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Heute läuft endgültig die Frist ab, die der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim
der Anwältin der beklagten vier Gemeinden eingeräumt hat.

Die Gastgeber/innen der vier bisher betroffenen Gemeinden haben Folgendes nicht vergessen:

Herr Landrat Wölfle war bis zum November 2016 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBT.
Außerdem ist er seit Jahren Vorsitzender bei BODO (zuletzt wurde er im 16. Beteiligungsbericht als
Vorsitzender der Gesellschafterversammlung für den Bodenseekreis aufgeführt).
Der Erlös, der durch
die DBT erwirtschaftet wurde, konnte so ohne Umwege direkt an BODO weitergeleitet werden.

Im 15. Beteiligungsbericht des Landratsamtes Bodenseekreis fand man bei den Vorständen der DBT
drei Bürgermeister der vier bei der EBC teilnehmenden Gemeinden. Darunter auch Bürgermeister Krafft
aus Langenargen, der später wegen des Vorwurfs der Befangenheit sein Amt an Herrn Jost von der TI
abgeben musste. (siehe 16. Beteiligungsbericht). Lindau musste bis Ende letzten Jahres an die DBT
einen Gesellschaftsbeitrag von jährlich 90.000 Euro leisten. Seit Januar 2017 fordert die DBT inzwischen
120.000 Euro! Das lässt die Alarmglocken läuten! Wir konnten bisher nicht erfahren, wie hoch der anteilige
Beitrag der einzelnen Gemeinden ist.
Lindau wird genauso wie Tettnang und Friedrichshafen nicht der EBC beitreten, da die Kosten auf
800.000 Euro veranschlagt werden. Dagegen wird sie sich an BODO beteiligen, aber nur unter der Prämisse,
einer Rücktrittsmöglichkeit, denn die dazu notwenigen Terminals bei den Bussen kosten knapp eine
halbe Millionen Euro und die monatlichen Mehrkosten liegen bei 25 000 Euro. Dazu ist immer noch nicht geklärt,
ob die Terminals den Datenschutzbestimmungen entsprechen. In Berlin und Stuttgart mussten sie deshalb
wieder demontiert werden.
Offensichtlich besteht in den Städten mehr Weitsicht als in den kleineren Gemeinden!

Wie sich jetzt erst herausstellte, geht die Eingabe der Gastdaten vom Meldeschein in den PC direkt an Geios,
den Partner der DBT und nicht, wie fast alle Gastgeber/innen glauben, an die Gemeinde. Mit anderen Worten:
Die Daten gehen automatisch, ohne den Gast um Einverständnis zu befragen, an Dritte.
(unabhängig von der später zu erhebenden Erklärung mit dem Ankreuzen der Kästchen, wo ja kein "Nein"
vorgesehen ist). Die Gemeinde erhält von Geios lediglich die relevanten Daten für die Kurtaxe!

Forum Langenargen    16.06.2017

 

Wieso ist Dein Hotel so gut ausgebucht?                                   Wenig belegt, weil andere absahnen!   

 Ist doch klar, bei mir gibt es keine Kurtaxe und keine EBC!                    

Dr. H. Walter   14.06.2017

"Freie Fahrt mit Bus und Bahn"?

Letzte Woche wurde beobachtet, wie eine Gruppe von ca. 8 Radlern mit dem Interregio in Richtung
Friedrichshafen fahren wollte. Der Zug hatte, wie so häufig, Verspätung, in diesem Fall 10 Minuten.
Das Einladen der Räder dauerte 3 Minuten, das Ausladen dauert sicherlich mindestens eine Minute.
Wenn nunmehr im Sommer mehrere Radgruppen unterwegs sind, wird sich das zeitlich natürlich
aufschaukeln. Unter diesen unvermeidbaren zusätzlichen Verspätungen werden alle Fahrgäste leiden,
vor allem aber die, welche ihre Anschlüsse an die Fernzüge in Ulm verpassen.
Die Situation wird noch mehr verschärft, wenn ganze Gruppen von E-Bikern unterwegs sind,
denn deren Räder wiegen zwischen 25 und 30 kg! Hier bedarf es oft einer Mithilfe. Es sind auch Räder dabei,
die wegen der seit zwei Jahren bekannten Problematik mit den nicht benutzbaren Ladestationen mit
leerem Akku umkehren müssen. Für diese Radler kommt dann ein Alptraum,wenn, wie so häufig,
Schienenersatzverkehr mit Bussen angesagt ist. Während die Interregio Doppeldeckerzüge genügend Platz
bieten, sind die Triebwagen mit 8-10 Radlern bereits voll.Wenn also in Langenargen schon eine entsprechende
Gruppe einsteigt, können in den nachfolgenden Seegemeinden keine Radler mehr zusteigen!

Hat man den Gästen da nicht zu viel versprochen?

Forum Langenargen  11.06.2017

08. Juni 2017
Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Mitglieder und Gönner des Vereins Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.
In obiger Angelegenheit haben wir am 06.06.2017 einen Offenen Brief an den Landkreis Bodenseekreis,
Herrn Landrat Lothar Wölfle, gerichtet ist.
Neben einer Reihe zu beantwortenden Fragen beanstanden wir insbesondere die zweckentfremdenden
Beihilfen hinsichtlich der Förderung privater und Provision orientierter Buchungsportale.

Offener Brief an Herrn Landrat Lothar Wölfle sowie an die Kreisräte des Landkreises Bodenseekreis

Sehr geehrter Herr Landrat Wölfle,

in der Auseinandersetzung über die Einführung der „Echt Bodensee Card“ EBC sieht der Verein Gastgeber
Uhldingen-Mühlhofen e.V. (GUM) im Sinne des öffentlichen Interesses es geradezu als seine Verpflichtung an,
dass Sie gegenüber der Öffentlichkeit zu nachfolgenden Fragen im Zusammenhang mit der Einführung der
Echt Bodensee Card Stellung beziehen.
Wir beziehen uns mit unserem offenen Brief an Sie, mit der Bitte auf die von  gestellten Fragen,
welche sich im Zusammenhang mit den relevanten Auszügen des Gesellschaftervertrages der DBT
sowie aus dem relevanten Auszug aus dem Betrauungsakt ergeben, zu beantworten.

Deutsche Bodensee Tourismus GmbH
Gegenstand des Unternehmens
5. Öffentlicher Zweck (Beteiligungsbericht)
    Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich öffentliche Zwecke im Sinne 
    der Gemeindeordnung BW bzw. der Landkreisordnung von Bayern.

§ 1 Sicherstellungsauftrag (Betrauungsakt)

  • Im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie sind die Landkreise und Kommunen zur kommunalen
    Wirtschaftsförderung berechtigt. Diese zur kommunalen Daseinsvorsorge zählende freiwillige kommunale
    Aufgabe zielt darauf ab, durch Schaffung und Verbesserung der Standortbedingungen der Wirtschaft das
    wirtschaftliche und soziale Wohl der Einwohner in den Kommunen zu sichern oder zu steigern.
    Zur kommunalen Wirtschaftsförderung in diesem Sinne gehört auch das Tourismusmarketing durch die Landkreise,
    Städte und Gemeinden.
  • Zitat aus dem Beteiligungsbericht 2015 Bodenseekreis: Obwohl die Bodenseeregion zu den beliebtesten
    Urlaubsregionen Deutschlands zählt, hat das Thema „Buchbarkeit" (Online Buchbarkeit) bei vielen Vermietern
    nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich rund 15% der Betriebe sind online buchbar. Da der Trend immer mehr
    zu schnell und einfach buchbaren Unterkünften über das Internet geht, stellt das Thema „Aufbau einer
    Vertriebsplattform" für die DBT ein prioritäres Ziel dar. Zusammen mit einem Berater

(WIIF: Herr Feustel) wurde 2014 eine Vorgehensstrategie entwickelt, mit dem Ziel für 2015 eine Buchungsplattform
über die neue Homepage www.echt-bodensee.de anbieten zu können. Aufgrund eines Aufkaufs
(hier durch HRS siehe auch Firmengeflecht) des ausgewählten Anbieters (Holiday Insider) muss noch abgewartet werden,
ob die Strategie, wie definiert, umgesetzt werden kann oder nicht. Für 2015 wird eine Umsetzung angestrebt.
Die Umsetzung ist erfolgt!!!
Vor Gründung der DBT gab und gibt es schon lange Buchungsplattformen wie
www.bodensee.de 
www.bodensee.com, um nur einige davon aufzuzählen.

1. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat die Einführung der Echt Bodensee Card (damit nach der
Kartenkonzeption kalkuliert mit einem Euro der Tourist Bus und Bahn fahren kann) mit dem Aufbau einer
Buchungsplattform zu tun?

2. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat das Firmengeflecht, in welches die DBT als Buchungsportal-Vehikel
eingebettet ist, mit der kommunalen Daseinsvorsorge zu tun?

3. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum hat die DBT eine Buchungsplattform www.echt-bodensee.de
mit dem Ziel etabliert, Buchungsanfragen automatisch an das Portal http://bodensee.holidayinsider.com/
weiter zu leiten?

4. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Können Sie der Bevölkerung des Bodenseekreises erklären,
warum die öffentliche Zweckentfremdung von Geldern zugunsten marktführender Buchungsportale,
die u.a. davon leben, dass einer Beteiligung am Gewinn aus den Aufträgen (Provision) zu Lasten des Gastgebers
fällig wird, gefördert wird?

5. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Sind Sie der Meinung, dass mit der Verbindung der DBT und dem
aufgezeigten Firmengeflecht damit das wirtschaftliche und soziale Wohl der Einwohner in den Kommunen
gesichert wird?

6. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Ist es nicht viel mehr so, dass das wirtschaftliche Wohl mehr den
marktführenden Buchungsportalen als den Gastgebern zugutekommt?

7. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird der Öffentlichkeit verschwiegen, dass mit der
Normenkontrollklage beim VGH gegen die Gemeinden Uhldingen, Hagnau, Sipplingen und Langenargen
die Wiedereinführung der papiernen Meldescheine erreicht wurde?

8. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird der Öffentlichkeit verschwiegen, dass die privaten
Gastgeber aus Langenargen, stellvertretend für die überwiegende Mehrheit der Vermieter der genannten
Gemeinden eine weitere Normenkontrollklage beim VGH angestrengt haben? Aus Sicht der Gastgeber
fehlt die Rechtsgrundlage.

9. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Ist es jetzt nicht endlich an der Zeit, den vielen privaten Vermietern
von Ferienwohnungen und Zimmern im Bodenseekreis zu erklären (welche vehement gegen die Einführung
der EBC Karte sind), was das Firmengeflecht, bestehend aus den Firmen WIIF (Geschäftsführer Herr Feustel
und Herr Wendorf) und Firma GEIOS (Geschäftsführer Herr Feustel und Herr Frischkorn sowie dem
Aufsichtsrat Herr Wendorf), die Holiday Insider (mit Herrn Frischkorn) und nicht zuletzt HRS, welche die
Holiday Insider laut Bundesanzeiger aufgekauft hat, zu bedeuten hat?

10. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat das genannte Firmengeflecht mit der Einführung der
Echt Bodensee Karte zu tun?

11. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Was hat das Firmengeflecht mit dem ÖPNV bzw. mit bodo zu tun?

12. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum nehmen Sie den Tourismus als Vehikel, um die
Wirtschaftlichkeit des öffentlichen Nahverkehrs zu verbessern? Hinweis an Herrn Landrat Wölfle:
das Argument, die Touristen von der Straße weg zu bekommen, kann nicht überzeugen. Die Tatsache,
dass beispielsweise die B31 auch im Winter Stau-Probleme, sowie weiterhin eine hohe
Unfallträchtigkeit aufweist, ist nachweislich belegbar.

13. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird den Gastgebern nicht schriftlich zugesichert,
dass sie a) zu 100% keine Haftung für den Datenschutz übernehmen müssen und b) dass zu 100%
keine Daten ihrer Gäste an Dritte weitergegeben werden?

14. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Warum wird den Gästen, damit sie überhaupt die EBC
(Echt Bodensee Card) bekommen können, eine Zustimmungserklärung abverlangt?

Im Gegensatz dazu wird der Gast weder bei der Konus- noch bei VHB Karte zu einer
Zustimmungserklärung genötigt. Mit diesen Karten kann es keinerlei Datenschutzprobleme geben.

15. Frage an Herrn Landrat Wölfle: Wie erklärt sich die Tatsache, dass die EBC in vier Gemeinden
eingeführt ist, die Karte bei Testfahrten und explizierten Nachfragen bei Bus- und Zugbegleitern,
nicht kontrolliert werden kann?

In Erwartung Ihrer zeitnahen Stellungnahme verbleiben wir

Mit freundlichen Grüßen

Herbert März
Christoph Birkenmayer
Manfred Maier

Anlage

Die Gastgeber/innen haben das nicht vergessen!

Herr Landrat Wölfle war bis zum November 2016 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBT.
Außerdem ist er seit Jahren Vorsitzender bei BODO. (zuletzt wurde er im 16. Beteiligungsbericht)
als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung für den Bodenseekreis aufgeführt.

Der Erlös, der durch die DBT erwirtschaftet wurde, konnte so ohne Umwege direkt an BODO weitergeleitet werden.
Im 15. Beteiligungsbericht des Landratsamtes Bodenseekreis fand man bei den Vorständen der DBT
drei Bürgermeister der vier bei der EBC teilnehmenden Gemeinden.
Darunter auch Bürgermeister Krafft, der später wegen Befangenheitsproblemen sein Amt an Herrn Jost
von der TI abgeben musste (siehe 16. Beteiligungsbericht).
Lindau musste bis Ende letzten Jahres an die DBT einen Gesellschaftsbeitrag von jährlich 90.000 Euro leisten.
Seit Januar 2017 fordert die DBT inzwischen 120.000 Euro!!
Wir konnten bisher nicht erfahren, wie hoch der anteilige Beitrag Langenargens ist.

Forum Langenargen    13.06.2017


Neues von den E-Ticket-Protagonisten

Unterwegs mit Bus und Bahn. Wann und wohin, das lässt sich bei den E-Tickets
ohne größere Probleme feststellen:

Da immer wieder behauptet wurde, dass die EBC  bezüglich des Datenschutzes absolut sicher sei,
verweisen wir auf folgenden Artikel aus der Darmstädter Echo online:
.

EBC:  Spionage-Chip für Touristen?

Über eine besondere Form der Verschwendung von Steuergeld. Die echt teure
Echt Bodensee Card (EBC) mit Spionagechip.

Seit dem 1. April wird die Echt Bodensee Card (EBC) der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT)
in vier Bodenseegemeinden verteilt. Der Unmut zahlreicher Touristen gegen das teure, als Datenkrake
bezeichnete Projekt richtet sich leider oft gegen Vermieter und damit an die falsche Adresse.
Sie sind, wie die DBT in ihren unlesbaren Nutzungshinweisen betont, „als verantwortliche Ausgabestelle
nicht berechtigt, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen zu machen, die vom jeweils geltenden

Leistungsverzeichnis der Karte oder deren Nutzungshinweisen abweichen“.
Da sich die Gastgeber nicht rechtswidrig verhalten wollen oder sich in großer Zahl dem Projekt verweigern,
schicken sie die Gäste in die nächste zuständige Tourist Information (TI).

Das mit einem RFID-Chip getunte Abfallprodukt des bodo e-Ticket (voraussichtlich 5 Mio. Euro teuer)
und von der KONTEXT Wochenzeitung kürzlich als Datenkrake entlarvt, ärgert Gastgeber und Einheimische.
Die DBT als Juniorpartner von bodo, dem teuersten Anbieter von öffentlichem Nahverkehr in ganz
Baden-Württemberg, mit dem wohl landesweit schlechtesten Bahn- und Busangebot, experimentiert
seit 2013 wenig erfolgreich mit dieser Gästekarte. Neben einem Millionendarlehen aus den Kreiskassen
von Friedrichshafen bis Singen verbrennen täglich zahllose Beträge, die eigentlich für Ausbau und
Elektrifizierung der Bodensee-Bahn dringend gebraucht werden.

Obwohl Landes- und Kreispolitiker nach jahrzehntelangen Versäumnissen bei Bahnen und Bussen
ihr völliges Versagen eingestehen mussten, versprechen sie den Ausbau der Bodenseegürtelbahn
von Singen nach Lindau zwischen 2021 und 2030.

In einer Pressemitteilung dämpfte der Sprecher der IG Südbahn, bestehend aus Kommunen und
den Industrie- und Handelskammern der Region, die aufkeimende Hoffnung:
„Wir sind nur Bittsteller und haben eigentlich nicht die Kompetenz, von Bund und Land etwas zu fordern“.

Winfried Hermann bekannte sich zu der Ansicht, dass „Aus Baden-Württembergischer Sicht die
Bodenseeregion, besonders am Nordufer des Bodensees, verkehrsmäßig eine Katastrophe ist“.
Jede Maßnahme kann und wird frühestens 2021, nach der Überlinger Landesgartenschau,
eine Besserung für den Bodensee-ÖPNV bringen. Seit 2006 wirbt eine in Süddeutschland,
Vorarlberg, der Ostschweiz und Liechtenstein verankerte überparteiliche Interessengemeinschaft
für einen internationalen Verkehrsverbund. Resignierend, trotzdem optimistisch, hofft sie auf eine
Besserung bis zum Jahr 2030.
Von jährlichen Preiserhöhungen sind immer nur Einheimische, Berufspendler, Eltern (von Auszubildenden,
Schülern sowie FSJ-Teilnehmern) oder Hilfeleistungsempfänger betroffen. Der DBT-Versuch, den
Großraum Konstanz zu erobern, scheiterte kürzlich an der VHB-Gästekarte. Das löst aber die
Grundsatzfrage nicht. Ist es nötig oder sinnvoll, Touristen gratis zu befördern, als Zugabe mehr als
100 Preisnachlässe zu gewähren und damit eine solidarische Kostenaufteilung zu verhindern?
Ein Euro mehr Kurtaxe bis 2019, davon 25 Cent für die DBT (Planung, Vertrieb, Marketing) und 75 Cent
für den ÖPNV, damit Touristen kostenlos mit Bahnen und Bussen fahren, lautet die Parole.
12 Millionen Übernachtungen in der Bodensee Region, das bedeutet nach einer Studie: 49%
oder bis 6 Millionen Touristen, würden die EBC in einem viermonatigen Zeitraum jährlich nutzen
und 12 Mio. Tagesfahrten nachfragen. Dabei gibt es in dem Umfang in Bahnen und Bussen
keine Kapazitäten. Der bodo Tagespreis, bringt 75 Cent von Gästen in die Kasse. Die Tageskarte kostet
für Einheimische 15 Euro (bodo), 11,50 Euro (VHB) oder 4,60 Euro (Stadt Konstanz). Als Konkurrenzangebot
hat sich die preiswerte Bodensee Erlebniskarte bewährt. Es gibt sie preisgünstig seit vielen Jahren.

Eine seit 2013 recht erfolglos wirkende DBT ist inzwischen neben dem Flughafen Friedrichshafen ein weiteres
Sorgenkind des Bodenseekreises. Nach dem Motto: „Nur wer frech ist, kommt weiter", meint der Landrat,
flossen Gesellschafteranteile, geplant 425.000 Euro jährlich und damit vermutlich in Millionenhöhe, in das Projekt.
Ein Darlehen von 1,2 Mio. Euro sowie Fördermittel des Landes wurden zur Unterstützung der DBT benötigt.

Im Endergebnis begaben sich nur vier von 23 möglichen Teilnehmern in die Fangarme der DBT.
Eine Leistungsverbesserung ist angeblich der “Echt Bodensee Bus“. Er verkehrt nur in den Sommerferien
(also für 6 Wochen), stündlich mit einer zweistündigen Fahrt von Langenargen nach Bodman-Ludwigshafen.
Nach der bisherigen Regelung darf er auch von Einheimischen gegen Bezahlung benutzt werden,
jedoch nur solange freie Restplätze vorhanden sind.

Für versprochene, bessere Leistung will die DBT jährlich mehr Geld

Nachdem der Landkreis Konstanz der DBT noch nicht beigetreten ist, müssen die verbliebenen
Gesellschafter öfter zum finanziellen Aderlass. Der DBT-Geschäftsführer Heß fordert weiterhin ein
höheres Budget für mehr Personal. Obwohl er, anscheinend kostenlos, Personalressourcen aus
Rathäusern, Kreisamt und Tourist Informationen nutzt, braucht er das Geld: Werbemaßnahmen,
Messebesuche, Marketingaufgaben sowie Schulungen. Die Langenargener überlegen heute noch,
ob sie einer Sinnestäuschung unterlagen, als sie meinten, ihren Bürgermeister Krafft als Prospektverteiler,
neben Sarah Ruby (TI Sipplingen), Jürgen Ammann und Markus Böhm, im Team der DBT, auf der
ITB 2017 (Internationale Tourismusbörse Berlin) erkannt zu haben. Weil Messebesuche und mehr
Personal viel Geld kosten, fordert Enrico Heß in diesem Jahr höhere Beiträge für seine DBT.
Die Belastungen für Kreis- und Gemeindekassen betragen wohl 576.000 Euro.

Ihr Leistungsangebot sieht die DBT in der Einführung, Verwaltung, Marketing und Ausgabe der Chipkarten
an die Vermieter gegen ein Pfand von fünf Euro. Sie ist kostentreibend, sammelt Gästedaten,
schöpft den Kostenanteil aus der Kurtaxe ab und leitet diesen  zum Großteil an bodo weiter.
Ihre Absicht, den gesamten Bodenseeraum unter ihre Kontrolle zu bringen, ist daran gescheitert,
dass wesentliche Städte und Gemeinden sich dem Projekt verweigern oder eine Entscheidung
hinauszögern. Manche fürchten wohl den Druck aus dem Landratsamt, doch Konstanz, Kressbronn,
Friedrichshafen, Meersburg und Überlingen sind weiterhin Verweigerer. Andere zögern mit der
Tendenz zur Ablehnung. In den teilnehmenden Gemeinden: Langenargen, Eriskirch, Sipplingen und
Bodman-Ludwigshafen brodelt der Widerstand. Ferienwohnungsvermieter, die wegen höherer Kurtaxe
und steigenden Nebenkosten (Schulung, Internetzwang, Buchungsportale) mit der Teuerungswelle
nicht klar kommen, melden sich zunehmend zu Wort.

Unterstützung finden die Kritiker bei Hoteliers z.B. in Uhldingen, Betreibern von Campingplätzen und
Ferienwohnungsanlagen aus unterschiedlichen Gründen. So möchten u. a. Touristen in erster Linie Schiff
und Fahrrad fahren oder „Rund um den See“ mit der Bahn fahren und dabei nicht an den Grenzen des
bodo-Gebietes wiederholt zur Kasse gebeten oder durch eine zwangsweise erhöhte Kurtaxe belastet werden.

Ein sozial ausgewogener ÖPNV – Tarif für ALLE

So lautet die Forderung aus dem Kreis der Gastgeber und ihrer Bündnispartner.
Dabei werben sie für den Tarif des Verkehrsverbundes Vorarlberg. Kostenlose Beförderung für Schüler,
Azubis und FSJ-Teilnehmer. Sie zahlen wenig für den Schulweg oder zur Ausbildungsstelle und einen
günstigen Jahrestarif für Freizeitfahrten. Eine weitere soziale Komponente ist die VVV-Maximo-Jahreskarte
(192 Euro, im selben Haushalt lebende Partner fahren kostenlos) wenn er/sie Sozialunterstützung beziehen.
Seniorinnen ab 62 Jahren bekommen einen Sparpreis (256 Euro, im selben Haushalt lebende Partner
bezahlen 192 Euro), Berufspendler ab 26 Jahren bezahlen für den gesamten Raum Vorarlberg 365 Euro,
für alle öffentlichen Verkehrsmittel wie Land-, Stadt- oder Ortsbus und die Bahn, Partner im gleichen
Haushalt erhalten die Jahreskarte für 256 Euro. Dass gute Tarife in Deutschland durchaus mehr Fahrgäste
in Busse und Bahnen bringen, zeigt der Verkehrsverbund Freiburg mit 555 Euro oder die Initiative der
Grünen in NRW. Ihre Forderung: Mit 2 Euro pro Tag in Bahnen und Bussen durch das ganze Land.
Der bodo-Jahrestarif liegt bei fast 1.300 Euro für 1.700 Haltestellen. Zum Vergleich bietet der
Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) etwa viermal so viele Haltestellen, zu einem nur drei Euro höheren
Netzkartenpreis.

Ein Aufruf an sozial engagierte Menschen und Initiativen

Die politischen Mandatsträger aus dem Bodenseekreis betonen ihre Absicht, die Bodenseegürtelbahn zu
modernisieren. Den Preis bezahlen bisher die Einheimischen. Durch einen doppelt so teuren Trassenpreis
im Vergleich mit dem Großraum Stuttgart, sowie der Duldung von Minderleistung bei Bahn und Bus,
durch Verspätungen, zu volle Wagen, fehlende Wartung und Instandhaltung. Diese Lasten trugen Fahrgäste,
deren Zahl im vergangenen Jahrzehnt um etwa 80% gestiegen ist und denen eine wirksame Verbesserung
des Angebotes nicht zugutekam. Entschädigungsleistungen der DB kassiert die Landeskasse.
Ein Betrag in zweistelliger Millionenhöhe jährlich, seit 2016. Diese Millionen gehören, weil Fahrgäste nicht
entschädigt wurden, in die Verbesserung der Verbindung Singen über Radolfzell, Friedrichshafen bis Lindau.
Elektrifiziert im Stundentakt als Interregio Express (IRE) oder halbstündlich fahrende Regionalbahn.
Eine Ringverbindung um den See wäre damit möglich.

Für den Tourismus sind komfortable Bahnverbindungen von und nach den Metro Regionen Basel, Ulm,
Stuttgart, Karlsruhe, Lindau oder München wichtiger als das vermeintliche EBC Schnäppchen.
Das DBT Projekt, das einen Mehrwert ebenso wenig erkennen lässt wie der geplante e-Fahrtausweis,
kann zu Gunsten eines attraktiven ÖPNV–Angebotes ersatzlos entfallen. Gerade, weil in den nächsten Jahren
durch Bau- und Reparaturarbeiten nur wenig touristische Nachfrage befriedigt werden kann.

Bei steigenden Pendlerzahlen braucht es bezahlbare Tarife in einem großräumigen Verkehrsverbund, ohne die
Einschränkung für Stadtbusse oder beim Wechsel des Verkehrsverbundes immer wieder neu bezahlen zu müssen.
Besser wäre ein unbürokratischer Landestarif verbunden mit einem komfortablen Platzangebot in Bahnen
und Bussen. Die Inanspruchnahme der Autobahnen und Landesstraßen durch Just-in-Time oder
Schwerlastverkehr ist, auch in den Städten soweit fortgeschritten, dass dem Individualverkehr täglich
weniger Raum zur Verfügung steht. Da helfen keine e-Mobilität, Straßenausbau sowie Zugeständnisse an
die Automobilindustrie. Wachstum für tarifgebundene Inlandsarbeitsplätze ergeben sich zukünftig eher im
Fahrzeug- oder Infrastrukturausbau für Bahnen und Busse.

Pe.G.  Uhldingen Mühlhofen    01.06.2017

 

Leserbrief an Südkurier (nicht veröffentlicht) vom 26. Mai 2017, P. Groß

EBC Vertrag verschoben (hk) 24.05.2017

Nein, wir wollen immer noch keine EBC!

Es wäre gut, wenn Gemeinderat und Bürgermeister Lamm (Uhldingen-Mühlhofen) Ihr Demokratieverständnis
und ihren Sachverstand einmal hinterfragen. Der überwiegende Teil der Gastgebergemeinschaft verweigert
sich der EBC immer noch und das wird so bleiben.
Die Baustellen der Gemeinde liegen ganz woanders, nämlich in der Attraktivitätssteigerung durch ökologische
Maßnahmen, Fahrradwegebau und Lärmschutz. Es ist nicht zu verbergen oder zu überhören, dass die sogenannte
Schallschutzmauer an einem völlig falschen Streckenabschnitt der B31 errichtet wurde und die Einwohner nicht
wieder mehrere Jahre warten wollen, bis eine Besserung eintritt. Dazu kommt, dass die Landesregierung 2018
einen Verbünde übergreifenden Baden-Württemberg-Tarif einführt, dem das Kabinett im März 2017 zugestimmt hat.
Davon sind auch Gästekarten betroffen, da man mit einem Tarif durch das ganze Land fahren kann.
Bündnis 90 / Grüne machen sich gerade für einen Landestarif stark, der es möglich macht, mit 2 Euro am Tag
durch ganz Nordrhein-Westfalen zu fahren, und die SPD denkt laut über ein Bündnis mit Vorarlberg nach,
wie der Südkurier wiederholt berichtete.

Wo soll da noch Platz für eine überteuerte, erzwungene EBC sein, die in den nächsten fünf Jahren keine guten
Möglichkeiten für Touristen bietet? Der Bahnausbau und auch die bestehenden Mängel werden ein höheres
Fahrgastaufkommen bis 2030 nicht zulassen. Die Gäste fühlen sich bereits jetzt „hinter die Fichte geführt“.
In Langenargen gehen die Aufenthaltszeiten bereits deutlich zurück und Stornierungen nehmen zu.
Dabei wird ein Gratisangebot von Gästen und EBC – Besitzern, die nicht in der Gemeinde wohnen, nicht angenommen.
Niemand versteht, warum der CDU-Bürgermeister Lamm zwei Buslinien auf Gemeindekosten durch den Ort
dieseln lässt und das mit „aus politischen Gründen“ erklärt. Das wird ein Fall für das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes.

Die Frage ist auch, warum er und sein Gemeinderat auf Ausgleichszahlungen der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH
verzichten? Mit fast 40.000 Euro jährlich könnte man bestimmt etwas Vernünftiges anstellen. Schallschutzwände an der
richtigen Stelle errichten zum Beispiel.

31.05.2017

Hallo,
zur Information: 
Wir haben uns entschlossen, unsere Ferienwohnung ab Ende 2017 nicht mehr zur freien Vermietung frei zu geben.
Grund: Das Missverhältnis zwischen Nutzen/Aufwand gerade auch im Bezug auf die EBC.
Ich kann mich der Schilderung nur anschliessen. 
Wir werden keine Hardware oder Software auf meinen Rechnern installieren und ich werde auch keine zusätzlichen
Arbeiten im Bezug auf die Buchung von Feriengästen machen.
Meine Feriengäste schicke ich dieses Saison ausnahmslos in die Touristinfo in Langenargen !
 
Ein Vermieter aus Langenargen    29.05.2017

 

Den Gemeinden von Kressbronn bis Lindau wurde im Rahmen der EBC versprochen,
die Verkehrsanbindung zwischen Lindau und Friedrichshafen würde deutlich verbessert. Das Gegenteil ist nun der Fall!
Wer am 26.05. die Schwäbische Zeitung aufmerksam gelesen hat, fand den etwas versteckten Hinweis,
dass zukünftig im Rahmen der Elektrifizierung die Verbindung von Stuttgart über Ulm und Friedrichshafen
nach Lindau und zurück in Friedrichshafen enden wird. Die Seegemeinden von Eriskirch bis Wasserburg
bleiben also außen vor. Haben das die für die EBC Verantwortlichen wirklich nicht gewusst und bewusst verschwiegen
Dazu kommt das nächste Problem: Wird bei der Neuausschreibung im Rahmen der Elektrifizierung
BODO überhaupt den Zuschlag bekommen? Wenn nicht, wird der EBC ihre Grundlage entzogen.

Forum Langenargen 26.05.2017

Kann die Gemeinde die Gastgeber/-innen dazu verpflichten,
kostenlos Verwaltungsarbeiten zu tätigen?

Folgende Verwaltungsarbeiten müssen von den Gastgebern/- innen erbracht werden:

1. Erstellen von elektronischen Meldescheinen

2. Ausstellen der EBC-Karte

3. Pfanderhebung der EBC-Karte und Rückabwicklung

4. Ermitteln des Betrags der Kurtaxe

5. Einzug des Betrags der Kurtaxe (Inkasso)

6. Aufklärung des Gastes ggf. in einer Fremdsprache (Haftungs- und Datenschutzprobleme)!
Der Gastgeber wird zum "Erfüllungsgehilfen" der Gemeinde degradiert.

Wenn die Gastgeber/-innen kostenlos Aufgaben für die Gemeinde erbringen, weshalb müssen sie dann noch
zusätzlich eine Fremdenverkehrsabgabe bezahlen? Für was ist die Fremdenverkehrsabgabe eigentlich gedacht?
Dazu kommt auch noch eine Bettensteuer. Der Gast wird genötigt, seine Daten für Marketingzwecke freizugeben,
ansonsten erhält er keine EBC.
Er muss aber ohne jegliche Gegenleistung trotzdem die teure Kurtaxe von 3,15 Euro bezahlen!
Wenn man herumhört, sind die Buchungen seit Einführung der EBC deutlich rückläufig.
Sollte es nicht Ziel der Gemeinde sein, möglichst viele Gäste in Langenargen zu beherbergen?

Ein nachdenklicher Gastgeber    16.05.2017

Wer schiebt das Kamel durchs Nadelöhr ?
Das aktuelle Procedere mit der EBC kann  nur als Nötigung bezeichnet werden. Diese verwinkelte Art ist ein hinterlistiges
Versteckspiel. Grundsätzlich fehlt es deutlich an Offenheit und Transparenz! Was würden Sie sagen, wenn man mit Ihnen
auf so tückische Weise als Gast umgeht? Entspricht das dem Selbstverständnis unserer Gastgeber für unser
Feriengebiet? Bestimmt nicht!
Weshalb also wird der Umgang mit der EBC von politischer administrativer Seite so verdeckt  und unehrlich betrieben ?
Ethik und Moral sind ganz offensichtlich Mangelware geworden.
Soll mit der EBC das Kamel durch das Nadelöhr gezwungen werden?
Wir jedenfalls distanzieren uns von diesem Treiben.
Gastgeber sind nicht nur die Unterkunft gebenden Menschen. Gastgeber sind als juristische Personen Landkreise und
Gemeinden. So jedenfalls präsentieren sich diese. So sprechen und informieren sie.
Bürgermeister begrüßen ihre Gäste und investieren für Gäste in Infrastruktur. Ob das im Einzelfall....
Jedenfalls hören wir immer wieder: "Ich bin zu Gast in der Gemeinde XYZ und wohne bei XYZ".
"Ich besuche die Gemeinde Arosa und nicht das Hotel Bergblick, dort wohne ich".
Die Gemeinde ist für mich Gastgeber meines Aufenthaltes. Das Hotel stellt mir ein Bett für die Nacht.
Als Gast habe ich das berechtigte Vertrauen, dass mein Gastgeber zum Wohle und Schutze meiner Person handelt.
Alles andere verstößt gegen die guten Sitten. Ich komme mit den Erfahrungen aus anderen Feriengebieten und dann
werde ich am Bodensee, trotz Zahlung von Kurtaxe ohne EBC, von angebotenen Leistungen ausgeschlossen.
Es sei denn, der Gast stimmt einem Knebelvertrag zu.
Wird hier künstlich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft der Gäste konstruiert?
Meine Erfahrungen zu „Treu und Glauben“ werden hier erheblich gestört.
 
E. TI   24.05.2017

Liebe Gastgeber/-innen,
Heute erfuhren wir, dass die Rechtsanwältin, die die Gemeinden bei der Normenkontrollklage beim VGH vertritt,
um eine Fristverlängerung bis Mitte Juni gebeten hat. Dadurch wird die Entscheidung leider weiter verzögert.
Falls Sie sich mit dem Thema Datenschutz noch nicht beschäftigt haben, empfehlen wir Ihnen das Buch
"Vorsicht Freund hört mit".

Achtung, sehr wichtig
unbedingt lesen!

Liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,
(durchschriftlich auch an die Gastgeber in Kressbronn, Wasserburg und Nonnenhorn)

Sie haben sicherlich die Rundmail von Herrn Jost erhalten und gelesen, in der dieser erklärt, dass ab sofort die EBC
„die einzig“ gültige Gästekarte ist. Andererseits wird jedoch damit geworben, dass die „Bodensee-Erlebniskarte“
für Gäste mit der EBC günstiger bezogen werden kann!
Die Bodensee-Erlebniskarte basiert im Gegensatz zur zwangsweisen Verpflichtung der EBC Karte auf freiwilligem Erwerb,
für den Gast ein wirkliches Bodensee-Erlebnis, was die EBC-Karte nicht ansatzweise bieten kann.
Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass zum zwangsweisen Erwerb der einzig gültigen EBC zwei Meldescheine benötigt werden:
Neben diesem einzig gültigen Meldeschein gibt es jetzt beim Erwerb der EBC noch den inoffiziellen Meldeschein,
der ja, laut Aussage der TI, gegenüber dem einzig gültigen keine Gültigkeit haben kann. Ansonsten widerspricht sich Herr Jost.

Zitat Herr Jost:
Zur melderechtlich vorgeschriebenen Anmeldung der Gäste darf in diesen Fällen nur der offizielle und in der Tourist-Information
erhältliche Papier-Meldeschein verwendet werden.

Es handelt sich dabei um einen farblich rot unterlegten Meldeschein, der nunmehr verpflichtend sein soll.
Dieser Meldeschein beinhaltet nach dem Landesmeldegesetz für BW nach §§ 23 und 24 die korrekt zu meldenden Daten des
Gastes auf dem Deckblatt des Meldescheins, die einerseits zur Kurtaxenabrechnung benötigt werden und andererseits auf
dem Durchschlagsblatt für den Gastgeber zur Aufbewahrung nach den Bestimmungen des Bundesmeldegesetzes nach
§§ 28-31, welcher 1Jahr aufzubewahren ist und anschließend beseitigt werden kann.
Auf diesem Meldeschein sind wohlweislich keinerlei Hinweise auf die „Echt Bodensee Karte“ vorhanden,
weil diese nach dem Bundesmeldegesetz darauf auch nichts zu suchen haben. Dies hat die TI offensichtlich erkannt,
deshalb die Korrektur der TI!!!

Herr Jost verschleiert allerdings dabei bewusst die Information, dass dem Gast dieser Meldeschein, welchen er ausfüllt und
damit zur TI geht, nach Eingabe seiner Daten, die von der TI elektronisch übertragen werden, danach der ursprüngliche
weiße Meldeschein zur Unterschrift vorgelegt wird.
Dort taucht dann die Zustimmungserklärung zur EBC auf.

Dieser Schein enthält, wie Ihnen bekannt ist, zwei Kästchen zum Ankreuzen der Zustimmungserklärung,
sowie die Stelle für die Unterschrift des Gastes.
Das Kästchen bezüglich einer Nicht Zustimmung fehlt!!

Mit diesem Meldeschein soll der Gast also seine Zustimmung bezüglich der anzukreuzenden Bedingungen geben,
die erst dann zur Aushändigung der EBC Karte berechtigen.

§ 6

Echt Bodensee Card (Anspruch und Aushändigung)

(8)

Der Beherberger ist verpflichtet, vor der Ausgabe der Echt Bodensee Card die entsprechende Zustimmungserklärung
des Kurtaxepflichtigen nach Abs. (7) einzuholen, beim Ausfüllen des Meldescheins insbesondere durch Unterschrift
des Kurtaxepflichtigen bei der auf dem Meldeschein abgedruckten Zustimmungserklärung.
Weigert sich der Kurtaxepflichtige, die Zustimmungserklärung zu unterzeichnen, so hat die Ausgabe der Karte
durch den Beherberger zunächst zu unterbleiben.

Da sich der Beherberger aber zu Recht weigert, dem zuvor genannten § 6 aus Haftungsgründen Folge zu leisten
(deshalb läuft unter anderem ja gerade die 2. Normenkontrollklage), schickt dieser den Gast zur TI, damit dieser,
sofern er es will, sich die EBC Karte dort abholen kann.
Der Gast legt der TI den offiziell gültigen Meldeschein vor. Diese überträgt seine Daten zur TI durch elektronische Eingabe.

Danach händigt die TI dem Gast einen zweiten, den ursprünglich weißen Meldeschein aus mit der Aufforderung,
seine persönlichen Daten nochmals auszufüllen, die Zustimmungserklärung anzukreuzen und zu unterschreiben.
Ist der Gast nach Durchlesen der Zustimmungserklärung bereit, die Kästchen anzukreuzen und unterschreibt dieser,
dann entbindet er sofort die Gemeinde, die TI. sowie die DBT im Missbrauchsfalle von jeglicher Haftung und gibt
die Daten zur Speicherung auf der EBC bzw. dem Server der Fa. GEIOS zu deren weiteren Verwendung frei.
Der Gastgeber ist jetzt zwar aus dem ganzen Procedere außen vor, da die TI das elektronische Procedere übernommen hat,
welches der Gastgeber ja aus Haftungsgründen abgelehnt hat, dennoch entbindet es den Gastgeber nach § 9 der
Kurtaxesatzung Langenargen nicht vom Einzug der Kurtaxe incl. EBC- und DBT-Anteil. insgesamt von 3,15 € an die
Gemeinde vom Gast einzuziehen. Verweigert der Gast jedoch seine Zustimmung zur EBC-Karte, erhält er aber dennoch
dafür keinerlei Gegenleistungen.

Das hat aber auch zur Konsequenz, dass die TI die elektronisch übertragenen Daten weder auf die EBC Karte
speichern noch an den Server der Fa. GEIOS weiterleiten darf. Wer kontrolliert das?

Er erwirbt also die Karte nur durch Nötigung, den Bedingungen zuzustimmen. Je mehr Gäste gezwungen werden,
ihr Einverständnis durch Ankreuzen zu bekunden, umso mehr werden die Protagonisten anmerken, dass der Gast ja
zugestimmt hat.

Darin liegt der perfide Trick!

Liebe Gastgeber/innen,

Aufgrund dieser Vorgehensweise der TI klären Sie bitte Ihre Gäste diesbezüglich auf und geben Sie Ihnen zu verstehen,
dass die Mehrzahl der Gastgeber/innen hinter ihnen stehen, damit diese sinnlose Kurtaxenerhöhung verhindert wird.
Wir bitten bei unseren Bemühungen, welche ihrem Interesse entsprechen, um Ihre Hilfe. Deshalb sollten Sie den Gast darauf
hinweisen, dass dieser vor der Unterzeichnung auf dem weißen Meldeschein die Bestimmungen einmal quer durchstreicht
und an den Rand notiert: „Ich stimme nicht zu“.

Anschließend sollte sich der Gast davon eine Kopie aushändigen lassen.

Wir wollen auch zukünftig erreichen, dass ihre Gäste ohne Zwang und Nötigung zum Erwerb der EBC ihren Urlaub bei uns am
Bodensee weiterhin preiswert genießen können.

 

Forum Langenargen      22.05.2017

Hier nochmals zum Verständnis, wie die Anmeldung abläuft
(Herr Hess behauptete ja, dass sie nur 3-5 Sekunden in Anspruch nimmt!).
Der Gast füllt den roten Meldeschein aus und geht damit zur TI.
Eine Dame gibt dort die Daten elektronisch ein.
Dann bekommt der Gast vor Ort den weißen Meldeschein für Beherbergungsgaststätten.

Achtung!! Dieser Schein hat unten zwei Kästchen mit den Texten:
"Ich bin einverstanden--------" und " Ich bestätige----- erkläre mich----"(alles nur in Deutsch).

Den weißen Anmeldeschein muss der Gast unterschreiben, nachdem er die kleingedruckten
Nutzungshinweise für die EBC (nur in Deutsch) und die Seite mit den Datenschutzbedingungen durchgelesen hat.
Die Gäste, die die Kästchen aus gutem Grund nicht ankreuzen wollen, sollten diesen Abschnitt mit einem
Querstrich versehen und daneben notieren "Nicht einverstanden".
Dazu sollten sie eine Kopie verlangen.

Die oben erwähnten Meldescheine sehen Sie unten abgebildet:

Forum Langenargen    19.05.2017

    

Gestern standen zwei Herren, welche die auf 17 Uhr angesetzte EBC-Feedback-Veranstaltung besuchen wollten,
gegen 17:30 Uhr vor der verschlossenen Rathaustür. Das Foyer war abgedunkelt. Es wurde bereits früher kritisiert,
dass bei "Bürgerveranstaltungen" viele Berufstätige wegen der zeitlich zu früh angesetzten Termine ausgeschlossen
sind. Bürgernähe? Die Veranstaltung war übrigens sehr schlecht besucht.
Ca. 28% der wenigen Besucher waren keine Gastgeber /-innen, sondern Personen, die für den Vertrieb und
die Technik
zuständig waren. Ganz offensichtlich gibt es Unmut über gehäufte technische Probleme.

Forum Langenargen    17.05.2017

Ähnliches Foto

Datenkrake vom Bodensee
Von Jürgen Lessat

Kontext, Wochenzeitung

Datum: 10.05.2017

Ob zu Fuß, mit Auto, Bus, Bahn oder Flieger – viele Wege, die ein Mensch zurücklegt, werden lückenlos erfasst.
Mittlerweile sogar in Deutschlands Top-Touristik-Region Bodensee.

Ahnten Sie es schon? Von Ihnen gibt es ein Bewegungsprofil! Auf Meter und Sekunde genau. Computer wissen,
wo Sie gerade sind. Ob Sie zuhause weilen, arbeiten, im Stau auf der Autobahn stehen. Ihre Ortung lässt
Rückschlüsse darauf zu, was Sie gerade tun – Kunden besuchen, Arzttermine wahrnehmen, auf dem
Nachhauseweg einen hinter die Binde kippen oder sich gar im Rotlichtbezirk herumtreiben.
Big Brother beobachtet uns überall, er folgt uns auf Schritt und Tritt.

Ausgerechnet die Datenkrake Google zeigt in einer aktuellen Werbekampagne, wie es ohne geht:
"Es sind Ihre Daten. Sie entscheiden", fordert der amerikanische Datenkonzern seine Nutzer derzeit in
Online-Anzeigen auf, "geeignete Datenschutzeinstellungen" in ihren Konten auszuwählen.

Dazu gehört auch die Ortungsfunktion von Mobilgeräten, denn Google "erinnert" sich eben nicht nur an
alle Webseiten, die über seine Suchmaschine aufgerufen wurden. Sondern speichert auch alle Orte,
die wir mit unseren in Google angemeldeten Geräten besucht haben. Mithilfe eines Standortverlaufs
erstellt der Konzern "private" Bewegungskarten. "So erhältst du nützliche Informationen wie automatische
Verkehrsvorhersagen für den Weg zur Arbeit oder bessere Suchergebnisse", beschreibt das Unternehmen
Sinn und Zweck der Übung. Dass Google damit auch Werbung ortsbezogen personalisiert, und etwa
ungefragt bunte Werbebildchen vom nächstgelegenen Pizza-Bäcker oder Kebab-Laden in seinen
Kartendienst Maps einbaut, verschweigt das Unternehmen.

"Du kannst einzelne Standorte, ganze Tage oder den gesamten Standortverlauf ändern oder löschen sowie
den Standortverlauf jederzeit aktivieren oder deaktivieren", verspricht die Datenkrake. Allerdings bedarf es
schon näherer App-Kenntnisse, um den entsprechenden Menüpunkt zu finden, wo sich Ortung und Speicherung
unterbinden lassen.
Für Unbedarfte gibt's hier eine Anleitung.

Telematik ist in Italien längst gang und gäbe

Doch nicht nur der Internet-Riese aus dem kalifornischen Mountain View interessiert sich dafür, wo wir gerade sind.
Viele Unternehmen hierzulande sind ebenso neugierig, wenn nicht noch mehr. Bislang erstreckte sich die
Standortbestimmung im Alltag meist auf Fahrzeuge oder Waren. So ist in der Logistikbranche die Echtzeitortung
von Lastkraftwagen längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Voraussetzung für wettbewerbsfähige Transporte.

Doch inzwischen stehen nicht nur Brummis im GPS-Fadenkreuz. Immer mehr Auto-Versicherer setzen auf
sogenannte Telematik-Tarife. Diese richten sich vor allem an Fahranfänger, die für defensives Fahren mit niedrigeren
Prämien belohnt werden. Eine Blackbox im Fahrzeug oder eine App ermittelt hierfür per GPS den Standort,
misst ständig die Geschwindigkeit und vergleicht sie mit dem jeweils erlaubten Limit. Box und App registrieren,
wie scharf gebremst, wie schneidig angefahren wird. Dieses "Tracking" wird permanent per Funk an eine
Datensammelstelle übermittelt.

Im Ausland, etwa in Großbritannien und Italien, sind Telematik-Tarife bereits fester Bestandteil von Kfz-Versicherungen.
Hierzulande zögern Autofahrer offenbar, ihr Fahrverhalten permanent kontrollieren zu lassen. Auch wenn sie damit
Geld sparen könnten, die Tarife werden bislang kaum nachgefragt. Mit Einführung des autonomen Fahrens wird das
Tracking jedoch an Bedeutung gewinnen. Schließlich sollen die Autos der Zukunft miteinander kommunizieren,
und dazu müssen ihre Fahrwege zeit- und ortsgenau erfasst und verarbeitet werden.

Geht es nach der Berliner Software-Unternehmen PLT, sollen künftig auch Außendienstmitarbeiter lückenlos ortbar sein.
Die Firma bietet einen Personal-Tracker an, der eine "minutengenaue" und "unterbrechungsfreie Spurenverfolgung"
'ermöglicht. Das Gerät ist nur wenige Zentimeter groß, enthält GPS-Empfänger, Mobilfunkmodem, Akku und einen
internen Datenspeicher, damit die Tourdaten auch dann abrufbar sind, wenn das Mobilfunknetz ausfällt.

Wie schnell läuft der Postbote?

Besonders komfortabel ist die Echtzeit-Ortung zusammen mit der Begleitsoftware "TrackPilot".
Mit dem integrierten Kartenmaterial lässt sich die absolvierte Strecke exakt anzeigen. Laut PLT liefert das
Programm neben detaillierten Fahrtenbüchern und Arbeitszeitberichten weitere Auswertungen und Statistiken,
um die Steuerung von Personal und Fuhrpark zu optimieren.

Über "metergenaues Tracking" lässt sich beispielsweise erkennen, in welchem Tempo sich etwa Zeitungsausträger
oder Zusteller bewegen, wie lange sie an einer Haustür oder in einem Büro verweilen oder wann sie eine Pause
machen. Mit aus diesem Grund heimste PLT den Big Brother Award 2017 ein, der vergangene Woche in Bielefeld
verliehen wurde. "Dies führt zu einer lückenlosen Totalkontrolle der Beschäftigten, die dieses Gerät bei sich tragen
müssen", so Laudator Peter Wedde, Professor für Arbeitsrecht und Recht der Informationsgesellschaft an der
Frankfurt University of Applied Sciences. PLT habe den Negativpreis besonders verdient, weil die Firma in ihrer
Werbung gesetzliche Vorschriften verfälsche, um den Einsatz von Personal-Trackern nicht nur als gesetzeskonform,
sondern quasi als gesetzlich erforderlich darzustellen, so der Laudator.

Bis auf wenige Ausnahmen, etwa bei Geldtransport-Fahrern und Feuerwehrleuten, verbietet der Datenschutz das
Tracking von Mitarbeitern. Dennoch scheint diese neue Art von Überwachungstechnik auf dem Vormarsch.
Die Preisverleihung soll diesen Trend stoppen, hofft die Jury des Big Brother Award.

Auch am Bodensee, dem Schwäbischen Meer, soll eine Datenkrake ihr Unwesen treiben. In Form der Anfang
April in vier deutschen Anrainergemeinden eingeführten Echt Bodensee Card. Die chipbestückte Gästekarte
erlaubt Touristen vergünstigten Eintrittspreise zu Sehenswürdigkeiten und freie Fahrt in Bussen und Bahnen
des regionalen bodo-Verkehrsverbundes. Den Anbietern ermöglicht die Karte, Daten der Touristen zu sammeln
und später auszuwerten. Denn möglich ist mit der Karte die "Bildung von Wegeketten für Auswertung und
Abrechnung usw.", so steht es in den technischen Daten. Kritiker vor Ort warnen: "Mit der Chipkarte werden
Bewegungsprofile der Gäste erstellt."
Der Verkehrsverbund am See plant das sogenannte Check-in-/Check-out-System, kurz CICO, samt digitalen
Fahrschein einzuführen. Dazu werden derzeit an allen Haltestelle im Tarifgebiet elektronische Stelen installiert.
An ihnen meldet ein Fahrgast die Bus- oder Bahnfahrt über die Chipkarte an. Zum Einsatz kommt dabei die
berührungslose Nahfunktechnik RFID. An der Zielhaltestelle "checkt" er auf gleiche Weise wieder aus.
Das CICO-System berechnet den Fahrpreis, der anschließend bargeldlos abgebucht wird. Bis Herbst sollen
Stelen und Rechner betriebsbereit sein.
Den Vorwurf, Bodensee-Touristen mit der Echt Bodensee Card auszuspionieren, weist Bernd Hasenfratz zurück.
"Wir erheben keine personenbezogenen Daten, sondern nur anonymisierte Fahrgastströme", betont der
bodo-Projektleiter. Wer von den Urlaubern wann wohin gefahren ist, sei schon aus technischen Gründen nicht
nachvollziehbar. Denn auf den Gästekarten wird nur ein sogenannter Namensstring gespeichert, der aus erstem
und letztem Buchstaben von Vor- und Nachnamen sowie "X"en dazwischen besteht. Eine personalisierte
Datenerhebung mache ohnehin keinen Sinn: "Touristen mit Gästekarte dürfen Busse und Bahnen ja kostenlos
benützen." Die Daten der Fahrgastströme nutze der Verbund dazu, die Leistungen der einzelnen
Verkehrsunternehmen genauer abzurechnen. Zudem könne man so das Angebot an Bussen und Bahnen
besser auf die Nachfrage der Feriengäste anpassen.

Auch bei der Stuttgarter "Polygo"-Card war die Logbuch-Funktion aktiv

Dass Vorbehalte gegen elektronische Fahrscheine nicht abwegig sind, bewies der Verkehrsverbund Berlin
Brandenburg mit der 2013 eingeführten elektronischen Monatskarte VBB Fahrcard. Im Dezember 2015 wurde
öffentlich, dass die Lesegeräte in den VBB-Bussen bei jedem Einsteigen Datum, Uhrzeit, Buslinie und Haltestelle
auf die Chipkarte schrieben. Die letzten zehn Fahrten wurden so protokolliert. Die Fahrgäste waren ahnungslos,
dass sie eine Datenkrake mit sich führten, mit der sich potenziell Bewegungsprofile erstellen lassen.
Obwohl ertappt, bestritten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) monatelang die Logbuch-Funktion,
was ihnen den Big Brother Award 2016 bescherte.

Inzwischen ist die Schreibfunktion auf den VBB-Monatskarten deaktiviert. Ein Einzelfall blieb der
Datenschutzverstoß jedoch nicht. Auch auf der Ende 2015 vom Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) ausgegebenen
Mobilitätskarte "Polygo" war die Logbuch-Funktion zunächst aktiv. "Die Freischaltung der Speicherfunktion des
Chips für Kontrollgeräte ist auch hier grundsätzlich regelwidrig", erklärt der Landesdatenschutzbeauftragte
Stefan Brink auf Nachfrage. Nachdem die Funktion öffentlich wurde, schaltete der VVS sie ab.

Anders beim Verkehrsverbund Heilbronn-Hohenlohe (HNV), auf dessen e-Fahrkarte weiter die letzten zehn
Fahrten gespeichert werden. Dies geschehe zu Dokumentationszwecken, da die Karte auch für digitale
Einzelfahrscheine gilt, heißt es. Im Internet weist der HNV explizit darauf hin, dass Inhaber neuerer
Mobiltelefone die auf der Chipkarte gespeicherten CICO-Daten mit der App mytraQ selbst auslesen und
so die brechnungen prüfen können.

Den vollständig gläsernen Passagier gibt es über den Wolken, seitdem europäische Fluggastdaten in die
USA übermittelt werden. Es sind Angaben, die Flugreisende bei der Buchung einer Reise der Fluggesellschaft
oder dem Reisebüro anvertrauen, wie etwa das Reisedatum, Essenswünsche oder die Art der Bezahlung.
Die Datensätze umfassen insgesamt 19 Merkmale, die von den Fluggesellschaften als PNR-Daten
(Passenger Name Record) in Reservierungssystemen gespeichert werden. Vergleichbare Abkommen
bestehen auch mit Kanada und Australien.Datenschützer kritisieren an den PNR-Transfers die lange Speicherdauer
der Daten, im Falle der USA für 15 Jahre, die Übermittlungsmethode, die unklare Zweckverwendung und
mangelnde Möglichkeiten des Rechtsschutzes für europäische Bürger. Für viele hebeln die PNR-Abkommen
das deutsche Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung aus. "Das Grundgesetz gewährleistet
jeder Bürgerin und jedem Bürger das Recht, über Verwendung und Preisgabe seiner persönlichen Daten
zu bestimmen", heißt es auf der Homepage des Bundesdatenschutzbeauftragten: "Geschützt werden also
nicht Daten, sondern die Freiheit der Menschen, selbst zu entscheiden, wer was wann und bei welcher
Gelegenheit über sie weiß."

Bodensee - Lindau
Mittwoch, 10. Mai 2017

Lindau will Verkehrsverband Bodo vielleicht beitreten
Stadtrat will mit Einschränkungen zustimmen

Der Lindauer Stadtrat soll in der Sitzung am Mittwoch, 24. Mai, den Beitritt zum Verkehrsverbund Bodo
beschließen. Dies teilt die Pressestelle der Stadt mit. Allerdings kann es sich dabei nur um ein „Ja“
mit Einschränkungen handeln. „Wir werden dem Stadtrat empfehlen, dem Verkehrsverbund beizutreten“,
sagt Dr. Gerhard Ecker. Allerdings steht dieser Beitritt unter der Voraussetzung, dass drei elementar
wichtige Vertragsinhalte geklärt werden können.

„Es fehlt noch ein Vertragsentwurf zur Aufteilung der Einnahmen nach dem Einnahmezuscheidungsverfahren,
die Frage der Mitbestimmung ist unzureichend gelöst und vor allem fehlt die dringend notwendige
Haushaltsgenehmigung, so dass wir endlich den Förderantrag stellen können“, so Dr. Ecker.
Hierbei steht auch eine Einigung zu den Kosten der Schülerbeförderung und den Einnahmen aus den
Mehrzonenfahrausweisen aus. Kämmerer Felix Eisenbach erklärt, warum die Stadt ohne die Haushaltgenehmigung
keinen Förderantrag stellen kann: „Dieser Antrag wurde von der Stadt Lindau nicht gestellt, da es für den Beitritt
zum Bodo-Verkehrsverbund keinen Beschluss gibt und der Haushalt bisher nicht genehmigt wurde.
Die Stadt Lindau darf während der vorläufigen Haushaltsführung keine neuen finanziellen Verpflichtungen eingehen.
Die im Haushalt 2017 angemeldeten Mittel können erst nach Bekanntgabe der Haushaltsgenehmigung
bewirtschaftet werden.
Des Weiteren ist noch offen, in welcher Höhe Fördermittel an die Stadt fließen. Insgesamt muss die Stadt Lindau
und Stadtverkehr Lindau für die Umstellung auf E-Ticketing 784 000 Euro investieren, nach Abzug der Zuwendungen
verbleiben nach derzeitigem Kenntnisstand 474 460 Euro bei der Stadt Lindau. Es ist noch offen, ob die
Automatenerneuerung (300 000 Euro) förderfähig ist. Bei Förderfähigkeit der Automatenerneuerung würde bei
der Stadt Lindau ein Eigenanteil in Höhe von 276 460 Euro verbleiben.“
Unübersichtlich stellt sich das Vertragswerk dar, wenn es um die beiden möglichen Verfahren zur Einnahmeteilung
geht. Beim Einnahmeaufteilungsverfahren ist die Situation weitgehend klar. Denn da laufen alle Einnahmen in einen
Topf und werden dann aufgeteilt. Allerdings ist dies mit einem Verlust über die Tarifhoheit verbunden.
„Wir haben nach dem Beitritt eine schwächere Rechtsposition. Dann werden wir eine Minderheit sein. Andere
Verkehrsverbünde kennen hier eine Klausel zum Minderheitenschutz. Diese fehlt beim Bodo“, sagt Tanja Bohnert,
Leiterin des Rechtsamts. Die Stadtverkehr Lindau wären im Aufsichtsrat nur mit einer Stimme vertreten.
Dabei stützt sich die Juristin auf Informationen einer Düsseldorfer Fachkanzlei, die mittlerweile die Verträge
im Auftrag der Stadt prüft. Dabei handelt es sich um ein Konglomerat von ungefähr 30 Verträgen, von denen wohl
sechs oder sieben für den Beitritt wirklich wichtig sind. Ein wichtiger Vertrag fehlt allerdings:
Der zum Einnahmezuscheidungsverfahren, der entscheidende Punkte regelt. Denn würde sich die Stadt für diese Art
der Einnahmeteilung entscheiden, könnte sie ihre Tarifhoheit behalten. Allerdings ist hier noch unklar, wie die Gelder
aufgeteilt werden, die durch den Verkauf von Mehrzonenkarten in der Tarifzone Lindau hereinkommen.
Eine zunächst von Bodo-Geschäftsführer Jürgen Löffler in Aussicht gestellte Lösung musste dieser dann wieder
zurücknehmen, weil sie doch nicht umsetzbar war. Bohnert verwehrt sich auch dagegen, dass die Stadtverwaltung
die Prüfung der Verträge verschleppe. „Als ich mich im Februar ans Landratsamt gewandt habe, wurde mir mitgeteilt,
dass die Verträge noch nicht stehen. Lediglich Eckpunkte seien bekannt. Die Position des Landratsamtes war,
dass wir zunächst beitreten sollen und dann Verträge aushandeln. Dies können wir angesichts unseres
Minderheitenstatus im Bodo nicht tun. Unsere Verhandlungsposition wäre dann zu schwach.“
Dem wollte OB Dr. Ecker keinesfalls folgen. „Wir investieren bereits jetzt jährlich 1,7 Millionen Euro jährlich in den
Stadtbus. Wir wollen Klarheit haben, was uns der ÖPNV in Zukunft kosten wird. Wir wollen Bodo beitreten,
aber die Stadträte müssen wissen, auf was sie sich einlassen.“ Zumal mit dem Beitritt zum Bodo auch das Thema
der „Echt Bodenseecard“ verstärkt in den Fokus rückt. Inhaber dieser Tourismuskarte können kostenfrei den Bodo
nutzen. Für Lindau würde dies aber bei Kosten von einem Euro pro Übernachtung ungefähr 900 000 Euro jährlich
bedeuten. „Tritt Lindau aber der Bodenseecard nicht bei, dann schwächen wir den Tourismusstandort“, ist Eisenbach
überzeugt. Denn Touristen aus Langenargen beispielsweise würden dort übernachten und könnten kostenfrei
mit dem Bodo fahren. Damit würden Übernachtungen in Lindau weniger attraktiv, so die Befürchtung:
„Gleichzeitig könnte dies dazu führen, dass Busse deutlich voller sind“, gibt OB Dr. Ecker zu bedenken.

Herbert Maerz, Uhldingen-Mühlhofen   13.05.2017

 

Viele Gastgeber der vier an der EBC beteiligten Seegemeinden
lachen darüber, dass Herr Hess neulich beim Gemeinderat in Nonnenhorn behauptete,
das Anmelden der Gäste dauere nur zwischen 2 und 5 Sekunden. Uns wurden durchschnittlich 4 - 6 Minuten gemeldet.
Der Redakteur des S.K. fiel offensichtlich auf diesen Unsinn herein.
Viele Langenargener Gastgeber/-innen lachen auch über die Angabe von Frau von D.,
die meisten Gastgeber und Gäste seien mit der Karte zufrieden.

Das Gegenteil ist der Fall! Wir werden mit Beschwerden überschüttet. Es wird z.B. auch geklagt,
dass bis zum Sommer bis zu 50% weniger Buchungen vorliegen.

Selbst im Trip Advisor wird inzwischen wegen der hohen Kurtaxe eine Warnung ausgesprochen.

Forum Langenargen    11.05.2017

Zusammen können wir alles erreichen

Hätte man rechtzeitig auf erfahrene Touristik-Verantwortliche gehört und die vorhandenen
Alternativen geprüft, so wäre bspw. an der seit Jahren bewährten Konus-Karte niemand vorbeigekommen.
Mit nur 20% statt 60% wäre die Erhöhung der Kurtaxe in einem für den Gast noch verträglichen Rahmen ausgefallen.
Mit dem Einbezug von BODO im Verbund Schwarzwald/Bodensee wurde eine einmalige Chance verpasst,
diese beiden Regionen als deutschlandweite Vorbildfunktion hervorzuheben.
Die Verbundfläche hätte schlagartig sich um das 17-Fache vergrößert, als nur mit der EBC.
Die Gäste könnten sich über kostenlose Fahrten vom Bodensee bis Basel bzw. Karlsruhe freuen.
Statt jetzt 100 Anbieter von verbilligten Leistungen wären es dann 300 Anbieter! Es gäbe keine Datenschutz-
und keine Haftungsprobleme und deshalb wäre eine Zustimmungserklärung nicht erforderlich.
Im Gegensatz dazu wird die Aushändigung der EBC Karte von der Zustimmungserklärung des Gastes
abhängig gemacht, damit der Gast die DBT von jeglicher Haftung entbindet und damit die DBT die Daten
des Gastes zu Marketingzwecken verwenden kann. Millionenbeträge, die ohne Sinn und Verstand
pulverisiert wurden, hätten an anderer Stelle bspw. In Investitionen zur Verbesserung der Infrastruktur
sinnvoll eingesetzt werden können.

Forum Langenargen   09.05.2017

Auszug aus einer Rundmail an die Gastgeber/-innen

Liebe Gastgeber/-innen,

Da der Rechtsanwalt der gegnerischen Partei ganz überraschend das Handtuch geworfen hat und sich die
Nachfolgekanzlei erst neu einarbeiten muss, wird sich das ersehnte Urteil sicherlich verzögern.
Wir überbrücken die Zeit mit weiteren Erkenntnissen. Wer zur Zeit durch den Ort fährt, sieht ungewöhnlich
viele Schilder mit der Angabe freier Betten. Auch die Hotels sind nicht verschont.
Das liegt nicht nur am schlechten Wetter, denn viele Gäste buchen schon Wochen vorher.
Die Erklärung von Herr Jost, es falle ja das Hotel Adler aus und ein anderes Hotel wäre mit seinen
Umbaumaßnahmen noch nicht ganz fertig, sind paradox
(das Hotel Adler hatte nur 26 Betten).

Wie die Situation wirklich ist, könnte man feststellen, wenn möglichst viele an uns eine anonyme Meldung
machen, wieviel Prozent Einbußen jetzt und evtl. voraussichtlich in den nächsten Monaten zu verzeichnen sind.

Viele Grüße

Forum Langenargen   08.05.2017

Gibt es weniger Übernachtungen durch die Echt Bodensee Card?

Als der Lautsprecher der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH, Enrico Heß, im Rahmen der Internationalen
Tourismus Börse (IBT) 2017 das Lied von der kürzeren Aufenthaltsdauer anstimmte, summten die touristischen
Fachexperten Sarah Ruby, Jürgen Ammann, Markus Böhm, Frank Jost, Achim Krafft von nah und fern, leise mit.
Kraftvoller erhob der Tourismuschef Frank Jost seine Stimme in der Schwäbischen Zeitung. „Grundsätzlich gehe
der Trend jedoch in die Richtung, dass die Urlauber immer kürzer in Langenargen bleiben. Er erwartet, dass
die Zahl der Übernachtungen um 1000 sinken wird.“ Dabei sollten die Übernachtungszahlen durch die Bemühungen
der DBT mit Hilfe der EBC eigentlich deutlich steigen!
Liegt es daran, dass man mit der Echt Bodensee Card, bald aus preisgünstigeren Hinterlandregionen schneller
für einen Tagesausflug an das attraktive Seeufer kommt mit Nutzung aller Einrichtungen und Picknick mit
Hinterlassung von Wohlstandsmüll (mangelnde Entsorgungsmöglichkeit)?
Liegt es an der eigensinnigen und uneinsichtigen Annahme des Bürgermeisters, dass Gäste schadhafte Wege,
übergroße Werbetransparente und merkwürdige Toilettenhäuschen einem gepflegten Ortsbild vorziehen,
nachdem sie von der überwältigenden Blumenpracht auf der Mainau verwöhnt, die bunte Vielfalt in tristen
Rollladengassen suchen?
Das Toilettenhäuschen wurde vermutlich mit Hilfe von unterbeschäftigten Bauhofarbeitern errichtet.
Greenpeace kürzt durch ehrenamtliche Müllsammelaktionen ständig die Sollarbeitszeit der Ortsbaubrigade.

Es finden ja nicht dauernd Veranstaltungen wie Match Race, Uferfest sowie die jährliche Präsentation des
Handelsvereins statt. Die Arbeitnehmerüberlassung aus öffentlichen Dienststellen bleibt scheinbar unbemerkt.
Nicht einmal der Kämmerer wagt sich diesbezüglich zu äußern.
Gerade ältere Bürger erinnern sich stolz an die Zeit, als mit dem Geld aus der Kurtaxe und Fremdenverkehrsabgabe
die Gemeinde herausgeputzt, Blumenbeete angelegt, Grünanlagen gereinigt wurden, ein frischer Wind durch
die Gemeinde wehte und für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgte. Investitionen in einen Kurpark, den Strand,
die öffentliche Lese- oder Konzerthalle sowie eine Kneippanlage wären allemal bessere, nachhaltige
Investitionen in die touristische Infrastruktur. Insgesamt wäre das die sinnvollste Kapitalanlage für ein harmonisches
Miteinander von Gästen und Einheimischen. So könnte die Gemeinde eine Heimat auf Dauer für die Einheimischen,
jedoch auch auf Zeit für die Gäste sein, die in dieser Wohlfühl-Oase gewiss gern länger bleiben und sie freudig
weiterempfehlen.
(PeG)

Warum wir zur ECHT BODENSEE-Card NEIN DANKE sagen

Seit 2013 bemüht sich die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) um eine Gästekarte für den
nördlichen Bodenseekreis und nennt sie Echt Bodensee Card (EBC). Ihre Vorbilder fand sie im Schwarzwald
mit der KONUS-Karte und der VHB-Karte im Konstanzer Raum. Diese Karten kosten nur etwa die Hälfte der
EBC und sie haben eine Gemeinsamkeit: Das gute Preis / Leistungsverhältnis. 

Als Gastgeber*innen am nördlichen Bodenseekreis ist es für uns wünschenswert, Gäste und die einheimische
Bevölkerung nicht mit jährlichen Sonderabgaben zu belasten, sondern nach dem Modell des Vorarlberger
Verkehrsverbund (VVB), bei steigenden Fahrgastzahlen ein vorbildliches Tarifsystem zu etablieren,
bei dem die Gruppe der Berufspendler einen Jahrespreis von 365 Euro bezahlt und Auszubildende,
Schüler*innen oder Teilnehmer an einem freiwilligen sozialen Jahr, wie auch Senioren, weniger Fahrtentgelt entrichten.
Wir sehen in vielen Punkten eine Benachteiligung für unsere Gäste. Der von der DBT aufgerufene Preis von
einem Euro erhöht die Kurtaxe-Abgabe in diesem Jahr um einen Euro. Die Höhe der Kurtaxe-Abgabe in den
nächsten Jahren können wir nicht voraussagen. Die DBT lässt keine Wahlfreiheit. Von den gesamten Einnahmen
fordert die DBT eine Pauschalsumme in Höhe von 25 %, für die wir keine Notwendigkeit oder Begründung
erkennen können. Weiterhin sollen an den Verkehrsverbund bodo pauschal 75% fließen, aber vermutlich nur, um
damit das sogenannte e-Fahrgeldmanagement finanzieren zu können. Von dem wir meinen, dass es als Grundlage
für eine problematische Datensammlung genutzt wird. Bisher geben nur vier Gemeinden die EBC aus.
Zum Teil unter Protest vieler Hotelbetriebe, Vermieter von Ferienwohnungen und Pensionswirten, denen das Thema
Datenschutz besonders am Herzen liegt. Mit ihrer Unterschrift auf dem Meldeschein bestätigen sie die Kenntnisnahme
der Nutzungshinweise und erlauben, neben der Datenspeicherung eigener Daten, u.U. die Datenspeicherungen
mitreisender Personen, die Datenweitergabe an Leistungspartner der DBT, Behörden, ÖPNV und Dienstleister.
Die anonyme Nutzung der Karte ist nicht möglich. Und mindestens für die Dauer der EBC-Nutzung geben sie ihre
uneingeschränkte Zustimmung zur Verwendung ihrer Daten für Werbe- und Marketingzwecke sowie im Bereich
des ÖPNV, zur Speicherung eines lückenlosen Bewegungsprofils. Also, wer macht was, wann, wo, wie lange und warum?
Die Gratisleistungen werden vor Ort oft ohne EBC angeboten. Der Verkehrsverbund bodo bietet im Rahmen der
Tageskarte Netz über 20 Nachlässe. Es gibt keine Mehrfachrabattierung. Wer seine EBC Card vorlegt, verliert dabei
u. U. die Möglichkeit eine Familienkarte zu erwerben oder einen der zahllosen Gutscheine, die deutlich höhere
Nachlässe bieten können, einzulösen. Leider ist der ÖPNV im bodo-Verbundgebiet oft alles andere als empfehlenswert.
Wir möchten sie daher bitten eine Fahrt mit dem ÖPNV, besonders bei der Mitnahme von Fahrrädern gründlich
vorzubereiten. Die Fahrradmitnahme ist oft nur sehr eingeschränkt möglich und wir möchten nicht, dass sie
„auf der Strecke bleiben“.

Viele Gemeinden versuchen durch einseitige Fragestellung eine Zustimmung zum Projekt
Echt Bodensee Card zu bekommen. Das lässt im Grunde keine Wahlmöglichkeit zu.
Nur Ja oder Nein. Dabei gibt es viele bessere, bewährte Lösungen. Jedes Kreuz bedeutet: Ja.
Ich fahre lieber mit dem Auto, höre im Stau auch mal eine lange nicht gehörte CD oder
unterhalte mich mit meiner Frau, meinem Mann, den Kindern.  
Ich würde die VHB Gästekarte zum Preis von 40 Cent vorziehen.
Ich würde die KONUS-Karte zum Preis von 36 Cent bevorzugen.                                     

Ich will unbedingt eine Echt Bodensee Card und bin bereit meine Daten unbeschränkt
abschöpfen zu lassen. Ich werde zwar nie von den über hundert Ersparnismöglichkeiten
profitieren, weil ich diese Ziele mit dem ÖPNV oder ECHT BODENSEE BUS
(fährt nur in den Sommerferien) nicht erreichen kann. Die Busfahrzeit von Langenargen
bis Sipplingen dauert etwa zwei Stunden. Die letzte Rückfahrt startet gegen 18 Uhr.
Ich bin gern bereit alle Störungen, auch überfüllte Bahnen und Busse klaglos zu
akzeptieren sowie allen Normalzahlern meinen Sitzplatz überlassen, weil sie einen
vielfach höheren Preis zahlen. Der Aufschlag zur Kurtaxe kann steigen von 1 Euro
bis 1,50 oder 2 Euro.   
Meine Postleitzahl lautet :

Ihre BODENSEE -Gastgeber mit Herz und Verstand   08.05.2017

Guten Morgen!
Endlich wieder (wenigstens) ein Kurzurlaub in Langenargen!
Erst Frust über 3,15 € Kurtaxe pro Person und Nacht, dann aber eine erfreuliche Überraschung:
Zugfahren umsonst, kein umständliches Suchen mehr am Fahrkartenautomaten nach dem richtigen Tarif
und Kramen im Portemonnaie nach dem entsprechenden Geld - dank der neuen EBC.
Im Schwarzwald genießen wir auch häufig die Vorteile der KONUS-Karte.
Wir hoffen, dass aufgrund solcher Angebote noch mehr Gäste auf die auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.
Auf Wiedersehen in Langenargen

Angelika und Jürgen Märker   07.05.2017

Kommentar:

Die erwähnte Konuskarte bietet für weit weniger Kurtaxenerhöhung das 16-fache an kostenloser
Fahrtstrecke bis Karlsruhe und Basel. Auch hier müssen Sie nicht umständlich am Fahrkartenautomaten
suchen. Sie bietet Vorteile bei 200 statt bei100 Anbietern.
Genau diese seit Jahren bewährte Papierkarte ohne fragwürdigen Unterschriftenzwang und ohne Zwang
wie bei der Walserkarte haben wir immer als Alternative empfohlen. Bei der Konuskarte gibt es keine
Datenschutzprobleme und keine Haftungsprobleme! Wir haben die beiden im Forum ausgiebig verglichen.
(Die VTB Karte ist mit der Konuskarte nahezu identisch).
Was uns so empört, ist die Tatsache, dass die Gastgeber/-innen nicht mitentscheiden durften und sie
lediglich von den Protagonisten völlig einseitig informiert wurden.
Sie erfuhren absolut nichts von den weit attraktiveren Alternativen. Es hat schon seinem Grund,
wenn die Mehrzahl nder Gastgeber/innen sich immer noch weigern, eine Installation vornehmen zu lassen
und auf ihre Kosten eine Normenkontrollklage am Verwaltungsgerichthof in Mannheim mit guten
Erfolgsaussichten angestrengt haben.

Fazit: Konuskarte lieber heute als morgen!

Forum Langenargen   07.05.2017

Zu einem Bericht in der Schwäbischen Zeitung vom 06.05.2017, Seite17

"Baustellen bremsen auch Busse aus"
Umleitungen, die nicht funktionieren und ein Stadtverkehr, der immer wieder vor dem Kollaps steht.

Was nutzt es, wenn ersatzweise Busse eingesetzt werden, die dann durch den Verkehrskollaps blockiert werden?
Neulich mussten sogar deswegen Langenargener Gäste von FN nach Langenargen zu Fuß laufen!
Wegen der Bautätigkeit im Bereich der hiesigen Uferpromenade entfiel auch diese Erholungsmöglichkeit.
Der Schlossturm fiel ebenfalls dem schlechten Wetter zum Opfer und nicht jeder kann ihn besteigen.
Das Hallenbad ist seit dem 31.03.2017 geschlossen. Da fragten sich jetzt viele verärgerte Gäste,
Was habe ich eigentlich für die sechshöchste Kurtaxe Deutschlands außer nicht gehaltener Versprechen bekommen?

Forum Langenargen        06.05.2017

 

Auszug aus einem Mängelbericht eines Gastes an das Rathaus im April

Die ärgerliche Erhöhung der Kurtaxe!
Seit vielen Jahren bin ich Gast in Langenargen. Es hat mir und meiner Begleiterin immer gut gefallen.
Aber das ist jetzt zu viel, noch dazu der Zwang, "die echte" (gibt es auch eine "unechte"?) Bodensee Card zu nehmen.
Und dann der Meldezwang der Gastgeber. Bin ich denn eine Verbrecherin, wenn ich die EBC nicht will? Also das erinnert mich an ferne böse Zeiten!
Nachteile: Umständliches Studieren verschiedener Fahrpläne von Zug und Buslinien.
Lästiges Befragen in Touristinfos, z.B. Wie komme ich von LA nach Bodman?
Die Info in Überlingen war total überlastet dazu hatte man noch keine Ahnung.
Diese Fahrerei mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollten mal die "schlauen" Projektmanager real ausprobieren, anstatt vom grünen Tisch aus den Leuten etwas überzustülpen!
Noch dazu die ewige Planerei mit Lindau (jetzt erst 2018) Das nützt uns nichts.
Oder der Superbus im Mai, aber zahlen muss ich jetzt auch schon. Es ist sehr ärgerlich und obendrein nicht erholsam, sondern stressig, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Im Vergleich zum Auto keine Verbesserung!
Anregung: Freiwilliges Erwerben einer ähnlichen Card. Die können dann z.B. Familien wählen.
In vollen Zügen mit lärmenden Kindern herumfahren ist auch nicht meine Vorstellung von Urlaub und Erholung.

(Bin Lehrerin im Ruhestand)     04/2017

 

Es gäbe da noch Fragen zum Bericht über die EBC in der Schwäbischen Lückenpresse

Ich möchte mich kurz fassen. Bezüglich der Datenerfassung sollte sich jeder Vermieter sachkundig machen.
Ich meine, die Haftung für alle erfassten Daten liegt beim Gastgeber als Ersterfassungsstelle.
Wer also haftet für sichere Speicherung, für alle Ansprüche auf Auskunft und Löschung,
sowie eine Weitergabe der Datensätze?
Auf dem mir bekannten Meldeschein für Beherbergungsstätten (in diesem Fall aus Sipplingen) erklärt der Gast
sein Einverständnis, dass die Eingaben zu statistischen Zwecken elektronisch gespeichert und für
Marketingzwecke genutzt werden.Wie ist das möglich, wenn auf der Karte nur MxxxS, MxxxR, An- und Abreisedatum,
Gemeindekennung etc. stehen? Wurden die Datensätze woanders gespeichert? In den Datenschutzbestimmungen
Echt Bodensee Card, in der Fassung vom 03.01.2017, erklärt die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH Folgendes:
"Die durch uns gespeicherten personenbezogenen Daten nutzen wir im Übrigen zur Pflege der Kundenbeziehungen,
zur Kundenbetreuung (z.B. Informationen zu Angeboten der EBC) und zur Auftragsabwicklung".
Wie soll das möglich sein, wenn Datensätze nicht vollständig gespeichert sind oder wiederhergestellt worden sind?
Die Schwäbische behauptet, in ihrem Artikel vom 27. April 2017, Ausgabe Markdorf:
...dass im Sommer stündlich ein EBC-Bus zwischen den Orten verkehrt, die dabei sind.
Können Gäste an den wichtigen Haltepunkten am See, die nicht an der EBC teilnehmen, weder zu- noch aussteigen?
Das gibt ein schönes Spektakel. Sommer, das ist im Kalender die Zeit vom 21. Juni bis 21. September 2017.
Von bodo wurde bekannt gegeben, der EBC-Bus fährt nur in den Baden-Württembergischen Sommerferien.
Das wäre vom 27.07. bis 09.09.2017. Also ich meine, die Schwäbische hat sich das Prädikat "Lückenpresse"
redlich verdient, besonders durch den jüngsten Beitrag von Nonnenhorn-Andy.Vielleicht sagen die Einheimischen
Vollzahler unter den bodo-Kunden auch einmal ihre Meinung zu dem Projekt, denn unter den gegenwärtigen Bedingungen
werden sie bald keinen Platz mehr in Bahnen und Bussen finden und wieder mit dem Auto fahren oder die Kinder
in die Schule bringen müssen, wenn wirklich 49% aller Gäste das Auto stehen lassen und kostenlos mit Bahn und Bussen fahren.
Der Einzelpreis von 1,80 Euro sollte eine-Lücken-freie Berichterstattung der Schwäbischen Zeitung ermöglichen.

PeG    28.04.2017

Stellungnahme

SZ, 25.04.2017 „Nonnenhorn will 2018 Echt-Bodensee-Card einführen“

Sehr geehrte Gastgeber/-innen,

wie wir aus der Presse erfuhren, wurden Sie völlig einseitig von den Protagonisten der EBC informiert.
Es wurden keine Nachteile und keine viel besseren Alternativen genannt.
Zur Zeit läuft mit guten Erfolgsaussichten eine Normenkontrollklage beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim.
Die erste Klage gegen die Gemeinde Langenargen wurde bereits gewonnen. Weiterhin läuft eine Klage bei der EU in Brüssel.
Die Teilnahme an der EBC wurde sowohl in Langenargen als auch in Eriskirch vom Gemeinderat beschlossen,
ohne dass die Gastgeber/innen, gefragt oder beteiligt wurden. Das Gleiche ist offensichtlich auch bei Ihnen geschehen.
Bei einer schriftlichen Umfrage vor wenigen Wochen hatten sich 105 von 175 Gastgeber/innen in Langenargen geweigert,
eine Installation durchführen zu lassen. Sie verweisen Ihre Gäste zur Zeit an die TI.
Fragen Sie doch bitte Herrn Hess von der DBT mal nach einer schriftlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung bezüglich
des Datenschutzes. Fragen Sie ihn auch nach der Verteilung der bisher angeblich erfolgten Installationen auf die von den
23 nur vier teilnehmenden Gemeinden. Sie werden sowohl bei Herrn Hess als auch bei den Verantwortlichen in Hagnau,
Sipplingen und Bodman-Ludwigshafen auf eisiges Schweigen stoßen!
Der Start ist offensichtlich völlig missglückt. Die DBT braucht dringend eine neue Finanzspritze.
Genau deshalb sucht sie jetzt eine finanzielle Hilfe bei den Bayrischen Seegemeinden.
Bitte informieren Sie sich über die genauen Zusammenhänge bei
www.forum-langenargen.de
unter den Rubriken "Bürgermeinungen" und "Tourismus".
Lassen Sie sich nicht entmündigen!

Ihr
Forum Langenargen
29.04.2017

Fakten

Antwort auf den Artikel vom 25.04.2017 in der Schwäbischen Zeitung
„Nonnenhorn will 2018 Echt-Bodensee-Card einführen“

Wir wollen Ihnen Fakten nennen, warum eine Vielzahl von Gastgebern aus den Gemeinden Langenargen,
Immenstaad, Hagnau, Uhldingen-Mühlhofen und Sipplingen sich gegen die Einführung der „Echt Bodensee Card“
positioniert haben, die den Gastgeber durch verschiedene Auflagen gem. deren Kurtaxensatzung verpflichten soll,
welche aus unserer Sicht jeder gesetzlichen  Grundlage entsprechen und  deshalb eine weitere Klage angestrengt haben.

  1. Laut Kurtaxensatzung sollten die betroffenen Gastgeber der Gemeinden Langenargen, Hagnau, Uhldingen-Mühlhofen
    und Sipplingen zum 01.01.2017 verpflichtet werden, nur noch das Meldewesen auf elektronischem Wege zu vollziehen.
  2.  Da das Kommunalabgabengesetz von BW diese Verpflichtung jedoch nicht vorsieht, klagten Gastgeber der
    betroffenen Gemeinden mit einer Normenkontrollklage vor dem Verwaltungsgerichtshof BW in Mannheim wegen
    fehlender Rechtsgrundlage und erreichten, dass das Meldewesen wie bisher auf manuellem Wege weiterhin
    Gültigkeit behält.  Das Urteil 2S 1524/16 VGH mit Datum vom 13.04.2017 ist unanfechtbar. Die Kosten des Verfahrens
    wurden den beklagten Gemeinden auferlegt. Zugleich wurden die Gemeinden verpflichtet ihre Kurtaxensatzung
    entsprechend dem Schriftsatz des Gerichtes folgend zu ändern.
  3. Der „Echt Bodensee Card“ sind bislang gerade einmal 4 von 22 See-Gemeinden (hier Langenargen, Eriskirch,
    Sipplingen sowie Bodman-Ludwigshafen) mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages beigetreten.
    Die Schwergewichte Überlingen und Meersburg haben der EBC eine klare Absage erteilt. Die Aussage,
    dass Uhldingen-Mühlhofen ab 2018 dabei ist, ist unkorrekt. Eine Abstimmung des Gemeinderates sollte ursprünglich
    im Juni 2017 erfolgen, wurde aber aus welchen Gründen auch immer jetzt in den Herbst 2017 vertagt.
    Die SZ wird hiermit aufgefordert dies öffentlich zu korrigieren.
  4. Die genannten 4 Gemeinden haben sich laut Kooperationsvertrag mit der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH
    zur Einhaltung folgender Kriterien verpflichtet, die in der jeweiligen Kurtaxensatzung übernommen wurde und die
    unmittelbare Auswirkungen auf Gast und Gastgeber haben. Auch hier haben Gastgeber aus Langenargen gegen
    Verpflichtungen wegen fehlender Rechtsgrundlagen Normenkontrollklage beim VGH eingereicht.
    Aus der Vielzahl eingereichter Klagepunkte soll hier nur ein Klagepunkt daraus aufgeführt werden.
    Nach § 6 Abs. 8 der Kurtaxensatzung für Langenargen sind die Gastgeber Adressat von satzungsrechtlichen Pflichten
    die melderechtlichen Vorschriften sind nach dem Bundesmeldegesetz in §28-31 geregelt. Auf dem Meldeschein sind
    demnach nur die für die Anmeldung des Gastes personenbezogenen Daten aufzuführen.
    Auf dem Meldeschein ist jedoch in Kombination mit der Ausstellung der EBC Karte eine aufgeführt, welche mit den
    gesetzlichen Meldedaten absolut nichts gemein haben können. Gesetzliche Meldedaten sind der Gemeinde zu
    Abrechnungszwecken zu übermitteln. Diese Daten dürfen ohne Zustimmung der betroffenen Person nicht an Dritte
    weitergeleitet werden, auch wenn diese anonymisiert werden. Hier werden jedoch die Daten an Dritte (hier die DBT)
    für die „Echt Bodensee Card“ weitergeleitet, welches mit dem Meldegesetz unvereinbar ist.

    Forum Langenargen
    Sensationsmeldungen?

Bei der Sonderausgabe der Schwäbischen Zeitung zur Saisoneröffnung am 30.04.2017 in Langenargen,
fallen zwei Hinweise auf: So gibt es die Meldung mit der Überschrift: "200 Ausflugziele mit einer Karte".
Beim genaueren Hinschauen erkennt man, dass für Karteninhaber eine WhatsApp abrufbar ist, die es ermöglicht,
sich über 200 Ausflugsziele zu informieren.
Natürlich braucht man die Karte dafür nicht, da man diese Ziele auch selbst googlen kannDie früher beworbene
Möglichkeit, mit der EBC bei ca. 100 Anbietern Vergünstigungen zu bekommen wird nur noch selten erwähnt,
da sich inzwischen herumgesprochen hat, dass die Konuskarte und die VHB-Karte doppelt so viele Anbieter präsentieren.
Zum anderen findet man die Überschrift: "Neues Busangebot verbindet Langenargen".
Dabei handelt es sich lediglich um die Verbindung Langenargen – Bierkeller – Eriskirch.
Hier wird nur etwas verbessert, was schon seit Jahren als unzumutbar gilt.
Es wurde also nur ein Normalzustand angestrebt.
Die Versprechungen, im Rahmen der EBC Einführung würden Infrastruktur und Taktung im Einzugsgebiet von BODO
deutlich verbessert, sind bisher nur leere Phrasen.

Forum Langenargen    26.04.2017

so sieht das Erfolgsmodell einer Gästekarte aus. Zur Nachahmung dringend im Bodenseekreis zu empfehlen.

H. Maerz, Uhldingen-Mühlhofen    21.04.2017

Erfolgsmodell Konuskarte

Projektaufbau Konus-Karte

KONUS ist ein solidarisch finanziertes System, das ohne Fördermittel realisiert wurde. Durch den Erfolg des
Angebotes konnten immer mehr Partner für eine Teilnahme begeistert werden. Das Projekt soll sich langfristig
aus der nachfolgend beschriebenen Umlage selbst tragen.

Laufende Kosten

In allen Gemeinden, die KONUS anbieten, ist es vertraglich geregelt, dass diese pro meldepflichtiger
Gästeübernachtung
einen Betrag in Höhe von 0,36 Euro bezahlen müssen. Dieser Betrag  wurde von
den Verkehrsbetrieben ermittelt. Geschäftsreisende sind hierin ebenso enthalten wie Privatquartiergäste.
Die Erhebung einer Kurtaxe ist kein entscheidendes Kriterium.
Nicht meldepflichtig im Sinne von KONUS sind beispielsweise Kinder unter 6 Jahren. Bildungseinrichtungen
und (Kur-) Krankenhäuser können selbst entscheiden, ob sie bei KONUS mitmachen wollen oder nicht.
Von dem genannten Betrag entfallen
0,35 Euro (netto) auf das Fahrgeld für die Verbünde und die Bahn und
0,01 Euro (netto) für Organisation und Marketing auf die Schwarzwald Tourismus GmbH.
Bei der Art der Refinanzierung dieser Beträge haben die betroffenen Kommunen Wahlfreiheit.
Gängig sind die beiden folgenden Handhabungen:
In Orten mit Kurtaxerhebung können die Übernachtungsgäste darüber zur Mitfinanzierung von KONUS
herangezogen werden. Die Details zum kurtaxpflichtigen Personenkreis regeln die Satzungen der Gemeinden.
Wenn Geschäftsreisende beispielsweise keine Kurtaxe bezahlen, müssen deren Beiträge zum Projekt
anderweitig getragen werden (z. B. Mischkalkulation und Aufschlag auf die kurtaxpflichtigen Übernachtungsgäste,
Haushaltsmittel, Zuschüsse aus anderen Quellen). In Orten ohne Kurtaxerhebung können beispielsweise
Einzelverträge zwischen der jeweiligen Kommune und den Vermietern geschlossen werden.
Die Beherbergungsbetriebe können hierzu allerdings nicht verpflichtet werden.
Trotzdem erhalten alle Gäste mit Meldeschein auch die KONUS-Gästekarte. Auch hier müssen die durch
Nichtteilnahme von Beherbergungsbetrieben entstehenden Fehlbeträge anderweitig gedeckt werden.
Die Gemeinden haften im Prinzip für die Gastgeber, da Beiträge für alle meldepflichtigen Übernachtungen
bezahlt werden müssen. Die Meldescheine sind Grundlage für die Ermittlung der Übernachtungszahlen.
Die genannte Umlage ist – unabhängig von der Nutzung des ÖPNV durch die Gäste – von den Gemeinden
zu bezahlen, nicht an eine Tariferhöhung im öffentlichen Verkehr gekoppelt und wird zweckgebunden
wiederverwendet. Dadurch wird eine solide finanzielle Grundlage geschaffen, die das System auf Dauer
am Leben halten soll. Die jährlichen Fahrgeldeinnahmen für die Ausschüttung an die Verkehrsbetriebe
lagen im Jahr 2013 bei rund 3,86 Mio. Euro und bezogen sich auf etwa 10,9 Mio. Übernachtungen.
Die Verkehrsbetriebe haben also fixe, gut kalkulierbare Einnahmen aus der Beteiligung an KONUS.
Die Höhe der Ausschüttung richtet sich danach, wie viele Übernachtungen auf den jeweiligen Abdeckungsbereich
der Verkehrsanbieter entfallen. An die Schwarzwald Tourismus GmbH wurden etwas mehr als 100.000 Euro
für Marketingaktivitäten ausgeschüttet.

Technische Grundlage

Es handelt sich bei KONUS um eine Papierkarte mit Sichtprüfung, die als Freifahrtkarte anzusehen ist.
Es wird also nicht erfasst, welche Strecken die Gäste jeweils zurücklegen. Als Sicherheitsmerkmale
sind Mikroschrift, Spezialfarbe (Kopierschutz) und Sinus-Perforation zu nennen.

Es gibt kostenlos Prospekte zur „KONUS-Gästekarte“, die in verschiedenen Sprachen aufbereitet sind.
Dort ist neben allen teilnehmenden Gemeinden auch eine Übersichtskarte mit Geltungsbereich und
Nutzungsbedingungen abgedruckt. Mit der „Strecken- und Linienkarte KONUS“ werden zudem die
ÖPNV-Verbindungen dargestellt.

Erfolgsfaktoren – KONUS 

Der Erfolg von KONUS basiert auf unterschiedlichen Faktoren:

Es handelt sich um ein einfaches und (in Relation zum Übernachtungspreis) kostengünstiges System
für den Nutzer. Eine einmalige Anmeldung im Beherbergungsbetrieb reicht aus, um die „Fahrkarte“
für den gesamten Aufenthalt zu bekommen.
Wartezeiten beim Kartenkauf entfallen ebenso wie der Abgleich
mit den normalen Tarifen. Wichtige Erfolgsgrundlage ist die branchenübergreifende intensive Zusammenarbeit
aller beteiligten Unternehmen und Organisationen. Hierzu zählen neben dem ÖPNV insbesondere die
Tourismusorganisationen und die Kommunen. Die Existenz des attraktiven öffentlichen Nahverkehrsangebotes
ist Basis für den Erfolg dieses touristischen Angebotes. Für die Verkehrsverbünde sind die aus KONUS
resultierenden Imageeffekte wichtig. Hohe Akzeptanz bei den Übernachtungsgästen im Schwarzwald,
für die das Angebot einen klaren Mehrwert (z. B. umweltverträglich reisen, erholsame Fahrten, keine
Parkplatzprobleme, Kostenersparnis gegenüber Pkw-Fahrten, Intensivierung des Urlaubserlebnisses) darstellt.
So wird KONUS als interessante Serviceleistung angesehen und schafft Vorteile gegenüber anderen Zielgebieten.
Dies lässt sich aus der Resonanz vieler Beteiligter ableiten.
Die Beherbergungsbetriebe haben keine Zusatzkosten für die Bereithaltung der KONUS-Karte für ihre Gäste
und nutzen das Angebot für ihre Werbeaktivitäten.In Zusammenhang mit KONUS lassen sich spezifische Pakete
mit ergänzenden Serviceleistungen (z. B. konkrete Routenplanungen für Wanderausflügler, Einkaufstouristen,
Skifahrer etc.) schnüren. KONUS war Vorreiter für ein derartig strukturiertes Angebot mit „kostenloser“
ÖPNV-Nutzung in einer großflächigen Urlaubsregion und hat einen relativ hohen Bekanntheitsgrad.
Der gute Ruf des Konzeptes hat für eine stetige Zunahme der teilnehmenden Gemeinden und damit auch für eine
Ausdehnung des Gültigkeitsbereiches gesorgt. Durch die Änderung des Kommunalabgabengesetzes in
Baden-Württemberg ist das KONUS-Projekt gesetzlich legitimiert.
Die Übertragung des KONUS-Modells auf andere Regionen (z. B. HATIX im Harz, GUTi im Bayerischen Wald,
VHB-Gästekarte in der Region Hegau-Bodensee)
und zahlreiche Anfragen anderer Interessenten verdeutlichen
den Erfolg dieses Praxisbeispiels. Zudem findet das Modell bei Fachdiskussionen häufig als Best-Practice-Beispiel
Verwendung. Die Einführung von KONUS hat auch dazu geführt, dass sich die Meldemoral erhöht hat, da die Gäste
wegen der Zusatzleistung gerne die Kurtaxe zahlen und damit registriert werden müssen.


Hemmnisfaktoren – KONUS 

Die nachfolgend genannten Punkte stellen eigentlich keine Negativfaktoren im engeren Sinne dar, sondern sind
eher als Anregungen für eine Optimierung des Modells zu verstehen:
Verbesserungsmöglichkeiten bestehen insbesondere bei der Erfolgsmessung. Es handelt sich um eine einfache
Papierkarte mit reiner Sichtprüfung ohne konkrete Datenerfassung.
Eine flächendeckende Gästebefragung
zur Nutzung des ÖPNV während des Aufenthaltes liegt nicht vor.
Teilweise ist Skepsis bei den Gastgebern vorhanden, dass es durch KONUS zu Kostensteigerungen
(z. B. Erhöhung der Kurtaxe oder der Umlagen bei den Beherbergungsbetrieben) und dadurch bedingt zu einem
Rückgang der Zahl der Übernachtungsgäste kommen könnte. Dem ist durch intensive Kommunikation der Vielzahl
positiver Effekte und des geringen finanziellen Beitrages für die kostenlose Nutzung des ÖPNV durch KONUS
argumentativ entgegenzuwirken. Problematisch ist sicherlich der Sachverhalt, dass Kommunen, die keine Kurtaxe
erheben, Kosten übernehmen müssen, wenn sich einzelne Beherbergungsbetriebe an der Finanzierung nicht beteiligen.
Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund,
dass deren Gäste dennoch von den Vorteilen durch KONUS profitieren.
In Bezug auf Zweitwohnungsbesitzer, die eine Jahreskurtaxe bezahlen und dennoch von KONUS ausgeschlossen sind,
sollten Lösungen angestrebt werden.

 

Kommentar zur Berichterstattung in der Schwäbischen Zeitung vom18.04. 2017, Seite 2

Titel: "Für uns ist es dieses Jahr eine schwierige Situation“ - das war die überraschende Aussage von Herrn Jost.
Bisher lief es doch angeblich nach seinen Behauptungen einfach super!
Er erwähnt zum Erstaunen vieler Gastgeber/innen, dass für die Ausgabe der EBC für eine vierköpfige Familie nicht mehr als zwei Minuten zu veranschlagen seien.
Wir hörten von den Gastgebern ganz andere Zahlen:
Eine Dame war neulich in der TI: Das Procedere der Anmeldung durch eine Fachfrau für diese eine Person dauerte etwa sechs Minuten. Dazu kamen noch das Besprechen der kleingeschriebenen Nutzungsbedingungen mit Diskussion um die Unterschriften und die Einziehung des Pfandes von 5 Euro mit Bestätigung.
Insgesamt dauerte der ganze Vorgang fast 15 Minuten (für eine einzige Person)! Die Einbeziehung von Kindern ist natürlich eine statistische Verwässerung, da bei diesen lediglich das Geburtsdatum eingegeben werden muss und die Erläuterungen wegfallen.
Wir verwahren uns ganz entschieden gegen die öffentliche Verbreitung solcher Halbwahrheiten.

Forum Langenargen   18.04.2017

Offener Brief an Herrn Hinkel, den stellvertretenden Bauamtsleiter

Sehr geehrter Herr Hinkel,
Ihre knappe, nichtssagende Antwort auf unsere Anfrage wegen des Werbebanners am Rathaus und des Werbeplakates am der Hafenmauer kam erst sechs Tage nach der ersten Anfrage und fast fünf Stunden, nachdem wir in einem offenen Brief im Forum Langenargen Frau Poimer von der SZ informiert hatten.
Sie gehen Sie nur auf den Hinweis bezüglich der Beschriftung auf den Werbeträgern ein und nicht auf die gesetzliche Regelung bezüglich der Anbringung und des Inhalts. Wir suchen vergeblich die Begründung für Ihre Aussage, dass die Transparente gesetzeskonform seien.
§ 12 der Werbeanlagengestaltungssatzung der Gemeinde Langenargen lautet:

„Werbefahnen und Werbetransparente sind unzulässig.“

Haben Sie die gemeindliche Satzung für die Belange von Herrn Jost außer Kraft gesetzt oder gilt gelten die Regelungen für Rathausangestellte nicht?
Vielleicht aber kennen Sie die Werbeanlagengestaltungssatzung gar nicht, was ein ziemlich schlechtes Zeichen für einen stellvertretenden Leiter des Bauamtes wäre.
Wir betonen nochmals, dass die Mehrheit der Gastgeber die EBC ablehnt und deshalb die Gäste bezüglich des Erwerbs der Karte auf die Touristinfo verweisen. Der Hinweis auf den Werbeträgern missachtet die Meinung dieser Überzahl und entmündigt die Betroffenen.
Hier liegt unseres Erachtens der Tatbestand einer irreführenden Werbung vor!
Wer hat diese unzulässige Werbung an unzulässiger Stelle veranlasst und finanziert?
Wer hat die Verantwortung für die geschmacklose und deplatzierte Aufstellung des riesigen Stromkastens am Vorplatz des Münzhofes?

Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass wir Ihre Antwort ggf. an das Regierungspräsidium in Tübingen weiterleiten werden, um die Zulässigkeit dieser Werbefahnen und Tranparente endgültig klären zu lassen.

Forum Langenargen    14.04.2017

Echt Bodensee Card – Fakten-Check
Stand: März 2017

Fakt 1: Unsere Gäste brauchen keine EBC und sind nicht bereit 1 € mehr pro Übernachtung zu zahlen.

Aussage der Betreiber: 22 Ferienregionen Deutschlands ermöglichen ihren Gästen durch besondere Mobilitätsangebote mit Bus und Bahn einen autofreien Urlaub. Nur rund die Hälfte aller Übernachtungsgäste möchten laut repräsentativer Marktforschungsstudie aus dem Jahr 2014 den ÖPNV nach Einführung der EBC im bodo-Verbundgebiet nutzen.

Klarstellung: Keiner stellt diesen Ansatz in Frage. Keiner ist gegen so ein umlagefinanziertes Projekt. Pilot und Modell war vor 11 Jahren die Schwarzwald-Tourismus GmbH mit dem KONUS-Ticket - ohne RFID, ohne aufwändige technische Kartenkontrolle in den Bussen und Bahnen, mit einer pauschalen Vergütung von lediglich 45 Cent pro Gast/Nacht (ab 6 Jahre).

Und dabei ist der überwiegende Teil dieses Projektes weder verpflichtend für alle Gastgeber, vielmehr haben sie die Wahl.
   selbst wenn ein ganzer Ort mit allen Vermietern teilnimmt, ist nirgends der
   Einsatz eines elektronischen Meldewesens zwingend vorgeschrieben.Alle vergleichbaren Projekte bewegen sich bei den Kosten der Umlage  
   pro Nacht bei 30 - 45 Cent, und nicht bei 1,15 € wie im Bodenseekreis.
  Die meisten Projekte haben eine pauschale Vergütung und operieren mit Papiertickets mit Barcode. Die reinen Verwaltungskosten belaufen sich in
  der Regel auf 1 - 3 Cent pro Gästeübernachtung und nicht auf horrende 25 Cents wie bei der EBC.

Die SPD Fraktion hatte im Kreistag gerügt, dass dem Kreistag als Entscheidungsträger der Einblick in das Gutachten von Customer Research verwehrt wurde. Dennoch stimmte die SPD Fraktion der Darlehensfinanzierung von 1,2 Mio zu.
Wie kann man seitens der Genossen einer Darlehensfinanzierung zustimmen, wenn man keinen Einblick in die Berechnung habe? Jeder ordentliche Kaufmann schaut sich die Vertragsbedingungen an, bevor dieser sich in ein nicht kalkulierbares Abenteuer einlässt. Hier hat der gesamte Kreistag in unverantwortlicher Weise gehandelt. Wer überprüft die Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise des Landrats???

Die meisten Projekte satteln auf dem Meldewesen auf (egal ob elektronischer Meldeschein oder die bisherigen manuellen Gästeblätter) – und nicht umgekehrt wie bei der EBC. Die Bereiche Meldewesen/Gastanmeldung und Gästecard sind aus Datenschutzgründen klar getrennt und bestehen aus zwei unterschiedlichen Softwaresystemen.

Fakt 2: Die Chipkartentechnologie ist veraltet. Bar- und QR-Code sind der heutige Stand der Technik.

Aussage der Betreiber: Die Technologie der EBC (Chipkarte) ist von der Ausstattung des Verkehrsverbundes bodo vorgegeben. Diese basiert auf dem zukunftsfähigen, bundesweiten Branchenstandard (eTicket Deutschland). Perspektivisch wird die EBC auch auf NFC-fähigen Smartphones verfügbar sein.

Klarstellung: Barcode-Karten sind deutlich günstiger. Sie können im Print@Home-Verfahren gedruckt werden und sie können auf Handy-Displays gut dargestellt und gelesen werden. Integration von externen Voucher und Gutscheinen ist damit an der vorhandenen einfachen und kostengünstigen Barcode-Leseinfrastruktur möglich.

Die pauschale Kostenverrechnung braucht keine streckenabhängige Berechnung (Check-in / Check-out Verfahren). Der Einsatz der teuren Chipkarten nutzt nur bodo, nicht dem Tourismus - und verkompliziert die Prozesse beim Vermieter und bei den Gästen (Zwang zur Rückgabe der Karten, Pfandsystem beim Vermieter...). Erwiesenermaßen funktionieren Systeme auf Papier- und Barcode-Basis schon seit vielen Jahren in großen überregionalen Projekten kostengünstig und problemlos.

Fakt 3: Die Schnittstellen-Problematik ist nicht gelöst.

Aussage der Betreiber: Fester Bestandteil des ausgeschriebenen EBC-Systems sind Hotelsoftware-Schnittstellen, über die die Meldedaten aus der Hotelsoftware automatisiert übergeben werden können. Zusätzlich stellt das EBC-System eine Schnittstelle zur Übergabe der Meldedaten an die Gemeindesoftware (Kurtaxe-Abrechnung) zur Verfügung. EBC-seitig entstehen hier keine Kosten für die Gastgeber bzw. die Gemeinde.

Klarstellung: Alle Schnittstellen von Hotelsystemen gab es seit Jahren schon bei diversen Anbietern vom Elektronischen Meldeschein. Diese Schnittstellen müssen alle erneut eingerichtet und bezahlt werden – wie es scheint nicht von der DBT (!?), sondern von den Gemeinden und/oder den Vermietern. Seit Jahren bewährte Prozesse in der Gastanmeldung und Ausstellung der Ortsgästekarten müssen komplett neu aufgesetzt werden, d.h. sie werden künstlich verkompliziert. Alle Prozesse müssen neu geschult werden, obwohl all das nicht notwendig wäre.

Fakt 4: Der Datenschutz wurde nicht berücksichtigt.

Aussage der Betreiber: Die EBC ist konzeptionell in Bezug auf den Datenschutz so angelegt, dass nicht nur alle in Deutschland geltenden datenschutzrechtlichen Anforderungen vollständig erfüllt werden, sondern darüber hinaus auch zusätzliche Anforderungen an Datensparsamkeit und Datensicherheit erfüllt werden können.

Klarstellung: Laut dem Kooperationsvertrag, den die Orte mit der DBT schließen müssen, wird jegliche Haftung auf die Orte und die Vermieter abgewälzt. Der Kooperationsvertrag samt ADV ist hinsichtlich des Themas Datenschutz und angesichts des komplexen Konstruktes und der Datenflüsse Vermieter>Gemeinde>DBT>GEIOS>BODO völlig unzureichend.

Fakt 5: Durch die EBC wird der ÖPNV subventioniert.

Aussage der Betreiber: Nein. Der Solidarbeitrag wurde auf Grundlage einer repräsentativen Marktforschungsstudie ermittelt. In die Kalkulation eingeflossen sind zukünftig wegfallende Tarifeinnahmen, Mehrausnutzungseffekte sowie Kapazitätserhöhungen (z.B. der neue Echt Bodensee Bus zwischen Langenargen und Bodman-Ludwigshafen). Ferner wurde der Solidarbeitrag bis zum 31.12.2019 festgeschrieben.

Klarstellung: Bei allen anderen Projekten, die es seit vielen Jahren auf anderer technischer Basis gibt und die damit äußerst erfolgreich laufen, sind die Beträge für ÖPNV und vor allem für den System-Betrieb deutlich günstiger. EBC-Betreiber wollen das 2 - 2,5-fache dessen was branchenüblich ist. Die dortigen ÖPNV-Verbünde sind mit weit weniger zufrieden‚.

Fakt 6: Der Aufwand für die Gastgeber ist viel zu hoch.

Aussage der Betreiber: Die verpflichtende Anmeldung inkl. Aushändigung der Kurkarte ist bereits heute vorgeschrieben (Bundesmeldegesetz, Satzung). Die generelle elektronische Meldung ist kundenorientierter und reduziert – etwa bei Stammgästen oder via Vorabmeldeschein – den zeitlichen Aufwand beim Gastgeber. Die Aktivierung der EBC erfolgt sekundenschnell. Die EBC ist ein zusätzliches Verkaufsargument für alle Beherbergungsbetriebe – und zwar kostenfrei.

Klarstellung: In keinem anderen Projekt werden die beiden Themen "Gastanmeldung/Meldewesen" und "überregionale Vorteilscard nach einem Umlageverfahren" so unzulässig miteinander verknüpft. Es gibt keine gesetzliche Grundlage, dem Vermieter eine Arbeitsweise mit einer Software aufzuzwingen. Die Vorteile des Verfahrens "Elektronischer Meldeschein" gegenüber dem bisherigen manuellen Verfahren - sofern vorhanden - muss der Vermieter, der damit tagtäglich arbeiten soll, selbst beurteilen. Das Meldewesen und die verbundenen Pflichten des Vermieters hat per se nichts mit dem Ausstellen einer überregionalen Gästekarte zu tun, auch wenn sie mit einem Teil aus der Kurtaxe finanziert werden soll.

Fakt 7: Das ganze System ist viel zu teuer.

Aussage der Betreiber: Die darlehensfinanzierte Investition in Höhe von 1,2 Mio. Euro ermöglicht es der DBT - als Unternehmen mit Beteiligung der öffentlichen Hand -, den Partnern der EBC die notwendigen technischen Komponenten (Hard- und Software) kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Die solidarische Finanzierung sorgt für eine schrittweise Rückführung des Darlehens und darüber hinaus für das Marketing in den touristischen Quellmärkten.

Klarstellung: Die Ausschreibung war zwischen dem Beratungsunternehmen WIIF, dem Anbieter GEIOS (gleicher Personenkreis) und der DBT von vornherein klar abgekartet. 3 – 4 branchen-bekannte und leistungsstarke Anbieter von derartigen Card-Systemen (mit zahlreichen Referenzen im betreffenden Bereich und schon alle in der Region Bodensee tätig) haben deshalb ERST GAR NICHT ANGEBOTEN! Das war kein fairer Wettbewerb, sondern eine Farce… trotz angeblich korrekter Durchführung und Betreuung durch eine Stuttgarter Kanzlei.
Die Verquickungen von Beratung und Umsetzung (gleicher Personenkreis) sind nicht akzeptabel.

Fakt 8: Die Pfandregelung der EBC ist zu aufwendig.

Aussage der Betreiber: Die EBC ist ein wertiges Produkt und kann nicht verschenkt werden. Es obliegt jedoch dem Gastgeber selbst, ob er das Pfand tatsächlich bei Kartenausgabe erhebt oder nur bei Verlust oder Beschädigung (= gängige Praxis bei der Allgäu-Walser-Card, Hochschwarzwald Card).

Klarstellung: Alle anderen Projektbetreiber machen es seit Jahren anders. Hartplastikkarten mit Barcode/QR-Code sind genauso hochwertig und kosten nur einen Bruchteil der RFID-Chipkarten. Karten im Pfandumlauf sehen irgendwann grauslich und völlig zerkratzt aus. Einwegkarten sind wunderbare Werbeträger und können immer wieder neu mit wechselnden Sponsoren-Logos versehen werden zur Refinanzierung der Kosten.

Im Falle EBC: Es ist keine Druck-Personalisierung möglich. Es bleibt nur eine Notlösung mit einer beschreibbaren Hülle, in die die Karten gesteckt werden, oder mit Aufklebern. Es entsteht sinnloser zusätzlicher Verwaltungsaufwand bei den Vermietern für das Inkasso und die Verwaltung des Kartenpfands.

Der Gast muss bei einem frühen Check-out die Karte beim Vermieter abgeben, um sein Pfand zu bekommen. Er kann keine Leistungen/Rabatte mehr auf dem Heimweg nutzen. Das ist nicht kundenfreundlich. Er sollte die Karte den ganzen Abreisetag noch nutzen können. Er hat dafür immerhin indirekt die Umlage bezahlt.

Fakt 9: Die Top 10 der Bodensee Erlebniskarte sind nicht im Leistungsumfang der EBC enthalten.

Aussage der Betreiber: Doch, da die Bodensee Erlebniskarte von den EBC-Gästen zum Vorzugspreis erworben werden kann. Im Übrigen sind auch Schifffahrtsangebote sowie mehr als 100 weitere Leistungen mit Preisvorteilen bei der EBC enthalten.

Offene Fragen: Wie hoch ist der Rabatt konkret? In %?

Was soll eine umlagefinanzierte Karte bringen, mit der der Gast dann erst nochmal eine Kaufkarte mit ein paar % Rabatt erwerben muss???

Fakt 10: Die Gastgeber und Leistungserbringer wurden zu wenig in die Projektentwicklung einbezogen.

Aussage der Betreiber: Zur Einbeziehung aller Beteiligten fanden in den letzten 2 Jahren in allen Gemeinden und relevanten Gremien (Gemeinderat, IHK, VTWB, Dehoga, Vermieterversammlungen etc.) kontinuierlich Informationsveranstaltungen statt. Darüber hinaus sind sowohl im DBT-Fachbeirat als auch im EBC-Arbeitskreis Vertreter der Gemeinden, Gastgeber, Leistungserbringer und Verbände einbezogen. In Abstimmung mit den 4 Startgemeinden wurde zusätzlich ein EBC-Beirat gegründet, in dem seit der Einführungsphase im Herbst 2016 Gastgeber aus den Gemeinden Mitglied sind.

Klarstellung: Diese sogenannten Informationsveranstaltungen glichen, eine wie die andere, reinen Verkaufsveranstaltungen. Kostengünstigere Alternativen (z.B. VHB Karte aus dem Landkreis Konstanz) wurden gar nicht aufgezeigt. Gastgeber und Leistungserbringer wurden schlichtweg übergangen. "Der Kuchen ist gut! Ihr habt eine höhere Kurtaxe bei Euren Gästen einzuziehen und Ihr habt einen Rabatt zu gewähren. Basta und Ende der Diskussion!"

EBC-Beirat??? Wer hat das entschieden bzw. die Mitglieder ausgesucht? Forum Langenargen, Hagnauer Zimmervermieter, die zwei einzigen Hotels in Sipplingen im EBC-Beirat??? Keiner hat sie gefragt!!!

Fakt ist: Es wird über die Köpfe derer entschieden, die Leistung erbringen müssen. Wer kritisch seine Stimme erhebt und die Missstände beim Namen nennt, ist ein Querulant, Störenfried und Verschwörungstheoretiker. Öffentlich wird einem undemokratisches Verhalten vorgeworfen oder man wird, wie zuletzt bekannt wurde, öffentlich als Lügner diffamiert.

1 -  so bei KONUS, bei HATIX, bei Guti etc. - siehe dort:

HATIX im Ostharz     Fehler! Hyperlink-Referenz ungültig.

Guti-Ticket im Bayrischen Wald

http://www.bayerwald-ticket.com/guti/

Rennsteig-Ticket im Thüringerwald

http://www.bus-bahn-thueringen.de/tickets_tarife/rennsteig-ticket/

siehe auch:

https://regiowiki.pnp.de/index.php/G%C3%A4steservice_Umwelt-Ticket

VHB Ticket am westlichen Bodensee

KONUS im Schwarzwald (als erstes Projekt dieser Art – alle anderen haben den Ansatz kopiert!!)

‚ 2 - ÖPNV-Anteile pro Gast-Übernachtung von: HATIX = 0,30 € / GUTI = 0,31 € / KONUS = 0,45 €

Forum Langenargen    14.04.2017

Sehr geehrter Herr Jost,
heute Abend findet ja das Touristikgespräch statt.
Wie ich sehe haben sich bis jetzt erst 12 Personen angemeldet.
Spätestens jetzt sollten Sie besprechen ,wie man die Vermieterinnen wieder ins Boot holen kann.
Die Stimmung ist miserabel , die Vermieterinnen hilflos.
Vielleicht vergaß man in der ganzen EBC Euphorie, dass es die Vermieter sind, die dahinter stehen müssen .
Die meisten fühlen sich übergangen.Immerhin sind wir diejenigen ,die sich um die Gäste kümmern.
Einen Großteil tragen wir dazu bei , dass sie später wiederkommen und  das bis jetzt auch ohne EBC.
Ich habe letztes Jahr noch alle Bestätigungen mit 2 Euro geschrieben. Das heißt, dass ich auf mehreren 100 Euro sitzen bleibe.
Von den Vermieterinnen höre ich, dass die Gäste, die schon jahrzehntelang kommen mit Unverständnis reagieren.
Der Bürgermeister behauptet im Monfortboten, es  sei noch keiner wegen der Kurtaxe abgesprungen,  wir haben da leider ganz andere Erfahrungen.
Von Gästen, die nur Anfragen starten, springen viele wegen der hohen Kurtaxe ab. ..” dann gehe ich doch in einen andern Ort am Bodensee”.
Heute rief mich eine alte Wirtin an, dass schon 6 Gäste abgesprungen sind. Das kann man glauben oder nicht...
Tatsache ist, dass einige  Vermieterinnen noch nicht mal im Sommer ausgebucht sind.
Nun ich habe ein Seegrundstück, da kommen die Gäste auch für 3,15 Euro Kurtaxe, auch wenn es 12 % vom Übernachtungspreis ist.
Aber andere Vermieterinnen haben eben nicht das Glück der Lage. Wer fühlt sich für die Belange der Vermieterinnen zuständig?
Ich würde mich freuen, wenn Frau Bernhard hier mal alle Vermieterinnen zusammen bringt und sich unsere Probleme anhört.
Wir müssen die Möglichkeit haben, uns untereinander zu verständigen und ehrlich zueinander zu sein.
Nur wenn man die Vermieterinnen ernst nimmt und sie respektiert, kann man wieder Vertrauen schaffen .
Und wenn wir nicht anfangen ehrlich miteinander zu sein, wird der Graben immer größer.
Wir sind alle ehrenwerte Vermieterinnen, die viel Zeit und Geld in ihre Unterkünfte stecken und sich um die Gäste kümmern.
Wann werden wir gewertschätzt und nach unseren Ideen, Vorschlägen und Wünschen gefragt?
Ja, der Gast entscheidet....meine Gäste fragen noch nicht mal nach der Karte, obwohl überall das Plakat hängt.
Im Montfortboten werden wir sogar kriminalisiert. Uns wird Steuerhinterziehung und Unterschlagung indirekt vorgeworfen.
Das ist keine gesunde Basis.
Ich freue mich von Ihnen zu hören und hoffe ,dass Sie heute Abend diese Mail vorlesen.
 
Mit freundlichem Gruß
Annette Pfleiderer

Brief an Herrn Jost

Sehr geehrter Herr Jost,
Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass meine Feriengäste aus München sehr verärgert sind.
Gerade vor 10 Minuten kamen sie aus FN zurück:
Sie spazierten zu Fuß durchs Ried nach Friedrichshafen.
Von dort wollten sie mit dem Zug zurück.
In FN erfuhren sie, dass es einen Schienenersatzverkehr gibt.
Vor dem Bus herrschte Chaos. Leute mit Koffern und Fahrrädern drängelten sich .
So beschlossen sie wieder zurück nach LA zu Fuß zu gehen.

Mit freundlichem Gruß

P.A.

 

Eklatanter Missbrauch der "Amtlichen Mitteilungen Im Montfortboten" durch den Bürgermeister.

Am 07.04. 2017 erschien im Montfortboten unter "Amtliche Mitteilungen" auf der ersten Seite der Artikel des Bürgermeisters mit der Überschrift: "Information EBC und Meldeverhalten von Vermietern".
Es wurde zuerst die Einführungsveranstaltung im Dorniermuseum angesprochen, die wir als Bluff bezeichnet hatten, da Herr Hess zwar die Gesamtzahl der Installationen zum 01.04.2017 auf 325 bezifferte (ursprünglich geplant waren im ersten Quartal 500 Installationen!), sich aber weigerte, trotz mehrfacher Anfrage, die anteilige Verteilung auf die einzelnen Gemeinden zu veröffentlichen.
Das Gleiche erlebten wir mir den drei anderen Gemeinden. Warum diese Geheimniskrämerei? Wir Steuerzahler haben ein Recht darauf, zu erfahren, was mit unserem Geld geschieht!
Die Blitzumfrage ergab ein überraschendes Bild, das wir lediglich zur Diskussion stellten. Wir wissen, dass von 172 uns bekannten Gastgebern (einschließlich der Hotels) 103 jegliche Installation verweigerten. Einige ließen sich lediglich prophylaktisch verkabeln, für den Fall dass die Klage vor dem VGH scheitern sollte.
Es war auch deshalb ein Bluff, weil etwas gefeiert wurde, was möglicherweise in Kürze dank des Widerstandes vieler Vermieter/-innen nicht mehr existieren wird.
Dass die Klageschrift am selben Tag beim Bürgermeister auf dem Tisch lag, wurde tunlichst verschwiegen.
Der zweite Abschnitt der „Amtlichen Mittelungen“ vom BM Krafft galt einem Leserbrief einer rechtschaffenen Bürgerin.
Sie wurde regelrecht an den Pranger gestellt. Das Perfide am Montfortboten, der ohne die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde nicht existieren kann, ist die Tatsache, dass dem Bürger bei falschen Behauptungen seitens der Gemeinde, kein Recht auf eine Richtigstellung eingeräumt wird. Bisher hat man keinerlei Chance, sich öffentlich zur Wehr zu setzen.
Das ist Demokratie á la Langenargen. Genau deshalb gibt es das Forum Langenargen.
Herrn Jost wurden neulich sogar eine ganze Seite im nichtamtlichen Teil des Montfortboten zur Verfügung gestellt. (Nr.50, Seite 5).
Er behauptete damals, unser Protokoll zur Veranstaltung im Gemeindaus am 07.12.2016 enthalte Falschmeldungen und nichtzutreffende Behauptungen. Wir haben ihn mehrfach aufgefordert, Beweise für diese Anschuldigungen zu bringen, leider bisher vergeblich!
Ein Großteil der Rathausangestellten beantwortet keine Fragen der Bürger, obwohl sie eigentlich dazu verpflichtet wären.
Wir diskutieren gerade eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen zwei Angestellte.
Wenn das nicht schon genug wäre, werden auch noch üble Drohungen gegen Bürger, die das Meldegesetz missachtet haben, ausgesprochen, und das ausgerechnet von einem Bürgermeister, dem offensichtlich jedes Mittel recht ist und der deshalb bereits mehrfach gegen geltendes Recht verstoßen hat, um die EBC durchzusetzen.
Ist es rechtens, dass z.B. einem Chinesen eine Unterschrift unter einen Text abverlangt wird, dessen Inhalt er überhaupt nicht kennt?
Haben die DBT Installateure eine unterschriebene Garantieerklärung abgegeben, dass kein Spähprogramm mitinstalliert wurde und sie ggf. in Haftung genommen werden können?

Die Aussage, ein Großteil der bisherigen EBC-Benutzer sei begeistert, erinnert sehr an die Aussage, die unbequemen Bänke würden sehr gut angenommen. Dazu noch der Kommentar: "Sollen die Gäste sich stattdessen auf die Erde setzen?". Es heißt immer: Der Gast entscheidet. Wie soll er denn entscheiden, wenn ihm keine Alternative angeboten wird?

Forum Langenargen  11.04.2017

 

Besuch im Touristikbüro

Da es zwischen unseren Recherchen und den Angaben von Herrn Jost zur Zahl der Installationen bei Vermietern einige Differenzen gab, beschlossen wir, seine Angabe von insgesamt 100 Installationen der Privat-Vermieter und Hotels für die EBC selbst einzusehen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten (Datenschutz und Interpretationen bei doppelten Unterschriften usw.) und einem langen Zögern konnten wir uns ein ungefähres Bild machen. Die angeblich bereits beim ersten Durchgang fotografierten ca. 6 Verträge und Unterschriften konnten wir leider nicht einsehen. Wenn man diese miteinrechnet, kommt man der von Herrn Jost angegebenen Zahl relativ nahe. Es gibt aber auch Hinweise, dass einige Gastgeber/innen lediglich prophylaktisch  die technischen Voraussetzungen schaffen lassen wollten, falls die Klage beim VGH nicht erfolgreich sein würde.
Die aktuelle Liste aller Privatvermieter fanden wir in einer Dokumentation der Landesregierung.
Wie man daraus ersieht, handelt es sich um 162 Privatvermieter (einschl. Ferienwohnungen und Pensionen). Hinzu kommen noch 12 Hotels, zusammen also 174 Gastgeber. Nicht zu vergessen sind zusätzlich mindestens ca. 20 Privatvermieter, die keinen PC haben und somit auch nicht angeschlossen werden können. Diese hatten keine Kenntnis von unserer Rundmail, konnten sich deshalb auch nicht an der Umfrage beteiligen.
Da wir 105 Vermieter zählten, die bisher nicht verkabelt sind, gingen wir davon aus, dass es ursprünglich deutlich weniger als 100 Installationen gegeben haben muss, zumal diese Behauptung bereits schon vor einiger Zeit aufgestellt wurde und sicherlich inzwischen noch weitere Installationen hinzugekommen sind.
Wir waren auch deshalb misstrauisch, weil Herr Hess (DBT) und auch die übrigen drei Seegemeinden trotz jeweils zweimaliger Nachfrage die Zahlenangaben verweigerten.
Zitat des Bürgermeisters von Eriskirch: "Ich kann und will Ihnen keine Zahlen nennen"!
Was bleibt, ist nach wie vor eine unerklärliche Differenz und die Frage nach dem Sinn dieser Geheimhaltungen.
Wir danken Herrn Jost, dass er sich die notwendige Zeit für unsere Fragen genommen hat.
Wir möchten auch ausdrücklich betonen, dass wir selbst die Angestellten der TI noch nie kritisiert haben.
Bei den Recherchen bezüglich sämtlicher Vermieter/innen fiel uns außerdem auf, dass im offiziellen Gastgeberverzeichnis der Gemeinde eine große Anzahl von Privatvermietern fehlte. Erstaunt erfuhren wir, dass nur die Gastgeber/innen veröffentlicht werden, die entsprechend dafür bezahlt haben. Die Präsentation im Gästejournal läuft zwei Jahre. Eine ganze Seite kostet pauschal 1800 €, eine halbe Seite 900 €, eine achtel Seite  ca. 300 € (Jeder kann die Anzeige selbst gestalten). Da ist ein Kleinvermieter (oft Rentner) relativ chancenlos und ziemlich benachteiligt.
Der Gast, der eine einfache Unterkunft sucht und das offizielle Gastgeberverzeichnis benutzt, glaubt, ihm würden alle Privatvermieter präsentiert, wird aber dadurch getäuscht, dass es keine Anmerkung gibt, die darauf hinweist, dass das Verzeichnis relativ unvollständig ist.


Zum Artikel von BM Krafft im aktuellen Montfortboten (07.04.2017) ist zu sagen, dass das von ihm kritisierte, uns zugeordnete Bestreben nach Selbstverwirklichung, ganz eindeutig auf ihn selbst zutrifft. Hier verwirklicht sich nämlich jemand zweifellos auf Kosten von uns allen Bürgern:
Logos, viel zu viele Fahrradwillkommensstationen, unzählige, sinnlose, schlecht lesbare Hinweisschilder, untaugliche Akkuladestationen, unbequeme Bänke, unnötig ausgetauschte Straßennamensschilder, eine störend weiße Uferbeleuchtung und nun auch noch Werbetransparente, die nach Paragraph 12 der Gemeindesatzung verboten sind.
Das uns unterstellte Cyber-Mobbing weisen wir mit allem Nachdruck zurück. Einen kritischen Bürger öffentlich als „Dr. Trump“ zu bezeichnen, ist völlig niveaulos und eines Bürgermeisters unwürdig.
Durch die Hofberichterstattung im MoBo werden regelmäßig falsche Behauptungen aufgestellt, gegen die sich der normale Bürger nicht wehren kann, da Richtigstellungen grundsätzlich verweigert werden. Genau aus diesem Grund wurde nämlich das Forum Langenargen gegründet.
In letzter Zeit erhalten wir immer häufiger zustimmende Zuschriften aus der Region des Überlinger Sees, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.

Übrigens lag bis heute die schriftliche Aufforderung zur Stellungnahme vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim auf dem Tisch des Bürgermeisters. Die Frist ist heute abgelaufen. Dies wurde der Bevölkerung tunlichst verschwiegen.

H. Walter und R. Motz für das Forum Langenargen           07.04.2017      

 

 

Liebe Vermieterinnen und Vermieter,
im Dorf wurde ich heute mehrmals darauf angesprochen, dass wir nochmals die Mail verschicken sollten.
Dies mache ich doch gerne:

Gruß Annette Pfleiderer

Solidarbeitrag zur 2.ten Sammelklage

Vielen Dank, dass Sie sich so zahlreich solidarisch erklären und daran glauben, das Richtige zu machen.
Nur mit Ihrer finanziellen Unterstützung können wir gegen die EBC vorgehen.
Wie wir bereits in früheren Mails mitteilten, zahlen Gegner aus anderen Gemeinden auf ein Solidaritätskonto für diese Klage ein.
Die Kosten betrugen diesmal insgesamt 5000 Euro.
Die Chancen stehen gut, die EBC in ihrer jetzigen Form zu kippen. Insgesamt gibt es 3 Punkte, denen die Rechtsgrundlage fehlt.
Aber auf dem Langenargener Soldidarkonto fehlen jetzt  noch anteilig etwa 1000 Euro und nun wird von uns Langenargenern erwartet,
dass wir den Rest ausgleichen. 
Wir sind die Gemeinde mit den meisten Gastgern/innen. Wir werden also weiter sammeln und
ich werde auch nochmals spenden .

Wenn Sie weiterhin hinter unserer Klage stehen, unterstützen Sie uns bitte!

Jede!! Spende ( selbst 10 Euro) ist hilfreich.

Die Kontonummer lautet:

Spendenkonto
Ulrike Kessler-Willibald, VERMIETERVEREINIGUNG
DE 06 69051725 1020092191

Solidarbeitrag

 

Dieser Screenshot wurde am 04.04.2017 nachmittags erstellt.
Wie wir heute feststellen konnten, wurde auf Grund unserer Veröffentlichung
die Homepage aktualisiert. Es fanden sich aber auffällige Ungereimheiten bei der
Aufstellung der angeblich kostenlosen Leistungen.

Forum Langenargen   05.04.2017

Wenige Stunden nach unserer Veröffentlichung hat die TI reagiert und die Homepage geändert,
doch nicht ahnend, dass sie neue Ungereimtheiten veröffentlicht.
Auf der Merkliste: "Kostenlose Leistungen für Gäste aus Langenargen und Eriskirch" sind erstaunlich
viele kostenlose innerörtliche
Leistungsangebote auszumachen, wenn man eine EBC Karte besitzt.
Für den Gast verbindlich ist der sog. Reiseführer 2017, der an alle Gäste verteilt wird.
Nun entdeckt man Erstaunliches, denn die Angaben differieren deutlich.
Es heißt anfangs: "Freie Fahrt mit Bus und Bahn", wo? in ganz Baden-Württemberg?
"Hallenbäder in Langenargen und Kressbronn frei", in Wirklichkeit kosten sie mit EBC 1 und 2 Euro,
 wobei es das Kuriose ist, dass das Langenargener Bad seit Jahren vom 01.04 bis 30.09. geschlossen hat,
also für Kurgäste völlig bedeutungslos ist.
Die Turmbesteigung am Schloss Montfort soll mit Karte angeblich kostenlos sein, sie kostet aber laut Gästeführer
1,0 Euro.
Das Naturschutzzentrum ist schon seit Jahren frei!! (auch ohne EBC).
Freilandschach und Boule sind ebenfalls ohne EBC schon immer kostenlos.
 Angeblich wären auch die Museen in Langenargen und Kressbronn kostenlos..
Der verbindliche EBC Reiseführer spricht eine andere Sprache: Langenargen kostet 3,20 Euro, Kressbronn 2 Euro.
"Galerien frei". Wir kennen keine Galerien, welche Eintritt verlangen!
Kur- und Promenadenkonzerte bedürfen in keinem Ort einer EBC Karte.
Bei Fahrradvermietung steht "Gutschein bei der TI abholen (einmalig)". Es muss heißen "für einen Tag".
Die Kinderstadtführung in den Ferien ist ebenfalls nicht umsonst, sondern kostet mit EBC 1,50 Euro.
Das Ganze ist ein Chaos und für die Gäste unerfreulich.
Wer ist eigentlich dafür verantwortlich? 
Sind hier nur noch Dilettanten am Werk (jemand, der etwas nicht gut kann, es aber trotzdem tut)?
 
 

In der Aufstellung wird in der Tabellen-Übersicht (s. o.) auch auf vier kostenlose Angebote für
EBC Inhaber in Neukirch hingewiesen, Neukirch ist im offiziellen EBC Reiseführer überhaupt nicht vertreten ist.

Forum Langenargen            05.04.2017

Zur Erinnerung:
Herr Hess von der DBT hatte im Januar 2017 erklärt, es sei sein Ziel, bis zum offiziellen Start der DBT
500 Gastgeber/innen zu vernetzen. Auf dem Kreistag in der letzten Märzwoche gab er 325 abgeschlossene
Verträge an. Uns war sofort klar, dass diese Angaben nicht stimmen konnten.
Wir schrieben ihn zweimal an und baten um eine differenzierte Angabe für die verschiedenen Gemeinden.
Er hüllte sich in Schweigen. Dann fragten wir in Eriskirch an. Nach zwei vergeblichen Versuchen kam ein
unfreundlicher Brief des Bürgermeisters mit den Worten: "Ich kann und will Ihnen keine Zahlen nennen".
Eine zweimalige Anfrage in Bodman-Ludwigshafen wurde schließlich dahin beantwortet, dass sie
keine Statistik führen würden !!
Das Fremdenverkehrsamt Sipplingen war angeblich bei nur 35 Gastgebern nicht imstande, uns die Anzahl
der Installationen zu nennen!
Weil die angegebene Zahl von Herrn Jost unmöglich stimmen kann, lässt sich zusammengefasst feststellen,
dass die Gesamtzahlen von Herrn Hess von der DBT bewusst falsch veröffentlich wurden.
Vielleicht findet sich jemand unter Ihnen, der juristische Schritte einleitet.
Frau Pfleiderer vertritt im Normenkontrollverfahren bereits 4 Gemeinden und ist damit voll ausgelastet.
Ggf. bei uns bitte melden. Danke!


Ihr Forum Langenargen     04.04.2017

Früher war von diesem horrenden Preis nie die Rede

Leserbrief:   Sommerplanung

Wir zählen zu den Glücklichen, die unseren Urlaub in Langenargen nicht
stornieren müssen, denn wir hatten nicht gebucht. Natürlich kennen wir
die wechselnden Wetterlagen am See. Doch ausschlaggebend war die ungute
Atmosphäre mit dieser Rechnung: je Person 3,15 Taxe. 4 Personen mal
3,15 € ist 12,60 € pro Nacht. 12 Nächte x 12,60 € ergibt 151,20 € an LA-Steuer.
Ein Flug mit Eurowings in den Süden kostet ca. 50 €. Am Zielort wird
keine Kurtaxe genommen, da wir als Touristen per se einiges an Ausgaben
vor Ort lassen. Zudem wissen viele, dass die Urlaubsziele im Wettbewerb
stehen. Nur dass einige Zielorte eine Gut-Wetter Garantie abgeben können.
Doch sind wir als Nichtrentner, ja auch nicht die Zielgruppe solch einer
Gemeinde am See.

03.04.2017

Liebe Gastgeber(-innen),

Die Angelegenheit Jost wird immer rätselhafter.
Ergebnis unserer Umfrage nach 48 Stunden:

nicht geschult und nicht verkabelt: 83 !

geschult aber auch nicht verkabelt: 4.

geschult und verkabelt bisher lediglich 11 !!

Es ist uns unerklärlich, wieso bisher so wenige Meldungen von Verkabelten kamen; wir sind sicher, dass es einige mehr sind.
Zählt man die Gastgeber dazu, die keinen PC haben und an der Blitzumfrage nicht teilnehmen konnten und somit natürlich auch nicht
verkabelt werden konnten, dann werden wir bis heute Abend die Marke von Hundert überschreiten.
Herr Hess von der DBT verkündete vor dem Kreistag, dass in den vier Teilnahmeorten 325 Gastgeber verkabelt wurden.
Wenn man die Erkenntnisse von Langenargen zu Grunde legt, ist das völlig unmöglich.
Wir haben Herrn Hess zweimal angeschrieben. Er verweigerte jegliche Auskunft. Das machte uns natürlich noch neugieriger.
Wir schrieben das Fremdenverkehrsamt Eriskirch zweimal an. Auch hier wurde die Auskunft verweigert. Stattdessen kam ein
äußerst unfreundlicher Brief des Bürgermeisters. Auch er nannte keine Zahlen. Nach Insiderinformationen sind es dort natürlich
deutlich weniger als in Langenargen.
Die Dame der Touristikinformation in Bodman-Ludwigshafen wusste es angeblich nicht! „Wir führen darüber keine Statistik“.
Bei der morgigen EBC-Party im Dorniermuseum wird Herr Hess die gleiche Behauptung wiederholen, und fast alle Geladenen
werden wohlwollend mit dem Kopf nicken. Dazu gibt es Speis und Trank bezahlt von der DBT, die nur noch durch einen
fragwürdigen Folgekredit existiert.
Herr Krafft ist mit Sicherheit der Mitwisser der falsch angegebenen Zahlen und steht deshalb auch in der Verantwortung.
Sollten Sie Vermieter kennen, die keinen PC haben und deshalb per se nicht verkabelt werden können, informieren Sie uns bitte.

Wir erfuhren nur durch Hinweise aus Ihren Reihen von der Einladung in einer Woche.
Es ist nicht zielführend, wenn die Besucher die Diskussionsthemen schon vorher einreichen sollen, weil dann die Gefahr besteht,
dass Herr Jost ihm passende Themen aussucht und damit die Diskussion in seinem Sinne bestreitet.
Da heute Meldeschluss ist, haben wir die Anmeldeliste studiert und festgestellt, dass von  den155 Gastgebern nur 10! angemeldet sind,
weil  Herr Jost, Frau Angela Merkel, Frau Pfleiderer und Frau Friedrich für die Zählung ausfallen.
Es bleiben nur noch 10, allesamt EBC Anhänger, von denen die Hälfte Hotels sind.
Wir hatten in den letzten Monaten nur drei Kritiker, zwei davon sind anwesend.
Wer einmal unehrlich ist, dem glaubt man nicht!

Herzliche Grüße
Forum Langenargen      31.03.2017

 

Brief eines der wenigen geschulten und verkabelten Vermieters

Hier meldet sich ein geplagter Vermieter und Zweitwohnungssteuer- und kurtaxpflichtiger Zahler mit neuen Arbeiten als Erfüllungsgehilfe für die Ortsgemeinde.
Wir haben ein mit vielen Höhepunkten versehenes umfangreiches Halbjahr hinter uns und konnten uns nur am Rande mit der "neuen Kurtaxe" befassen. So nebenbei habe ich - anlässlich eines anderen Pflichttermins (Handwerker im Haus) am 13.3. in LA auch noch an einer Info-Veranstaltung der Touristinfo über die neuen Maßnahmen teilgenommen. Bei der Nachmittagsveranstaltung waren ca. 25 Personen (Vermieter?) laut umlaufender Namensliste. anwesend.
Am nächsten Tag wurde auch die Einspielung des PC-Programms auf meinen PC für den Ausdruck in unserer Fewo durch einen Techniker vorgenommen.  Anfangs hatte ich Probleme mit der Anbindung, die aber dann später behoben werden konnten.
Es stellten sich für mich im Nachhinein noch folgende Fragen:

1. Es fehlt die Angabe des Geburtsnamens - sofern der bei einem Ehepartner anders ist, was wohl meist der Fall ist.
2. Die Ausgabe von EBC-Karten für Kinder ab 6 Jahren ist/wäre kostenlos - wenn man mal das Pfandgeld außer Acht lässt. Nur war mir das nicht klar gewesen.
3. Aufdruck auf der Karte (bei Verlust) fehlt m.E. + wichtig: "Gefundene Karten bitte bei der Kurverwaltung (o.ä.) abgeben". So weiß ein Finder, was er damit machen soll. Das Pfand könnte zurückerstattet werden.

4. Die Rückgabe/Rücksendung der Karte und Pfandgeld bei uns auswärtigen Vermietern bringt möglicherweise einen         e n o r m e n  Mehraufwand. (und natürlich auch für den Feriengast).
Der Einsatz und die möglichen Überraschungen beim Gast beim Eintritt: besonders, wenn eine mehrköpfige Familie dort ist, und keiner weiß - sehen kann, wessen anonyme Karte er hat und evtl. die falsche Karte am Mann hat und dort vorzeigt. Was dann, darf er "vergünstigt" rein gehen, oder ist er vom Wohlwollen des Kassierers abhängig?
Ob die früher einmal propagierte Lösung: Abgabe/Rückerstattung des Pfandes bei allen (fremden!) Hotels/Restaurants, die am System mitmachen, wurde jetzt nicht mehr erwähnt. Sondern nur: Strandbad, Turm-Kasse und Tourist-Info,
LA. Und dann als Gast z.B. am Abreisetag noch schnell dort vorbeifahren?
Wie viele Karten muss ein Vater/Mutter für die ganze Familie neuerdings (im Portemonnaie) herumschleppen?

5. Ausdruck: Kostenlos ist eine nach meiner Meinung zweifelhafte Aussage/Täuschung oder sogar Irreführung und ggfs. sogar unlauter in Richtung Wettbewerbsrecht. Hat der Gast doch mit seiner "Kur"-Karte- bzw. Gebühr diesen "Vorteil" sich selbst und pflichtgemäß erst erkaufen müssen. Richtiger wäre nur das Wort vielleicht wie " eingeschlossen/inklusive“.
Egal ob er die eine oder andere (alle?) Veranstaltung überhaupt nutzen will oder kann.
Anschlussfrage: K U R..., wo kann der Gast in LA "kuren"? Nur an der frischen Luft zu spazieren, - kann dafür doch wohl nicht ausreichen, dass man so eine hohe Gebühr bezahlen muss, oder?
6. Veränderungen/Berichtigungen bei vorzeitiger Abreise oder Verlängerung.
Wie kann ich als Auswärtiger die Berichtigung der Karte und des Systems (Abrechnung Gemeindeverwaltung) vornehmen? Bei der Verlängerung muss wohl der Gast zuvor zur Tourist-Info LA gehen und ändern lassen.
7. Reisedokumente von den Kunden habe ich noch wie (seit 15 Jahren) persönlich vorgelegt (zugeschickt) bekommen. Wer kontrolliert das jetzt besser?

8. Der Ausdruck: S T A D T  in den Unterlagen ist doch wohl etwas hochtrabend für LA, oder will unser Bürgermeister bald die Einwohnerzahl auf 10.000 Köpfe erreichen. Dann wäre er nämlich (Stadt-) Bürgermeister und hätte ein anderes Einkommen.

31.03.2017

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P R E S S E M I T T E I L U N G

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Statt EBC: Zuverlässiger Fahrplan zuerst !

Der Fahrgastverband Pro Bahn bezeichnete das Nahverkehrsangebot am Südufer des Bodensees, in einer Medienmitteilung des Jahres 2005, als weitaus attraktiver als das der Gürtelbahn. In Sachen Infrastruktur, Fahrplan, Tarif und Fahrzeuge sah Harald Sauter, Mitglied von Pro Bahn,   einen Rückstand von 20-25 Jahren. Nach der Vergabe an zwei private Anbieter im Stuttgarter Netz, Abellio und Go-Ahead sank der Preis pro Zugkilometer von 11 Euro auf unter   6 Euro. Dazu sprach Minister Hermann von einem aus seiner Sicht „sensationellen Ergebnis“, denn die neuen Preise sind deutlich günstiger als die bisherigen, die im Verkehrsvertrag mit der DB Regio ausgehandelten. Der Zuschussbedarf des Landes reduzierte sich von 11,69 Euro auf weniger als die Hälfte.
Wer für eine Schülermonatskarte von Uhldingen-Mühlhofen nach Markdorf, drei Zonen, monatlich 58,80 Euro bezahlen muß, kann die Bodenseekreis- SPD nur schwer verstehen, wenn sie die Einführung der Echt Bodensee Card so vehement unterstützt, damit Touristen das Gesamtnetz für einen Euro, ganztägig nutzen können. Für Schüler gilt z.B. der Tagestarif für das Gesamtnetz erst ab 13.30 Uhr. Zusatzkosten entstehen, bei von der Strecke abweichenden Fahrten, vor 13.30 Uhr.
Es ist bisher völlig unklar, wie bodo die Mehrfahrten von Touristen finanzieren will. Bruttoeinnahmen von 75 Cent können nicht kostendeckend sein, bei einem Fahrgastzuwachs durch Touristen von 49% aller Übernachtungen. Der Echt Bodensee Bus hat ein Platzangebot von stündlich 53/88 Sitz-/Stehplätze (MAN) oder 43/42 Sitz-/Stehplätze (Setra). Die Zustände auf der Bahn sind wohl allen Fahrgästen bekannt.
Wir wünschen uns eine nachvollziehbare Offenlegung  der Kosten, weil es unverständlich bleibt, dass der deutlich größere Verkehrsverbund Freiburg einen Jahrestarif von 555 Euro anbieten kann. Auch der von der SPD besuchte Vorarlberger Verkehrsverbund ist nochmals deutlich preisgünstiger mit 365 Euro. Aus diesem Grund gab es in
Österreich einen Fahrgastzuwachs von 46% ganzjährig. Wie kann man der Umwelt besser dienen?
Der Südkurier schrieb: „die SPD-Fraktionen im Kreistag und im Häfler Gemeinderat machen weiter Druck, damit die miserablen Zustände auf der Bodenseegürtelbahn abgestellt werden. Und weiter: Für die SPD sei das Thema Neuvergabe damit nicht vom Tisch, so Zeller. Schließlich zeigen Österreicher mit ihrer ÖBB und die Schweizer mit ihrer SBB, wie Bahnverkehr kundenfreundlich betrieben wird. Schon am 15.12.2016 verkündete Minister  Hermann: „Durch die Bestellung längerer Fahrzeuge schaffen wir 30% mehr Sitzplätze". Damit wird in Netz 1 der Anteil der Stehplätze in der Hauptverkehrszeit von 20 auf 10%, bei besonders stark nachgefragten Zügen von 33 auf 20% verringert. Bei Fahrzeiten über 15 Minuten sollen künftig alle Passagiere einen Sitzplatz bekommen. In vorigen Beiträgen haben wir über moderne Busse und Bahnen im Großraum Stuttgart berichtet. Wegen der Unpünktlichkeit auf der Filstalstrecke hat die DB kürzlich Erlebnisgutscheine im Wert von 40 Euro verteilt. Der Gesamtwert  lag bei 400.000 Euro. Im Bodenseekreis gab es nichts Vergleichbares.
Wo bitte ist das Engagement der SPD für die Einheimischen? Warum gibt man vermutlich größere Beträge für eine Festveranstaltung am 1. April, für die "erfolgreich" genannte Einführung der Echt Bodensee Card aus, wenn diese  nicht ohne Kreisdarlehen in Millionenhöhe auskommt?
Wir vermissen die Durchsetzungsfähigkeit der SPD beim Thema mehr Platz in Bahnen und Bussen. Wenn man nicht so problemblind wäre, könnten die Verantwortlichen erkennen, dass Schüler sehr unter der bedrückenden Enge leiden und gesundheitliche, aber auch schulische Nachteile hinnehmen müssen. Eine SPD-Probefahrt mit vollem Schulrucksack könnte das Verständnis für die kleinen Mitmenschen vertiefen. Eine Strecke von Meersburg bis Friedrichshafen ab etwa 7.00 Uhr oder im Stadtverkehr Friedrichshafen sorgen bestimmt für einen enormen Erkenntnisgewinn.
Die Einladung zu unserem Treffen (nicht Mitgliederversammlung) am 03.04.2017, 19 Uhr im Uhldinger Hof, sollte einem Gedankenaustausch dienen und wir meinen, wer kommen wollte, könnte problemlos ohne Frackzwang teilnehmen und seine freie Meinung ohne Fraktionszwang sagen. Manche mögen das basisdemokratisch nennen, andere die Tugend freier Rede begrüßen. Wir leben in einem Rechtsstaat, setzen uns für einen demokratischen Rechtsstaat des freien Willens und der freien Redekultur auf dem Boden des Grundgesetzes ein.
Der Rechtsweg hat Mitbürger*innen wegen fehlender Mitwirkungsrechte, die das nach ihrer persönlichen Meinung Unrechts- und Datenraubprojekt Echt Bodensee Card nicht zulassen möchten, bisher etwa 9.000 Euro gekostet. Geld, das aus versteuertem Einkommen aufgebracht wurde und einem brutto Arbeitseinkommen von etwa 27.000 Euro entspricht, weil es Steuer- und Abgabenanteile enthält. Dazu kommen die Ausgaben für Kosten der Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit. Ein bescheidener Betrag angesichts des Lobbyaufwands von Verkehrsverbund, Kreistag und Deutsche Bodensee Tourismus.
Beginnend mit dem 03.April 2017 werden wir zur statistischen Auswertung und für, nach unserer Meinung möglichen Entschädigungsforderungen, Mängelanzeigen ausgeben. Zur Durchsetzung eines besseren öffentlichen Nahverkehrs, damit sich Fahrgäste im Bodenseekreis vielleicht auch an Erlebnisgutscheinen freuen können. Sowohl Touristen, die vermutlich keine Freifahrt bekommen, etwa weil sie nur eine Nacht bleiben oder auch die Unterschrift aus persönlichen Datenschutzgründen verweigern, sollten den Einheimischen gleichgestellte Forderungen erheben können. Auch wenn diese Ansprüche von Rechts wegen nicht verbindlich sind, werden sie sicher die Achtung vor dem Fahrgast fördern, einen Denkprozess für demokratische Mitwirkung, Sparsamkeit im Umgang mit öffentlichen Mitteln und das Angebot eines zuverlässigen Fahrplans fördern.   

Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.

www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

31.03.2017

Abschiedsvorstellung?

Kurioserweise findet die große Inaugurationsveranstaltung für die EBC ausgerechnet am 01. April im Dornier Museum statt.
Es ist leider kein Aprilscherz, aber ein inszenierter Bluff. Ein Bluff war vor allem die
kürzliche Behauptung von Herrn Jost,
dass bereits 100
(!) Gastgeberinnen und Gastgeber an Schulungen und Vernetzungen teilgenommen hätten.
Eine
von uns initiierten Blitzumfrage ergab nach nur einem Tag 61 Rückmeldungen. Danach hatten 51 Gastgeber/innen
bisher keine Schulung und keinen Anschluss. Nur sieben (!!) erfüllten die Aussage von Herrn Jost. Drei waren zwar bei einer
Schulung, haben sich aber dann geweigert, sich vernetzen zu lassen.
Die ersten Kommentare bewegen sich zwischen
Frechheit, Irreführung bis zu Täuschung
. Mit welchen illegalen Methoden die Vermieter genötigt wurden,
zeigt ein unten angefügter Leserbrief.

Zurück zur angekündigten Veranstaltung am 1. April:
Die DBT, welche schon großzügig die Berlin-Reise von 5 EBC-Protagonisten gesponsert hatte, übernimmt nach eigener
Aussage auch in diesem Fall die Kosten, obgleich sie im letzten Jahr an der Grenze zur Insolvenz war und im Kreistag
durch einen fragwürdigen Notkredit gerettet werden musste
(Alimentierung durch den Steuerzahler).

Es wird den geladenen Bürgermeistern, Gemeinderäten/innen sowie Kreisräten/innen und anderen Persönlichkeiten
voraussichtlich wieder Sand in die Augen gestreut, verbunden mit einer peinlichen Selbstbeweihräucherung.
Die Protagonisten verdrängen ihre Versäumnisse und Fehler und halten die Öffentlichkeit bewusst im Unklaren.

Nach heutigem Stand der Dinge wird nämlich die EBC voraussichtlich in Kürze in der derzeitigen Form nicht mehr existieren.
Die hiesige Presse wird aller Voraussicht nach wieder im festen Glauben daran, dass alles, was aus den Rathaus kommt,
per se richtig ist, in überschwänglicher Aufmachung mit einem Riesenfoto darüber berichten und die Behauptungen der
Verantwortlichen ungeprüft an ihre Leser weitergeben.
Man wird gespannt sein, was Herr Bürgermeister Krafft zu den
neuen Schriftsätzen sagen wird, die die Gemeinde vom Verwaltungsgerichthof in Mannheim erhalten hat.
Wird er erneut ein „Friedensangebot“ vorlegen? Er könnte ja das Angebot machen, dass nur die Gäste, die die EBC
ausdrücklich wünschen, die erhöhte Kurtaxe bezahlen. So wird es in vielen Gemeinden mit bestem Erfolg und im Sinne
der Gäste gehandhabt.
Leider geht dann aber die unrealistische und unseres Erachtens blauäugige wirtschaftliche Kalkulation der DBT nicht auf.

Im Übrigen war zu erfahren, dass inzwischen etliche Gäste ihren geplanten Urlaub wegen der hohen Kurtaxe abgesagt haben.

Forum Langenargen     29.03.2017

So etwas nennt man Nötigung
Unverschämter geht nimmer!
Ein Brief an das Forum - (Wir haben die uns vorliegenden Namen weggelassen)

Vor drei Wochen war ohne Voranmeldung eine Angestellte der TI mit einem Herrn bei uns und wollte das Programm installieren.
Mein Mann wies sie höflich darauf hin, dass wir dies nicht möchten. Die Dame sagte daraufhin, dass wir verpflichtet wären,
das Programm zu installieren, um die Gäste anmelden zu können, außerdem hätten sie sich jetzt extra die Zeit genommen,
was sollten sie denn jetzt machen? Mein Mann wies sie darauf hin, dass dieses noch keine Pflicht sei, und wir die Gäste schon
anmelden würden, oder hätte die manuelle Anmeldung keinen Bestand mehr? Die Angestellte fragte meinen Mann,
wer er überhaupt sei, und ob er etwas zu sagen hätte?????
Jedenfalls holte ich mir 100 Meldescheine für € 15,00. Da bei uns häufig ausländische Gäste spät nachts anreisen und morgens
wieder gehen, ohne dass wir sie treffen, und manche die Meldescheine nicht ausfüllen, hatte ich ein paar selbst ausgefüllt und
unterschrieben. Die Angestellte der TI rief mich an, und sagte, sie würde die Meldescheine nicht akzeptieren. Ich versuchte,
ihr die Situation zu erklären, dass manchmal ein Chinese es nicht für nötig hält, diesen Meldeschein auszufüllen,
und ich es eigentlich nur richtigmachen und die Gäste anmelden wollte. Ich wurde am Telefon angeschrien und musste meinem Mann
den Hörer geben, aber auch er wurde angeschrien und legte schließlich auf.
An der Schulung haben wir nicht teilgenommen.

Freundliche Grüße
Ruhl                  
     29.03.2017

Vorwärts mit der SPD im Nahverkehr?
Busfahren zum Nulltarif in Friedrichshafen?

Für Christine Heimpel, Dieter Stauber, die SPD Ortsvereine und Juso-Hochschulgruppe war das bereits 2015 eine soziale
Herausforderung. Als sich die Initiative, Eltern für Elternrechte, später auch die Partei DIE LINKE für kostenfreie
Schülerbeförderung im gesamten Bodenseekreis stark machten, vernahm man schon lautes Wehklagen.
Ein Antrag für kostenlose Schülerbeförderung wurde bei drei Enthaltungen im Kreisrat abgelehnt.
Lieber wollten die Kreisräte das gesamte Netz von Lindau bis Konstanz an Touristen verschenken.
Für einen Euro von Lindau bis Konstanz mit der Echt Bodensee Card (EBC). Dabei stieß man auf erheblichen Widerstand
der Gastgeber im nördlichen Bodenseekreis, so dass die EBC in nur vier Gemeinden, gegen den heftigen Protest vieler
Vermieter dieser Gemeinden versuchsweise ausgegeben werden kann.
Trotz aller Mut machenden Sympathiewerte für Martin Schulz, bleibt die Kreis-SPD auf dem Boden der Tatsachen und
stellt sich fest an die Seite der Berufspendler und Schulkinder, die im ÖPNV recht stiefmütterlich behandelt werden.
Unter Leitung von Norbert Zeller unternahm man im Februar eine Testfahrt auf der Bodensee-Gürtelbahn und war entsetzt
über die schlechte Leistung der Deutschen Bahn Die Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen, Forum Langenargen, Hagnau
und Sipplingen drängen weiter darauf, das Projekt EBC einzustellen. Sie befürchten wegen der Mängel im ÖPNV
eine große Zahl von Beschwerden und wollen mit einer eigenen Initiative den Verbraucherschutz
stärken. Sie sehen auch durch die erzwungene Datenerfassung eine große Gefahr für Touristen. Umfangreiche persönliche
Daten werden abgefragt und für Werbezwecke oder die Erstellung von Bewegungsprofilen genutzt.
Bei der Suche nach vernünftigen Problemlösungen gingen Norbert Zeller und seine SPD-Räte im März auf Erkundungsfahrt ins
Nachbarland Vorarlberg. Es ging wohl auch darum, dem wahren Europagedanken durch nachbarschaftliche Initiativen
neue Impulse geben. So fand eine alte Empfehlung des Gastgeber Uhldingen- Mühlhofen e.V. endlich Gehör.
Das Vorarlberger Modell auf den Bodenseekreis zu übertragen. Die Jahreskarte gäbe es dann für 365 Euro.
Ein Preis, der in Hessen für die Landesweite ÖPNV-Nutzung im Schülerverkehr seit wenigen Tagen gilt.
Eines sollte den Verantwortlichen im Kreis- und Landtag klar sein, dass sie eine große Verantwortung tragen und die
erforderliche Transportkapazität bereitstellen, aber aus den Einnahmen der Touristen, auch anteilig und gerecht
finanzieren müssen. Dort liegt die größte Gefahr, dass nämlich mehr Transportkapazität nachgefragt wird, als finanzierbar ist.
Wie soll die Lücke zwischen dem Tagesfahrschein für 15 Euro und dem einen Euro für die EBC geschlossen werden,
wenn allein davon 25 Cent
an die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH gehen und der Verkehrsverbund bodo 75 Cent
beansprucht - u.a. für Installation und Wartung des e-Fahrgeldmanagement? Aus den Einnahmen werden wohl nur
Schulden getilgt und der Verwaltungsapparat geölt, damit er geschmeidig bleibt. Mehr Fahrzeuge, deren Instandhaltung
und Reinigung wird nicht möglich sein, zumal die Landesregierung alle attraktiven Neuerwerbungen, wie Bahnen und Busse,
im Großraum Stuttgart konzentriert.
Fast könnte man meinen, die Landespolitik hat den Bodenseekreis in Bezug auf seine Attraktivität für Touristen bereits
aufgegeben. Für Straßenbauvorhaben schlägt man breite Schneisen durch verbliebene Wald- und Wiesenstücke,
ohne jede Rücksicht auf die Kulturlandschaft. Erholungsflächen werden für Wohnungs- und Gewerbebau verplant.
Die Verkehrsplaner bei bodo gehen von einer zusätzlichen Nutzung des ÖPNV durch Touristen in Höhe von fast 50% aus.
Das wäre eine Mehrbelastung durch etwa 6 Mio. Übernachtungsgäste in drei, mit Vor- und Nachsaison, sechs Monaten.
Dazu sollten die Verkehrsexperten den Takt und Fahrzeugbedarf errechnen. Der völlig überlastete Berufs- und Schülerverkehr
fordert nicht nur vor 9.00 Uhr, sondern auch mittags und abends, als Feierabendverkehr, mehr freie Sitzplätze und
Fahrradstellflächen. Da man beim Verkehrsverbund bodo bisher nicht verstanden hat, dass im ÖPNV neben der Verteilung
von Einnahmen auch Leistungen für die Fahrgäste erbracht werden müssen, bleibt die Neuvergabe an einen leistungsfähigen,
sachverständigen Anbieter nicht aus. Mit Strafgeldern, die an den Landeshaushalt gehen, bessert sich die Situation für
die Fahrgäste nicht. Allenfalls sind sie geeignet, die Pensionen von Landtagsabgeordneten zu erhöhen. In diesem
Zusammenhang sind die fortschrittlichen Kräfte in Fahrgastverbänden und Parteien gefordert, das Anliegen der Gastgeber
nach Entschädigungsleistungen für Fahrgäste zu unterstützen. Gefordert werden Gutschriften oder übertragbare Freifahrten,
in Höhe von 25 Euro oder die Erstattung von Taxikosten. Wer sein Fahrgeld nicht vor der Fahrt bezahlt hat, der wird als
Schwarzfahrer von der Staatsanwaltschaft verfolgt. Im Umkehrschluss sollte die Leistungsverweigerung, z.B. Verspätungen
oder Bus- bzw. Zugausfall eines Verkehrsunternehmens durch ein Bußgeld bestraft werden. Sonst tritt nämlich nicht die
geringste Besserung ein. Auch im Verkehrsministerium sollte bekannt sein, dass überfüllte und ausgefallene Bahnen
und Busse die Zahl der Aggressionshandlungen und Übergriffe gegen Fahr- und Servicepersonal
der andere Fahrgäste unnötig erhöhen. Es sollte selbstverständlich sein, im Notfall alle verfügbaren Züge, auch IC und ICE,
ohne Aufpreis freizugeben und die Nutzung der 1. Klasse ohne bürokratische Hürden uneingeschränkt zuzulassen.
Der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen wird seine Gedanken zu dem Thema und ein vorläufiges Muster der Anträge zur
Fahrkostenerstattung am nächsten Stammtisch vorstellen.
Wie immer sind Gäste, Medien und Politiker herzlich willkommen!
Der Ort: Gasthof Uhldinger Hof, gegenüber dem Bahnhof Uhldingen-Mühlhofen.
Bahnhofstraße 24, Oberuhldingen.
Die Zeit: Am Montag, dem 03. April 2017 ab 19.00 Uhr 

Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.
www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

 

Ein aktueller Leserbrief

Gesendet: Freitag, 24. März 2017 um 19:07 Uhr
Von:: "Domizil am Naturschutzpark - Langenargen"

hallo Forum,

wir hatten bis jetzt 2 Mieter, die sich sehr negativ über die hohe Kurtaxe in Langenargen ausgesprochen haben. Trotz alle dem haben sie für 2017 in den Sommerferien gebucht. Beide Paare erwähnten aber, dass es in Kressbronn wesentlich günstiger sei und man ja von dort aus Langenargen besuchen kann.

Wir beabsichtigen für die kommende Saison, die Gäste bis auf weiteres in die Touristinfo zu schicken, um sich dort die EBC ausstellen und erklären zu lassen. In unserem Vermietervertrag haben wir diesbezüglich einen Hinweis aufgenommen, der sich auf das laufende Verfahren und den Datenschutz der Gäste bezieht. Wir wollen hier ein wenig vorbeugen, damit nicht anderweitige Infos der Touristinfo einfach unbeantwortet bei den Gästen im Raum stehen.

Anbei auch ein interessanter Bericht vom Südkurier über die im Raum Konstanz sehr gut funktionierende VHB-Gästekarte.

Hierbei handelt es sich um eine alternative in Papierform, die ähnlich wie die Konuskarte hervorragend angenommen wird und weit mehr Vorteile bietet!

beste Grüße
Gisela Steinmann

Südkurier

Konstanz 21.03.2017

von Eike Brunhöber

Touristiker setzen auf eine Karte:

Anbieter wollen VHB-Gästekarte weiter ausbauen.
Mit ihr fahren Urlauber kostenlos Bus und Bahn, bekommen Rabatte bei bestimmten Veranstaltungen und refinanzieren das über die Kurtaxe: Die VHB-Gästekarte hat seit ihrer Einführung kontinuierlich mehr Nutzer. Eine Umfrage unter Urlaubern bestärkt nun die Befürworter der Rabattkarte. Die Verantwortlichen wollen das Angebot erweitern und auch noch mehr Kommunen ins Boot holen.
Lucia Kamp ist der Stolz durchaus anzumerken: Rund 871 000 Übernachtungen von Urlaubern, die die VHB-Gästekarte nutzen, gab es im Jahr 2016 am westlichen Bodensee. Das ist im Vergleich zum Jahr 2009, als die Rabattkarte eingeführt wurde, eine Steigerung um rund 65 Prozent. Kamp ist Geschäftsführerin des Vereins Bodensee-West-Tourismus, der den Einsatz der VHB-Karte koordiniert und in dem Untersee-Kommunen aus Deutschland und der Schweiz organisiert sind. Die Gästekarte sei ein Erfolg – und deshalb solle das Angebot, das sie erfasst, nun weiter ausgebaut werden, sagte Kamp gestern bei einer Pressekonferenz im Radolfzeller Rathaus mit Vertretern des Vereins und der Kommunen, in denen die Gästekarte gilt. Mit der Gästekarte können Urlauber am westlichen Bodensee kostenlos Bus und Bahn fahren und bekommen zudem Ermäßigungen bei Strandbädern, Museen und ausgewählten Freizeiteinrichtungen. Finanziert wird die Karte über die Kurtaxe.
Im Bodenseekreis und Umgebung führen Kommunen und Touristiker derzeit die Echt-Bodensee-Card (EBC) ein, ein Pendant zur VHB-Gästekarte. Die Pläne waren ehrgeizig: Am liebsten hätten es die EBC-Initiatoren gesehen, wenn die Kommunen im Landkreis Konstanz die EBC-Karte ebenfalls eingeführt hätten und man so eine möglichst große Bodensee-Region einheitlich vermarkten könnte.
Aber am Untersee bevorzugen Touristiker und Kommunen die VHB-Karte: Die Anbieter sind auf die Barcode-Technologie der Karte eingestellt, während für die EBC-Karte eigens Lesegeräte angeschafft werden müssten. Anders als die EBC-Card schaffe die VHB-Karte auch keinen gläsernen Gast, der sich überall, wo er die Karte nutzt, in ein Chip-Lesegerät einloggen muss.
Günstiger sei die VHB-Technologie auch, und sie lasse sich leichter auf QR-Codes und damit auf Smartphone-Nutzung umstellen. Während die EBC in weniger Kommunen startete, als es sich die Initiatoren erhofft hatten, scheint sich die VHB-Karte im Aufwind zu befinden. In zehn Kommunen gilt die VHB-Karte: in Allensbach, Bodman-Ludwigshafen, Gaienhofen, Gailingen, Moos, Öhningen, Reichenau, Radolfzell, Steißlingen – und seit Januar auch in Stockach. Im Rahmen einer Masterarbeit untersuchte im Sommer 2016 der Student Fabian Jung von der Sporthochschule in Köln, der sich unter anderem mit dem sogenannten sanften beziehungsweise umweltverträglichen Tourismus beschäftigt, wie die VHB-Karte ankommt. Und das Ergebnis bestärkt die Touristiker, die Angebote der Karte weiter auszubauen. Jung befragte 388 Urlauber. Sein Fazit: 83 Prozent der Gäste, die die VHB-Karte kennen, nutzen sie für Busse und Bahnen. Und die Gäste sind viel unterwegs: Durchschnittlich besucht jeder Gast während seines Urlaubs sechs Ausflugsziele, fand er heraus. Die Urlauber reisen zwar zu 90 Prozent mit Autos an. Vor Ort erledigen sie dann aber nur 31 Prozent der Fahrten mit dem Auto; ansonsten sind sie vor allem mit Bussen und Bahnen (32 Prozent), mit dem Fahrrad (20 Prozent) und mit dem Schiff (16 Prozent) unterwegs. Bei Tourismusmessen sei man immer wieder danach gefragt worden, wie es mit rabattierter Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) aussehe, sagt Stefan Keil, Leiter Kultur und Tourismus in der Stockacher Stadtverwaltung. „Gerade im Sommer macht es nicht wirklich Spaß, mit dem Auto von A nach B zu fahren“, sagt er mit Verweis auf Verkehrsdichte, Parkgebühren und andere Widrigkeiten. Die Initiatoren und Betreiber der Gästekarte sehen diese als Erfolgsmodell – und wollen dieses nun weiter ausbauen.
Neben den Schifffahrtsbetrieben Untersee und Rhein (URh) sollen auch die Bodensee-Schifffahrtsbetriebe und andere Anbieter ins Boot beziehungsweise weitgehender kooperieren. Hier will der Verein Bodensee-West-Tourismus verhandeln und überzeugen. Es sollen mehr Veranstaltungen und Einzelleistungen aufbuchbar sein und es soll auf mittlere Sicht ein QR-System für Smartphones eingeführt werden – und zwar, mit entsprechend mehr Partnern, bodenseeweit. Und der Kreis der Kommunen, die beim System VHB-Gästekarte mitmachen, soll weiter wachsen. Derzeit gebe es Gespräche mit Singen, sagt Kamp. Und „erste Ansätze“ beim Bemühen, Konstanz zu gewinnen: „Das Königsziel ist, dass Konstanz auch irgendwann dabei ist.“ Schließlich sage man sich im Tourismus-Verein oft augenzwinkernd, dass die Stadt der VHB-Gästekarte ja auch einiges zu verdanken habe und man den Konstanzern am liebsten sagen würde: Ohne die VHB-Gästekarte „müsstet ihr noch drei Parkhäuser mehr bauen“, sagt Kamp.

Was Urlauber schätzen und was sie sich wünschen:

Service für Urlauber:

Die VHB-Gästekarte bekommen Urlauber beim Einchecken in ihren Quartieren in den zehn Teilnehmer-Kommunen überreicht. Mit ihr können sie landkreisweit kostenlos Bus und Bahn fahren, zusätzlich noch nach Überlingen und Stein am Rhein. Zudem gibt es Rabatte in Strandbädern, im Konstanzer Sea- Life, bei der Kursschifffahrt Untersee und Rhein, in Schloss und Park Arenenberg und bei anderen Freizeiteinrichtungen und -angeboten.

Zufriedenheit mit Bussen und Bahnen:

Bei einer Umfrage unter Urlaubern im Rahmen der Hochschul-Master-Arbeit eines Kölner Studenten fiel auf, dass 80 Prozent der Befragten mit dem öffentlichen Personennahverkehr „zufrieden“ oder sogar „vollkommen zufrieden“ waren. Nur zwei Prozent der Befragten zeigten sich eher nicht zufrieden. Nachholbedarf sehen viele Urlauber in puncto Fahrradmitnahme in Zügen, für die sie derzeit extra bezahlen müssen.

Schifffahrt:

Bei der Umfrage im Rahmen der Master-Arbeit wünschen sich 44 Prozent der befragten Urlauber eine stärkere Einbindung von Schifffahrten in die VHB-Gästekarte und 27 Prozent eine stärkere Einbindung von Fahrradverleihen. Laut der Umfrage nutzen 56 Prozent der Untersee-Urlauber während ihres Aufenthalts Fahrräder.

Radfahrer:

Laut der Umfrage des Studenten steht Radfahren hoch im Kurs: 56 Prozent der Urlaubsgäste nutzen bei ihrem Besuch Fahrräder.

Der Sonderfall:

In Bodman-Ludwigshafen gibt es sogar zwei Rabattkarten für Urlauber – die VHB-Karte und die sogenannte Echt-Bodensee-Card. Letztere gilt im Bodenseekreis, an den die Kommune angrenzt. „Die große Lösung wäre eine vereinheitlichte Karte“, sagt Anna Wildöer, Leiterin der Touristinformation Bodman-Ludwigshafen: Bei Urlaubern gebe es oft Unverständnis, dass sie mit einer Karte nur in eine Richtung fahren dürfen, nicht aber in die andere.

Noch ein Leserbrief

Wir haben die letzten Jahre eigentlich immer Vollbelegung im Sommer gehabt und bereits im März waren die Buchungen soweit da.
In diesem Jahr gestaltet es sich sehr merkwürdig, und wir haben zwar Anfragen und beantworten diese.
Aber wenn wir die Preise und die gestiegene Kurtaxe erwähnen, erhalten wir viele Absagen.

Die Preise für die Ferienwohnung sind aber gleichgeblieben!

Mit freundlichen Grüßen
Sven Rautenberg
- Ferienwohnung "Haus Dahlia" -  25.03.2017

 

Rolf Motz 16.03.2017

 

Ich hatte vor einigen Tagen die Gelegenheit, mit der ÖBB nach Innsbruck zu fahren.
Die ÖBB bietet allen Senioren über 62 Jahren die sog. Seniorenvorteilskarte für 29 Euro an.
Man kann damit auf allen Strecken mit einer Ermäßigung von 50% fahren.
Schon beim Einstieg wurde man angenehm von der Sauberkeit überrascht.
An jedem Sitzplatz wurden WLAN und ein Stromstecker bereitgestellt.
Die Haltestellen wurden optisch und akustisch angezeigt.
Die Toilette hatte Hotelqualität.
Am 20.03.2017 erschien in der SZ ein Artikel über den öffentlichen Personennahverkehr in Vorarlberg.
Dieser Artikel trifft die Situation haargenau!
Es war zu erfahren, dass 42% !! der Haushalte eine Jahreskarte besitzen
und dass die Zahl der Autoführerscheine deutlich rückläufig sei.
BODO sollte sich dort mal umsehen!

Dr. H. Walter    20.03.2017

 

Hinweis

 Neuerdings fällt auf, dass Herr Jost den Vermietern (-innen) den Abschluss eines Vertrags mit der "Best fewo" nahelegt.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt!
Bei Abschluss einer Buchung sind 15 % Vermittlungsgebühr fällig!
Wir haben versuchsweise eine einwöchige Buchung im Juni eingegeben. Es fand sich nur ein einziger Anbieter aus Langenargen, und zwar handelte
es sich zufälligerweise um die Ferienwohnung von Herrn Kallina!
Im Juli waren es dann zwei Langenargener Anbieter, umringt von Konkurrenz aus den Nachbarorten. Das Gleiche gilt für den September.
Wenn man "Ferienwohnungen Langenargen" eingibt, steht dieser Vermittler erst an 19. Stelle.
Betrachtet man die Finanzlage dieses Unternehmens, dann kommt man ins Grübeln:
Der Jahresabschluss 2015 (2016 wurde noch nicht veröffentlicht) zeigt einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 875.887,53 Euro
bei einem Stammkapital von nur 32.700 Euro!
Diese Recherchen entstanden aus einer Zusammenarbeit von Frau Pfleiderer, Herrn Maerz aus Uhlingen und dem Forum Langenargen.

Forum-Langenargen    15.03.2017

 

Kommentar

Den Protagonisten der EBC steht das Wasser offensichtlich bis zum Hals.
Von Insidern in Langenargen hört man, dass die Ablehnung der Privatvermieter(-innnen) unverändert anhält
und die angebotenen Schulungen boykottiert werden.
Nun wird gesetzeswidrig mit einem fragwürdigen Webebanner und einer Plakataktion der Ort verunstaltet.
Eine der letzten Chancen war jetzt die Touristikmesse in Berlin. Dort versammelt sich das "letzte Aufgebot".
Insgesamt fünf sog. VIP Personen warben für die EBC, darunter sogar der Bürgermeister (ehemals Mitglied der DBT).
Es bleibt rätselhaft, wieso auch der Verantwortliche von BODO dabei war, denn BODO ist zur Zeit eher
ein Objekt der Abschreckung und eines Missmanagements.

Forum Langenargen  15.03.2017

Leserbrief eines anonymen Schreibers einer Nachbargemeinde für das Forum Langenargen

Die Warnhinweise aus Langenargen werden deutlicher und offenbar festigt sich die ablehnende Haltung der Privatvermieter
nicht nur vor Ort. Sie hält in jedem Fall unvermindert an. Als jetzt festgestellt wurde, dass durch die Gemeinde angeordneten
Termine zur Echt-Bodensee Card Schulung kaum wahrgenommen werden, lässt das auch auf den unbedingten Freiheitswillen
der Vermieter schließen. Nicht zuletzt haben die Verantwortlichen der Echt Bodensee Card noch schnell ihre Fähnchen
(Werbebanner) in den Wind gehängt und sind kurz darauf in Damenbegleitung Richtung Hauptstadt zur Internationalen
Tourismusbörse (ITB) nach Berlin verschwunden. Der Aufmarsch hat unter Tourismus-Profis ein nachhaltiges Schmunzeln
ausgelöst, als Enrico Heß dem Südkurier erklärte:
"Generell geht der Trend im Tourismus zu häufigeren Reisen mit kürzerer Aufenthaltsdauer".
Nun wird jeder vernünftige Gastgeber erwidern, dass ihm Gäste mit dem Wunsch nach einem längeren Aufenthalt deutlich
weniger Arbeit bereiten und somit wünschenswert sind. Aber nein, die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH verkündet
durch ihren Lautsprecher Heß noch schnell, dass alle Gäste ein üppiger Präsentkorb erwartet, der oft weit über den Zimmerpreis
hinausgeht. Kostenfreier ÖPNV bei teilnehmenden Gemeinden und 100 weitere Vergünstigungen oder Gratisleistungen.
Nur der Spaß endet ganz schnell. Entweder an den Grenzen des bodo-Verbundes, wenn die Weiterfahrt nach Lindau
extra bezahlt werden muss oder, sofern man es versäumt hat, sich vorher zu informieren, wegen überfüllter Bahnen und Busse
an einem Bahnhof im Nirgendwo im Bodenseekreis.
Ich meine, es gibt keinen Bedarf mit einer so großen Entourage aus Bürgermeistern, Tourismus- Information, Verkehrsverbund
und Landratsamt nach Berlin zu reisen, um vielleicht politische Verschwendungssucht im großen Stil (Hauptstadtflughafen)
kennenzulernen. Dazu hätte eine Fahrt nach Stuttgart 21 gereicht. Der Südkurier nennt hier neben Enrico Heß, Sarah Ruby,
Jürgen Ammann und Markus Böhm, die Schwäbisch Zeitung die Herren Jost, Hasenfratz und Frau Philipp vom Landratsamt,
nicht zu vergessen der Schultes Krafft aus Langenargen.

Brief an einen Gemeinderat

Sind Sie wirklich der Meinung, dass, wenn über etwas abgestimmt worden ist, keine nachträgliche Diskussion mehr möglich ist, selbst wenn unter falschen Voraussetzungen und mangelnder Aufklärung entschieden wurde?
Im Uhldinger Gemeinderat sah man das neulich ganz anders. Auch Langenargen musste auf Druck der Justiz die Kurtaxensatzung ändern. Haben Sie vergessen, dass auf Druck des Landratsamtes die Zustimmung zur EBC erneut verhandelt werden musste, wobei verschwiegen wurde, dass Herr Krafft zur Zeit der ersten Abstimmung Mitglied bei der DBT gewesen war?
Herr Bitzer hat die Bevölkerung damals bewusst in die Irre geführt. Sehr viel wichtigere Korrekturen kommen jedoch sehr bald auf den Gemeinderat zu.
Der Papst äußerte sich gestern auf der ersten Seite der Welt am Sonntag mit den Worten: "Ich bin fehlbar". Sie nehmen für sich in Anspruch, unfehlbar zu sein.
Meinen Sie nicht, dass die Schloss- und die Hafenmauer dringend saniert werden müssen? Die Schlossmauer musste bereits an zwei Stellen mit Stützgittern versorgt werden.
Sind Sie immer noch des Glaubens, dass die EBC den Datenschutzrichtlinien entspricht?
Haben Sie die Unterschrift des Datenschutzbeauftragten gesehen?
Sind Sie wirklich der Überzeugung, dass das Austauschen der Lampen mit Mast gerade auch unter Berücksichtigung der Resourcenschonung günstiger ist als lediglich der Austausch der Leuchtkörper?
Mit anderen Worten, Sie glauben also, dass die Bundesbahn und unzählige Städte und Gemeinden wie z.B. Wilpoldsried einem Irrtum unterliegen.
Halten Sie es für richtig, dass die Gemeinde bundesweit mit Fahrrad-Akkuladestationen wirbt, die nicht benutzbar sind?
Die Autoladestationen werden fast ausschließlich von zwei einheimischen PKW benutzt. Zweimal war innerhalb eines Jahres ein Tesla als Gast vertreten. Als der Besitzer dieses Wagens das erste Mal von der Gemeinde die notwendige Identifikationskarte holen wollte, hatte dort niemand davon eine Ahnung. Das beweist doch, dass er wahrscheinlich der erste auswärtige Kunde war.
Der gemessene Stromverbrauch resultiert zum Teil von den Lampen und der Bereitschaftsanzeige, die Tag und Nacht leuchten.
Schon tauchen die ersten Ladesäulen mit einer Ladezeit von 15 Minuten auf. Es glaubt doch keiner im Ernst, dass die Verbraucher zukünftig noch eine Ladezeit von 3-4 Stunden in Kauf nehmen.
Finden Sie es richtig, dass die Gemeinde bis vor zwei Wochen auf ihrer Homepage und auf der Rückseite des Meldezettels den Gästen vorgaukelte, es gäbe mit der ECB über ein Dutzend kostenlose Angebote, obgleich die Hälfte davon schon immer kostenlos waren?
Es wurde auch auf die kostenlose Fahrt mit dem Funkbähnle hingewiesen, welches peinlicherweise schon Monate vorher von Herrn Jost per E-Mail gekündigt worden war!
Die fast schon skandalösen Verhältnisse bei BODO sind ein eigenes Kapitel.
Dazu kommt noch, dass die Zugstrecken wegen Bauarbeiten über Monate im Wechsel gesperrt werden. Diese Zustände, den Gästen als Mehrwert zu verkaufen, grenzt an Zynismus. Um die winzig geschriebenen Nutzungshinweise der EBC zu verstehen, braucht der Gast ein juristisches Studium, abgesehen davon liegen die Hinweise nur in deutscher Sprache vor. Wenn ein Gast die EBC-Anmeldung nicht unterschreibt, bekommt er keine Karte, muss aber trotzdem 3,15 Euro bezahlen. Sie sprechen von einem Solidarbeitrag. Solidarität ist per se freiwillig und nie erzwungen! Stellen Sie sich vor, die Gemeinde bietet einem Gast an, für zusätzlich 1,15 Euro Kurtaxe an einem morgendlichen Walking teilnehmen zu dürfen. Der Gast möchte davon Abstand nehmen und muss zu seinem Erstaunen erfahren, dass er die erhöhte Kurtaxe trotzdem bezahlen muss. Der Gast bekommt für einen Aufschlag von 60% keine entsprechende Leistung, denn sehr viele Gäste wollen weder Zug noch Bus fahren. Genau da liegt nun Ihr Dilemma: Die Kalkulation ging ursprünglich davon aus, dass alle Gemeinden mitmachen. Man wusste aber, dass es seit Jahren viel bessere und preisgünstigere Angebote gab. Deshalb war damit nicht zu rechnen, dass sich alle Gemeinden beteiligen werden. Nun ist die DBT infolge Missmanagement am Rande der Insolvenz und deshalb natürlich nicht mehr fähig, den notwendigen Kompromiss zu schließen.
Diese naive, unsinnige Rechnung konnte natürlich nicht aufgehen!
Statt die Reißleine zu ziehen, verstrickt sich die Gemeinde immer mehr in ein finanzielles Abenteuer mit ungewissem Ausgang.
Die Steuerzahler werden es schon richten!

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Walter   13.03.2017

In der Presse liest man immer wieder, eine Vermieterin hätte den Klageweg bestritten.
In Wirklichkeit muss es aber heißen, dass sie

die Klage stellvertretend im Auftrag von über 100 Langenargener Privatvermietern (innen)
und unzähligen privaten Gastgebern (innen) und Hoteliers aus drei weiteren Bodenseegemeinden eingereicht hat
.

Unterstützt wird sie dabei aus einem Solidarfond, in den alle Beteiligten einzahlen.
Dankenswerterweise kamen auch Spenden aus nicht betroffenen Gemeinden.

Zur Erinnerung die Kontonummer:
Ulrike Kessler-Willibald, VERMIETERVEREINIGUNG
DE 06 69051725 1020092191
Solidarbeitrag

Richtigstellung zur Erklärung von Herrn Kallina im Monfortboten vom 03.03.2017
Da die Redaktion des Montfortboten seit langem keine Gegendarstellungen bzw. Richtigstellungen mehr zulässt (neues demokratisches Verständnis),
bleibt uns nur die Möglichkeit, dass wir uns über das Forum artikulieren.
Wir haben Herrn Kallina und später auch Frau Bernhard mehrfach gebeten, eine Veranstaltung für alle Gastgeber zu organisieren,
bei der die Befürworter und Gegner der EBC ihre Argumente austauschen sollten. Wir bekamen keine Antwort !!
Dann baten wir beide um die Verteilerliste. Frau B. schrieb, sie hätte die Liste nicht, Herr Kallina antwortete wieder nicht.
Dank eines Datenlecks der Gemeinde kamen wir dann doch noch an die Liste und organisierten auf unsere Kosten eine Veranstaltung, bei der
die Vermieter sich Gegenargumente und Alternativen zu eigen machen konnten. Von 87 Besuchern waren am Schluss lediglich
2 oder 3 für die Karte. Herr Kallina war leider nicht anwesend!
Wenn man weiß, wie viele Vermieter persönlich dem Bürgermeister ihr deutliches Nein übermittelt haben, so stehen wir vor Tatsachen,
die auch Herr Kallina akzeptieren muss. Es gibt Bürger, die genau zu wissen glauben, warum Herr Kallina die Interessen der Gemeinde vertritt.

Herr Kallina hat leider immer noch nicht begriffen, dass beim Scheitern der EBC das entsprechende Angebot der freien Fahrt
natürlich auch bei den papierenen, viel besseren Alternativkarten möglich sein wird. Die Betreiber der Alternativkarten würden sicherlich
sofort in Verhandlungen eintreten. Bei Erfolg würde z.B. die Konuskarte
freie Fahrt von Oberstaufen bis Basel und Karlsruhe
anbieten können, also das 16-fache an Fläche! Außerdem gäbe es bei doppelt so vielen Anbietern Vorteilsangebote!
Wir verlören keinen Anschluss, sondern wären plötzlich die Gewinner.
Ein Kleinvermieter, der für das Doppelzimmer 40 Euro nimmt, muss den 2 Gästen nun zusätzlich zusammen 15 % an Kurtaxe abnehmen!

Angeblich wurden jedoch alle offenen Fragen mehrfach in öffentlichen Sitzungen beantwortet: "Seit 2013 diskutieren wir über die EBC,
in allen Sitzungsprotokollen ist dies nachzulesen."
Wer hat denn da diskutiert? Sicher nur wenige Privatvermieter!  
"Wir fühlen uns also von der Gemeinde sehr wohl mitgenommen".
Das Gegenteil erlebten wir bei der Veranstaltung am 07.12.2016.
Die Referenten wurden mit Fragen überhäuft. Viele Vermieter hatten von Gefahren und Alternativen noch nie etwas gehört.
Erstmals wurden sie über die Probleme des nicht vorhandenen Datenschutzes informiert. Es gab großes Erstaunen,
als die Haftungsklauseln demonstriert wurden.
Wer diesen Knebelvertrag unterschreibt, ist selber schuld!
Juristisch haben wir bereits den ersten Erfolg erreicht.
In Kürze folgt dann Schlag auf Schlag, damit die EBC bald der Vergangenheit angehört.

Forum Langenargen                     03.03.2017

"Bittere Niederlage für die Gemeinde Langenargen!"

Bitte lesen Sie mehr darüber unter "Bürgermeinungen 2017"
 

Forum Langenargen    25.02.2017

Am 1. März wird von den Verantwortlichen großmundig der Start der EBC verkündet, nichtsahnend, dass die Freude kurz anhalten wird.
Auf was sich Langenargener Gäste mit dieser Datenklaukarte einlassen, schildern wir Ihnen nachfolgend.
(Auch im Forum und bei Gesprächen mit Gemeinderatsmitgliedern haben wir bereits mehrfach auf die Gefahr des unberechtigten
Datenmissbrauchs hingewiesen).

Am 21.02. 2017 strahlte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in seiner Sendung „Panorama 3“ einen erschreckenden Beitrag darüber aus, wie unsicher die Kreditkarten sind, die mit der neuen Technologie NFC (Near-Field-Communication) ausgestattet sind.

Wie bekannt ist, basiert die Funktion der EBC, mit der u.a. die Terminals in Bussen und auf Bahnhöfen bedient werden sollen, auf derselben Technologie (NFC). Das bedeutet, die persönlichen Daten, wie Name und Adresse, die auf der EBC gespeichert sind, können von Dritten mit einem verhältnismäßig geringen technischen Aufwand und mit ein bisschen Geschicklichkeit unbemerkt (quasi im Vorbeigehen) abgerufen werden. Ob die Gäste, die eine solche Touristenkarte erhalten, das wohl wissen bzw. wollen? Ihnen wird sogar diesbezüglich eine Unterschrift abverlangt. Eine Information darüber ist bestimmt nicht vorgesehen. Nie war die Beschaffung über die Tatsache der Urlaubsabwesenheit von Wohnungs- und Hausbesitzern einfacher als demnächst mit Hilfe der EBC.

Zur Abrundung: Angabegemäß hat der Datenschutzbeauftragte in Berlin den dortigen Verkehrsbetrieben (BVG) auferlegt, diese Terminals aufgrund der Erfassungsmöglichkeit von Bewegungsprofilen entweder zu entfernen oder abzuschalten, was dem Vernehmen nach auch tatsächlich erfolgt sein soll. Die Aussage der Verantwortlichen hier am Bodensee war ja wohl, dass alles sicher und datenschutzrechtlich in Ordnung sei. Auch hier wurden die Bürger von Herrn Hess und Herrn Jost bewußt über Monate getäuscht. Die Verantwortlichen wurden mehrfach gebeten, eine Erklärung der obersten Datenschutzbehörde vorzuweisen, aus der eindeutig hervorgeht, dass die EBC diesbezüglich bedenkenlos sei. Bis zum heutigen Datum wurde uns dieses Dokument nicht vorgelegt. Wir hoffen, dass die Hoteliers, das auch zur Kenntnis nehmen. Wir haben für diese übrigens eine Antwort auf ihre Vorwürfe im Montfortboten im Forum veröffentlicht.

Ein Sympathisant des Forum Langenargen hat sich heute die für das Auslesen der Daten passende App kostenlos im Internet besorgt und war in kürzester Zeit zu seinem Erstaunen fähig, seine eigene Kreditkarte damit auszulesen.

Noch einmal Klartext: Für Gäste mit der EBC kann das bedeuten, dass Name, Wohnort, Straße, Aufenthaltsdauer in Langenargen usw. jederzeit von
Kriminellen problemlos und unbemerkt ausgelesen werden können. In der Zeit ihrer Abwesenheit könnte man dann in aller Ruhe ihrem Haus,
ihrer Wohnung einen Besuch abstatten.
Entgegen aller seitherigen Beteuerungen von Herrn Hess und Herrn Jost, gibt es hier keinerlei funktionierenden Datenschutz!
Selbst wenn Sie nicht Gast sind, sollten Sie jetzt überlegen, ob Sie eine Kreditkarte mit NFC-Funktion benötigen!

Den Bericht des NDR finden Sie im Internet, wenn Sie mit Google "NDR3 Panorama3" aufrufen.

Forum Langenargen     03.03..2017

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die EBC hatten wir schon einmal darauf hingewiesen, dass Kreditkarten mit NFC
beim kontaktlosen Bezahlen recht praktisch sind, weshalb sie auch immer öfter in Geschäften zum Einsatz kommen.
Was viele Nutzer aber nicht wissen: Ihre Daten geben die Kreditkarten nicht nur an der Kasse preis. Eine Gratis-App für Android liest in Sekunden Kreditkartendaten aus. Mit einer kleinen sebstgebastelten Antenne sogar über etwas größeren Abstand.
Lesen Sie dazu bitte die Video-Aufzeichnung von
NDR 3 in der Sendung Panorama 3. Dort erhalten insbesondere diejenigen einen erschreckenden Anschauungsunterricht, die glauben, dass die EBC-Karte datensicher ist.

(googlen Sie "NDR3 Panorama3")

Rolf Motz 26.02.2017

 

 

 

19.02.2017

 

Aus der Stuttgarter Zeitung
Forum Langenargen   19.02.2017

Liebe Vermieterinnen und Vermieter,

der Gemeinderat unter Vorsitz von Herrn Krafft berät zu dieser Stunde, wie sie ihre Niederlage den Bürgern möglichst harmlos verkaufen sollen. Heute haben wir aus Insider-Kreisen erfahren, dass den Aufforderungen zur Schulung der EBC im Gegensatz zu den vollmundigen Meldungen von Herrn Jost und Herrn Hess nur sehr spärlich Folge geleistet wurde.
Dank Ihrer weiterhin standhaften Weigerung in punkto Schulung etc. und dem uns entgegengebrachten Vertrauen haben wir jetzt die entscheidende Klage gegen die EBC im Zusammenhang mit der Kurtaxenänderung auf den Weg gebracht.
Wir haben nach Darstellung der konsultierten Anwälte berechtigte Aussicht auf Erfolg, dem EBC-Spuk ein Ende zu bereiten.
Die Gemeinde wird bereits nächste Woche Post vom VGH bekommen.
Diese Blitzaktion war aber nur möglich, weil Ihre Klägerin, Frau Anette Pfleiderer, sich wiederum mit einem unglaublichen Engagement als Speerspitze zur Verfügung stellte.
In einer im Bodenseekreis noch nie erlebten Solidaritätswelle von Kressbronn über Hagnau, Immenstaad, Sipplingen, Uhldingen, Meersburg, Überlingen bis hinauf nach Ludwigshafen konnten innerhalb kürzester Zeit die finanziellen Voraussetzungen bzgl. der Kosten für die Klage sichergestellt werden. Wir alle können stolz auf diesen Gemeinde-übergreifenden Zusammenhalt sein. Gemeinsam sind wir eine Macht, packen wir es an.

Spendenkonto:
Ulrike Kessler-Willibald, VERMIETERVEREINIGUNG
DE 06 69051725 1020092191
Solidarbeitrag

forum-langenargen.de  20.02.2017

 

 

Wir sind kurz vor dem Ziel!
Die "Freiburger Gespräche" waren sehr erfolgreich.
Bereits nächste Woche erfolgt eine neue Normenkontrollklage, ggf. auch später eine einstweilige Verfügung.
Diesmal geht es direkt gegen die EBC, denn sie muß jetzt schleunigst fallen.
Wir haben als "Pilotgemeinde" eine finanzielle Rückendeckung durch Sympathisanten anderer Seegemeinden,
z.B. durch die Hoteliers von Uhldingen!
Wir appellieren nochmals an Ihre Mithilfe:

Lassen Sie sich zu nichts überreden!
Ignorieren Sie die Fortbildungen und sonstige Einladungen und schenken Sie uns Ihr Vertrauen.
P.S.: Lesen Sie bitte den ganzseitigen Artikel in der SZ vom 18.02.2017 über Frau Annette Pfleiderer.
Das ist Ihre Speerspitze, die seit Monaten für Ihre Interessen kämpft.

Forum Langenargen   18.02.2017

 
    So vertreibt man Gäste!
Den obigen Leserbrief im SK vom 10.02.2017 veröffentlichen wir im Einverständnis mit dem Verfasser.
Er beschreibt genau das, was viele Vermieter zunehmend bewegt.
Da der BODO, wie dieser selbst zugibt, nicht eingreifen kann, ist voraus zu sehen, dass das Chaos in den nächsten Monaten kulminiert.
In den letzten Wochen erschienen  fast täglich Presseberichte über die unhaltbaren Zustände. Passiert ist bisher aber nichts.
Wer mal in den Mittagsstunden den Zug benutzen musste,
konnte feststellen, dass auch die versprochene Fahrradmitnahmemöglichkeit
nur auf dem
Papier steht. Man müsste naiv sein, zu glauben, dass sich das  alles in absehbarer Zeit ändert.
Der versprochene Mehrwert durch die um 60% erhöhte Kurtaxe hat sich ins Gegenteil verdreht.
Es ist inzwischen eine Strafe, wenn man
diese Züge benützen muß!
Die Vermieter müssen mit erheblichem Ärger Ihrer Gäste rechnen und müssen sogar befürchten, dass diese nie wiederkommen.
Wieso bekommt BODO 90% der erhöhten Kurtaxe, wenn er doch nur Verwaltungsaufgaben hat?
Die Gemeinde pflegt schweigend ihren drohenden Imageverlust, statt sich der Situation schnellstens anzupassen
und die Kurtaxe unverzüglich wieder zu reduzieren, da die
Versprechungen nicht eingehalten werden können!
Unzählige andere Gemeinden lassen den Gästen die Wahl, ob sie eine Karte mit Vergünstigungen mit Aufpreis dazukaufen wollen oder nicht!
Doch in Langenargen wird Zwang ausgeübt, und das wird sich sehr bald auf Kosten der Vermieter rächen.
Es wird schon über erste Absagen berichtet.
 
 Forum Langenargen    10.02.2017  

Präsentation der VHB-Gästekarte (PDF als Download)

Vergleich derr VHB-Gästekarte und der EBC (Bitte Text oben anklicken)

Liebe Vermieterinnen, liebe Vermieter,
Sehen Sie sich  mal bitte im Internet die Links zur Vita Enrico Hess, des Geschäftsführers der DBT an. Sehr interessant sind die Stichworte
"Nacktflüge“ und "Fahrerflucht".
Er hat in den letzten 15 Jahren 6 mal den Arbeitgeber bzw. den Arbeitsplatz gewechselt.
Haben Sie nach Kenntnis dieser Vorgeschichte wirklich noch Vertrauen, Ihr Geld in eine völlig ungewisse Zukunft zu investieren?
Keiner kann Sie zum jetzigen Zeitpunkt zwingen, Anschaffungen zu machen oder Kurse zu besuchen.
Die DBT hat unter Missachtung der gesetzlichen Lage und trotz des Wissens, dass sich nur 4 von 23 Gemeinden beteiligen, einfach weiter fehlinvestiert.
Statt der prognostizierten 2,5 Millionen Euro Einnahmen erwirtschaftete sie schließlich nur 500.000 Euro!
Die Insolvenz der DBT konnte nur durch eine fragwürdige Rettungsaktion des Kreistages verhindert werden. Möglicherweise liegt ein Verstoß gegen
das Europarecht vor. Diesbezügliche Prüfungen laufen bereits. Desgleichen hat ein führendes Mitglied des Stuttgarter Landtags die
Angelegenheit EBC aufgegriffen. Bitte melden Sie sich, wenn Ihnen von Seiten des Rathauses Schwierigkeiten gemacht werden.
Haben Sie bitte ein gesundes Misstrauen gegenüber allem, was sie von Herrn Hess und von Herrn Jost gesagt bekommen. Selbst der SZ
und dem Montforboten muss man misstrauen. Es gibt in der Redaktion die unglaubliche Richtlinie, dass alles was vom Bürgermeister und der
Gemeinde veröffentlicht wird, per se immer als korrket und unantastbar anzusehen ist, auch wenn es nicht der Wahrheit entspricht. Wir haben
inzwischen unzählige Beispiele dokumentiert.

Dr. H. Walter               03.02.2017

GLOSSE
Hätten Sie nicht Lust auf einen interessanten FKK-Urlaub?

Enrico Heß, - sagt Ihnen der Name etwas? Er ist der Geschäftsführer der DBT.  Vor einigen Jahren bot er über ein spezielles Reisebüro
Nacktflüge nach Usedom an. Das Geschäftsgeheimnis laurtete: „Im Flieger sitzen nur Nackte“.
Die Leute rannten ihm die Bude ein. "Minütlich rufen Kunden an, die Tickets für unseren ersten FKK-Flieger auf die Insel Usedom kaufen wollen".
(Tagesspiegel, S. Heimgärtner, dpa).
                                                                                     Das war doch ein einmaliges Event!
Man könnte das nun erneut aufgreifen und ausbauen: Warum nicht auch nach FN fliegen?
Ein Shuttlebus könnte die Nackedeis zur Malerecke fahren. Das ist doch sowieso sein Traum: Von der Haustüre nackt zum Flieger, zum Strand und nackt wieder zurück, ohne Gepäck.
Wenn man dort dann eine „Kneipe“ nach dem geplanten Vorbild am Noli-Platz bauen würde, wäre das sicher ein optimales Angebot, ein „Alleinstellungsmerkmal“, zumal man das in die vergünstigten Leistungen durch die EBC einbinden könnte. Die zusätzlichen Investitionen wären gering: Man bräuchte nicht einmal Umkleidekabinen!
Ein ganz kleines Problem ergibt sich dann allerdings noch:
Man braucht wieder neue Hinweisschilder! Die Folien sind aber schnell gedruckt, Schilder und Pfosten sind gewiss noch überzählig vorhanden.

https://www.youtube.com/watch?v=c457esKz31U

Rolf Motz    03.02.2017

Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.
www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de


Fahrgastrechte gibt es auch im Bodenseekreis
Es ist ein Kommentar im Südkurier "Duldsame Fahrgäste" in dem die Verfasserin anlässlich des Bahntest Bodenseegürtelbahn der SPD im Zug auf die Salemerin Elvira Fröhlich trifft, die in der Buchinger Klinik arbeitet, seit sechs Jahren werktags nach Überlingen und zurück pendelt und auf die Frage "wie zufrieden sie mit der Bodenseegürtelbahn“ sei, mit strahlendem Lächeln antwortet, "zu 95% läuft es zuverlässig". Sie erwähnt noch das Problem ihrer Kollegen, die oft den Anschlussbus verpassen und nicht mehr pünktlich zur Arbeit kommen, aber sie selbst läuft eine Haltestelle weiter. Bis jetzt haben wir kein Wort gehört über Reaktionen des Arbeitgebers zu den Verspätungen, kein Wort zu Verbraucherschutz und Fahrgastrechten, die für Fahrgäste Entschädigungsleistungen bis 35 Euro pro Verspätung möglich machen.
Der Südkurier verspricht als Lautsprecher der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH allen Touristen seit etwa drei Jahren ein großartiges Erlebnis, 100 Vorteilsleistungen und die kostenlose Nutzung des ÖPNV, während alle anderen einen hohen Preis bezahlen und auch keine Vorteilsleistungen für die ÖPNV Nutzung erhalten. Schüler*innen dürfen bis 14.00 Uhr nur den direkten Weg zwischen Wohnung und Schule nutzen. Bei Ausflugsfahrten oder Abweichungen vom Schulweg müssen extra Fahrscheine gekauft werden. Niemand von Gemeinderäten bis Kreisrat haben zum Projekt Echt Bodensee Card (EBC) und ÖPNV eine Folgenabschätzung vorgenommen. Fragen bleiben. Steigt die Beteiligung der Gemeinden ab 2019 und um wie viel? Die Festlegung der Preise liegt allein bei der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT) und die argumentiert so: "Zahlen oder kündigen". Kann die Tourist-Information der Gemeinde dann noch finanziert werden?
Es ist feststellbar, dass die Tourist-Informationen immer mehr Dienstleistungen durch fremde Dienstleister erledigen lassen. Die Zimmervermittlung über Internetportale wie HRS kostet zwischen 12% und 19%. Die Einbindung auf Internetportale der Tourist-Information verlangt z.B. in Langenargen eine zusätzliche Jahresgebühr von 120 Euro bis 180 Euro plus zusätzlicher Provisionen von 5% bis 12%. Leistungen der DBT sind auch nicht kostenfrei. Dazu kommen steigende Gemeindeabgaben, Umsatzsteuer und viele andere Abgaben.

Uhldingen-Mühlhofen, 30.01.2017

Schöne Grüße von BODO und Co.

Betreff:  Erfahrungen mit der Bodenseegürtelbahn und BODO des Landkreises

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist überfällig, dass die Kreistags-SPD und Sie als einzige Lokalpresse über die unerträglichen Zustände auf der nördlichen Bodensee-Bahnstrecke (Bodenseegürtelbahn) berichten.
Die Zustände waren auf dieser Strecke schon seit langem desolat und sehr teuer/überteuert, haben sich jedoch in den letzten Monaten durch defektes und nicht vorhandenes Zugmaterial und fast täglichen Verspätungen und Ausfällen massiv verschlechtert. Selbst in den Stoßzeiten fahren derzeit täglich anstatt 2-3 nur noch ein Wagenabteil und die mit defekten Türen.
Trotz neuer, öffentlicher Ausschreibung des Eigenbetriebs Nahverkehrs Baden-Württemberg (im Auftrag der Landesregierung) mit anscheinend kostengünstigeren Submissionsergebnissen, verteuern sich die Monatskarten des ÖPNV massiv und sind zudem in jedem Landkreis und Verkehsverbund unterschiedlich teuer. Der Bodenseekreis mit seinem BODOnatürlich am teuersten: Besten Dank an die Kreistags-Fraktionen und -SPD:
z.B. die BODO-Monatskarte  ÜB-FN:         34 km für 85,63 € = 141 % teuerer bei 1/3 weniger Strecke !!!!!!
die VHB-Monatskarte ÜB-KN:       55 km für 60,40 €
Am ÖPNV-Tag der Kreistags-SPD sind Ihrem Bericht zu entnehmen zumindest alle Zugverbindungen, wenn auch verspätet, zustande gekommen. Geklagt wurde wegen etwas Kälte und fehlenden Warteräumen.
Ein normaler ÖPNV-Tag mit dem BODO am nördlichen Bodensee sieht jedoch so aus:am Di, den 10.01.2017
1.            RB 3241                6:54 Uhr von ÜB  nach FN:
- fällt aus, viele der erfahrenen Pendler fahren alternativ mit dem Schulbus über M´burg. Bus abartig voll, Schüler können nicht einsteigen und bleiben weinend an der Bushaltestelle stehen, Fahrer genervt und sehr unfreundlich, Türen gehen oft nicht mehr zu, Verspätung in FN
- die übrigen Pendler konnten erst mit dem nächsten Zug um 7:40 Uhr nach FN, auch dieser hat natürlich seine eigene Verspätung.
2.            RB 22780             17:38 Uhr von FN nach ÜB:
- Zug fährt bis M´dorf, bleibt dort mit Motorschaden stehen. Alle verweilen dort bei –Grade im freien ohne Wartehalle, dann mit dem Gegenzug zurück nach FN (!!!!) und von dort um 18:32 Uhr mit der RB nach ÜB, Verspätung von ...Stunden.....
- die übrigen Pendler sind nach einer 1/2 Std. im freien mit den Taxis weiter (M´dorf gibt es kein Taxi, mussten alle von FN oder ÜB kommen).

oder gestern Di, den 23.01.2017:
1.       RB 3241               6:54 Uhr von ÜB nach FN
- 20 min. Verspätung angezeigt, erfahrene Pendler fahren mit dem Schulbus über M´burg. Bus abartig voll, Schüler können nicht einsteigen, Fahrer genervt und sehr unfreundlich, Türen gehen oft nicht mehr zu, Verspätung in FN
2.       RB 22754             7:13 Uhr von ÜB nach R´zell:
- fällt aus, nächster Zug IRE erst 7:30 Uhr dieser hat jedoch Verspätung, Anschluß in R´zell verpasst.
3.       RB 22759             7:40 Uhr von ÜB  nach FN:
- nur 1 Wagon (!!!!)  bei dem 2 Türen defekt sind, Wagen ist übervoll, Türen gehen an den Haltestellen nicht mehr zu - der Lok-Führer beschuldigt die Reisenden über ELA die Wagentüren zu zerstören, einige können wegen der Überfüllung nicht rechtzeitig aus- und zusteigen, in FN 12 min Verspätung, Anschluß verpasst.
4.       RB 22780             17:38 Uhr von FN  nach ÜB:
- nur 1 Wagon, bei dem 2 Türen defekt sind, Wagen ist übervoll, einige können nicht rechtzeitig aussteigen-steigen eine Station später aus, in ÜB Verspätung, Anschluß zu Bus verpasst.
Und dies ist nur der Anfang:
Im Sommer 2017 werden die vielen Touristen mit und ohne Fahrräder und Messebesucher die Verhältnisse noch deutlich verschärfen. Die IRE werden mangels Kühlung übervoll wieder mit bis zu 35°C Innenraumtemperatur und fehlender Lüftung fahren und die Regionalbahnen mangels ausreichender Motorenkühlung bei Außentemperaturen über 28°C mit 60 km/h durch die Lande kriechen oder an den Haltestellen, wie 2015 und 2016 geschehen, ein Kühlpäuschen von 10-20 min einlegen müssen.
Der Schein-Erfolg der höher werdenden Fahrgastzahlen ist allein dem desolaten Straßennetz, LKW-Verkehr und mangelnden innerstädtischen Parkmöglichkeiten im Bodenseekreis geschuldet. Sicher nicht dem ÖPNV des Landes BW und hier den überteuerten BODO-Tarifen. Vor allem die Pendler und Schüler haben einfach keine Alternativen !!!!
Die völlig unrealistischen Politik-Parolen diverser Lokalpolitiker von einem 2-gleisigem Ausbau, Stundentakt des IRE und Elektrifizierung sind eine Verhöhnung der Wähler und schüren nur die Politikverdrossenheit. Als nächsten ÖPNV-Tag sollten sich die Kreistagsmitglieder zum Vergleich im Vorarlberg, der CH oder  z.B. die Vischgaubahn/Meran anschauen. das ist ÖPNV !!!

Mit freundlichen Grüßen

Familie M.... aus Überlingen

 

Zur SPD Testfahrt auf der Bodenseegürtelbahn am 20.01.2017
 
"... und damit die Bahn nicht dauernd kommt zu spät,
kämpfen wir über 115 Jahre danach für Elektrizität!"


Passend zum SPD Slogan kam am 20. Januar, mit 20 minütiger Verspätung, die SPD Delegation, angeführt von Norbert Zeller, in Uhldingen an. 
Nachdem die SPD Delegation zuvor schon in Markdorf und Salem sich die Finger abgefroren hatte, durfte sie in Uhldingen gleich weiter frieren und sich selbst von der „Morbiden Qualität“ der Bahn überzeugen. Früher gab es einen warmen Wartesaal im Bahnhof. Der Gegenzug kommt eingefahren und nur eine Türe lässt sich öffnen.  Auf unsere, im Vorfeld herausgegebene, Pressemitteilung in der wir die SPD für ihr Bahnengagement loben, kam prompt die Reaktion der GRÜNEN, dass die SPD nur Trittbrettfahrer sei, die jetzt auf den fahrenden Zug aufspringen möchte.  Jetzt, vor den Bundestagswahlen, überschlagen sich die Parteien wieder mit Aktionismus.
Beispiel: „Wir setzen uns für die Elektrifizierung der Bodensee-Gürtelbahn ein!“
Wir haben vor Ort den Genossen, ob der lobenswerten Idee, geraten, dass sie bei der Realität bleiben und alle Kraft bündeln sollen, um einen Halb-Stundentakt auf der Strecke Friedrichshafen - Radolfzell herbei zu führen. Dazu sind die vorhandenen Ausweichgleise an den Haltestellen von Friedrichshafen kommend, mit Manzell, Markdorf, Salem, Uhldingen und Überlingen Therme in diesen Takt einzubinden, anstatt diese brach liegen zu lassen. Wie viele Jahre hat es denn gedauert, bis nun endlich mit der Elektrifizierung von Ulm bis Friedrichshafen begonnen werden kann? Es sollte also zuerst das machbare in Angriff genommen werden und zwar unter Diesel-Triebwagen Bedingungen mit vernünftigen Wagenmaterial und nicht unter Zukunftsträumereien, die in den nächsten Jahren nicht zu erfüllen sein werden.
Darüber hinaus kann es nicht sein, dass z.B. eine Schülermonatskarte von Uhldingen nach Überlingen 45,00 Euro kostet, gleichzeitig aber die Touristen in der gesamten Bodo-Region, im Rahmen der Echt Bodensee Card, für einen Euro am Tag, d.h. 30,00 Euro im Monat fahren dürfen. Das ist höchst unsozial und degradiert die Einheimischen, vorne weg Schüler und Arbeitnehmer, zu Menschen zweiter Klasse.
Jetzt und sofort müssen die Verbesserungen für Einheimische und Touristen geschaffen werden.
Dafür setzt sich der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. mit aller Kraft ein.
Wenn bodo, außer Preiserhöhungen, keine kreativen Ideen hat, dann sollte die bodo-Spitze dringend hinterfragt werden.

 gez.
Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.

www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de
 
Der Vorstand
Herbert März
Christoph Birkenmayer
Manfred Maier

 

Offener Brief an den Leiter des Amtes für Tourismus, Herrn Jost
Sehr geehrter Herr Jost,

im Gegensatz zu Ihnen nehmen wir zur jeder Problematik Stellung, im konkreten Fall zu Ihren kritischen Anmerkungen zur Rundmail vom 19.01.2017.

Kann man sich bei der Tourist-Information nicht vorstellen, dass es langjährige Gäste gibt, die lieber weniger Kurtaxe bezahlen und stattdessen öfter ins Strandbad gehen, kleine Ausflüge mit dem eigenen Auto oder dem Fahrrad machen, auf die Mainau, auf den Pfänder, den Säntis und zum Affenberg gehen? Vielleicht kommen sie auch gerade deswegen an den Bodensee, weil sie genau das genießen wollen. Sie verzichten gerne auf überfüllte Züge und Busse. Sie müssen nicht unbedingt auf den Turm steigen aber vielleicht möchten sie mit dem Schiff der weißen Flotte fahren. Kurzum: Sie benötigen kein Paket und genau deshalb stimmt auch unser Vergleich. Wir vergleichen die Kosten für eine Familie, die bewusst auf ein Paket verzichtet mit einer Familie, der die EBC aufgezwungen wurde. Mit der deutlichen Einsparung durch die viel billigere Kurtaxe in Kressbronn kann sie sich einige der "Top Ten“-Angebote leisten, die bei der EBC ausgeschlossen sind.

Vielleicht aber sind diese Gäste auch nur zwei, drei Tage hier, z.B. eine sehr große Zahl von Campern und können schon deshalb gerne aus Zeitmangel auf zahllose Angebote verzichten. Außerdem zeigt sich in den letzten Jahren eine zunehmende Tendenz zu kürzerer Verweildauer.

Sie betonen immer, es gäbe ca. 100 Adressen mit Vorteilsangeboten (die Konuskarte bietet übrigens 200 Adressen).
Warum führen Sie auf Ihrer Homepage zahlreiche Leistungen auf, von denen Sie behaupten, dass diese dank EBC kostenlos seien, obwohl diese ohne EBC sowieso seit Jahren immer kostenlos waren? (Es handelt sich um sechs von 15 Angeboten). Dazu wird das Fun(k)-Bähnle angeboten, dem Sie selbst bereits vor Monaten gekündigt haben. Wir halten das für eine bewusste Verdummung der Gäste!
Wenn wir Sie jetzt recht verstanden haben, gibt es für den Gast zwei schriftliche Informationsmöglichkeiten:
Zum einen die Homepage, zum anderen die Broschüre "Reiseführer Echt Bodensee Card 2017".
Die Angaben bei diesen Informationen bezüglich der Kosten schwanken erheblich!
Offensichtlich hat es deshalb auch schon Probleme gegeben. Daher haben Sie diesbezüglich eine Erklärung als Flyer herausgegeben, den angeblich alle Gastgeber erhalten haben. Unsere ersten beiden Nachfragen konnten das jedoch nicht bestätigen. In dem Behälter vor Ihrem Büro liegt auch nur der neue Reiseführer aus, nicht jedoch der ergänzende und erklärende Flyer.
Offensichtlich bekommen die Gäste in LA Sonderkonditionen. Wie lange werden diese garantiert?
Ist das vielleicht nur ein Lockmittel, weil die EBC so schleppend anläuft?
Es war immer davon die Rede, dass durch die EBC eine Vereinheitlichung an allen Seegemeinden herbeigeführt werden sollte. Offensichtlich kocht Langenargen sein eigenes Süppchen und erwähnt im Reiseführer 2017 absolut nichts davon.
Trotz besseren Wissens werben Sie immer noch damit, dass bei BODO die Fahrräder mit Zeiteinschränkungen kostenlos mitgenommen werden.
Begreifen Sie endlich, dass das die DB im Nahverkehr auch macht und zwar ohne Zeiteinschränkung!
Sie äußerten ja im Montfortboten, dass wir in unserem Protokoll von der Veranstaltung am 07. 01. 2017 falsche Behauptungen aufgestellt hätten. Die Uhldinger Referenten und wir haben Sie bereits zweimal mit Frist aufgefordert, Ihre Aussage zu beweisen, was Sie bis heute nicht vermocht haben. Die Referenten aus Uhldingen haben dies zur Kenntnis genommen und werden ggf. die notwendigen Schritte einleiten.

 

Forum Langenargen                   20.01.2017

 

So vertreibt man Gäste!
Herr Jost wirbt im Zusammenhang mit der EBC auf der aktuellen Homepage der Gemeinde damit, dass ab sofort viele Angebote in Langenargen kostenlos sind.
Anbei die Liste:

Mit der Echt Bodensee Card kostenlos in Langenargen:
- Strandbad (Mitte Mai bis Mitte September)
- Museum (März bis Mitte Oktober)
- Turmbesteigung (März bis Ende Oktober)
- 1 Tageskarte Fun(k)-Bähnle (Mitte Mai bis Ende September)
- Bücherei mit Lesefoyer (ganzjährig)
- Münzhof-Kino (ganzjährig) - noch mit Vorbehalt!
- Gästebegrüßung (dienstags, 09.30 Uhr März bis Ende Oktober)
- Betreutes Kinderprogramm in der Schule (nur in den Baden-Württembergischen - Pfingst- und Sommerferien)
- Promenadenkonzerte
- Historische Spaziergänge
- Familienführungen (in den Baden-Württembergischen Pfingst- und Sommerferien)
- Jazz-Summer-Jam
- Tanzabende Schloss Montfort
- Kunstpark am See
Es ist anzumerken, dass das Fun(k)-Bähnle gar nicht mehr existiert (Kündigung durch Herrn Jost per e-Mail).
Die Promenadenkonzerte waren schon immer für alle Bürger umsonst. Das Gleiche gilt für den Kunstpark am See und für Jazz- Summer –Jam und die Gästebegrüßung! Ansonsten müsste man ja die Promenade mit Einlasssperren versehen!
Was bezweckt diese Täuschung der Gäste?
Vergleicht man die aktuelle Homepage der Gemeinde mit dem sogenanntem gerade erschienenem Reiseführer 2017, den jeder Gast erhält, erkennt man eklatante Unterschiede.

Beispiele:

Strandbad umsonst (Homepage), lt. Reiseführer mit EBC 2,00 Euro,
Museum umsonst Homepage), lt. Reiseführer mit EBC 3,20 Euro,
Turmbesteigung umsonst  Homepage), lt. Reiseführer mit EBC 1,00 Euro
Für Kinder gilt das entsprechend.

Es ist deutlich ersichtlich, dass bestimmte Leistungen überraschenderweise mit EBC teurer sind, als ohne EBC!

Da studiert der Gast zu Hause die Homepage und ist dann verärgert, wenn ihm vor Ort ganz andere Zahlen präsentiert werden.
Das Ganze ist eine bewusste Täuschung und zeigt die Inkompetenz der Verantwortlichen.
Zudem wird in der Homepage großformatig für die Akkuladestationen geworben, obgleich seit über einem Jahr bekannt ist, dass sie praktisch unbenutzbar sind.
Verlässt sich ein Radler von Konstanz kommend auf diese Angaben, so steht er dann in Langenargen vor dem Dilemma, dass sein Akku nicht in die viel zu kleine Box passt und er nicht weiß, wie er weiterkommen soll, das ist aber den Verantwortlichen offensichtlich egal!

Wir haben eine Zusammenstellung bezüglich der Kosten für eine Familie mit zwei halbwüchsigen Kindern für das Strandbad erstellt und mit Kressbronn verglichen.

Beispielrechnung
Strandbadbesuch einer vierköpfigen Gastfamilie
in Langenargen und Kressbronn

         
                 

Langenargen


EBC

Strandbad-
Eintritt

 

 

Kressbronn

Kurtaxe
Gästekarte

Strandbad-
Eintritt

 

2 Erwachsene

6,30 €

4,00 €

   

2 Erwachsene

3,00 €

0,00 €

 

2 Kinder (6-15 J.)

0,00 €

2,40 €

 

 

2 Kinder (6-15 J.)

0,00 €

0,00 €

 

insges.

6,30 €

6,40 €

12,70 €

 

insges.

3,00 €

0,00 €

3,00 €

         

Ersparnis an 1 Tag:

 

9,70 €

Langenargen


EBC

Strandbad-
Eintritt

 

 

Kressbronn

Kurtaxe
Gästekarte

Strandbad-
Eintritt

 

2 Erwachsene

6,30 €

4,00 €

   

2 Erwachsene

3,00 €

0,00 €

 

2 Kinder (ab 16 J.)

6,30 €

4,00 €

 

 

2 Kinder (ab 16 J.)

3,00 €

0,00 €

 

insges.

12,60 €

8,00 €

20,60 €

 

insges.

6,00 €

0,00 €

6,00 €

         

Ersparnis an 1 Tag:

 

14,60 €

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass eine Gastfamilie z. B. mit zwei älteren Kindern in Langenargen für den Strandbadbesuch täglich 20,60 € ausgeben muss, während sie in Kressbronn ohne EBC lediglich 6,00 € ausgeben muss. Das entspricht einer Ersparnis von täglich 14,60 €.

Wir empfehlen, sofort die wichtigsten Passagen der Homepage zu kopieren und zu dokumentieren, weil wir sicher sind, dass Herr Jost, sobald er erfährt, dass wir ihm auf die Schliche gekommen sind, die Homepage korrigieren wird.

http://www.langenargen.de/site/Langenargen-Gemeinde/node/3431517/Lde/index.html

http://www.langenargen.de/,Lde/Home/Tourismus+Langenargen/Willkommen.html

(Dieser Link läßt sich leider nicht direkt aufrufen. Bitte kopieren Sie ihn in die Adresszeile Ihres Browsers)

Den gedruckten Reiseführer kann er nicht mehr korrigieren!

Forum Langenargen    20.01.2017

 

Leserbrief an den Südkurier
Richtigstellung und Ergänzung zum Artikel
„Echt-Bodensee-Card wird eingeführt“
v. 17.01.2017

Es wird erwähnt, die Kurtaxenerhöhung in Langenargen betrage ab Einführung der EBC 1 Euro.
In Wirklichkeit sind es jedoch 1,15 Euro. Bereits jetzt kommen die ersten Meldungen, dass langjährige Gäste wegen der hohen Kurtaxe empört absagen.
Man verspricht den Gästen kostenfreie Fahrt im BODO-Netz, bzw. im ÖPNV. Das gesamte Netz hat eine Fläche von nur 640 km2, während das mit der Konuskarte abgedeckte Netz freie Fahrt auf 11000 km2 bietet. Das ist mehr als das Siebzehnfache!
Die EBC bietet angeblich 100 Vorteilsleistungen. Die Konuskarte dagegen wartet mit 200, also doppelt so vielen Vorteilsleistungen auf.
Im Gegensatz zur EBC gibt es bei der Konuskarte keinerlei Datenschutzprobleme und sie ist erheblich billiger.
Es wird immer noch verschwiegen, dass die DB die Fahrräder im Nahverkehr auch umsonst mitnimmt, und zwar ohne Zeiteinschränkung.
Was nicht erwähnt wurde, ist, dass zur Zeit noch beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim vier Klagen gegen die Einführung der EBC aus verschiedenen Gemeinden anhängig sind, sodass es noch gar nicht sicher ist, ob sie jemals in dieser Form eingeführt werden kann.

Für das Forum Langenargen                 17.01.2017
Dr. H. Walter
Rolf Motz

 

Eine kleine Reisewarnung der Gastgeber

Mit einer kleinen Reisewarnung bittet der Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. (GUM E.V.) um die Aufmerksamkeit von Menschen, die einen Urlaub in der Bodenseeregion planen. Es sind gegenwärtig erneut Pressemeldungen im Umlauf, die mit der „Echt Bodensee Card“ (EBC) eine kostenlose Nutzung des ÖPNV in der Bodenseeregion versprechen.
Man kann dabei sehr schnell übersehen, dass in vier von 23 Gemeinden, die eine EBC gegen ein Pfand von fünf Euro pro Karte abgeben, zunächst die Kurtaxe (1 Euro pro Nacht) heftig erhöht wurde und bei einer Überschreitung der Grenzen des BODO-Verkehrsverbundes hohe Zusatzkosten entstehen“, erklärt ein Sprecher des Vereins.
Nach Mitteilungen der Deutschen Bahn oder des Verkehrsverbundes BODO muss z.B. für eine Fahrt von Langenargen nach Lindau, ab dem Bahnhof Kressbronn, ein neuer Fahrschein im Voraus gekauft werden. Für eine Fahrt von Kressbronn bis Lindau kostet diese Fahrt für Erwachsene (Ab 15 Jahre) 2,60 Euro, für Kinder 1,30 Euro.   Über die Fahrradmitnahmemöglichkeit sollte man sich vorher informieren. In Doppelstockzügen des InterRegioExpress Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen - Lindau ist die Fahrradmitnahme auf 50 Stellplätze beschränkt. Für die Bodenseegürtelbahn wurden keine Zahlen bekanntgegeben.
(Ab 01. Mai 2017 bietet die DB eine kostenlose Fahrradmitnahme an).
Der BODO-Verkehrsverbund stellt als Besonderheit die kostenlose Fahrradmitnahme vor 6 Uhr und nach 9 Uhr, ab 30. April, in seinem Verbundnetz heraus. Das wird endgültig im Chaos enden, da die Bodenseegürtelbahn (Friedrichshafen bis Singen) immer mehr Pendler, Passagiere und bald noch 500.000 Touristen für kostenlose Fahrten mit der EBC in die völlig überlasteten Bahnen und Busse des Bodenseekreises lockt.
„Allein in acht Wochen im Herbst 2016 fallen 145 Züge zwischen Friedrichshafen und Singen aus“, meldete der Südfinder im Januar 2017 und schreibt weiter über häufige Ausfälle durch Fahrzeugschäden, fehlende Fahrzeuge oder auch fehlendes Zugpersonal.
Auf Initiative der SPD hat der Kreistag eine Resolution zur Bodenseegürtelbahn verabschiedet. Darüber hinaus lädt die SPD noch im Januar zu einer Testfahrt ein.
Es gibt „rund um den Bodensee“ zahllose Initiativen gegen die, von der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH und BODO geplante EBC. Die Zahl der „Verweigerer“ besteht bisher vorwiegend aus mehr als 500 Gastgebern aus den Bereichen Hotel, Pensionen, Ferienhaus- und Wohnungsvermietern, die dem Vorhaben eine Absage erteilt haben.
Ein mächtiger Bund, der sich für ein Projekt wie die „echte“ KONUS Karte aus dem Schwarzwald oder die VHB Gästekarte durchaus aufgeschlossen zeigt, jedoch wegen der bestehenden Probleme bei Kosten, Datenschutz und mangelnder Leistungsfähigkeit bei Bahnen und Bussen, die EBC ablehnt.
Inzwischen hat auch eine vierte Initiative in der Gemeinde Sipplingen den Klageweg gegen die mit der EBC verbundene Datenerfassung gewählt.
Der Vereinssprecher verweist auf das teilweise seit Jahrzehnten bestehende Vertrauensverhältnis zu den Feriengästen. Unser Motto ist „klar und wahr“ und wir möchten unsere Erholung suchenden Gäste nicht enttäuschen. Wir fürchten eben auch zahllose Beschwerden und Kritik wegen des grottenschlechten Nahverkehrsangebots und empfehlen verbindliche Zusagen und Auskünfte bei den Tourist-Informationen einzuholen, sowie als Ergänzung unsere Internetseiten zu besuchen:
Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.,
bodensee-seeferien.com oder Forum-Langenargen.de
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Manfred Maier
Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V.

www.gastgeber-uhldingen-muehlhofen.de

 

Langenargen entwickelt sich zum Kuriositätenkabinett

Am 13.01.2017 konnte man im Montfortboten lesen: „Sonderregelung für Langenargen“
Es wird betont, dass es bei der Bahn etwas umsonst gibt, und das ohne die EBC. Wenn man dann weiterliest, kommt sehr schnell die Ernüchterung.
Wer um 8.05 Uhr nach Friedrichshafen will, muss erst Richtung Lindau nach Kressbronn.(umsonst!) fahren. Dort muss man in die Gegenrichtung umsteigen,
um dann nach ca. 25 Minuten am Ziel zu sein. Die Fahrt dauert also doppelt so lang wie üblich! Da freuen sich die Schüler und Berufstätigen.
Der Hintergrund ist der, dass der von Lindau kommende Interregio ab sofort nicht mehr in Langenargen hält. Das gilt übrigens neuerdings auch für einige andere
Verbindungen in beide Richtungen! Was hat BODO bezüglich der EBC versprochen? Die vier Minuten, Gewinn werden auf dem Rücken der Zuggäste mit einer
verdoppelten Reisezeit ausgetragen und sind ein Ärgernis für Mütter mit Kinderwagen, aber vor allem für Behinderte und ältere Personen.
Was lässt sich die Bahn sonst noch alles einfallen? Die Notiz im Montfortboten lesen nur 1300 der 8000 Einwohner.
Warum erschien diese Meldung nicht schon zeitnah in der SZ oder dem SK?

Forum Langenargen     14.01.2017

Ab sofort sollte ja mit Einführung der EBC eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation bei den Bussen erfolgen. Ob dies mit dem neuen Fahrplan tatsächlich geschehen ist, mögen Sie selbst am Beispiel der Busverbindung von Langenargen nach Tettnang selbst entscheiden.

Die Fahrt eines Kurgastes startet um 7:55 Uhr in Langenargen-Bierkeller und wird über den Haltepunkt DLRG zum Bahnhof geleitet. Von dort geht es über das Hallenbad nach Oberdorf, von dort über Kochermühle zum Bahnhof Kressbronn, weiter über Betznau, Giessenbrücke, Reutenen über AVIRA zum Bärenplatz (insgesamt 25 Haltestellen)!
Die Fahrtdauer beträgt 45 Minuten gegenüber 13 Minuten mit dem privaten PKW. Welcher Gast würde so naiv sein, diesen Umstand auf sich zu nehmen!
In der gleichen Zeit wie mit dem Bus schafft er das auch mit dem Fahrrad und kann dabei noch die frische Luft und unsere schöne Gegend geniessen!
Übrigens, die späteste Rückkehr von Tettnang mit dem Bus ist um 17:30 Uhr. Dann wird es sowieso Nacht, und der Gast kann ja immer noch mit dem Taxi zurückfahren, das kostet dann allerdings mindestens 38 €. Das muß er aber auch bezahlen, wenn er mit dem einzigen Samstagsbus um 11:06 Uhr nach Tettnang fährt, weil dann kein Bus mehr zurück fährt. Sonntags sollte er sowieso nicht nach Tettnang wollen, - da fährt überhaupt kein Bus!
Also sollte er sich schleunigst überlegen, ob er die 38 € für eine einfache Taxifahrt nicht lieber für den Kauf eines Fahrradhelmes verwendet!

Falls er jedoch mal mit dem Zug nach Fischbach ins Strandbad fahren möchte, kann er das folgende Abenteuer erleben:
Es beginnt bereits am Fahrkartenautomat. Eine lange Schlange vor ihm, aus "technischen Gründen“ akzeptiert der Kasten keine Münzen oder keinen 20 € Schein. Die Zeit wird immer knapper, andere Passagiere können nicht wechseln, EDEKA ist die letzte Hoffnung, wenn der Zug nicht inzwischen abfährt.
Auf der Rückfahrt kann es dann passieren, dass ca. 100 Leute (hauptsächlich Schüler und Badegäste) in Friedrichshafen  in den Zug nach Lindau einsteigen, dann jedoch hört unser Gast unverständliches Genuschel aus dem Lautsprecher. Fast alle steigen wieder aus, weil der Zug überraschenderweise nur noch in Langenargen und dann in Lindau hält (entgegen dem gültigen Fahrplan).
Dieses Mal hat er jedoch Glück, weil er nicht zur Berufsschule geht und nicht in Eriskirch übernachtet.


Nachtrag: Dass es zur Zeit mit dem Bahnverkehr im Südwesten an allen Ecken und Enden nicht funktioniert ("katastrophale Zustände"), bestätigt auch ein Artikel in der Schwäbischen Zeitung v. 17.01.2017:
Es bestehe aber die Hoffnung, dass die Bahn diesen Tiefpunkt überwunden habe, meint der Verkehrsminister Hermann.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Ein Spiessgeselle                
28.12.2016

Wer kann uns diese Rechnung des Touristikbüros erläutern?
Die dortige Angestellte konnte es nicht!
Es ist lediglich zu erkennen, dass es sich um die Incoming Soft 2016 Vermarktungsstufe 1 handelt.
Die Vermieterin ist sich ganz sicher, dass sie am 16.12.2016 diesbezüglich nichts unterschrieben hat. Im Gegenteil wurde angekreuzt, dass sie eine weitere Vermarktung durch das Langenargener Touristikbüro ablehnt.
Abrechnungszeitraum 01.12. – 31.12. 2016,
Leistungszeitraum 16.12.2016 – 16.12.2016?

 

Auszüge aus einem Schreiben einer auswärts wohnenden Vermieterin

Es wurde von Herrn Jost eine externe Bewertung der Gäste bezüglich der Servicequalität des Touristikbüros mit hervorragenden Ergebnissen hervorgehoben. Auch nach Rücksprache mit anderen Vermietern war von dieser Kundenbefragung nichts bekannt. Kann man die entsprechenden Unterlagen einsehen?
Hat der Gemeinderat die Kurtaxe auf Grund einer ordnungsgemäßen Kalkulation festgesetzt?
Laut Gesetz bedarf es bei einer Kurtaxenerhöhung einer durch prognostische Annahme beruhenden Vorauskalkulation, bei der die voraussichtlichen kurtaxefähigen Gesamtkosten dem für denselben Zeitraum zu erwartenden, durch die Zahl der voraussichtlichen kurtaxenrelevanten Übernachtungen bestimmten Kurtaxenaufkommen einander gegenübergestellt werden müssen.

Die Gemeinde berechnet für die Zimmervermittlung, den Eintrag im Gastgeberverzeichnis und eine dubiose Bettensteuer hohe Beiträge. Wofür sind die jetzt zusätzlichen 15 % bei der Kurtaxe? Ist der Euro für die DBT und BODO gesetzlich gestattet?
Hier wird ein Teil der jetzt um 60% erhöhten Kurtaxe für ortsfremde Einrichtungen quasi als Subvention veruntreut.
Die Gemeinde fordert Online-Buchbarkeit und entscheidet letztlich, auf welchen Homepages man erscheint. Provisionsgebühr mindestens 5 %. Der Vermieter will das Recht behalten zu entscheiden, welchen Gast er nimmt. Bis dato ist nicht geklärt, ob ein Techniker z.B. bis Stuttgart kommt, um das neue System kostenlos zu installieren.
Die auswärtigen Vermieter zahlen: Zweitwohnungssteuer 2012: 1200 Euro, 2015: 1540 Euro! Jahreskurtaxe 2014: 60 Euro, 2017: 157,40 Euro! (Steigerung um ca. 150% in drei Jahren!).
Gastgeberverzeichnis (alle zwei Jahre):165,40 Euro, Klassifizierung: alle zwei Jahre:84,49 Euro, Zimmervermittlungsgebühr:142,80 Euro.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Datum vom 15.12.2016 wurden alle Kreisräte des Landkreises Friedrichshafen und Herr Landrat Lothar Wölfle 
mit einem Offenen Brief persönlich auf dem Postweg angeschrieben.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unseren Offenen Brief veröffentlichen und / oder darüber berichten.
Zur Erläuterung: 
Die VHB Gästekarte (Verkehrsverbund Hegau-Bodensee) ist im Landkreis Konstanz seit langem etabliert.
Bei der VHB Karte gibt es keine Probleme mit dem Datenschutz (gläserner Gast). 
Es gibt bei ihr keinen Zwang zum elektronischen Meldeschein
Beim Systembetrieb entstehen bei ihr keine Zusatzkosten.
Die bestehende Infrastruktur ist ausreichend
Es gibt keine zusätzlichen Kosten für weitere Schnittstellen.
Sie beinhaltet kein arbeits- und kostenintensives Pfandsystem und ist viel billiger als die EBC 
(40 Cent # 1,00 Euro; Verwaltungskosten 1-2 Cent pro Nacht und Gast  # EBC 40 Cent pro Nacht und Gast). 
Aufwendiges Check-in/out Verfahren entfällt. 
Somit ist die VHB viel nutzerfreundlicher für den Gast als die EBC.
Die VHB benützt Barcorde und QR-Code 
im Gegensatz dazu die EBC einen RFID Chip.
1. Die RFID-Technologie ist und wird niemals datensicher.
2. Die RFID-Technologie ist für das Handling mit personenbezogenen Daten die falsche Wahl.
3. Experten raten zu einer Ausweishülle als Anti-Funk-Etuis, die die Bürger davor schützen könnte, ausspioniert zu werden.
4. Die RFID-Technologie ist verglichen mit dem Papier- und Barcode sehr gefährlich.
5. Für Hacker dürfte es relativ einfach sein ein offizielles Lesegerät für das System in die Hand zu bekommen.
    (Tausende von Vermietern mit EBC-Programiergeräten im gesamten Bodenseekreis)
6. Physischer Einbruch zum Stehlen sensibler Daten wie Schlüssel oder zum Platzieren von Malware
7. Social Engineering bei den vielen Vermietern stellt eine große Gefahr dar.
8. Viren, Würmer, Trojanische Pferde auf Vermieter EDV-Anlagen sind ein großes Risiko.
9. Das Knacken des Schlüssels mit Sonde und Oszilloskop dauerte bei dem in Bochum getesteten RFID-Funkchiptyp ungefähr sieben Stunden
    ohne Lesegerät !
10. Hinzu kommen die aktuellen Internet Angriffe wie bei der Telekom, Thyssen und anderen.
11. Weitere Schwachstellen sind EDV-Hardware und Software sowie Breitband-Router.
 
Aus diesen Gründen haben wir den Offenen Brief an die Kreisräte geschrieben.
Mehrmals haben wir schon davor gewarnt,  dass auch ehrenamtliche tätige Amtsträger 
im Rahmen des Artikels 34 GG wegen Verletzung ihrer Sorgfaldsplichten in Haftung genommen werden können.
 

Offener Brief – an den Landrat und die Abgeordneten des
Bodenseekreises - Sitzung 20.12.2016 Kreistag

 Sehr geehrter Herr Landrat Lothar Wölfle,

 vermutlich ist Ihnen noch gar nicht bekannt, dass nicht nur die Gastgeber von Uhldingen-Mühlhofen sich mit einer Normenkontrollklage gegen die zwangsweise Einführung einer elektronischen Gästekarte wehren, sondern dass auch die Gastgeber aus Langenargen und Hagnau eine Normenkontrollklage eingereicht haben. Zusätzlich möchten wir Sie darüber informieren, dass die verpflichtende elektronische Meldung ab dem 01.01.2017, wegen fehlender Rechtsgrundlage, bis auf weiteres gestoppt wurde.
Das heißt im Klartext: Die Unterdeckung bei den geplanten Einnahmen der DBT wird weiter steigen. Die DBT wird in 2017 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch mehr Defizit generieren wie bereits prognostiziert.  Wir sprechen uns ausdrücklich gegen eine Neugestaltung des Darlehensvertrages zur Umsetzung der Echt Bodensee Card und dem Betrauungsakt zu Gunsten der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH aus.
Mit einer Befürwortung werden nur noch mehr Steuergelder nutzlos ausgegeben, welche dann für den Steuerzahler unwiederbringlich verloren sind.
In diesem Zusammenhang weisen wir ausdrücklich auf den § 34 GG hin.
Wir werden diesbezüglich alle uns zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen.
Der Öffentlichkeit wird suggeriert, dass wir gegen alles sind. Das ist aber komplett falsch!
Wir setzten uns für eine bessere und attraktivere Karte (VHB), gegen das sinnlose und fahrlässige verbrennen von Steuergeldern und für eine Verbesserung des ÖPNV am Bodensee ein. Der ÖPNV soll zuerst einmal den Einheimischen, vorne weg den Bedürftigen, den älteren Menschen, den Jungen, den Berufspendlern und Schülern zugute kommen.

 Mit freundlichen Grüßen

 Herbert März                              Christoph Birkenmayer                               Manfred Maier

                                              

Offener Brief an den Leiter der Touristinformation Langenargen

Sehr geehrter Herr Jost,

Die DBT hatte bei Ihren Verkaufsveranstaltungen Gelegenheit, all die genannten Vorwürfe im Vorfeld auszuräumen. Stattdessen wurden die Fragesteller entweder mit nichtssagenden Floskeln hingehalten bzw. wurde kritischen Fragen wiederholt ausgewichen. Jetzt beschweren sich die gleichen von einer ungerechten Behandlung, wenn den Gastgebern Tatsachen präsentiert werden, welche die DBT aus guten Gründen verschwiegen hat. Die Behauptung von Ihnen, dass keinerlei Einladungen erfolgten, ist schon deshalb falsch, weil sehr wohl Einladungen an die Langenargener Räte ergangen waren, aber nur eine Rätin, Frau Falch, von den Grünen diese angenommen hatte. Ebenfalls wurde die regionale Presse eingeladen, die es aber für nicht notwendig erachtete, dieser Veranstaltung beizuwohnen, schon seltsam? Wahrheit ist eine bittere Medizin, zur Gesundung sollte man diese auch schlucken, dies zu den regionalen Medien, insbesondere dem Montfortboten, welcher der Gegnerschaft keinerlei Plattform zu deren Argumenten erlaubt!

Zu 2.2 des Kooperationsvertrags DBT/Gemeinde:
Wenn die enthaltenen Passagen des Kooperationsvertrages keine bindende Wirkung auf die Gemeinde haben, dann möge die Gemeinde Langenargen den Gastgebern schriftlich mitteilen, dass Ihre Gastgebereinträge nicht bei der DBT sowie bei der HRS weitergegeben werden. Verstößt die Gemeinde gegen diese Forderung, muss dies strafrechtlich verfolgt werden.

Zum Thema Datenschutz:
Die Gastgeber werden auch zukünftig die gesetzlichen Bestimmungen des Bundesmeldegesetzes einhalten, dazu bedarf es keinerlei Nachhilfe seitens der TI Langenargen. Da das Bundesmeldegesetz keinerlei Verpflichtung bezüglich einer elektronischen Meldung vorsieht, können die Meldedaten des Gastes weiterhin auf dem Papier-Meldeschein eingetragen werden und an die Gemeinde weitergeleitet werden. Damit erübrigt sich die Verpflichtung bzgl. Zustimmung des Gastes, ob dieser die Weiterleitung seiner Meldedaten an die Gemeinde verweigern darf.

Der Gastgeber hat diesen Meldeschein dann ordnungsgemäß an die Gemeinde weitergeleitet, die jetzt darüber zu wachen hat, dass diese Daten nicht an Dritte ohne die Zustimmung des Gastes weitergeleitet werden dürfen. Ignoriert die Gemeinde dies, macht diese sich nach den Gesetzen des Datenschutzes strafbar. Die Gemeinde hat demnach die Zustimmung des Gastes bzgl. der Weitergabe seiner personenbezogenen Daten einzuholen und nicht der Gastgeber. Ob die Gemeinde bisher mit den personenbezogenen Daten eine Weitergabe an Dritte, beispielsweise zu Werbezwecken, weitergeleitet hat (damit lässt sich gutes Geld verdienen) entzieht sich unserer Kenntnis.

Die Übertragung von personenbezogenen Daten auf eine Chip-Karte, gleich welcher Art und mit welcher Begründung ohne die Zustimmung der betroffenen Person, hat nichts auf dieser Karte zu suchen. Der Gastgeber kann deshalb auch über eine verpflichtende Kurtaxesatzung, die genau auf diesen Passus ausgerichtet ist, rechtlich nicht dazu verpflichtet werden. Deshalb muss, wie schon die Klage beim VGH bzgl. der elektronischen Verpflichtung des Gastgebers auch diese Satzung vor dem Verwaltungsgericht auf seine Rechtswirksamkeit überprüft werden. Dazu gehört insbesondere, wenn der Gast sich weigert, für eine Gästekarte einen angeblichen Solidarbeitrag zu bezahlen, den der Gast überhaupt nicht in Anspruch nehmen will. Auch hier ist gerichtlich der Begriff des Solidarbeitrags zu klären, insbesondere mit dem Hinweis, dass von 23 Seegemeinden gerade einmal 4 Gemeinden dem Beitritt zur EBC zugestimmt haben. Der Begriff Solidarität ist dann gerechtfertigt, wenn die überwältigende Mehrheit ein System für solidarisch gerecht hält und diesem dann auch bedenkenlos zustimmen kann. Dies wird hier durch Ablehnung aber mehr als verdeutlicht. Wenn mit der Subventionierung des Bodo-Verkehrsverbundes der Solidarbeitrag des Gastes verstanden werden soll, dann ist dieser Begriff insofern falsch, weil die Allgemeinheit von den Vergünstigungen ausgeschlossen wird und damit der Begriff Solidarität ad absurdum geführt wird. Auch dieses Argument dürfte vor Gericht Gewicht haben.

Im Thema öffentliche Vergabe stecke ich allerdings nicht so tief drin, dass ich spontan einen adäquaten Kommentar dazu abgeben möchte.
Zu den weiteren Präsentations- und Vermarktungsmöglichkeiten führt doch bereits wieder der Hinweis zum Kooperationsvertrag der DBT.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Motz                       18.12.2016

D

Dieser Aufruf unserer Gemeinderäte/innen erschien am 03.07.2015 auf der Titelseite des Montfortboten:

 

  An die Damen und Herren des Gemeinderates Langenargen:
CDU-Fraktion                                    FWV-Fraktion
Angelika Breyer                                 Christoph Brugger
Bernd Kleiser                                     Albrecht Hanser
Manfred Christ                                   Dr. Herbert Löffler
Ralph Seubert                                    Wolfgang Neidhardt
Rainer Terwart                                   Harald Thierer
Andreas Vögele                                 Joachim Zodel
SPD-Fraktion                                     GRÜNEN-Fraktion
Karl Maier                                          Silke Falch (lediglich zur Kenntnisnahme)
Gertrud Reiß                                      Hans-Günther Moser
Herbert Tomasi                                  Dr. Ulrich Ziebart
zur Kenntnisnahme an:
Bürgermeister Achim Krafft
Frank Jost, Leiter der Tourist-Information

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Ihnen bekannt ist, hatte das FORUM LANGENARGEN zu einer Informationsveranstaltung für Privatvermieter und Hotels von Gästezimmern und Ferienwohnungen am 07.12.2016 im Katholischen Gemeindehaus in Langenargen eingeladen. Die Veranlassung für diese Veranstaltung kann ebenfalls als bekannt unterstellt werden. Auch Sie, die Damen und Herren des Gemeinderates, wurden dazu eingeladen. Mit Befremden mussten wir und die Teilnehmer der Veranstaltung registrieren, dass Sie alle (mit dankenswerter Ausnahme von Frau Falch) durch Abwesenheit geglänzt haben. Auch hielten Sie es nicht für nötig, überhaupt auf unsere Einladung zu antworten, bis auf eine Ausnahme, Herrn Ziebart. Nach den Erfahrungen der letzten Monate scheint eine solche an den Tag gelegte Handhabung bei Ihnen System zu sein.
Es gehört in einer zivilisierten Gesellschaft zu den guten Gepflogenheiten, auf erhaltene Briefe und insbesondere auf Einladungen zu reagieren - vor allem wenn es sich um Vorgänge mit einer gewissen ortspolitischen Brisanz handelt. Darüber hinaus ist es auch  eine Frage der Höflichkeit und der Wertschätzung des Gegenübers.
Vor diesem Hintergrund erinnern wir an Ihre - bisher für uns nicht erkennbar mit Leben erfüllte Erklärung im Montfort-Boten vom 03.07.2015. Um nicht die Details hier auflisten zu müssen, fügen wir Ablichtung des seinerzeit unter dem Rubrum  „Amtliche Bekannt-machungen“ veröffentlichen Textes bei. Vielleicht lassen Sie die Aussagen in der Rückschau noch einmal auf sich wirken.
Wir betonen an dieser Stelle noch einmal, dass wir unverändert zu konstruktiv-kritischen Gesprächen über die Belange und Ansichten Langenargener Bürger bereit sind, jedoch - und das sei nochmals klargestellt -  nur auf respektvoller Augenhöhe. Ignorieren hilft allen auf Dauer nicht weiter.
Nicht zuletzt als Zeichen unserer Loyalität und Offenheit überlassen wir Ihnen das Protokoll zu der eingangs beschriebenen Vermieterversammlung. Wenn Sie dem, in der für Sie geltenden Geschäftsordnung geregelten Auftrag nachkommen wollen, nämlich nur durch das öffentliche Wohl bestimmte Überzeugung zu entscheiden, so dürfen Sie die in dem Protokoll festgehaltenen Fakten nicht ignorieren. Der guten Ordnung halber wollen wir Sie nicht darüber im Unklaren lassen, dass das vorstehend bezeichnete Protokoll gleichzeitig den einschlägigen Medien zur weiteren Verwendung zugeleitet wurde.Wir hören gerne von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Kleck                     gez. Motz                      gez. Dr. Walter

 

P R O T O K O L L

zur Vermieterversammlung am 07.12.2016 im Katholischen Gemeindehaus in Langenargen

Eröffnung der Veranstaltung um 18:02 Uhr.

Herr Dr. Walter begrüßte für das FORUM LANGENARGEN als Initiator der Veranstaltung die 87 Teilnehmer. Er stellte kurz den Hintergrund der Entstehung des FORUM LANGENARGEN vor; dies geschah vordergründig als Ergänzung zu den lokalen Print­medien, die nicht immer eine ausgewogene Berichterstattung bzw. unabhängige Meinungs­bildung erkennen ließen.

Herr Maerz vom Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. übernahm sehr eloquent und kompe­tent die weitere Durchführung der Veranstaltung  - u.a. mit Unterlegung durch eine ein­drucksvolle, vertonte Power Point-Präsentation. Hierbei wurden die Mängel der geplanten „Echt Bodensee Card“  (EBC) ebenso deutlich wie für die betroffenen Vermieter erschreckend herausgearbeitet. Aus der Unzahl der gezeigten Unwägbarkeiten und zu kriti­sierenden Problemfelder stachen besonders hervor:

  • Die wahren Ziele der „Echt Bodensee Card“ (EBC):

  Dazu wurden zum Beweis der Beteiligungsbericht des Landkreises Bodenseekreis 2014 und dort auf Seite 113 die defizitäre Situation der Bodensee 
  Oberschwaben Verkehrs­verbund GmbH
(Bodo) dargestellt. Danach wird mit Hilfe der EBC  für 2018/2019 ein möglichst ausgeglichenes Ergebnis erwartet,
  zu welchem der  Gast beitragen soll.

  • Mit größtem Interesse verfolgten die Zuhörer die Ausführungen hinsichtlich des  abzu­schließenden Kooperationsvertrages  der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT) mit den jeweils beitretenden Gemeinden zur EBC.  Die DBT lässt unter Ziffer 2.2 des Vertrages keinerlei Zweifel aufkommen, wer zukünftig  Regie bezüglich Werbe- und Marketingmaßnahmen führt. Die verpflichteten Gemeinden haben demnach keinerlei Anspruch mehr auf eine eigene Gestaltung. Damit dürfte sich eine eigene Tourist-Info mit einer entsprechenden Ausstattung von selbst erledigen.

  Das Thema Datenschutz (u.a. Gefahr der Ableitung eines Bewegungsprofils der Gäste) nahm einen besonders breiten Raum ein. Auch wurde den
 Gastgebern erstmalig klargemacht, dass neben der Problematik der Erstellung eines Bewegungsprofils bei der Verwendung der EBC jederzeit ein   
 Hackerangriff erfolgen kann mit weitreichenden Konsequenzen, z. B. derart dass der Hacker und seine Komplizen durch die Kenntnis von der Abwesenheit
 des Gastes von seinem Zuhause ganz leicht dort einen Einbruch planen können.

  • Die offensichtliche  Verlagerung   jeglicher Haftung auf die Gemeinden und Vermieter: Gerade dieser Punkt war den Betroffenen bisher nicht bewusst (weil von der DBT ver­schwiegen). Dieser Sachverhalt wurde mit vernehmbarer Empörung  zur Kenntnis ge­nommen.  Die entsprechenden Feststellungen wurden durch auszugsweise textliche Darstellungen der EBC-Bedingungen, besonders unter den Ziffern  5.1, 5.2, 5.3, 6.4 bis 6.6, hervorgehoben.

  Die Korrespondenz der Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. mit dem Landesbeauftrag­ten für den Datenschutz in Baden-Württemberg hinsichtlich
  einer  rechtsverbindlichen Auskunft dokumentierte dabei eindrucksvoll die Haftungsfrage im Falle eines Daten­missbrauchs.

  • Von besonderem Interesse war auch der bisherige Verlauf des von dem Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. gegen die eigene Gemeinde eingeleiteten Normenkontroll­verfahrens vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim.

 Danach wurde die ab 01.01.2017 verpflichtende elektronische Meldung  wegen fehlender Rechtsgrundlage bis auf weiteres gestoppt - d.h., dass
 die alte Kurtaxensatzung weiterhin zur Anwendung gelangen muss.

  • Den Zuhörern wurde der Vergleich der  EBC zu konkurrierenden Kartensystemen vorgestellt. Zusammenfassend war klar zu erkennen, dass sowohl die Konuskarte als auch die VHB Hegau Bodenseekarte der EBC in allen Belangen, d.h. sowohl technisch als auch wirtschaftlich und vor allem in ihrer Handhabung, überlegen waren. Wohltuend war die Feststellung, dass die aufkommenden Datenschutzfragen bei den Konkurrenz­produkten völlig irrelevant sind.

Nach Ende der Präsentation schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Breiten Raum nah­men dabei die Themen Datenschutz und Haftung ein.
Es kamen folgende Fragen auf:

Vom Gast wird eine schriftliche Zustimmung zur Weitergabe seiner persönlichen Daten ver­langt. Wann soll das geschehen? Bereits bei der Buchung?  Kaum zumutbar!  Erst bei der Anmeldung? Was ist, wenn sich der Gast dann weigert? Ist dann der zuvor  abgeschlossene Beherbungsvertrag nicht rechtsgültig zu Stande gekommen?

Warum verschwieg die DBT bei ihrer Verkaufsveranstaltung  gravierende Fakten?

Warum verschweigt die DBT ihre enge Verknüpfung mit der Geios AG, deren Gründer Andreas Konstantin Feustel und Michael Frischkorn sind?

Warum wird verschwiegen, dass die Geios AG mit der HRS verquickt ist?

Es gibt angabegemäß Personen, die bezeugen können, wie Herr Feustel  offen von einer „Marktbereinigung“ fabulierte („weg mit den kleinen Vermieterportalen“).

Warum wird verschwiegen, dass Bilder und Texte zum Eintrag ins Gastgeberportal künftig von der Tourist- Information Langenargen an die DBT weiter geleitet werden sollen, um dazu noch vom gastgebenden Beherbergungsbetrieb 12% Provision zu verlangen? Siehe oben zitierte Ziffer 2.2 des Vertrages: Dort ist festgeschrieben, dass die Gemeinden keinerlei Werbe- und Vermarktungsrechte  mehr haben.

Als Fazit wurde festgestellt, dass die EBC einerseits sowohl als Instrument als auch deren Einführung/Umsetzung mehr Fragen offen und Zweifel hinsichtlich der Funktionalität und Praktikabilität aufkommen lässt und andererseits mit der DBT ein Verwaltungsapparat instal­liert wird, der Gast und Gastgeber noch teuer zu stehen kommen dürfte.

Allgemein  herrschte Unverständnis, wie von den Entscheidungsträgern der Gemeinde Langenargen (Bürgermeister, Gemeinderäte, Leiter Tourist-Information) den Vermietern eine solche als Knebelung empfundene Vertragsregelung aufoktroyiert werden kann. Nach den eindrucksvollen  Ausführungen von Herrn Maerz kam noch ergänzend eine aufschlussreiche Kurzpräsentation des Forummitglieds Herrn Motz.

***

Herr Dr. Walter kündigte an, dass in Anlehnung an das von den Uhldingen-Mühlhofener Gastgebern eingeleitete Normenkontrollverfahren auch für Langenargen ein solcher Schritt vorbereitet wird. Hinsichtlich der Kostenverteilung erging ein Vorschlag, der  von den Gast­gebern spontane Zustimmung erfuhr. Zum Schluss der Veranstaltung stellte Herr Dr. Walter die Frage in den Raum, wer von den anwesenden Vermietern gegen die Einführung der EBC ist. Das Votum war überwältigend eindeutig.

Die Veranstaltung schloss um ca. 21:00 Uhr.

Langenargen, 08.12.2016             Für das Forum Langenargen       gez. Dr. Walter

                                                             (in sachlicher Abstimmung mit Herrn Maerz)

 

Zur Zeit entwickelt Herr Jost beachtliche Aktivitäten:
So verschickte er gleich drei Mails in 24 Stunden. Mit einer Rundmail will er die flüchtenden Vermieter bei der Stange halten. Erneut verkündet er Halbwahrheiten.
Monatelang haben Herr Hess und Herr Jost die Vermieter mit der Aussage getäuscht, das Datenschutzproblem sei gelöst und kein Thema mehr. Jetzt plötzlich gibt er zu, dass das Paket noch dem Landesdatenschutzbeauftragten vorgelegt werden muss. In drei Wochen soll die EBC starten. Es glaubt doch wohl niemand, dass bis dahin eine Entscheidung vorliegt. Das bedeutet, dass die Vermieter bewusst in ein hohes Risiko getrieben werden. Dazu kommt das Risiko der Haftung. Bisher erfolgte diesbezüglich keine Aufklärung. Eine andere Mail ging an die Vermieter, die dem Rathaus geschrieben hatten, dass sie die EBC ablehnen. Der Text wirkte individuell, war jedoch bei allen identisch. Die üblichen Floskeln wurden wiederholt.
Die dritte Mail war wiederum eine Rundmail, die mit einer Pseudo-Last-Minute-Sensation aufwartete, nämlich einer Preisreduktion bei der Bodenseeerlebniskarte von 2-3 %. Da kann der Handel nur lachen, dort gibt es oft Nachlässe, die das Zehnfache betragen. Es kommt einem vor, wie ein letzter Verzweiflungsakt.
Immer wieder wurde damit geworben, dass BODO in Zukunft die Räder kostenlos mitnimmt, es wurde aber bewusst verschwiegen, dass die DB schon seit Jahren im Nahverkehr das Gleiche tut.

P.S.: Gerade erfahren wir, dass Landrat Wölfle gleichzeitig Vorstandsvorsitzender bei der BODO und auch bei der DBT GmbH ist! Das war bisher weitgehend unbekannt.

Forum langenargen     09.12.2016