staatsvolkes und WIR sind das Volk. In einer freien Marktwirtschaft sollten wir als mündige
Bürger bestimmen können, was für unsere Gastgeberbetriebe gut ist und was nicht. Es hilft niemandem und fördert keineswegs
das Demokratieverständnis, wenn Sie mit erhobenem Zeigefinger die Demokratie beschwören und sie von anderen
anmahnen, während Sie sich auf den Kreistag berufen.
Wir, die Gastgeber, machen die Arbeit vor Ort. Wir nehmen täglich ein Risiko als Unternehmer auf uns und wir erwirtschaften
die Steuergelder. Wir haben ein Recht, gehört zu werden. Unsere Bedenken dürfen nicht abgetan, sondern sollten ernst
genommen werden. Ohne unsere Unterstützung können Sie nicht erfolgreich sein. Sie vertreten uns lediglich, oder zumindest
die Menschen, die Sie in Ihr Amt gewählt haben.
Aus diesem Grund und in Anbetracht der bevorstehenden Bundestagswahlen geht dieser offene Brief auch an alle größeren
Parteien.

Wir wollen wissen:
Wer vertritt die Interessen der Gastgeber?
Wer stellt sich an unsere Seite gegen diese völlig unnötige „Echt Bodensee Karte“ (EBC = Bürokratie-, Datenklau- und
Subventionsmonster).
Dementsprechend werden wir an unsere Kolleginnen und Kollegen Gastgeber eine Wahlempfehlung aussprechen.
Auch wenn Sie sich aus der Verantwortung einer Antwort stehlen wollen, wir fragen Sie noch einmal:
Was hat die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT), unter dem Deckmantel der „Daseinsvorsorge“ als Buchungsportal-
Vehikel
www.echt-bodensee.de , mit dem privaten Anbieter http://bodensee.holidayinsider.com/ , welcher auf Provisionsbasis
über HRS agiert zu tun? Es ist nicht zu erkennen, was dies, nach der Definition „mit der Grundversorgung von lebenswichtigen
Gütern und Dienstleistungen“, zu tun haben soll.

Weiterhin unbeantwortet ist die Frage:
Warum wird die öffentliche Zweckentfremdung von Geldern des Steuerzahlers zugunsten marktführender Buchungsportale,
die u.a. davon leben, dass eine Beteiligung am Gewinn aus den Aufträgen (Provision) zu Lasten des Gastgebers fällig wird,
gefördert?
Ferner haben Sie nicht darauf geantwortet, wie mit der Verbindung der DBT und dem aufgezeigten Firmengeflecht,
insbesondere die geschäftliche Verbindung zu HRS, das wirtschaftliche und soziale Wohl der Einwohner in den Kommunen
gesichert wird?
Zu Ihrer Falschaussage gehört, dass die Firma WIIF (H. Feustel) nicht, wie von Ihnen angegeben 2004, sondern 2012
gegründet wurde.  Quelle: Handelsregister und Bundesanzeiger als Beweis unserer Aussage.

Damit wir uns nicht falsch verstehen:
Von den Gastgebern rund um den Bodensee wird eine einheitliche und bezahlbare Gästekarte befürwortet. Wir brauchen
aber keinen Daten-, Bürokratie- Subventionsmoloch, wie es die EBC in ihrer jetzigen Form darstellt.

Die Karte muss für den Gast und Gastgeber freiwillig sein.
Was wir aber viel mehr benötigen als eine 1 Euro/Tag teure EBC ist das Ein-Euro-Ticket für die einheimische Bevölkerung.
Nur so kann der Verkehr entlastet und dem sozialen Unfrieden vorgebeugt werden. Wir brauchen nicht noch mehr
Beförderungsprobleme für Schüler und Berufstätige. Einem Szenario wie beispielsweise in Athen, Barcelona, Venedig oder
Mallorca, wo Einheimische protestieren und keine Lust mehr auf Touristen haben, darf am Bodensee kein Vorschub geleistet
werden. Würde man, wie in Kressbronn geschehen, die Gastgeber der anderen Bodenseegemeinden demokratisch für oder
gegen die EBC abstimmen lassen, ein krachendes Votum gegen die Karte wäre die Folge.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert März                                          Christoph Birkenmayer                                            Manfred Maier

Verteiler an die Fraktionen und deren Kandidaten
CDU/CSU
SPD
Grüne/Bündnis 90
Die Linke
FDP
AFD
Piraten
Freie Wähler

Und so kommt man frisch und munter täglich ein Stück weiter runter!

An den Herrn Bürgermeister Achim Kraft und
das Team Tourist Information

88085 Langenargen

                                                                                                                                        Langenargen, 03. September 2017
Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir, Rita Schneeweis und Helmut Küstner, verbringen unseren Urlaub seit 13 Jahren in Langenargen und fühlen uns hier wohl,
es ist unsere 2. Heimat. Dafür haben wir hier zum Entspannen einen wunderbaren Platz gefunden.
Dies belegt auch das Eheversprechen im Jahre 2009.
In diesem Jahr wurden wir jedoch mit einer einschränkenden Maßnahme konfrontiert (EBC), die uns zusätzlich 32,20 €
Mehrkosten auferlegt und eine Wahlmöglichkeit über deren Nutzung ausschließt.
Im Sinne einer demokratischen, gastfreundlichen Idee entspricht dieses Angebot u. E. nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Rita Schneeweis / Helmut Küstner

Vorschlag

 Warum werden immer noch neue  große Dieselbusse angeschafft,obgleich sie keine Zukunft mehr haben?
Wie wäre es, wenn im Ortskern nur noch halb so große elektrisch betriebene Shuttlebusse in kurzen Abständen
die Haltepunkte anführen und die Gäste zum Auffangparkplatz brächten?
Dort sollte ein Abschnitt zu einem Busbahnhof für die großen Busse umfunktioniert werden.
Die Elektro-Shuttlebusse könnten dort sogar vor Ort geladen werden
(Man hat übrigens seit Monaten kein ladendes Auto mehr gesehen).
So würde unter anderem die Feinstaubbelastung erheblich reduziert .
Langenargen wäre eine echte Pilotgemeinde und Vorbild als Klimabündnisgemeinde
und Herr Krafft würde sogar mit einem pressewirksamen Umweltpreis ausgezeichnet!

Forum Langenargen   02.09.2017

1000 Experten bestätigen unsere Argumente

Der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V., sowie das Forum Langenargen vertreten in der Öffentlichkeit
die Meinung der überwiegenden Mehrheit der Gastgeber der Gemeinden von Kressbronn  bis hinauf ans Ende
des Überlinger Sees. Diese Mehrheit steht sowohl der Einführung der EBC, als auch der gesamten Situation
um die DBT, kritisch gegenüber. Warum?
Unsere Kritik begründen wir insbesondere damit, dass wir als Bodenseeregion, auch „Dreiländereck“ genannt,
jede nicht länderübergreifende Denkweise als rückwärtsgerichtet, somit nicht zukunftsorientiert und damit für
deplatziert halten. Uns drängt sich die Vermutung auf, dass regionale wie kreispolitische Eitelkeiten ausgelebt
werden, die wir nicht unterstützen.
Für die Befürworter ist die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) sowie deren Aufgabe die Einführung
der „Echt Bodensee Card“  (EBC, allein schon der krude Name ist ein Ärgernis) das langersehnte Heilmittel für
den Tourismus am Bodensee. Der Feriengast soll endlich Qualität und Service bekommen. Schluss mit dem
Kartenwirrwarr, endlich bekommen die Gäste einen Gegenwert für ihre Kurtaxe, endlich können auch die
Feriengäste am Ende des Überlinger Sees mit einem 50 Ct-Geldvorteil beispielsweise das Allgäuer
Bergbauernmuseum in Immenstadt besuchen (statt 11 € für 10,50 €) und das sogar mit der „kostenlosen“
Nutzung von Bus und Bahn.
Für uns, die wir diesem Vorgehen ablehnend gegenüberstehen, stellt sich die Frage,  obwohl es bereits die
Bodensee Erlebniskarte und die Euregio Karte gibt. Wir fragen uns, wieviel Kurtaxe der Feriengast toleriert
und, ob die EBC tatsächlich einen Mehrwert schafft. Dass ein Teil-deutscher Weg nicht die richtige Entscheidung
für die internationale Bodenseeregion ist, steht für uns  außer Frage.
Wie sinnlos sich dieses teure EBC-Produkt darstellt, soll einmal anhand des nachfolgenden Beispiels verdeutlicht werden.
In der internationalen Bodenseeregion hat sich bereits eine sehr durchdachte ÖPNV-Karte etabliert. Dabei können
sich die Gäste die sogenannte Euregio - Karte (www.euregiokarte.com/preise) in freier Entscheidung kaufen.
Zum Preis von 69,- € können zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder an drei Tagen rund um den See Bus und
Bahn sowie die seequerenden Verbindungen (Fähre Meersburg - Konstanz und Friedrichshafen - Romanshorn),
die ebenfalls im Preis enthalten sind, in Anspruch nehmen. Darüber hinaus erhalten die Gäste mit der Euregio –
Karte auch noch 25 % Rabatt auf die BSB-Schiffe! Wenn man bedenkt, dass mit der EBC keineswegs alle Busse
und Bahnen rund um den See kostenlos genutzt werden können, die Fähren und BSB-Schiffe nicht der EBC
angeschlossen sind, dürfte der Mehrwert der Euregio im Vergleich zur EBC eindeutig zu Buche schlagen.
Deshalb lehnen wir Gastgeber dieses regionale Instrument, das auch noch erheblicher Subventionen bedarf, ab.
Wir betonen jedoch, dass wir einer einheitlichen, länderübergreifenden Gästekarte, die auf freiwilliger Basis
erworben werden kann, positiv gegenüberstehen und einem solchen Instrument eindeutig den Vorzug geben.
Unser größter Vorteil zu konkurrierenden Regionen ist unbestritten die besondere geografische Lage der
internationalen Bodenseeregion. Der Bodensee-Gast macht doch keinen Stopp vor Landkreis-, Bundesland-
oder Landesgrenzen und möchte die Vierländer-Region ganzheitlich erleben.
Wir können verstehen, dass von 23 Seegemeinden am nördlichen Bodenseeufer lediglich vier dieser Einführung
zugestimmt haben. Dabei war festzustellen, dass in diesen vier Gemeinden die Vermieter in die Entschlussfindung
nicht eingebunden wurden. Stattdessen war eine erhebliche Einflussnahme seitens des Landrates sowie der im
Aufsichtsrat von bodo und im Kreisrat vertretener (und damit u. E. befangener) Bürgermeister festzustellen.
Die übernachtungsstarken Städte Konstanz, Überlingen, Meersburg und Lindau haben der EBC aus Gründen
veralteter Kartentechnik, oder aus Kostengründen eine klare Absage erteilt. Friedrichshafen das selbst keine
Kurtaxe erhebt, hat sich zu dieser Karte überhaupt nicht geäußert.
Überlingen wird, obwohl es der EBC bereits eine Absage erteilt hat, weiterhin unter  massiver Einflussnahme des
Landrats zum Beitritt der EBC gedrängt.
Seit Gründung der DBT im Jahre 2013 sind bereits Beträge in Millionenhöhe (Gelder des Steuerzahlers)  in diese
Organisation geflossen und werden weiter fließen müssen, um sie am Leben zu erhalten. Der Gegenwert für die
Tourismusförderung ist überschaubar. Außer einer Facebook-Seite, eine Smartphone-App und einem
Markenhandbuch ist nichts passiert.Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass der wahre Grund,
weshalb die DBT gegründet wurde, schlichtweg ist, dass durch das Kernprojekt - der EBC - der Landkreis
Gelder für den nachweislich maroden  ÖPNV im Bodenseekreis  akquirieren kann.

Statistisch belegt nutzen lediglich 8 % aller Gäste am deutschen Teil des Bodensees den ÖPNV. In diesen 8 %
sind alle Fahrten erfasst, wie z. B. der 14-tägige Sommergast, der nur ein Mal im Schnitt den Ortsbus,
aber auch den innerstädtischen Verkehr von Friedrichshafen, Überlingen, Lindau und Konstanz nutzt.
Tritt eine Gemeinde der EBC bei so bedeutet dies, dass zwischen DBT und Gemeinde ein Kooperationsvertrag
geschlossen wird.  Mit den Bedingungen des Vertrags der DBT verpflichtet sich die Gemeinde dort explizit sich
den einzeln aufgelisteten Bedingungen und finanziellen Verpflichtungen zu unterwerfen.
Durch die rechtsverbindliche Unterzeichnung der Gemeinde werden auch die örtlichen Gastgeber übergangen,
denn die Unterzeichnung erfolgt in aller Regel ohne deren Zustimmung. Zur Erhebung der massiv anzuhebenden
Kurtaxe werden sie über die örtlich entsprechend angepasste Kurtaxesatzung zwangsweise verpflichtet.
Diese Verpflichtungen gehen sogar so weit, dass Haftungsfragen von der Gemeinde auf die Gastgeber verlagert
werden.
Aufgrund fehlender Rechtsgrundlagen im Kommunalabgabengesetz von Baden-Württemberg  ist deshalb beim
Verwaltungsgericht in Mannheim ein Normenkontrollverfahren anhängig. Hier klagen Langenargener Gastgeber
gegen die erlassene Kurtaxesatzung,  u. a. über die grundsätzliche Verwendung der Kurtaxe, der Meldedaten
sowie den rechtswidrigen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Kurtaxesatzung und dem geschlossenen
Kooperationsvertrag.
Durch den inzwischen dritten (!) Wechsel des Rechtsanwalts der Beklagten verzögerte sich immer wieder eine
richterliche Entscheidung, die auch richtungsweisend für alle anderen ablehnenden Gemeinden sein wird.  
Der VGH hat am 14.09.2017 Kläger und Beklagte zur mündlichen Verhandlung geladen.
Unabhängig davon hat der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. eine umfangreiche, mit Fakten begründete
Beschwerde über mutmaßliche rechtswidrige Beihilfen oder über eine mutmaßliche missbräuchliche Anwendung
von Beihilfen des Bodenseekreises zu Gunsten der DBT bei der Europäischen Kommission eingereicht.
Eine Entscheidung darüber ist noch offen.
Abschließend muss die Frage erlaubt sein, was ein Landrat unter massiver Einflussnahme über die Entscheidung
einzelner Kommunen über deren Beitritt oder deren Ablehnung und vor allem über den Nicht-Einbezug der Gastgeber,
welche nicht nur ihre Unterkünfte zur Verfügung stellen, sondern darüber hinaus auch noch die Hauptlast im
Tourismus tragen, versteht. Nicht Er und auch nicht die Touristiker, sondern die Gastgeber sind es doch, welche einen
erheblichen Teil des Brutto-Sozialproduktes unserer Bodenseeregion mit Ihrem Bettenangebot und den
Serviceleistungen beisteuern.
Die Verärgerung der vielen Gastgeber gegenüber Landrat, Bürgermeistern und Touristik er sitzt inzwischen so tief,
dass alles getan werden sollte, was zu einer Befriedung in dieser Auseinandersetzung beiträgt. Die Aussage des
Landrats (Zitat): „Ich werde die Einführung der EBC ohne wenn und aber durchführen“ ohne die besseren
Alternativen der Gastgeber mit zu berücksichtigen“ ist und wird kontraproduktiv bleiben.

GUM e.V.   30.08.2017

Pilotgemeinde Langenargen!

Forum Langenargen  30.08.2017

Wer entsprechend sät, erntet auch entsprechend!

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Buchungen deutlich zurückgegangen sind.
Das Wetter kann nicht schuld sein, denn es war überwiegend gut.
Der Bürgermeister hatte ja schon im Frühjahr den Hinweis auf einen Rückgang um ca. 10 000 weniger Übernachtungen
gegeben und dazu eine lachhafte Begründung geliefert. In der Schwäbischen Zeitung waren es dann nur noch 1000 Fälle,
so dass auch hier erneut eine Fehlinformation an die Leser verbreitet wurde.
Nach Rücksprache mit vielen Gastgebern besteht kein Zweifel mehr, dass dies hauptsächlich an der stark erhöhten Kurtaxe
liegt. Vor allem die Nachbargemeinde Kressbronn profitiert davon.

Hier muss eine große Mehrheit eine kleine Minderheit durch eine Zwangssolidarität subventionieren!

Forum Langenargen    29.08.2017

Hinweis
Der Rückgang der Buchungen ist nicht nur in Langenargen, sondern auch in der Pilotschwestergemeinde Eriskirch feststellbar.
Wie ist es anders zu erklären, dass an der Friedrichshafener Straße, an der  Abzweigung nach Moos, direkt am Fahrbahnrand,
ein großer  beidseitig bedruckter Aufsteller mit dem deutlichen Hinweis auf die Übernachtungspreise im Gästehaus St. Theresia
platziert wurde?

Inzwischen wurden wir auf ein riesiges Werbebanner für das gleiche Haus (ehemals Koster Moos) mitten im Wald aufmerksam
gemacht. Bei diesem Anblick, zusammen mit dem Schilderwald, würden die heiligen Theresia und der heilige Franziskus
nicht verzückt oder entzückt sein.

Forum Langenargen 10.08.2017;     31.08.2017

Gastgeberin: Wir sind keine Traumtänzer

Der Unterschied zwischen öffentlichen Aufgabenträgern wie den TI´s,  Flughafen Friedrichshafen,
Deutsche Bodensee Tourismus GmbH und dem bodo Verkehrsverbund  gegenüber den Hotel- und Gastbetrieben
besteht in der öffentlichen Förderung. Hotel- und Gastbetriebe benötigen kenntnisreiche Kostenrechner, sonst
wären sie nicht konkurrenzfähig.  In einem aufwändigen Verfahren hat der Kollege Ruff aus Überlingen den
finanziellen Zusatzaufwand für die EBC  errechnet. Das sind alles Verwaltungskosten, Lohn- und Lohnnebenkosten,
die erwirtschaftet werden müssen, die Personal binden, das für andere wichtige Aufgaben fehlt. Dort liegt die Quelle
für den Zorn der Gastgeber wie auch dort, wo Gästedaten zur Handelsware von Privatunternehmen werden.

So waren es zunächst die exzellenten Kostenrechner der Hotel- und Gastbetriebe, die vor der EBC gewarnt haben.
Einfach gefragt, wenn ein Ticket 15 Euro kostet, wie viele Gäste müssen 75 Cent zahlen bis der Betrag erreicht ist?
Besser gefragt, wie viele Gäste müssen für eine Leistung bezahlen, die nur wenige bekommen? Ich muss ihnen sagen,
dass wir ein ganz einfaches Verfahren vorgeschlagen haben. Wir melden die Gäste wie bisher an die Gemeinde, die Zahl
der Übernachtungen wird dort erfasst und an den Verkehrsverbund gemeldet und der Fahrtkostenzuschuss überwiesen.
Dazu braucht es keine DBT. Der wirkliche Betreiber des e-Fahrgeldmanagements und der Touristenkarte ist und bleibt der
Verkehrsverbund bodo, der die Subventionen für das e - Ticket erhält. In naher Zukunft gibt es das landesweite
Abrechnungszentrum Baden-Württemberg. Dort ging das landesweit gültige e-Ticket bereits an den Start. Bald werden Schritt
für Schritt weitere Verkehrsverbünde angeschlossen. Also ade EBC.

Alle  Tourist Infos behaupten aus  Eigennutz: „Vermieter und Gäste äußern sich überwiegend positiv zur  EBC“
Hinter den Kulissen sieht es ganz anders aus.

Haben Sie einmal errechnet, wie hoch die Kosten der TI für Raummiete, Vor- und Nachbereitung des Vortrages, Brief- und
Mailverkehr sowie Pressearbeit waren? Nur um die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH in ein besseres Licht zu rücken
und den Gastgeber Uhldingen Mühlhofen e.V. wegen angeblich in massiver Form belästigendem Mailverkehr zu diffamieren?
Es folgte die berechtigte Niederlage für die Veranstalterin.
Von mehr als 82 angeschriebenen Gastbetrieben kamen etwa sieben Gastgeber, von denen die Hälfte umfangreiche,
sachgerechte Kritik gegen das Projekt EBC vortrugen. Einer der Gastgeber spricht von der überwiegenden Mehrzahl
seiner Gäste, die zum Radfahren und Baden kämen, die Karte nicht bräuchten und ihre Verärgerung über die Höhe der
Kurtaxe zum Ausdruck brachten, zumal Bus und Rad nicht zusammenkommen und bei der Bahn wegen Zugausfall und
Überlastung immer nach einer Fahrradmitnahmemöglichkeit gefragt werden sollte.
Der Anteil der Mieter, die die EBC, für Bus und Bahn nutzen, ist im Gegensatz zu den Behauptungen der DBT äußerst klein.
Ein anderer Gastgeber lobt die EBC überschwenglich. Darauf angesprochen, ob er die alternative Konuskarte kennt, muss er
dies kleinlaut verneinen. Der Südkurier hat die Mängel bei der Bahn umfangreich dokumentiert. Eine Besserung ist vor 2030
nicht in Sicht. Im Gegenteil. Kommende Bauarbeiten lassen eine Ausweitung des Fahrgastaufkommens nicht zu. Zugmaterial
und die Sauberkeit in den Zügen sind Ursache für Unmut und ständige Kritik.
Inzwischen haben angeblich weit über 100 Informationsabende der DBT stattgefunden und man könnte meinen, die
Beschäftigten der Tourist Informationen und Behörden sind nahezu süchtig nach unbezahlten Überstunden, leisten freiwillig
Aufbauhilfe in Beiräten und Gremien. Nur wer glaubt das schon in einer Welt, in der jeder öffentliche, schlecht alimentierte
Angestellte penibel darauf achtet, pünktlich seine Pausenbrote auszupacken. Natürlich wird da jede Dienstfahrt protokolliert,
jede angefangene Viertelstunde notiert und ein Arbeitszeitausgleich verlangt. Diese werden ganz sicher den Posten Kurtaxe
belasten. Das erkennt man allein an den mangelhaften Saison - Öffnungszeiten der TI´s.

Seit Verantwortliche von großen Beherbergungsbetrieben in Bodman-Ludwigshafen bestätigen, dass die Gäste das Angebot
der EBC schätzen, sehe ich die Gäste von 4-Sterne-Hotels und Zimmerpreisen nahe 200 Euro in einem neuen Licht.
Vor dem Artikel im Südkurier (Erste Erfahrungen mit der EBC: Urlauber mögen die Gästekarte). hätte ich diese Gäste mehr
als Kunden für Spa und Wellnessurlaub, Taxibetriebe oder Limousinenservice verortet und nun soll ich der Vorstellung folgen,
dass sie begeistert in maroden, verschmutzten Bahnen und Bussen durch den Bodenseekreis reisen und bei jedem 50 Cent
Rabatt begeistert jubeln?

Neuer Deutschlandtrend: Vier-Sterne Hotelgäste fahren am Bodensee am liebsten in den schmuddeligen Zügen der
Deutschen Bahn. Alles gratis mit der Echt Bodensee Card.

Hotelangestellte müssen die Tageskarte mit 15 Euro bezahlen und Kinder können wegen der hohen Kosten für Schülerfahrten
nicht am Schulessen teilnehmen.

Der Betreiber eines großen Hotels in Ludwigshafen spricht davon, dass sich der Mehrwert für die Gäste sehen lassen kann,
gibt aber zu bedenken, dass der Aufwand für die Gastgeber relativ hoch sei und zumindest in seinem Haus die Technik
regelmäßig Ärger bereite. (zitiert nach Südkurier).

Allerdings begreifen  endlich auch viele Gemeinderäte und Bürgermeister in der Region, dass sie für Einheimische, ob nun bei
Problemen mit Bahnen und Bussen, sowie der Kostenentwicklung im Mietwohnungsmarkt, handeln müssen, wollen sie ihre
Gemeinde in eine sichere Zukunft führen.

Die Aussage des neuen Sipplinger Bürgermeister, dass man mit der EBC „eine sehr gute Sache“ erreichen werde, empfinde ich
wenig informativ. So zeigt sich der Uhldingen – Mühlhofen Bürgermeister noch zuversichtlich, die EBC bis zu seinem Eintritt in
den Ruhestand durchzusetzen zu können. Jedenfalls ist er hoffnungsfroh, dass die Finanzierung der EBC bei weniger
Teilnehmergemeinden, durch den Kreistag mittels Laufzeitverlängerung des Darlehens an die Deutsche Bodensee
Tourismus GmbH geregelt worden sei. Die technische Infrastruktur bis Oktober ihre Funktionsfähigkeit beweisen.
Das kleine Problem mit dem elektronischen Meldeverfahren hofft er,  würde durch eine Änderung des  Kommunalabgaben-
gesetzes vom Landtag nach der Sommerpause beschlossen, obwohl die Rechtsprechung der Europäischen Union immer
mehr Rücksicht auf Bürgerrechte geltend macht als vorher angenommen wurde. Es ist noch unklar ist wie sich die  Juristen
einigen. Es bleibt die Frage der Vernunft, ob der Landrat „sein“ Projekt durchsetzen kann oder ob angesichts der großen
Verweigererzahl nach einer besseren Lösung gesucht wird.

(PeG) 29.08.2017

 

Kommentar zu dem Interview von Herrn Flotow mit Herrn Martin Hahn von den Grünen
in der Schwäbischen Zeitung vom 25.08.2017

Natürlich übt der Landrat einen immensen Druck in alle Richtungen aus. Das geht sogar so weit,
dass er sich dafür einsetzt, dass möglichst schnell zwei Landesgesetze in wichtigen Punkten geändert werden sollen.

Warum wird nie gefragt, was denn die Protagonisten beim Vergleich der EBC zur Konuskarte für Vorteile sehen?
Die Konuskarte ist bezüglich der Leistungen und der Kosten der EBC weit überlegen.
Die Presse verschweigt das seit langem.
Die Kurtaxenerhöhung soll nach bisheriger gesetzlicher Regelung in der Hauptsache der Infrastruktur des jeweiligen
Kurortes zugute kommen und nicht fast ausschließlich dem ÖPNV.
Das Bürokratie- und Datenmonster wird spätestens am 14.09.2017 in Mannheim gezähmt, wenn nicht sogar erlegt, Herr Hahn!

Forum Langenargen    28.08.2017

EBC: Die Blütenträume des Südkuriermitarbeiters  H. Kleinstück

Oh weh, Herr Kleinstück! Aus welcher Quelle beziehen Sie ihre Blütenträume?
Oder wann wird Lückenpresse zur Lügenpresse? Ich gehe einmal davon aus, dass wir die gleiche Veranstaltung
meinen oder fand eine zweite noch einmal später statt oder finden diese Termine jetzt täglich oder stündlich statt?
Der Tag, von dem ich spreche, war der 23.08.2017.

Erst wurde eine positive Mail von Gästen aus Freital zitiert, nachdem sich die anwesenden Gäste, u.a. eine Familie mit Kind,
sich sehr kritisch bezüglich der Fahrradmitnahme und ausfallender Züge geäußert hatten. Es sollte bald unter Vermietern
weitergehen, nachdem sich die Kritik gegen den Gastgeber Uhldingen – Mühlhofen e.V. als unhaltbare Luftnummer
herausgestellt hatte. Es zeigte sich durch ein Nachfrage von Frau Wilbs (Hoteliersfrau), dass der Kritiker keinen Versuch
unternommen hatte, mit einer kurzen Mitteilung die Streichung aus dem Mail - Verteiler des Gastgeber
Uhldingen-Mühlhofen e.V. zu verlangen. (vgl. Beitrag im Forum Langenargen, EBC: Was gibt es Neues am See? 24.08.2017).
Schnell war dann das Thema E-Mail von der Tagesordnung.

Wahrheit und Klarheit sind besonders wichtig für eine glaubwürdige Berichterstattung in Tageszeitungen.
In diesem Zusammenhang stelle ich die Frage nach geduldeten Nebeneinkünften. Es ist bekannt, dass der Autor umfangreich
für die Gemeinde und das Amtsblatt Uhldingen-Mühlhofen tätig ist. Einer Gemeindeverwaltung, die es im Übrigen krampfhaft
vermeidet, die Internetadresse des Gastgebervereins zu veröffentlichen.

Heute wüsste ich gern, welche zusätzlichen kostenlosen Leistungen von den an der EBC teilnehmenden Gemeinden verlangt
werden und wie sich der Bürgermeister Gortat eine Kompensation vorstellt. Dass man solche Veranstaltungen für die EBC
aus der Gemeindekasse, vermutlich als Zuschuss für die Tourist Information tarnt, ist nur ein Klagepunkt zahlreicher Vermieter,
die hier Transparenz statt Desinformation fordern. Die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH scheint regelmäßig bei
Diensthandlungen zu schnorren. Eine klare Antwort bitte Herr Gortat: Wie hoch sind die Kosten für zusätzliche Leistungen
zugunsten der DBT aus der Gemeindekasse? Raummiete, Werbung, Personalüberlassung. Es wurden etwa 82 Vermieter
angeschrieben, von denen wirklich nur sieben aus unterschiedlichen Gründen interessiert waren.
Drei sprachen über positive Erfahrungen, 4 andere übten Kritik.

Während die Betriebsleiterin der TI, Silvia Fritz bei 13.396 Ankünften jährlich Visionen einer ECHT BODENSEE Almöhi -
Destination entwickelt und begann über E-Mail Angriffe von exterritorialen Tourismusexperten zu phantasieren, sollte sich
Bürgermeister Gortat lieber auf seine eigentliche Aufgabe besinnen und für stabile Fahrverbindungen einsetzen.
Es gibt so viele wunderbare, engagierte Menschen in der Gemeinde, da fällt es schwer zu sehen, wie deren Interessen
unberücksichtigt bleiben.

Beispielsweise bestand nach einem Bericht einer Bürgerin die Zugverbindung aus Radolfzell am 19.08. um 9:14 Uhr erneut
aus nur einem Triebwagen, der schon beim Start übervoll war und am Bahnhof Sipplingen sechs überforderte Radfahrer
zurückließ. Im Zug war zudem wieder einmal die Toilette völlig verdreckt. Soll das Wertschätzung für Gäste sein?
Man sollte auch einmal zu den Nachbarn schauen. Der Leserbrief von Frau Heckenberger-Holstein zeigt gleiche Probleme
auf. Südkurier 12.08.2017. Während der Südkurier von „Luxus-Urlaub pur auch für uns Normalverbraucher“ schwadroniert.

An solchen Fehlleistungen wird die Wertschätzung der Journaille für ihre Leser mehr als deutlich erkennbar.
Diese Erfahrung ist besonders bitter, weil es noch objektive Berichterstattung zu geben scheint, wie der Beitrag:
EBC wieder Thema vor Gericht (kck), Südkurier vom 12.08.2017 zeigt.

Was auffällt ist, dass die E-Mail schreibenden Dresden-Freitaler eingangs von dem einmaligen Angebot der
Bodo–Card berichten. Später verwandelt Kleindienst die Bodo – Card in die Echt Bodensee Card, obwohl die Bodo-Card
bis Dezember noch benutzt werden kann. Ein Lapsus, den er schön redet Bodo - Card gleich EBC?

Ich wünsche mir, dass zunächst Politiker den Ernst der Lage begreifen und anerkennen, dass Ausbau und Reparatur des
ÖPNV absoluten Vorrang haben, bevor eine Gästekarte für den ÖPNV die geringste Chance haben kann.
Vor 2030 ist das leider undenkbar. Dazu kommen extreme politische und bautechnische Fehlleistungen wie kürzlich in
Rastatt und vermutlich bald auch beim Projekt Stuttgart 21, die für den ÖPNV im Bodenseekreis das Schlimmste
befürchten lassen (Ersatzbusverkehr ohne ausreichende Ersatzbusse). Die werden schon in Rastatt oder Stuttgart benötigt.

Ich wünsche mir einen Landestarif mit zentraler Abrechnung wie er in der Umsetzungsphase des Verkehrsministeriums ist
und dadurch den Verzicht auf Kosten treibende Unternehmen wie die DBT ermöglicht. Wir leben nun einmal nicht mehr im
Pfahlbau-Zeitalter und wollen keine Kartenvielfalt – sondern ein Baden-Württemberg-Touristen-Ticket mit Geltung im
ganzen Land, in Form einer KONUS – Karte oder VHB – Karte. Der Wettbewerb gegen das KONUS–Ticket für 36 Cent
ist längst verloren, das sagen Gäste, die KONUS kennen und schätzen.

Kürzlich war ich in Amsterdam vom infernalischen Lärm des Check in – Check out und den dazugehörigen Daueransagen
betroffen. Diese Piepser, man kennt sie hier von Ladenkassen, lassen kein Gespräch mehr zu und eine ungestörte
Betrachtung der Umgebung erst recht nicht. Das Signal ertönt einmal beim Ein- und zweimal beim Aus checken.
Die Geräte sind an jeder Tür, mindestens zweimal vorhanden.

Die Kurtaxe liegt bei 1,65 Euro und die Touristiker verstehen nicht, warum deutsche Gastgeber und Bürger nicht endlich eine
nachvollziehbare Kosten- Nutzenanalyse der Ti`s erhalten. Kosten- Nutzenanalysen sind tägliche öffentliche Aufgaben in
Amsterdam, wie auch die Mitsprachemöglichkeiten bei politischen Entscheidungen.

Übrigens die Touristenkarte gibt es für 1 bis 7 Tage. Sie kostet 7,50 Euro am Tag bis 34 Euro die Woche.
Und sie wird viel genutzt, wenn man nicht gerade Rad fährt, ohne dass sich Touristen beklagen.

PeG – 27.08.2017

Brief von Frau Dr. Wilbs an den Redakteur des Südkurier, Herrn Kleinstück

Sehr geehrter Herr Redakteur Kleinstück,

mit Entsetzen lese ich die von Ihnen - ohne eine Abstimmung mit mir – genannten Zitate und weiteren Sätze,
bei denen Sie sich auf mich berufen. Ganze Absätze beziehen Sie sich auf sogenannte Aussagen von mir und
„missbrauchen“ Teilsätze, um sie in den von Ihnen klar wahrnehmbaren und favorisierten pro-EBC Zusammenhang zu stellen.
Das ist nicht nur inhaltlich falsch und aus dem Zusammenhang herausgerissen, sondern verzerrt signifikant meine Aussagen
zur EBC.
Ein Beispiel: Sie schreiben, ich hätte 163 Karten ausgestellt. Sie schreiben nicht über die eigentliche Botschaft meiner
Ausführung, dass nämlich von den seit Mai ca. 2.600 Anreisen in der KRONE am SEE eben nur die 163 Karten ausgestellt
wurden und ca. 2.437 die Karten nicht wollten bzw. nicht infrage kamen. Ich habe weiter argumentiert, dass damit weniger
als 10% überhaupt an der Karte interessiert sind. Als Beispiel habe ich die fünf Busgruppen erwähnt, die seit Mai in der
KRONE am SEE angereist sind, und von denen vier Busgruppen k e i n e EBC wollten.

Sie schreiben weiter nicht, dass ich mich – und andere auch - sich deutlich von der von Herrn Diehl geäußerten Meinung
der fast täglichen Belästigung durch mehrseitige Mails des GUM distanziert haben.

Sie schreiben auch nicht, dass Frau Fritz wegen des Stils der Einladung, bei der gegen die Mails von GUM argumentiert
wurde, kritisiert wurde.
Der gesamte „Tenor“ Ihres Artikels ist vordergründig einseitig positiv, eindeutig pro-EBC und unterdrückt völlig die klar
formulierten kritischen Argumente und Aussagen gegen die EBC in der jetzigen Form.
Dies ist keine journalistisch unabhängige Berichterstattung, das grenzt an journalistische einseitige Einflussnahme.

Ich arbeite seit vielen Jahren aus unterschiedlichen Rollen mit der Presse zusammen und war seither gute journalistische
Professionalität gewohnt. Dazu gehört die vorherige Abstimmung von Zitaten mit dem Zitatgeber, um zu vermeiden,
dass genau das geschieht, was Sie sich in Ihrem Artikel erlaubt haben.
Das ist so nicht akzeptierbar und ich werde das so auch nicht stehen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dagmar Wilbs      

HOTEL RESTAURANT KRONE AM SEE

BoSEE Hotel Restaurant GmbH; Sitz: Seestrasse 54, D-78354 Sipplingen

Geschäftsführer Andreas Wilbs; Dr. Dagmar Wilbs; AG Freiburg i. B.- HRB Nr. 702093, UST- Id. Nr. DE258581040

Telefon: 07551/63211; E-Mail: bosee@krone-am-see.de

Kommentar: das kommt uns in Langenargen sehr bekannt vor, nur dass es bei uns die SZ und der Montfortbote,
hofiert von einer stellvertretenden Chefredakteurin sind.

27.08.2017

Wieder einmal auf der Suche nach der Wahrheit

Bei der zweiten Normenkontrollklage legte der renommierte Anwalt der Gegenparteien plötzlich völlig überraschend
sein Mandat nieder. Er begründete dies mit seinem Alter.
Wir erfuhren nunmehr aus sicherer Quelle, dass er unermüdlich weiter tätig ist.
Insider sagen, er habe erkannt, dass er wenig Chancen sah, die Klage erfolgreich abzuwenden.
Nach der Niederlage bei der ersten Normenkontrollklage wäre das für seinen Ruf nicht opportun gewesen.

Forum Langenargen    27.08.2017

EBC: Was gibt es Neues am See ?

Mit Oliver Gortat hat die attraktive Gemeinde Sipplingen am Bodensee nun einen Bürgermeister der neuen Generation.
Sachkundig, zielorientiert. Mit Respekt und Wertschätzung will er der Gemeinde begegnen und lässt den Worten die
Tat folgen. Nach den Vorhaltungen seiner Tourismus Chefin, sie vermutete, einige Vermieter in Sipplingen würden
von vielen E-Mails des Gastgeber – Uhldingen - Mühlhofen e.V. belästigt, erschien er zu einem Termin für Gastgeber,
zu dem auch Gäste mitgebracht werden konnten. Von fast 80 angeschriebenen Vermietern kamen fünf. Bürgermeister,
TI – Chefin und ein Lokalredakteur schienen ratlos.

Somit war diese Frage schnell geklärt. Der selbsternannte „Hauptbelästigte“ erklärte, dass er es bisher versäumt hatte,
den GUM e.V. davon zu unterrichten, dass er Mailzusendungen nicht wünscht. Ein weiterer Vermieter und seine Frau hatten
den Wunsch mitgeteilt und waren schon aus dem Verteiler genommen. Die nächsten zwei waren begeisterte Mail- und
Informationsempfänger und hatten so richtig Spaß an den Informationen, die weitaus sparsamer sind, als von der TI Chefin
gerügt. Von ihnen kam der Tipp, dem Absender mitzuteilen: „Bitte keine Mail mehr, Danke.“ Das reicht.

So blieb denn auch Zeit für das Gespräch mit den etwa fünf Gästen, die sich von der Echt Bodensee Card deutlich mehr erhofft
hatten. Dass es also möglich wäre, Fahrräder im Bus mitzunehmen. Das geht aus Platzmangel gar nicht. So musste eine
Familie pendeln zwischen Bahn und Bus und Bus und Bahn und zum Schluss fuhr sie mit dem Rad ins Quartier zurück.
Es ist jetzt an der TI, diese Frage der Fahrradmitnahme zu klären. Seit fünf Jahren bemüht sich die Deutsche Bodensee
Tourismus GmbH auch um das Alleinstellungsmerkmal Fahrrad im Bus. Um es vorweg zu nehmen – es geht gar nicht.
Einzige Ausnahme wäre ein Busfahrer mit sehr viel Verständnis und Mitgefühl in den sehr späten Abendstunden, wenn nur
wenige Fahrgäste zu erwarten sind und das Rad kein e-Bike ist, bei dem vielleicht der Akku explodiert.

Sonst bleibt das Abenteuer Bahn. Mit zahllosen Überraschungen, von denen die regelmäßige Verspätung zu den geringsten
Übeln zählt. Es gibt technische Störungen Zugausfälle, Türstörungen aller Art. Selbst der bahn-politische Sprecher der grünen
Bundestagsfraktion, Matthias Gastel und der Bundestagskandidat der Grünen, Markus Böhlen zeigen sich, in einer
16 - Zeilen - Meldung des Südkurier, darüber verärgert, dass angesichts eines überdurchschnittlichen Zuwachses der
Fahrgastzahlen die Pünktlichkeit der Züge am Bodensee deutlich unter dem Durchschnitt liegt. Übrigens auch in der Bahn ist
die Fahrradmitnahme nur sehr begrenzt möglich. Oft besteht ein Zug aus zwei bzw. nur einem Wagen.

Während die Bahn als Entschädigungsleistung auf der Filstalbahn bereits Gutscheine im Wert von 400.000 Euro verteilte und
weitere Aktionen vorbereitet, ist das Thema Fahrgastrechte für EBC – Nutzer tabu und der Bundestagskandidat schaut zu.
Da gibt es nicht einmal eine Entschuldigung.

Für die im GUM e.V. oder Forum Langenargen zusammengeschlossenen Gastgeber und Einwohner lautet die Parole hingegen:
„Schaut nicht weg“. Als die Schönrederei der Presse zu laut wurde und die Gegenrede der Kritiker unerhört blieb, schlossen sie
sich zusammen. Es begann mit der Internetseite Echt-Bodensee-Card-Nein-Danke, dem folgte die Vereinsgründung mit der
Seite Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen, Bodensee-Perlen, und die Kooperation mit dem Forum Langenargen.
Da die Lokalpresse auf dem Ohr, Kritik an der EBC, nicht taub, aber immerhin höchst schwerhörig blieb, folgte zur
Informationsübermittlung das e-Mail Netzwerk, das inzwischen mehrere hundert Gastbetriebe und Interessenten von
Langenargen, Friedrichshafen, Immenstaad, Hagnau, Meersburg, Uhldingen-Mühlhofen, Salem, Überlingen, Sipplingen bis
Konstanz und Stuttgart versorgt. Dazu gehören Gemeinderäte, Bürgermeister, Bundes-, Lokal- und Landespolitiker,
die das Thema interessiert verfolgen und auch aktiv werden, wie die Bahn - Testfahrten des SPD-Politikers Norbert Zeller und
Genossen zeigen. Und alle sind freiwillig und gern dabei, hören sie doch auf diesem Weg etwas vom Volkswillen.

Über die beträchtliche Zahl der Echt Bodensee Card Nein Danke Gemeinden und Gemeinderäte haben wir berichtet, es sind
im bodo – Verbund von Biberach über Ravensburg bis Singen mehrere hundert. Viele noch nicht einmal angesprochen,
man will wohl erst im Bodenseekreis den Rahm abschöpfen. Dabei reißt der EBC - Euro große Löcher in die Gemeinde-
haushalte. Sipplingen müsste bereits 8/12 der 60.000 Euro Übernachtungs-Euros an die Deutsche Bodensee
Tourismus GmbH überwiesen haben, Langenargen 8/12 von 260.000 Euro. Sonst droht ein Verzugszins von 8% über dem
Basiszinssatz. Ich möchte nicht weiter in die vertraglichen Details gehen, nur noch fragen, ob schon eine verbindliche
Auskunft des zuständigen Umsatzsteuerfinanzamts zur umsatzsteuerlichen Behandlung des Solidarbeitrags vorliegt und
vielleicht in welcher Höhe das Kartenpfand in Höhe von fünf Euro je Karte an die DBT überwiesen wurde. Es kann nicht
ausbleiben, dass sich der neue Bürgermeister Gortat die Altakte mit dem Vertrag der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH
noch einmal ansieht und vielleicht als erste Pilotgemeinde den problematischen Vertrag kündigt, den ihm sein Vorgänger
hinterlassen hat, kurz bevor er sich in den Ruhestand zurückzog.

Vielleicht haben Bürgermeister und Gemeinderat auch schon festgestellt wie der Name Sipplingen zunehmend hinter der
unsinnigen Markenbezeichnung ECHT BODENSEE verschwindet. Gibt es auch einen falschen Bodensee?
Mit 13 Namenskonstruktionen versucht man gerade vom Kindergartenkind bis Grundschulkind die Jüngsten zu irritieren.
Mit ECHT BODENSEE – Kinderferienspaß in Sipplingen treibt man den Unsinn auf die Spitze und missbraucht Kinder als
Werbebotschafter. „Wir bauen ein Hotel für ECHTe BODENSEE – Insekten“. „Ziegentrecking mit ECHTen BODENSEEziegen“.
„Funsportarena am ECHTen BODENSEE“. „ECHTe BODENSEE – Piraten“. Dann will die ECHTe BODENSEE Betriebsleiterin
Silvia Fritz unter anderem die Ortseingangsschilder und das Schild für die Tourist-Information mit dem Logo ECHT BODENSEE
versehen.

Offenbar gibt es in der Tourist-Info einen großen Beschäftigungsmangel, dem könnte man durch mehr Servicequalität durchaus
abhelfen, indem man die Vielzahl der Meldezettel aus den gegenüberliegenden Hotels abholt, die EBC Karten für die Gäste
kodiert und zurückbringt an den Frühstückstisch. So wäre das Pfandgeld schneller in der Gemeindekasse. Die Hotelleitung
braucht keine unbezahlten Extrastunden leisten.

Mit einem intelligenten Zeiterfassungsprogramm könnten Hotel- und Pensionsinhaber übrigens den Zeitaufwand erfassen und
der DBT oder Gemeinde in Rechnung stellen. Schließlich verlangt eine exzellente betriebswirtschaftliche Unternehmensführung
die Berücksichtigung aller Einsparmöglichkeiten. Sogar eine Entlohnung nach „Klicks“ ist heute denkbar einfach und macht eine
Entlohnung für jeden Namen und jede Anschrift möglich. Etwa zwei bis fünf Euro sind die Datensätze für die DBT wert,
warum also sollte man daraus nicht ein Zusatzeinkommen erwirtschaften.

Technisch sind die Gegner der EBC schon auf der Höhe. Wenn sie allerdings aus dem Grund des Respekts, eines
vertrauensvollen Umgangs mit dem Gast und der unbedingten Verschwiegenheitspflicht, persönlichste Daten nicht der
Werbewirtschaft überlassen wollen, ist dem höchste Beachtung zu schenken. Ohne Wenn und Aber.

(PeG)  - 24.08.2017

Leserbrief

Meldeschein steht nicht auf der Landttagsagenda

Zum Thema Echt-Bodensee-Card (EBC) und der Aussage, dass der Landtag nach der Sommerpause
die gesetzliche Basis für den elektronischen Meldeschein schaffen würde, meldet sich Achim Pressler zu Wort.
Er ist Mitglied im EBC-kritischen Gastgeberverein Uhldingen-Mühlhofen und hat in diesem Zusammenhang
beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg „Antrag auf Normenkontrollklage“ gegen die Gemeinde
Uhldingen-Mühlhofen gestellt.
Liest man in der Zeitung die Stellungnahmen unseres Bürgermeisters zur EBC am 18. August, lesen sich die
glattzüngigen Auskünfte nicht anders wie vor einem Jahr. Für alles gibt es eine passende Antwort und man wird in
Sicherheit gewogen, es handle sich um ein gutes Produkt, und ein paar Altbackene müssen nur noch überzeugt werden.
Wir Zimmervermieter, die an der Front mit den Kunden zu tun haben, können ein anderes Lied singen,
aber irgendwann ist dann auch genug gesungen. Wir hoffen, dass der Gemeinderat selbst erkennt, wie befangen von
der Initiatorenseite gepredigt wird, ja sogar Unhaltbares verkündet wird. Zum Beispiel die Behauptung, der Landtag
beschließt nach der Sommerpause den für die derzeitige EBC Konstruktion unabdingbaren elektronischen Meldeschein.
Unsere Seite hat einen guten Draht nach Stuttgart und derlei steht dort derzeit nicht auf der Agenda.
Des Weiteren möchte ich zu bedenken geben: Wenn die EBC jemals käme und die Busse würden tatsächlich frequentiert
und in der Folge würden Beförderungsprobleme für Einheimische entstehen, dann fallen mir die Nachrichten der
letzten Monate ein, wo protestierende Einheimische, beispielsweise in Athen, Barcelona, Venedig oder Mallorca
keine Lust mehr auf Touristen haben. Diesem Szenario sollten wir am Bodensee keinen Vorschub leisten.

Achim Pressler, Uhldingen-Mühlhofen     23.08.2017

Langenargener Gastgeber / innen haben die Kosten dieser Klage aus ihrer eigenen Tasche finanziert
und wurden dankenswerterweise zusätzlich von Gastgebern anderer Seegemeinden wie z.B. Uhldingen
finanziell unterstützt. Die Bürger müssen zusehen, wie die Gemeinde mit den von ihnen gezahlten Steuergeldern dagegenhält.

Forum Langenargen     23.08.2017

Lambertus und Waltraud Jeurissen      Pfullingen, 22.8.2017
Betreff: Echt Bodensee Card

An das Forum Langenargen,

seit ca. 5 Jahren verbringen wir in der Regel zwei Mal pro Jahr unseren Urlaub in Langenargen.
Leider mussten wir in diesem Jahr feststellen, dass ein Erhöhung der Kurtaxe von 1,15 Euro pro Tag auf uns zukam.
Diese Kosten waren für die Einführung der Echt Bodensee Card gedacht.
Um sie erstmals zu bekommen, mussten wir schon lange anstehen und uns registrieren lassen.
Da wir in den Pfingstferien zum ersten Mal in Langenargen waren, dachten wir, dass wir jetzt in den Sommerferien
die Karte nur verlängern lassen müssten. Nein, sie musste komplett ausgetauscht werden. Und wieder durften wir anstehen.
Um zum Schluss die 5 Euro für die Karte zurück zu bekommen, durften wir dann erneut wieder anstehen.
Erkenntnis: In all den Jahren zusammen haben wir noch nie so viel Zeit in der Tourist-Information vergeuden müssen.
Dass diese Card natürlich von der Stadt Langenargen und vom Management als Erfolg verkauft wird, ist verständlich.

Einige Fragen dazu:

  • Wie können Sie aber diesen Erfolg überprüfen, wenn die Karte keinen Magnetstreifen hat, um zu sehen, wie viele Leute
    tatsächlich den Bus oder Zug benutzen? Deshalb gibt es dafür gar keine belegbaren Daten!
  • Für welche Leute ist die Echt Bodensee Card ein Gewinn?

Aus unserer Sicht profitieren nur Menschen davon, die zum ersten oder zweiten Mal nach Langenargen kommen und
die Umgebung noch erkunden wollen. Die anderen Touristen, kommen doch, um sich in Langenargen zu erholen oder
ausgiebige Fahrradtouren zu machen. Diese sind nicht auf Zug oder Bus angewiesen.
Wir würden deshalb einfach behaupten, dass 75% der Touristen die Kosten für 25% Nutzer bezahlen müssen.
Und dies wird dann als Erfolgskonzept ausgewiesen. Wir kommen deshalb zu der Erkenntnis, dass die
Echt Bodensee Card für die Stamm-Touristen eine Form von „Abzockerei“ darstellt.
Kritisieren ist leicht. Man muss immer nach Lösungen suchen.
Gibt es eine Möglichkeit für eine Synthese?

Unser Vorschlag:
Die Echt Bodensee Card kann man freiwillig erwerben und nutzen!
Man kann die Card als ein extra Angebot sehen.
Vorteil:  So muss man sie den Stamm-Gästen nicht aufoktroyieren.

Ob die Karte sich dann durchsetzt, kann man durch Fakten belegen.
Da die Karten ja registriert werden, kann man überprüfen, wie viele Touristen dieses Angebot nutzen.
Was sicherlich in den nächsten zwei bis drei Jahren untersucht werden soll, ist, wie viele Stamm-Gäste
die Region verlassen werden, da entweder die finanziellen Zusatzbelastungen einfach zu groß sind oder sie kommen
vielleicht nur noch ein Mal pro Jahr oder sie buchen eine statt zwei Wochen.
Ob sie dann noch von einem Erfolg-Konzept sprechen, werden wir entweder vor Ort oder aus der Ferne  mit Interesse verfolgen.

Mit freundlichem Gruß

Lambertus und Waltraud Jeurissen

Neues aus der TI
 Offensichtlich hat es sich sogar in der TI inzwischen herumgesprochen, dass viel zu wenig Gäste mit Kindern das
kostenlose Angebot mit Bus und Bahn nutzen.
Deshalb versucht man jetzt ganz gezielt massiv, die Eltern im Rahmen eines sog. Kinderferienprogramms zu beeinflussen,
dieses Angebot zu nutzen.
So wollten zum Beispiel Eltern mit Ihren Kindern zum Hopfenmuseum nach Tettnang. Dies wurde versucht, Ihnen auszureden,
stattdessen sollten sie mit Bus und Bahn nach Meersburg fahren.
Das Kinderferienprogramm ist also offensichtlich mehr ein Programm, um die Auslastung des EBC-Busses  mit aller Macht zu subventionieren.
Forum Langenagen   23.08.2017

Zum Artikel in der SZ vom 16.08.2017

"EBC bewirbt sich als beste Tourismus-Innovation am Bodensee"

Da lachen die Langenargener, die hautnah die ersten chaotischen Monate mit der EBC erlebt haben!
Nach wir vor lehnen die meisten Gastgeber die völlig unausgegorene EBC ab. Der Kooperationsvertrag der Gemeinde
mit der DBT beinhaltet so viele Konstruktionsfehler und juristische Fallstricke, dass eine Normenkontrollklage am
Verwaltungsgerichtshof Mannheim notwendig wurde.
Betrachtet man dazu noch das Fiasko mit dem EBC-100 Bus (extrem niedrige Auslastung, allein geschätzte Spritkosten
in 6 Wochen etwa 31.000 €), dann kann man nur noch daraus schließen, dass hier „begnadete Dilettanten“
mit fremdem Geld um sich geworfen haben, gleichzeitig ohne jede Rücksicht auf die Anwohner in einer verkehrsberuhigten
Wohngegend und auch mit den damit verbundenen schädlichen Emissionen (Stickoxide, CO2-Emissionen,
Reifen-, Straßen- , Bremsscheibenabrieb, Staubaufwirbelungen) .
Am 14.09.2017 fällt endlich die Entscheidung. Vielleicht war es dann

die schlechteste Tourismus-Innovation am See.

Forum Langenargen     21.08.2017

Natürlich wird man Preisträger, wenn es ansonsten keine Mitbewerber gibt.
Dieser Preis ist dann weniger wert, als das Papier, auf dem er gedruckt wurde, er ist ganz einfach lächerlich!

 

Freundlicherweise hat uns Frau Katy Cuko erlaubt, den folgenden Artikel
im Südkurier vom 12.08.2017
im Forum zu veröffentlichen. Herzlichen Dank!

Kommentar zu der Meldung im Montfortboten Nr. 32 vom 11.08.2017

"Langenargen soll nicht abgehängt werden"

Offensichtlich wurde immer noch nicht bemerkt, dass jeder zweite Interregiozug von FN nach Lindau im Gegensatz
zu früher nicht mehr in Langenargen hält! Dazu kommt noch, dass man bei bestimmten Zügen in Richtung FN
erst in die Gegenrichtung nach Kressbronn fahren muss, um dann in die richtige Richtung nach FN umzusteigen.
Dann wird die Meldung in der SZ vom 26.05.2017 unterschlagen, dass die Verantwortlichen bei der Neuplanung
der Südbahn ernsthaft planen, dass der Interregio von Stuttgart nach Lindau und zurück nur noch bis FN fahren soll.
Damit wären alle Haltestellen zwischen Friedrichshafen und Lindau (einschließlich Lindau) abgehängt.

Forum Langenargen 11.08.2017

Hier müssen sich der Bürgermeister, die Gemeinderäte und vor allem der Tourismus-Manager Fr. Jost fragen lassen:
Mit welcher Berechtigung sie Ihre selbstherrlichen, egoistischen Pläne nur zum Wohle der Gäste und
Kommerz = Gewinnmaximierung aller beteiligten Firmen und Institutionen durchsetzen wollen?
Ist eigentlich die Gemeinde Langenargen Privateigentum vom TI-Manager Jost ?
Oder gibt es noch ein Mitsprache - Recht der LA-Bürger, wenn es um die Belange ihrer Interessen oder ihres Eigentums geht?
Wie lange glaubt Herr Jost nach „Gutsherrenart“ seine Untertanen (Bürger) noch bevormunden, schikanieren und über deren
Teileigentum verfügen zu können?
Hat er sich mit seinen bisherigen RUHMESTATEN,  wie z.B. eigenmächtige Ab
schaffung des FUNKBÄHNLES,
EBC-ANGAGEMENT, EBC-BUS, um nur einige aus seinem „ERFOLGSKATALOG“ zu nennen, nicht schon lange selbst
disqualifiziert? Sind solche Leute in einer Tourist-Information wie in Langenargen überhaupt noch tragbar?
Oder haben sie sich mit ihrer unverantwortlichen Handlungsweise
nicht selbst die Legitimation für dieses Amt entzogen?
Soll mit der PREMIERENFAHRT des ECHT-BODENSEE-BUS die Missetat des allseits so beliebten FUNK-BÄHNLE
vergessen gemacht werden (ist unmöglich!) ?
Hat sich Herr Jost vorab schon mal vergewissert, ob er überhaupt berechtigt ist, die neue Buslinie durch die
ROSENSTRASSE führen zu lassen?
Ist dem Leiter der Tourist-Info, sowie auch BM-Kraft und allen Gemeinderäten überhaupt bekannt,
dass die neue BUSLINIE durch die total überlastete ROSENSTRASSE (siehe dazu im FORUM: Artikel
„Feinstaub, Lärmbelästigung") führt?
Wissen alle Verantwortlichen überhaupt, dass beim Bau der verkehrsberuhigten Straße die Grundstückseigentümer
in erheblichem Maße zur Kasse gebeten wurden?
Wäre nicht allein schon aus diesem Grunde eine MAUT-GEBÜHR gerechtfertigt?
Alles in allem Fragen über Fragen, die dringend einer Beantwortung bedürfen, um einen weiteren
VERTRAUENSVERLUST  der LA-Bürgerschaft zu vermeiden.

Wann darf dazu eine konkrete STELLUNGNAHME der Entscheidungsträger erwartet werden?

 Ein Anwohner im Namen anderer Gleichdenkender, die keinen PC  zur Verfügung haben.       06.08.2017

Kommentar

Hier wurde zutreffend erkannt, mit welcher Überheblichkeit und Selbstherrlichkeit Herr Jost im Schatten
des Bürgermeisters fungiert. Wir erinnern uns an die Respektlosigkeit seines Kulturbüros gegenüber
dem Künstler Herrn Domes. Vor Jahren hat man ihm die Beteiligung beim Kunstpark urplötzlich verweigert
(er war Gründungsmitglied). Jetzt bekommt er dank des Drucks seiner Bewunderer post mortem die
Kunstausstellung im Park, was ihm früher verwehrt worden war. Wir denken auch an Frau Fessler,
die über 20 Jahre die Stadtführungen gemacht hat und der in einer Art Sippenhaft mit einem kurzen Telefonat
gekündigt wurde, weil ihr Mann in der Presse einen kritischen Artikel über die Gemeinde geschrieben hatte.
Viele Veranstaltungen des Ortes tragen den Namen von Herrn Jost. Er ist ein Sinnbild für teure Fehlplanungen
und ist Geburtshelfer für die Fehlgeburt EBC.

Forum Langenargen 06.08.2017

 

Offener Brief an den Bürgermeister der Gemeinde Immenstaad

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Beisswenger,

wie wir von einem Anwesenden und von der Presse erfahren haben, übten Sie bei der letzten Gemeinderatsitzung
unter anderem auch sehr verärgert scharfe Kritik am Forum Langenargen. Sie berichteten, vor der Sitzung sei versucht worden,
auf Gemeinderäte und die Verwaltung Einfluss zu nehmen.
„Was in den letzten Wochen und Monaten an immer abenteuerlichen Mutmaßungen, gezielten Irritationen und Spekulationen
an Gemeinderäte und Verwaltung gepostet wurde, hat mit konstruktiver Kritik nichts mehr zu tun, wir brauchen keine Belehrung
aus Uhldingen und Langenargen."

Wir stellen fest, dass wir nur ein einziges Mal kurz vor Ihrer Gemeinderatssitzung eine Information als Rundmail an Ihre
Gemeinderäte geschickt haben, um unsere Meinung zur EBC zu äußern. Mit Ihrer Verwaltung und mit Gemeinderäten
hatten wir überhaupt keinen Kontakt. Wir fühlten uns dazu genötigt, als wir erfuhren, dass Ihre Gemeinderäte völlig einseitig
nur von Protagonisten wie Herrn Hess und Herrn Feustel informiert worden waren. Lassen Sie sich bitte von einem Ihrer
Gemeinderäte unser Schreiben vorlegen. Nennen Sie uns doch bitte Beispiele für abenteuerliche Mutmaßungen, gezielte
Irritationen und Spekulationen.
Bitte merken Sie sich das: Wir sind keine Spinner, sondern lediglich kritische Bürger, die ihre demokratischen Rechte ausüben
wollen. Wir verwahren uns ganz entschieden gegen solche unverschämten öffentlichen Behauptungen.
Es ist unser und aller Bürger gutes Recht, ihre Meinung, - selbst wenn sie von der Ihrigen abweicht -, öffentlich kundzutun.
Ihre Pflicht wäre es ganz selbstverständlich, sich vor solch einer weitreichenden Entscheidung im Gemeinderat gründlich und
umfassend zu informieren. Unsere Angaben sind immer gut recherchiert. Unsere Mitarbeiter sind Fachleute aus allen
Berufsgruppen. Am 14.09.2017 wird endlich die Normenkontrollklage der Mehrzahl der Langenargener Gastgeber beim
Verwaltungsgerichtshof im Mannheim verhandelt. Diese werden durch eine erfahrene Gastgeberin vertreten (Textilingenieurin).
Der Anwalt Dr. Seith von einer großen Kanzlei in Freiburg ist sehr optimistisch. Er hatte ja bereits die erste Klage erfolgreich
abschließen können. Sollte auch diese Klage erfolgreich sein, könnte es das Aus für die EBC in dieser Form bedeuten.

MfG

Forum Langenargen     06.08.2017

P. Groß Leserbrief an den Südkurier             02. August 2017

Immenstaad entscheidet sich für Echt Bodensee Card   ???

Die Behauptung „Immenstaad entscheidet sich für…“ ist unrichtig. In einer knappen Entscheidung haben sich bei fast
gleichen Neinstimmen nur Neun zu Sieben Räte für die Karte ausgesprochen. Wenn in diesem Zusammenhang den GRÜNEN
und der SPD an einer demokratischen Willensbildung nichts liegt, ebenso wie dem Bürgermeister, bleibt mindesten die Frage,
warum man einem gestandenen Demokraten wie Kurt Reichle und anderen nicht folgt, die Einheimischen einbezieht oder
den direkt von den Zwangshandlungen betroffenen Gastgebern eine Anhörung und Abstimmung gewährt.
Die Zeit bis zur nächsten Saison wäre ausreichend.
Die Abwehrreaktion des Bürgermeisters kann nur als panisch bezeichnet werden. Die Mehrheitsverhältnisse im Kreis
sprechen mehr als deutlich gegen die EBC. Gegner der regionalen Gästekarte, das ist eine beachtliche Zahl.
Von Langenargen bis Bodman-Ludwigshafen sind das viele hundert Menschen, darunter eine hohe Zahl von Gemeinderäten
aus den Echt-Bodensee-Card-Nein-Danke Städten und Gemeinden.
Dieses Vorhaben ist kreisweit, also sollten politisch engagierte Menschen nicht wegen behaupteter Beeinflussungen von
Amtsträgern drangsaliert und an den öffentlichen Pranger gestellt werden, so hat es für mich den Anschein.
Was die Behauptung abenteuerlicher Mutmaßungen oder Spekulationen betrifft, die für Verunsicherung und Irritationen gesorgt
hätten, zeugt das nur für die verantwortungslose Geheimniskrämerei durch die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH und das
Landratsamt. Ist es so unverständlich, dass die Menschen ob der permanent zunehmenden Verlustprojekte zornig werden,
wenn dann immer wieder z.B. Kindergartengebühren oder Fahrtentgelt erhöht werden?
Wenn der Bürgermeister dem Volk die Mitsprache in so einer wichtigen Angelegenheit verweigert, sollte er sich nicht wundern,
wenn seine Tourist-Information, wie in Uhldingen-Mühlhofen, Langenargen usw. ohne Gastgeber auskommen muss.
In den Zeiten des Internet sucht sich die Zimmervermittlung, die eigentliche Hauptaufgabe der TI´s, ganz schnell neue Wege,
die über die Deutschtümelei der DBT hinaus ein europäisch orientiertes Gästepotential erreichen. Es ist schade, dass gerade
GRÜNE und SPD die Sachargumente nicht wahrnehmen. Auf ihrer Abwärtsspirale zur 5% Hürde könnte es ganz schnell gehen,
dass sie auf den Dienstwagen verzichten müssen. Aber dann könnten sie in überhitzen, überfüllten Bahnen und Bussen
wenigstens dem Volk „auf´s Maul schauen“. Ein Lernprozess, den viele Bürger wünschen und den die SPD auf ihren
Testfahrten mit der Bahn schon mal erprobt hat, leider nicht oft genug und ohne Leon Hahn, der an dem Thema gar kein
Interesse zeigt.

06.08-2017

Wichtige Meldung

Letzte Woche hat das Verwaltungsgericht Sigmaringen die von der Gemeinde Illmensee beschlossene Kurtaxe
von einem Euro wegen einer fehlerhaften Kostenberechnung als ungültig erklärt.
Geklagt hatte ein Hotelier, der bemängelte, dass der Gast keine konkrete Gegenleistung bekommt.
"Ich kann einem Gast doch keinen leeren Teller vorsetzen und dann auch noch Geld dafür verlangen".
Genau das geschieht mit unseren Gästen, die genötigt werden, zu unterschreiben, dass ihre Daten vermarktet werden dürfen.
Weigern sie sich, erhalten sie keine EBC und somit keine diesbezüglichen Leistungen, obgleich sie die
teuerste Kurtaxe am See bezahlen müssen.

Forum Langenargen  05.08.2017

Eilmeldung

Nach langen von der Gegenseite verursachten Verzögerungen (Fristverlängerungen) haben wir soeben endlich
vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg erfahren, dass der Gerichtstermin für die zweite Normenkontrollklage
auf den 14.09.2017 angesetzt ist.
Frau Annette Pfleiderer wird dankenswerter Weise als Vertreterin der hiesigen Gastgeber voraussichtlich auch
anwesend sein.

Forum Langenargen    03.08.2017

Offener Brief
an Herrn
Bürgermeister Krafft,
die Gemeinderäte und die
Tourist Information Langenargen

Gastgeber/innen sagen weiterhin ECHT-BODENSEE-CARD-NEIN-DANKE

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf der Internetseite der Tourist-Info, wie auch in verschiedenen Druckschriften, wird behauptet, dass die Gäste
die EBC automatisch „bei der Anreise bei Ihrem Gastgeber erhalten“.
Auf zwei großen Werbeträgern steht nicht wahrheitsgemäß: “Sie erhalten die EBC bei Ihren Gastgebern“.
Diese Aussage stellt für uns und eine Vielzahl von Gastgebern eine Verbrauchertäuschung dar, und wir möchten
Sie bitten, auf diese Behauptung künftig zu verzichten.
Stattdessen wäre es richtig, wenn es hieße:
                                  „Sie erhalten die EBC nach Ihrer Anreise bei der Tourist-info,
                                    weiteren Ausgabestellen oder bei einigen Gastgebern“
.

Eine große Zahl von Gastgebern verweigert die Zustimmung zur Echt Bodensee Card, will und wird diese Karte
nicht ausgeben. Insofern möchten sie nicht als Ausgabestelle unter dem allgemeinen Begriff „bei Ihrem Gastgeber“
genannt werden. Die Karte wird außerdem ausschließlich gegen ein Pfand in Höhe von 5 Euro ausgegeben.

Die Gastgeber werden die Gäste weiterhin zur Tourist Information oder zu sonstigen Ausgabestellen weiterleiten.
Insbesondere sehen diese verweigernden Gastgeber sich in ihrem Selbstbestimmungsrecht verletzt und in ihrer
Gewerbefreiheit behindert.
Bitte nennen Sie uns umgehend Ausgabe- und Rücknahmestellen, sowie deren Öffnungszeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Forum Langenargen  01.08.2017

Romulus und Remus

Uns erreichte folgende Insidermeldung:
Da gibt es seit Urzeiten eine Freundschaft, verbunden mit den Namen Wolf und Wölfle.
G. Wolf ist Minister für Justiz und Touristik, eine sehr ungewöhnliche Konstellation, aber nunmehr ideal als eine
mögliche Rettung für anstehende Problemlösungen im Touristikbereich.
Landrat Wölfle hat ein juristisches Problem bei der Durchsetzung seiner Chefsache, der EBC.
Als Vorstand bei der DBT und bei BODO muss er dringend mit Hilfe der EBC für die finanzschwache BODO Geld beschaffen.
Die zweite Baustelle: Die DBT wurde mit dem Rettungsring eines Betrauungsaktes über 1,2 Millionen, durch den Kreistag
beschlossen, und so vor der drohenden Insolvenz bewahrt.
Dies hat bereits zu einer Beschwerde der Uhldinger Gastgeber bei
der Europäischen Kommission in Brüssel geführt.
Darüber steht eine Normenkontrollklage der meisten Langenargener
Gastgeber/innen beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim zur Entscheidung an, finanziell unterstützt von anderen Seegemeinden.
Wegen mehrerer Fristverlängerungsanfragen der Gegenpartei wurde die Entscheidung immer wieder verschoben.
Einer von mehreren Kritikpunkten ist die Tatsache, dass praktisch die gesamten Einkünfte aus der Erhöhung der Kurtaxe an die
DBT weitergegeben werden, und nicht, wie eigentlich vorgeschrieben, für die Verbesserung der Infrastruktur der
gemeindeeigenen Kureinrichtungen.
Nunmehr naht in letzter Minute ein äußerst fragwürdiger juristischer Rettungsversuch. Wie aus der Presse zu lesen war,
setzen sich offensichtlich Landtagsabgeordnete aus der Partei von Minister Wolf dafür ein, in letzter Minute einem Gesetz
zuzustimmen, das es den Kommunen erlauben soll, den Erlös aus der Erhöhung der Kurtaxe auch für nicht
gemeindespezifische Einrichtungen, z. B. BODO, zukommen zu lassen, obgleich es gut möglich ist, dass BODO in 4 Jahren
wegen Neuausschreibung nicht mehr existiert.
Ein weiterer Dorn im Auge des Landrats Wölfle ist die Tatsache, dass die EBC-Meldungen immer noch nicht elektronisch
durchgeführt werden müssen, was aber für den Datenverarbeitungsbeauftragten DBT/GEIOS von größter Bedeutung sein
dürfte (Erfolg der ersten Normenkontrollklage). Möglicherweise wird er dank der o. g. Vernetzung dieses Problem gleich
gesetzlich mit erledigen lassen.
Auf diesem Weg werden die Bemühungen der Bodenseegastgeber/innen ein
Baden-Württemberger Politikum und sind inzwischen auch bei der EU in Brüssel bekannt.
Aber auch ein Wolfsrudel findet irgendwann seine Grenzen!
Forum Langenargen    31.07.2017

P. Groß: Offener Brief an Gemeinderat Immenstaad a. B., 28. Juli 2017
Haben Sie im Zusammenhang mit der Echt Bodensee Card einmal an Ihre Nachbarn gedacht?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Immenstaad gehört zu den attraktiven Bodenseegemeinden, die vom öffentlichen Nahverkehr nicht besonders verwöhnt
werden. Da stehen Kinder bei jeder Witterung an Haltestellen und werden nicht mitgenommen. Berufspendler müssen
sich den Ein- und Ausstieg oft mühevoll erkämpfen und die bodo Tarife gehören mit fast 1.300 Euro / jährlich zu den
höchsten in ganz Baden-Württemberg. Zum Vergleich der Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) kostet für Berufspendler
555 Euro jährlich, der Tarif des Vorarlberger Verkehrsverbund beläuft sich auf 365 Euro jährlich und ist für Auszubildende,
Schüler und FSJler fast kostenlos (
www.vmobil.at).

Haben Sie einmal bei den Einheimischen nach deren Wünschen gefragt, bevor sie erfahren, dass sie die wenigen Plätze
mit gratis fahrenden Touristen teilen müssen und die einzige Verbesserung des ÖPNV - Angebots in einem stündlich fahrenden
EBC – Bus mit ca. 60 Plätzen besteht, – der allerdings nur in den Baden-Württembergischen Sommerferien eingesetzt wird?

Dann sind da noch zahlreiche Nebenkosten, die zusätzlich aus der Gemeindekasse finanziert werden müssen,
wenn zum Beispiel alle Gäste aus den der EBC angeschlossenen Gemeinden Gratisleistungen in Anspruch nehmen.
Wer gleicht dann die Einnahmeausfälle aus? Eine Vergünstigung, die bisher exklusiv Ihren Übernachtungsgästen vor Ort
zur Verfügung stand, wird zum Allgemeingut, während Eintrittsgelder für Einheimische, wie etwa in Wasserburg steigen.

In welchem Umfang fallen Zusatzleistungen an, wenn Gastgeber die Ausgabe der EBC verweigern und die Gäste in die
TI schicken? Was kosten die Updates und Pflege der Datenverarbeitung? Wie belasten Abordnungen zu Hilfsdiensten
zugunsten der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH die Gemeindekasse? Informations- und Sonderveranstaltungen,
Beirat, Messen, Werbung und sonstige Sondereinsätze sind, sofern nicht geregelt, nach Tarifrecht mit Freizeitausgleich
oder bezahlten Überstunden auszugleichen. Ein Wille zum Finanzausgleich durch die DBT scheint mir unwahrscheinlich.
In jedem Fall besteht hier dringender Regelungs- und Handlungsbedarf. Die Bürger werden solch einen Verwaltungs-
aufwand nicht lange tolerieren.

Der Finanzbedarf der DBT wurde für 2017 bereits auf 570.000 Euro jährlich beziffert. Vorher war die Rede von
425.000 Euro jährlich. Dabei sind die erheblichen Werbe- und Nebenkosten anscheinend vergessen worden.
Seit 2013 lebt die DBT, ich vermute, hauptsächlich von Gesellschaftereinlagen, die scheinbar nur aus der Kasse des
Bodenseekreises geleistet wurden. Dazu kommt der Kredit von 1,2 Millionen, der wohl demnächst zurückgeführt
werden muss. Wie soll das möglich sein bei Einnahmen von 25 Cent inklusive 19% Umsatzsteuer?

Uhldinger Gemeinderäte fordern in dem Zusammenhang eine Festschreibung der Ein-Euro-Regelung über das Jahr
2019 hinaus. Wichtig wäre, die Geschäftsberichte auch für 2016 und 2017 einzusehen, die bis zum Jahresende
zur Meinungsbildung vorgelegt werden sollten.

Im Gegensatz zu Presseveröffentlichungen sind die Klagen der EBC - Gegner meines Wissens erfolgreich verlaufen.
Die betroffenen Gemeinden haben Gerichtskosten vermeidend erklärt, dass sie das alte Verfahren gleichberechtigt
zulassen, neben der elektronischen Datenerfassung. Eine abschließende Entscheidung ist wohl erst nach einer
Änderung des Bundes- oder Landesrechts möglich, wobei Europäisches Datenschutzrecht in dieser Meldeangelegenheit
wohl gegenteiliger Meinung ist. Das sind jedoch juristische Petitessen.

Für eine objektive Gästebefragung wäre übrigens die Wahlfreiheit zwischen KONUS – Karte  (36 Cent),
VHB – Karte (40 Cent) oder EBC – Karte (bisher ein Euro) wichtig. Wie auch die Berücksichtigung des vorrangigen
Anspruchs aus Gemeindekreisen, eher etwas für die Aufenthaltsqualität der Gäste, in Bezug auf Ortsbindung,
Aufenthaltsdauer und Ökobilanz am Ort zu tun. Im Gegensatz zu ganzjährig mit dem ÖPNV fahrenden Einheimischen,
werden nur EBC-Gäste berücksichtigt. Das wird bei Tagestouristen keine Zustimmung finden.

Weder die Städte mit den höchsten Tourismuszahlen Konstanz, Friedrichshafen, Meersburg, Überlingen oder zuletzt
die Stadt Lindau lassen die Bereitschaft einer Teilnahme an der EBC erkennen bzw. haben sich dagegen
ausgesprochen. Die Stadt Lindau kam nach einer intensiven Kosten- Nutzenanalyse zu dem Ergebnis, dass
800.000 Euro nicht finanzierbar sind. Der Anschluss an den Verkehrsverbund bodo kann, bis zur Klärung
wesentlicher Fragen, bis Oktober 2017 von dieser widerrufen werden.

Dazu kommt, dass die Gemeinden Kressbronn und auch Owingen sich vor wenigen Tagen einem Anschluss
verweigert haben. Vorwiegend wohl auch aus dem Grund, dass die Gastgeber sich mit wichtigen Sachargumenten
Gehör verschafften, die in der Entscheidungsfindung berücksichtigt und von der Mehrheit des Gemeinderats
honoriert wurden.

Selbst Karl Bentele (CDU) konnte sich diesem Beschluss "nahtlos" anschließen und bemerkte in der Schwäbischen Zeitung:

"Wir sind nicht Vertreter von bodo oder der EBC-Gesellschaft, sondern von den Kressbronner Vermietern.
Und die haben sich in der Befragung mit geradezu überwältigender Mehrheit dagegen ausgesprochen".
(SZ vom 21.07.2017).

Die Touristiker, welche diese Karte mit veralteter Technik unbedingt wollen, sollten dann auch all die damit aufwendig verbundenen
Arbeiten wie Pfandkartenkauf, Zustimmungserklärung, Ausstellung der Karte, Rücknahme der Karte inklusive der zu berücksichtigenden
Haftungsbedingungen selbst übernehmen und nicht auf die Gastgeber abwälzen.

In den nächsten Jahren sind Verbesserungen des öffentlichen Nahverkehrs weder bei Bahnen noch bei Bussen zu erwarten.
An der Bereitstellung von Beförderungskapazitäten scheitert sogar das Verkehrsministerium. Die Vielzahl an Baustellen lässt eine
Erhöhung des Fahrgastaufkommens gar nicht zu und dauert wohl bis 2022. Es ist nicht vorgesehen, neue Busse in erforderlichem Umfang
anzuschaffen und wenn, dann werden diese zur Abwicklung des Bahnersatzverkehrs benötigt. Ganz besondere Mängel bestehen auf der
Bodenseegürtelbahn Singen/Friedrichshafen und der Strecke Friedrichshafen/Lindau.

Die Gastgebervereinigungen aus Langenargen, Hagnau, Immenstaad, Uhldingen-Mühlhofen, Überlingen und Sipplingen, um nur wenige
zu nennen, haben ihre hohe Kompetenz und Sachkunde eingebracht. Als Wirtschaftskapitäne, deren Unternehmensumfang manche
kleine Gemeindeverwaltung an Personalstärke übertrifft, sind sie von wirtschaftlichem Handeln und Denken geprägt. 
Sie handeln entsprechend vorausschauend, schon um Schaden von ihren Familien und dem Personal fernzuhalten.
Ich meine, man sollte diese Sachkompetenz dem Bauchgefühl mancher Tourist-Info Mitarbeiterinnen vorziehen, um ein optimales
Ergebnis zu erreichen, auch weil sich die Gastgeber gezwungenermaßen den rechtlichen Beistand hoch qualifizierter, erfolgreicher
Rechtsbeistände (ohne Inanspruchnahme von Steuermitteln) sichern konnten. Für die Ökobilanz ist ein leistungsfähiger Nahverkehr
für Alle wichtiger, als ein mangelhaftes Angebot für wenige Touristen, das nicht angenommen wird. In Uhldingen-Mühlhofen konnte
man seit Jahren feststellen, dass die sogenannten Erlebnis-Busse, bei Kosten von 40.000 Euro nur die Luftbelastung erhöhen,
weil sie annähernd halbstündig leer durch den Ort fahren.
Neben den Internetportalen
www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de oder www.forum-langenargen.de möchte ich zur
Datenschutzfrage unter anderem den Beitrag in
www.Kontext-Wochenzeitung.de , Ausgabe 319, Datenkrake vom Bodensee empfehlen.

Schwäbische Zeitung (SZ) - Sommer der Lüge ?

Touristiker wollen die neue Gästekarte unbedingt. Gastgeber zieren sich noch. So beginnt ein Artikel in der Schwäbischen
Zeitung. Einheimische werden gar nicht erst nach ihrer Meinung gefragt, möchte man hinzufügen.
„Es gibt nach wie vor mehr Gegner als Befürworter unter den Gastgebern“, warnt Margot Rauber, Immenstaader CDU-
Gemeinderätin.

Von Marken, Murks und Schlendrian
Die Statistik zeigt 137 Artikel und vier Videos der Schwäbischen Lückenpresse und 923 Artikel des Südkurier im vergangenen
Jahr. Dann folgt die Lobeshymne, auf die Marke EBC, wenige Zeilen später die organisierte Verdammnis der Kritiker,
deren „Querschüsse gegen die EBC nicht nachlassen“ (SZ). Aus meiner Sicht folgen nur noch redaktioneller Murks und
Schlendrian des Urhebers.

Ihr habt uns gewählt und müsst mit unseren Beschlüssen leben
So lautete die Weissagung aus dem Landratsamt und aus dem Munde manches Bürgermeisters und Gemeinderates,
die in sehr devoter Haltung dem Landrat ihre Demut und Verbundenheit beweisen wollten.
Weil sie politisch kaum Rückhalt haben, versuchten drei Beherbergungsbetriebe aus Uhldingen-Mühlhofen, Hagnau und
Langenargen die Karte auf juristischem Weg zu kippen, jammert der Verfasser des SZ Artikels, Anton Fuchsloch.
Mich macht es irgendwie nachdenklich, dass die drei innerhalb eines Jahres verhindern konnten, dass 20 von 24 Städten
und Gemeinden zur Echt Bodensee Card Nein Danke sagten. Echte Musketiere könnte man meinen.

Die Lösung finde ich in einer mühevollen Hintergrundrecherche
EBC findet in Kressbronn keine Gegenliebe. Die Karte scheitert im Kressbronner Gemeinderat. Nur zwei Ja-Stimmen
(23.05.2015). Im Sipplinger Gemeinderat gab es vier Nein-Danke-Stimmen (14.01.2016). Nein zur Bodensee Card sagt der
gesamte Meersburger Rat (Südkurier 06.05.2016). Am 27.05.2016 meldet die SZ: „Urlaubsort wehrt sich gegen die EBC“.
120 Unterschriften gegen die Echt Bodensee Card, zählt der Südkurier einen Tag später beim Bürgermeister Lamm auf
einer Unterschriftenliste.14 Räte sagen Nein Danke.  Vermieter stellen sich gegen die Touristenkarte (27.05.2016 Südkurier). 
Wie es dazu kam, dass 120 Gastgeber in Uhldingen-Mühlhofen bis heute daran festhalten, wird nicht erwähnt. Salemer
Gemeinderat lehnt die EBC ab, stand am 29.07.2016 in der SZ, 14 Räte sagten Nein Danke. „Überlingen beteiligt sich
nicht an EBC“ (Südkurier 29.07.16). „Der Widerstand der Vermieter war einfach zu groß“, sprach Ingo Wörner (FDP).
„Hagnauer Gastgeber gegen EBC“.(Südkurier 10. August 2016). Sie überreichten eine Liste mit 75 Unterschriften.
Am 22.09.2016 füllen mehr als 50 Kritiker den Gemeindesaal. „Der Widerstand gegen die sogenannte EBC schweißt
die Vermieter und Gastgeber der Gemeinde weiter zusammen“. Mehr als 80 Gäste kommen zur Vereinsgründung
des Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. (Südkurier 02.12.2016).
Man könnte diese Aufzählung unendlich weiterführen, aber nur zwei Anmerkungen noch dazu: Die Stadt Lindau verweigert,
wie lange zuvor Konstanz, den Beitritt zur Deutschen Bodensee Tourismus GmbH.
Die Kressbronner Räte erteilten vor wenigen Tagen der EBC für 2018 erneut eine Absage. Eine Umfrage unter Vermietern
ergab bei 141 Teilnehmern ein Echt Bodensee Card Nein Danke von 108 Gastgebern. Dazu bemerkte Gemeinderat
Stefan Fehringer (BWV): „Nicht Kressbronn müsse in Vorleistung gehen, sondern der Verkehrsverbund bodo müsse
zunächst die Qualität des Angebots steigern. Dazu gehörten mehr Waggons, da die Züge schon jetzt überfüllt seien
(…). Hermann Wieland (CDU) kritisierte vor allem den Kreis, der die Städte und Gemeinden in dieser Sache gehörig unter
Druck gesetzt habe“. Martina Knappert-Hiese stieß ins gleiche Horn: „Ich finde, es wurde regelrecht im Kreistag
durchgepeitscht“ (SZ 21.07.17). Auch Owingen schloss sich dieser Auffassung an, sodass innerhalb von 8 Tagen
zwei Gemeinde der EBC den Rücken kehrten.
Es gibt noch viel mehr politischen Rückhalt, Herr Fuchsloch! Im Gegensatz zu Fuchslochs vermutlich eingeschränkter
Auffassungsgabe waren die Beherbergungsbetriebe aus Uhldingen-Mühlhofen, Hagnau und Sipplingen in den juristischen
Verfahren erfolgreich. Die gewaltsame Durchsetzung des e-Meldeverfahrens endete mit der Unterwerfungserklärung
der beklagten Gemeinden, indem sie auch den alten Meldeschein weiter zulassen mussten. Ein Erfolg also.
Das hätte Fuchsloch aus alten Presseberichten entnehmen können. Im Südkurier vom 18.02.2017 heißt es dazu:
„Gastgeber können weiter zwischen beiden möglichen Varianten der Anmeldung wählen. (…). Hintergrund (…) ist ein
beim Verwaltungsgerichtshof eingereichter Normenkontrollantrag“. Wie Fuchsloch zu dem Schluss kommt, dass Städte
und Gemeinden mit Einführung des Online-Meldeverfahrens auf steigende Übernachtungszahlen hoffen können,
das kann ich nur mit satirischer Überzeichnung beantworten. Das Frühstück bei der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH
muss zu üppig ausgefallen sein und von geistigen Getränken sollte man bei Pressegesprächen lieber die Finger lassen,
weil man sonst sehr schnell weiße Mäuse sieht. Wenn er ausführt: „Wie sich bei der Umstellung andernorts zeigte,
hat nicht jeder Vermieter die Meldepflicht ernst genommen. Nach dem Motto Papier ist geduldig, wurde manches
Anmeldeformular nie ausgefüllt und hat das Rathaus nie erreicht“.
Hier unterstellt er eine Ordnungswidrigkeit. So ein Verhalten allein würde die Gastgeber auf Jahre erpressbar machen.
Es ist unsinnig. Auch der Uhldinger Bürgermeister meinte die Meldemoral kritisieren zu müssen. Er findet das Beste
wäre der elektronische Meldeschein. Dabei wird übersehen, dass für beide Verfahren die Datenerfassung nötig ist.
Schriftlich auf Papier oder elektronisch ist dabei völlig gleich – und elektronisch ist mit einem Klick weg.
So kommt das Problem wohl eher in der Phantasie unterbezahlter Krimiautoren vor. Es wäre genau so, als würde der
überkorrekte Finanzbeamte Korittke, aus der Fernsehreihe Wilsberg, erfolgreich nach journalistischen Nebeneinkünften
für Tätigkeiten bei Gemeindeblättern fahnden. Es wird sicher niemand unberechtigt über einen finanziellen Hintergrund
fabulieren, wegen der gleichzeitigen Arbeit für das Gemeindeblatt und einen wortgleichen Artikel in der Tageszeitung.

(PeG)    29.07.2017

Eine wirklich gute Nachricht!
Manchmal siegt eben (andernorts) doch noch die Vernunft

Der Gemeinderat der Gemeinde Owingen hat entschieden, die Einführung der EBC zu verschieben
und nicht zum vorgesehenen Termin 01.01.2018 einzuführen. Es war ja vorgesehen, die EBC ohne
Einführung einer Kurtaxe probeweise einzuführen. Die Kosten hätte die Gemeinde getragen.
Viele Vermieter haben jedoch erklärt, sich an der Ausgabe der Karte nicht aktiv zu beteiligen.
Außerdem wurde auf die schlechte Anbindung der Teilorte an den ÖPNV hingewiesen.
Nun soll später über die evtl. Einführung entschieden werden.

Forum Langenargen    25.07.3017

Aktuelle Meldung einer Gastgeberin
Von 8 Personen haben sich nur zwei die EBC ausstellen lassen.
Damit sind sie dann einmal in ihrer Urlaubswoche nach Überlingen gefahren.
Die anderen sechs Personen haben die Karte abgelehnt und mussten mit Befremden feststellen,
dass sie ohne entsprechende Gegenleistung trotzdem die 3,15 Euro Kurtaxe bezahlen mussten.

So ist das nun mal – zahlen ohne Wahl !

Forum Langenargen       25.07.2017

P. Groß: Brief an Gemeinderäte Uhldingen-Mühlhofen vom 25. Juli 2017 zur EBC

ECHT BODENSEE CARD / Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT).

Ich möchte heute um Ihre Aufmerksamkeit für verschiedene Sachprobleme bezüglich der Echt Bodensee Card
bitten und würde mich über eine Rückantwort freuen.

1. Die technische Umsetzung
Es gibt seit Jahren keine Referenzstrecke im ÖPNV, auf der man die technisch einwandfreie Funktion der EBC
prüfen könnte. Solch einen Bereich hätte man auf den meist befahrenen Strecken der Bahn und des Busverkehrs
längst einrichten können, um vorab Fahrgastströme zu berechnen. Zwar ist die Errichtung erster Lesegeräte für den
Oktober 2017 angedacht – aber nicht sicher. Vermutlich nicht nur aus technischen, sondern auch aus finanziellen
Gründen, wie kolportiert wird. Das ist ziemlich dünnes Eis, auf dem Sie abstimmen.

2. Die verschiedenen Vertragsgestaltungen der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH
Die Kooperationsverträge der Gemeinden sind identisch. Offensichtlich wurden jedoch die Zusatzverträge kontinuierlich
ergänzt.

3. Die Zahl der teilnehmenden Städte und Gemeinden
Weder die Städte mit den höchsten Tourismuszahlen Konstanz, Friedrichshafen, Meersburg, Überlingen, Singen
oder zuletzt die Stadt Lindau lassen die Möglichkeit einer Teilnahmebereitschaft erkennen oder haben sich dagegen
ausgesprochen. Dazu kommt, dass die Gemeinde Kressbronn sich vor wenigen Tagen erneut einem Anschluss
verweigert hat. Vorwiegend aus dem Grund, dass die Gastgeber sich mit wichtigen Sachargumenten Gehör verschafften
d
ie in die Entscheidungsfindung einflossen und von der Mehrheit der Gemeinderäte honoriert wurden.

Selbst Karl Bentele (CDU) konnte sich dem Beschluss „nahtlos“ anschließen und bemerkte in der
Schwäbischen Zeitung: „Wir sind nicht Vertreter von bodo oder der EBC-Gesellschaft, sondern von den
Kressbronner Vermietern. Und die haben sich in der Befragung eindeutig dagegen ausgesprochen.“ 

(SZ vom 21.07.2017)

Wer sich nun endgültig den vier Pilotgemeinden anschließt, bleibt weiterhin offen, wobei der Sachverstand seitens
der Gastgeber und zunehmend aus Kreisen von Eltern schulpflichtiger Kinder und Berufspendler sowie betroffener
Touristen deutlich vernehmbar wird und sich die Meinung gegen die EBC richtet.
Vgl.: 
www.forum-langenargen.de / www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de   

4. Die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH und deren versteckte Nebenkosten
Ich kann Ihnen nicht vermitteln auf welche Berechnungsgrundlage sich die DBT stützt, es wird aber immer deutlicher,
dass die Teilnahme bei der DBT erhebliche Zusatzleistungen verlangt. Hier sind personelle Dienstleistungen,
Rabattzusagen und Sonderleistungen, etwa durch kostenlose Nutzung von Stadtbussen oder im Fall
Uhldingen-Mühlhofen die Erlebnisbusse zu nennen. Nur die Erlebnisbusse allein bedeuten eine finanzielle Belastung
der Gemeinde von über 40.000 Euro jährlich. Dazu kommen Einnahmeausfälle durch Preisnachlässe für die
Gästefahrten, fünf Euro pro EBC – Nutzer oder Einnahmeausfälle sonstiger touristischer Angebote, die künftig allen
EBC – Nutzern gewährt werden müssen. Im Gegensatz zu der heutigen Gästekartenregelung, die ausschließlich
Gästen am Ort einen Vorteil bietet, die vor Ort übernachten und die Kurtaxe entrichten.
Die statistische Belastung der Einwohner für die TUM erreicht inzwischen einen pro Kopf Aufwand von
ca. 100 Euro jährlich. Hinzu gerechnet werden müssen auch die Abordnungen von Personal zugunsten der DBT
für Informations- und Sonderveranstaltungen (Beirat, Messen und Werbung). Ausgabe- und Rücknahme der EBC
mit Pfanderstattung sowie Aufbuchungsleistungen u.a. für die Bodensee Erlebniskarte. Diese Sondereinsätze sind,
sofern nicht geregelt, nach Tarifrecht mit Freizeitausgleich oder bezahlten Überstunden auszugleichen.
Ein Willen zum Finanzausgleich durch die DBT ist nicht erkennbar. In jedem Fall besteht hier dringender
Regelungs- und Handlungsbedarf.

5. Die Situation im ÖPNV
Der Verkehrsverbund bodo hat im Landesvergleich vermutlich das schlechteste Preis- Leistungsverhältnis.
Dazu gibt es Gemeinsamkeiten bezüglich Verspätungen und Bus-  sowie Zugausfällen auf den Strecken der Filstal-,
Franken- und Remsbahn. Im Gegensatz zu bodo wird dort nach einem noch zu klärenden unbürokratischen
Weg gesucht, im Rahmen einer freiwilligen Kulanzleistung von DB Regio einen Monatsbeitrag an Kunden zu erstatten.
Auf der Filstalbahn soll eine zusätzliche Doppelstock-Einheit (fünf Wagen plus Lok) aus anderen Regionen
Deutschlands für eine Entspannung der Lage sorgen. Es gab auf der Filstalbahn bereits eine Gutscheinaktion im
Umfang von 400.000 Euro.

Es gibt dazu ein umfassendes 10-Punkte-Programm des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg vom 14.07.2017.
Nur im Bodenseekreis werden wir weiter mit Bus- und Zugausfällen, Türstörungen und vielen Unzulänglichkeiten
leben müssen. Dazu kommt das höhere Fahrgastaufkommen durch die EBC (49% mehr Fahrgäste nach der DBT - Studie).
Diese drängen in den morgendlichen Berufsverkehr (vor 9:00 Uhr ohne Fahrrad) in den nachmittäglichen und abendlichen
Schüler- und Berufsverkehr mit Fahrrad. Es wird nicht mehr lange dauern uns Sie müssen sich den Fragen und
Forderungen ihrer Einwohner stellen, wenn es denn wie in Markdorf, Salem, Bermatingen u.a. nicht schon soweit ist.
Nicht alle Mitbürger sind lammfromm und geduldig. Das einzige Zusatzangebot für Touristen ist bisher der EBC - Bus mit
ca. 60 Plätzen und stündlichem Takt. Er fährt allerdings nur in den Sommerferien.

6. Die DBT und ihr Finanzbedarf
Der Finanzbedarf der DBT wurde für 2017 bereits auf 570.000 Euro/jährlich beziffert, vorher war die Rede immer von
425.000 Euro/jährlich. Dabei sind die erheblichen Werbekosten scheinbar „vergessen“ worden. Erkennbar wurde,
dass seit 2013 nur der Bodenseekreis zu den Gesellschaftereinlagen herangezogen wurde. Haben die übrigen
Gesellschafter das Vertrauen verloren? Wer zahlt den Kredit von 1,2 Millionen zurück. Sie sollten das dringend
prüfen lassen, denn mit Einkünften von 25 Cent brutto kommt man nicht besonders weit. Die verbindliche Zusage
des Festpreises 1 Euro über das Jahr 2019 hinaus ist zwingend erforderlich. Wichtig ist, den Geschäftsbericht 2016
und 2017 einzusehen, der durchaus als Entscheidungsgrundlage beizuziehen wäre. Sowohl der Gastgeber
Uhldingen-Mühlhofen e.V., Forum Langenargen und wirtschaftskundliche Gastgeber stehen mit Sachverstand sicher
gern zu ihrer Verfügung, meine ich. Für eine objektive Gästebefragung wäre übrigens die Wahlfreiheit zwischen
KONUS – Karte (36 Cent), VHB – Karte (40 Cent) oder EBC - Karte (bisher 1 Euro) wichtig. Wie auch die
Berücksichtigung des vorrangigen Anspruchs aus Gemeindekreisen, eher etwas für die Aufenthaltsqualität der Gäste,
in Bezug auf die Ortsbindung und Aufenthaltsdauer, zu tun.

P. Groß      25.07.2017

Berufspendler und besonders Schüler kennen die über alle Maßen unzulängliche
Beförderungsbedingungen bei Bahn und Bus im Kreis.

Bodo gehört zu den teuersten Verkehrsverbünden mit der schlechtesten Leistung in Baden-Württemberg.
Mein alter Wunsch auch für die Zukunft wäre ein Bündnis der Verkehrsverbünde aus der Schweiz,
Österreich (Vorarlberger Verkehrsverbund) und Deutschland. Am Beispiel der Internationalen Bodensee
Tourismus GmbH (IBT) wird deutlich, dass niemand auch noch eine Deutsche Bodensee Tourismus GmbH braucht.
Bei der IBT ist von der umfangreichen Internetpräsenz bis zu internationalen Kontakten wirklich alles vorhanden.
Auch ein vorbildliches Markenhandbuch liegt vor. Man könnte die Deutschen Bodensee Tourismus GmbH
einsparen, sind doch bereits etwa 30 TI´s vor Ort, von denen viele bei einer leistungsfähigen Dachorganisation
eingespart werden könnten. Der bodo-Tarif ist im Landesvergleich bis zur Hälfte überhöht. Warum eigentlich?
Wenn jetzt der Verkehrsminister bezüglich der mangelhaften Bahnleistungen für die Jahreskarteninhaber
der Filstal-, Franken- und Remsbahn, über einen noch zu klärenden unbürokratischen Weg,
einen Monatsbeitrag als freiwillige Kulanzleistung von DB - Regio ins Gespräch bringt, nachdem schon einmal
eine Gutscheinaktion im Umfang von 400.000 Euro (Filstalbahn) durchgeführt wurde, steht doch die Frage im Raum:
Was tut bodo für seine Kunden? Vielleicht schauen Sie mal bei
www.forum-langenargen.de oder
www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen-e.v..de vorbei. Hier sind viele gute Informationen, auch für einen wirklich
solidarischen ÖPNV ins Netz gestellt. Zum Thema der Datenschutzproblematik empfehle ich einen Artikel
in KONTEXT Wochenzeitung, Ausgabe 319, Datenkrake vom Bodensee. Soweit die GRÜNEN den Faktor
Umweltschutz ins Gespräch bringen, sollten sie ihre Strickarbeiten lieber fertigstellen. Vom ÖPNV haben sie
offensichtlich wenig Ahnung. Die EBC hat mit Umweltschutz sehr wenig zu tun. In den Pilotgemeinden ist
nicht feststellbar, dass die Gäste Ihre Autos stehen lassen, weil Ihnen eine freie Fahrt mit Bus und Bahn
angeboten wird. Besser wäre, das Potential für ganzjährigen Pendlerverkehr auszuschöpfen.
Selbst Millionen Tagesgäste werden durch günstige Tarife nicht angesprochen.
Warum haben die Touristen eigentlich keine Wahlfreiheit zwischen Konuskarte (36 Cent), VHB oder EBC?.
Die EBC würde beim Vergleich schnellstens vom freien Markt verschwinden.

Peter Groß    22.07.2017

Dissonanzen in der Touristinformation
 
Eine Gastgeberin meldete sich mit einer fast unglaublichen Geschichte.
Anfang Juni hatte sie für eine Woche ein Ehepaar zu Gast.
Da Sie selbst verreisen wollte, kassierte sie gleich die entsprechende Kurtaxe und verwies die Gäste
aus bekannten Gründen für die Anmeldung an die TI.
Nach etwa einer Stunde Wartezeit bemühten sich zwei Angestellte erfolglos für ca. 30 Minuten,
die Anmeldung mit Ausstellung der EBC zu verwirklichen.
Das Ehepaar musste ohne EBC die TI verlassen und wurde auf den nächsten Tag vertröstet.
Sie hinterließen ihren Meldeschein mit allen relevanten Daten.
Warum hat man sie nicht zur Registrierung zur Zweitstelle in das Schloss herübergeschickt?
Sie waren so erbost, dass sie am folgenden Tag nicht mehr erschienen, weil sie nicht noch mehr
Zeit Ihres Urlaubs verlieren wollten.
Die Gäste verbrachten also den Rest des Urlaubs ohne die EBC und den damit versprochenen Leistungen.
Als die Gastgeberin nach ihrem Urlaub davon erfuhr, wandte sie sich an Herrn Jost. Nach langen
Diskussionen war er dann bereit für die erste Nacht die Kurtaxe zurückzuerstatten, nicht aber für die
restliche Zeit, da das Ehepaar nicht mehr erschienen war.
Die Gastgeberin bestand aber auf der völligen Rückerstattung.
Herr Jost versprach, sich darum zu kümmern. Es geschah aber in den folgenden Tagen nichts.
Darauf wurde die Gastgeberin erneut aktiv und erfuhr dann schließlich von Herrn Jost, dass er sein Versprechen
nicht einhalten könne, da der Kämmerer, Herr Benz, sich weigere, das Geld zurück zu buchen.
Das Ehepaar hat bis zum heutigen Tag nichts mehr von Herrn Jost gehört. Offensichtlich gibt es hier
Unstimmigkeiten im gleichen Haus.
 Kommentar: Ein guter Service hätte so ausgesehen, dass man, nachdem die Technik wieder funktionierte,
die Gäste informiert hätte, wann Sie ohne Wartezeit die Karte hätten abholen können.
Noch besser wäre der Service gewesen, wenn man angeboten hätte, die EBC persönlich vorbeizubringen.

Name der Gastgeberin bekannt    21.07.2017

Übrigens:
Wichtig für Angehörige, die vor dem 16. Geburtstag stehen:
Eine Gastgeberin weist darauf hin, dass man  bei der Meldung den genauen Gebutstagstermin angeben soll.
Das Formular fragt lediglich nach dem Jahrgang!  Ggf. zahlen manche Familien zu viel!

Überwältigende Ablehnung der EBC in Kressbronn

Frühestens 2019 kommt das Thema wieder auf die Tagesordnung !
Es war ein Sieg des gesunden Menschenverstandes, den es offensichtlich
nicht überall gibt. Hier durften die Gastgeber mitentscheiden, was in Langenargen
tunlichst verhindert wurde (Demokratie nur auf dem Papier).

Forum Langenagen   21.07.2017

Der Gast zahlt auch für Schönheit
oder
Wie wird die Kurtaxe berechnet

Leserbrief an den Südkurier

Uhldingen-Mühlhofen, 16.07.2017

Sehr geehrte Damen und Herren der Südkurier Redaktion,
sehr geehrter Herr Nils Köhler,

mit großem Interesse habe ich den Artikel "Der Gast zahlt auch für Schönheit",
SK Nr.159, Seite 10, Baden-Württemberg, vom 13.07.2017, gelesen.
Drei Dinge sind mir sofort aufgefallen:
1. Zwei Euro Kurtaxe für Markdorf ist falsch
    Siehe dazu auch Korrektur im SK Nr. 160, Seite 10 Baden-Württemberg, vom 14.07.2017.
2. Kein Wort darüber, wie die Kurtaxe berechnet wird
3. Langenargen hat die höchste Kurtaxe am See.

 

zu 1.
Interessant für Markdorf ist, dass Frau Wirth (FWV) aus Markdorf, vom gleichnamigen Campingplatz und
Kreistagsabgeordnete im Bodenseekreis, sich vehement für die Echt Bodensee Card einsetzt.
Und das wohl wissend, dass in ihrer Heimatgemeinde keine Kurtaxe erhoben wird und folglich die Einführung
der EBC auch nicht ansteht. Im Gegenteil dazu, müssen sich die Kritiker der Karte und der damit erhöhten
Kurtaxe (siehe Langenargen) im SK Nr. 155, Seite 31, BODENSEE, vom 08.07.2017,
"EBC weiter Thema im Kreistag", öffentlich von Frau Wirth als Diffamierer beleidigen lassen.

 

zu 2.
Es hätte (und mir bleibt zu hoffen es geschieht noch!!!) zwingend in den Artikel gehört, wie eine Kurtaxe
berechnet wird. Hier in Uhldingen haben wir, trotz vieler Widerstände aus der Verwaltung, versucht Klarheit
zu erlangen.
Ganz grob:
Grundvoraussetzung einer Kurtaxenerhöhung ist, dass durch den Fremdenverkehr ein Defizit entstanden ist.
Einnahmen werden den Ausgaben gegenüber gestellt.
Gewinn darf dabei möglichst nicht entstehen.
Wenn die Einnahmen aber höher sind als die tatsächlichen Ausgaben, dann werden (Beispiel Uhldingen)
die Einnahmen und Ausgaben anders zugeordnet.
Mit einem Mal sind Einnahmen aus dem touristisch genutzten Ortsrandparkplatz,
Einnahmen aus Übernachtungen des Yachthafens,
Einnahmen aus Zweitwohnsitzsteuer von kurtaxepflichtigen Dauercampern keine touristischen Einnahmen mehr.
Somit steigt das Defizit und die Kurtaxe kann angehoben werden. Im anderen Fall wäre eine Überdeckung der Fall
und die Kurtaxe müsste gesenkt werden.
Dazu kommen die geplanten Ausgaben für die EBC von 1 Euro.
Die hat man jetzt schon mal vorsichtig einfließen lassen (Erhöhung der Kurtaxe 2017 um 30 Cent auf 2 Euro,
bei extrem viel weniger Vergünstigungen für den Gast, und geplante Erhöhung um weitere 80 Cent in 2018).

 

zu 3.
Langenargen, mit 3,15 Euro Kurtaxe absoluter Spitzenreiter am Bodensee, zeigt wohin diese gnadenlose Reise mit
der EBC geht.
Wiederholt wurde (und wird!) im Südkurier darüber berichtet, dass Uhldingen-Mühlhofen 2018 bei der Echt
Bodensee Card mit machen wird.
Siehe dazu:
SK Nr. 124, Seite 31 BODENSEE, vom 31.05.2017
"Bodenseeregion soll Marke werden"
Zitat:  "Den anfänglich vier kooperierenden Gemeinden ...haben sich für 2018 bereits ... Uhldingen-Mühlhofen
angeschlossen."
Dann das Dementi im Südkurier,
SK Nr. 125, Seite 29, BODENSEE, vom 01.06.2017.
Berichtigung: "Gemeinderat entscheidet erst im September"
Zitat: "Die Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen hat sich noch nicht endgültig dem Konzept Echt-Bodensee-Card
angeschlossen."
Wider besseren Wissens berichtet der Südkurier am 29.06.2017,
SK Nr. 147, Seite 29, BODENSEE, erneut falsch.
"Bodo auf der Zielgeraden"
Zitat:
"Ein nach wie vor großes Thema ... ist die Echt Bodensee Card (EBC).
Neu dabei seien 2018 ... Uhldingen..."
Es muss (!) in unserer Demokratie so sein, dass Wahlergebnisse nicht vorweg genommen werden.
Ein Wähler (in diesem Fall der Gemeinderat von Uhldingen) muss frei und ohne fremden Einfluss entscheiden
können. Das ist aber, durch die wiederholten öffentlichen Falschmeldungen im Südkurier, bezüglich der
Teilnahme von Uhldingen an der EBC, nicht mehr gegeben.
Somit ist die Abstimmung des Uhldinger Gemeinderates im September 2017 schon jetzt eine Posse mit
bitterem Beigeschmack. Mehr redaktionelle und journalistische Genauigkeit, Recherche und Feingefühl für
die Wahrheit kann und muss von einer unabhängigen Tageszeitung erwartet werden.
Seit über 30 Jahren bin ich nun Südkurier Abonnent.
Immer mehr höre ich von Menschen, welche die aus obig genannten Gründen dem Südkurier den Rücken
zuwenden. Ich muss zugeben, auch mir fällt es immer schwerer mein Geld für eine Tageszeitung auszugeben,
die die Öffentlichkeit nicht wertneutral, ja falsch und tendenziell gegen die breite öffentliche Meinung
(hier die überwiegende Mehrheit der Gastgeber) informiert.
Um sicher zu stellen, dass dieses Schreiben von der Öffentlichkeit gelesen werden kann, wird es auf der
Homepage des GUM e.V.
www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de  veröffentlicht.
Gleichzeitig wird das Forum Langenargen um Veröffentlichung gebeten.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Maier             
  16.07.2017

Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.
www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de
Mail: info@gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

Hallo Zusammen,
Ein paar grundsätzliche Infos von uns als Vermieter in Langenargen, wie wir mit Gästen nun verfahren.
Wir schicken die Gäste direkt zur Touristinfo und die Gäste sollen selbst entscheiden, ob sie die EBC
nehmen oder nicht und auch die Kurtaxe entsprechend selbst abrechnen.
Wir als Vermieter wollen und können das nicht für den Gast entscheiden, ob er die EBC haben will oder nicht.
Nach der Saison werden wir die Ferienwohnung nicht mehr an Gäste vermieten, sondern fest an einen Mieter,
da es sich für uns nicht lohnt. Die Buchungszahlen sind deutlich zurückgegangen und ich sehe nicht ein,
wozu ich den Mehraufwand mit der EBC und den zusätzlichen Kosten tragen soll.
Ergänzend dazu die Bedenken aus Datenschutzgründen.
Wir haben bereits alle Anzeigen in den gängigen Portalen gekündigt und unseren langjährigen Gästen,
die immer wieder kommen, die Entscheidung mitgeteilt, die mit Verständnis reagieren aber auch
das Vorgehen der Gemeinde nicht verstehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ein langjähriger Vermieter

Name bekannt     13.07.2017

Artikel im Südkurier vom 13.07.2017:

Übersicht über die Kurtaxe am Bodensee
 

Beachten Sie bitte: Nirgendwo ist die Kurtaxe so hoch wie in Langenargen
- und das zeigt bereits deutlich Wirkung!

Bitte die rote Schrift markieren, kopieren und in die obere Zeile Ihres Browsers einfügen, Eingabe:
http://www.suedkurier.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/Flickenteppich-Kurtaxe-So-unterschiedlich
-gestaltet-sich-die-Abgabe-in-der-Region;art417930,9329493

Korrektur: Im Gegensatz zu der Angabe in der o. g. Grafik meldet der Südkurier am 14.07.2017, dass Markdorf keine Kurtaxe verlangt.

Forum Langenargen    13.07.2017

Es gibt noch ganz dringende Fragen zur Finanzierung der EBC

Es war 2013 geplant, die DBT GmbH mit einem Gesellschafterzuschuss von 425.000 Euro jährlich auszustatten
(Mitteilung Landratsamt Bodenseekreis). Dieser Betrag wurde 2017 auf 570.000 Euro erhöht.
Dazu kommt das Darlehen in Höhe von 1,2 Millionen. Die Frage ist, wie will die DBT Kosten von vermutet
2.270.000 Euro aus Gesellschafterdarlehen und 1,2 Mio. Darlehen, also 3.470.000 Euro refinanzieren?
Enrico Heß meint, allein für den laufenden Geschäftsbetrieb sind ab 2017  570 Tsd. Euro aufzuwenden.
Wie soll das möglich sein? Die Einnahmen aus der Kurtaxenerhöhung zugunsten der EBC betragen pro
Übernachtung 21,01 Cent, zzgl. 19% Umsatzsteuer! Die vier Gemeinden kommen vielleicht auf 500.000
Übernachtungen im Jahr 2017.

Peter G.    11.07.2017

 

 

So einfach könnte das auch bei uns sein, wenn nicht...!
 

Free City Ticket in Dresden für die ganze Aufenthaltsdauer (einschl. Ankunftstag),
 im Übernachtungspreis enthalten. - Gilt in der gesamten Tarifzone, in allen Nahverkehrsmitteln.

Beherbergungssteuer (Kurtaxe) 1 € / Nacht und Pers,
Keine Einverständniserklärung für die Vermarktung der Daten, kein Check In, kein Check Out,
keine Bürokratie.
- und das, obwohl Dresden Etliches mehr zu bieten hat als unser sog. „Kurort“!

Rolf Motz    11.07.2017

Neues aus der TI und zum Tourismus

Wollen Ausländer eine EBC-Karte, müssen sie ihre Passnummer angeben.
In dem roten Anmeldeschein muss man jedoch keine Ausweisnummer. angeben.
Für meinen ausländischen Gast bekam ich deshalb keine Karte, denn ich hätte erst den Ausweis
bringen müssen.
Heute waren Gäste in der TI, die die EBC geholt haben. Man hat ihnen weder die
Datenschutzbestimmungen noch die Nutzungsbedingungen vorgelegt.
Ein anderer Kunde meinte, dass die EBC die größte Fehlleistung sei. Man versuchte,
ihn zu überzeugen, dass dem nicht so sei und dass die Kurtaxe nur ein bisschen erhöht
worden sei.

Eine Informantin   Name bekannt
 

Ergänzung:
Beobachtung am Samstag, den 08.07.2017, zwischen 14 Uhr und 14:30 Uhr. Saison,
Sonniges Wetter, viele Radfahrer unterwegs:
An nicht einer einzigen aller 5 Fahrradwillkommensstationen war ein Radfahrer zu sehen.
Lediglich beim Bauhof stand seit etwa 10 Tagen ein angekettetes sog. Lock-Fahrrad.
Dafür lehnten auf der Uferpromenade ein Dutzend Räder an den Bänken und an den Bäumen.
An der Autoladestation war schon seit Monaten kein PKW mehr zu sehen.
Auffallend viele Hotels hatten freie Zimmer!
Erstaunliche Beobachtung:
Wir fuhren an den Ortseingängen in beiden Richtungen einem Tross von 15-20 Radlern hinterher
und mussten feststellen, dass sie im Ort überhaupt nicht anhielten, sondern einfach durchfuhren!

Forum Langenargen 08.07.2017

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Jost,
sehr geehrter Herr Krafft,

seit fast 20 Jahren fahren wir jetzt nach Langenargen, um dort unseren Urlaub zu verbringen.
Was wir allerdings dieses Jahr erlebt haben, spottet jeder Beschreibung.
Nicht nur, dass Sie Herr Jost mir nicht geantwortet haben bzw. für uns nicht zu sprechen waren, ist das
Personal teilweise unverschämt zu den Gästen. Ihre Mitarbeiterin Frau Kylau hat das Fass zum Überlaufen
gebracht. Nachdem wir uns am Anmeldetag bereits über die Erhöhung der Kurtaxe beschwert hatten,
wo man versuchte uns diese " tolle " EBC-Karte schmackhaft zu machen, wir aber es als unverschämt
ansahen, eine Erhöhung von mehr als 60% (Kurtaxe) aufgedrückt zu bekommen, sagte diese Mitarbeiterin
dann auch noch, wenn uns das zu teuer ist, könnten wir ja woanders Urlaub machen.
Wann und wo wir Urlaub machen, wird sicherlich nicht Ihre MA Frau Kylau bestimmen.
Dienstleistung und Kundenfreundlichkeit ist für sie ein Fremdwort. Es gibt hierfür übrigens Seminare.
Viele Urlauber, mit denen wir in Kontakt waren, beschwerten sich über die Erhöhung und für eine Karte,
die man wirklich nicht braucht! Viele Urlauber fahren zum Bodensee, um Schiff zu fahren; Bus und Bahn,
wenn sie dann fahren, kann ich zu Hause. Den Bahnhof am Hafen von Friedrichshafen kann man mit dem
Fahrrad so gut wie gar nicht erreichen, was soll ich dann mit solch einer Karte?
Bus und Fahrrad geht ebenfalls nicht. Wofür soll man diese Karte sonst nutzen? Warum lassen Sie den
Urlauber nicht frei entscheiden, ob er mit oder ohne diese Karte den Urlaub am Bodensee verbringen will?
Von 23 Gemeinden sind nur noch 4 übriggeblieben, und wenn die Gästezahlen weiter zurückgehen,
werden auch sicherlich keine weiteren Gemeinden sich diesem unsinnigen Karten-Verbund anschließen.
Seit Jahren nutzen wir die Bodensee-Erlebniskarte/Seebären und die ist wirklich sinnvoll.
Von unserem anfänglichen Optimismus den nächsten Urlaub 2018 wieder in Langenargen zu verbringen,
rücken wir z. Zt. immer weiter ab.
Eine Frage hätte ich noch: Steht der Termin für die Schließung des Schiffanlegers Langenargen schon fest? 

Über Ihre Stellungnahme wären wir erfreut.

Mit freundlichen Grüßen

Detlef u. Regina Gallon

P.S.:
Der Gastgeber der Familie Gallon erfuhr später, dass seine Gäste mit dem Ehepaar in der Nachbarschaft
Kontakt aufgenommen hatten. Diese teilten Ihnen mit, dass sie beim jetzigen Stand der Dinge ab nächstes
Jahr nicht mehr nach Langenargen kommen werden.

Forum Langenargen 08.07.2017

Am 07.07. schrieb ein Gastgeber...

Die Gäste bei meinen Nachbarn und auch ein Teil meiner Gäste beklagten sich über die Höhe der Kurtaxe und
über den Nutzen (Vorteile) der EBC. Was mehr als befremdlich ist, das ist der Umgang der Angestellten der TI
mit den Gästen und den Vermietern. Anfragen werden nicht zur Kenntnis genommen. Wie sich herausstellte,
hat der Mitarbeiter der TI bei der Ausstellung des Meldebogens der Gäste, schlichtweg vergessen,
die Ermäßigung (Behindertenausweis) einzutragen. Somit hätte die Gemeinde mir den vollen Kurtaxenbetrag
in Rechnung gestellt, ich jedoch habe richtigerweise von dem Gast den halben Kurtaxenbetrag bar vereinnahmt.
Merkwürdigerweise haftet laut Satzung der Vermieter für den korrekten Einzug der Kurtaxe, nicht jedoch die
Mitarbeiter/innen der Gemeinde. Um den korrekten Kurtaxenbetrag zu ermitteln, bat ich schriftlich die TI um
Unterstützung. Wie gesagt, keine Antwort! Durch die falsche Erhebung der Kurtaxe durch den Mitarbeiter der
TI wäre mir ein finanzieller Schaden entstanden. Wir fordern von Herrn Bürgermeister Krafft eine
"Arbeitsplatzbeschreibung" der Mitarbeiter der TI, sowie ein "Organigramm" der TI, worin die Aufgaben,
der Tätigkeitsbereich und die Zuständigkeiten der Mitarbeiter der TI aufgelistet sind. Diese Mitarbeiter der TI
werden ja letztendlich von der "Allgemeinheit" bezahlt und sollten nach meinem Verständnis als Dienstleister
für die Gäste und für die Vermieter tätig sein. Es kann doch nicht so sein, dass die Vermieter die
Verwaltungstätigkeiten der Gemeinde bzw. der TI kostenlos übernehmen und auch noch dafür haften.
In einem persönlichen Gespräch mit einem Mitarbeiter der TI bat ich darum, eine Aufstellung über den Nutzen
und die Vorteile der EBC für die Gäste zu erstellen. (Freier Eintritt Strandbad, Ermäßigung bei .... usw.).
Dies würde auch bei Erklärung der "Rechtfertigung Kurtaxe" für die Vermieter hilfreich sein. Wie man es schon
kennt, auch hier wie selbstverständlich keine Antwort seitens der TI. Wie kann es angehen, dass die TI nur zu
ausgewählten Zeiten erreichbar ist? Die Supermärkte haben den Dienst am Kunden längt erkannt!
Da Sie sich, liebes Forum, sehr stark engagieren, was ich sehr bewundere und anerkenne, wünsche ich Ihnen
und Ihren Mitstreitern recht viel Erfolg bei den anstehenden Gesprächen und letztendlich den erhofften Erfolg
bei der "Abschaffung der EBC". Was einer Gemeinde nicht gut "zu Gesicht" steht, sind verärgerte Gäste und
Vermieter und diese gibt es vermutlich zwischenzeitlich stark vermehrt. Nicht das Wohl der Gäste und der
Vermieter steht im Vordergrund, sondern es hat anscheinend der Kommerz bei den Verantwortlichen Vorrang.
Ich werde künftig für mich eine Lösung herbeiführen. Ich biete meinen Gästen künftig meine Ferienwohnungen
mit einem finalen Preis an. Alles inklusive Bettwäsche, Handtücher, Badetücher, Endreinigung und inklusive
Kurtaxe, damit sind dann alle Erklärungen und Diskussionen beendet. Ich werde meinen Preis für die
Ferienwohnung um € 7,00 pro Tag erhöhen. Dann werde ich künftig somit auch nicht mehr über die richtige
Höhe der Kurtaxe nachdenken müssen.

Name bekannt    08.07.2017

Brief an die Gastgeber/innen von Kressbronn

Sehr geehrte Gastgeber/innen von Kressbronn,

Sie haben eine einmalige Chance, bei der EBC selbst mitzustimmen. Das war den Gastgebern/innen der
vier Pilotgemeinden leider nicht vergönnt. Sie wurden entmündigt und es wurde über ihren Kopf hinweg
von den entsprechenden Gemeinderäten abgestimmt.

In Kressbronn herrscht offensichtlich ein anderes Demokratieverständnis, denn der Gemeinderat von
Kressbronn wird entsprechend dem Ergebnis der Meinungsumfrage, welche die Gastgeber erhielten,
seine Zustimmung für oder gegen die „Echt Bodensee Card“ aussprechen.

Wir wollen Ihnen vorweg mitteilen, dass die Gastgeber von Langenargen, Hagnau, Uhldingen, Sipplingen
etc. keinesfalls gegen eine einheitliche, Gästekarte möglichst rund um den Bodensee sind.
Aber die Einführung der „Echt Bodensee Card“ in dieser Form lehnen wir aus nachfolgenden Gründen ab,
welche auch Sie bei dieser Meinungsumfrage in Ihre Überlegungen mit einbeziehen sollten.
-Diese Karte ist bereits aus datenschutzrechtlichen Gründen im Vergleich zur Schwarzwald-Konus Karte
oder zu der Karte aus unserem Nachbarkreis Konstanz, der VHB Karte, äußerst problematisch.
-Während bei der Konuskarte und auch bei der VHB Karte datenschutzrechtliche Probleme nicht relevant
sind, fordert die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH vom Gast eine Zustimmungserklärung,
dass seine persönlichen Daten auf dem Chip der EBC-Karte gespeichert und für weitere Zwecke,
beispielsweise zu Werbezwecken, genutzt werden dürfen.
-Tritt die Gemeinde der EBC bei, so unterwirft sich diese einem von der DBT bestimmten
Kooperationsvertrag.
-Die Gemeinde Kressbronn wird sinngemäß, wie in Langenargen bereits geschehen, die Bedingungen,
welche in diesem Vertrag aufgeführt sind, in Ihre Satzung übernehmen müssen. Die Bestimmungen
dieser Satzung werden gravierende Auswirkungen auf Sie, die Gastgeber, haben.
-Nicht von ungefähr haben sich über 100 Gastgeber aus Langenargen solidarisiert und vertreten durch
die Gastgeberin, Frau Pfleiderer, über spezialisierte Anwälte aus dem Kommunalrecht eine
Normenkontrollklage eingereicht. Dieser Klage haben sich in einmütiger Solidarität Gastgeber der
Gemeinden Immenstaad, Hagnau,  Uhldingen-Mühlhofen, und Sipplingen  mit finanzieller Unterstützung
angeschlossen, weil auch diese die Einführung aus den genannten Gründen vehement ablehnen.
Das Urteil des VGH Mannheim wird in Kürze erwartet.
Da der Kreistag der fast insolventen DBT neulich nochmals 1,2 Millionen Euro gewährte, hat der Verein
Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen Beschwerde bei der EU Kommission wegen mutmaßlich rechtswidrigen
staatlichen Beihilfen bzw. eine mutmaßlich missbräuchliche Anwendung von Beihilfen an die DBT eingereicht.
-Die meisten Langenargener Gastgeber lehnen seit Beginn der Saison jegliche Prozedur im Zusammenhang
mit der Ausstellung der EBC Karte ab und schicken Ihre Gäste auch aus haftungsrechtlichen Gründen zur
Touristinformation. Dort kann sich der Gast, sofern er die EBC-Karte will, registrieren lassen.
Die TI steht damit in der Pflicht, den Gast hinsichtlich seiner persönlichen Daten auf dem Chip aufzuklären
und seine Zustimmung einzuholen. Gibt der Gast die Einwilligung nicht, bekommt er keine EBC und damit
auch keine Leistung, muss aber trotzdem die erheblich erhöhte Kurtaxe zahlen (Nötigung).
-Die Langenargener vermeiden damit zum Kartenverkäufer für die DBT/TI und damit zum kostenlosen
Handlanger zu werden, denn diese Kartenrohlinge müssen vom Gastgeber zuerst auch noch gegen eine
Pfandgebühr von 5 € erstanden werden. Des Weiteren befreien sich die Gastgeber aus der Haftung,
welche bei einem Missbrauch der Karte entsteht. Trotz allem bleibt eine unvermeidbare Resthaftung,
da die Karten im Falle einer Beschädigung nicht zurück genommen werden und der Gastgeber
deshalb auf den Kosten sitzen bleibt. Diese Probleme sind der Konus und VHB Karte völlig fremd.
-Während bei der Konuskarte die Kosten bei 35 Cent incl. Verwaltungsgebühr von einem Cent liegt,  
bei der VHB Karte bei 40 Cent incl. 2 Cent Verwaltungsgebühr,
sind die Kosten der EBC Karte bei
1,15 Euro
incl. Verwaltungsgebühr von 25 Cent. Die Konuskarte bietet bei einer zu vernachlässigenden
Erhöhung der Kurtaxe von nur 35 Cent eine 16 mal größere Verkehrsfläche für freie Fahrt mit Bus und

Bahn und bietet statt nur 100 bei der EBC ca. 200, also doppelt so viele Einrichtungen mit Vergünstigungen.
Die Kurtaxe    musste in Langenargen um 60 % erhöht werden, in Kressbronn könnten es sogar fast
70% werden. Die Buchungen in Langenargen sind übrigens bereits rückläufig.
Sie werden sich wundern, warum die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH bezogen auf die Einführung
der EBC Karte eine eigene Buchungsplattform
www.echt-bodensee.de  installiert hat. Mit Hilfe des Beraters
WIIF fungiert die DBT mit dieser Buchungsplattform als Bindeglied zu dem Hotel und
Reservierungsportal HRS, welche den Konkurrenten Holiday Insider gekauft hat. Mit 880.000 Unterkünften
gehört Holiday Insider nach eigenen Angaben zu einer der führenden Buchungsplattformen für
Ferienunterkünfte im deutschsprachigen Raum. HRS wird  im  Bodenseeraum damit eine marktführende
Stellung einnehmen, denn HRS ist profitorientiert. 

Aber Vorsicht: Sobald diese Buchungsplattform aktiviert ist, fallen 15% Provision an.
Eine Marktbereinigung zu Lasten der Gastgeber ist nicht auszuschließen. Wie aus der Presse zu erfahren
war, gab Landrat Wölfle zu, dass es in den nächsten vier bis fünf Jahren zu erheblichen Schwierigkeiten
im Regionalverkehr wegen der geplanten Elektrifizierung kommen würde. Außerdem könne man nicht
garantieren, dass bei der nächsten europaweiten Ausschreibung B0D0 noch zum Zuge kommt.
Das bedeutet ggf. das Ende für die EBC.
Gibt es eine nachvollziehbare, rationale Begründung dafür, dass man die EBC einführen muss,
obwohl es am See ein seit Jahren von Vermietern und Gästen akzeptiertes, viel kostengünstigeres,
bewährtes, und viel großflächigeres System gibt, welches auch datenschutzrechtlich nicht zu
beanstanden ist?
Wenn man bestrebt ist, die touristischen Anstrengungen am See zu bündeln,
was ja sehr vernünftig ist, läge es da nicht nahe, dass man sich mit der größten Stadt am See,
nämlich Konstanz, verständigen würde?

Forum Langenargen    01.07.2017

EBC: Fahrgäste fordern Reisewarnungen

Täglich kommen Staumeldungen über alle Rundfunksender. Was ich allerdings vermisse, sind Reisewarnungen,
die sich an die Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs richten.  Diese wären für die Bodenseegürtelbahn
dringend nötig. Ich stehe an die Tür gepresst, mitten in einer Vielzahl von Fahrgästen. In einem Zugabteil,
das völlig überfüllt ist. Am Morgen und auch am späten Nachmittag. „Warum verteilen die Gratisfahrten,
wenn die Züge überfüllt sind“, meint ein wütender Mitfahrer und hält mir zornig die Echt Bodensee Card vor
die Nase. Schon das Fahrrad musste er auf dem Bahnhof zurücklassen.
Den Grund finde ich in der aktuellen Ausgabe des Südfinder (28.06.2017). Ein Sprecher der Deutschen Bahn
erklärt, dass Zugmaterial der Bodenseegürtelbahn aufgrund diverser Großveranstaltungen woanders gebunden
wäre. Hier möchte ich mal dem Redakteur, Herrn Schopf, für die ausführliche und objektive Berichterstattung
zu dem Themenkomplex danken. Das, was der Landrat „als für Viele sehr ärgerlich und teilweise auch nicht
zumutbar“ bezeichnet, kann für andere lebensbedrohlich werden. Da reicht es nicht mehr, nur Briefe nach
Stuttgart zu schicken. Da sind konkrete Maßnahmen erforderlich, wenn in Hauptverkehrszeiten sich Passagiere
für drei Zugteile, bei hochsommerlichen Temperaturen, in ein einziges Abteil drängen. Bahnfahrer kennen die
Mängel durch überlastete oder ausgefallene Klimaanlagen. Die Ausreden der Bahn sind unerträglich.
Um Fahrgäste vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren, sollte sie künftig im Zusammenhang mit
Staumeldungen vor Überlastungen im Bahnverkehr warnen. Das ist im Radio sehr gut möglich und erspart
manchen Einsatz von Rettungsdiensten. In dem Zusammenhang sollte die Ausgabe der Echt Bodensee
Card ausgesetzt und die Kurtaxe um einen Euro gemindert werden. Das Projekt ist nicht mehr zu verantworten
und sollte beendet werden.
Der Landrat und auch die Mitglieder des Kreisrates sollten verstehen, dass solche Zustände nur kontraproduktiv
auf den Tourismus wirken. Was gab mir der vorher genannte Mitfahrer noch mit auf den Weg?
„Wenn ich gefragt werde, wie der Urlaub in diesem Jahr am Bodensee war und ob ich mich gut erholt hätte,
kann ich nur mit einem NEIN antworten und auf die Frage warum sagen, ich hatte Echt Bodensee (Card)
und überfüllte Bahnen und Busse mit nicht ausreichenden Klimaanlagen.“
In jedem Fall muss bedacht werden, dass die Mehrheit der touristischen Besucher dem Alter 60+ zugeordnet
werden muss und auch viele Kinder von gesundheitlichen Problemen betroffen sind.
Wie man unter solchen Bedingungen von der Erhebung einer Kurtaxe statt Zwangsabgabe sprechen kann,
ist mir völlig unverständlich.

PeG    02.07.2017

 

     Südkurier                                                                    Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. 
Max Stromeyer-Str. 178                                                         DAS GASTGEBER PORTAL
D-78467 Konstanz                                                               
www.bodensee-seeferien.com                              

                           Uhldingen, 29.06.2017   

Richtigstellung „ Bodo auf der Zielgeraden werden“ (emb)

Sehr geehrte Damen und Herren,

in dem oben genannten Artikel wird von einem gewissen Herrn Hasenfratz (Bodo) darin fälschlicherweise behauptet,
dass Uhldingen-Mühlhofen neu ab EBC 2018 dabei sein werde. Der Südkurier, welcher schon einmal diese
Behauptung von der DBT (Herrn Heß) in der Ausgabe vom 01. Juni korrigieren musste, begeht anscheinend
ohne im eigenen Hause zu recherchieren wieder den gleichen Fehler. Wir fügen die Berichtigung des SK anbei.
Diese Behauptung ist nachweislich falsch.
- Ursprünglich wollte der Gemeinderat im Juni 2017 über den Beitritt zur EBC abstimmen.
- dies wurde jetzt auf September 2017 aus welchen Gründen auch immer vertagt. Wir fügen dazu nachfolgend
den Auszug aus dem Gemeindeblatt vom 26.Mai 2017 unter TOP2 aus der Verwaltung anbei.
Wir dürfen Sie des Weiteren im Sinne einer fairen Berichterstattung darum bitten, dass in
Uhldingen-Mühlhofen die überwältigende Mehrheit der Hoteliers, Pensionen, Gästehäuser sowie
zahlreiche private Zimmer-und Ferienwohnungsvermieter, die nachweislich 95% der
Bettenkapazität bereit stellen, unserem Verein beigetreten sind, sich gegen die zwangsweise Einführung
der EBC  weiterhin entschieden zur Wehr setzen. Die Haupteinnahmequelle der Gemeinde
Uhldingen-Mühlhofen ist der Tourismus. Dazu tragen die Hauptleistungsträger einen wesentlichen
Beitrag zum Bruttosozialprodukt der Gemeinde bei. Der Gemeinderat sollte sich bei seiner Abstimmung
darüber im Klaren sein, dass eine Abstimmung zum Beitritt der EBC gleichsam einer Abstimmung
gegen den ausdrücklichen Willen der Hauptleistungsträger der Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen gleichkommt.

Sehr befremdlich ist die Tatsache, dass die regionale Presse anscheinend unsere nachprüfbaren Berichte,
Pressemitteilungen, offene Briefe etc. schlichtweg ignoriert, insbesondere unseren offenen Brief an den
Landrat des Bodenseekreises, in dem dieser von uns aufgefordert wurde, zu Fragen, welche mit
eindeutigen Interessenskonflikten behaftet sind, Stellung zu beziehen.
Dieser Brief erging auch an den SK, bislang ohne jegliche Resonanz seitens des SK, warum?

In Erwartung Ihrer Berichtigung sowie Ihrer Stellungnahme zu unserem Schreiben verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen,

Herbert Maerz                      Christoph Birkenmayer                   Manfred Maier

   (Vorstand)                                      (Vorstand)                                       (Vorstand)

 Gästehaus Höhe 10                                                 Landhotel Fischerhaus                                    Camping Seeperle

 

EINSCHREIBEN

 

Bodensee-Oberschwaben (bodo)mbH                                       01.06.2017
Bahnhofplatz 5                                                                                               
88214 Ravensburg

„Bodo auf der Zielgeraden“

Sehr geehrte Damen und Herren,

in dem oben genannten Artikel des SK vom 29.06.17 wird von einem gewissen Herrn Hasenfratz (Bodo)
darin fälschlicherweise behauptet, dass Uhldingen-Mühlhofen neu ab EBC 2018 dabei sein werde.

Wir dürfen Sie nachdrücklich dazu auffordern, diese Behauptung umgehend zu unterlassen,
da diese nachweislich nicht den Tatsachen entspricht und dem Publikum falsche Fakten suggeriert.
Im Wiederholungsfalle werden rechtliche Schritte eingeleitet.
Wir fügen Ihnen den Auszug aus dem Gemeindeblatt mit Datum vom 26.Mai 2017 bei,
sowie der Richtigstellung des Südkuriers mit Datum vom 01.Juni 2017 auf die inhaltlich
wiederholte falsche Berichterstattung des Südkuriers „Bodenseeregion soll Marke werden“.

Uhldingen-Mühlhofen ist ab 2018 beigetreten.

Mit freundlichen Grüßen  

(Herbert Maerz)                         (Christoph Birkenmayer)                    (Manfred Maier)

Offener Brief an Herrn Landrat Lothar Wölfle sowie an die Kreisräte des Landkreises Bodenseekreis

Sehr geehrter Herr Landrat Wölfle,

in der Auseinandersetzung über die Einführung der „Echt Bodensee Card“ EBC sieht der Verein Gastgeber
Uhldingen-Mühlhofen e.V. (GUM) im Sinne des öffentlichen Interesses es geradezu als seine Verpflichtung an,
dass Sie gegenüber der Öffentlichkeit zu nachfolgenden Fragen im Zusammenhang mit der Einführung der
Echt Bodensee Card Stellung beziehen.
Wir beziehen uns mit unserem offenen Brief an Sie, mit der Bitte auf die von  gestellten Fragen,
welche sich im Zusammenhang mit den relevanten Auszügen des Gesellschaftervertrages der DBT sowie aus
dem relevanten Auszug aus dem Betrauungsakt ergeben, zu beantworten.

Deutsche Bodensee Tourismus GmbH
 Gegenstand des Unternehmens
5. Öffentlicher Zweck (Beteiligungsbericht)
    Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne 
    der Gemeindeordnung BW bzw. der Landkreisordnung von Bayern.

§ 1 Sicherstellungsauftrag (Betrauungsakt)

  • Im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie sind die Landkreise und Kommunen zur
    kommunalen Wirtschaftsförderung berechtigt. Diese zur kommunalen Daseinsvorsorge zählende
    freiwillige kommunale Aufgabe zielt darauf ab, durch Schaffung und Verbesserung der
    Standortbedingungen der Wirtschaft das wirtschaftliche und soziale Wohl der Einwohner in den
    Kommunen zu sichern oder zu steigern. Zur kommunalen Wirtschaftsförderung in diesem Sinne
    gehört auch das Tourismusmarketing durch die Landkreise, Städte und Gemeinden.
  • Zitat aus dem Beteiligungsbericht 2015 Bodenseekreis: Obwohl die Bodenseeregion zu den
    beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands zählt, hat das Thema „Buchbarkeit" (Online Buchbarkeit)
    bei vielen Vermietern nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich rund 15% der Betriebe sind online buchbar.
    Da der Trend immer mehr zu schnell und einfach buchbaren Unterkünften über das Internet geht,
    stellt das Thema „Aufbau einer  Vertriebsplattform" für die DBT ein prioritäres Ziel dar. Zusammen mit
    einem Berater (WIIF: Herr Feustel) wurde 2014 eine Vorgehensstrategie entwickelt, mit dem Ziel für
    2015 eine Buchungsplattform über die neue Homepage www.echt-bodensee.de anbieten zu können.
    Aufgrund eines Aufkaufs (hier durch HRS siehe auch Firmengeflecht) des ausgewählten Anbieters
    (Holiday Insider) muss noch abgewartet werden, ob die Strategie, wie definiert, umgesetzt werden kann
    oder nicht. Für 2015 wird eine Umsetzung angestrebt. Die Umsetzung ist erfolgt!!!

Vor Gründung der DBT gab und gibt es schon lange Buchungsplattformen wie www.bodensee.de,
www.bodensee.com  um nur einige davon aufzuzählen.

1. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat die Einführung der Echt Bodensee Card (damit nach der
Kartenkonzeption kalkuliert mit einem Euro der Tourist Bus und Bahn fahren kann)  mit dem Aufbau
einer Buchungsplattform zu tun?

2. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat das Firmengeflecht, in welches die DBT als
Buchungsportal-Vehikel eingebettet ist, mit der kommunalen Daseinsvorsorge zu tun?

3. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum hat die DBT eine Buchungsplattform www.echt-bodensee.de
  mit dem Ziel etabliert, Buchungsanfragen automatisch an das Portal
http://bodensee.holidayinsider.com/ weiter zu leiten?

4. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Können Sie der Bevölkerung des Bodenseekreises erklären,
warum die öffentliche Zweckentfremdung von Geldern zugunsten marktführender Buchungsportale,
die u.a. davon leben, dass einer Beteiligung am Gewinn aus den Aufträgen (Provision) zu Lasten
des Gastgebers fällig wird, gefördert wird?

5. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Sind Sie der Meinung, dass mit der Verbindung der DBT und dem
aufgezeigten Firmengeflecht damit das wirtschaftliche und soziale Wohl der Einwohner in den
Kommunen gesichert wird?

6. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Ist es nicht viel mehr so, dass das wirtschaftliche Wohl mehr den
marktführenden Buchungsportalen als den Gastgebern zugutekommt?

7. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird der Öffentlichkeit verschwiegen, dass mit  der
Normenkontrollklage beim VGH gegen die Gemeinden Uhldingen, Hagnau, Sipplingen und Langenargen
die Wiedereinführung der papiernen Meldescheine erreicht wurde?

8. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird der Öffentlichkeit verschwiegen, dass die privaten
Gastgeber aus Langenargen, stellvertretend für die überwiegende Mehrheit der Vermieter der
genannten Gemeinden eine weitere Normenkontrollklage beim VGH angestrengt haben.
Aus Sicht der Gastgeber fehlt die Rechtsgrundlage.

9. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Ist es jetzt nicht endlich an der Zeit, den vielen privaten Vermietern
von Ferienwohnungen und Zimmern im Bodenseekreis zu erklären (welche vehement gegen die
Einführung der EBC Karte sind), was das Firmengeflecht, bestehend aus den Firmen WIIF
(Geschäftsführer Herr Feustel und Herr Wendorf) und Firma GEIOS (Geschäftsführer Herr Feustel und
Herr Frischkorn sowie dem Aufsichtsrat Herr Wendorf), die Holiday Insider ( mit Herrn Frischkorn) und
nicht zuletzt HRS, welche die Holiday Insider laut Bundesanzeiger
aufgekauft hat, zu bedeuten hat?

10. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat das genannte Firmengeflecht mit der Einführung der
Echt Bodensee Karte zu tun?

11. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat das Firmengeflecht mit dem ÖPNV bzw. mit bodo zu tun?

12. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum nehmen Sie den Tourismus als Vehikel, um die
Wirtschaftlichkeit des öffentlichen Nahverkehrs zu verbessern?

Hinweis an Herrn Landrat Wölfle: das Argument, die Touristen von der Straße weg zu bekommen,
kann nicht überzeugen. Die Tatsache, dass beispielsweise die B31 auch im Winter Stau-Probleme,
sowie weiterhin eine hohe Unfallträchtigkeit aufweist, ist nachweislich belegbar.

13. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird den Gastgebern nicht schriftlich zugesichert,
dass sie a) zu 100% keine Haftung für den Datenschutz übernehmen müssen und b) dass zu 100%
keine Daten ihrer Gäste an Dritte weiter gegeben werden?

14. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird den Gästen, damit sie überhaupt die EBC
(Echt Bodensee Card) bekommen können, eine Zustimmungserklärung abverlangt?                       

Im Gegensatz dazu wird der Gast weder bei der Konus- noch bei VHB Karte zu einer
Zustimmungserklärung genötigt. Mit diesen Karten kann es keinerlei Datenschutzprobleme geben.

15. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Wie erklärt sich die Tatsache, dass die EBC in vier Gemeinden
eingeführt ist, die Karte bei Testfahrten und explizierten Nachfragen bei Bus- und Zugbegleitern,
nicht kontrolliert werden kann?

In Erwartung Ihrer zeitnahen Stellungnahme verbleiben wir

Mit freundlichen Grüßen  

Herbert März
Christoph Birkenmayer
Manfred Maier

Offener Brief an Herrn Landrat Lothar Wölfle, sowie an die Kreisräte des Landkreises Bodenseekreis

Unser Schreiben vom 06.06.2017 / Ihr Antwortschreiben vom 29.06.2017
Sehr geehrter Herr Landrat Wölfle,
vielen Dank für die Zusendung und Beantwortung unserer an Sie gestellten Fragen.
Wir, der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V., legen größten Wert der Öffentlichkeit eine ehrliche,
von Halbwahrheiten befreite und nachprüfbare Faktenlage zukommen zu lassen.
Mit Erstaunen stellen wir fest, dass einige Ihrer genannten Daten (von uns überprüft) nicht den Tatsachen
entsprechen. Darum werden wir Sie mit unseren Fragen, welche Sie z.T. sehr ausweichend beantwortet haben,
einerseits weiterhin konfrontieren müssen, wobei wir andererseits der Öffentlichkeit die Zusammenhänge in
verständlicher Form vermitteln wollen.
Bereits zu Beginn Ihrer Ausführungen nennen Sie Gründungsdaten von WIIF, die nachweislich falsch sind
Ihr Zitat: „Herr Feustel hat bereits 2007 WIIF als Beratungsunternehmen gegründet und ist heute neben
Herrn Wendorf Geschäftsführer der WIIF GmbH. WIIF berät seit 2014 den Landkreis und begleitet
das EBC Projekt.“

Nachgeprüfter Fakt ist jedoch laut Handelsregister und Bundesanzeiger:
Die Firma WIIF wurde am 09.01.2012 gegründet bzw. in das Handelsregister eingetragen.
Quelle u.a.: 

www.unternehmen24.info/Firmeninformationen/DE/3701108#neugruendung_handelsregister_information
Die nachfolgenden Gründungsdaten vermitteln selbst dem einfachsten Gemüt, dass anscheinend  ein
Konstrukt verfolgt wurde mit dem Ziel eine marktbeherrschende Position zu erreichen. Dazu verweisen wir auf
den Beteiligungsbericht 2014 Bodenseekreis. Die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH, welche am
 07.03.2013 gegründet wurde, hat das prioritäre Ziel eine Buchungsplattform über

www.echt-bodensee.de zu erstellen und das wurde mit Hilfe von WIIF umgesetzt“.
Zur Strategie von DBT und WIIF gehörte auch der Aufkauf der Holiday Insider.
Das Strategieziel wurde 2015 erreicht.
Das Kölner Hotelbuchungsportal HRS übernahm seinen Münchner Wettbewerber Holiday Insider,
dessen Mitinhaber Herr Frischkorn* war. Mit der Übernahme erweitert HRS sein Angebot nach eigenen
Angabenkünftig auch vermehrt an Freizeitreisende. Mit 880.000 Unterkünften gehört Holiday Insider
nach eigenen Angaben zu einer der führenden Buchungsplattformen für Ferienunterkünfte im
deutschsprachigen Raum (nachgeprüfte Angabe!).
*Herr Frischkorn ist, neben Herrn Feustel, seit 01.09.2015 Vorstand von Geios.
Quelle: Amtsgericht Kempten, Aktenzeichen: HRB 12892.
Mit dieser Strategie ist zu befürchten, dass HRS auch im Bodenseeraum eine marktbeherrschende
Stellung mit Hilfe der DBT einnimmt. Eine Marktbereinigung dürfte die Folge dieser Strategie sein.
Nicht umsonst hat die EU-Kommission eine Rekord-Wettbewerbsstrafe von
2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt.
Der Grund ist:
Benachteiligung von Konkurrenten aufgrund marktbeherrschender Stellung  bei der
Online-Produktsuche! So erklärte das die Brüsseler Behörde.

Wir haben Sie darauf hingewiesen, dass es vor Gründung der DBT schon lange Buchungsplattformen wie

www.bodensee.dewww.bodensee.com etc. gab, um nur einige davon aufzuzählen. Das Argument der DBT,
dass hier Nachholbedarf angezeigt wäre, ist mit diesen Fakten völlig widerlegt!
Die DBT Buchungsplattform ist somit unnötig wie ein Kropf! Darauf haben Sie wohlweislich nicht geantwortet.
Warum?

Wenn dies offenbar Ihr Verständnis zur Daseinsvorsorge gegenüber der Bevölkerung des Bodenseekreises
und insbesondere gegenüber den dort tätigen Gastgebern ist, dann dürfen wir Sie hiermit nochmals
nachdrücklich auffordern, uns sowie der Bevölkerung zu erklären, warum die DBT unter dem Deckmantel
der „Daseinsvorsorge“ als Buchungsportal-Vehikel dient.
Testen Sie es doch einmal selbst. Wenn Sie eine Ferienunterkunft, beispielsweise in Langenargen,
suchen und über
www.echt-bodensee.de auf die Suche gehen. Sofort wird der Suchprozess auf
http://bodensee.holidayinsider.com/ weiter geschaltet. Damit ist doch bewiesen, dass im Falle einer Buchung
HRS, als Eigentümer der Holiday Insider, der Profiteur der Provision und die DBT Profiteur bzgl. einer
Provision von HRS sein wird.
1.
Was hat also die Gesellschaft DBT, die laut Gesellschaftervertrag ausschließlich öffentliche Zwecke
im Sinne der Gemeindeordnung von Baden-Württemberg verfolgen soll
, mit der Daseinsvorsorge
eines marktführenden Unternehmens, welches zu Lasten der Gastgeber profitorientiert ist, zu tun???
Erzählen Sie uns also nicht, dass die DBT nicht das Buchungsportal-Vehikel von HRS ist!
2.
Erklären Sie bitte der Bevölkerung des Bodenseekreises, warum die öffentliche Zweckentfremdung von
Geldern des Steuerzahlers in Millionenhöhe unter anderem zugunsten marktführender Buchungsportale,
die davon leben, dass einer Beteiligung am Gewinn aus den Aufträgen (Provision) zu Lasten des
Gastgebers fällig wird, gefördert wird?
Auch darüber haben Sie sich in Stillschweigen gehüllt!!
3.
In diesem Zusammenhang dürfen wir die Öffentlichkeit auch darüber informieren, dass wir bei der
Europäischen Kommission Beschwerde über mutmaßlich rechtswidrige staatliche Beihilfen
bzw. eine mutmaßlich missbräuchliche Anwendung von Beihilfen an die DBT eingereicht haben.

Damit schließen wir zugleich gegenüber der Öffentlichkeit eine Informationslücke, welche die regionale
Presse anscheinend nicht für berichtenswert erachtet.
4.
Erklären Sie bitte der Bevölkerung, dass mit der Verbindung der DBT und dem aufgezeigten Firmengeflecht,
insbesondere die geschäftliche Verbindung zu HRS, das wirtschaftliche und soziale Wohl der Einwohner
in den Kommunen gesichert wird.
Etwa durch Best Preis Druck? Etwa durch Provisionszahlungen?
Wir hingegen haben sehr wohl erkannt, dass das wirtschaftliche Wohl mehr den marktführenden
Buchungsportalen, deren Best Preis Strategie und Provisionsforderung zu Lasten der Gastgeber
zugutekommen wird. Informieren Sie sich doch einmal bundesweit bei den einschlägigen Hotels und
schauen Sie sich im Internet die Kommentare leidgeprüfter Hoteliers zu Ihrem besseren Verständnis an.

https://www.welt.de/wirtschaft/article159833331/Der-einsame-Kampf-gegen-die-maechtigen-Buchungsportale.html
5.
Die Firma GEIOS AG wurde am 10.07.2015 gegründet bzw. in das Handelsregister eingetragen.
Was für ein Zufall! GEIOS betreibt laut Konstrukt einen Datenserver. Bislang wurden Meldedaten auf
manuellen bzw. elektronischen Weg zur Abrechnung der Kurtaxe zwischen Gastgeber und Gemeinde
durchgeführt. Diese Daten dürfen laut Bundes- und Landesmeldegesetz nicht an Dritte, ohne Zustimmung
des Gastes, weitergegeben werden.
Datensicherheit (§ 9 BDSG, Anlage) Der Gastgeber hat zu gewährleisten, dass überprüft und festgestellt
werden kann, an welchen Stellen eine Übermittlung personenbezogener Daten erfolgt (Weitergabekontrolle).
Da der Gastgeber jedoch nicht die Möglichkeit der Weitergabekontrolle hat, wird dieser aus
Sicherheitsgründen gut beraten sein, von der Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte
(GEIOS-Server, DBT) Abstand zu nehmen und diese Daten, aus Haftungsgründen nur zwischen Gastgeber
und Gemeinde auszutauschen.
Da Sie bezüglich zu unserer Frage Nr.14 keine Stellung beziehen wollen, teilen wir auch hier der
Öffentlichkeit mit, dass dieser Punkt, einer von mehreren Normenkontrollklagepunkten beim
VGH Mannheim anhängig ist.

Auch hier hat es die regionale Presse nicht für notwendig erachtet, darüber zu berichten. Wir Gastgeber
halten uns deshalb auch weiterhin strikt an das Bundesmeldegesetz und werden außerdem auch dem
Landesmeldegesetz zur Abrechnung der Kurtaxe mit der Gemeinde gerecht. Unter der Frage Nr. 13
räumen Sie in Ihrer Antwort doch selbst ein, dass der 100%ige Ausschluss von einer Datenweitergabe
nicht formuliert und damit Ihrerseits nicht garantiert werden kann.
Des Weiteren melden wir allergrößte Bedenken hinsichtlich der Dreiecksbeziehung WIIF-DBT-GEIOS
und damit der Gefahr von Interessenkonflikten, insbesondere mit Blick auf die Zustimmungserklärung,
die unter anderem auch für Werbezwecke genutzt werden kann.
Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Mit diesen kann man beispielsweise Bewegungsprofile erstellen,
sie weiterverkaufen und damit viel Geld verdienen. Bewegungsprofile sind mit dem Check-in,
Check-out Verfahren der EBC Karte möglich. Das ist bei der Konus- bzw. VHB Karte nicht der Fall,
weil diese keinen Check-in, Check-out benötigen.
Das Argument der EBC, das Verfahren wäre aus abrechnungstechnischen Gründen erforderlich,
vermag uns nicht zu überzeugen. Die Abrechnung der am ÖPNV beteiligten Unternehmen von Konus-
bzw. VHB Karte kommen bestens ohne den Einbezug von Bewegungsprofilen klar. Darüber hinaus wird
bei beiden Karten, sollte es zu einer Kontrolle kommen, die Übereinstimmung des Kartenbesitzers mit dem
gültigen Personalausweis überprüft. So einfach sind diese Karten in der Handhabung des Gastes und
obendrein auch noch wesentlich preiswerter. Da sollte Ihnen als der verantwortliche Umsetzer
„ohne wenn und aber“ endlich ein Licht aufgehen.
Der Beantwortung unserer Frage Nr.12, dass die DBT nicht das Vehikel des Tourismus ist, muss Ihnen
eindeutig widersprochen werden. Laut Kooperationsvertrag fungiert die DBT sehr wohl als Vehikel für Bodo.
Dazu verweisen wir auf den Auszug aus dem Kooperationsvertrag der DBT.
Zitat: „Der Solidarbeitrag wird zentral von der DBT als Projektsteuerer, Clearing- und Datenverarbeitungsstelle
eingezogen, verwaltet und nach Abzug der Betriebs- und Marketingkosten von 25 Cent, 75 Cent an die
Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbundgesellschaft mbH (bodo) ausgeschüttet“.
Nach unserem Verständnis sollte unter dem Begriff eines Solidarbeitrags zur Nutzung des ÖPNV nicht nur
der Gast sondern auch der Bürger der Bodenseeregion davon profitieren. Dann und nur dann würde der
Begriff der Daseinsvorsorge zum Wohle unserer Bevölkerung (und nicht zu deren Nachteil!) überhaupt
einen Sinn ergeben, zu dem Sie sich doch mit Ihrem Amtseid gegenüber der Bevölkerung des
Bodenseekreises verpflichtet haben. Dem ÖPNV würde dies obendrein einen nachhaltigen Schub verleihen.
Wir erwarten mit größtem Interesse Ihre zeitnahe Stellungnahme zu unseren Fragen und verbleiben bis dahin

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Der Vorstand
Herbert März, Gästehaus, Auf der Höhe 10
Christoph Birkenmayer, Hotel Fischerhaus
Manfred Maier, Camping Seeperle 

Forum Langenargen    11.07.2017

Auszüge aus dem Reiseführer 2017

Museumsbesuch:    Normalpreis 4,00 Euro,    mit EBC 3,20 Euro,
Turmbesteigung:     Normalpreis:2,00 Euro,     mit EBC 1,00 Euro,
Strandbad:              Normalpreis:2,50 Euro,     mit EBC 2,00 Euro,
Dorniermuseum:     Normalpreis: 9,50 Euro,    mit EBC 8,50 Euro,
Stadtführung FN:    Normalpreis: 5,00 Euro,    mit EBC 4,00 Euro.

Wenn von diesen Beispielen nur eines am Tag genutzt worden wäre, wäre es ohne EBC jeweils günstiger gewesen!

Forum   Langenargen  30.06.2017

Ziemlich unbedarft!

Wie großzügig die Touristikabteilung mit Daten umgeht, sieht man an dem Rundbrief mit dem
Veranstaltungskalender.

Bei diesem Brief wurden fahrlässigerweise sämtliche Adressen der angeschriebenen Bürger mit veröffentlicht.
Es gibt viele Bürger, die so etwas nicht wollen.

Forum   Langenargen  30.06.2017

Der Spagat des Landrat Wölfle

Wir hatten schon vor Monaten die Frage aufgeworfen, was passieren würde, wenn der Verkehrsverbund BOB
bei der Europäischen Neuausschreibung im Rahmen der geplanten Streckenelektrifizierung keine Berücksichtigung findet.
Aus Insiderkreisen hört man diesbezüglich nichts Gutes. Wer den Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 28.06.2017
aufmerksam liest, erkennt sofort, dass wir mit unserer Skepsis völlig richtig lagen.
„Auf der Schiene ist weiterhin Geduld gefragt“, lautet die Überschrift. Sie lässt vermuten, dass man die Fahrgäste
im Bodenseekreis für wenig wehrhaft hält. Wie vom Geschäftsführer Norbert Schültke im Nahverkehrsausschuss des
Kreistages zu erfahren war, wurde in letzter Zeit eine hohe Leidensfähigkeit der Fahrgäste festgestellt.
Wir haben darüber bereits mehrfach berichtet. Wir berichteten auch darüber, dass ein großer Teil der Fahrgäste sich
eine andere Preisgestaltung und bessere Leistungen wünscht.
Als erfolgreiches Vorbild dient der Vorarlberger Verkehrsverbund. So konnten wir erfreut feststellen, dass Kreisrat
Norbert Zeller (SPD) nach der Testfahrt von Friedrichshafen nach Radolfzell die Kontakte nach Vorarlberg intensivierte.
Ein Jahrestarif, der mit 365 Euro bald 1.000 Euro billiger ist, erfreut sicher jeden Berufspendler.
Nach einer Aussage von Landrat Wölfle, Mitglied des Aufsichtsrats der BOB, besteht für die Fortführung der jetzigen
BOB-Verkehre lediglich Planungssicherheit bis zur Elektrifizierung der Südbahn. Danach ändern sich die
Rahmenbedingungen für den Schienenverkehr grundlegend, denn das Land kann dann das Verkehrsangebot
europaweit ausschreiben. Es werden deshalb dringend strategische Partner für den Weiterbetrieb gesucht.
Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass die BOB erneut zum Zug kommt, zumal auch der Landrat die Bedingungen
auf der Bodenseegürtelbahn „alles andere als vernünftig“ findet und in diesem Zusammenhang als Besteller
des Verkehrs die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg nennt, die im Auftrag des Landes die Aufgaben
des Nahverkehrs erledigt. Das lässt die Frage aufkommen, ob die BOB überhaupt und wofür benötigt wird.
Der Hauptwerbeslogan für die EBC lautet "Freie Fahrt mit Bahn und Bus". Wenn die BOB bei der Ausschreibung nicht
mehr zum Zuge kommt, ist dieses Versprechen nicht mehr haltbar und die EBC ist fast wertlos. Keinesfalls
rechtfertigt sie dann die um 60% erhöhte Kurtaxe.
Spätestens jetzt sollten die Protagonisten der EBC und ihre vermuteten Jasager sich sehr genau überlegen, wie sie
weiter vorgehen, nachdem die Stadt Lindau wenig Interesse zeigt, den Geldtopf der DBT GmbH mit etwa
800.000 Euro zu füllen. Neben Lindau haben das die Städte Friedrichshafen, Tettnang und Ravensburg
längst begriffen. Die unbelehrbaren Bürgermeister der vier Pilotgemeinden, die das Prestigeobjekt auf Biegen und
Brechen unter Ausschluss der Gastgeber durchziehen, könnten im nächsten Jahr die Kooperation mit der DBT beenden.
Es wäre angesichts einer Entscheidung zur Normenkontrollklage beim Verwaltungsgericht in Mannheim vermutlich
sinnvoller, als das Projekt EBC ohne Rücksicht auf Verluste durchzuziehen. Für die Gemeinden wäre es wichtiger,
Verbesserungen der örtlichen Infrastruktur aus der Kurtaxe zu finanzieren und den Preisaufschlag zurückzunehmen
bis die volle Leistungsfähigkeit der Bodenseegürtelbahn hergestellt ist.
Vermutlich ist das wegen der vielen Bremser erst im Jahr 2030 möglich.

Forum Langenargen     28.06.2017

Nachtrag:

Am 29.06 2017 meldete sich auch der Südkurier zu Wort.
Dabei fielen zwei Ungereimtheiten auf:
Mit der Aussage: "Es ist noch nicht ausgemacht, dass die BOB erneut zum Zug kommt", wird in der Schwäbischen
Zeitung Herr Wölfle zitiert. Im Südkurier steht dagegen, dass Herr Schültke klar machte: "Es ist nicht garantiert,
dass wir zum Zug kommen". Herr Wölfle erwähnt in der Schwäbischen Zeitung einen möglichen Schweizer Partner,
Herr Hasenfratz, der Geschäftsführer von BODO, erwähnt dagegen ausdrücklich Vorarlberg, was Insider sehr
bezweifeln. Herr Hasenfratz hat offensichtlich die Falschmeldung von Herrn Hess übernommen, dass Uhldingen ab
2018 an der EBC teilnimmt. Die diesbezügliche Entscheidung fällt, wie bereits mehrfach erwähnt, erst im September
dieses Jahres. Unbestritten ist jedoch, dass es in den nächsten 4-5 Jahren erhebliche Einschränkungenim
Schienenverkehr mit gehäuftem Schienenersatzverkehr geben wird und das mit erheblich steigender Tendenz.
Der Slogan der EBC müsste also ehrlicherweise heißen:
"Erheblich eingeschränkte freie Fahrt mit Bahn und Bus".
Die DBT verspricht mit der EBC fälschlicherweise, wider besseren Wissens eine Leistung, die sie nicht erbringen kann,
und das für die nächsten 4-5 Jahre. Die Verärgerung der Gäste ist vorprogrammiert, denn dieses Angebot sollte ja die
um 60 % erhöhte Kurtaxe rechtfertigen.
Ganz nebenbei: Wir hatten vor einigen Wochen vergeblich versucht, bei der Geschäftsführung von Bodo zu erfahren,
wo an den Bahnhöfen die Check In und Check Out Terminals angebracht würden. Jetzt wurde gemeldet, dass sie bei
den Fahrkartenautomaten installiert würden. Wir halten es für ziemlich naiv, zu glauben, dass Fahrgäste (möglicherweise
mit E-Bikes oder schwerem Gepäck) beim Ausstieg (eines evtl. verspäteten Zuges) gegebenenfalls zum 100 m
entfernten Fahrkartenautomaten rennen, um sich in eine Warteschlange einzureihen, auch mit der Angst, den
angesagten Schienenersatzverkehr zu verpassen. Welches Interesse sollen Fahrgäste überhaupt noch daran haben,
sich auszuchecken, wenn sie bereits auf dem Bahnsteig stehen? An der Erstellung eines Bewegungsprofils sind sie
allesamt nicht interessiert!

Forum Langenargen     29.06.2017

Hier wird verantwortungslos gepokert

Einerseits ist es sehr gut möglich, dass der Verwaltungsgerichtshof Mannheim die EBC in den nächsten Wochen kippt,
andererseits weiß man ganz genau, dass BOD0 in vier Jahren nur Außenseiterchancen hat, wenn eine Europäische
Ausschreibung erfolgt. B0DO würde dann samt EBC von heute auf morgen vom Erdboden verschwinden.
Wer trägt dann für die kostspieligen Fehlinvestitionen die Verantwortung? Im Endeffekt ist die Gemeinde
verantwortlich und diese wird sich, wie so üblich, das Geld von den Bürgern zurückholen.

Forum Langenargen     30.06.2017

Die Vermarktung der DBT hat nun bereits die Gastgeber/innen erreicht

Obgleich die DBT nochmals einen Nachschlag von 1,2 Millionen Euro vom Kreistag genehmigt bekam,
um eine drohende Insolvenz abzuwenden (diesbezüglich läuft noch eine Klage bei der Europäischen Kommission
in Brüssel
), wird das Geld fleißig weiter verschleudert. So wurden mehrere Protagonisten, darunter auch
Bürgermeister Krafft von Langenargen, zur Touristikmesse nach Berlin eingeladen.
Kurz darauf wurde auch die große Party im Dorniermuseum gesponsert.
Da aber offensichtlich nicht genug EBC verkauft werden konnten, sind die Kassen wieder klamm.
Doch warum sollte man nicht einfach die kostenlosen Gastgeber/innen vor den Karren spannen?
In diesen Tagen werden alle mit einem sog. Merchandise Katalog 2017 versorgt.
Sie werden aufgefordert, Bleistifte, Kugelschreiber, Konferenzmappen, Taschen, Flaggen, Transparente, Fußmatten,
Liegestühle (einfach und doppelt), Sitzsäcke (235 Euro), Apfelteiler, Quietschentchen und Stofftiere mit den Inschriften
"Echt Bodensee" und "Echt Bodensee Card" zu vertreiben. Bei vielen Objekten gibt es Staffelpreise bei Auflagen
bis zu 5000 Stück.

Das ist nicht "Echt Bodensee" sondern "Armer Bodensee"
mit einer ziemlich geschmacklosen Vermarktung.

Forum Langenargen     27.06.2017

Siehe unter "Ärgerlich", wichtiger Hinweis:
Die beste Reklame für den Ort wäre eine regelmäßige Leerung der ekligen,  verstopften  Mülleimer
(Kurort?) und nicht eine Fussmatte mit EBC-Emblem.

Heute läuft endgültig die Frist ab, die der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim
der Anwältin der beklagten vier Gemeinden eingeräumt hat.

Die Gastgeber/innen der vier bisher betroffenen Gemeinden haben Folgendes nicht vergessen:

Herr Landrat Wölfle war bis zum November 2016 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBT.
Außerdem ist er seit Jahren Vorsitzender bei BODO (zuletzt wurde er im 16. Beteiligungsbericht als
Vorsitzender der Gesellschafterversammlung für den Bodenseekreis aufgeführt).
Der Erlös, der durch
die DBT erwirtschaftet wurde, konnte so ohne Umwege direkt an BODO weitergeleitet werden.

Im 15. Beteiligungsbericht des Landratsamtes Bodenseekreis fand man bei den Vorständen der DBT
drei Bürgermeister der vier bei der EBC teilnehmenden Gemeinden. Darunter auch Bürgermeister Krafft
aus Langenargen, der später wegen des Vorwurfs der Befangenheit sein Amt an Herrn Jost von der TI
abgeben musste. (siehe 16. Beteiligungsbericht). Lindau musste bis Ende letzten Jahres an die DBT
einen Gesellschaftsbeitrag von jährlich 90.000 Euro leisten. Seit Januar 2017 fordert die DBT inzwischen
120.000 Euro! Das lässt die Alarmglocken läuten! Wir konnten bisher nicht erfahren, wie hoch der anteilige
Beitrag der einzelnen Gemeinden ist.
Lindau wird genauso wie Tettnang und Friedrichshafen nicht der EBC beitreten, da die Kosten auf
800.000 Euro veranschlagt werden. Dagegen wird sie sich an BODO beteiligen, aber nur unter der Prämisse,
einer Rücktrittsmöglichkeit, denn die dazu notwenigen Terminals bei den Bussen kosten knapp eine
halbe Millionen Euro und die monatlichen Mehrkosten liegen bei 25 000 Euro. Dazu ist immer noch nicht geklärt,
ob die Terminals den Datenschutzbestimmungen entsprechen. In Berlin und Stuttgart mussten sie deshalb
wieder demontiert werden.
Offensichtlich besteht in den Städten mehr Weitsicht als in den kleineren Gemeinden!

Wie sich jetzt erst herausstellte, geht die Eingabe der Gastdaten vom Meldeschein in den PC direkt an Geios,
den Partner der DBT und nicht, wie fast alle Gastgeber/innen glauben, an die Gemeinde. Mit anderen Worten:
Die Daten gehen automatisch, ohne den Gast um Einverständnis zu befragen, an Dritte.
(unabhängig von der später zu erhebenden Erklärung mit dem Ankreuzen der Kästchen, wo ja kein "Nein"
vorgesehen ist). Die Gemeinde erhält von Geios lediglich die relevanten Daten für die Kurtaxe!

Forum Langenargen    16.06.2017

 

Wieso ist Dein Hotel so gut ausgebucht?                                   Wenig belegt, weil andere absahnen!   

 Ist doch klar, bei mir gibt es keine Kurtaxe und keine EBC!                    

Dr. H. Walter   14.06.2017

"Freie Fahrt mit Bus und Bahn"?

Letzte Woche wurde beobachtet, wie eine Gruppe von ca. 8 Radlern mit dem Interregio in Richtung
Friedrichshafen fahren wollte. Der Zug hatte, wie so häufig, Verspätung, in diesem Fall 10 Minuten.
Das Einladen der Räder dauerte 3 Minuten, das Ausladen dauert sicherlich mindestens eine Minute.
Wenn nunmehr im Sommer mehrere Radgruppen unterwegs sind, wird sich das zeitlich natürlich
aufschaukeln. Unter diesen unvermeidbaren zusätzlichen Verspätungen werden alle Fahrgäste leiden,
vor allem aber die, welche ihre Anschlüsse an die Fernzüge in Ulm verpassen.
Die Situation wird noch mehr verschärft, wenn ganze Gruppen von E-Bikern unterwegs sind,
denn deren Räder wiegen zwischen 25 und 30 kg! Hier bedarf es oft einer Mithilfe. Es sind auch Räder dabei,
die wegen der seit zwei Jahren bekannten Problematik mit den nicht benutzbaren Ladestationen mit
leerem Akku umkehren müssen. Für diese Radler kommt dann ein Alptraum,wenn, wie so häufig,
Schienenersatzverkehr mit Bussen angesagt ist. Während die Interregio Doppeldeckerzüge genügend Platz
bieten, sind die Triebwagen mit 8-10 Radlern bereits voll.Wenn also in Langenargen schon eine entsprechende
Gruppe einsteigt, können in den nachfolgenden Seegemeinden keine Radler mehr zusteigen!

Hat man den Gästen da nicht zu viel versprochen?

Forum Langenargen  11.06.2017

08. Juni 2017
Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Mitglieder und Gönner des Vereins Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.
In obiger Angelegenheit haben wir am 06.06.2017 einen Offenen Brief an den Landkreis Bodenseekreis,
Herrn Landrat Lothar Wölfle, gerichtet ist.
Neben einer Reihe zu beantwortenden Fragen beanstanden wir insbesondere die zweckentfremdenden
Beihilfen hinsichtlich der Förderung privater und Provision orientierter Buchungsportale.

,

Die Gastgeber/innen haben das nicht vergessen!

Herr Landrat Wölfle war bis zum November 2016 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBT.
Außerdem ist er seit Jahren Vorsitzender bei BODO. (zuletzt wurde er im 16. Beteiligungsbericht)
als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung für den Bodenseekreis aufgeführt.

Der Erlös, der durch die DBT erwirtschaftet wurde, konnte so ohne Umwege direkt an BODO weitergeleitet werden.
Im 15. Beteiligungsbericht des Landratsamtes Bodenseekreis fand man bei den Vorständen der DBT
drei Bürgermeister der vier bei der EBC teilnehmenden Gemeinden.
Darunter auch Bürgermeister Krafft, der später wegen Befangenheitsproblemen sein Amt an Herrn Jost
von der TI abgeben musste (siehe 16. Beteiligungsbericht).
Lindau musste bis Ende letzten Jahres an die DBT einen Gesellschaftsbeitrag von jährlich 90.000 Euro leisten.
Seit Januar 2017 fordert die DBT inzwischen 120.000 Euro!!
Wir konnten bisher nicht erfahren, wie hoch der anteilige Beitrag Langenargens ist.

Forum Langenargen    13.06.2017


Neues von den E-Ticket-Protagonisten

Unterwegs mit Bus und Bahn. Wann und wohin, das lässt sich bei den E-Tickets
ohne größere Probleme feststellen:

Da immer wieder behauptet wurde, dass die EBC  bezüglich des Datenschutzes absolut sicher sei,
verweisen wir auf folgenden Artikel aus der Darmstädter Echo online:
.

EBC:  Spionage-Chip für Touristen?

Über eine besondere Form der Verschwendung von Steuergeld. Die echt teure
Echt Bodensee Card (EBC) mit Spionagechip.

Seit dem 1. April wird die Echt Bodensee Card (EBC) der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT)
in vier Bodenseegemeinden verteilt. Der Unmut zahlreicher Touristen gegen das teure, als Datenkrake
bezeichnete Projekt richtet sich leider oft gegen Vermieter und damit an die falsche Adresse.
Sie sind, wie die DBT in ihren unlesbaren Nutzungshinweisen betont, „als verantwortliche Ausgabestelle
nicht berechtigt, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen zu machen, die vom jeweils geltenden

Leistungsverzeichnis der Karte oder deren Nutzungshinweisen abweichen“.
Da sich die Gastgeber nicht rechtswidrig verhalten wollen oder sich in großer Zahl dem Projekt verweigern,
schicken sie die Gäste in die nächste zuständige Tourist Information (TI).

Das mit einem RFID-Chip getunte Abfallprodukt des bodo e-Ticket (voraussichtlich 5 Mio. Euro teuer)
und von der KONTEXT Wochenzeitung kürzlich als Datenkrake entlarvt, ärgert Gastgeber und Einheimische.
Die DBT als Juniorpartner von bodo, dem teuersten Anbieter von öffentlichem Nahverkehr in ganz
Baden-Württemberg, mit dem wohl landesweit schlechtesten Bahn- und Busangebot, experimentiert
seit 2013 wenig erfolgreich mit dieser Gästekarte. Neben einem Millionendarlehen aus den Kreiskassen
von Friedrichshafen bis Singen verbrennen täglich zahllose Beträge, die eigentlich für Ausbau und
Elektrifizierung der Bodensee-Bahn dringend gebraucht werden.

Obwohl Landes- und Kreispolitiker nach jahrzehntelangen Versäumnissen bei Bahnen und Bussen
ihr völliges Versagen eingestehen mussten, versprechen sie den Ausbau der Bodenseegürtelbahn
von Singen nach Lindau zwischen 2021 und 2030.

In einer Pressemitteilung dämpfte der Sprecher der IG Südbahn, bestehend aus Kommunen und
den Industrie- und Handelskammern der Region, die aufkeimende Hoffnung:
„Wir sind nur Bittsteller und haben eigentlich nicht die Kompetenz, von Bund und Land etwas zu fordern“.

Winfried Hermann bekannte sich zu der Ansicht, dass „Aus Baden-Württembergischer Sicht die
Bodenseeregion, besonders am Nordufer des Bodensees, verkehrsmäßig eine Katastrophe ist“.
Jede Maßnahme kann und wird frühestens 2021, nach der Überlinger Landesgartenschau,
eine Besserung für den Bodensee-ÖPNV bringen. Seit 2006 wirbt eine in Süddeutschland,
Vorarlberg, der Ostschweiz und Liechtenstein verankerte überparteiliche Interessengemeinschaft
für einen internationalen Verkehrsverbund. Resignierend, trotzdem optimistisch, hofft sie auf eine
Besserung bis zum Jahr 2030.
Von jährlichen Preiserhöhungen sind immer nur Einheimische, Berufspendler, Eltern (von Auszubildenden,
Schülern sowie FSJ-Teilnehmern) oder Hilfeleistungsempfänger betroffen. Der DBT-Versuch, den
Großraum Konstanz zu erobern, scheiterte kürzlich an der VHB-Gästekarte. Das löst aber die
Grundsatzfrage nicht. Ist es nötig oder sinnvoll, Touristen gratis zu befördern, als Zugabe mehr als
100 Preisnachlässe zu gewähren und damit eine solidarische Kostenaufteilung zu verhindern?
Ein Euro mehr Kurtaxe bis 2019, davon 25 Cent für die DBT (Planung, Vertrieb, Marketing) und 75 Cent
für den ÖPNV, damit Touristen kostenlos mit Bahnen und Bussen fahren, lautet die Parole.
12 Millionen Übernachtungen in der Bodensee Region, das bedeutet nach einer Studie: 49%
oder bis 6 Millionen Touristen, würden die EBC in einem viermonatigen Zeitraum jährlich nutzen
und 12 Mio. Tagesfahrten nachfragen. Dabei gibt es in dem Umfang in Bahnen und Bussen
keine Kapazitäten. Der bodo Tagespreis, bringt 75 Cent von Gästen in die Kasse. Die Tageskarte kostet
für Einheimische 15 Euro (bodo), 11,50 Euro (VHB) oder 4,60 Euro (Stadt Konstanz). Als Konkurrenzangebot
hat sich die preiswerte Bodensee Erlebniskarte bewährt. Es gibt sie preisgünstig seit vielen Jahren.

Eine seit 2013 recht erfolglos wirkende DBT ist inzwischen neben dem Flughafen Friedrichshafen ein weiteres
Sorgenkind des Bodenseekreises. Nach dem Motto: „Nur wer frech ist, kommt weiter", meint der Landrat,
flossen Gesellschafteranteile, geplant 425.000 Euro jährlich und damit vermutlich in Millionenhöhe, in das Projekt.
Ein Darlehen von 1,2 Mio. Euro sowie Fördermittel des Landes wurden zur Unterstützung der DBT benötigt.

Im Endergebnis begaben sich nur vier von 23 möglichen Teilnehmern in die Fangarme der DBT.
Eine Leistungsverbesserung ist angeblich der “Echt Bodensee Bus“. Er verkehrt nur in den Sommerferien
(also für 6 Wochen), stündlich mit einer zweistündigen Fahrt von Langenargen nach Bodman-Ludwigshafen.
Nach der bisherigen Regelung darf er auch von Einheimischen gegen Bezahlung benutzt werden,
jedoch nur solange freie Restplätze vorhanden sind.

Für versprochene, bessere Leistung will die DBT jährlich mehr Geld

Nachdem der Landkreis Konstanz der DBT noch nicht beigetreten ist, müssen die verbliebenen
Gesellschafter öfter zum finanziellen Aderlass. Der DBT-Geschäftsführer Heß fordert weiterhin ein
höheres Budget für mehr Personal. Obwohl er, anscheinend kostenlos, Personalressourcen aus
Rathäusern, Kreisamt und Tourist Informationen nutzt, braucht er das Geld: Werbemaßnahmen,
Messebesuche, Marketingaufgaben sowie Schulungen. Die Langenargener überlegen heute noch,
ob sie einer Sinnestäuschung unterlagen, als sie meinten, ihren Bürgermeister Krafft als Prospektverteiler,
neben Sarah Ruby (TI Sipplingen), Jürgen Ammann und Markus Böhm, im Team der DBT, auf der
ITB 2017 (Internationale Tourismusbörse Berlin) erkannt zu haben. Weil Messebesuche und mehr
Personal viel Geld kosten, fordert Enrico Heß in diesem Jahr höhere Beiträge für seine DBT.
Die Belastungen für Kreis- und Gemeindekassen betragen wohl 576.000 Euro.

Ihr Leistungsangebot sieht die DBT in der Einführung, Verwaltung, Marketing und Ausgabe der Chipkarten
an die Vermieter gegen ein Pfand von fünf Euro. Sie ist kostentreibend, sammelt Gästedaten,
schöpft den Kostenanteil aus der Kurtaxe ab und leitet diesen  zum Großteil an bodo weiter.
Ihre Absicht, den gesamten Bodenseeraum unter ihre Kontrolle zu bringen, ist daran gescheitert,
dass wesentliche Städte und Gemeinden sich dem Projekt verweigern oder eine Entscheidung
hinauszögern. Manche fürchten wohl den Druck aus dem Landratsamt, doch Konstanz, Kressbronn,
Friedrichshafen, Meersburg und Überlingen sind weiterhin Verweigerer. Andere zögern mit der
Tendenz zur Ablehnung. In den teilnehmenden Gemeinden: Langenargen, Eriskirch, Sipplingen und
Bodman-Ludwigshafen brodelt der Widerstand. Ferienwohnungsvermieter, die wegen höherer Kurtaxe
und steigenden Nebenkosten (Schulung, Internetzwang, Buchungsportale) mit der Teuerungswelle
nicht klar kommen, melden sich zunehmend zu Wort.

Unterstützung finden die Kritiker bei Hoteliers z.B. in Uhldingen, Betreibern von Campingplätzen und
Ferienwohnungsanlagen aus unterschiedlichen Gründen. So möchten u. a. Touristen in erster Linie Schiff
und Fahrrad fahren oder „Rund um den See“ mit der Bahn fahren und dabei nicht an den Grenzen des
bodo-Gebietes wiederholt zur Kasse gebeten oder durch eine zwangsweise erhöhte Kurtaxe belastet werden.

Ein sozial ausgewogener ÖPNV – Tarif für ALLE

So lautet die Forderung aus dem Kreis der Gastgeber und ihrer Bündnispartner.
Dabei werben sie für den Tarif des Verkehrsverbundes Vorarlberg. Kostenlose Beförderung für Schüler,
Azubis und FSJ-Teilnehmer. Sie zahlen wenig für den Schulweg oder zur Ausbildungsstelle und einen
günstigen Jahrestarif für Freizeitfahrten. Eine weitere soziale Komponente ist die VVV-Maximo-Jahreskarte
(192 Euro, im selben Haushalt lebende Partner fahren kostenlos) wenn er/sie Sozialunterstützung beziehen.
Seniorinnen ab 62 Jahren bekommen einen Sparpreis (256 Euro, im selben Haushalt lebende Partner
bezahlen 192 Euro), Berufspendler ab 26 Jahren bezahlen für den gesamten Raum Vorarlberg 365 Euro,
für alle öffentlichen Verkehrsmittel wie Land-, Stadt- oder Ortsbus und die Bahn, Partner im gleichen
Haushalt erhalten die Jahreskarte für 256 Euro. Dass gute Tarife in Deutschland durchaus mehr Fahrgäste
in Busse und Bahnen bringen, zeigt der Verkehrsverbund Freiburg mit 555 Euro oder die Initiative der
Grünen in NRW. Ihre Forderung: Mit 2 Euro pro Tag in Bahnen und Bussen durch das ganze Land.
Der bodo-Jahrestarif liegt bei fast 1.300 Euro für 1.700 Haltestellen. Zum Vergleich bietet der
Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) etwa viermal so viele Haltestellen, zu einem nur drei Euro höheren
Netzkartenpreis.

Ein Aufruf an sozial engagierte Menschen und Initiativen

Die politischen Mandatsträger aus dem Bodenseekreis betonen ihre Absicht, die Bodenseegürtelbahn zu
modernisieren. Den Preis bezahlen bisher die Einheimischen. Durch einen doppelt so teuren Trassenpreis
im Vergleich mit dem Großraum Stuttgart, sowie der Duldung von Minderleistung bei Bahn und Bus,
durch Verspätungen, zu volle Wagen, fehlende Wartung und Instandhaltung. Diese Lasten trugen Fahrgäste,
deren Zahl im vergangenen Jahrzehnt um etwa 80% gestiegen ist und denen eine wirksame Verbesserung
des Angebotes nicht zugutekam. Entschädigungsleistungen der DB kassiert die Landeskasse.
Ein Betrag in zweistelliger Millionenhöhe jährlich, seit 2016. Diese Millionen gehören, weil Fahrgäste nicht
entschädigt wurden, in die Verbesserung der Verbindung Singen über Radolfzell, Friedrichshafen bis Lindau.
Elektrifiziert im Stundentakt als Interregio Express (IRE) oder halbstündlich fahrende Regionalbahn.
Eine Ringverbindung um den See wäre damit möglich.

Für den Tourismus sind komfortable Bahnverbindungen von und nach den Metro Regionen Basel, Ulm,
Stuttgart, Karlsruhe, Lindau oder München wichtiger als das vermeintliche EBC Schnäppchen.
Das DBT Projekt, das einen Mehrwert ebenso wenig erkennen lässt wie der geplante e-Fahrtausweis,
kann zu Gunsten eines attraktiven ÖPNV–Angebotes ersatzlos entfallen. Gerade, weil in den nächsten Jahren
durch Bau- und Reparaturarbeiten nur wenig touristische Nachfrage befriedigt werden kann.

Bei steigenden Pendlerzahlen braucht es bezahlbare Tarife in einem großräumigen Verkehrsverbund, ohne die
Einschränkung für Stadtbusse oder beim Wechsel des Verkehrsverbundes immer wieder neu bezahlen zu müssen.
Besser wäre ein unbürokratischer Landestarif verbunden mit einem komfortablen Platzangebot in Bahnen
und Bussen. Die Inanspruchnahme der Autobahnen und Landesstraßen durch Just-in-Time oder
Schwerlastverkehr ist, auch in den Städten soweit fortgeschritten, dass dem Individualverkehr täglich
weniger Raum zur Verfügung steht. Da helfen keine e-Mobilität, Straßenausbau sowie Zugeständnisse an
die Automobilindustrie. Wachstum für tarifgebundene Inlandsarbeitsplätze ergeben sich zukünftig eher im
Fahrzeug- oder Infrastrukturausbau für Bahnen und Busse.

Pe.G.  Uhldingen Mühlhofen    01.06.2017

 

Leserbrief an Südkurier (nicht veröffentlicht) vom 26. Mai 2017, P. Groß

EBC Vertrag verschoben (hk) 24.05.2017

Nein, wir wollen immer noch keine EBC!

Es wäre gut, wenn Gemeinderat und Bürgermeister Lamm (Uhldingen-Mühlhofen) Ihr Demokratieverständnis
und ihren Sachverstand einmal hinterfragen. Der überwiegende Teil der Gastgebergemeinschaft verweigert
sich der EBC immer noch und das wird so bleiben.
Die Baustellen der Gemeinde liegen ganz woanders, nämlich in der Attraktivitätssteigerung durch ökologische
Maßnahmen, Fahrradwegebau und Lärmschutz. Es ist nicht zu verbergen oder zu überhören, dass die sogenannte
Schallschutzmauer an einem völlig falschen Streckenabschnitt der B31 errichtet wurde und die Einwohner nicht
wieder mehrere Jahre warten wollen, bis eine Besserung eintritt. Dazu kommt, dass die Landesregierung 2018
einen Verbünde übergreifenden Baden-Württemberg-Tarif einführt, dem das Kabinett im März 2017 zugestimmt hat.
Davon sind auch Gästekarten betroffen, da man mit einem Tarif durch das ganze Land fahren kann.
Bündnis 90 / Grüne machen sich gerade für einen Landestarif stark, der es möglich macht, mit 2 Euro am Tag
durch ganz Nordrhein-Westfalen zu fahren, und die SPD denkt laut über ein Bündnis mit Vorarlberg nach,
wie der Südkurier wiederholt berichtete.

Wo soll da noch Platz für eine überteuerte, erzwungene EBC sein, die in den nächsten fünf Jahren keine guten
Möglichkeiten für Touristen bietet? Der Bahnausbau und auch die bestehenden Mängel werden ein höheres
Fahrgastaufkommen bis 2030 nicht zulassen. Die Gäste fühlen sich bereits jetzt „hinter die Fichte geführt“.
In Langenargen gehen die Aufenthaltszeiten bereits deutlich zurück und Stornierungen nehmen zu.
Dabei wird ein Gratisangebot von Gästen und EBC – Besitzern, die nicht in der Gemeinde wohnen, nicht angenommen.
Niemand versteht, warum der CDU-Bürgermeister Lamm zwei Buslinien auf Gemeindekosten durch den Ort
dieseln lässt und das mit „aus politischen Gründen“ erklärt. Das wird ein Fall für das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes.

Die Frage ist auch, warum er und sein Gemeinderat auf Ausgleichszahlungen der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH
verzichten? Mit fast 40.000 Euro jährlich könnte man bestimmt etwas Vernünftiges anstellen. Schallschutzwände an der
richtigen Stelle errichten zum Beispiel.

31.05.2017

Hallo,
zur Information: 
Wir haben uns entschlossen, unsere Ferienwohnung ab Ende 2017 nicht mehr zur freien Vermietung frei zu geben.
Grund: Das Missverhältnis zwischen Nutzen/Aufwand gerade auch im Bezug auf die EBC.
Ich kann mich der Schilderung nur anschliessen. 
Wir werden keine Hardware oder Software auf meinen Rechnern installieren und ich werde auch keine zusätzlichen
Arbeiten im Bezug auf die Buchung von Feriengästen machen.
Meine Feriengäste schicke ich dieses Saison ausnahmslos in die Touristinfo in Langenargen !
 
Ein Vermieter aus Langenargen    29.05.2017

 

Den Gemeinden von Kressbronn bis Lindau wurde im Rahmen der EBC versprochen,
die Verkehrsanbindung zwischen Lindau und Friedrichshafen würde deutlich verbessert. Das Gegenteil ist nun der Fall!
Wer am 26.05. die Schwäbische Zeitung aufmerksam gelesen hat, fand den etwas versteckten Hinweis,
dass zukünftig im Rahmen der Elektrifizierung die Verbindung von Stuttgart über Ulm und Friedrichshafen
nach Lindau und zurück in Friedrichshafen enden wird. Die Seegemeinden von Eriskirch bis Wasserburg
bleiben also außen vor. Haben das die für die EBC Verantwortlichen wirklich nicht gewusst und bewusst verschwiegen
Dazu kommt das nächste Problem: Wird bei der Neuausschreibung im Rahmen der Elektrifizierung
BODO überhaupt den Zuschlag bekommen? Wenn nicht, wird der EBC ihre Grundlage entzogen.

Forum Langenargen 26.05.2017

Kann die Gemeinde die Gastgeber/-innen dazu verpflichten,
kostenlos Verwaltungsarbeiten zu tätigen?

Folgende Verwaltungsarbeiten müssen von den Gastgebern/- innen erbracht werden:

1. Erstellen von elektronischen Meldescheinen

2. Ausstellen der EBC-Karte

3. Pfanderhebung der EBC-Karte und Rückabwicklung

4. Ermitteln des Betrags der Kurtaxe

5. Einzug des Betrags der Kurtaxe (Inkasso)

6. Aufklärung des Gastes ggf. in einer Fremdsprache (Haftungs- und Datenschutzprobleme)!
Der Gastgeber wird zum "Erfüllungsgehilfen" der Gemeinde degradiert.

Wenn die Gastgeber/-innen kostenlos Aufgaben für die Gemeinde erbringen, weshalb müssen sie dann noch
zusätzlich eine Fremdenverkehrsabgabe bezahlen? Für was ist die Fremdenverkehrsabgabe eigentlich gedacht?
Dazu kommt auch noch eine Bettensteuer. Der Gast wird genötigt, seine Daten für Marketingzwecke freizugeben,
ansonsten erhält er keine EBC.
Er muss aber ohne jegliche Gegenleistung trotzdem die teure Kurtaxe von 3,15 Euro bezahlen!
Wenn man herumhört, sind die Buchungen seit Einführung der EBC deutlich rückläufig.
Sollte es nicht Ziel der Gemeinde sein, möglichst viele Gäste in Langenargen zu beherbergen?

Ein nachdenklicher Gastgeber    16.05.2017

Wer schiebt das Kamel durchs Nadelöhr ?
Das aktuelle Procedere mit der EBC kann  nur als Nötigung bezeichnet werden. Diese verwinkelte Art ist ein hinterlistiges
Versteckspiel. Grundsätzlich fehlt es deutlich an Offenheit und Transparenz! Was würden Sie sagen, wenn man mit Ihnen
auf so tückische Weise als Gast umgeht? Entspricht das dem Selbstverständnis unserer Gastgeber für unser
Feriengebiet? Bestimmt nicht!
Weshalb also wird der Umgang mit der EBC von politischer administrativer Seite so verdeckt  und unehrlich betrieben ?
Ethik und Moral sind ganz offensichtlich Mangelware geworden.
Soll mit der EBC das Kamel durch das Nadelöhr gezwungen werden?
Wir jedenfalls distanzieren uns von diesem Treiben.
Gastgeber sind nicht nur die Unterkunft gebenden Menschen. Gastgeber sind als juristische Personen Landkreise und
Gemeinden. So jedenfalls präsentieren sich diese. So sprechen und informieren sie.
Bürgermeister begrüßen ihre Gäste und investieren für Gäste in Infrastruktur. Ob das im Einzelfall....
Jedenfalls hören wir immer wieder: "Ich bin zu Gast in der Gemeinde XYZ und wohne bei XYZ".
"Ich besuche die Gemeinde Arosa und nicht das Hotel Bergblick, dort wohne ich".
Die Gemeinde ist für mich Gastgeber meines Aufenthaltes. Das Hotel stellt mir ein Bett für die Nacht.
Als Gast habe ich das berechtigte Vertrauen, dass mein Gastgeber zum Wohle und Schutze meiner Person handelt.
Alles andere verstößt gegen die guten Sitten. Ich komme mit den Erfahrungen aus anderen Feriengebieten und dann
werde ich am Bodensee, trotz Zahlung von Kurtaxe ohne EBC, von angebotenen Leistungen ausgeschlossen.
Es sei denn, der Gast stimmt einem Knebelvertrag zu.
Wird hier künstlich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft der Gäste konstruiert?
Meine Erfahrungen zu „Treu und Glauben“ werden hier erheblich gestört.
 
E. TI   24.05.2017

Liebe Gastgeber/-innen,
Heute erfuhren wir, dass die Rechtsanwältin, die die Gemeinden bei der Normenkontrollklage beim VGH vertritt,
um eine Fristverlängerung bis Mitte Juni gebeten hat. Dadurch wird die Entscheidung leider weiter verzögert.
Falls Sie sich mit dem Thema Datenschutz noch nicht beschäftigt haben, empfehlen wir Ihnen das Buch
"Vorsicht Freund hört mit".

Achtung, sehr wichtig
unbedingt lesen!

Liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,
(durchschriftlich auch an die Gastgeber in Kressbronn, Wasserburg und Nonnenhorn)

Sie haben sicherlich die Rundmail von Herrn Jost erhalten und gelesen, in der dieser erklärt, dass ab sofort die EBC
„die einzig“ gültige Gästekarte ist. Andererseits wird jedoch damit geworben, dass die „Bodensee-Erlebniskarte“
für Gäste mit der EBC günstiger bezogen werden kann!
Die Bodensee-Erlebniskarte basiert im Gegensatz zur zwangsweisen Verpflichtung der EBC Karte auf freiwilligem Erwerb,
für den Gast ein wirkliches Bodensee-Erlebnis, was die EBC-Karte nicht ansatzweise bieten kann.
Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass zum zwangsweisen Erwerb der einzig gültigen EBC zwei Meldescheine benötigt werden:
Neben diesem einzig gültigen Meldeschein gibt es jetzt beim Erwerb der EBC noch den inoffiziellen Meldeschein,
der ja, laut Aussage der TI, gegenüber dem einzig gültigen keine Gültigkeit haben kann. Ansonsten widerspricht sich Herr Jost.

Zitat Herr Jost:
Zur melderechtlich vorgeschriebenen Anmeldung der Gäste darf in diesen Fällen nur der offizielle und in der Tourist-Information
erhältliche Papier-Meldeschein verwendet werden.

Es handelt sich dabei um einen farblich rot unterlegten Meldeschein, der nunmehr verpflichtend sein soll.
Dieser Meldeschein beinhaltet nach dem Landesmeldegesetz für BW nach §§ 23 und 24 die korrekt zu meldenden Daten des
Gastes auf dem Deckblatt des Meldescheins, die einerseits zur Kurtaxenabrechnung benötigt werden und andererseits auf
dem Durchschlagsblatt für den Gastgeber zur Aufbewahrung nach den Bestimmungen des Bundesmeldegesetzes nach
§§ 28-31, welcher 1Jahr aufzubewahren ist und anschließend beseitigt werden kann.
Auf diesem Meldeschein sind wohlweislich keinerlei Hinweise auf die „Echt Bodensee Karte“ vorhanden,
weil diese nach dem Bundesmeldegesetz darauf auch nichts zu suchen haben. Dies hat die TI offensichtlich erkannt,
deshalb die Korrektur der TI!!!

Herr Jost verschleiert allerdings dabei bewusst die Information, dass dem Gast dieser Meldeschein, welchen er ausfüllt und
damit zur TI geht, nach Eingabe seiner Daten, die von der TI elektronisch übertragen werden, danach der ursprüngliche
weiße Meldeschein zur Unterschrift vorgelegt wird.
Dort taucht dann die Zustimmungserklärung zur EBC auf.

Dieser Schein enthält, wie Ihnen bekannt ist, zwei Kästchen zum Ankreuzen der Zustimmungserklärung,
sowie die Stelle für die Unterschrift des Gastes.
Das Kästchen bezüglich einer Nicht Zustimmung fehlt!!

Mit diesem Meldeschein soll der Gast also seine Zustimmung bezüglich der anzukreuzenden Bedingungen geben,
die erst dann zur Aushändigung der EBC Karte berechtigen.

§ 6

Echt Bodensee Card (Anspruch und Aushändigung)

(8)

Der Beherberger ist verpflichtet, vor der Ausgabe der Echt Bodensee Card die entsprechende Zustimmungserklärung
des Kurtaxepflichtigen nach Abs. (7) einzuholen, beim Ausfüllen des Meldescheins insbesondere durch Unterschrift
des Kurtaxepflichtigen bei der auf dem Meldeschein abgedruckten Zustimmungserklärung.
Weigert sich der Kurtaxepflichtige, die Zustimmungserklärung zu unterzeichnen, so hat die Ausgabe der Karte
durch den Beherberger zunächst zu unterbleiben.

Da sich der Beherberger aber zu Recht weigert, dem zuvor genannten § 6 aus Haftungsgründen Folge zu leisten
(deshalb läuft unter anderem ja gerade die 2. Normenkontrollklage), schickt dieser den Gast zur TI, damit dieser,
sofern er es will, sich die EBC Karte dort abholen kann.
Der Gast legt der TI den offiziell gültigen Meldeschein vor. Diese überträgt seine Daten zur TI durch elektronische Eingabe.

Danach händigt die TI dem Gast einen zweiten, den ursprünglich weißen Meldeschein aus mit der Aufforderung,
seine persönlichen Daten nochmals auszufüllen, die Zustimmungserklärung anzukreuzen und zu unterschreiben.
Ist der Gast nach Durchlesen der Zustimmungserklärung bereit, die Kästchen anzukreuzen und unterschreibt dieser,
dann entbindet er sofort die Gemeinde, die TI. sowie die DBT im Missbrauchsfalle von jeglicher Haftung und gibt
die Daten zur Speicherung auf der EBC bzw. dem Server der Fa. GEIOS zu deren weiteren Verwendung frei.
Der Gastgeber ist jetzt zwar aus dem ganzen Procedere außen vor, da die TI das elektronische Procedere übernommen hat,
welches der Gastgeber ja aus Haftungsgründen abgelehnt hat, dennoch entbindet es den Gastgeber nach § 9 der
Kurtaxesatzung Langenargen nicht vom Einzug der Kurtaxe incl. EBC- und DBT-Anteil. insgesamt von 3,15 € an die
Gemeinde vom Gast einzuziehen. Verweigert der Gast jedoch seine Zustimmung zur EBC-Karte, erhält er aber dennoch
dafür keinerlei Gegenleistungen.

Das hat aber auch zur Konsequenz, dass die TI die elektronisch übertragenen Daten weder auf die EBC Karte
speichern noch an den Server der Fa. GEIOS weiterleiten darf. Wer kontrolliert das?

Er erwirbt also die Karte nur durch Nötigung, den Bedingungen zuzustimmen. Je mehr Gäste gezwungen werden,
ihr Einverständnis durch Ankreuzen zu bekunden, umso mehr werden die Protagonisten anmerken, dass der Gast ja
zugestimmt hat.

Darin liegt der perfide Trick!

Liebe Gastgeber/innen,

Aufgrund dieser Vorgehensweise der TI klären Sie bitte Ihre Gäste diesbezüglich auf und geben Sie Ihnen zu verstehen,
dass die Mehrzahl der Gastgeber/innen hinter ihnen stehen, damit diese sinnlose Kurtaxenerhöhung verhindert wird.
Wir bitten bei unseren Bemühungen, welche ihrem Interesse entsprechen, um Ihre Hilfe. Deshalb sollten Sie den Gast darauf
hinweisen, dass dieser vor der Unterzeichnung auf dem weißen Meldeschein die Bestimmungen einmal quer durchstreicht
und an den Rand notiert: „Ich stimme nicht zu“.

Anschließend sollte sich der Gast davon eine Kopie aushändigen lassen.

Wir wollen auch zukünftig erreichen, dass ihre Gäste ohne Zwang und Nötigung zum Erwerb der EBC ihren Urlaub bei uns am
Bodensee weiterhin preiswert genießen können.

 

Forum Langenargen      22.05.2017

Hier nochmals zum Verständnis, wie die Anmeldung abläuft
(Herr Hess behauptete ja, dass sie nur 3-5 Sekunden in Anspruch nimmt!).
Der Gast füllt den roten Meldeschein aus und geht damit zur TI.
Eine Dame gibt dort die Daten elektronisch ein.
Dann bekommt der Gast vor Ort den weißen Meldeschein für Beherbergungsgaststätten.

Achtung!! Dieser Schein hat unten zwei Kästchen mit den Texten:
"Ich bin einverstanden--------" und " Ich bestätige----- erkläre mich----"(alles nur in Deutsch).

Den weißen Anmeldeschein muss der Gast unterschreiben, nachdem er die kleingedruckten
Nutzungshinweise für die EBC (nur in Deutsch) und die Seite mit den Datenschutzbedingungen durchgelesen hat.
Die Gäste, die die Kästchen aus gutem Grund nicht ankreuzen wollen, sollten diesen Abschnitt mit einem
Querstrich versehen und daneben notieren "Nicht einverstanden".
Dazu sollten sie eine Kopie verlangen.

Die oben erwähnten Meldescheine sehen Sie unten abgebildet:

Forum Langenargen    19.05.2017

    

Gestern standen zwei Herren, welche die auf 17 Uhr angesetzte EBC-Feedback-Veranstaltung besuchen wollten,
gegen 17:30 Uhr vor der verschlossenen Rathaustür. Das Foyer war abgedunkelt. Es wurde bereits früher kritisiert,
dass bei "Bürgerveranstaltungen" viele Berufstätige wegen der zeitlich zu früh angesetzten Termine ausgeschlossen
sind. Bürgernähe? Die Veranstaltung war übrigens sehr schlecht besucht.
Ca. 28% der wenigen Besucher waren keine Gastgeber /-innen, sondern Personen, die für den Vertrieb und
die Technik
zuständig waren. Ganz offensichtlich gibt es Unmut über gehäufte technische Probleme.

Forum Langenargen    17.05.2017

Ähnliches Foto

Datenkrake vom Bodensee
Von Jürgen Lessat

Kontext, Wochenzeitung

Datum: 10.05.2017

Ob zu Fuß, mit Auto, Bus, Bahn oder Flieger – viele Wege, die ein Mensch zurücklegt, werden lückenlos erfasst.
Mittlerweile sogar in Deutschlands Top-Touristik-Region Bodensee.

Ahnten Sie es schon? Von Ihnen gibt es ein Bewegungsprofil! Auf Meter und Sekunde genau. Computer wissen,
wo Sie gerade sind. Ob Sie zuhause weilen, arbeiten, im Stau auf der Autobahn stehen. Ihre Ortung lässt
Rückschlüsse darauf zu, was Sie gerade tun – Kunden besuchen, Arzttermine wahrnehmen, auf dem
Nachhauseweg einen hinter die Binde kippen oder sich gar im Rotlichtbezirk herumtreiben.
Big Brother beobachtet uns überall, er folgt uns auf Schritt und Tritt.

Ausgerechnet die Datenkrake Google zeigt in einer aktuellen Werbekampagne, wie es ohne geht:
"Es sind Ihre Daten. Sie entscheiden", fordert der amerikanische Datenkonzern seine Nutzer derzeit in
Online-Anzeigen auf, "geeignete Datenschutzeinstellungen" in ihren Konten auszuwählen.

Dazu gehört auch die Ortungsfunktion von Mobilgeräten, denn Google "erinnert" sich eben nicht nur an
alle Webseiten, die über seine Suchmaschine aufgerufen wurden. Sondern speichert auch alle Orte,
die wir mit unseren in Google angemeldeten Geräten besucht haben. Mithilfe eines Standortverlaufs
erstellt der Konzern "private" Bewegungskarten. "So erhältst du nützliche Informationen wie automatische
Verkehrsvorhersagen für den Weg zur Arbeit oder bessere Suchergebnisse", beschreibt das Unternehmen
Sinn und Zweck der Übung. Dass Google damit auch Werbung ortsbezogen personalisiert, und etwa
ungefragt bunte Werbebildchen vom nächstgelegenen Pizza-Bäcker oder Kebab-Laden in seinen
Kartendienst Maps einbaut, verschweigt das Unternehmen.

"Du kannst einzelne Standorte, ganze Tage oder den gesamten Standortverlauf ändern oder löschen sowie
den Standortverlauf jederzeit aktivieren oder deaktivieren", verspricht die Datenkrake. Allerdings bedarf es
schon näherer App-Kenntnisse, um den entsprechenden Menüpunkt zu finden, wo sich Ortung und Speicherung
unterbinden lassen.
Für Unbedarfte gibt's hier eine Anleitung.

Telematik ist in Italien längst gang und gäbe

Doch nicht nur der Internet-Riese aus dem kalifornischen Mountain View interessiert sich dafür, wo wir gerade sind.
Viele Unternehmen hierzulande sind ebenso neugierig, wenn nicht noch mehr. Bislang erstreckte sich die
Standortbestimmung im Alltag meist auf Fahrzeuge oder Waren. So ist in der Logistikbranche die Echtzeitortung
von Lastkraftwagen längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Voraussetzung für wettbewerbsfähige Transporte.

Doch inzwischen stehen nicht nur Brummis im GPS-Fadenkreuz. Immer mehr Auto-Versicherer setzen auf
sogenannte Telematik-Tarife. Diese richten sich vor allem an Fahranfänger, die für defensives Fahren mit niedrigeren
Prämien belohnt werden. Eine Blackbox im Fahrzeug oder eine App ermittelt hierfür per GPS den Standort,
misst ständig die Geschwindigkeit und vergleicht sie mit dem jeweils erlaubten Limit. Box und App registrieren,
wie scharf gebremst, wie schneidig angefahren wird. Dieses "Tracking" wird permanent per Funk an eine
Datensammelstelle übermittelt.

Im Ausland, etwa in Großbritannien und Italien, sind Telematik-Tarife bereits fester Bestandteil von Kfz-Versicherungen.
Hierzulande zögern Autofahrer offenbar, ihr Fahrverhalten permanent kontrollieren zu lassen. Auch wenn sie damit
Geld sparen könnten, die Tarife werden bislang kaum nachgefragt. Mit Einführung des autonomen Fahrens wird das
Tracking jedoch an Bedeutung gewinnen. Schließlich sollen die Autos der Zukunft miteinander kommunizieren,
und dazu müssen ihre Fahrwege zeit- und ortsgenau erfasst und verarbeitet werden.

Geht es nach der Berliner Software-Unternehmen PLT, sollen künftig auch Außendienstmitarbeiter lückenlos ortbar sein.
Die Firma bietet einen Personal-Tracker an, der eine "minutengenaue" und "unterbrechungsfreie Spurenverfolgung"
'ermöglicht. Das Gerät ist nur wenige Zentimeter groß, enthält GPS-Empfänger, Mobilfunkmodem, Akku und einen
internen Datenspeicher, damit die Tourdaten auch dann abrufbar sind, wenn das Mobilfunknetz ausfällt.

Wie schnell läuft der Postbote?

Besonders komfortabel ist die Echtzeit-Ortung zusammen mit der Begleitsoftware "TrackPilot".
Mit dem integrierten Kartenmaterial lässt sich die absolvierte Strecke exakt anzeigen. Laut PLT liefert das
Programm neben detaillierten Fahrtenbüchern und Arbeitszeitberichten weitere Auswertungen und Statistiken,
um die Steuerung von Personal und Fuhrpark zu optimieren.

Über "metergenaues Tracking" lässt sich beispielsweise erkennen, in welchem Tempo sich etwa Zeitungsausträger
oder Zusteller bewegen, wie lange sie an einer Haustür oder in einem Büro verweilen oder wann sie eine Pause
machen. Mit aus diesem Grund heimste PLT den Big Brother Award 2017 ein, der vergangene Woche in Bielefeld
verliehen wurde. "Dies führt zu einer lückenlosen Totalkontrolle der Beschäftigten, die dieses Gerät bei sich tragen
müssen", so Laudator Peter Wedde, Professor für Arbeitsrecht und Recht der Informationsgesellschaft an der
Frankfurt University of Applied Sciences. PLT habe den Negativpreis besonders verdient, weil die Firma in ihrer
Werbung gesetzliche Vorschriften verfälsche, um den Einsatz von Personal-Trackern nicht nur als gesetzeskonform,
sondern quasi als gesetzlich erforderlich darzustellen, so der Laudator.

Bis auf wenige Ausnahmen, etwa bei Geldtransport-Fahrern und Feuerwehrleuten, verbietet der Datenschutz das
Tracking von Mitarbeitern. Dennoch scheint diese neue Art von Überwachungstechnik auf dem Vormarsch.
Die Preisverleihung soll diesen Trend stoppen, hofft die Jury des Big Brother Award.

Auch am Bodensee, dem Schwäbischen Meer, soll eine Datenkrake ihr Unwesen treiben. In Form der Anfang
April in vier deutschen Anrainergemeinden eingeführten Echt Bodensee Card. Die chipbestückte Gästekarte
erlaubt Touristen vergünstigten Eintrittspreise zu Sehenswürdigkeiten und freie Fahrt in Bussen und Bahnen
des regionalen bodo-Verkehrsverbundes. Den Anbietern ermöglicht die Karte, Daten der Touristen zu sammeln
und später auszuwerten. Denn möglich ist mit der Karte die "Bildung von Wegeketten für Auswertung und
Abrechnung usw.", so steht es in den technischen Daten. Kritiker vor Ort warnen: "Mit der Chipkarte werden
Bewegungsprofile der Gäste erstellt."
Der Verkehrsverbund am See plant das sogenannte Check-in-/Check-out-System, kurz CICO, samt digitalen
Fahrschein einzuführen. Dazu werden derzeit an allen Haltestelle im Tarifgebiet elektronische Stelen installiert.
An ihnen meldet ein Fahrgast die Bus- oder Bahnfahrt über die Chipkarte an. Zum Einsatz kommt dabei die
berührungslose Nahfunktechnik RFID. An der Zielhaltestelle "checkt" er auf gleiche Weise wieder aus.
Das CICO-System berechnet den Fahrpreis, der anschließend bargeldlos abgebucht wird. Bis Herbst sollen
Stelen und Rechner betriebsbereit sein.
Den Vorwurf, Bodensee-Touristen mit der Echt Bodensee Card auszuspionieren, weist Bernd Hasenfratz zurück.
"Wir erheben keine personenbezogenen Daten, sondern nur anonymisierte Fahrgastströme", betont der
bodo-Projektleiter. Wer von den Urlaubern wann wohin gefahren ist, sei schon aus technischen Gründen nicht
nachvollziehbar. Denn auf den Gästekarten wird nur ein sogenannter Namensstring gespeichert, der aus erstem
und letztem Buchstaben von Vor- und Nachnamen sowie "X"en dazwischen besteht. Eine personalisierte
Datenerhebung mache ohnehin keinen Sinn: "Touristen mit Gästekarte dürfen Busse und Bahnen ja kostenlos
benützen." Die Daten der Fahrgastströme nutze der Verbund dazu, die Leistungen der einzelnen
Verkehrsunternehmen genauer abzurechnen. Zudem könne man so das Angebot an Bussen und Bahnen
besser auf die Nachfrage der Feriengäste anpassen.

Auch bei der Stuttgarter "Polygo"-Card war die Logbuch-Funktion aktiv

Dass Vorbehalte gegen elektronische Fahrscheine nicht abwegig sind, bewies der Verkehrsverbund Berlin
Brandenburg mit der 2013 eingeführten elektronischen Monatskarte VBB Fahrcard. Im Dezember 2015 wurde
öffentlich, dass die Lesegeräte in den VBB-Bussen bei jedem Einsteigen Datum, Uhrzeit, Buslinie und Haltestelle
auf die Chipkarte schrieben. Die letzten zehn Fahrten wurden so protokolliert. Die Fahrgäste waren ahnungslos,
dass sie eine Datenkrake mit sich führten, mit der sich potenziell Bewegungsprofile erstellen lassen.
Obwohl ertappt, bestritten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) monatelang die Logbuch-Funktion,
was ihnen den Big Brother Award 2016 bescherte.

Inzwischen ist die Schreibfunktion auf den VBB-Monatskarten deaktiviert. Ein Einzelfall blieb der
Datenschutzverstoß jedoch nicht. Auch auf der Ende 2015 vom Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) ausgegebenen
Mobilitätskarte "Polygo" war die Logbuch-Funktion zunächst aktiv. "Die Freischaltung der Speicherfunktion des
Chips für Kontrollgeräte ist auch hier grundsätzlich regelwidrig", erklärt der Landesdatenschutzbeauftragte
Stefan Brink auf Nachfrage. Nachdem die Funktion öffentlich wurde, schaltete der VVS sie ab.

Anders beim Verkehrsverbund Heilbronn-Hohenlohe (HNV), auf dessen e-Fahrkarte weiter die letzten zehn
Fahrten gespeichert werden. Dies geschehe zu Dokumentationszwecken, da die Karte auch für digitale
Einzelfahrscheine gilt, heißt es. Im Internet weist der HNV explizit darauf hin, dass Inhaber neuerer
Mobiltelefone die auf der Chipkarte gespeicherten CICO-Daten mit der App mytraQ selbst auslesen und
so die brechnungen prüfen können.

Den vollständig gläsernen Passagier gibt es über den Wolken, seitdem europäische Fluggastdaten in die
USA übermittelt werden. Es sind Angaben, die Flugreisende bei der Buchung einer Reise der Fluggesellschaft
oder dem Reisebüro anvertrauen, wie etwa das Reisedatum, Essenswünsche oder die Art der Bezahlung.
Die Datensätze umfassen insgesamt 19 Merkmale, die von den Fluggesellschaften als PNR-Daten
(Passenger Name Record) in Reservierungssystemen gespeichert werden. Vergleichbare Abkommen
bestehen auch mit Kanada und Australien.Datenschützer kritisieren an den PNR-Transfers die lange Speicherdauer
der Daten, im Falle der USA für 15 Jahre, die Übermittlungsmethode, die unklare Zweckverwendung und
mangelnde Möglichkeiten des Rechtsschutzes für europäische Bürger. Für viele hebeln die PNR-Abkommen
das deutsche Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung aus. "Das Grundgesetz gewährleistet
jeder Bürgerin und jedem Bürger das Recht, über Verwendung und Preisgabe seiner persönlichen Daten
zu bestimmen", heißt es auf der Homepage des Bundesdatenschutzbeauftragten: "Geschützt werden also
nicht Daten, sondern die Freiheit der Menschen, selbst zu entscheiden, wer was wann und bei welcher
Gelegenheit über sie weiß."

Bodensee - Lindau
Mittwoch, 10. Mai 2017

Lindau will Verkehrsverband Bodo vielleicht beitreten
Stadtrat will mit Einschränkungen zustimmen

Der Lindauer Stadtrat soll in der Sitzung am Mittwoch, 24. Mai, den Beitritt zum Verkehrsverbund Bodo
beschließen. Dies teilt die Pressestelle der Stadt mit. Allerdings kann es sich dabei nur um ein „Ja“
mit Einschränkungen handeln. „Wir werden dem Stadtrat empfehlen, dem Verkehrsverbund beizutreten“,
sagt Dr. Gerhard Ecker. Allerdings steht dieser Beitritt unter der Voraussetzung, dass drei elementar
wichtige Vertragsinhalte geklärt werden können.

„Es fehlt noch ein Vertragsentwurf zur Aufteilung der Einnahmen nach dem Einnahmezuscheidungsverfahren,
die Frage der Mitbestimmung ist unzureichend gelöst und vor allem fehlt die dringend notwendige
Haushaltsgenehmigung, so dass wir endlich den Förderantrag stellen können“, so Dr. Ecker.
Hierbei steht auch eine Einigung zu den Kosten der Schülerbeförderung und den Einnahmen aus den
Mehrzonenfahrausweisen aus. Kämmerer Felix Eisenbach erklärt, warum die Stadt ohne die Haushaltgenehmigung
keinen Förderantrag stellen kann: „Dieser Antrag wurde von der Stadt Lindau nicht gestellt, da es für den Beitritt
zum Bodo-Verkehrsverbund keinen Beschluss gibt und der Haushalt bisher nicht genehmigt wurde.
Die Stadt Lindau darf während der vorläufigen Haushaltsführung keine neuen finanziellen Verpflichtungen eingehen.
Die im Haushalt 2017 angemeldeten Mittel können erst nach Bekanntgabe der Haushaltsgenehmigung
bewirtschaftet werden.
Des Weiteren ist noch offen, in welcher Höhe Fördermittel an die Stadt fließen. Insgesamt muss die Stadt Lindau
und Stadtverkehr Lindau für die Umstellung auf E-Ticketing 784 000 Euro investieren, nach Abzug der Zuwendungen
verbleiben nach derzeitigem Kenntnisstand 474 460 Euro bei der Stadt Lindau. Es ist noch offen, ob die
Automatenerneuerung (300 000 Euro) förderfähig ist. Bei Förderfähigkeit der Automatenerneuerung würde bei
der Stadt Lindau ein Eigenanteil in Höhe von 276 460 Euro verbleiben.“
Unübersichtlich stellt sich das Vertragswerk dar, wenn es um die beiden möglichen Verfahren zur Einnahmeteilung
geht. Beim Einnahmeaufteilungsverfahren ist die Situation weitgehend klar. Denn da laufen alle Einnahmen in einen
Topf und werden dann aufgeteilt. Allerdings ist dies mit einem Verlust über die Tarifhoheit verbunden.
„Wir haben nach dem Beitritt eine schwächere Rechtsposition. Dann werden wir eine Minderheit sein. Andere
Verkehrsverbünde kennen hier eine Klausel zum Minderheitenschutz. Diese fehlt beim Bodo“, sagt Tanja Bohnert,
Leiterin des Rechtsamts. Die Stadtverkehr Lindau wären im Aufsichtsrat nur mit einer Stimme vertreten.
Dabei stützt sich die Juristin auf Informationen einer Düsseldorfer Fachkanzlei, die mittlerweile die Verträge
im Auftrag der Stadt prüft. Dabei handelt es sich um ein Konglomerat von ungefähr 30 Verträgen, von denen wohl
sechs oder sieben für den Beitritt wirklich wichtig sind. Ein wichtiger Vertrag fehlt allerdings:
Der zum Einnahmezuscheidungsverfahren, der entscheidende Punkte regelt. Denn würde sich die Stadt für diese Art
der Einnahmeteilung entscheiden, könnte sie ihre Tarifhoheit behalten. Allerdings ist hier noch unklar, wie die Gelder
aufgeteilt werden, die durch den Verkauf von Mehrzonenkarten in der Tarifzone Lindau hereinkommen.
Eine zunächst von Bodo-Geschäftsführer Jürgen Löffler in Aussicht gestellte Lösung musste dieser dann wieder
zurücknehmen, weil sie doch nicht umsetzbar war. Bohnert verwehrt sich auch dagegen, dass die Stadtverwaltung
die Prüfung der Verträge verschleppe. „Als ich mich im Februar ans Landratsamt gewandt habe, wurde mir mitgeteilt,
dass die Verträge noch nicht stehen. Lediglich Eckpunkte seien bekannt. Die Position des Landratsamtes war,
dass wir zunächst beitreten sollen und dann Verträge aushandeln. Dies können wir angesichts unseres
Minderheitenstatus im Bodo nicht tun. Unsere Verhandlungsposition wäre dann zu schwach.“
Dem wollte OB Dr. Ecker keinesfalls folgen. „Wir investieren bereits jetzt jährlich 1,7 Millionen Euro jährlich in den
Stadtbus. Wir wollen Klarheit haben, was uns der ÖPNV in Zukunft kosten wird. Wir wollen Bodo beitreten,
aber die Stadträte müssen wissen, auf was sie sich einlassen.“ Zumal mit dem Beitritt zum Bodo auch das Thema
der „Echt Bodenseecard“ verstärkt in den Fokus rückt. Inhaber dieser Tourismuskarte können kostenfrei den Bodo
nutzen. Für Lindau würde dies aber bei Kosten von einem Euro pro Übernachtung ungefähr 900 000 Euro jährlich
bedeuten. „Tritt Lindau aber der Bodenseecard nicht bei, dann schwächen wir den Tourismusstandort“, ist Eisenbach
überzeugt. Denn Touristen aus Langenargen beispielsweise würden dort übernachten und könnten kostenfrei
mit dem Bodo fahren. Damit würden Übernachtungen in Lindau weniger attraktiv, so die Befürchtung:
„Gleichzeitig könnte dies dazu führen, dass Busse deutlich voller sind“, gibt OB Dr. Ecker zu bedenken.

Herbert Maerz, Uhldingen-Mühlhofen   13.05.2017

 

Viele Gastgeber der vier an der EBC beteiligten Seegemeinden
lachen darüber, dass Herr Hess neulich beim Gemeinderat in Nonnenhorn behauptete,
das Anmelden der Gäste dauere nur zwischen 2 und 5 Sekunden. Uns wurden durchschnittlich 4 - 6 Minuten gemeldet.
Der Redakteur des S.K. fiel offensichtlich auf diesen Unsinn herein.
Viele Langenargener Gastgeber/-innen lachen auch über die Angabe von Frau von D.,
die meisten Gastgeber und Gäste seien mit der Karte zufrieden.

Das Gegenteil ist der Fall! Wir werden mit Beschwerden überschüttet. Es wird z.B. auch geklagt,
dass bis zum Sommer bis zu 50% weniger Buchungen vorliegen.

Selbst im Trip Advisor wird inzwischen wegen der hohen Kurtaxe eine Warnung ausgesprochen.

Forum Langenargen    11.05.2017

Zusammen können wir alles erreichen

Hätte man rechtzeitig auf erfahrene Touristik-Verantwortliche gehört und die vorhandenen
Alternativen geprüft, so wäre bspw. an der seit Jahren bewährten Konus-Karte niemand vorbeigekommen.
Mit nur 20% statt 60% wäre die Erhöhung der Kurtaxe in einem für den Gast noch verträglichen Rahmen ausgefallen.
Mit dem Einbezug von BODO im Verbund Schwarzwald/Bodensee wurde eine einmalige Chance verpasst,
diese beiden Regionen als deutschlandweite Vorbildfunktion hervorzuheben.
Die Verbundfläche hätte schlagartig sich um das 17-Fache vergrößert, als nur mit der EBC.
Die Gäste könnten sich über kostenlose Fahrten vom Bodensee bis Basel bzw. Karlsruhe freuen.
Statt jetzt 100 Anbieter von verbilligten Leistungen wären es dann 300 Anbieter! Es gäbe keine Datenschutz-
und keine Haftungsprobleme und deshalb wäre eine Zustimmungserklärung nicht erforderlich.
Im Gegensatz dazu wird die Aushändigung der EBC Karte von der Zustimmungserklärung des Gastes
abhängig gemacht, damit der Gast die DBT von jeglicher Haftung entbindet und damit die DBT die Daten
des Gastes zu Marketingzwecken verwenden kann. Millionenbeträge, die ohne Sinn und Verstand
pulverisiert wurden, hätten an anderer Stelle bspw. In Investitionen zur Verbesserung der Infrastruktur
sinnvoll eingesetzt werden können.

Forum Langenargen   09.05.2017

Auszug aus einer Rundmail an die Gastgeber/-innen

Liebe Gastgeber/-innen,

Da der Rechtsanwalt der gegnerischen Partei ganz überraschend das Handtuch geworfen hat und sich die
Nachfolgekanzlei erst neu einarbeiten muss, wird sich das ersehnte Urteil sicherlich verzögern.
Wir überbrücken die Zeit mit weiteren Erkenntnissen. Wer zur Zeit durch den Ort fährt, sieht ungewöhnlich
viele Schilder mit der Angabe freier Betten. Auch die Hotels sind nicht verschont.
Das liegt nicht nur am schlechten Wetter, denn viele Gäste buchen schon Wochen vorher.
Die Erklärung von Herr Jost, es falle ja das Hotel Adler aus und ein anderes Hotel wäre mit seinen
Umbaumaßnahmen noch nicht ganz fertig, sind paradox
(das Hotel Adler hatte nur 26 Betten).

Wie die Situation wirklich ist, könnte man feststellen, wenn möglichst viele an uns eine anonyme Meldung
machen, wieviel Prozent Einbußen jetzt und evtl. voraussichtlich in den nächsten Monaten zu verzeichnen sind.

Viele Grüße

Forum Langenargen   08.05.2017

Gibt es weniger Übernachtungen durch die Echt Bodensee Card?

Als der Lautsprecher der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH, Enrico Heß, im Rahmen der Internationalen
Tourismus Börse (IBT) 2017 das Lied von der kürzeren Aufenthaltsdauer anstimmte, summten die touristischen
Fachexperten Sarah Ruby, Jürgen Ammann, Markus Böhm, Frank Jost, Achim Krafft von nah und fern, leise mit.
Kraftvoller erhob der Tourismuschef Frank Jost seine Stimme in der Schwäbischen Zeitung. „Grundsätzlich gehe
der Trend jedoch in die Richtung, dass die Urlauber immer kürzer in Langenargen bleiben. Er erwartet, dass
die Zahl der Übernachtungen um 1000 sinken wird.“ Dabei sollten die Übernachtungszahlen durch die Bemühungen
der DBT mit Hilfe der EBC eigentlich deutlich steigen!
Liegt es daran, dass man mit der Echt Bodensee Card, bald aus preisgünstigeren Hinterlandregionen schneller
für einen Tagesausflug an das attraktive Seeufer kommt mit Nutzung aller Einrichtungen und Picknick mit
Hinterlassung von Wohlstandsmüll (mangelnde Entsorgungsmöglichkeit)?
Liegt es an der eigensinnigen und uneinsichtigen Annahme des Bürgermeisters, dass Gäste schadhafte Wege,
übergroße Werbetransparente und merkwürdige Toilettenhäuschen einem gepflegten Ortsbild vorziehen,
nachdem sie von der überwältigenden Blumenpracht auf der Mainau verwöhnt, die bunte Vielfalt in tristen
Rollladengassen suchen?
Das Toilettenhäuschen wurde vermutlich mit Hilfe von unterbeschäftigten Bauhofarbeitern errichtet.
Greenpeace kürzt durch ehrenamtliche Müllsammelaktionen ständig die Sollarbeitszeit der Ortsbaubrigade.

Es finden ja nicht dauernd Veranstaltungen wie Match Race, Uferfest sowie die jährliche Präsentation des
Handelsvereins statt. Die Arbeitnehmerüberlassung aus öffentlichen Dienststellen bleibt scheinbar unbemerkt.
Nicht einmal der Kämmerer wagt sich diesbezüglich zu äußern.
Gerade ältere Bürger erinnern sich stolz an die Zeit, als mit dem Geld aus der Kurtaxe und Fremdenverkehrsabgabe
die Gemeinde herausgeputzt, Blumenbeete angelegt, Grünanlagen gereinigt wurden, ein frischer Wind durch
die Gemeinde wehte und für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgte. Investitionen in einen Kurpark, den Strand,
die öffentliche Lese- oder Konzerthalle sowie eine Kneippanlage wären allemal bessere, nachhaltige
Investitionen in die touristische Infrastruktur. Insgesamt wäre das die sinnvollste Kapitalanlage für ein harmonisches
Miteinander von Gästen und Einheimischen. So könnte die Gemeinde eine Heimat auf Dauer für die Einheimischen,
jedoch auch auf Zeit für die Gäste sein, die in dieser Wohlfühl-Oase gewiss gern länger bleiben und sie freudig
weiterempfehlen.
(PeG)

Warum wir zur ECHT BODENSEE-Card NEIN DANKE sagen

Seit 2013 bemüht sich die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) um eine Gästekarte für den
nördlichen Bodenseekreis und nennt sie Echt Bodensee Card (EBC). Ihre Vorbilder fand sie im Schwarzwald
mit der KONUS-Karte und der VHB-Karte im Konstanzer Raum. Diese Karten kosten nur etwa die Hälfte der
EBC und sie haben eine Gemeinsamkeit: Das gute Preis / Leistungsverhältnis. 

Als Gastgeber*innen am nördlichen Bodenseekreis ist es für uns wünschenswert, Gäste und die einheimische
Bevölkerung nicht mit jährlichen Sonderabgaben zu belasten, sondern nach dem Modell des Vorarlberger
Verkehrsverbund (VVB), bei steigenden Fahrgastzahlen ein vorbildliches Tarifsystem zu etablieren,
bei dem die Gruppe der Berufspendler einen Jahrespreis von 365 Euro bezahlt und Auszubildende,
Schüler*innen oder Teilnehmer an einem freiwilligen sozialen Jahr, wie auch Senioren, weniger Fahrtentgelt entrichten.
Wir sehen in vielen Punkten eine Benachteiligung für unsere Gäste. Der von der DBT aufgerufene Preis von
einem Euro erhöht die Kurtaxe-Abgabe in diesem Jahr um einen Euro. Die Höhe der Kurtaxe-Abgabe in den
nächsten Jahren können wir nicht voraussagen. Die DBT lässt keine Wahlfreiheit. Von den gesamten Einnahmen
fordert die DBT eine Pauschalsumme in Höhe von 25 %, für die wir keine Notwendigkeit oder Begründung
erkennen können. Weiterhin sollen an den Verkehrsverbund bodo pauschal 75% fließen, aber vermutlich nur, um
damit das sogenannte e-Fahrgeldmanagement finanzieren zu können. Von dem wir meinen, dass es als Grundlage
für eine problematische Datensammlung genutzt wird. Bisher geben nur vier Gemeinden die EBC aus.
Zum Teil unter Protest vieler Hotelbetriebe, Vermieter von Ferienwohnungen und Pensionswirten, denen das Thema
Datenschutz besonders am Herzen liegt. Mit ihrer Unterschrift auf dem Meldeschein bestätigen sie die Kenntnisnahme
der Nutzungshinweise und erlauben, neben der Datenspeicherung eigener Daten, u.U. die Datenspeicherungen
mitreisender Personen, die Datenweitergabe an Leistungspartner der DBT, Behörden, ÖPNV und Dienstleister.
Die anonyme Nutzung der Karte ist nicht möglich. Und mindestens für die Dauer der EBC-Nutzung geben sie ihre
uneingeschränkte Zustimmung zur Verwendung ihrer Daten für Werbe- und Marketingzwecke sowie im Bereich
des ÖPNV, zur Speicherung eines lückenlosen Bewegungsprofils. Also, wer macht was, wann, wo, wie lange und warum?
Die Gratisleistungen werden vor Ort oft ohne EBC angeboten. Der Verkehrsverbund bodo bietet im Rahmen der
Tageskarte Netz über 20 Nachlässe. Es gibt keine Mehrfachrabattierung. Wer seine EBC Card vorlegt, verliert dabei
u. U. die Möglichkeit eine Familienkarte zu erwerben oder einen der zahllosen Gutscheine, die deutlich höhere
Nachlässe bieten können, einzulösen. Leider ist der ÖPNV im bodo-Verbundgebiet oft alles andere als empfehlenswert.
Wir möchten sie daher bitten eine Fahrt mit dem ÖPNV, besonders bei der Mitnahme von Fahrrädern gründlich
vorzubereiten. Die Fahrradmitnahme ist oft nur sehr eingeschränkt möglich und wir möchten nicht, dass sie
„auf der Strecke bleiben“.

Viele Gemeinden versuchen durch einseitige Fragestellung eine Zustimmung zum Projekt
Echt Bodensee Card zu bekommen. Das lässt im Grunde keine Wahlmöglichkeit zu.
Nur Ja oder Nein. Dabei gibt es viele bessere, bewährte Lösungen. Jedes Kreuz bedeutet: Ja.
Ich fahre lieber mit dem Auto, höre im Stau auch mal eine lange nicht gehörte CD oder
unterhalte mich mit meiner Frau, meinem Mann, den Kindern.  
Ich würde die VHB Gästekarte zum Preis von 40 Cent vorziehen.
Ich würde die KONUS-Karte zum Preis von 36 Cent bevorzugen.                                     

Ich will unbedingt eine Echt Bodensee Card und bin bereit meine Daten unbeschränkt
abschöpfen zu lassen. Ich werde zwar nie von den über hundert Ersparnismöglichkeiten
profitieren, weil ich diese Ziele mit dem ÖPNV oder ECHT BODENSEE BUS
(fährt nur in den Sommerferien) nicht erreichen kann. Die Busfahrzeit von Langenargen
bis Sipplingen dauert etwa zwei Stunden. Die letzte Rückfahrt startet gegen 18 Uhr.
Ich bin gern bereit alle Störungen, auch überfüllte Bahnen und Busse klaglos zu
akzeptieren sowie allen Normalzahlern meinen Sitzplatz überlassen, weil sie einen
vielfach höheren Preis zahlen. Der Aufschlag zur Kurtaxe kann steigen von 1 Euro
bis 1,50 oder 2 Euro.   
Meine Postleitzahl lautet :

Ihre BODENSEE -Gastgeber mit Herz und Verstand   08.05.2017

Guten Morgen!
Endlich wieder (wenigstens) ein Kurzurlaub in Langenargen!
Erst Frust über 3,15 € Kurtaxe pro Person und Nacht, dann aber eine erfreuliche Überraschung:
Zugfahren umsonst, kein umständliches Suchen mehr am Fahrkartenautomaten nach dem richtigen Tarif
und Kramen im Portemonnaie nach dem entsprechenden Geld - dank der neuen EBC.
Im Schwarzwald genießen wir auch häufig die Vorteile der KONUS-Karte.
Wir hoffen, dass aufgrund solcher Angebote noch mehr Gäste auf die auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.
Auf Wiedersehen in Langenargen

Angelika und Jürgen Märker   07.05.2017

Kommentar:

Die erwähnte Konuskarte bietet für weit weniger Kurtaxenerhöhung das 16-fache an kostenloser
Fahrtstrecke bis Karlsruhe und Basel. Auch hier müssen Sie nicht umständlich am Fahrkartenautomaten
suchen. Sie bietet Vorteile bei 200 statt bei100 Anbietern.
Genau diese seit Jahren bewährte Papierkarte ohne fragwürdigen Unterschriftenzwang und ohne Zwang
wie bei der Walserkarte haben wir immer als Alternative empfohlen. Bei der Konuskarte gibt es keine
Datenschutzprobleme und keine Haftungsprobleme! Wir haben die beiden im Forum ausgiebig verglichen.
(Die VTB Karte ist mit der Konuskarte nahezu identisch).
Was uns so empört, ist die Tatsache, dass die Gastgeber/-innen nicht mitentscheiden durften und sie
lediglich von den Protagonisten völlig einseitig informiert wurden.
Sie erfuhren absolut nichts von den weit attraktiveren Alternativen. Es hat schon seinem Grund,
wenn die Mehrzahl nder Gastgeber/innen sich immer noch weigern, eine Installation vornehmen zu lassen
und auf ihre Kosten eine Normenkontrollklage am Verwaltungsgerichthof in Mannheim mit guten
Erfolgsaussichten angestrengt haben.

Fazit: Konuskarte lieber heute als morgen!

Forum Langenargen   07.05.2017

Zu einem Bericht in der Schwäbischen Zeitung vom 06.05.2017, Seite17

"Baustellen bremsen auch Busse aus"
Umleitungen, die nicht funktionieren und ein Stadtverkehr, der immer wieder vor dem Kollaps steht.

Was nutzt es, wenn ersatzweise Busse eingesetzt werden, die dann durch den Verkehrskollaps blockiert werden?
Neulich mussten sogar deswegen Langenargener Gäste von FN nach Langenargen zu Fuß laufen!
Wegen der Bautätigkeit im Bereich der hiesigen Uferpromenade entfiel auch diese Erholungsmöglichkeit.
Der Schlossturm fiel ebenfalls dem schlechten Wetter zum Opfer und nicht jeder kann ihn besteigen.
Das Hallenbad ist seit dem 31.03.2017 geschlossen. Da fragten sich jetzt viele verärgerte Gäste,
Was habe ich eigentlich für die sechshöchste Kurtaxe Deutschlands außer nicht gehaltener Versprechen bekommen?

Forum Langenargen        06.05.2017

 

Auszug aus einem Mängelbericht eines Gastes an das Rathaus im April

Die ärgerliche Erhöhung der Kurtaxe!
Seit vielen Jahren bin ich Gast in Langenargen. Es hat mir und meiner Begleiterin immer gut gefallen.
Aber das ist jetzt zu viel, noch dazu der Zwang, "die echte" (gibt es auch eine "unechte"?) Bodensee Card zu nehmen.
Und dann der Meldezwang der Gastgeber. Bin ich denn eine Verbrecherin, wenn ich die EBC nicht will? Also das erinnert mich an ferne böse Zeiten!
Nachteile: Umständliches Studieren verschiedener Fahrpläne von Zug und Buslinien.
Lästiges Befragen in Touristinfos, z.B. Wie komme ich von LA nach Bodman?
Die Info in Überlingen war total überlastet dazu hatte man noch keine Ahnung.
Diese Fahrerei mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollten mal die "schlauen" Projektmanager real ausprobieren, anstatt vom grünen Tisch aus den Leuten etwas überzustülpen!
Noch dazu die ewige Planerei mit Lindau (jetzt erst 2018) Das nützt uns nichts.
Oder der Superbus im Mai, aber zahlen muss ich jetzt auch schon. Es ist sehr ärgerlich und obendrein nicht erholsam, sondern stressig, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Im Vergleich zum Auto keine Verbesserung!
Anregung: Freiwilliges Erwerben einer ähnlichen Card. Die können dann z.B. Familien wählen.
In vollen Zügen mit lärmenden Kindern herumfahren ist auch nicht meine Vorstellung von Urlaub und Erholung.

(Bin Lehrerin im Ruhestand)     04/2017

 

Es gäbe da noch Fragen zum Bericht über die EBC in der Schwäbischen Lückenpresse

Ich möchte mich kurz fassen. Bezüglich der Datenerfassung sollte sich jeder Vermieter sachkundig machen.
Ich meine, die Haftung für alle erfassten Daten liegt beim Gastgeber als Ersterfassungsstelle.
Wer also haftet für sichere Speicherung, für alle Ansprüche auf Auskunft und Löschung,
sowie eine Weitergabe der Datensätze?
Auf dem mir bekannten Meldeschein für Beherbergungsstätten (in diesem Fall aus Sipplingen) erklärt der Gast
sein Einverständnis, dass die Eingaben zu statistischen Zwecken elektronisch gespeichert und für
Marketingzwecke genutzt werden.Wie ist das möglich, wenn auf der Karte nur MxxxS, MxxxR, An- und Abreisedatum,
Gemeindekennung etc. stehen? Wurden die Datensätze woanders gespeichert? In den Datenschutzbestimmungen
Echt Bodensee Card, in der Fassung vom 03.01.2017, erklärt die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH Folgendes:
"Die durch uns gespeicherten personenbezogenen Daten nutzen wir im Übrigen zur Pflege der Kundenbeziehungen,
zur Kundenbetreuung (z.B. Informationen zu Angeboten der EBC) und zur Auftragsabwicklung".
Wie soll das möglich sein, wenn Datensätze nicht vollständig gespeichert sind oder wiederhergestellt worden sind?
Die Schwäbische behauptet, in ihrem Artikel vom 27. April 2017, Ausgabe Markdorf:
...dass im Sommer stündlich ein EBC-Bus zwischen den Orten verkehrt, die dabei sind.
Können Gäste an den wichtigen Haltepunkten am See, die nicht an der EBC teilnehmen, weder zu- noch aussteigen?
Das gibt ein schönes Spektakel. Sommer, das ist im Kalender die Zeit vom 21. Juni bis 21. September 2017.
Von bodo wurde bekannt gegeben, der EBC-Bus fährt nur in den Baden-Württembergischen Sommerferien.
Das wäre vom 27.07. bis 09.09.2017. Also ich meine, die Schwäbische hat sich das Prädikat "Lückenpresse"
redlich verdient, besonders durch den jüngsten Beitrag von Nonnenhorn-Andy.Vielleicht sagen die Einheimischen
Vollzahler unter den bodo-Kunden auch einmal ihre Meinung zu dem Projekt, denn unter den gegenwärtigen Bedingungen
werden sie bald keinen Platz mehr in Bahnen und Bussen finden und wieder mit dem Auto fahren oder die Kinder
in die Schule bringen müssen, wenn wirklich 49% aller Gäste das Auto stehen lassen und kostenlos mit Bahn und Bussen fahren.
Der Einzelpreis von 1,80 Euro sollte eine-Lücken-freie Berichterstattung der Schwäbischen Zeitung ermöglichen.

PeG    28.04.2017

Stellungnahme

SZ, 25.04.2017 „Nonnenhorn will 2018 Echt-Bodensee-Card einführen“

Sehr geehrte Gastgeber/-innen,

wie wir aus der Presse erfuhren, wurden Sie völlig einseitig von den Protagonisten der EBC informiert.
Es wurden keine Nachteile und keine viel besseren Alternativen genannt.
Zur Zeit läuft mit guten Erfolgsaussichten eine Normenkontrollklage beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim.
Die erste Klage gegen die Gemeinde Langenargen wurde bereits gewonnen. Weiterhin läuft eine Klage bei der EU in Brüssel.
Die Teilnahme an der EBC wurde sowohl in Langenargen als auch in Eriskirch vom Gemeinderat beschlossen,
ohne dass die Gastgeber/innen, gefragt oder beteiligt wurden. Das Gleiche ist offensichtlich auch bei Ihnen geschehen.
Bei einer schriftlichen Umfrage vor wenigen Wochen hatten sich 105 von 175 Gastgeber/innen in Langenargen geweigert,
eine Installation durchführen zu lassen. Sie verweisen Ihre Gäste zur Zeit an die TI.
Fragen Sie doch bitte Herrn Hess von der DBT mal nach einer schriftlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung bezüglich
des Datenschutzes. Fragen Sie ihn auch nach der Verteilung der bisher angeblich erfolgten Installationen auf die von den
23 nur vier teilnehmenden Gemeinden. Sie werden sowohl bei Herrn Hess als auch bei den Verantwortlichen in Hagnau,
Sipplingen und Bodman-Ludwigshafen auf eisiges Schweigen stoßen!
Der Start ist offensichtlich völlig missglückt. Die DBT braucht dringend eine neue Finanzspritze.
Genau deshalb sucht sie jetzt eine finanzielle Hilfe bei den Bayrischen Seegemeinden.
Bitte informieren Sie sich über die genauen Zusammenhänge bei
www.forum-langenargen.de
unter den Rubriken "Bürgermeinungen" und "Tourismus".
Lassen Sie sich nicht entmündigen!

Ihr
Forum Langenargen
29.04.2017

Fakten

Antwort auf den Artikel vom 25.04.2017 in der Schwäbischen Zeitung
„Nonnenhorn will 2018 Echt-Bodensee-Card einführen“

Wir wollen Ihnen Fakten nennen, warum eine Vielzahl von Gastgebern aus den Gemeinden Langenargen,
Immenstaad, Hagnau, Uhldingen-Mühlhofen und Sipplingen sich gegen die Einführung der „Echt Bodensee Card“
positioniert haben, die den Gastgeber durch verschiedene Auflagen gem. deren Kurtaxensatzung verpflichten soll,
welche aus unserer Sicht jeder gesetzlichen  Grundlage entsprechen und  deshalb eine weitere Klage angestrengt haben.

  1. Laut Kurtaxensatzung sollten die betroffenen Gastgeber der Gemeinden Langenargen, Hagnau, Uhldingen-Mühlhofen
    und Sipplingen zum 01.01.2017 verpflichtet werden, nur noch das Meldewesen auf elektronischem Wege zu vollziehen.
  2.  Da das Kommunalabgabengesetz von BW diese Verpflichtung jedoch nicht vorsieht, klagten Gastgeber der
    betroffenen Gemeinden mit einer Normenkontrollklage vor dem Verwaltungsgerichtshof BW in Mannheim wegen
    fehlender Rechtsgrundlage und erreichten, dass das Meldewesen wie bisher auf manuellem Wege weiterhin
    Gültigkeit behält.  Das Urteil 2S 1524/16 VGH mit Datum vom 13.04.2017 ist unanfechtbar. Die Kosten des Verfahrens
    wurden den beklagten Gemeinden auferlegt. Zugleich wurden die Gemeinden verpflichtet ihre Kurtaxensatzung
    entsprechend dem Schriftsatz des Gerichtes folgend zu ändern.
  3. Der „Echt Bodensee Card“ sind bislang gerade einmal 4 von 22 See-Gemeinden (hier Langenargen, Eriskirch,
    Sipplingen sowie Bodman-Ludwigshafen) mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages beigetreten.
    Die Schwergewichte Überlingen und Meersburg haben der EBC eine klare Absage erteilt. Die Aussage,
    dass Uhldingen-Mühlhofen ab 2018 dabei ist, ist unkorrekt. Eine Abstimmung des Gemeinderates sollte ursprünglich
    im Juni 2017 erfolgen, wurde aber aus welchen Gründen auch immer jetzt in den Herbst 2017 vertagt.
    Die SZ wird hiermit aufgefordert dies öffentlich zu korrigieren.
  4. Die genannten 4 Gemeinden haben sich laut Kooperationsvertrag mit der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH
    zur Einhaltung folgender Kriterien verpflichtet, die in der jeweiligen Kurtaxensatzung übernommen wurde und die
    unmittelbare Auswirkungen auf Gast und Gastgeber haben. Auch hier haben Gastgeber aus Langenargen gegen
    Verpflichtungen wegen fehlender Rechtsgrundlagen Normenkontrollklage beim VGH eingereicht.
    Aus der Vielzahl eingereichter Klagepunkte soll hier nur ein Klagepunkt daraus aufgeführt werden.
    Nach § 6 Abs. 8 der Kurtaxensatzung für Langenargen sind die Gastgeber Adressat von satzungsrechtlichen Pflichten
    die melderechtlichen Vorschriften sind nach dem Bundesmeldegesetz in §28-31 geregelt. Auf dem Meldeschein sind
    demnach nur die für die Anmeldung des Gastes personenbezogenen Daten aufzuführen.
    Auf dem Meldeschein ist jedoch in Kombination mit der Ausstellung der EBC Karte eine aufgeführt, welche mit den
    gesetzlichen Meldedaten absolut nichts gemein haben können. Gesetzliche Meldedaten sind der Gemeinde zu
    Abrechnungszwecken zu übermitteln. Diese Daten dürfen ohne Zustimmung der betroffenen Person nicht an Dritte
    weitergeleitet werden, auch wenn diese anonymisiert werden. Hier werden jedoch die Daten an Dritte (hier die DBT)
    für die „Echt Bodensee Card“ weitergeleitet, welches mit dem Meldegesetz unvereinbar ist.

    Forum Langenargen
    Sensationsmeldungen?

Bei der Sonderausgabe der Schwäbischen Zeitung zur Saisoneröffnung am 30.04.2017 in Langenargen,
fallen zwei Hinweise auf: So gibt es die Meldung mit der Überschrift: "200 Ausflugziele mit einer Karte".
Beim genaueren Hinschauen erkennt man, dass für Karteninhaber eine WhatsApp abrufbar ist, die es ermöglicht,
sich über 200 Ausflugsziele zu informieren.
Natürlich braucht man die Karte dafür nicht, da man diese Ziele auch selbst googlen kannDie früher beworbene
Möglichkeit, mit der EBC bei ca. 100 Anbietern Vergünstigungen zu bekommen wird nur noch selten erwähnt,
da sich inzwischen herumgesprochen hat, dass die Konuskarte und die VHB-Karte doppelt so viele Anbieter präsentieren.
Zum anderen findet man die Überschrift: "Neues Busangebot verbindet Langenargen".
Dabei handelt es sich lediglich um die Verbindung Langenargen – Bierkeller – Eriskirch.
Hier wird nur etwas verbessert, was schon seit Jahren als unzumutbar gilt.
Es wurde also nur ein Normalzustand angestrebt.
Die Versprechungen, im Rahmen der EBC Einführung würden Infrastruktur und Taktung im Einzugsgebiet von BODO
deutlich verbessert, sind bisher nur leere Phrasen.

Forum Langenargen    26.04.2017

so sieht das Erfolgsmodell einer Gästekarte aus. Zur Nachahmung dringend im Bodenseekreis zu empfehlen.

H. Maerz, Uhldingen-Mühlhofen    21.04.2017

Erfolgsmodell Konuskarte

Projektaufbau Konus-Karte

KONUS ist ein solidarisch finanziertes System, das ohne Fördermittel realisiert wurde. Durch den Erfolg des
Angebotes konnten immer mehr Partner für eine Teilnahme begeistert werden. Das Projekt soll sich langfristig
aus der nachfolgend beschriebenen Umlage selbst tragen.

Laufende Kosten

In allen Gemeinden, die KONUS anbieten, ist es vertraglich geregelt, dass diese pro meldepflichtiger
Gästeübernachtung
einen Betrag in Höhe von 0,36 Euro bezahlen müssen. Dieser Betrag  wurde von
den Verkehrsbetrieben ermittelt. Geschäftsreisende sind hierin ebenso enthalten wie Privatquartiergäste.
Die Erhebung einer Kurtaxe ist kein entscheidendes Kriterium.
Nicht meldepflichtig im Sinne von KONUS sind beispielsweise Kinder unter 6 Jahren. Bildungseinrichtungen
und (Kur-) Krankenhäuser können selbst entscheiden, ob sie bei KONUS mitmachen wollen oder nicht.
Von dem genannten Betrag entfallen
0,35 Euro (netto) auf das Fahrgeld für die Verbünde und die Bahn und
0,01 Euro (netto) für Organisation und Marketing auf die Schwarzwald Tourismus GmbH.
Bei der Art der Refinanzierung dieser Beträge haben die betroffenen Kommunen Wahlfreiheit.
Gängig sind die beiden folgenden Handhabungen:
In Orten mit Kurtaxerhebung können die Übernachtungsgäste darüber zur Mitfinanzierung von KONUS
herangezogen werden. Die Details zum kurtaxpflichtigen Personenkreis regeln die Satzungen der Gemeinden.
Wenn Geschäftsreisende beispielsweise keine Kurtaxe bezahlen, müssen deren Beiträge zum Projekt
anderweitig getragen werden (z. B. Mischkalkulation und Aufschlag auf die kurtaxpflichtigen Übernachtungsgäste,
Haushaltsmittel, Zuschüsse aus anderen Quellen). In Orten ohne Kurtaxerhebung können beispielsweise
Einzelverträge zwischen der jeweiligen Kommune und den Vermietern geschlossen werden.
Die Beherbergungsbetriebe können hierzu allerdings nicht verpflichtet werden.
Trotzdem erhalten alle Gäste mit Meldeschein auch die KONUS-Gästekarte. Auch hier müssen die durch
Nichtteilnahme von Beherbergungsbetrieben entstehenden Fehlbeträge anderweitig gedeckt werden.
Die Gemeinden haften im Prinzip für die Gastgeber, da Beiträge für alle meldepflichtigen Übernachtungen
bezahlt werden müssen. Die Meldescheine sind Grundlage für die Ermittlung der Übernachtungszahlen.
Die genannte Umlage ist – unabhängig von der Nutzung des ÖPNV durch die Gäste – von den Gemeinden
zu bezahlen, nicht an eine Tariferhöhung im öffentlichen Verkehr gekoppelt und wird zweckgebunden
wiederverwendet. Dadurch wird eine solide finanzielle Grundlage geschaffen, die das System auf Dauer
am Leben halten soll. Die jährlichen Fahrgeldeinnahmen für die Ausschüttung an die Verkehrsbetriebe
lagen im Jahr 2013 bei rund 3,86 Mio. Euro und bezogen sich auf etwa 10,9 Mio. Übernachtungen.
Die Verkehrsbetriebe haben also fixe, gut kalkulierbare Einnahmen aus der Beteiligung an KONUS.
Die Höhe der Ausschüttung richtet sich danach, wie viele Übernachtungen auf den jeweiligen Abdeckungsbereich
der Verkehrsanbieter entfallen. An die Schwarzwald Tourismus GmbH wurden etwas mehr als 100.000 Euro
für Marketingaktivitäten ausgeschüttet.

Technische Grundlage

Es handelt sich bei KONUS um eine Papierkarte mit Sichtprüfung, die als Freifahrtkarte anzusehen ist.
Es wird also nicht erfasst, welche Strecken die Gäste jeweils zurücklegen. Als Sicherheitsmerkmale
sind Mikroschrift, Spezialfarbe (Kopierschutz) und Sinus-Perforation zu nennen.

Es gibt kostenlos Prospekte zur „KONUS-Gästekarte“, die in verschiedenen Sprachen aufbereitet sind.
Dort ist neben allen teilnehmenden Gemeinden auch eine Übersichtskarte mit Geltungsbereich und
Nutzungsbedingungen abgedruckt. Mit der „Strecken- und Linienkarte KONUS“ werden zudem die
ÖPNV-Verbindungen dargestellt.

Erfolgsfaktoren – KONUS 

Der Erfolg von KONUS basiert auf unterschiedlichen Faktoren:

Es handelt sich um ein einfaches und (in Relation zum Übernachtungspreis) kostengünstiges System
für den Nutzer. Eine einmalige Anmeldung im Beherbergungsbetrieb reicht aus, um die „Fahrkarte“
für den gesamten Aufenthalt zu bekommen.
Wartezeiten beim Kartenkauf entfallen ebenso wie der Abgleich
mit den normalen Tarifen. Wichtige Erfolgsgrundlage ist die branchenübergreifende intensive Zusammenarbeit
aller beteiligten Unternehmen und Organisationen. Hierzu zählen neben dem ÖPNV insbesondere die
Tourismusorganisationen und die Kommunen. Die Existenz des attraktiven öffentlichen Nahverkehrsangebotes
ist Basis für den Erfolg dieses touristischen Angebotes. Für die Verkehrsverbünde sind die aus KONUS
resultierenden Imageeffekte wichtig. Hohe Akzeptanz bei den Übernachtungsgästen im Schwarzwald,
für die das Angebot einen klaren Mehrwert (z. B. umweltverträglich reisen, erholsame Fahrten, keine
Parkplatzprobleme, Kostenersparnis gegenüber Pkw-Fahrten, Intensivierung des Urlaubserlebnisses) darstellt.
So wird KONUS als interessante Serviceleistung angesehen und schafft Vorteile gegenüber anderen Zielgebieten.
Dies lässt sich aus der Resonanz vieler Beteiligter ableiten.
Die Beherbergungsbetriebe haben keine Zusatzkosten für die Bereithaltung der KONUS-Karte für ihre Gäste
und nutzen das Angebot für ihre Werbeaktivitäten.In Zusammenhang mit KONUS lassen sich spezifische Pakete
mit ergänzenden Serviceleistungen (z. B. konkrete Routenplanungen für Wanderausflügler, Einkaufstouristen,
Skifahrer etc.) schnüren. KONUS war Vorreiter für ein derartig strukturiertes Angebot mit „kostenloser“
ÖPNV-Nutzung in einer großflächigen Urlaubsregion und hat einen relativ hohen Bekanntheitsgrad.
Der gute Ruf des Konzeptes hat für eine stetige Zunahme der teilnehmenden Gemeinden und damit auch für eine
Ausdehnung des Gültigkeitsbereiches gesorgt. Durch die Änderung des Kommunalabgabengesetzes in
Baden-Württemberg ist das KONUS-Projekt gesetzlich legitimiert.
Die Übertragung des KONUS-Modells auf andere Regionen (z. B. HATIX im Harz, GUTi im Bayerischen Wald,
VHB-Gästekarte in der Region Hegau-Bodensee)
und zahlreiche Anfragen anderer Interessenten verdeutlichen
den Erfolg dieses Praxisbeispiels. Zudem findet das Modell bei Fachdiskussionen häufig als Best-Practice-Beispiel
Verwendung. Die Einführung von KONUS hat auch dazu geführt, dass sich die Meldemoral erhöht hat, da die Gäste
wegen der Zusatzleistung gerne die Kurtaxe zahlen und damit registriert werden müssen.


Hemmnisfaktoren – KONUS 

Die nachfolgend genannten Punkte stellen eigentlich keine Negativfaktoren im engeren Sinne dar, sondern sind
eher als Anregungen für eine Optimierung des Modells zu verstehen:
Verbesserungsmöglichkeiten bestehen insbesondere bei der Erfolgsmessung. Es handelt sich um eine einfache
Papierkarte mit reiner Sichtprüfung ohne konkrete Datenerfassung.
Eine flächendeckende Gästebefragung
zur Nutzung des ÖPNV während des Aufenthaltes liegt nicht vor.
Teilweise ist Skepsis bei den Gastgebern vorhanden, dass es durch KONUS zu Kostensteigerungen
(z. B. Erhöhung der Kurtaxe oder der Umlagen bei den Beherbergungsbetrieben) und dadurch bedingt zu einem
Rückgang der Zahl der Übernachtungsgäste kommen könnte. Dem ist durch intensive Kommunikation der Vielzahl
positiver Effekte und des geringen finanziellen Beitrages für die kostenlose Nutzung des ÖPNV durch KONUS
argumentativ entgegenzuwirken. Problematisch ist sicherlich der Sachverhalt, dass Kommunen, die keine Kurtaxe
erheben, Kosten übernehmen müssen, wenn sich einzelne Beherbergungsbetriebe an der Finanzierung nicht beteiligen.
Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund,
dass deren Gäste dennoch von den Vorteilen durch KONUS profitieren.
In Bezug auf Zweitwohnungsbesitzer, die eine Jahreskurtaxe bezahlen und dennoch von KONUS ausgeschlossen sind,
sollten Lösungen angestrebt werden.

 

Kommentar zur Berichterstattung in der Schwäbischen Zeitung vom18.04. 2017, Seite 2

Titel: "Für uns ist es dieses Jahr eine schwierige Situation“ - das war die überraschende Aussage von Herrn Jost.
Bisher lief es doch angeblich nach seinen Behauptungen einfach super!
Er erwähnt zum Erstaunen vieler Gastgeber/innen, dass für die Ausgabe der EBC für eine vierköpfige Familie nicht mehr als zwei Minuten zu veranschlagen seien.
Wir hörten von den Gastgebern ganz andere Zahlen:
Eine Dame war neulich in der TI: Das Procedere der Anmeldung durch eine Fachfrau für diese eine Person dauerte etwa sechs Minuten. Dazu kamen noch das Besprechen der kleingeschriebenen Nutzungsbedingungen mit Diskussion um die Unterschriften und die Einziehung des Pfandes von 5 Euro mit Bestätigung.
Insgesamt dauerte der ganze Vorgang fast 15 Minuten (für eine einzige Person)! Die Einbeziehung von Kindern ist natürlich eine statistische Verwässerung, da bei diesen lediglich das Geburtsdatum eingegeben werden muss und die Erläuterungen wegfallen.
Wir verwahren uns ganz entschieden gegen die öffentliche Verbreitung solcher Halbwahrheiten.

Forum Langenargen   18.04.2017

Offener Brief an Herrn Hinkel, den stellvertretenden Bauamtsleiter

Sehr geehrter Herr Hinkel,
Ihre knappe, nichtssagende Antwort auf unsere Anfrage wegen des Werbebanners am Rathaus und des Werbeplakates am der Hafenmauer kam erst sechs Tage nach der ersten Anfrage und fast fünf Stunden, nachdem wir in einem offenen Brief im Forum Langenargen Frau Poimer von der SZ informiert hatten.
Sie gehen Sie nur auf den Hinweis bezüglich der Beschriftung auf den Werbeträgern ein und nicht auf die gesetzliche Regelung bezüglich der Anbringung und des Inhalts. Wir suchen vergeblich die Begründung für Ihre Aussage, dass die Transparente gesetzeskonform seien.
§ 12 der Werbeanlagengestaltungssatzung der Gemeinde Langenargen lautet:

„Werbefahnen und Werbetransparente sind unzulässig.“

Haben Sie die gemeindliche Satzung für die Belange von Herrn Jost außer Kraft gesetzt oder gilt gelten die Regelungen für Rathausangestellte nicht?
Vielleicht aber kennen Sie die Werbeanlagengestaltungssatzung gar nicht, was ein ziemlich schlechtes Zeichen für einen stellvertretenden Leiter des Bauamtes wäre.
Wir betonen nochmals, dass die Mehrheit der Gastgeber die EBC ablehnt und deshalb die Gäste bezüglich des Erwerbs der Karte auf die Touristinfo verweisen. Der Hinweis auf den Werbeträgern missachtet die Meinung dieser Überzahl und entmündigt die Betroffenen.
Hier liegt unseres Erachtens der Tatbestand einer irreführenden Werbung vor!
Wer hat diese unzulässige Werbung an unzulässiger Stelle veranlasst und finanziert?
Wer hat die Verantwortung für die geschmacklose und deplatzierte Aufstellung des riesigen Stromkastens am Vorplatz des Münzhofes?

Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass wir Ihre Antwort ggf. an das Regierungspräsidium in Tübingen weiterleiten werden, um die Zulässigkeit dieser Werbefahnen und Tranparente endgültig klären zu lassen.

Forum Langenargen    14.04.2017

Echt Bodensee Card – Fakten-Check
Stand: März 2017

Fakt 1: Unsere Gäste brauchen keine EBC und sind nicht bereit 1 € mehr pro Übernachtung zu zahlen.

Aussage der Betreiber: 22 Ferienregionen Deutschlands ermöglichen ihren Gästen durch besondere Mobilitätsangebote mit Bus und Bahn einen autofreien Urlaub. Nur rund die Hälfte aller Übernachtungsgäste möchten laut repräsentativer Marktforschungsstudie aus dem Jahr 2014 den ÖPNV nach Einführung der EBC im bodo-Verbundgebiet nutzen.

Klarstellung: Keiner stellt diesen Ansatz in Frage. Keiner ist gegen so ein umlagefinanziertes Projekt. Pilot und Modell war vor 11 Jahren die Schwarzwald-Tourismus GmbH mit dem KONUS-Ticket - ohne RFID, ohne aufwändige technische Kartenkontrolle in den Bussen und Bahnen, mit einer pauschalen Vergütung von lediglich 45 Cent pro Gast/Nacht (ab 6 Jahre).

Und dabei ist der überwiegende Teil dieses Projektes weder verpflichtend für alle Gastgeber, vielmehr haben sie die Wahl.
   selbst wenn ein ganzer Ort mit allen Vermietern teilnimmt, ist nirgends der
   Einsatz eines elektronischen Meldewesens zwingend vorgeschrieben.Alle vergleichbaren Projekte bewegen sich bei den Kosten der Umlage  
   pro Nacht bei 30 - 45 Cent, und nicht bei 1,15 € wie im Bodenseekreis.
  Die meisten Projekte haben eine pauschale Vergütung und operieren mit Papiertickets mit Barcode. Die reinen Verwaltungskosten belaufen sich in
  der Regel auf 1 - 3 Cent pro Gästeübernachtung und nicht auf horrende 25 Cents wie bei der EBC.

Die SPD Fraktion hatte im Kreistag gerügt, dass dem Kreistag als Entscheidungsträger der Einblick in das Gutachten von Customer Research verwehrt wurde. Dennoch stimmte die SPD Fraktion der Darlehensfinanzierung von 1,2 Mio zu.
Wie kann man seitens der Genossen einer Darlehensfinanzierung zustimmen, wenn man keinen Einblick in die Berechnung habe? Jeder ordentliche Kaufmann schaut sich die Vertragsbedingungen an, bevor dieser sich in ein nicht kalkulierbares Abenteuer einlässt. Hier hat der gesamte Kreistag in unverantwortlicher Weise gehandelt. Wer überprüft die Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise des Landrats???

Die meisten Projekte satteln auf dem Meldewesen auf (egal ob elektronischer Meldeschein oder die bisherigen manuellen Gästeblätter) – und nicht umgekehrt wie bei der EBC. Die Bereiche Meldewesen/Gastanmeldung und Gästecard sind aus Datenschutzgründen klar getrennt und bestehen aus zwei unterschiedlichen Softwaresystemen.

Fakt 2: Die Chipkartentechnologie ist veraltet. Bar- und QR-Code sind der heutige Stand der Technik.

Aussage der Betreiber: Die Technologie der EBC (Chipkarte) ist von der Ausstattung des Verkehrsverbundes bodo vorgegeben. Diese basiert auf dem zukunftsfähigen, bundesweiten Branchenstandard (eTicket Deutschland). Perspektivisch wird die EBC auch auf NFC-fähigen Smartphones verfügbar sein.

Klarstellung: Barcode-Karten sind deutlich günstiger. Sie können im Print@Home-Verfahren gedruckt werden und sie können auf Handy-Displays gut dargestellt und gelesen werden. Integration von externen Voucher und Gutscheinen ist damit an der vorhandenen einfachen und kostengünstigen Barcode-Leseinfrastruktur möglich.

Die pauschale Kostenverrechnung braucht keine streckenabhängige Berechnung (Check-in / Check-out Verfahren). Der Einsatz der teuren Chipkarten nutzt nur bodo, nicht dem Tourismus - und verkompliziert die Prozesse beim Vermieter und bei den Gästen (Zwang zur Rückgabe der Karten, Pfandsystem beim Vermieter...). Erwiesenermaßen funktionieren Systeme auf Papier- und Barcode-Basis schon seit vielen Jahren in großen überregionalen Projekten kostengünstig und problemlos.

Fakt 3: Die Schnittstellen-Problematik ist nicht gelöst.

Aussage der Betreiber: Fester Bestandteil des ausgeschriebenen EBC-Systems sind Hotelsoftware-Schnittstellen, über die die Meldedaten aus der Hotelsoftware automatisiert übergeben werden können. Zusätzlich stellt das EBC-System eine Schnittstelle zur Übergabe der Meldedaten an die Gemeindesoftware (Kurtaxe-Abrechnung) zur Verfügung. EBC-seitig entstehen hier keine Kosten für die Gastgeber bzw. die Gemeinde.

Klarstellung: Alle Schnittstellen von Hotelsystemen gab es seit Jahren schon bei diversen Anbietern vom Elektronischen Meldeschein. Diese Schnittstellen müssen alle erneut eingerichtet und bezahlt werden – wie es scheint nicht von der DBT (!?), sondern von den Gemeinden und/oder den Vermietern. Seit Jahren bewährte Prozesse in der Gastanmeldung und Ausstellung der Ortsgästekarten müssen komplett neu aufgesetzt werden, d.h. sie werden künstlich verkompliziert. Alle Prozesse müssen neu geschult werden, obwohl all das nicht notwendig wäre.

Fakt 4: Der Datenschutz wurde nicht berücksichtigt.

Aussage der Betreiber: Die EBC ist konzeptionell in Bezug auf den Datenschutz so angelegt, dass nicht nur alle in Deutschland geltenden datenschutzrechtlichen Anforderungen vollständig erfüllt werden, sondern darüber hinaus auch zusätzliche Anforderungen an Datensparsamkeit und Datensicherheit erfüllt werden können.

Klarstellung: Laut dem Kooperationsvertrag, den die Orte mit der DBT schließen müssen, wird jegliche Haftung auf die Orte und die Vermieter abgewälzt. Der Kooperationsvertrag samt ADV ist hinsichtlich des Themas Datenschutz und angesichts des komplexen Konstruktes und der Datenflüsse Vermieter>Gemeinde>DBT>GEIOS>BODO völlig unzureichend.

Fakt 5: Durch die EBC wird der ÖPNV subventioniert.

Aussage der Betreiber: Nein. Der Solidarbeitrag wurde auf Grundlage einer repräsentativen Marktforschungsstudie ermittelt. In die Kalkulation eingeflossen sind zukünftig wegfallende Tarifeinnahmen, Mehrausnutzungseffekte sowie Kapazitätserhöhungen (z.B. der neue Echt Bodensee Bus zwischen Langenargen und Bodman-Ludwigshafen). Ferner wurde der Solidarbeitrag bis zum 31.12.2019 festgeschrieben.

Klarstellung: Bei allen anderen Projekten, die es seit vielen Jahren auf anderer technischer Basis gibt und die damit äußerst erfolgreich laufen, sind die Beträge für ÖPNV und vor allem für den System-Betrieb deutlich günstiger. EBC-Betreiber wollen das 2 - 2,5-fache dessen was branchenüblich ist. Die dortigen ÖPNV-Verbünde sind mit weit weniger zufrieden‚.

Fakt 6: Der Aufwand für die Gastgeber ist viel zu hoch.

Aussage der Betreiber: Die verpflichtende Anmeldung inkl. Aushändigung der Kurkarte ist bereits heute vorgeschrieben (Bundesmeldegesetz, Satzung). Die generelle elektronische Meldung ist kundenorientierter und reduziert – etwa bei Stammgästen oder via Vorabmeldeschein – den zeitlichen Aufwand beim Gastgeber. Die Aktivierung der EBC erfolgt sekundenschnell. Die EBC ist ein zusätzliches Verkaufsargument für alle Beherbergungsbetriebe – und zwar kostenfrei.

Klarstellung: In keinem anderen Projekt werden die beiden Themen "Gastanmeldung/Meldewesen" und "überregionale Vorteilscard nach einem Umlageverfahren" so unzulässig miteinander verknüpft. Es gibt keine gesetzliche Grundlage, dem Vermieter eine Arbeitsweise mit einer Software aufzuzwingen. Die Vorteile des Verfahrens "Elektronischer Meldeschein" gegenüber dem bisherigen manuellen Verfahren - sofern vorhanden - muss der Vermieter, der damit tagtäglich arbeiten soll, selbst beurteilen. Das Meldewesen und die verbundenen Pflichten des Vermieters hat per se nichts mit dem Ausstellen einer überregionalen Gästekarte zu tun, auch wenn sie mit einem Teil aus der Kurtaxe finanziert werden soll.

Fakt 7: Das ganze System ist viel zu teuer.

Aussage der Betreiber: Die darlehensfinanzierte Investition in Höhe von 1,2 Mio. Euro ermöglicht es der DBT - als Unternehmen mit Beteiligung der öffentlichen Hand -, den Partnern der EBC die notwendigen technischen Komponenten (Hard- und Software) kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Die solidarische Finanzierung sorgt für eine schrittweise Rückführung des Darlehens und darüber hinaus für das Marketing in den touristischen Quellmärkten.

Klarstellung: Die Ausschreibung war zwischen dem Beratungsunternehmen WIIF, dem Anbieter GEIOS (gleicher Personenkreis) und der DBT von vornherein klar abgekartet. 3 – 4 branchen-bekannte und leistungsstarke Anbieter von derartigen Card-Systemen (mit zahlreichen Referenzen im betreffenden Bereich und schon alle in der Region Bodensee tätig) haben deshalb ERST GAR NICHT ANGEBOTEN! Das war kein fairer Wettbewerb, sondern eine Farce… trotz angeblich korrekter Durchführung und Betreuung durch eine Stuttgarter Kanzlei.
Die Verquickungen von Beratung und Umsetzung (gleicher Personenkreis) sind nicht akzeptabel.

Fakt 8: Die Pfandregelung der EBC ist zu aufwendig.

Aussage der Betreiber: Die EBC ist ein wertiges Produkt und kann nicht verschenkt werden. Es obliegt jedoch dem Gastgeber selbst, ob er das Pfand tatsächlich bei Kartenausgabe erhebt oder nur bei Verlust oder Beschädigung (= gängige Praxis bei der Allgäu-Walser-Card, Hochschwarzwald Card).

Klarstellung: Alle anderen Projektbetreiber machen es seit Jahren anders. Hartplastikkarten mit Barcode/QR-Code sind genauso hochwertig und kosten nur einen Bruchteil der RFID-Chipkarten. Karten im Pfandumlauf sehen irgendwann grauslich und völlig zerkratzt aus. Einwegkarten sind wunderbare Werbeträger und können immer wieder neu mit wechselnden Sponsoren-Logos versehen werden zur Refinanzierung der Kosten.

Im Falle EBC: Es ist keine Druck-Personalisierung möglich. Es bleibt nur eine Notlösung mit einer beschreibbaren Hülle, in die die Karten gesteckt werden, oder mit Aufklebern. Es entsteht sinnloser zusätzlicher Verwaltungsaufwand bei den Vermietern für das Inkasso und die Verwaltung des Kartenpfands.

Der Gast muss bei einem frühen Check-out die Karte beim Vermieter abgeben, um sein Pfand zu bekommen. Er kann keine Leistungen/Rabatte mehr auf dem Heimweg nutzen. Das ist nicht kundenfreundlich. Er sollte die Karte den ganzen Abreisetag noch nutzen können. Er hat dafür immerhin indirekt die Umlage bezahlt.

Fakt 9: Die Top 10 der Bodensee Erlebniskarte sind nicht im Leistungsumfang der EBC enthalten.

Aussage der Betreiber: Doch, da die Bodensee Erlebniskarte von den EBC-Gästen zum Vorzugspreis erworben werden kann. Im Übrigen sind auch Schifffahrtsangebote sowie mehr als 100 weitere Leistungen mit Preisvorteilen bei der EBC enthalten.

Offene Fragen: Wie hoch ist der Rabatt konkret? In %?

Was soll eine umlagefinanzierte Karte bringen, mit der der Gast dann erst nochmal eine Kaufkarte mit ein paar % Rabatt erwerben muss???

Fakt 10: Die Gastgeber und Leistungserbringer wurden zu wenig in die Projektentwicklung einbezogen.

Aussage der Betreiber: Zur Einbeziehung aller Beteiligten fanden in den letzten 2 Jahren in allen Gemeinden und relevanten Gremien (Gemeinderat, IHK, VTWB, Dehoga, Vermieterversammlungen etc.) kontinuierlich Informationsveranstaltungen statt. Darüber hinaus sind sowohl im DBT-Fachbeirat als auch im EBC-Arbeitskreis Vertreter der Gemeinden, Gastgeber, Leistungserbringer und Verbände einbezogen. In Abstimmung mit den 4 Startgemeinden wurde zusätzlich ein EBC-Beirat gegründet, in dem seit der Einführungsphase im Herbst 2016 Gastgeber aus den Gemeinden Mitglied sind.

Klarstellung: Diese sogenannten Informationsveranstaltungen glichen, eine wie die andere, reinen Verkaufsveranstaltungen. Kostengünstigere Alternativen (z.B. VHB Karte aus dem Landkreis Konstanz) wurden gar nicht aufgezeigt. Gastgeber und Leistungserbringer wurden schlichtweg übergangen. "Der Kuchen ist gut! Ihr habt eine höhere Kurtaxe bei Euren Gästen einzuziehen und Ihr habt einen Rabatt zu gewähren. Basta und Ende der Diskussion!"

EBC-Beirat??? Wer hat das entschieden bzw. die Mitglieder ausgesucht? Forum Langenargen, Hagnauer Zimmervermieter, die zwei einzigen Hotels in Sipplingen im EBC-Beirat??? Keiner hat sie gefragt!!!

Fakt ist: Es wird über die Köpfe derer entschieden, die Leistung erbringen müssen. Wer kritisch seine Stimme erhebt und die Missstände beim Namen nennt, ist ein Querulant, Störenfried und Verschwörungstheoretiker. Öffentlich wird einem undemokratisches Verhalten vorgeworfen oder man wird, wie zuletzt bekannt wurde, öffentlich als Lügner diffamiert.

1 -  so bei KONUS, bei HATIX, bei Guti etc. - siehe dort:

HATIX im Ostharz     Fehler! Hyperlink-Referenz ungültig.

Guti-Ticket im Bayrischen Wald

http://www.bayerwald-ticket.com/guti/

Rennsteig-Ticket im Thüringerwald

http://www.bus-bahn-thueringen.de/tickets_tarife/rennsteig-ticket/

siehe auch:

https://regiowiki.pnp.de/index.php/G%C3%A4steservice_Umwelt-Ticket

VHB Ticket am westlichen Bodensee

KONUS im Schwarzwald (als erstes Projekt dieser Art – alle anderen haben den Ansatz kopiert!!)

‚ 2 - ÖPNV-Anteile pro Gast-Übernachtung von: HATIX = 0,30 € / GUTI = 0,31 € / KONUS = 0,45 €

Forum Langenargen    14.04.2017

Sehr geehrter Herr Jost,
heute Abend findet ja das Touristikgespräch statt.
Wie ich sehe haben sich bis jetzt erst 12 Personen angemeldet.
Spätestens jetzt sollten Sie besprechen ,wie man die Vermieterinnen wieder ins Boot holen kann.
Die Stimmung ist miserabel , die Vermieterinnen hilflos.
Vielleicht vergaß man in der ganzen EBC Euphorie, dass es die Vermieter sind, die dahinter stehen müssen .
Die meisten fühlen sich übergangen.Immerhin sind wir diejenigen ,die sich um die Gäste kümmern.
Einen Großteil tragen wir dazu bei , dass sie später wiederkommen und  das bis jetzt auch ohne EBC.
Ich habe letztes Jahr noch alle Bestätigungen mit 2 Euro geschrieben. Das heißt, dass ich auf mehreren 100 Euro sitzen bleibe.
Von den Vermieterinnen höre ich, dass die Gäste, die schon jahrzehntelang kommen mit Unverständnis reagieren.
Der Bürgermeister behauptet im Monfortboten, es  sei noch keiner wegen der Kurtaxe abgesprungen,  wir haben da leider ganz andere Erfahrungen.
Von Gästen, die nur Anfragen starten, springen viele wegen der hohen Kurtaxe ab. ..” dann gehe ich doch in einen andern Ort am Bodensee”.
Heute rief mich eine alte Wirtin an, dass schon 6 Gäste abgesprungen sind. Das kann man glauben oder nicht...
Tatsache ist, dass einige  Vermieterinnen noch nicht mal im Sommer ausgebucht sind.
Nun ich habe ein Seegrundstück, da kommen die Gäste auch für 3,15 Euro Kurtaxe, auch wenn es 12 % vom Übernachtungspreis ist.
Aber andere Vermieterinnen haben eben nicht das Glück der Lage. Wer fühlt sich für die Belange der Vermieterinnen zuständig?
Ich würde mich freuen, wenn Frau Bernhard hier mal alle Vermieterinnen zusammen bringt und sich unsere Probleme anhört.
Wir müssen die Möglichkeit haben, uns untereinander zu verständigen und ehrlich zueinander zu sein.
Nur wenn man die Vermieterinnen ernst nimmt und sie respektiert, kann man wieder Vertrauen schaffen .
Und wenn wir nicht anfangen ehrlich miteinander zu sein, wird der Graben immer größer.
Wir sind alle ehrenwerte Vermieterinnen, die viel Zeit und Geld in ihre Unterkünfte stecken und sich um die Gäste kümmern.
Wann werden wir gewertschätzt und nach unseren Ideen, Vorschlägen und Wünschen gefragt?
Ja, der Gast entscheidet....meine Gäste fragen noch nicht mal nach der Karte, obwohl überall das Plakat hängt.
Im Montfortboten werden wir sogar kriminalisiert. Uns wird Steuerhinterziehung und Unterschlagung indirekt vorgeworfen.
Das ist keine gesunde Basis.
Ich freue mich von Ihnen zu hören und hoffe ,dass Sie heute Abend diese Mail vorlesen.
 
Mit freundlichem Gruß
Annette Pfleiderer

Brief an Herrn Jost

Sehr geehrter Herr Jost,
Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass meine Feriengäste aus München sehr verärgert sind.
Gerade vor 10 Minuten kamen sie aus FN zurück:
Sie spazierten zu Fuß durchs Ried nach Friedrichshafen.
Von dort wollten sie mit dem Zug zurück.
In FN erfuhren sie, dass es einen Schienenersatzverkehr gibt.
Vor dem Bus herrschte Chaos. Leute mit Koffern und Fahrrädern drängelten sich .
So beschlossen sie wieder zurück nach LA zu Fuß zu gehen.

Mit freundlichem Gruß

P.A.

 

Eklatanter Missbrauch der "Amtlichen Mitteilungen Im Montfortboten" durch den Bürgermeister.

Am 07.04. 2017 erschien im Montfortboten unter "Amtliche Mitteilungen" auf der ersten Seite der Artikel des Bürgermeisters mit der Überschrift: "Information EBC und Meldeverhalten von Vermietern".
Es wurde zuerst die Einführungsveranstaltung im Dorniermuseum angesprochen, die wir als Bluff bezeichnet hatten, da Herr Hess zwar die Gesamtzahl der Installationen zum 01.04.2017 auf 325 bezifferte (ursprünglich geplant waren im ersten Quartal 500 Installationen!), sich aber weigerte, trotz mehrfacher Anfrage, die anteilige Verteilung auf die einzelnen Gemeinden zu veröffentlichen.
Das Gleiche erlebten wir mir den drei anderen Gemeinden. Warum diese Geheimniskrämerei? Wir Steuerzahler haben ein Recht darauf, zu erfahren, was mit unserem Geld geschieht!
Die Blitzumfrage ergab ein überraschendes Bild, das wir lediglich zur Diskussion stellten. Wir wissen, dass von 172 uns bekannten Gastgebern (einschließlich der Hotels) 103 jegliche Installation verweigerten. Einige ließen sich lediglich prophylaktisch verkabeln, für den Fall dass die Klage vor dem VGH scheitern sollte.
Es war auch deshalb ein Bluff, weil etwas gefeiert wurde, was möglicherweise in Kürze dank des Widerstandes vieler Vermieter/-innen nicht mehr existieren wird.
Dass die Klageschrift am selben Tag beim Bürgermeister auf dem Tisch lag, wurde tunlichst verschwiegen.
Der zweite Abschnitt der „Amtlichen Mittelungen“ vom BM Krafft galt einem Leserbrief einer rechtschaffenen Bürgerin.
Sie wurde regelrecht an den Pranger gestellt. Das Perfide am Montfortboten, der ohne die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde nicht existieren kann, ist die Tatsache, dass dem Bürger bei falschen Behauptungen seitens der Gemeinde, kein Recht auf eine Richtigstellung eingeräumt wird. Bisher hat man keinerlei Chance, sich öffentlich zur Wehr zu setzen.
Das ist Demokratie á la Langenargen. Genau deshalb gibt es das Forum Langenargen.
Herrn Jost wurden neulich sogar eine ganze Seite im nichtamtlichen Teil des Montfortboten zur Verfügung gestellt. (Nr.50, Seite 5).
Er behauptete damals, unser Protokoll zur Veranstaltung im Gemeindaus am 07.12.2016 enthalte Falschmeldungen und nichtzutreffende Behauptungen. Wir haben ihn mehrfach aufgefordert, Beweise für diese Anschuldigungen zu bringen, leider bisher vergeblich!
Ein Großteil der Rathausangestellten beantwortet keine Fragen der Bürger, obwohl sie eigentlich dazu verpflichtet wären.
Wir diskutieren gerade eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen zwei Angestellte.
Wenn das nicht schon genug wäre, werden auch noch üble Drohungen gegen Bürger, die das Meldegesetz missachtet haben, ausgesprochen, und das ausgerechnet von einem Bürgermeister, dem offensichtlich jedes Mittel recht ist und der deshalb bereits mehrfach gegen geltendes Recht verstoßen hat, um die EBC durchzusetzen.
Ist es rechtens, dass z.B. einem Chinesen eine Unterschrift unter einen Text abverlangt wird, dessen Inhalt er überhaupt nicht kennt?
Haben die DBT Installateure eine unterschriebene Garantieerklärung abgegeben, dass kein Spähprogramm mitinstalliert wurde und sie ggf. in Haftung genommen werden können?

Die Aussage, ein Großteil der bisherigen EBC-Benutzer sei begeistert, erinnert sehr an die Aussage, die unbequemen Bänke würden sehr gut angenommen. Dazu noch der Kommentar: "Sollen die Gäste sich stattdessen auf die Erde setzen?". Es heißt immer: Der Gast entscheidet. Wie soll er denn entscheiden, wenn ihm keine Alternative angeboten wird?

Forum Langenargen  11.04.2017

 

Besuch im Touristikbüro

Da es zwischen unseren Recherchen und den Angaben von Herrn Jost zur Zahl der Installationen bei Vermietern einige Differenzen gab, beschlossen wir, seine Angabe von insgesamt 100 Installationen der Privat-Vermieter und Hotels für die EBC selbst einzusehen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten (Datenschutz und Interpretationen bei doppelten Unterschriften usw.) und einem langen Zögern konnten wir uns ein ungefähres Bild machen. Die angeblich bereits beim ersten Durchgang fotografierten ca. 6 Verträge und Unterschriften konnten wir leider nicht einsehen. Wenn man diese miteinrechnet, kommt man der von Herrn Jost angegebenen Zahl relativ nahe. Es gibt aber auch Hinweise, dass einige Gastgeber/innen lediglich prophylaktisch  die technischen Voraussetzungen schaffen lassen wollten, falls die Klage beim VGH nicht erfolgreich sein würde.
Die aktuelle Liste aller Privatvermieter fanden wir in einer Dokumentation der Landesregierung.
Wie man daraus ersieht, handelt es sich um 162 Privatvermieter (einschl. Ferienwohnungen und Pensionen). Hinzu kommen noch 12 Hotels, zusammen also 174 Gastgeber. Nicht zu vergessen sind zusätzlich mindestens ca. 20 Privatvermieter, die keinen PC haben und somit auch nicht angeschlossen werden können. Diese hatten keine Kenntnis von unserer Rundmail, konnten sich deshalb auch nicht an der Umfrage beteiligen.
Da wir 105 Vermieter zählten, die bisher nicht verkabelt sind, gingen wir davon aus, dass es ursprünglich deutlich weniger als 100 Installationen gegeben haben muss, zumal diese Behauptung bereits schon vor einiger Zeit aufgestellt wurde und sicherlich inzwischen noch weitere Installationen hinzugekommen sind.
Wir waren auch deshalb misstrauisch, weil Herr Hess (DBT) und auch die übrigen drei Seegemeinden trotz jeweils zweimaliger Nachfrage die Zahlenangaben verweigerten.
Zitat des Bürgermeisters von Eriskirch: "Ich kann und will Ihnen keine Zahlen nennen"!
Was bleibt, ist nach wie vor eine unerklärliche Differenz und die Frage nach dem Sinn dieser Geheimhaltungen.
Wir danken Herrn Jost, dass er sich die notwendige Zeit für unsere Fragen genommen hat.
Wir möchten auch ausdrücklich betonen, dass wir selbst die Angestellten der TI noch nie kritisiert haben.
Bei den Recherchen bezüglich sämtlicher Vermieter/innen fiel uns außerdem auf, dass im offiziellen Gastgeberverzeichnis der Gemeinde eine große Anzahl von Privatvermietern fehlte. Erstaunt erfuhren wir, dass nur die Gastgeber/innen veröffentlicht werden, die entsprechend dafür bezahlt haben. Die Präsentation im Gästejournal läuft zwei Jahre. Eine ganze Seite kostet pauschal 1800 €, eine halbe Seite 900 €, eine achtel Seite  ca. 300 € (Jeder kann die Anzeige selbst gestalten). Da ist ein Kleinvermieter (oft Rentner) relativ chancenlos und ziemlich benachteiligt.
Der Gast, der eine einfache Unterkunft sucht und das offizielle Gastgeberverzeichnis benutzt, glaubt, ihm würden alle Privatvermieter präsentiert, wird aber dadurch getäuscht, dass es keine Anmerkung gibt, die darauf hinweist, dass das Verzeichnis relativ unvollständig ist.


Zum Artikel von BM Krafft im aktuellen Montfortboten (07.04.2017) ist zu sagen, dass das von ihm kritisierte, uns zugeordnete Bestreben nach Selbstverwirklichung, ganz eindeutig auf ihn selbst zutrifft. Hier verwirklicht sich nämlich jemand zweifellos auf Kosten von uns allen Bürgern:
Logos, viel zu viele Fahrradwillkommensstationen, unzählige, sinnlose, schlecht lesbare Hinweisschilder, untaugliche Akkuladestationen, unbequeme Bänke, unnötig ausgetauschte Straßennamensschilder, eine störend weiße Uferbeleuchtung und nun auch noch Werbetransparente, die nach Paragraph 12 der Gemeindesatzung verboten sind.
Das uns unterstellte Cyber-Mobbing weisen wir mit allem Nachdruck zurück. Einen kritischen Bürger öffentlich als „Dr. Trump“ zu bezeichnen, ist völlig niveaulos und eines Bürgermeisters unwürdig.
Durch die Hofberichterstattung im MoBo werden regelmäßig falsche Behauptungen aufgestellt, gegen die sich der normale Bürger nicht wehren kann, da Richtigstellungen grundsätzlich verweigert werden. Genau aus diesem Grund wurde nämlich das Forum Langenargen gegründet.
In letzter Zeit erhalten wir immer häufiger zustimmende Zuschriften aus der Region des Überlinger Sees, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.

Übrigens lag bis heute die schriftliche Aufforderung zur Stellungnahme vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim auf dem Tisch des Bürgermeisters. Die Frist ist heute abgelaufen. Dies wurde der Bevölkerung tunlichst verschwiegen.

H. Walter und R. Motz für das Forum Langenargen           07.04.2017      

 

 

Liebe Vermieterinnen und Vermieter,
im Dorf wurde ich heute mehrmals darauf angesprochen, dass wir nochmals die Mail verschicken sollten.
Dies mache ich doch gerne:

Gruß Annette Pfleiderer

Solidarbeitrag zur 2.ten Sammelklage

Vielen Dank, dass Sie sich so zahlreich solidarisch erklären und daran glauben, das Richtige zu machen.
Nur mit Ihrer finanziellen Unterstützung können wir gegen die EBC vorgehen.
Wie wir bereits in früheren Mails mitteilten, zahlen Gegner aus anderen Gemeinden auf ein Solidaritätskonto für diese Klage ein.
Die Kosten betrugen diesmal insgesamt 5000 Euro.
Die Chancen stehen gut, die EBC in ihrer jetzigen Form zu kippen. Insgesamt gibt es 3 Punkte, denen die Rechtsgrundlage fehlt.
Aber auf dem Langenargener Soldidarkonto fehlen jetzt  noch anteilig etwa 1000 Euro und nun wird von uns Langenargenern erwartet,
dass wir den Rest ausgleichen. 
Wir sind die Gemeinde mit den meisten Gastgern/innen. Wir werden also weiter sammeln und
ich werde auch nochmals spenden .

Wenn Sie weiterhin hinter unserer Klage stehen, unterstützen Sie uns bitte!

Jede!! Spende ( selbst 10 Euro) ist hilfreich.

Die Kontonummer lautet:

Spendenkonto
Ulrike Kessler-Willibald, VERMIETERVEREINIGUNG
DE 06 69051725 1020092191

Solidarbeitrag

 

Dieser Screenshot wurde am 04.04.2017 nachmittags erstellt.
Wie wir heute feststellen konnten, wurde auf Grund unserer Veröffentlichung
die Homepage aktualisiert. Es fanden sich aber auffällige Ungereimheiten bei der
Aufstellung der angeblich kostenlosen Leistungen.

Forum Langenargen   05.04.2017

Wenige Stunden nach unserer Veröffentlichung hat die TI reagiert und die Homepage geändert,
doch nicht ahnend, dass sie neue Ungereimtheiten veröffentlicht.
Auf der Merkliste: "Kostenlose Leistungen für Gäste aus Langenargen und Eriskirch" sind erstaunlich
viele kostenlose innerörtliche
Leistungsangebote auszumachen, wenn man eine EBC Karte besitzt.
Für den Gast verbindlich ist der sog. Reiseführer 2017, der an alle Gäste verteilt wird.
Nun entdeckt man Erstaunliches, denn die Angaben differieren deutlich.
Es heißt anfangs: "Freie Fahrt mit Bus und Bahn", wo? in ganz Baden-Württemberg?
"Hallenbäder in Langenargen und Kressbronn frei", in Wirklichkeit kosten sie mit EBC 1 und 2 Euro,
 wobei es das Kuriose ist, dass das Langenargener Bad seit Jahren vom 01.04 bis 30.09. geschlossen hat,
also für Kurgäste völlig bedeutungslos ist.
Die Turmbesteigung am Schloss Montfort soll mit Karte angeblich kostenlos sein, sie kostet aber laut Gästeführer
1,0 Euro.
Das Naturschutzzentrum ist schon seit Jahren frei!! (auch ohne EBC).
Freilandschach und Boule sind ebenfalls ohne EBC schon immer kostenlos.
 Angeblich wären auch die Museen in Langenargen und Kressbronn kostenlos..
Der verbindliche EBC Reiseführer spricht eine andere Sprache: Langenargen kostet 3,20 Euro, Kressbronn 2 Euro.
"Galerien frei". Wir kennen keine Galerien, welche Eintritt verlangen!
Kur- und Promenadenkonzerte bedürfen in keinem Ort einer EBC Karte.
Bei Fahrradvermietung steht "Gutschein bei der TI abholen (einmalig)". Es muss heißen "für einen Tag".
Die Kinderstadtführung in den Ferien ist ebenfalls nicht umsonst, sondern kostet mit EBC 1,50 Euro.
Das Ganze ist ein Chaos und für die Gäste unerfreulich.
Wer ist eigentlich dafür verantwortlich? 
Sind hier nur noch Dilettanten am Werk (jemand, der etwas nicht gut kann, es aber trotzdem tut)?
 
 

In der Aufstellung wird in der Tabellen-Übersicht (s. o.) auch auf vier kostenlose Angebote für
EBC Inhaber in Neukirch hingewiesen, Neukirch ist im offiziellen EBC Reiseführer überhaupt nicht vertreten ist.

Forum Langenargen            05.04.2017

Zur Erinnerung:
Herr Hess von der DBT hatte im Januar 2017 erklärt, es sei sein Ziel, bis zum offiziellen Start der DBT
500 Gastgeber/innen zu vernetzen. Auf dem Kreistag in der letzten Märzwoche gab er 325 abgeschlossene
Verträge an. Uns war sofort klar, dass diese Angaben nicht stimmen konnten.
Wir schrieben ihn zweimal an und baten um eine differenzierte Angabe für die verschiedenen Gemeinden.
Er hüllte sich in Schweigen. Dann fragten wir in Eriskirch an. Nach zwei vergeblichen Versuchen kam ein
unfreundlicher Brief des Bürgermeisters mit den Worten: "Ich kann und will Ihnen keine Zahlen nennen".
Eine zweimalige Anfrage in Bodman-Ludwigshafen wurde schließlich dahin beantwortet, dass sie
keine Statistik führen würden !!
Das Fremdenverkehrsamt Sipplingen war angeblich bei nur 35 Gastgebern nicht imstande, uns die Anzahl
der Installationen zu nennen!
Weil die angegebene Zahl von Herrn Jost unmöglich stimmen kann, lässt sich zusammengefasst feststellen,
dass die Gesamtzahlen von Herrn Hess von der DBT bewusst falsch veröffentlich wurden.
Vielleicht findet sich jemand unter Ihnen, der juristische Schritte einleitet.
Frau Pfleiderer vertritt im Normenkontrollverfahren bereits 4 Gemeinden und ist damit voll ausgelastet.
Ggf. bei uns bitte melden. Danke!


Ihr Forum Langenargen     04.04.2017

Früher war von diesem horrenden Preis nie die Rede

Leserbrief:   Sommerplanung

Wir zählen zu den Glücklichen, die unseren Urlaub in Langenargen nicht
stornieren müssen, denn wir hatten nicht gebucht. Natürlich kennen wir
die wechselnden Wetterlagen am See. Doch ausschlaggebend war die ungute
Atmosphäre mit dieser Rechnung: je Person 3,15 Taxe. 4 Personen mal
3,15 € ist 12,60 € pro Nacht. 12 Nächte x 12,60 € ergibt 151,20 € an LA-Steuer.
Ein Flug mit Eurowings in den Süden kostet ca. 50 €. Am Zielort wird
keine Kurtaxe genommen, da wir als Touristen per se einiges an Ausgaben
vor Ort lassen. Zudem wissen viele, dass die Urlaubsziele im Wettbewerb
stehen. Nur dass einige Zielorte eine Gut-Wetter Garantie abgeben können.
Doch sind wir als Nichtrentner, ja auch nicht die Zielgruppe solch einer
Gemeinde am See.

03.04.2017

Liebe Gastgeber(-innen),

Die Angelegenheit Jost wird immer rätselhafter.
Ergebnis unserer Umfrage nach 48 Stunden:

nicht geschult und nicht verkabelt: 83 !

geschult aber auch nicht verkabelt: 4.

geschult und verkabelt bisher lediglich 11 !!

Es ist uns unerklärlich, wieso bisher so wenige Meldungen von Verkabelten kamen; wir sind sicher, dass es einige mehr sind.
Zählt man die Gastgeber dazu, die keinen PC haben und an der Blitzumfrage nicht teilnehmen konnten und somit natürlich auch nicht
verkabelt werden konnten, dann werden wir bis heute Abend die Marke von Hundert überschreiten.
Herr Hess von der DBT verkündete vor dem Kreistag, dass in den vier Teilnahmeorten 325 Gastgeber verkabelt wurden.
Wenn man die Erkenntnisse von Langenargen zu Grunde legt, ist das völlig unmöglich.
Wir haben Herrn Hess zweimal angeschrieben. Er verweigerte jegliche Auskunft. Das machte uns natürlich noch neugieriger.
Wir schrieben das Fremdenverkehrsamt Eriskirch zweimal an. Auch hier wurde die Auskunft verweigert. Stattdessen kam ein
äußerst unfreundlicher Brief des Bürgermeisters. Auch er nannte keine Zahlen. Nach Insiderinformationen sind es dort natürlich
deutlich weniger als in Langenargen.
Die Dame der Touristikinformation in Bodman-Ludwigshafen wusste es angeblich nicht! „Wir führen darüber keine Statistik“.
Bei der morgigen EBC-Party im Dorniermuseum wird Herr Hess die gleiche Behauptung wiederholen, und fast alle Geladenen
werden wohlwollend mit dem Kopf nicken. Dazu gibt es Speis und Trank bezahlt von der DBT, die nur noch durch einen
fragwürdigen Folgekredit existiert.
Herr Krafft ist mit Sicherheit der Mitwisser der falsch angegebenen Zahlen und steht deshalb auch in der Verantwortung.
Sollten Sie Vermieter kennen, die keinen PC haben und deshalb per se nicht verkabelt werden können, informieren Sie uns bitte.

Wir erfuhren nur durch Hinweise aus Ihren Reihen von der Einladung in einer Woche.
Es ist nicht zielführend, wenn die Besucher die Diskussionsthemen schon vorher einreichen sollen, weil dann die Gefahr besteht,
dass Herr Jost ihm passende Themen aussucht und damit die Diskussion in seinem Sinne bestreitet.
Da heute Meldeschluss ist, haben wir die Anmeldeliste studiert und festgestellt, dass von  den155 Gastgebern nur 10! angemeldet sind,
weil  Herr Jost, Frau Angela Merkel, Frau Pfleiderer und Frau Friedrich für die Zählung ausfallen.
Es bleiben nur noch 10, allesamt EBC Anhänger, von denen die Hälfte Hotels sind.
Wir hatten in den letzten Monaten nur drei Kritiker, zwei davon sind anwesend.
Wer einmal unehrlich ist, dem glaubt man nicht!

Herzliche Grüße
Forum Langenargen      31.03.2017

 

Brief eines der wenigen geschulten und verkabelten Vermieters

Hier meldet sich ein geplagter Vermieter und Zweitwohnungssteuer- und kurtaxpflichtiger Zahler mit neuen Arbeiten als Erfüllungsgehilfe für die Ortsgemeinde.
Wir haben ein mit vielen Höhepunkten versehenes umfangreiches Halbjahr hinter uns und konnten uns nur am Rande mit der "neuen Kurtaxe" befassen. So nebenbei habe ich - anlässlich eines anderen Pflichttermins (Handwerker im Haus) am 13.3. in LA auch noch an einer Info-Veranstaltung der Touristinfo über die neuen Maßnahmen teilgenommen. Bei der Nachmittagsveranstaltung waren ca. 25 Personen (Vermieter?) laut umlaufender Namensliste. anwesend.
Am nächsten Tag wurde auch die Einspielung des PC-Programms auf meinen PC für den Ausdruck in unserer Fewo durch einen Techniker vorgenommen.  Anfangs hatte ich Probleme mit der Anbindung, die aber dann später behoben werden konnten.
Es stellten sich für mich im Nachhinein noch folgende Fragen:

1. Es fehlt die Angabe des Geburtsnamens - sofern der bei einem Ehepartner anders ist, was wohl meist der Fall ist.
2. Die Ausgabe von EBC-Karten für Kinder ab 6 Jahren ist/wäre kostenlos - wenn man mal das Pfandgeld außer Acht lässt. Nur war mir das nicht klar gewesen.
3. Aufdruck auf der Karte (bei Verlust) fehlt m.E. + wichtig: "Gefundene Karten bitte bei der Kurverwaltung (o.ä.) abgeben". So weiß ein Finder, was er damit machen soll. Das Pfand könnte zurückerstattet werden.

4. Die Rückgabe/Rücksendung der Karte und Pfandgeld bei uns auswärtigen Vermietern bringt möglicherweise einen         e n o r m e n  Mehraufwand. (und natürlich auch für den Feriengast).
Der Einsatz und die möglichen Überraschungen beim Gast beim Eintritt: besonders, wenn eine mehrköpfige Familie dort ist, und keiner weiß - sehen kann, wessen anonyme Karte er hat und evtl. die falsche Karte am Mann hat und dort vorzeigt. Was dann, darf er "vergünstigt" rein gehen, oder ist er vom Wohlwollen des Kassierers abhängig?
Ob die früher einmal propagierte Lösung: Abgabe/Rückerstattung des Pfandes bei allen (fremden!) Hotels/Restaurants, die am System mitmachen, wurde jetzt nicht mehr erwähnt. Sondern nur: Strandbad, Turm-Kasse und Tourist-Info,
LA. Und dann als Gast z.B. am Abreisetag noch schnell dort vorbeifahren?
Wie viele Karten muss ein Vater/Mutter für die ganze Familie neuerdings (im Portemonnaie) herumschleppen?

5. Ausdruck: Kostenlos ist eine nach meiner Meinung zweifelhafte Aussage/Täuschung oder sogar Irreführung und ggfs. sogar unlauter in Richtung Wettbewerbsrecht. Hat der Gast doch mit seiner "Kur"-Karte- bzw. Gebühr diesen "Vorteil" sich selbst und pflichtgemäß erst erkaufen müssen. Richtiger wäre nur das Wort vielleicht wie " eingeschlossen/inklusive“.
Egal ob er die eine oder andere (alle?) Veranstaltung überhaupt nutzen will oder kann.
Anschlussfrage: K U R..., wo kann der Gast in LA "kuren"? Nur an der frischen Luft zu spazieren, - kann dafür doch wohl nicht ausreichen, dass man so eine hohe Gebühr bezahlen muss, oder?
6. Veränderungen/Berichtigungen bei vorzeitiger Abreise oder Verlängerung.
Wie kann ich als Auswärtiger die Berichtigung der Karte und des Systems (Abrechnung Gemeindeverwaltung) vornehmen? Bei der Verlängerung muss wohl der Gast zuvor zur Tourist-Info LA gehen und ändern lassen.
7. Reisedokumente von den Kunden habe ich noch wie (seit 15 Jahren) persönlich vorgelegt (zugeschickt) bekommen. Wer kontrolliert das jetzt besser?

8. Der Ausdruck: S T A D T  in den Unterlagen ist doch wohl etwas hochtrabend für LA, oder will unser Bürgermeister bald die Einwohnerzahl auf 10.000 Köpfe erreichen. Dann wäre er nämlich (Stadt-) Bürgermeister und hätte ein anderes Einkommen.

31.03.2017

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P R E S S E M I T T E I L U N G

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Statt EBC: Zuverlässiger Fahrplan zuerst !

Der Fahrgastverband Pro Bahn bezeichnete das Nahverkehrsangebot am Südufer des Bodensees, in einer Medienmitteilung des Jahres 2005, als weitaus attraktiver als das der Gürtelbahn. In Sachen Infrastruktur, Fahrplan, Tarif und Fahrzeuge sah Harald Sauter, Mitglied von Pro Bahn,   einen Rückstand von 20-25 Jahren. Nach der Vergabe an zwei private Anbieter im Stuttgarter Netz, Abellio und Go-Ahead sank der Preis pro Zugkilometer von 11 Euro auf unter   6 Euro. Dazu sprach Minister Hermann von einem aus seiner Sicht „sensationellen Ergebnis“, denn die neuen Preise sind deutlich günstiger als die bisherigen, die im Verkehrsvertrag mit der DB Regio ausgehandelten. Der Zuschussbedarf des Landes reduzierte sich von 11,69 Euro auf weniger als die Hälfte.
Wer für eine Schülermonatskarte von Uhldingen-Mühlhofen nach Markdorf, drei Zonen, monatlich 58,80 Euro bezahlen muß, kann die Bodenseekreis- SPD nur schwer verstehen, wenn sie die Einführung der Echt Bodensee Card so vehement unterstützt, damit Touristen das Gesamtnetz für einen Euro, ganztägig nutzen können. Für Schüler gilt z.B. der Tagestarif für das Gesamtnetz erst ab 13.30 Uhr. Zusatzkosten entstehen, bei von der Strecke abweichenden Fahrten, vor 13.30 Uhr.
Es ist bisher völlig unklar, wie bodo die Mehrfahrten von Touristen finanzieren will. Bruttoeinnahmen von 75 Cent können nicht kostendeckend sein, bei einem Fahrgastzuwachs durch Touristen von 49% aller Übernachtungen. Der Echt Bodensee Bus hat ein Platzangebot von stündlich 53/88 Sitz-/Stehplätze (MAN) oder 43/42 Sitz-/Stehplätze (Setra). Die Zustände auf der Bahn sind wohl allen Fahrgästen bekannt.
Wir wünschen uns eine nachvollziehbare Offenlegung  der Kosten, weil es unverständlich bleibt, dass der deutlich größere Verkehrsverbund Freiburg einen Jahrestarif von 555 Euro anbieten kann. Auch der von der SPD besuchte Vorarlberger Verkehrsverbund ist nochmals deutlich preisgünstiger mit 365 Euro. Aus diesem Grund gab es in
Österreich einen Fahrgastzuwachs von 46% ganzjährig. Wie kann man der Umwelt besser dienen?
Der Südkurier schrieb: „die SPD-Fraktionen im Kreistag und im Häfler Gemeinderat machen weiter Druck, damit die miserablen Zustände auf der Bodenseegürtelbahn abgestellt werden. Und weiter: Für die SPD sei das Thema Neuvergabe damit nicht vom Tisch, so Zeller. Schließlich zeigen Österreicher mit ihrer ÖBB und die Schweizer mit ihrer SBB, wie Bahnverkehr kundenfreundlich betrieben wird. Schon am 15.12.2016 verkündete Minister  Hermann: „Durch die Bestellung längerer Fahrzeuge schaffen wir 30% mehr Sitzplätze". Damit wird in Netz 1 der Anteil der Stehplätze in der Hauptverkehrszeit von 20 auf 10%, bei besonders stark nachgefragten Zügen von 33 auf 20% verringert. Bei Fahrzeiten über 15 Minuten sollen künftig alle Passagiere einen Sitzplatz bekommen. In vorigen Beiträgen haben wir über moderne Busse und Bahnen im Großraum Stuttgart berichtet. Wegen der Unpünktlichkeit auf der Filstalstrecke hat die DB kürzlich Erlebnisgutscheine im Wert von 40 Euro verteilt. Der Gesamtwert  lag bei 400.000 Euro. Im Bodenseekreis gab es nichts Vergleichbares.
Wo bitte ist das Engagement der SPD für die Einheimischen? Warum gibt man vermutlich größere Beträge für eine Festveranstaltung am 1. April, für die "erfolgreich" genannte Einführung der Echt Bodensee Card aus, wenn diese  nicht ohne Kreisdarlehen in Millionenhöhe auskommt?
Wir vermissen die Durchsetzungsfähigkeit der SPD beim Thema mehr Platz in Bahnen und Bussen. Wenn man nicht so problemblind wäre, könnten die Verantwortlichen erkennen, dass Schüler sehr unter der bedrückenden Enge leiden und gesundheitliche, aber auch schulische Nachteile hinnehmen müssen. Eine SPD-Probefahrt mit vollem Schulrucksack könnte das Verständnis für die kleinen Mitmenschen vertiefen. Eine Strecke von Meersburg bis Friedrichshafen ab etwa 7.00 Uhr oder im Stadtverkehr Friedrichshafen sorgen bestimmt für einen enormen Erkenntnisgewinn.
Die Einladung zu unserem Treffen (nicht Mitgliederversammlung) am 03.04.2017, 19 Uhr im Uhldinger Hof, sollte einem Gedankenaustausch dienen und wir meinen, wer kommen wollte, könnte problemlos ohne Frackzwang teilnehmen und seine freie Meinung ohne Fraktionszwang sagen. Manche mögen das basisdemokratisch nennen, andere die Tugend freier Rede begrüßen. Wir leben in einem Rechtsstaat, setzen uns für einen demokratischen Rechtsstaat des freien Willens und der freien Redekultur auf dem Boden des Grundgesetzes ein.
Der Rechtsweg hat Mitbürger*innen wegen fehlender Mitwirkungsrechte, die das nach ihrer persönlichen Meinung Unrechts- und Datenraubprojekt Echt Bodensee Card nicht zulassen möchten, bisher etwa 9.000 Euro gekostet. Geld, das aus versteuertem Einkommen aufgebracht wurde und einem brutto Arbeitseinkommen von etwa 27.000 Euro entspricht, weil es Steuer- und Abgabenanteile enthält. Dazu kommen die Ausgaben für Kosten der Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit. Ein bescheidener Betrag angesichts des Lobbyaufwands von Verkehrsverbund, Kreistag und Deutsche Bodensee Tourismus.
Beginnend mit dem 03.April 2017 werden wir zur statistischen Auswertung und für, nach unserer Meinung möglichen Entschädigungsforderungen, Mängelanzeigen ausgeben. Zur Durchsetzung eines besseren öffentlichen Nahverkehrs, damit sich Fahrgäste im Bodenseekreis vielleicht auch an Erlebnisgutscheinen freuen können. Sowohl Touristen, die vermutlich keine Freifahrt bekommen, etwa weil sie nur eine Nacht bleiben oder auch die Unterschrift aus persönlichen Datenschutzgründen verweigern, sollten den Einheimischen gleichgestellte Forderungen erheben können. Auch wenn diese Ansprüche von Rechts wegen nicht verbindlich sind, werden sie sicher die Achtung vor dem Fahrgast fördern, einen Denkprozess für demokratische Mitwirkung, Sparsamkeit im Umgang mit öffentlichen Mitteln und das Angebot eines zuverlässigen Fahrplans fördern.   

Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.

www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

31.03.2017

Abschiedsvorstellung?

Kurioserweise findet die große Inaugurationsveranstaltung für die EBC ausgerechnet am 01. April im Dornier Museum statt.
Es ist leider kein Aprilscherz, aber ein inszenierter Bluff. Ein Bluff war vor allem die
kürzliche Behauptung von Herrn Jost,
dass bereits 100
(!) Gastgeberinnen und Gastgeber an Schulungen und Vernetzungen teilgenommen hätten.
Eine
von uns initiierten Blitzumfrage ergab nach nur einem Tag 61 Rückmeldungen. Danach hatten 51 Gastgeber/innen
bisher keine Schulung und keinen Anschluss. Nur sieben (!!) erfüllten die Aussage von Herrn Jost. Drei waren zwar bei einer
Schulung, haben sich aber dann geweigert, sich vernetzen zu lassen.
Die ersten Kommentare bewegen sich zwischen
Frechheit, Irreführung bis zu Täuschung
. Mit welchen illegalen Methoden die Vermieter genötigt wurden,
zeigt ein unten angefügter Leserbrief.

Zurück zur angekündigten Veranstaltung am 1. April:
Die DBT, welche schon großzügig die Berlin-Reise von 5 EBC-Protagonisten gesponsert hatte, übernimmt nach eigener
Aussage auch in diesem Fall die Kosten, obgleich sie im letzten Jahr an der Grenze zur Insolvenz war und im Kreistag
durch einen fragwürdigen Notkredit gerettet werden musste
(Alimentierung durch den Steuerzahler).

Es wird den geladenen Bürgermeistern, Gemeinderäten/innen sowie Kreisräten/innen und anderen Persönlichkeiten
voraussichtlich wieder Sand in die Augen gestreut, verbunden mit einer peinlichen Selbstbeweihräucherung.
Die Protagonisten verdrängen ihre Versäumnisse und Fehler und halten die Öffentlichkeit bewusst im Unklaren.

Nach heutigem Stand der Dinge wird nämlich die EBC voraussichtlich in Kürze in der derzeitigen Form nicht mehr existieren.
Die hiesige Presse wird aller Voraussicht nach wieder im festen Glauben daran, dass alles, was aus den Rathaus kommt,
per se richtig ist, in überschwänglicher Aufmachung mit einem Riesenfoto darüber berichten und die Behauptungen der
Verantwortlichen ungeprüft an ihre Leser weitergeben.
Man wird gespannt sein, was Herr Bürgermeister Krafft zu den
neuen Schriftsätzen sagen wird, die die Gemeinde vom Verwaltungsgerichthof in Mannheim erhalten hat.
Wird er erneut ein „Friedensangebot“ vorlegen? Er könnte ja das Angebot machen, dass nur die Gäste, die die EBC
ausdrücklich wünschen, die erhöhte Kurtaxe bezahlen. So wird es in vielen Gemeinden mit bestem Erfolg und im Sinne
der Gäste gehandhabt.
Leider geht dann aber die unrealistische und unseres Erachtens blauäugige wirtschaftliche Kalkulation der DBT nicht auf.

Im Übrigen war zu erfahren, dass inzwischen etliche Gäste ihren geplanten Urlaub wegen der hohen Kurtaxe abgesagt haben.

Forum Langenargen     29.03.2017

So etwas nennt man Nötigung
Unverschämter geht nimmer!
Ein Brief an das Forum - (Wir haben die uns vorliegenden Namen weggelassen)

Vor drei Wochen war ohne Voranmeldung eine Angestellte der TI mit einem Herrn bei uns und wollte das Programm installieren.
Mein Mann wies sie höflich darauf hin, dass wir dies nicht möchten. Die Dame sagte daraufhin, dass wir verpflichtet wären,
das Programm zu installieren, um die Gäste anmelden zu können, außerdem hätten sie sich jetzt extra die Zeit genommen,
was sollten sie denn jetzt machen? Mein Mann wies sie darauf hin, dass dieses noch keine Pflicht sei, und wir die Gäste schon
anmelden würden, oder hätte die manuelle Anmeldung keinen Bestand mehr? Die Angestellte fragte meinen Mann,
wer er überhaupt sei, und ob er etwas zu sagen hätte?????
Jedenfalls holte ich mir 100 Meldescheine für € 15,00. Da bei uns häufig ausländische Gäste spät nachts anreisen und morgens
wieder gehen, ohne dass wir sie treffen, und manche die Meldescheine nicht ausfüllen, hatte ich ein paar selbst ausgefüllt und
unterschrieben. Die Angestellte der TI rief mich an, und sagte, sie würde die Meldescheine nicht akzeptieren. Ich versuchte,
ihr die Situation zu erklären, dass manchmal ein Chinese es nicht für nötig hält, diesen Meldeschein auszufüllen,
und ich es eigentlich nur richtigmachen und die Gäste anmelden wollte. Ich wurde am Telefon angeschrien und musste meinem Mann
den Hörer geben, aber auch er wurde angeschrien und legte schließlich auf.
An der Schulung haben wir nicht teilgenommen.

Freundliche Grüße
Ruhl                  
     29.03.2017

Vorwärts mit der SPD im Nahverkehr?
Busfahren zum Nulltarif in Friedrichshafen?

Für Christine Heimpel, Dieter Stauber, die SPD Ortsvereine und Juso-Hochschulgruppe war das bereits 2015 eine soziale
Herausforderung. Als sich die Initiative, Eltern für Elternrechte, später auch die Partei DIE LINKE für kostenfreie
Schülerbeförderung im gesamten Bodenseekreis stark machten, vernahm man schon lautes Wehklagen.
Ein Antrag für kostenlose Schülerbeförderung wurde bei drei Enthaltungen im Kreisrat abgelehnt.
Lieber wollten die Kreisräte das gesamte Netz von Lindau bis Konstanz an Touristen verschenken.
Für einen Euro von Lindau bis Konstanz mit der Echt Bodensee Card (EBC). Dabei stieß man auf erheblichen Widerstand
der Gastgeber im nördlichen Bodenseekreis, so dass die EBC in nur vier Gemeinden, gegen den heftigen Protest vieler
Vermieter dieser Gemeinden versuchsweise ausgegeben werden kann.
Trotz aller Mut machenden Sympathiewerte für Martin Schulz, bleibt die Kreis-SPD auf dem Boden der Tatsachen und
stellt sich fest an die Seite der Berufspendler und Schulkinder, die im ÖPNV recht stiefmütterlich behandelt werden.
Unter Leitung von Norbert Zeller unternahm man im Februar eine Testfahrt auf der Bodensee-Gürtelbahn und war entsetzt
über die schlechte Leistung der Deutschen Bahn Die Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen, Forum Langenargen, Hagnau
und Sipplingen drängen weiter darauf, das Projekt EBC einzustellen. Sie befürchten wegen der Mängel im ÖPNV
eine große Zahl von Beschwerden und wollen mit einer eigenen Initiative den Verbraucherschutz
stärken. Sie sehen auch durch die erzwungene Datenerfassung eine große Gefahr für Touristen. Umfangreiche persönliche
Daten werden abgefragt und für Werbezwecke oder die Erstellung von Bewegungsprofilen genutzt.
Bei der Suche nach vernünftigen Problemlösungen gingen Norbert Zeller und seine SPD-Räte im März auf Erkundungsfahrt ins
Nachbarland Vorarlberg. Es ging wohl auch darum, dem wahren Europagedanken durch nachbarschaftliche Initiativen
neue Impulse geben. So fand eine alte Empfehlung des Gastgeber Uhldingen- Mühlhofen e.V. endlich Gehör.
Das Vorarlberger Modell auf den Bodenseekreis zu übertragen. Die Jahreskarte gäbe es dann für 365 Euro.
Ein Preis, der in Hessen für die Landesweite ÖPNV-Nutzung im Schülerverkehr seit wenigen Tagen gilt.
Eines sollte den Verantwortlichen im Kreis- und Landtag klar sein, dass sie eine große Verantwortung tragen und die
erforderliche Transportkapazität bereitstellen, aber aus den Einnahmen der Touristen, auch anteilig und gerecht
finanzieren müssen. Dort liegt die größte Gefahr, dass nämlich mehr Transportkapazität nachgefragt wird, als finanzierbar ist.
Wie soll die Lücke zwischen dem Tagesfahrschein für 15 Euro und dem einen Euro für die EBC geschlossen werden,
wenn allein davon 25 Cent
an die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH gehen und der Verkehrsverbund bodo 75 Cent
beansprucht - u.a. für Installation und Wartung des e-Fahrgeldmanagement? Aus den Einnahmen werden wohl nur
Schulden getilgt und der Verwaltungsapparat geölt, damit er geschmeidig bleibt. Mehr Fahrzeuge, deren Instandhaltung
und Reinigung wird nicht möglich sein, zumal die Landesregierung alle attraktiven Neuerwerbungen, wie Bahnen und Busse,
im Großraum Stuttgart konzentriert.
Fast könnte man meinen, die Landespolitik hat den Bodenseekreis in Bezug auf seine Attraktivität für Touristen bereits
aufgegeben. Für Straßenbauvorhaben schlägt man breite Schneisen durch verbliebene Wald- und Wiesenstücke,
ohne jede Rücksicht auf die Kulturlandschaft. Erholungsflächen werden für Wohnungs- und Gewerbebau verplant.
Die Verkehrsplaner bei bodo gehen von einer zusätzlichen Nutzung des ÖPNV durch Touristen in Höhe von fast 50% aus.
Das wäre eine Mehrbelastung durch etwa 6 Mio. Übernachtungsgäste in drei, mit Vor- und Nachsaison, sechs Monaten.
Dazu sollten die Verkehrsexperten den Takt und Fahrzeugbedarf errechnen. Der völlig überlastete Berufs- und Schülerverkehr
fordert nicht nur vor 9.00 Uhr, sondern auch mittags und abends, als Feierabendverkehr, mehr freie Sitzplätze und
Fahrradstellflächen. Da man beim Verkehrsverbund bodo bisher nicht verstanden hat, dass im ÖPNV neben der Verteilung
von Einnahmen auch Leistungen für die Fahrgäste erbracht werden müssen, bleibt die Neuvergabe an einen leistungsfähigen,
sachverständigen Anbieter nicht aus. Mit Strafgeldern, die an den Landeshaushalt gehen, bessert sich die Situation für
die Fahrgäste nicht. Allenfalls sind sie geeignet, die Pensionen von Landtagsabgeordneten zu erhöhen. In diesem
Zusammenhang sind die fortschrittlichen Kräfte in Fahrgastverbänden und Parteien gefordert, das Anliegen der Gastgeber
nach Entschädigungsleistungen für Fahrgäste zu unterstützen. Gefordert werden Gutschriften oder übertragbare Freifahrten,
in Höhe von 25 Euro oder die Erstattung von Taxikosten. Wer sein Fahrgeld nicht vor der Fahrt bezahlt hat, der wird als
Schwarzfahrer von der Staatsanwaltschaft verfolgt. Im Umkehrschluss sollte die Leistungsverweigerung, z.B. Verspätungen
oder Bus- bzw. Zugausfall eines Verkehrsunternehmens durch ein Bußgeld bestraft werden. Sonst tritt nämlich nicht die
geringste Besserung ein. Auch im Verkehrsministerium sollte bekannt sein, dass überfüllte und ausgefallene Bahnen
und Busse die Zahl der Aggressionshandlungen und Übergriffe gegen Fahr- und Servicepersonal
der andere Fahrgäste unnötig erhöhen. Es sollte selbstverständlich sein, im Notfall alle verfügbaren Züge, auch IC und ICE,
ohne Aufpreis freizugeben und die Nutzung der 1. Klasse ohne bürokratische Hürden uneingeschränkt zuzulassen.
Der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen wird seine Gedanken zu dem Thema und ein vorläufiges Muster der Anträge zur
Fahrkostenerstattung am nächsten Stammtisch vorstellen.
Wie immer sind Gäste, Medien und Politiker herzlich willkommen!
Der Ort: Gasthof Uhldinger Hof, gegenüber dem Bahnhof Uhldingen-Mühlhofen.
Bahnhofstraße 24, Oberuhldingen.
Die Zeit: Am Montag, dem 03. April 2017 ab 19.00 Uhr 

Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.
www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

 

Ein aktueller Leserbrief

Gesendet: Freitag, 24. März 2017 um 19:07 Uhr
Von:: "Domizil am Naturschutzpark - Langenargen"

hallo Forum,

wir hatten bis jetzt 2 Mieter, die sich sehr negativ über die hohe Kurtaxe in Langenargen ausgesprochen haben. Trotz alle dem haben sie für 2017 in den Sommerferien gebucht. Beide Paare erwähnten aber, dass es in Kressbronn wesentlich günstiger sei und man ja von dort aus Langenargen besuchen kann.

Wir beabsichtigen für die kommende Saison, die Gäste bis auf weiteres in die Touristinfo zu schicken, um sich dort die EBC ausstellen und erklären zu lassen. In unserem Vermietervertrag haben wir diesbezüglich einen Hinweis aufgenommen, der sich auf das laufende Verfahren und den Datenschutz der Gäste bezieht. Wir wollen hier ein wenig vorbeugen, damit nicht anderweitige Infos der Touristinfo einfach unbeantwortet bei den Gästen im Raum stehen.

Anbei auch ein interessanter Bericht vom Südkurier über die im Raum Konstanz sehr gut funktionierende VHB-Gästekarte.

Hierbei handelt es sich um eine alternative in Papierform, die ähnlich wie die Konuskarte hervorragend angenommen wird und weit mehr Vorteile bietet!

beste Grüße
Gisela Steinmann

Südkurier

Konstanz 21.03.2017

von Eike Brunhöber

Touristiker setzen auf eine Karte:

Anbieter wollen VHB-Gästekarte weiter ausbauen.
Mit ihr fahren Urlauber kostenlos Bus und Bahn, bekommen Rabatte bei bestimmten Veranstaltungen und refinanzieren das über die Kurtaxe: Die VHB-Gästekarte hat seit ihrer Einführung kontinuierlich mehr Nutzer. Eine Umfrage unter Urlaubern bestärkt nun die Befürworter der Rabattkarte. Die Verantwortlichen wollen das Angebot erweitern und auch noch mehr Kommunen ins Boot holen.
Lucia Kamp ist der Stolz durchaus anzumerken: Rund 871 000 Übernachtungen von Urlaubern, die die VHB-Gästekarte nutzen, gab es im Jahr 2016 am westlichen Bodensee. Das ist im Vergleich zum Jahr 2009, als die Rabattkarte eingeführt wurde, eine Steigerung um rund 65 Prozent. Kamp ist Geschäftsführerin des Vereins Bodensee-West-Tourismus, der den Einsatz der VHB-Karte koordiniert und in dem Untersee-Kommunen aus Deutschland und der Schweiz organisiert sind. Die Gästekarte sei ein Erfolg – und deshalb solle das Angebot, das sie erfasst, nun weiter ausgebaut werden, sagte Kamp gestern bei einer Pressekonferenz im Radolfzeller Rathaus mit Vertretern des Vereins und der Kommunen, in denen die Gästekarte gilt. Mit der Gästekarte können Urlauber am westlichen Bodensee kostenlos Bus und Bahn fahren und bekommen zudem Ermäßigungen bei Strandbädern, Museen und ausgewählten Freizeiteinrichtungen. Finanziert wird die Karte über die Kurtaxe.
Im Bodenseekreis und Umgebung führen Kommunen und Touristiker derzeit die Echt-Bodensee-Card (EBC) ein, ein Pendant zur VHB-Gästekarte. Die Pläne waren ehrgeizig: Am liebsten hätten es die EBC-Initiatoren gesehen, wenn die Kommunen im Landkreis Konstanz die EBC-Karte ebenfalls eingeführt hätten und man so eine möglichst große Bodensee-Region einheitlich vermarkten könnte.
Aber am Untersee bevorzugen Touristiker und Kommunen die VHB-Karte: Die Anbieter sind auf die Barcode-Technologie der Karte eingestellt, während für die EBC-Karte eigens Lesegeräte angeschafft werden müssten. Anders als die EBC-Card schaffe die VHB-Karte auch keinen gläsernen Gast, der sich überall, wo er die Karte nutzt, in ein Chip-Lesegerät einloggen muss.
Günstiger sei die VHB-Technologie auch, und sie lasse sich leichter auf QR-Codes und damit auf Smartphone-Nutzung umstellen. Während die EBC in weniger Kommunen startete, als es sich die Initiatoren erhofft hatten, scheint sich die VHB-Karte im Aufwind zu befinden. In zehn Kommunen gilt die VHB-Karte: in Allensbach, Bodman-Ludwigshafen, Gaienhofen, Gailingen, Moos, Öhningen, Reichenau, Radolfzell, Steißlingen – und seit Januar auch in Stockach. Im Rahmen einer Masterarbeit untersuchte im Sommer 2016 der Student Fabian Jung von der Sporthochschule in Köln, der sich unter anderem mit dem sogenannten sanften beziehungsweise umweltverträglichen Tourismus beschäftigt, wie die VHB-Karte ankommt. Und das Ergebnis bestärkt die Touristiker, die Angebote der Karte weiter auszubauen. Jung befragte 388 Urlauber. Sein Fazit: 83 Prozent der Gäste, die die VHB-Karte kennen, nutzen sie für Busse und Bahnen. Und die Gäste sind viel unterwegs: Durchschnittlich besucht jeder Gast während seines Urlaubs sechs Ausflugsziele, fand er heraus. Die Urlauber reisen zwar zu 90 Prozent mit Autos an. Vor Ort erledigen sie dann aber nur 31 Prozent der Fahrten mit dem Auto; ansonsten sind sie vor allem mit Bussen und Bahnen (32 Prozent), mit dem Fahrrad (20 Prozent) und mit dem Schiff (16 Prozent) unterwegs. Bei Tourismusmessen sei man immer wieder danach gefragt worden, wie es mit rabattierter Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) aussehe, sagt Stefan Keil, Leiter Kultur und Tourismus in der Stockacher Stadtverwaltung. „Gerade im Sommer macht es nicht wirklich Spaß, mit dem Auto von A nach B zu fahren“, sagt er mit Verweis auf Verkehrsdichte, Parkgebühren und andere Widrigkeiten. Die Initiatoren und Betreiber der Gästekarte sehen diese als Erfolgsmodell – und wollen dieses nun weiter ausbauen.
Neben den Schifffahrtsbetrieben Untersee und Rhein (URh) sollen auch die Bodensee-Schifffahrtsbetriebe und andere Anbieter ins Boot beziehungsweise weitgehender kooperieren. Hier will der Verein Bodensee-West-Tourismus verhandeln und überzeugen. Es sollen mehr Veranstaltungen und Einzelleistungen aufbuchbar sein und es soll auf mittlere Sicht ein QR-System für Smartphones eingeführt werden – und zwar, mit entsprechend mehr Partnern, bodenseeweit. Und der Kreis der Kommunen, die beim System VHB-Gästekarte mitmachen, soll weiter wachsen. Derzeit gebe es Gespräche mit Singen, sagt Kamp. Und „erste Ansätze“ beim Bemühen, Konstanz zu gewinnen: „Das Königsziel ist, dass Konstanz auch irgendwann dabei ist.“ Schließlich sage man sich im Tourismus-Verein oft augenzwinkernd, dass die Stadt der VHB-Gästekarte ja auch einiges zu verdanken habe und man den Konstanzern am liebsten sagen würde: Ohne die VHB-Gästekarte „müsstet ihr noch drei Parkhäuser mehr bauen“, sagt Kamp.

Was Urlauber schätzen und was sie sich wünschen:

Service für Urlauber: