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Tourismus

Die Zuschriften sind so aufgelistet,
dass sich die neuesten Meinungen meist oben befinden

(Sortierung neu nach alt).

 

Die Gemeinde sollte sich schämen oder, wie man Gäste vertreibt !

In 10 Tagen beginnt die neue Saison.
Das bedeutet, dass die Gäste die volle Kurtaxe bezahlen müssen (ein Ehepaar 6,30 Euro pro Tag).

Was wird dafür geboten?

Freie Fahrt mit Bus und Bahn?  Bahn für 2 Monate zwischen Friedrichshafen und Lindau gesperrt,
zusätzliche Sperrungen auch bei der Bodenseegürtelbahn geplant, außerdem mehrere Sperrungen auf den Straßen.

Strandbad ? geschlossen

Museum ? geschlossen

Münzhof ? am Wochenende geschlossen. Wer kommt schon fünf Tage nach LA, um sich in den Münzhof zu setzen ?

Promenade ? Bepflanzung lässt noch auf sich warten.

Schlossturm ? Nur bei gutem Wetter geöffnet.

Was bleibt, ist Ratlosigkeit.

Forum Langenargen   20.02.2018

Über das Wort „Soll“ bei politischen Aussagen
(PeG) 12. Februar 2018

Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag als politisches Ziel u.a. vereinbart, die Zahl der Zugreisenden
bis 2030 zu verdoppeln. Für den Bund als Bahn-Eigentümer stehe der Gewinn nicht im Vordergrund“.
Bestimmt mehr als fünfzig Jahre hat die Bahn Gewinne an den Bund abgeführt und auch heute gelangen
Überschüsse sowie Strafzahlungen für Zugausfälle nicht zurück in den Geldbeutel der Bahnkunden,
sondern werden im besten Fall für den Netzausbau oder neue Züge verwendet. Die GroKo in Gründung
verspricht 42 Milliarden Euro für die Kassen der Europäischen Union. Frisches Geld für die Mafia,
korrupte Regierungen und Hasardeure? Bisher wurde kein Verwendungszweck für den Geldsegen genannt.

Meine Vorstellungen von Europa sind überschaubar, naheliegend und Erfolg versprechend.  Ein gemeinsamer
Verkehrsverbund, mit einem einheitlichen Tarif, in Kooperation mit den europäischen Nachbarn Österreich und der Schweiz,
verbunden mit einem der Leistung entsprechenden günstigen Nahverkehrstarif. Das wäre eine echte EU-Förderung im
nachvollziehbaren, kontrollierbaren Rahmen, die allen dient.
Oder gibt es einen vernünftigen Grund, Meersburger Leistungsempfängern den Besuch der Überlinger Tafel unmöglich
zu machen? Das sind 7,20 Euro pro Hin - und Rückfahrt oder von Langenargen nach Friedrichshafen (ohne Stadtbus)
5,50 Euro. Zum Vergleich: In der Bedarfsgemeinschaft gibt es 368 Euro monatlich, davon 145 Euro für Nahrung.
Abzuziehen ist die Umsatzsteuer von überwiegend 19 %, bei einigen Nahrungsmitteln 7% ( So weit nur zum Thema
Leistungsempfänger zahlen keine Steuern). Die GroKo in Gründung besteht nur aus SOLL. So sollen im Bodenseekreis
mehr Zugkapazitäten bereit gestellt werden, um den Grundbedarf für Pendler, dazu gehören auch Kinder, abzudecken.
Kein Wort zum Mehrbedarf, der durch die blaue Gästekarte verursacht wird und Einheimische wie auch Touristen im
gleichen Umfang belastet. Im Kreis Biberach entfallen derzeit erneut Zugverbindungen wegen Personalmangel.
Auch dort sollte die Situation ursprünglich verbessert werden.  Aber wie es so ist im Leben, ob im Bodenseekreis oder
Biberach: Wieder einmal heißt es Soll statt Haben. 

Hoffentlich reicht die Asche am Aschermittwoch noch für das Aschekreuz,
- oder wider die guten Sitten

Da wird in völliger Selbstüberschätzung blindlings über den Kopf der Gastgeber hinweg eine Erhöhung der Kurtaxe
von über 60 % beschlossen. Hoffentlich reicht dies dann auch! Das Ganze wird auch noch durch einen Knebelvertrag
mit der DBT bis 2019 festgezurrt.
Alle Warnungen von Fachleuten nutzten nichts. Es kam, wie es kommen musste.
Nach den bisherigen Erkenntnissen haben weniger als 5 % der EBC-Inhaber die freie Fahrt mit Zug und Bahn genutzt.
Nur schätzungsweise etwa 3 % der EBC-Inhaber besuchten das Museum. Die exakte Zahl konnte nicht ermittelt werden,
da sie gezielt geheim gehalten wird. Auf dem Schlossturm sah es auch nicht besser aus. Mehr als 95 % der Gäste
mussten wegen 5 % Nutzern eine 60 % höhere Kurtaxe in Kauf nehmen, - und das nennt der Bürgermeister auch noch
Solidarität. Für viele Bürger ist es ein Missbrauch des Solidaritätsbegriffs. Das Ganze konnte nur durch mehrere
Gesetzesverstöße erreicht werden. Erst durch den VGH Mannheim konnte ein erster Riegel vorgeschoben werden.
Die Landesdatenschutzbehörde wird bald folgen.
Immer wieder wurde betont, die Bürger würden auf keinen Fall belastet. Versprochen – Gebrochen!
Urplötzlich kam es zu einer neuen Kurtaxe und Kurtaxenkalkulation und die Bürger mussten hilflos zusehen, dass sie sogar
rückwirkend und bis 2019 dazu beitragen müssen, dass die Gemeinde aus der Gemeindekasse jährlich 250.000 Euro
an die DBT zahlt. Jeder Bürger, vom Säugling bis zum Greis, zahlt nun jährlich ca. 30 Euro, damit 5 % der Gäste innerhalb
der mittleren Verweildauer von 4,6 Tagen einen Vorteil von wenigen Euro erhaschen können.
Diese grandiose Errungenschaft hat hat den Bodenseekreis bisher etwa 2,5 Millionen Euro gekostet!

Forum Langenargen   13.02.2018

Steht die See-Administration unter einem Fluch?

"Die Zuverlässigkeitsstatistik für die Wiener Verkehrsbetriebe beträgt über 99 Prozent".
Aber es kommt noch besser:
Zusätzlich werden Baustellen, Reparaturen früh genug schriftlich angekündigt. In einem für die Kunden respektvollen,
wertschätzenden und höflichen Ton. Außerdem besteht in den Fahrplänen eine äußerst dichte Taktung.
Das ist der Unterschied:
Verwaltung will eine Form vorgeben und jeder soll sich danach richten.
Privatwirtschaft richtet ihr Angebot nach den Bedürfnissen der Kunden.
Wer wird erfolgreicher sein?
Wien näht nicht auf Kante, sondern plant Reserve ein.
So stehen in den verschiedenen Depots immer Reservewagen bereit, die umgehend bei evtl. Defekten einspringen.
Strategische Cleverle diese Wiener.....
Und statt die Preise zu erhöhen, schaffen sie Mehreinnahmen durch hohe Volumina. Dadurch entsteht hohe Akzeptanz
bei den Bürgern. Die Staus werden kürzer, die Straßen weniger stark belastet. Dadurch spart das Land Straenreparaturkosten
und die Luft wird durch weniger Autos besser.
Wenn ich an die B31 denke und das Drama mit der suuuper Planung bei Fahrbahnreparatur oder anderen Arbeiten.....
Ein Drama. Stau von Eriskirch bis Fischbach. Für 20 Kilometer 60 Minuten. Damit soll sich die Bevölkerung rumschlagen.
Auch die endlos stopfenden und stinkenden LKWs, die sich oft nur im Transit zwischen Ost und West befinden
(um Maut zu sparen), belasten die seenahe Infrastruktur. Die Strecke sollte für Transit-LKWs mautpflichtig sein.
An Lösungsvorbildern mangelt es nicht. Vielleicht liegts am Denken?

V. M.    14.02.2018

Die Wiener "Öffis" kosten nur einen Euro am Tag!

Wir wussten bereits von unserem Redakteur Peter Groß aus Uhldingen, dass ein Jahresabo für das Verkehrsnetz
in Vorarlberg jährlich 365 Euro kostet, also einen Euro pro Tag (Schüler und Rentner noch weniger):
Wie wir aber jetzt aus der Süddeutschen Zeitung erfuhren, gilt das Gleiche auch für den Großraum Wien.
Ein Jahresabo bei BODO kostet für den Bodenseeraum 1300 Euro, also fast das Dreifache!
Insgesamt fahren die Verkehrsmittel der Wiener Linien (U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Busse) täglich
ungefähr fünfmal um die Erde. also zusammengenommen 210.000 Kilometer, und das Erstaunlichste:
Fast immer funktioniert das reibungslos!
Die Zuverlässigkeitsstatistik beträgt über 99 Prozent. Im Jahr werden
2,6 Millionen Fahrgäste befördert. Da das Jahresticket für das gesamte Netz mit 360 Euro ungewöhnlich preisgünstig ist,
nutzen es mittlerweile bereits 760.000 der zwei Millionen Einwohner. Seit der Einführung 2012 hat sich die Zahl verdoppelt.
Die Stadt und der Bund schießen jährlich 700 Millionen Euro zu. Zunehmend werden Elektrobusse eingesetzt.
Die Kundenzufriedenheit ist relativ groß. 39 % der Wege werden mit Bus und Bahn zurückgelegt,
mit dem Auto inzwischen nur noch 27 %.
Bei uns erleben wir gerade das Gegenteil. Die Preise werden regelmäßig erhöht (zuletzt um 2,9 %) und die
Verkehrsmittel sind marode und unpünktlich.
Obgleich der Bürgermeister es vehement abstreitet (von der um 60 % erhöhten Kurtaxe werde nicht mehr, wie
ursprünglich geplant, der Anteil von 1,15 Euro an die DBT bezahlt), sondern nunmehr zahlen statt der Gäste die
Einwohner der Pilotgemeinde Langenargen jährlich bis 2019, dank eines Vertrags mit der DBT ca. 250.000 Euro in ein Fass
ohne Boden ein, noch nicht einmal wissend, ob bei der neuen Europ. Ausschreibung in vier Jahren BODO überhaupt
noch zum Zuge kommt. Die Nichtpilotgemeinden lachen sich wegen dieses misslungenen Schwabenstreiches ins Fäustchen,
denn sie profitieren kostenlos davon.

Forum Langenargen   11.02.2018

Hinweis für Gäste im offiziellen zur Zeit gültigen Merkblatt für die Bodenseegemeinden

Wozu wird die Kurtaxe verwendet?

"Mit der Kurtaxe wird ein Teil der Kosten gedeckt, die bei der Herstellung bzw. Erhaltung der zur Erholung
dienenden Einrichtungen und Veranstaltungen anfällt“.
Kein Wort von den Zahlungen an die DBT!

Forum Langenargen    08.02.2018

ÖPNV

Stadt St. Gallen testet Trolleybus der Zukunft

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadt/stadt-st-gallen-testet-trolleybus-der-zukunft;art507728,5209100

 

Datenklau bei Swisscom

http://www.tagblatt.ch/nachrichten/wirtschaft/datenklau-bei-swisscom;art253651,5209029

08.02.2018

Strafgesetzbuch (StGB)
§ 26 Anstiftung

Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener
rechtswidriger Tat bestimmt hat.

Obgleich inzwischen bekannt ist, dass das Chipkartensystem wegen eines schwerwiegenden Datenschutzproblems
nicht mehr erlaubt ist, wird den Vermietern mitgeteilt, dass sie weiter über Geios melden können bzw. sollen.
Infolgedessen werden die Gastgeber/innen angehalten, gesetzwidrig zu handeln.

Volker Meier   05.02.2018

V3

Völliges Versagen der Verwaltung!

Struktur und Angebot von Gemeinden wie sie am Bodensee bestehen,
sprechen ganz bestimmte ausgewählte Zielgruppen an.
Die haben eines gemeinsam: Sie sind mobil und dank Internet schnell und nachhaltig informiert.
So kommt es, dass eine befreundete Großstadtfamilie nun nicht mehr Langenargen besucht. Leider für uns.
Sie haben nun zum zweiten Mal Urlaub im Allgäu verbracht. Ihnen gefällt das gute Preis/Leistungsverhältnis,
die aufrichtige Freundlichkeit, die unberührte Natur und das „Seele baumeln lassen“.
Sie sagen, die Allgäuer seien authentisch und wollten nicht mehr sein als sie sind
oder gar ihre Gegend „McDonald'isieren“.
Diese Gäste mögen das Gewachsene, Pittoreske und Individuelle.
Wir können das gut nachvollziehen, denn auch andere Bekannte haben leider dem See den Rücken zugewandt
und verbringen ihre freie Zeit mit Begeisterung in den abwechslungsreichen und lockeren Niederlanden.
Andere waren im Herbst zwar noch in einem LA Hotel, doch auch die wenden sich enttäuscht
von der veränderten Gemeinde ab.
Das Angebot an Reisezielen ist unendlich. Im internationalen Vergleich braucht es mehr als neue Bänke,
Logos oder Schilder.
Im übertragenen Sinne braucht es neue Software in den Köpfen.
Doch da scheitert es bereits an den denen, die die Verantwortung tragen.

Amen

Michael Reuter 07.02.2018

Eine Bitte an alle Gastgeber/innen:

Bitte denken Sie daran, Ihre alten EBC-Karten gegen 5 € Pfand zurückzugeben.

Sie dürfen aus Datenschutzgründen nicht mehr verwendet werden.

Forum Langenargen    04.02.2018

    P.Groß: Leserbrief an Südkurier: Künftig mehr Züge für die Bodenseegürtelbahn,
    SK vom 30.01.2018             

01.02.2018

Es wäre mir lieber, die SPD und das Verkehrsministerium würden eine länderübergreifende Kooperation des Vorarlberger
Verkehrsverbund und der Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) auf die Schiene bringen. Das würde bezahlbare Fahrpreise,
z.B. 365 Euro statt 1300 Euro für die Jahreskarte von Berufspendlern bedeuten sowie ca. 100 Euro jährlich für den
Ausbildungsverkehr. Es könnte Im Schulterschluss mit der Schweiz das Schienenprojekt Bodensee-S-Bahn (Rund um den See)
realisiert werden. Bisher ist nur erkennbar, dass die DB Regio und der Verkehrsverbund Bodo an dem völligen Systemversagen
schuld sind. Die Bodensee - Oberschwaben-Bahn (BOB nicht BODO!!!) wird für Zuverlässigkeit und das regionale Bahn-
management hoch gelobt, hat sich also die Akzeptanz seiner Kunden erarbeitet. Anders als der Verkehrsverbund Bodo,
der im Gästekartenwahn mit der Deutschen Bodensee Tourismus immer nur höhere Preise und weniger Leistung für die
Fahrgäste bietet. Wie will man es denn erklären, dass ab März mehrere hunderttausend Touristen die Möglichkeit bekommen,
kostenlos Bahnen und Busse zu nutzen, wenn dann vielleicht erst einmal und hoffentlich der Grundbedarf für Ausbildungs-
verkehr und Pendler abgedeckt ist? Nach einer Gästeumfrage aus Wasserburg wollen künftig einige der Touristen mit der Bahn
und dem Bus fahren, wenn sie die EBC gratis erhalten.  Man rechnet allein aus Nonnenhorn, Wasserburg, Eriskirch,
Langenargen, Sipplingen und Bodman - Ludwigshafen mit deutlich mehr Fahrgästen  für die Bahn und Bodo.
Auch wenn sich das auf die Saison von März bis Oktober verteilt, muss man für Verkehrsspitzen gerüstet sein, sowie einen
geeigneten Schienenersatzverkehr bereitstellen, um in den nächsten vier Jahren Baustellen umfahren zu können.
Viele Touristen werden ein Rad mitführen. Da reicht kein Echt Bodensee Bus, der nur in den Sommerferien fährt.
Der Verkehrsverbund Bodo erhofft sich zusätzlich Fahrgastzahlen auf auf Grund   des erweiterten Verbundnetzes und seit
Lindau Stadt- und Landkreis dem Verkehrsverbund beigetreten sind. Die Deutsche Bahn und Bodo beweisen seit vielen
Jahren ihre Unfähigkeit, besonders im Regionalverkehr. Es ist höchste Zeit, dass man sich mit Bündnispartnern
zusammenschließt, die Sachverstand besitzen, auch wenn sie eben aus dem europäischen Umland kommen.
Dafür gibt es neben dem von Österreich erfolgreich betriebenen Nachtzugverkehr viele Beispiele im grenznahen
Regionalverkehr. Wer sich, aus welchem Grund auch immer, im Bodenseekreis ansiedelt oder als Tourist zu uns kommt,
fordert berechtigt einen optimalen Nahverkehr. Das sollte auch bald einmal bei der IHK, DEHOGA und den Handwerks-
innungen erkannt werden, bevor der Fachkräftemangel noch deutlicher wird und sich Touristen in Scharen
von der Destination Bodenseekreis abwenden, weil sie durch eine Vielzahl von vermeintlichen Leuchtturmprojekten geblendet,
das System Horrorbahn nicht gesehen haben.

Der heutige Leitartikel im Spiegel online mit dem Titel
"Wie Umfragen gefälscht und Kunden betrogen werden"

lässt uns an eine Meldung der DBT vor einigen Monaten erinnern, wo beim Kreistag behauptet wurde, dass ein
Marktforschungsinstitut festgestellt hätte, dass von 120 Personen 68 % mit der EBC Bus und Bahn benutzt hätten.
Dieses Institut wurde von der DBT bezahlt und hatte schon früher für die DBT gearbeitet.
Wie sich herausstellte, hatten die Interviewer die Gäste hauptsächlich an Bus- und Bahnhaltestellen befragt,
was dabei herauskommt, kann sich jeder Schüler ausrechnen.
Wenn Gäste gefragt wurden, ob sie die EBC kennen, waren es natürlich alle, wei sie alle bei der Anmeldung eine Karte
bekommen hatten. So dumm kann eine wissenschaftliche Befragung sein!
Übrigens, Gäste, die zu einem ausführlichen EBC-Interview bereit waren, wurden mit einer 38 € teuren Tasche belohnt.
Wenn man die durchschnittliche Zahl der täglichen Übernachtungen mit einer Aufenthaltsdauer von 4,6 Tagen berechnet,
kommt man auf täglich 150 Personen, die angeblich mit Bus und Bahn gefahren sein sollen, es war aber nach unseren
Erkenntnissen nur ein Bruchteil (Zählungen und Gastgeberbefragungen). Der sog. EBC-Bus wurde so schlecht angenommen,
dass er sich still verabschiedete und wohl sicherlich nicht wiederkommen wird. Hier wurde die entsprechende Statistik verschwiegen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gefaelschte-umfragen-so-maechtig-sind-marktforscher-a-1190705.html

Manipulation in der Marktforschung: Wie Umfragen gefälscht und Kunden betrogen werden
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/manipulation-in-der-marktforschung-wie-umfragen-gefaelscht-werden-a-1190711.html

Gefälschte Umfragen: Die Macht der Marktforscher
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gefaelschte-umfragen-so-maechtig-sind-marktforscher-a-1190705.html

Manipulationen in der Marktforschung: Fake Interviews
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/marktforschung-fragen-und-antworten-zur-manipulation-a-1190808.html

Pfusch in der Marktforschung: "Alles gefummelt"
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/pfusch-in-der-marktforschung-wie-martin-thoering-sich-umfragen-ausdachte-a-1190741.html

Fake-Befragungen: Für wie glaubwürdig halten Sie Meinungsumfragen?
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/manipulierte-marktforschung-wie-geht-der-spiegel-mit-umfragen-um-a-1190633.html

DER SPIEGEL (26/1994): Ohrfeige an der Haustür
http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/13686781

Der Weihnachtsmann macht Überstunden
120 Personen aus Langenargen wurden im Auftrag  der  DBT von einem Marktforschungsinstitut befragt.
Ein eindrucksvolles Missverhältnis zur Langenargener jährlichen Touristenzahl von über 50. 000.

Lt. Definition wurde somit eine „systematische Stichprobe“ durchgeführt. Also „bewußt“ und „subjektiv“.
Die Kriterien einer „Umfrage“ bleiben weit entfernt und unerreicht.
Repräsentativ, als unterstes Merkmal, war die Stichprobe sicher nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Systematische_Stichprobe

Ein gesteuertes Ergebnis, wenn die Zielgruppe an der Haltestelle wartet. Jedoch keine repräsentative
zufällige Umfrage im objektiven unwillkürlichen Querschnitt der Touristen.
Wie man sich doch alles zurecht kneten kann......

Dass Studien, Umfragen oder simple Stichproben im Ergebnis dem Geldgeber verpflichtet sind, weiß selbst
jeder Schöffe, der ungläubige Thomas und jeder Amtsrichter. Deshalb erfolgen Gutachten und Gegengutachten.
Wer hier noch an Wahrheit und Objektivität glaubt, glaubt sicher auch an den Weihnachtsmann.

 

SPIEGEL ONLINE, 02.02.2018
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Gefälschter Haarwuchsmittel-Test: "Der Kunde KOCHT !!!"
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Studien deutscher Marktforscher sind nach SPIEGEL-Informationen bisweilen gefälscht:
Tests, für die angeblich Menschen befragt wurden, sind zu großen Teilen ausgedacht.
Zum Beispiel bei einem Haarwuchsmittel.

Von Nicolai Kwasniewski
Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/haarausfall-wie-eine-studie-gefaelscht-wurde-a-1190810.htm
 

Wann gilt eine Umfrage als repräsentativ ?

http://frag.wikia.com/wiki/Wann_gilt_eine_Umfrage_als_repr%C3%A4sentativ
https://de.wikipedia.org/wiki/Repr%C3%A4sentativit%C3%A4t

Aus Singen am Bodensee:

http://www.klein-singen.de/statistik/churchill.php
http://www.klein-singen.de/statistik/h/Politik/index.html

."..zur Beschönigung der Falschaussage von Roland Koch am 10. Januar im Rahmen der CDU-Spendenaffäre)
Ende des Jahres 2000 sah es Koch so, dass er sich juristisch völlig korrekt verhalten habe.
Aber er räumte auch einen Fehler ein: "Mein einziger Fehler war, die Öffentlichkeit falsch informiert zu haben".
(Süddeutsche Zeitung, 21.12.2000). Aber eine Falschinformation ist ja bekanntlich keine Lüge oder doch?"

POLITIKER UND ANWÄLTE LEBEN IN ENGER SYMBIOSE

Sabine Schmid

 

Sind unsere Kunden loyal? Das wollte die Thüga-Gruppe, das größte
Netzwerk städtischer und kommunaler Gas- und Stromanbieter in
Deutschland, wissen.
Von 10.000 Befragungen waren wohl 8400 gefälscht.

Von Nicolai Kwasniewski

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/strom-und-gas-wie-eine-umfrage-ueber-kunden-gefaelscht-wurde-a-1190801.html


    P. Groß. Leserbrief an Südkurier zu:
  „Hagnau: Die Zahl der Übernachtungen geht leicht zurück.“

Wenn vor Hagnau die blaue Karte im See versinkt, singt man nach der Melodie Capri Fischer, abends in den Gästehäusern.
Auch wenn Bürgermeister Frede sich in diesem Jahr schon wieder öffentlich und falsch über fehlende Meldemoral äußert.
Seinem Herzenswunsch nach Einführung der Echt Bodensee Card wird er nicht einen Millimeter näherkommen.
Dass er mit seinen oft unbegründeten Verdächtigungen den Gemeinschaftsfrieden im Ort stört, weil er die Gesamtheit
aller Vermieter pauschal an den Pranger stellt, kann man wohl verwerflich nennen. Macht er alles nur um dem Landrat
durch Einführung der EBC einen Wunsch zu erfüllen? Inzwischen schenkt der Bund der Steuerzahler dem Treiben um
die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH seine Aufmerksamkeit und sieht kein Erfolgsmodell. „Aus Sicht des Bundes
der Steuerzahler kann man das Projekt EBC wohl für gescheitert erklären“ liest man in der Zeitschrift des Bundes, wie
auch im Südkurier und Forum Langenargen. Anwälte und Richter haben der DBT die rechtlichen Grenzen aufgezeigt,
auch der Steuerzahlerbund erhebt seine Stimme deutlich gegen Steuerverschwendung. Da bleibt die Frage, wann
Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte mit Nachdruck Aufklärung verlangen. In Langenargen wurde, nur um das
Pilotprojekt irgendwie am Leben zu halten, die finanzielle Belastung für Gäste und Einheimische unerträglich und nicht
nachvollziehbar erhöht. Dort läge der Kurtaxesatz seit Januar 2017 (!) bei 3,43 Euro, vermutlich sogar höher.
Weil das nicht durchsetzbar war und ist, greift Bürgermeister Krafft (Langenargen) in die Gemeindekasse und belastet
die Einheimischen. Auch Hagnau müsste mit dem Beitritt zur DBT Einwohner, Gewerbetreibende und Gastgeber mit
höheren Abgaben belasten, weil nach aktuellem Stand 233.000 Euro zusätzlich von der Gemeinde an die DBT gezahlt
werden müssen. Wenn engagierte, wirtschaftlich erfahrene Gastgeber wie Gisela Meichle oder Bettina Arnold ihren
Sachverstand einbringen, ist Zuhören angesagt und wie man an der Zustimmung von mehreren hundert Gastgebern
bei den Informationsveranstaltungen des Gastgeber Uhldingen Mühlhofen e.V. und Forum Langenargen sieht, haben
die Gastgeber verstanden, dass der Erfolg nur im gemeinsamen Handeln „rund um den See“ zu erreichen ist.
Im Gegensatz zur DBT mit mehr als 100 erfolglosen Vorträgen, aus öffentlichen Kassen bezahlt, werden die Vorträge
der Gastgeber nicht aus Gemeindekassen, Mitteln der Tourist-Info oder aus sonstigen öffentlichen Kassen bezahlt.
Rechnet man die Kosten der Verschwendung einmal nach: Einführung der e-Card bei Bodo für 5 bis 6.000
Gelegenheitsfahrer und die bisherigen Ausgaben für die EBC, dann kommt man auf mehr als 10 Mio. Euro.
Nimmt man berechtigte Strafzahlungen der Deutschen Bahn für Zugausfälle hinzu, wäre die Schließung des Diesellochs
zwischen Friedrichshafen bis Radolfzell gesichert. Ohne einen Euro aus Gemeindekassen. Dann könnte man den
Gästen wirklich einen Dienst erweisen, mit der preisgünstigeren Originalkarte der echten Gastgeber-Gästekarte
und einem erfolgreichen und störungsfreien öffentlichen Bahnverkehr. „Rund um den See“.

29.01.2018

26.01.2018  |  von Von Katy Cuko

EBC: Ein Kandidat fürs Schwarzbuch?

Bodenseekreis – „Der Steuerzahler“ heißt das Wirtschaftsmagazin des Bundes der Steuerzahler (BdSt) – jene Organisation,
die jährlich ein „Schwarzbuch“ herausgibt, in dem die krassesten Fälle von Verschwendung öffentlicher Gelder quasi an den
Pranger gestellt werden. Die Echt-Bodensee-Card (EBC) könnte Eingang in die nächste Ausgabe des „Schwarzbuches“
finden. Denn im aktuellen Heft des Magazins wird die EBC thematisiert. Unter dem Titel „Kein Erfolgsmodell“ wird die im
vergangenen Jahr neu eingeführte Gästekarte als „teuer für den Steuerzahler“ bewertet. Das Fazit in dem Beitrag fällt wenig
schmeichelhaft aus: „Aus Sicht des Bundes der Steuerzahler kann man das Projekt EBC wohl für gescheitert erklären.
Es sieht nach einem Fass ohne Boden aus, nachdem Jahr für Jahr die Steuerzahler für Zuschüsse geradestehen müssen
und zudem noch ein millionenschweres Darlehen gewährt wurde.“
Für den Landkreis ist der Beitrag „eine Sichtweise“. „Sie zu einem Urteil hochzustilisieren, wäre nicht legitim“, nimmt
Robert Schwarz, Sprecher des Landratsamts, Stellung. Außerdem stütze sich die im Artikel vertretene Wertung
„auf teilweise nicht korrekte, unvollständige und falsch in den Zusammenhang gebrachte Informationen“.
Fakt ist: Der Bodenseekreis als Hauptgesellschafter der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT), die die EBC betreibt,
hat viel in die elektronische Gästekarte investiert. Eine Fehlinvestition, denn mit Saisonbeginn wird es die EBC nur noch im
Papierformat geben. Die Kosten für die Chipkarte sind beziffert: 350000 Euro hat der Kreis zwischen 2013 und 2016 für die
touristische, technische und rechtliche Beratung sowie eine Marktforschungsstudie finanziert. Darüber hinaus wurden nach
Angaben des Landratsamtes eine halbe Million Euro in das elektronische Fahrgeldmanagement-System investiert.
Das ist Grundlage, damit Chipkarten in Bus und Bahn überhaupt als Fahrschein eingesetzt werden können. Das kommt
mittlerweile dem Verkehrsverbund Bodo zugute, der gerade die e-Card für Gelegenheitsfahrer eingeführt hat.
Dazu kommt das Darlehen von 1,2 Millionen Euro, das der Landkreis der DBT für die Einführung der EBC bewilligt hat.
Nach Aussage von Geschäftsführer Enrico Heß wurde dieser Betrag auch abgerufen und sei großteils an die Geios AG
geflossen. Die erst 2015 gegründete Firma hatte 2016 nach EU-weiter Ausschreibung den Auftrag als technischer
Dienstleister der EBC erhalten und ist schon wieder pleite – ein Grund, warum die Chipkarte das erste Betriebsjahr nicht
überstanden hat. Damit ist die teure EBC-Technik nutzlos und belastet die DBT. Ist die Gesellschaft finanziell überhaupt
in der Lage, das Darlehen an den Kreis zurückzuzahlen? „Für diese Bewertung ist es noch zu früh“, antwortet der
Kreissprecher. Ob aus der aktuellen Situation ein strukturelles Problem wird, hänge nicht zuletzt von der künftig
einsetzbaren Technik und der Teilnahme weiterer Gemeinden am EBC-Modell ab. „Im Augenblick gehen die
Gesellschafter davon aus, dass das gewährte Darlehen auch zurückgezahlt wird.“
In die Rechnung fließen aber auch die Gesellschafterzuschüsse ein, die der Bodenseekreis an die DBT leistet.
Jeweils 300000 Euro flossen 2014 und 2015, je 400 000 Euro in den zwei folgenden Jahren. Für 2018 zahlt der
Bodenseekreis sogar 520000 Euro als Gesellschafterzuschuss – macht in der Summe 1,9 Millionen Euro für die DBT
aus dem Kreishaushalt. Die hat 2016 trotzdem einen Jahresverlust von knapp 60000 Euro erwirtschaftet, auch wenn
die DBT durch den guten Abschluss im Vorjahr einen Bilanzgewinn von 40000 Euro ausweisen konnte.
Ein strukturelles Problem hat die DBT aber schon heute, und damit alle fünf kommunalen Gesellschafter, neben dem
Bodenseekreis die Landkreise Lindau und Sigmaringen sowie die Stadt Stockach und Bodman-Ludwigshafen.
Gemeinden und Landkreise dürfen sich an einem privaten Unternehmen nur beteiligen, wenn es mindestens 25 Prozent
seiner Aufwendungen aus eigenen Erlösen decken kann. Die DBT hat es nach Auskunft des Landratsamtes aber nur
in einem Jahr geschafft, ein Viertel der Ausgaben selbst zu erwirtschaften. Überprüft wird das vom Regierungspräsidium
Tübingen als Kommunalaufsicht allerdings nicht. Außerdem gibt es ein Hintertürchen: Der Landkreis könne eine
Ausnahmeregelung beantragen und nachvollziehbar begründen, warum die DBT dauerhaft nicht genug erwirtschaften
kann. „Vor diesem Hintergrund besteht derzeit nach hiesiger Einschätzung keine Verpflichtung, die Gesellschaft
aufzulösen“, schreibt die Tübinger Behörde auf Nachfrage.
Das würde allerdings bedeuten, dass die DBT auf Dauer am Tropf des Steuerzahlers hinge. „Der Bund der Steuerzahler
wird die weiteren Entwicklungen aufmerksam verfolgen“, schließt der Beitrag im Wirtschaftsmagazin.
„Im Augenblick gehen die Gesellschafter davon aus, dass das gewährte Darlehen auch zurückgezahlt wird.“
Robert Schwarz, Sprecher des Landratsamtes im Bodenseekreis.

EBC-Einnahmen

Auch im Format als Papierkarte verlangt die DBT von allen Gemeinden, die die EBC-Gästekarte künftig einsetzen wollen,
einen Beitrag von 1 Euro pro Gast und Übernachtung. Dieser „Solidarbeitrag“ wurde aufgrund einer Kalkulation für den
Betrieb einer Chipkarte festgesetzt, die nicht öffentlich ist. 75 Cent gehen an den Verkehrsverbund Bodo, der den
Touristen freie Fahrt mit Bus und Bahn im Nahverkehr dafür bietet. Je 25 Cent erhält die DBT als Kartenbetreiber.
Bei rund 500000 Übernachtungen in den vier EBC-Gemeinden Eriskirch, Langenargen, Sipplingen und
Bodman-Ludwigshafen kassierte die DBT im vergangenen Jahr also rund 125000 Euro für den EBC-Betrieb.
2017 wurden nach DBT-Angaben rund 68000 Chipkarten ausgegeben. (kck)

8. Finanzbeziehungen/Kapitalzuführungen und Kapitalentnahmen

Zahlung vom Bodenseekreis an die DBT:

> 300.791 € als Gesellschafterzuschuss

>     3.000 € als Zuschuss für CMT 2014

>     7.140 € für eine Anzeige im Merian Magazin

>   17.947 € für Give-Away Gästebefragung (Strandtaschen) Wert pro Tasche 35.80 Euro

>   6.112€ für SWR-Produktion "4 in einem Boot“

Im aktuellen Heft des Bundes der Steurzahler findet sich ein ganzseitiger Artikel  mit der Überschrift 
"Kein Erfolgsmodell          EBC teuer für die Steuerzahler"
Am Schluss spricht man von einem Fass ohne Boden.

Bedingt durch die frühe Drucklegung des o. g. Artikels ergeben sich einige Korrekturen:
Ende September 2017 wurden vom Kreisrat nochmals 800 000 Euro für die DBT genehmigt.
Am 10.11.2017 musste dann Geios Insolvenz anmelden.

Wir kommen inzwischen auf Hilfsleistungen von insgesamt ca. 2,5 Millionen Euro .

In der Zwischenzeit hat die Gemeinde Langenargen den Einspruch gegen das Mannheimer Urteil zurückgezogen.
Das Urteil ist endgültig rechtskräftig.

Forum Langenargen     26.01.2018

 

Die Cleverle vom Tourismus-Bodensee
Ha noi, da wird der Verbraucher also vorsätzlich irregeführt. Es geht hierbei nicht nur um nicht gemachte Hausaufgaben.
Nein, es wiegt viel schwerer! Wenn Falschinformationen an Reisevermittler oder Endkunden, in der Öffentlichkeit
verbindlich zum Besten gegeben werden, läuft bei Euch etwas gewaltig schief. Was sagt der Verbraucherschutz dazu?
Wenn es jedoch an Wissenslücken oder fehlenden Schulungen des Standpersonals begründet sein sollte, dann haben
die Chefs ebenso 100 % Verantwortung. Wenn kein Update oder Check oder eine "Abnahme" der Standinfos für eine
Messe stattfindet, ist auch das unverzeihliche Versagen.

Seit Jahrzehnten ist es fast bundesweit bekannt, dass Stuttgart Trinkwasser auch vom Bodensee erhält.

Da bieten also die Käpseles vom Bodensee das Stuttgarter Trinkwasser als „Wasserbar“ auf der Messe für geneigte
Besucher an. Sagt mal, für wie intelligent haltet Ihr Eure potentiellen Kunden der Stuttgarter Regionalmesse ??
Wer hatte denn diese suuuper Idee ??? Wenn ich Bodenseewasser sooo gerne trinken wollte, dann bleib' ich in Stuttgart
und dreh den Hahn auf !!!! Nur ihr Langenargener schaut wieder mal in die Röhre. Denn dort hatte ein ehemaliger
Bürgermeister KEIN Bodenseewasser zur Trinkwassernutzung verfügt. Weshalb ? Wissen die Götter.
Die Langenargener erhalten hoch verkalktes Trinkwasser aus den Tiefen des Hinterlandes. Der Kalk macht
entsprechende Haushaltsgeräte in kurzen Zyklen kaputt. Vom Teekocher bis zur Waschmaschine. Aber Hauptsache
anders! Auch wenn's grottenschlecht ist.

Viel Potential verschenkt

Jeder der am Bodensee gelegenen Landkreise ist sehr vielfältig und bietet ein großes Spektrum an Möglichkeiten
zur Bewerbung, z.B. Kultur, Äpfel, Tüftler, Wassersport, Radeln, Streuobstwiesen, ganz wenige Bauernhöfe für Familien
gäb´s au no. Diese Präsentation "Wasserbar" ist so weit unter den Möglichkeiten !!!! Hat das auch Eure tolle Logo
entwickelnde Agentur in Langenargen zusammengeklopft ??? Wieder mal frei von Kreativität, Hirnschmalz und Kundenbezug.
Nochmal, weshalb sollten wir am Bodensee Urlaub machen ??

Woher stammt das Stuttgarter Wasser?

Das in Stuttgart von der Netze BW GmbH zur Verfügung gestellte Trinkwasser stammt etwa jeweils zur Hälfte von
den beiden Fernwasserversorgungen Bodenseewasserversorgung (Sipplingen) und Landeswasserversorgung
und ist von höchster Qualität.

http://www.stuttgart.de/item/show/16588/1#headline5a65bb3bbfe0a

http://www.bodensee-wasserversorgung.de/index.php?id=80

Matthias Müller   22.01.2018

Peinlich, sehr peinlich! 

Da wir inzwischen gut vernetzt sind, meldete sich ein Sympathisant, der auf der Reisemesse in Stuttgart war
und uns Erstaunliches berichtete. Er hielt sich etwa 30 Minuten am EBC-Stand auf und musste feststellen,
dass sich das Interesse der Besucher sehr in Grenzen hielt. Er verwickelte eine der drei weiblichen Angestellten
in ein Gespräch und stellte zu seinem Erstaunen fest, dass sie sich bezüglich der EBC auf dem Wissensstand
vom Frühjahr letzten Jahres befand. Sie wusste nichts von den Urteilen des VGH Mannheim, bestand ausnahmslos
auf elektronischer Meldung und führte das entsprechende Equipment einschließlich der EBC vor. Die junge Dame
informierte demnach potentielle Gäste über einen Sachstand, der gar nicht mehr existierte.
Vor allem wusste sie nichts davon, dass jetzt eine Papierkarte eingeführt werden soll.
Sie wusste auch nichts davon, wie unwahr und falsch der Slogan "Freie Fahrt mit Bus und Bahn"
in den nächsten 3 - 4 Jahren sein wird.
Übrigens: sparten die Herren Hess, Krafft und Löffler dieses Jahr die Reisekosten, weil sie durch Abwesenheit
glänzten, oder hatte das ganz aktuelle andere Gründe ?
Herr Jost war wenigstens zeitweise anwesend, was die o. g. Wissenslücke und die daraus resultierende
Fehlinformation der Angestellten noch viel unerklärlicher macht.
Wenn die linke Hand nicht weiss, was die rechte macht, dann sollte man vielleicht beide Hände...

Bei der Messe in Düsseldorf gab es dann Apfelsaft an Stelle von Bodenseewasser!

                                                                Links neben der Bodensee Wasserbar sieht man noch ein Relikt der
                                                                   kläglich gescheiterten EBC.

Forum Langenargen   22.01.2018

Werbetour für alternative Gästekarte statt EBC

Die Echt-Bodensee-Card ist in Salem in der Kritik. Die EBC ermöglicht den Gästen unter anderem die kostenlose
Nutzung von Bus und Bahn. Doch in Salem sei die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr nicht
attraktiv genug. Das äußerten Vermieter bei einer Infoveranstaltung in Salem, bei der der Gastgeberverein
Uhldingen-Mühlhofen Stimmen für eine Petition sammelte. Der Verein will die Gästekarte aus Papier statt Plastik
– eine Lösung, die jetzt auch kommen soll.

https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/salem/Werbetour-fuer-alternative-Gaestekarte
-statt-EBC;art372491,958

Katy Cuko  Südkurier 20.01.2018

 

Das Wendehalsphänomen bei einem Unschuldslamm

Bei der gestrigen Pressekonferenz flossen die Krokodilstränen des Herrn Hess. Ein Redakteur ließ durchblicken,
er habe ihn noch nie so kleinlaut erlebt.
Ausgerechnet der, der bei der EBC immer von „gastgeberfreundlich“ und „einfach zu händeln“ sprach, und der
monatelang zum Teil mit Falschaussagen von Gemeinde zu Gemeinde pilgerte, verwarf nun seine eigene Karte
und überschüttete sie mit Kritik.

 

Wir trauen unseren Augen nicht!
Jetzt plädiert er für eine Papierkarte, die auch die Gastgeber wollen und selbst darüber abstimmen sollen.
Er gibt zu, dass die EBC zu aufwendig, zu komplex und zu teuer gewesen sei und dass die Gastgeber nicht gefragt
worden seien. All das wären teilweise bittere Erfahrungen gewesen.
"Die Hoheit über die Meldescheine sollten künftig wieder die Gemeinden bekommen, bisher wurde dieser Prozess
über die Geios AG abgewickelt." Dieser Satz erstaunt mich am meisten, denn es wurde immer wieder von Herrn Hess
und Herrn Wölfle betont, die Daten gingen primär zu der Gemeinde. Erst jetzt, als wir den Gegenbeweis vorlegten,
weil Herr Wölfle im Kreistag erneut die Unwahrheit verkündete, kam es zu diesem Eingeständnis. Weiterhin erstaunt
es uns, dass Herr Hess bereits jetzt zugibt, dass das Fernziel eine erneute Plastikchipkarte sei, mit der man für
Marketingzwecke die Urlauberströme verfolgen kann. Er müsste doch inzwischen wissen, dass Bewegungsprofile
verboten sind! Er und der Landrat hatten immer wieder behauptet, es gäbe überhaupt keine Datenschutzprobleme,
alles wäre vom Datenschutzbeauftragten genehmigt. Hier schwieg er plötzlich. Denn er weiß genau, dass er bald
entsprechende Post bekommen wird. Es eine Frechheit, wenn Herr Hess behauptet, zwei Drittelder Gäste hätten die
EBC füer Angebote genutzt, vor allem für freie Bus-  und Bahnfahrten. Wir wissen durch Gastgeberbefragungen,
dass es sich lediglich um eine Größenordnung von 5 % handelt. 95 % der Gäste mußten deshalb etwa 5 % der
EBC-Nutzer subventionieren. Herrn Hess kümmert das aber überhaupt nicht, dass 2,8 Millionen Euro in den Sand
gesetzt wurden, dass 600 Kartenlesegeräte wertlos wurden und viele Tausend Chipkarten eingemottet werden müssen,
sowie Dutzende Software-Umrüstungssysteme bei den Hotels unbrauchbar wurden.

Hartmut Walter 17.01.2018

16.01.2018 von Katy Cuko, SK 17.01.2018

Papier- statt Chipkarte für Gäste

Bodenseekreis – Ein Jahr nach ihrer Einführung ist die Echt-Bodensee-Card (EBC) als Chipkarte ein Auslaufmodell,
die digitale Gästekarte damit am Bodensee vorerst gescheitert. Aber: „Die EBC ist mitnichten vom Tisch, sie ändert
nur ihren Aggregatzustand“, erklärte gestern Robert Schwarz, Sprecher des Bodenseekreises, der größter Gesellschafter
der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT) ist, die die Gästekarte betreibt. Die soll es noch vor Ostern in Papier
mit Strichcode statt als Plastikkarte mit Datenchip geben, bietet aber weiterhin freie Fahrt mit Bus und Bahn im regionalen
Nahverkehr und Rabatte bei touristischen Partnern an.

Ende einer heißen Debatte

Mit dieser Entscheidung „kühlen wir das ganze Thema herunter“, kommentierte der Kreissprecher das gewünschte Ende
einer heißgelaufenen Debatte um die umstrittene Gästekarte. Nur vier Gemeinden – Langenargen, Sipplingen, Eriskirch
(alle Bodenseekreis) und Bodman-Ludwigshafen (Kreis Konstanz) – hatten die EBC 2017 eingeführt. Viele Gastgeber
in den Orten lehnten die Chipkarte aber ab, weil sie zu teuer und zu aufwendig sei. Die Konfrontation mündete in
zwei Klagen vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. Der gab im September den Kritikern Recht und kippte die
neue Kurtaxe-Satzung der Gemeinde Langenargen wegen datenschutzrechtlicher Bedenken und einer falschen
Kurtaxe-Kalkulation im Hinblick auf die EBC.

Teilweise bittere Erfahrungen

Dazu kam die Insolvenz des technischen Dienstleisters für die elektronische Gästekarte, die Geios AG. Aber auch ohne
deren Pleite hätte die DBT umsteuern müssen, gestand deren Geschäftsführer Enrico Heß gestern bei einem
Pressegespräch erstmals deutlich ein. Während die Gästekarte bei den Gästen sehr gut angekommen sei, gelte das
für die Gastgeber „in diesem Umfang nicht“, sagte Heß. Ursache dafür sind aus Sicht des DBT-Geschäftsführers nicht
nur die komplexe Technik, sondern auch die zwanghafte Einführung der EBC, weshalb nicht so viele Gemeinden
mitmachen wollten wie ursprünglich geplant. Die jetzigen Schritte seien Ergebnis „teilweise bitterer Erfahrungen“.

Mit dem Papiermodell hofft die Betreibergesellschaft künftig auf eine breite Akzeptanz bei den Gastgebern und
letztlich in der Fläche. Eine Chance hat die EBC nur, wenn sie weitere Gemeinden einführen werden. 2018 kommen
Stand heute vier dazu: Nonnenhorn und Wasserburg in Bayern sowie Heiligenberg und Frickingen im Bodenseekreis.
Sie bekommen gleich das dem Konus-Modell im Schwarzwald entlehnte System. Die Gastgeber – egal ob in der
Ferienwohnung oder im Hotel – drucken mit dem Meldeschein die Gästekarte aus. Die Hoheit über die Meldescheine
haben künftig wieder die Gemeinden, so Heß. Bisher wurde auch dieser Prozess über die Geios AG abgewickelt,
was zu enormen Unstimmigkeiten geführt hatte.

Teure Technik auf Halde

Technisch macht die DBT damit eine Rolle rückwärts. Rund 600 Kartenlesegeräte und Tausende Chipkarten werden
wieder eingesammelt und eingelagert. Was mit der teuren Ausstattung für die Chipkarten-Technologie passiert, ist unklar.
Der Bodenseekreis als Hauptgesellschafter hatte der DBT ein Darlehen von 1,2 Millionen Euro dafür gewährt. Die sind
an die Geios AG geflossen, die nun pleite ist. Ziel bleibe trotzdem die Einführung einer elektronischen Gästekarte für ein
modernes Tourismus-Management, erklärte Enrico Heß. Im besten Fall könne man auf Basis der vorhandenen Hardware
ein neues Gästekarten-System am Markt platzieren. Die Entwicklung sei aber keine Frage der Zeit, sondern der Qualität.
„Wir wollen ein Chipkarten-Modell, das auch die Gastgeber wollen“, positioniert sich der DBT-Chef.

Solidarbeitrag von 1 Euro bleibt

Am Geschäftsmodell selbst ändere sich auch mit Einführung der Papierkarte nichts, erklärte Enrico Heß auf Nachfrage.
Jede Gemeinde, die die EBC anbietet, zahlt 1 Euro pro Übernachtung ihrer Gäste dafür. 75 Cent davon erhält Bodo als
Verkehrsdienstleister, 25 Cent weiterhin die DBT als Betreiber der Gästekarte. Ob die beteiligten Gemeinden diese Summe
zumindest teilweise über die Kurtaxe finanzieren, über die Fremdenverkehrsabgabe oder aus dem eigenen Haushalt,
sei jeder Kommune selbst überlassen.

Die EBC-Kritiker sehen auch mit der Gästekarte im Papierformat nicht ihr Hauptanliegen erfüllt. Der Gastgeberverein
Uhldingen-Mühlhofen wirbt für eine kreisübergreifende ÖPNV-Gästekarte, die auch im Landkreis Konstanz gilt. In einem
zweiten Schritt könne man mit Österreich und der Schweiz eine echte Bodensee-Card anstreben. Aus touristischer
Perspektive wäre solch eine Strategie „wünschenswert“, sagte Enrico Heß. Hier gehe es aber zuerst um die Kooperation
zweier Verkehrsverbünde, und das sei eine „politische Entscheidung“, bremste Kreissprecher Robert Schwarz.
Gespräche gebe es aber.

Hoher: Kosten gering halten

Den Richtungswechsel bei der EBC begrüßte gestern Klaus Hoher, Landtagsabgeordneter der FDP aus dem
Bodenseekreis. „Wir sollten diese Chance ergreifen und das Konzept der Echt-Bodensee-Card überarbeiten.
Die Gästekarte muss neu gedacht werden, damit sie zum flächendeckenden Erfolg für alle Beteiligten wird“, teilte er mit.
Der Tourismusverband DBT sollte unter Einbeziehung der betroffenen Gastgeberverbände und beteiligten Kommunen
eine gemeinsame Lösung erarbeiten. Die Idee einer Gästekarte begrüße er. Allerdings sollten seiner Auffassung nach
die Kosten und der Aufwand für die Gastgeber und Kommunen möglichst gering gehalten werden: „Anderen Kommunen
in unserem Land gelingt es mit weniger Aufwand, dafür aber landkreisübergreifend und kostengünstiger, die kostenlose
Nutzung des ÖPNV für Gäste anzubieten.“

Kurtaxe-Urteil

Das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) in Mannheim, das am 18. September die Kurtaxe-Satzung der Gemeinde
Langenargen für nichtig erklärte, ist seit Jahresbeginn rechtswirksam. Eigentlich hatte die Gemeinde am 21. November
fristgerecht Beschwerde dagegen eingelegt, dass der VGH eine Revision des Urteils nicht zuließ. Die Begründung
wollte man nachreichen. Wie nun klar wird, war dies allerdings ein taktischer Schachzug, um Zeit zu gewinnen.
Im Dezember beschloss der Langenargener Gemeinderat eine neue Kurtaxe-Satzung rückwirkend zum 1. Januar 2017,
die rechtskonform ist. Mit Schreiben vom 2. Januar 2018 zog die Gemeinde die Revisionsbeschwerde beim VGH zurück,
womit das Urteil rechtskräftig wurde. (kck)

Unfassbar und unverschämt!

Da zahlen alle Kurgäste 60 % mehr Kurtaxe für freie Fahrt mit Bus und Bahn, um die marode Verkehrsgesellschaft
BODO zu retten (die Zahl der Nutzer lag übrigens unter 5 %). BODO erhielt von der Landesregierung eine größere
Summe Geld, um davon nutzlose, völlig sinnlose Terminals für die neu E-Card anzuschaffen, anstatt diese Summe
für die Verbesserung der Infrastruktur und des desolaten Maschinenparks zu verwenden. Für diesen Luxus war
plötzlich Geld da. Bezüglich der E-Card gibt es bereits sehr kritische Stimmen aus Holland und aus der Schweiz.
Die SBB arbeitet seit 15 Jahren an einem ausgereiftem System und hat dafür bereits 300 Millionen ! Franken
ausgegeben. Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) sagt, dass die Tickets weder notwendig noch sinnvoll sind.
Die Kritiker weisen z.B. bei Stoßzeiten auf die Bildung von Warteschlangen an den Erfassungsautomaten hin.
Dann ist es schon vorgekommen, dass Kunden bis zu 12 Mal am Tag dem Druck ausgesetzt worden sind, das
Check-in oder Check-out nicht zu vergessen, weil ansonsten im Wiederholungsfall eine Strafzahlung von bis zu
6 Euro fällig geworden wäre. Klappt eine Erfassung am entsprechenden Gerät nicht, oder vergisst jemand die
An- oder Abmeldung, wird man bei einer Kontrolle sofort als Schwarzfahrer angesehen und muss 40 Euro Strafe
bezahlen. Das Ein- und Auschecken wird natürlich oft in der Eile vergessen. Man stelle sich z.B. eine größere
Gruppe Radfahrer vor. Beim Umstieg in den Bus kommt das gleiche Prozedere. Das große Erwachen folgt dann
am Monatsende, wenn abgerechnet wird oder bereits im Zug, wenn man als Schwarzfahrer kriminalisiert wird.
Auch hier besteht ein Datenschutzproblem. Personen und Wege werden zwar angeblich getrennt erfasst, laufen
aber für die Abrechnung wieder auf einer Plattform zusammen. Das ist auch deswegen erforderlich, um
Reklamationen bearbeiten zu können. Damit kann folglich ein Bewegungsprofil erstellt werden. In Berlin und
Stuttgart mussten deshalb bereits die Erfassungsterminals an Bussen wieder entfernt werden.
Fazit: Das unausgereifte System wurde am Fahrgast vorbei für die Interessen der Verkehrsunternehmen entwickelt.
Die Zahlen der Fahrgastentwicklung sind geheim und werden nicht veröffentlicht. Man hat einen Rückgang von
etwa 10% beobachtet, was natürlich durch höhere Tarife kompensiert wird.
In Langenargen wurde in den letzten Tagen ein Terminal am Bahnhof installiert. Es steht an der Rückseite des
Bahnhofs fast unkenntlich, ausgerechnet in grauer Farbe neben einem gleichfarbigen Stromkasten. Auf der
gegenüberliegenden Bahnsteigseite findet sich bereits eine entsprechende Markierung neben dem Ticketautomaten.
Wenn jemand dann am gegenüberliegendem Bahnsteigende Richtung Lindau aussteigt, kann er nicht zur Straße
abbiegen, sondern muss erst hundert Meter ggf. mit schwerem Gepäck zurücklaufen, um sich zum auszuchecken.
Dort wartet auf ihn schon eine mehr oder wenige lange Warteschlange.
Seit einem Jahr wurden die Terminals für die EBC versprochen. die Termine wurden immer wieder verschoben.
Man ahnte wohl schon, dass man sie nicht mehr brauchen würde. Sie sind nicht zu verwechseln mit den Terminals
der besprochenen E-Card. Beide Systeme sind zur Zeit nicht kompatibel. Wäre die EBC nicht zu Fall gebracht worden,
hätten wir jetzt nebeneinander jeweils vier Terminals an den Bahnhöfen und in den Bussen.
Das Chaos wäre dann noch perfekter. Auch so gibt es bereits schon große Anlaufschwierigkeiten, wie Herr Hasenfratz,
der Projektleiter von Bodo, einräumte (SZ vom 13.01.2018).
Forum Langenargen   14.01.2018

Betreff: Re: Peter Groß - meine Mail vom 19.12.2017 Kinder im ÖPNV

Vielen Dank für die Mail an den Kinderkanal von ARD und ZDF. Wir bearbeiten die Nachricht.
Das KiKA-Team


Ihre Anfrage vom 12.01.2018 Unsere ID: 640249
Hallo Kika-Team.
SPIEGEL ONELINE hat das Thema entdeckt: Deutschland: Schüler sind vom Pendeln gestresst. Mit unserem Blog

www.Forum-Langenargen.de streiten wir immer noch für bessere Bedingungen im ÖPNV. Zumal immer mehr
phantasielose Politiker über Gästekarten (Echt Bodensee Card) die Fahrtbedingungen über Gratisfahrten nochmals
dramatisch verschlechtern. Der Bahnvorstand in Berlin, Landes- und Kreispolitiker sind von erbarmungsloser Gleichgültigkeit.
Für weiter Infos stehen wir gern zur Verfügung. Ich bin altersbedingt kein KiKa-Dauerseher und meine Tochter kann
pendlerbedingt auch nur noch wenig Kika schauen. Wenn eine Beitrag kommt, würde ich mich über ein kurze Mail freuen.
Der Telefonempfang ist oft denkbar schlecht aber für Rückfragen reicht es vielleicht.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Groß

 

Die Antwort der Klügeren:

Tourismustaxe wird in GANZ Österreich gesenkt !!!

Mehrwertsteuersenkung im Tourismus soll bald fixiert werden. 
Die Senkung der Umsatzsteuer für Urlaubsübernachtungen von 13 auf zehn Prozent 
soll laut Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) (wie CDU) bald fixiert werden. 
Das wird in den nächsten Wochen ausgearbeitet, sagte die Bundesministerin.
Die Senkung der Mehrwertsteuer würde wieder mehr Investitionen möglich machen. 
Wenn es günstiger ist, kommen mehr Gäste und mehr Übernachtungen.
Die Hotellerie hatte in der Vergangenheit auf eine Senkung der Taxe gedrängt. 

Forum Langenargen   11.01.2018

Kommentar zum Interview von Herrn Wölfle in der SZ auf Seite 17 der Ausgabe vom 11.01.2018
Die großformatige Überschrift lautet: "Wir gehen bei der EBC jetzt drei Schritte zurück".

Wenn man sich den ganzseitigen Artikel anschaut, stellt man fest, dass nur weniger als 30 % des Gedruckten die EBC betrifft!
Der Rest ist anderen Themen wie Flughafen, Haushalt und Verkehr gewidmet. Warum dann diese reißerische Überschrift?
Herr Wölfle sagt in diesem Interview: "Wir gehen drei Schritte zurück und machen das, was andere auch machen,
was aber nicht wirklich innovativ ist". Diese Aussage ist eine Provokation. Der Landrat unterstellt unzähligen Gemeinden
von Konstanz über den gesamten Schwarzwald, die seit Jahren mit einer Papierkarte zur vollsten Zufriedenheit arbeiten,
Rückständigkeit. Er hat offensichtlich keinerlei Kenntnis davon, dass die sog Gesundheitschipkarte nach nunmehr 14 Jahren
Herumdoktern und Kosten von inzwischen zwei Milliarden Euro kläglich gescheitert ist. Die AOK und die TKK mit
zusammen 38 Millionen Versicherten sind ausgestiegen.  Er verschweigt auch, dass Leseterminals an Bussen in Berlin
und Stuttgart wegen Datenschutzproblemen wieder abmontiert werden mussten.
Er behauptet weiterhin: "Die Papierkarte bietet nur einen Bruchteil von dem, was die Chipkartenlösung bietet".
Das Gegenteil ist der Fall: Mit der Konuskarte erhält der Gast freie Fahrt mit Bus und Bahn auf einer Fläche, die
16 mal ! so groß ist wie das Einzugsgebiet von Bodo. Die EBC bietet 100 Anbieter mit Vergünstigungen, die Konuskarte
ca. 200 Anbieter mit Sonderkonditionen. Die Konuskarte hat keine Datenschutzprobleme und kostet nur einen
Bruchteil dessen, was die EBC verschlingt.
Sein Hinweis, die Chipkarte ermögliche eine leichtere Routenplanung und Buchung von Ausflugzielen, ist lachhaft.
Es gibt eine Unzahl von Apps auf den Smartphones, die das auch anbieten. Die Daten auf der Chipkarte können,
ohne dass es der Besitzer merkt, bei Körpernähe zu einer anderen Person z. B. in der Warteschlange vor der Kasse
durch einen Hacker im Supermarkt problemlos abgegriffen werden. Die Papierkarte kennt dieses Problem nicht.
Herr Wölfle hat immer noch nic ht begriffen, dass es bei der Datenschutz-Diskussion darum geht, dass der Datenfluss
nicht wie vorgeschrieben über die Gemeinde, sondern über eine Vermarkterfirma läuft. Die Art der Beschriftung der
Karte ist im Vergleich dazu von sekundärer Bedeutung.
Herr Wölfle weist auch auf das seit 1. Januar eingeführte neue elektronische Fahrgeldmanagement bei bodo hin.
Die Gäste unterstützten mit einer in Langenargen um 60 % erhöhten Kurtaxe die marode Bodo und man muss
nun zusehen, wie das Geld für dieses unnötiges Vorhaben missverwendet wird.
Bei den gegenwärtigen massiven Haushaltsproblemen des Landkreises wäre etwas mehr Weitsicht dringend geboten,
denn trotz Haushaltsdefizit werden weiterhin große Summen bei der sterbenden DBT verbrannt und auch noch
zum Überdruss ein nicht funktionierender, sündhaft teurer Innovationsschnickschnack angeschafft.
Wölfle betont ferner, dass die neue e-Card-Lösung von Bodo für die Einheimischen auch den Touristen angeboten
werden sollte. Es ist völlig unverständlich, was er damit meint.
Wir hatten geglaubt, Herr Wölfle hätte endlich begriffen, wie der gesetzwidrige Datenfluss bei der Erstellung der
EBC nach der Anmeldung von statten geht. Wir wiederholen es nochmals:
Nachdem die Daten des Gastes durch die Gastgeber oder die TI eingegeben wurden, gingen sie direkt! an den
Server von Geios (verboten!). Dabei hatte der Landrat wiederholt behauptet, die Meldedaten gingen direkt an
die Gemeinde. Dort (bei Geios) wurde auf Grund der Gästedaten eine leicht hackbare, verschlüsselte Information
für die Kartenerstellung an das Ausgabegerät des Gastgebers oder der TI weitergegeben. Durch das Auflegen
auf das Ausgabegerät wurden die verschlüsselten Daten auf die Karte übertragen und diese dann freigeschaltet.
Zudem zeigte sich noch, dass Geios mit Hilfe des Subunternehmens Intobis die Kurtaxenabrechnung erstellte.
Geios war also stets Herr der Daten! Wohl das Einzige, was die Gemeinde dazu beitrug, war das Versenden
der Abrechnungen.
Das alles ist aber schon unzählige Male gesagt und geschrieben worden, und er weiß das auch längst.
Er betont trotzdem bei jeder Gelegenheit: "Ich ziehe das durch, ohne Wenn und Aber!"
Wie kommt Herr Wölfle dazu, zu behaupten, alle! Experten würden bestätigen, dass die Chipkarte die Lösung
der Zukunft also des 21. Jahrhunderts wäre? Warum haben die "Häufigreisenden" aller Airlines, aller internationalen
Bahnunternehmen, aller Metros und des Flixbusses immer noch Papierkarten?
Herr Wölfle gibt jetzt endlich zu, dass die EBC deutliche Nachteile für die Kleinvemieter hat. Die Kleinvermieter sind
jedoch die Gruppe, die insgesamt gesehen die meisten Gastgeber und damit die Betroffenen darstellen.
Diese haben einen erheblichen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Hotels. In Langenargen erhöht sich der Preis
für ein Doppelzimmer, welches ohne Kurtaxe 30 Euro kostet, um über 20 %, bei einem Hoteldoppelzimmer mit
einem Preis vom 150 Euro sind es nur 4%. Herr Wölfle erklärte bei diesem Interview, dass er die volle politische
Verantwortung übernehme. So einfach kann man sich das machen! Man fragt sich, übernimmt er auch die finanzielle
Verantwortung für über 2 Millionen in den Sand gesetzte Euro? Die gleiche Frage muß man dann auch den
Bürgermeistern der vier Pilotgemeinden stellen.
Wir weisen nochmals ausdrücklich darauf hin, dass die Entscheidung des Datenschutzbeauftragten über den
Datenfluss noch aussteht. Wir erwarten , dass das Ergebnis für die EBC so niederschmetternd ausfallen wird,
dass die Zukunftspläne von Herrn Wölfle endgültig begraben werden müssen.

Forum Langenargen 11.01.2018

Ergänzung: In der gleichen Ausgabe  der SZ auf Seite 15 spricht Herr Wölfle von einigen Testgemeinden,
es sind lediglich vier von 23, und einigen Vermietern, - es waren jedoch Hunderte.

Wir  sind sehr  gespannt, ob  sich die anderen Pilotgemeinden auch dazu hinreißen lassen, quasi über Nacht
die Kosten für die Kureinrichtungen um 60 % explodieren zu lassen, um die aufmüpfigen Gastgeber zu bestrafen.

Obgleich der Landrat im Mai mit Unterstützung des schlecht informierten Kreistages für  die DBT eine Betrauung
von 1,2 Millionen Euro erwirkt hatte, erreichte er ein halbes Jahr später nochmals, trotz eines deutlichen Haushaltdefizits,
einen weiteren Zuschuss von 800.000 Euro.
Es gibt Bürger, die sprechen diesbezüglich von einer Insolvenzverschleppung.

Leserbrief

Sehr geehrter Herr Landrat Wölfle,

Wie innovativer Fortschritt, im Gegensatz zu Ihren Ausführungen in der SZ, erfolgreich gestaltet wurde, sollten Sie sich
am Beispiel der Schwarzwald Konus Karte einmal anschauen. Im letzten Protokoll der Schwarzwald Card Vollversammlung
vom 06.Oktober 2015; wurde festgelegt Zitat: „das veraltete Chipkarten System ist durch ein modernes Barcode System
nach dem neuesten Stand der Technik für das 21. Jahrhundert ab der Saison 2016/17 zu ersetzen“ und wurde umgehend
ersetzt. Herr Wölfle, nehmen Sie endlich zur Kenntnis, dass der Schwarzwald das 20. Jahrhundert längst verlassen und
auf der Höhe der Zeit im 21. Jahrhundert angekommen ist, von der Sie sich meilenweit entfernt befinden. Wie innovativ
Papier-Tickets mit Bar-Code zum Einsatz kommen, dokumentieren alle fortschrittlichen Unternehmen des 21. Jahrhunderts
darunter alle renommierten Fluggesellschaften. Wer zudem im Besitz eines Smart-Phones ist, kann diese Karte bequem
online draufladen und so auf die Papierkarte verzichten. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass alle im Besitz
eines Smart-Phons sind, ist die Papier-Variante eine logische Alternative und damit völlig gerechtfertigt. Fluggesellschaften
würden doch niemals auf die Idee kommen, bei Mehrfachfliegern dem Passagier eine Plastik-Chipkarte auszustellen.
Herr Landrat Wölfle, hören Sie endlich mit Ihrem verbreiteten Geschwätz des Rückschritts zur Rückkehr des Papier-Tickets
ins 20. Jahrhundert auf. Informieren und orientieren Sie sich lieber an den innovativen Fakten des 21. Jahrhunderts.
Hier dokumentieren Sie in krasser Weise Ihr erschreckendes Informationsdefizit. In welch desolatem Zustand sich die
Bodensee-Gürtelbahn befindet, kann fast täglich aus der Presse sowie von In wütenden Fahrgästen beobachtet werden.
Wir selbst können über eigene negative Erlebnisse darüber berichten. Anstatt den Kunden für die katastrophalen
Zugausfälle, Verspätungen etc. eine Entschädigung zukommen zu lassen, besitzt der Bodo-GF Löffler die Frechheit,
die Preise um 2,9 % mit dem Argument aufgrund gestiegener Energie- und Personalkosten die Fahrpreise erhöhen zu
müssen und dies bei einer abstrusen Gegenleistung. Herr Wölfle, wenn sie erst jetzt aufwachen, dann stellt sich für uns
die Frage, was Sie jahrelang im Wissen um den desolaten Zustand des ÖPNV, eigentlich gemacht haben, außer
phantasielos an der Fahrpreis-Schraube drehen zu lassen. Werbung mit dem ÖPNV auf dieser Bahnlinie ist für den
Pendler und die Schüler eine bodenlose Unverschämtheit, für den Feriengast eine absolute Zumutung und beschämt
die ganze Ferienregion. Das Ganze gipfelt in dem fürchterlichen Marketing Begriff „echt Bodensee“.

Leserbrief von   Klaus-Peter  Frey 11.01.2018

Inzwischen kennen wir die  letzte Kurtaxenkalkulation von Kressbronn.

Dass es sich bei der Kalkulation in Langenargen um Mondpreise handelt, war uns von vornherein klar.
Langenargen liegt mit den Kosten ca. 39 % über denen von Kressbronn. Dort verlangt man aber nur eine Kurtaxe von 2 €.
Wir finden das Rückdatieren der Kurtaxensatzung und den Wucher mit den angeblichen Kostensteigerungen von 60 %
moralisch unverantwortlich und einen Schlag ins Gesicht der Gäste und Gastgeber. Einige Bürger sprechen bereits von
vorsätzlicher Täuschung. Das wird sich sicherlich bald bei den Buchungen bemerkbar machen.
Es wird Zeit, dass die
Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Es fallen bereits Begriffe wie Amtsmissbrauch, Untreue und Verletzung
der Fürsorgepflicht. Die ständige Missachtung der Rechtslage ist grob fahrlässig und schädigt die Gemeinde.
Wir werden in Kürze dank der Ignoranz und mangelnden Sorgfaltspflicht des Bürgermeisters zur Gemeinde mit der höchsten
Steuerbelastung im Bodenseekreis katapultiert.

Beim nächsten Jahresrückblick wird der Bürgermeister wieder verkünden, wie gut es doch der Gemeinde geht, er wird
aber bewusst verschweigen, dass, wenn alle geplanten und seit Jahren verschobenen Vorhaben endlich durchgeführt würden,
wir ein Defizit von über 14,2 Millionen Euro zu beklagen hätten.

Das wären dann ca. 1770 € Schulden pro Kopf! (Siehe Berechnung der immer wieder verschobenen Vorhaben
in der Tabelle bei "Bürgermeinungen 2017" vom 09. August 2017).

(Vor 10 Jahren waren es noch 637 €  - Das entspricht einer Steigerung um 278 %).
Zum Vergleich: Singen 339 €, Owingen 45 €!

Forum Langenagen   08.01.2018

05.01.2018

Fragen über Fragen

Liebe Vermieterinnen und Vermieter,

das neue Jahr hat begonnen, bald werden die ersten Geschäftsreisenden und Gäste anreisen.
Herr Jost war mir nach wochenlangen Fragen und etlichen Mails noch eine Antwort schuldig,
wie es mit der Kurtaxe der Geschäftsreisenden zu handhaben ist, bzw. wann die neue Kurtaxensatzung rückwirkend
zum 1.1.2017 greift. Dort heißt es, dass Geschäftsreisende 3,15 € Kurtaxe zahlen müssen.
Für 2018 habe ich schon Bestätigungen an Geschäftsreisende geschickt, bevor es eine neue Kurtaxensatzung gab.
Jetzt muss ich wohl die Kurtaxe aus eigener Tasche bezahlen.
Ist die EBC überhaupt noch gültig? Kürzlich wurde sie von einem Busfahrer in Tettnang nicht akzeptiert und der Gast
musste zahlen. Auch für uns “Papiermelder” müsste es doch schon ein neues Anmeldeformular geben,
versehen mit einer Gästekarte (siehe 2016).

Meine Fragen an Herrn Jost waren:

Sehr geehrter Herr Jost,                                                     04.01.2018

das neue Jahr hat begonnen, die ersten Feriengäste und Geschäftsreisenden werden kommen.
Bitte beantworten Sie mir folgende Fragen (Frau Abler hat auf mehrere Mails bis jetzt nicht geantwortet):

Wie ist es zu verstehen, dass laut Kurtaxesatzung vom Dez. 2017 Geschäftsreisende rückwirkend zum 1.1.2017
Kurtaxe bezahlen müssen?

Wenn Sie dies aus Kulanz nicht machen würden, warum steht es dann in der Satzung bzw. warum wird uns
dies nicht mitgeteilt?

Müssen wir ab sofort die Papiermeldung machen, oder gibt es bis April noch die Chipkarte?
(Ein Busfahrer in Tettnang hatte die EBC nicht mehr anerkannt
und der Gast musste zahlen).

Für uns Papiermelder müsste es doch ein neues Anmeldeformular geben mit der anhängenden Gästekarte?

Muss mein Gast jetzt noch eine Einverständniserklärung abgeben, oder gilt dies erst ab April?

Vielen Dank im Voraus

Annette Pfleiderer

04.01.2018, Antwort von Herrn Jost:( nach mehreren e-Mails):

Sehr geehrte Frau Pfleiderer,

bitte wenden Sie sich bezüglich Fragen, die mit der Kurtaxesatzung in Verbindung stehen, an die Kämmerei
(Frau Abler, Herr Benz). Im Laufe des 1. Quartals werden die EBC-Chipkarten durch die EBC in Papierformat ersetzt.
Diese Vordrucke werden von der DBT erstellt und den Gastgebern zur Verfügung gestellt.
Solange diese Vordrucke noch nicht vorliegen, können die Chipkarten weiterverwendet werden.
Für die Chip-Karte ist die Einverständniserklärung erforderlich.

Ich sprach dann noch persönlich tel. mit Herrn Jost. Er bestätigte mir, dass bis zur Einführung der Papierkarte alles
beim Alten (wie 2017) bliebe.
Nun wundere ich mich doch sehr, warum § 5 der neuen Kurtaxesatzung rückwirkend zum 1.1.2017 nicht umgesetzt wird.

(1) Jede Person hat Anspruch auf eine Gästekarte.

(3) Die Gästekarte berechtigt zum Besuch und zur Benutzung der Einrichtungen und Veranstaltungen, die die Gemeinde
     für Kur-und Erholungszwecke bereitstellt.

Inzwischen bekomme ich Anfragen von Stammgästen, die mit Interesse die Entwicklung der EBC- und die Berichte im
“Forum Langenargen” verfolgten.
Gäste, die keine Einverständniserklärung unterschrieben haben oder von Familien, die über die Höhe der Kurtaxe staunten.
Wahrscheinlich werden wir noch öfter solche oder ähnliche Gespräche führen müssen:

Eine meiner ersten Feriengäste, Andrea S .aus Ulm fragt :
Stimmt es, dass die Kurtaxe immer noch 3,15 Euro beträgt, obwohl die Gemeinde 2 Klagen verlor?
Leider Ja. Bisher musste die Gemeinde 1 Euro an die Deutsche Bodensee Tourismus(DBT) abgeben – 75 Cent davon
bekam das Zugunternehmen Bodo.
Die eigentliche Kurtaxe betrug nur 2,00 Euro. Die Kurtaxe muss so hoch bleiben, sonst kann die Gemeinde Ihren
vertraglichen Verpflichtungen bis Ende 2019 mit der DBT nicht nachkommen.

Stimmt es, dass es bald gar keine Chipkarte mehr gibt?
Ja, sie hatte keine Rechtsgrundlage und außerdem ist der technische Anbieter pleite.
Jetzt wird erstmal als großartiges Novum eine neue Papierkarte entworfen und Anfang April vorgestellt.
So kann die DBT Zeit schinden, eine neue Chipkarte auf den Weg zu bringen.

Wie kann das Ganze finanziert werden?
Die Gemeinde Langenargen zauberte kurz vor Rechtswirksamkeit des Urteils eine neue Kurtaxenkalkulation
aus dem Hut, rückwirkend zum 1.1.2017.
Die Gemeinde erklärte, dass die 1-Euro Unterstützung für den Nahverkehr jetzt nicht mehr von der Kurtaxe
sondern aus dem Haushalt der Gemeinde bezahlt wird. Wie schön, dann wären wir ja wieder bei 2 Euro Kurtaxe gewesen.
Von wegen: Herr Krafft und der Gemeinderat behaupteten plötzlich, die Kosten für die Kureinrichtungen haben sich in
einem Jahr um 60% verteuert. Deshalb müsse die Gemeinde unverändert 3,15 einziehen. Böse Zungen behaupten,
mit diesem perfiden Trick hebelt er das Vertrauen "Auf Treu und Glauben" aus. Die zusätzlichen gewonnenen 1,15 Euro
verschwinden im Haushalt und werden dann genau aus diesem Haushalt wie ein Kaninchen aus dem Zylinder wieder
herbeigezaubert und der DBT zur Verfügung gestellt. Diesmal zahlen die Bürger und nicht die Gäste.
Geändert hat sich nur die Bezeichnung!

Ist die neue EBC Karte jetzt datenschutzkonform?
Es kommen nun zwei neue Karten aus Papier. Beide erfordern ebenfalls jeweils 3,15 Euro Kurtaxe und das sogar
einen Monat früher als in den vergangenen Jahren.
Die eine Karte bietet einigen wenigen Gästen die für Erholungsorte typischen Vergünstigungen, die andere,
genannt "Prestigekarte", bietet freie Fahrt mit Bus und Bahn, unter der Vorrausetzung, dass die Gäste unterschreiben,
dass ihre persönliche Daten vermarktet werden dürfen.
Das ist natürlich gesetzeswidrig, da dies als Kopplungsvertrag gegen die europ. Datenschutzverordnung  verstößt

Ist das ein Witz?
Zumindest auf die Kosten der Steuerzahler und der Feriengäste. Und für die Geschäftsreisenden, die gar keine
Gelegenheit haben, Erholungseinrichtungen zu nutzen.

Mal sehen wie es weitergeht. Mich wundert es nur, dass die Bürger und die Gemeinderäte da mitmachen?

Ihnen ein erfolgreiches gesundes neues Jahr 2018

Annette Pfleiderer

 

Kommentar:

Liebe Gastgeber/innen,

Wir werden den Eindruck nicht los, dass bei den zuständigen Mitarbeitern des Rathauses Verwirrung, Ratlosigkeit und
Chaos herrscht. In der Eile der Zeit wurde vieles Unausgegorenes produziert und die Folgen der neuen Bestimmungen
nicht vorausgesehen und bedacht. Transparenz ist schön längst ein Fremdwort. Die Verantwortung wir hin und her
geschoben. E- Mails werden nicht beantwortet (keine wertschätzende Kommunikation). Durch die vielen wider-
sprüchlichen Aussagen sind die Gastgeber/innen verunsichert und fühlen sich im Stich gelassen.
Warum gibt es rückwirkend zum 01.01.2017 eine neue Kurtaxensatzung, wenn der darin verankerte
§ 5 nicht eingehalten wird?

Die vierte Kurtaxensatzung ist sicherlich spätestens im Mai vorprogrammiert.
Eine Gastgeberin schreibt: "Ich nehme für ein Doppelzimmer 30 Euro. Die Kurtaxe von 6,30 Euro ergibt einen Aufpreis
von 20%! Bei einem Hotel, bei dem das Doppelzimmer 150 Euro kostet, beträgt der Aufpreis durch die Kurtaxe nur
4 % !" Die Kleinvermieter sind also deutlich benachteiligt.

Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Beschwerde beim Bürgermeister vorzubringen.
Wer schweigt, akzeptiert diese skandalösen Regelungen.

Forum Langenargen  05.01.2018

Ausschnitt aus einem Leserbrief: Uhldingen-Mühlhofen,
Bürgermeister Edgar Lamm zieht Jahresbilanz. 05.01.2018

Die Nabelschau des Bürgermeisters kann ich nicht nachvollziehen. Zunächst werden Gastgeber und der Gastgeber
Uhldingen-Mühlhofen e. V. und in Langenargen die Akteure des Forum Langenargen, die sich in ihrem Widerstand
gegen die Echt Bodensee Card (EBC) durch das Urteil des Verwaltungsgerichts in Mannheim bestätigt sehen, kritisiert.
Es waren hunderte Gastgeber von Langenargen, Immenstaad, Hagnau bis Sipplingen, die die Initiative unterstützten.
Bürgermeister und Gemeinderäte mussten das umstrittene Projekt Echt Bodensee Card nach dem Gerichtsurteil
„auf Eis legen“. Alle Kritikpunkte der Gastgeber bezüglich Datenschutz und unerlaubter Verwendung von Kurtaxegebühren
haben sich bestätigt. Mein besonderer Dank gilt der wiederholten, objektiven Berichterstattung im Südkurier.
Besonders dem bürgernahen Engagement von Frau Cuko. Kein Weg war ihr im vergangenen Jahr zu weit für brandaktuelle
Berichterstattung und sachkundige Hintergrundartikel.
Als besonderen Tiefschlag würde ich gern das Desaster um die Lärmschutzwand an der B31 bezeichnen, denn für
hunderte Anwohner der Straßen Im Sieble bis Aachstraße 34 hat sich die Situation nicht verbessert, sondern im Gegenteil
deutlich nachteilig ausgewirkt. Es wurde lauter statt leiser. Es wäre wünschenswert, dass Bürgermeister und Gemeinderat
für die berechtigten Forderungen der Anwohner die Ohren öffnen und eine Nachbesserung vorantreiben.
Jedenfalls kann von einem Schutz der Bürger keine Rede sein, soweit sind sich Anwohner und Gastgeber einig.
Es wurden zwar Mitte der B 31 einige Betonelemente errichtet, diese verstärken die Lärmbelastung eher, als sie zu mindern.

Peter Groß    10.01.2018

Der SÜDKURIER-Newsletter von Günter Ackermann
04.01.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist eine der weitreichendsten Sicherheitslücken in Computerchips, die je bekannt wurde – und deren Ausmaß
nicht überschaubar ist. Betroffen sind Milliarden Geräte, ob Computer, Smartphones oder Tablets, die einem
potenziellen Datenklau ausgesetzt sind. Mit anderen Worten: Jeder von uns könnte Opfer eines Hacker-Angriffs
werden – oder ist es bereits geworden. Was Sie jetzt wissen müssen und tun sollten, erkläre ich Ihnen hier.

Worum geht es genau?
Schon vor einem halben Jahr haben Forscher die jetzt öffentlich gemachte Sicherheitslücke entdeckt.
Wir waren selbst schockiert, dass das funktioniert“, hat Michael Schwarz von der TU Graz, der dem Team angehörte,
meinen Kollegen vom „Tagesspiegel“ gesagt. Alles, was gerade in den Computer eingetippt wird, könnte laut Schwarz
mitgelesen werden. Potenzielle Hacker könnten so also auch an sensible Daten wie Onlinebanking oder andere
Passwörter kommen. 

Wer ist betroffen?
Die Sicherheitslücke betrifft nicht nur den Branchenriesen Intel. Es geht um Chips verschiedenster Anbieter –
denn die Schwachstelle liegt in einem Verfahren, das branchenweit verwendet wird. Diese Chips befinden sich
in den Prozessoren, die die Rechenarbeit erledigen. Laut Intel-Chef Brian Krzanich kommen diese „im Grunde
genommen in allen modernen Systemen“ zum Einsatz. Und dabei geht es um nahezu alle Prozessoren seit 1995 –
oder anders gesagt: Im Grunde genommen kann bei keinem PC oder Laptop, Smartphone oder Tablet, sogar bei
keinem Router aus den letzten 20 Jahren die Sicherheitslücke ausgeschlossen werden. Intel selbst geht zwar davon
aus, dass das Leck noch nicht ausgenutzt worden ist. Auch dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
(BSI) ist kein Fall bekannt. Genau lässt sich das aber nicht sagen. Denn: Eine Attacke hätte keine Spuren hinterlassen,
so die Sicherheitsforscher. Keiner weiß also, ob das Leck nicht längst ausgenutzt wurde – oder will es nicht sagen.

Was muss man jetzt machen?
„Man sollte jetzt nicht in Panik geraten und sich verhalten wie sonst“, beruhigt Experte Michael Schwarz im „Tagesspiegel“.
Denn die Angreifer müssten erst auf den Computer gelangen. Für Nutzer heißt das also: Keine zweifelhaften Links
anklicken, keine unbekannten Anhänge öffnen. Das BSI rät dennoch dazu, Updates zu installieren, sobald sie vom
Hersteller angeboten werden – das gilt auch für mobile Geräte. Microsoft hat vorgelegt und für Windows 10 schon eines
veröffentlicht, auch für Windows 8 und 7 sollen Updates bereitgestellt werden. 
Morgen im SÜDKURIER werden wir das Thema ausführlich beleuchten. Meine Kollegin Kerstin Steinert hat gerade mit
Jürgen Neuschwander gesprochen, IT-Experte und Professor an der HTWG Konstanz. Was er über die Sicherheitslücke
sagt und was er Privatnutzern rät, können Sie morgen auf der Doppelseite „Leben und Wissen“ lesen.

Schockmeldung für PC Besitzer
In den letzten Tagen wurde bekannt, dass Milliarden! von Computerchips vor allem von Intel seit vielen Jahren ein
Sicherheitsleck aufweisen. Dadurch sind sie anfällig für Spionageprogramme und  Attacken,  mit denen Passwörter
und Kryptoschlüssel gestohlen werden können.
Dies  Erkenntnis ist seit 6 Monaten bekannt, wurde aber bidher geheim gehalten. Man arbeitet fieberhaft an einer Lösung.
Noch ein guter Grund, keine Karte mit Chip einzuführen!
Forum Langenargen 04.01.2018

Diesen Brief bekamen in abgewandelter Form die Gastgeber/innen,
um damit ihre Meinung gegenüber dem Bürgermeister vertreten zu können

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krafft,

Offensichtlich sind Sie ein schlechter und dazu sichtlich gekränkter Verlierer.
Anders ist es nicht erklärbar, dass Sie so rücksichtslos die Abgaben um 60% erhöhen, was wohl deutschlandweit einmalig ist.
Vor einem Jahr war noch keine Rede davon. Ihr Ziel ist einzig und allein, die Gastgeber/innen unter Druck zu setzen.
Dazu ist ihnen offensichtlich jedes Mittel recht. Sie konstruieren einfach nicht nachvollziehbare Mondpreise.
Sie haben erneut über unsere Köpfe hinweg Entscheidungen getroffen, mit denen wir nicht einverstanden sind.
Die Erhöhung der "Erholungsortstaxe" (Langenargen ist ja kein anerkannter Kurort) ist ein Affront sowohl gegen die Gäste
als auch die Gastgeber. Wieso kommt das vergleichbare Kressbronn mit 50% weniger aus?
Kressbronn kann es sich sogar leisten, im letzten Quartal des alten Jahres und im ersten Quartal des Neuen Jahres auf
eine Taxe zu verzichten. Wir haben dadurch einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Seegemeinden.
Der Schlosspark und ein Teil der Promenade waren im ersten Drittel der Saison in einem desolaten Zustand und kaum für
eine Erholung geeignet. Für die 4 Monate Ufer- und Park-Erhaltung, wo die Gäste angeblich zu 80% die Nutzer waren,
wurden 369.000 Euro angesetzt. Wir haben allergrößte Zweifel an der Seriosität dieser Angaben. Die Bücherei verzeichnete
100 Leserausweise für Gäste. Angesetzt wurden dafür unglaubliche 21 000 Euro also 210 Euro für einen Leserausweis.
Für den Preis könnte er auch aus Gold sein!
Angeblich wurden 50% der in der Saison stattgehabten Veranstaltungen im Münzhof von Gästen besucht
(Schätzung von Gemeinderäten). Für den Gästeanteil wurden deshalb 60 000 Euro veranschlagt! Aus unseren Reihen
wurde vorgeschlagen, diesbezüglich die kommunale Aufsichtsbehörde einzuschalten. Würde man, wie Frau Pfleiderer
vorschlug, den Münzhof und die Bücherei streichen, läge die Kurtaxe bei 2,60 Euro.Wir werden die Aufsichtsbehörde
für Finanzen einzuschalten, um diese dubiose Angelegenheit durchleuchten zulassen.
Wir lassen uns übrigens keinesfalls dazu instrumentalisieren, den Gästen rechtswidrige Kopplungsgeschäfte anzubieten
und werden zukünftig nur die Daten weitergeben, die für die Erstellung der "Erholungsortstaxe" vom Gesetzgeber
verlangt werden.
Übrigens: Inzwischen zahlen die Steuerzahler 500.000 Euro für die TI und DBT. Das verdanken wir auch Ihnen.
Ihre Versprechungen wirken wie ein Hohn.
Wir legen größten Wert auf Ihre Auskunft, wo der Betrag von einem Euro an die DBT verblieben ist.
Er müsste ja monatlich längst gezahlt worden sein.
Auch hier werden wir ggf. die kommunale Aufsicht einschalten.

Forum Langenargen   01.01.2017

Wenn vor LA die blaue Karte im See versinkt

PeG – 03. Januar 2018

Das Lied "Capri-Fischer" aus dem Jahre 1949 weckt die Erinnerung an die Aufbruchstimmung früher Jahre
als Eltern und Großeltern der Region zu neuer Blüte verhalfen. Was ist geblieben von dieser Blütezeit.
Verstopfte Straßen und eine desolate Bahn- und Businfrastruktur. Höchste Zeit für Kreispolitiker zu handeln,
wollen sie nicht auch noch die letzten Reste von Ansehen und Respekt verlieren. Der Kreistag stopft Haushaltsloch
mit Verschiebungen, meldet die Lokalpresse. Die Berliner Schnauze würde das vermutlich als Aktionismus bezeichnen.
Für Eltern von Auszubildenden oder Schülern bedeutet es nichts anderes, als dass sie wieder einmal beraubt werden.
Die Kindergelderhöhung von 2 Euro geht auch in diesem Jahr an den Verkehrsverbund bodo, wie bereits vor vier Jahren,
in meinem Leserbrief im Südkurier beklagt. Der Tarif für den Ausbildungsverkehr steigt auf 114,50 Euro monatlich.
Dass es mit dem Kinderland Baden-Württemberg doch nicht so ernst gemeint ist, zeigt mir die Antwort des Landesvaters
auf mein Schreiben vom 30.11.2017 (Forum/Tourismus/30.11.2017. Offener Brief zur Situation im Bodenseekreis).
Er reicht es an das Ministerium für Verkehr weiter, ohne ein Wort der Hoffnung an tausende Eltern im Bodenseekreis
zu richten. Das Verkehrsministerium hat übrigens nicht geantwortet, soviel zum Transparenzgebot des Landes.
Gemeinderat und Bürgermeister in Langenargen zeigten sich bei der Gestaltung der neuen Kurtaxe erneut schamlos.
Als genügte es nicht, dass Kinder mit Gästekarte die FIRLEFANZ – Fantastische Ferienbetreuung kostenlos besuchen,
durften einheimische Eltern dafür bisher 15 Euro, bei 7 Tage Voranmeldung, und 20 Euro als Kurzentschlossene
Tagesbesucher vor Ort bezahlen. Wie sorglos Kreispolitiker mit dem Steuergeld umgehen, mag auch das Beispiel
E-Mobilität im Landkreis zeigen. Immerhin hat der Kreistag für 2017 den Betrag von 350.000 Euro bereitgestellt.
Von 130.500 zugelassenen Autos im Bodenseekreis waren 157 reine E-Autos. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen,
dass die Mittel aus der Kurtaxekalkulation des Jahres 2017 für die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH und ihre
blaue Karte in Höhe von 256.000 Euro (Langenargen) „über Nacht“ herausgenommen wurde. Immerhin wird die
Gemeinde ohne blaue Karte 690.000 Euro aufbringen müssen. Dazu die Kosten für die DBT. Aus welchem Grund nun
aber 3,43 Euro nur in der Hauptsaison als kostendeckend gelten, bleibt unklar und stößt auf die Kritik der Bürger,
weil mit 28 Cent pro Gast und Nacht die Gemeindekasse belastet wird. Kann es da sein, dass nur eine Gemeinderätin,
Silke Falch (Grüne), sich an die Seite der Einwohner stellt und im Südkurier erklärt: „Wir wenden Kniffe an, weil es
rechtlich erlaubt ist“. Sie wünscht sich das Thema blaue Karte grundsätzlich neu zu überlegen Dagegen hofft ein
großer Teil der Bürgerschaft inzwischen auf eine Kontrolle der Rechtsaufsicht. Aber auch, dass ein langgehegter
Wunsch in diesem Jahr in Erfüllung geht und vor LA die blaue Karte im See versinkt.
Ebenso wie vor Eriskirch, Sipplingen und Bodman-Ludwigshafen.

PeG – 03. Januar 2018. Der Herr Ministerpräsident ließ schreiben:

Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 30. November 2017 an Herrn Ministerpräsident Winfried Kretschmann,
in dem Sie die Situation auf der Bodenseegürtelbahnstrecke thematisieren. Herr Ministerpräsident hat mich gebeten,
Ihnen zu antworten. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass es dem Herrn Ministerpräsidenten aufgrund der Vielzahl
von Schreiben und E-Mails, die ihn täglich erreichen, nicht möglich ist, auf jeden Vorgang persönlich zu antworten.
Wir haben Ihr Schreiben daher an das fachlich zuständige Ministerium für Verkehr zur Bearbeitung weitergeleitet.
Ich darf Ihnen die besten Grüße des Herrn Ministerpräsidenten übermitteln und verbleibe selbst mit freundlichen Grüßen –
Leiter Referat Verkehr, zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte, Elektromobilität. 18.Dezember 2017

Aktuelles von der Pokerrunde im Landratsamt

Dem Südkurier war es zum Jahresende 2017 gerade eine 15-Zeilen-Meldung wert.
Trotz Kritik an der EBC will die Kreistagsmehrheit nach vorn schauen. Für den CDU-Fraktionschef
Dieter Hornung (CDU) wäre es Zeit für einen runden Tisch zur Gästekarte. Für   Norbert Zeller (SPD)
ist die EBC als ÖPNV Gratisticket für Urlauber richtig. Für Hans-Peter Wetzel (FDP) haben sich die
großen Erwartungen nicht erfüllt. Der Südkurier meldet: Flop des Jahres: Chipkarte ade.

Die Pokerrunde im Landratsamt wird sich weiterhin nicht in die Karten schauen lassen. Im Gegenteil, sie hofft
auf neue Greenhorns, die frisches Geld auf den Tisch werfen. Dabei ist es schon außergewöhnlich, was sich die
Einheimischen von ihren Volksvertretern bieten lassen. Auch für die Gastgeber wäre es an der Zeit, das Spiel in
trüben Hinterzimmern nicht länger zu dulden. Ab 1.1.2018 gilt der Bodo-Tarif in drei Landkreisen Lindau, Ravensburg
und Bodenseekreis. In Vorarlberg bedeutet Fahrgastzuwachs zugleich mehr Einnahmen, weil mehr Fahrgäste den
ÖPNV nutzen. Im Bodenseekreis bedeutet es höhere Kosten, weil statt in Komfort und Zuverlässigkeit, in unsinnige
Produkte wie e-Card und EBC investiert wird. Die e-Card kennt keine Gruppen-Tageskarte für 16,20 Euro
(Einzelfahrer 15.00 Euro). Die Einzelstrecke kostet 7,50 Euro. Mit e-Card, ohne Fahrtunterbrechung,
in eine Richtung 6,70 Euro (Tarif bodo Freizeittickets). Man kann also bei Ausflugsfahrten die Fahrt nicht beliebig
unterbrechen, ohne einen neuen Fahrschein zu lösen, was mit der Tageskarte ohne Probleme möglich ist. Die Einführung
der e-Card kostet weit mehr als 6 Millionen Euro und für die EBC sind auch schon 2,5 Millionen Euro in den Sand gesetzt
worden, wobei immer noch eine Frage bleibt, wo denn die Einnahmen aus der erhöhten Kurtaxe geblieben sind.
Es sind immerhin ca. 500.000 Euro über deren Verbleib keine Auskünfte erteilt werden.

Langenargen / Leutkirch: Wohlfühllandschaft im Nachbarland

Man muss Bürgermeister Krafft und der Mehrheit des Gemeinderates vorhalten, dass sie die Gemeinde zu einem dieser
leblosen, kalkweißen Schlaforte entwickeln, die es tausendfach in Deutschland gibt. Zwischen Kiosk auf der
Strandpromenade und eintönigen Reihen- und Mehrfamilienhäusern unzähligen Schildern, unbequemen Bänken und
Industrielampen an der Promenade, wird es schwer, den alten Kurort wiederzuerkennen. Die Bedingungen für das Prädikat
Kurort hat Annette Pfleiderer in
http://www.forum-langenargen.de/Tourismus genannt. Wenn die Streuobstwiese am
Mooser Weg der Bauspekulation geopfert wird, verliert die Gemeinde einen weiteren Ort, an dem Natur für Familien
erlebbar wird. Die Erkenntnis, dass früher Obst auf Bäumen wuchs, konkurriert mit dem Sehen, dass Äpfel heute in
Plantagen mit 3–Meter–Fahrgassen reifen. Angesichts brauner Streifen unter den Pflanzenreihen lauten Kinderfragen
immer öfter, ob die Äpfel von Pflanzenschutzmitteln vergiftet sind. Das Konzept Center Parcs Allgäu dagegen lockt mit
tropischem Badeparadies, 750 Ferienhäusern, Shopping Mall, einem attraktiven SPA und umfangreichem Naturerlebnis
in einer faszinierenden Landschaft, in der man keinen Spatenstich macht, ohne zuvor nachzudenken, wie dieser an
anderer Stelle ausgeglichen werden kann. Natürlich denkt man nicht daran, eine Kurtaxe zu erheben oder sich an einer
EBC zu beteiligen. Man wird die Gäste durch attraktive Angebote vor Ort halten und nicht zuschauen, wie sie das Geld
woanders ausgeben (Eröffnung Herbst 2018, bereits buchbar).

Peter Groß    01.01.2018

Was fällt auf der Langenargener Homepage auf ?

Im Gegensatz zu früher muss schon ab 01. 03. die volle Kurtaxe bezahlt werden, obgleich die offizielle Saisoneröffnung
erst am 01.04. stattfindet.

 

Es wird weiterhin mit insgesamt acht E-Bike Ladestationen geworben, obwohl von Anfang an dazu keine Möglichkeit bestand,
weil die Boxen für die üblichen Akkus zu klein sind.

 

Die Ladestation für E-Autos wird überhaupt nicht angenommen, weil das Prozedere zu umständlich ist.
Die dazu benötigte Karte war bisher in Langenargen nicht zu bekommen. Außerdem dauern die Ladevorgänge viel zu lange.

 

Die Auswertung beim Schadensmelder funktioniert seit drei Jahren nicht, somit hat der Bürger keine Transparenz über
die Art des Schadens und die Bearbeitung.

Die letzte Gemeindestatistik bezieht sich auf das Jahr 2014 !
Trotz mehrfachem Hinweis, werden immer noch kostenlose Vorteile mit der EBC genannt, die sowieso für jeden Bürger frei
sind, wie der Kunstpark am See, die Promenadenkonzerte, Jazz Summer Jam sowie Kinovorstellungen.

Es wird immer wieder das Hallenbad genannt, das jedoch immer von April bis September geschlossen ist.

Besondersauffallend ist unter der Überschrtift "Datenschutz" folgender Satz: "Ein Weitergeben der personengebundenen
Daten an nichtöffentliche Stellen erfolgt nicht."

Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit! Siehe unsere Grafik bei "Tourismus" vom 29.11.2017:

"Verflechtungen der Gemeinde mit GEIOS  und der DBT"

Forum Langenargen    01.01.2018

Wir wünschen Ihnen ein frohes, gesundes Neues Jahr!

https://www.youtube.com/watch?v=tkAwq2_9Ndg

Forum Langenargen   31.12.2017

Fazit nach dem Erstellen einer neuen Kurtaxensatzung.

Obgleich die Gemeinde Langenargen gegen das Urteil des VGH Mannheim Revisionsbeschwerde eingelegt hat,
präsentiert sie schon wenige Tage später eine sehr fragwürdige neue Kurtaxensatzung und gibt damit zu,
dass sie nicht damit rechnet, dass sie Erfolg haben wird. Selbst Geschäftsleute, z.B. auch Messebesucher müssen
jetzt Kurtaxe bezahlen, obwohl sie die Erholungseinrichtungen gar nicht nutzen können. Desgleichen gilt für die
jährlich zweimal eine Woche ganztägig dauernden Notfallseminare für jeweils 120 angehende Notärzte.
Die meisten Gemeinden handeln diesbezüglich aus moralischen und auch Wettbewerbsgründen ganz anders.
Wir würden uns über entsprechende Buchungsrückgänge nicht wundern.
Ab sofort gibt es zwei papierene Gästekarten. Beide kosten 3,15 Euro Kurtaxe.

Auffallend ist vor allem, dass wiederum ein Kopplungsvertrag geplant ist, der nach der Europ. Datenschutzverordnung
eindeutig untersagt ist (endgültiges Inkrafttreten im Mai 2018), denn nur diejenigen, die eine Einverständniserklärung
abgeben, dass ihre Daten vermarktet werden dürfen, erhalten quasi als Belohnung freie Fahrt mit Bus und Bahn.
Ob das bei den desolaten Zuständen bei der Bahn eine Belohnung oder eher eine Strafe ist, bleibt abzuwarten.
Die 1,15 Euro, die ursprünglich für die DBT vorgesehen waren, werden nun nicht mehr durch die um 60 % erhöhte
Kurtaxe finanziert, sondern von der Gemeinde, also von den Steuerzahlern. Mehrfach hatte der Bürgermeister in
der Vergangenheit betont, dass die Steuerzahler auf keinen Fall belastet würden. Nun haben wir das Ergebnis.
Die Bürger wurden hintergangen.
Man sollte meinen, dass nunmehr die Kurtaxenerhöhung wieder entsprechend reduziert würde, weil nun der Grund
für die Erhöhung wegfällt. Dies ist aber leider nicht der Fall. Für viele überraschend wurde plötzlich eine abenteuerliche,
nicht nachvollziehbare Kostensteigerung bei den kurrelevanten Einrichtungen um genau diese 60 % ins Feld geführt.
(Übrigens ist Langenargen kein staatlich anerkannter Kurort, sondern nur ein anerkannter Erholungsort).
Durch diesen Gipfel der Scheinheiligkeit wurde die Rückkehr zur ursprünglichen letztjährigen Kurtaxe von 2 Euro
ausgehebelt und die Gastgeber müssen hilflos zuschauen. Sie wurden wiederum nicht gefragt. Böse Zungen behaupten,
das gliche einer  postpubertären Trotz- und Racheaktion mit unterschätztem Bumerangeffekt.
Wir können uns kaum vorstellen, dass die anderen  "Pilotgemeinden" ähnlich mit Ihren Bürgern verfahren.
Nachdem wir inzwischen nachweisen konnten, dass der Datenfluss, entgegen der Behauptung der DBT, nicht
datenschutzkonform abgewickelt wurde, warten wir seit Wochen diesbezüglich dringend auf einen Bescheid des
Datenschutzbeauftragten.

P.S.: In den letzten vier Wochen hatten wir 16.700 Besucher im Forum Langenargen.
 

Forum Langenargen,  unterstützt von Annette Pfleiderer

25.12.2017

Südkurier 29.12.2017

 Peter Groß: Leserbrief an Südkurier Konstanz. 29. Dezember 2017

Leserbrief zu: Flop des Jahres EBC - Chipkarte ade. SK Bodenseekreis. Katy Cuko. 29.12.2017

Gratis fahren bis 1.1. 2018 lautete die frohe Botschaft des Verkehrsverbund bodo vor wenigen Tagen für e-Card Kunden.
Gratis fahren mit der EBC geht seit einigen Monaten, weil das Check in – Check out Prinzip nicht funktioniert.
Mit dem vermutlich mehrere hunderttausend Euro teuren Fahrtentgeltausfall werden Berufspendler und Ausbildungsverkehr
(Schüler, Auszubildende) belastet. Die jüngste Preiserhöhung wurde auf 2,9 % festgelegt.
Gegründet wurde die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT) im März 2013 und wie es scheint, gehört die Produktion
von versuchten Rechtsbrüchen zum Geschäftsmodell, das meine ich, dem Urteil des Verwaltungsgerichts Mannheim
entnehmen zu können (Datenschutz, Kurtaxe). Dazu kam eine digitale Katastrophe nach der anderen. Jetzt ist die DBT
bei der Einführung einer Papierkarte angekommen, die sich unter dem Namen KONUS vor elf Jahren schon im Schwarzwald
bewährt hat. Der Unterschied zwischen Bodenseekreis und Schwarzwald besteht wohl hauptsächlich darin, dass der
Schwarzwald sich touristisch entwickelt und der Bodenseekreis zunehmend zurückfällt.
Wann begreifen Land- und Kreisrat endlich, dass es mehr touristischen Verkehr im ÖPNV nicht geben kann, bevor die
gravierenden Mängel abgestellt sind? Die Mängelliste der DB Regio wird täglich länger und es steht als Grund im Raum,
dass vom Verkehrsminister wohl die Züge gekürzt wurden. Martin Hahn (MdL, Grüne) zweifelt inzwischen sehr deutlich daran,
dass sich in den nächsten Jahren etwas ändert.
Seit der legendären SPD-Testfahrt vor einem Jahr ist die Situation schlimmer als zuvor. Viele Eltern finden es für das
Kindeswohl schädlich und wollen nicht länger zusehen, wenn es für hunderte Schüler und Berufspendler immer wieder heißt
– zurückbleiben im eiskalten Morgennebel. In Bezug auf die Fahrgastrechteregelung sind Schüler ohnehin rechtlos, wie der
Verkehrsverbund bodo immer wieder betont und zunehmend mit Ablehnung auf Elternkritik reagiert.
Es ist unverständlich, wozu eine DBT überhaupt benötigt wird. In das Innovativ genannte bodo e-Card System haben die
Busunternehmen zwei Millionen, das Land Baden-Württemberg zwei Millionen und die Landkreise Bodenseekreis und
Ravensburg zusammen zwei Millionen Euro investiert. Nur damit ca. 3.000 Gelegenheitsfahrer, von denen 500 die Karte
zur Einführung geschenkt bekamen, sich das Fahrgeld vom Konto abbuchen lassen.
Für Berufspendler und Schüler gibt es noch keine Softwarelösungen. Es scheint unmöglich die EBC Gästekarte einzubinden
und direkt mit den Gemeinden abzurechnen. Einsparungen von weit mehr als 25% sind möglich, bei Verzicht auf die DBT,
die bisher mehrere Millionen in den Sand gesetzt hat. Es gibt funktionierende Kartensysteme, die als Chipkartensystem für
Hochschulen erfolgreich sind und von ÖPNV, Bibliotheksgebühren bis Wäschetrocknernutzung alles möglich machen.
Nur eben nicht im Bodenseekreis, wo ja auch Bahnen und Busse ausschließlich im
Dieselbetrieb vergangener Jahrzehnte verkehren.
Die letzten Anhänger der DBT, also wenige Land-, Kreis- und Gemeinderäte sollten endlich begreifen, dass es besser ist,
nicht nur die EBC, sondern auch die e-Card auf ewig einzufrieren und mit der nächsten Trump – Mission auf den Mond
zu schicken.

Frage zum Schluss: Wer weiß, wo die ca. 500.000 Euro aus dem Kurtaxe-Aufpreis geblieben sind?

Peter Groß

Kommentar einer langjährigen Gastgeberin

3,15 € Kurtaxe sind für viele Gäste ein Hinderungsgrund, ihren Urlaub in Langenargen zu verbringen.
Diese sehen nicht „1 € mehr für kostenlos Bus und Bahn fahren“, sie sehen, dass 44,10 € Kurtaxe für ein Ehepaar,
das eine Woche Urlaub im Langenargen verbringt, auch ein schönes Abendessen geben würde.
Kostenlos Bus und Bahn fahren können die Leute am Untersee schon seit vielen Jahren. Die Kurtaxe beträgt dort
in 2018 maximal 2,00 €, incl. 200 Vergünstigungen. Die Verwendung der VHB-Karte funktioniert einwandfrei, problemlos
und mit geringem Aufwand. Man hätte das für Bodo nur übernehmen müssen – schon wäre der komplette deutsche
Bodensee kostenlos mit Bus und Bahn zu erkunden gewesen. Auch die Lesegeräte für Barcode sind weitgehend vorhanden,
die Bodensee-Erlebniskarte arbeitet mit diesem System. Akzeptanzstellen wie Strandbad oder Schlossturm wären froh gewesen,
müssten sie nicht noch ein weiters Lesegerät aufstellen. Kosten für die neuen EBC-Lese-Geräte und deren Installation wären
auch entfallen. Die Lesegeräte, die in Bus und Bahn vorhanden sind, können den Barcode offensichtlich jetzt schon lesen.
Der Untersee setzt für kostenlos Bus und Bahn fahren rund 0,42 € an, am Obersee wird weit mehr als das Doppelte verlangt.
Was ist der Grund dafür?
„Wir sind die teuersten, aber wir sind auch die Besten“ sagte Bürgermeister Krafft in der Gemeinderatsitzung zur Erhöhung
der Kurtaxe. „Nicht über 3 €“ baten Hoteliers und Vermieter in einer Stellungnahme vor der Entscheidung. Aber wen interessiert
die Meinung der Vermieter? Offensichtlich weder Bürgermeister noch Gemeinderat. Offenbar verkennen sie auch die Situation
der Langenargener Uferpromenade. 80% der Kosten/Aufwendungen der Promenade bezahlen Urlaubsgäste über die Kurtaxe
(anteilig ca. 1,50 pro Tag und Person). Keinen Cent bezahlen die vielen Gäste aus den angrenzenden Landkreisen, die im
Sommer mit Liegestuhl, Luftmatratze und Kühlbox bewaffnet in die Anlagen liegen.

Über die unzähligen Radfahrer, die ihre Räder –trotz Willkommensinseln- in die Anlage legen, spricht auch niemand.

So sieht es dann abends auf der Promenade aus:

Das alles bezahlen unsere Urlaubsgäste über die Kurtaxe. Urlaubsgäste liegen nicht in die Promenade, sie gehen kostenlos
ins Strandbad. Außergewöhnlich ist auch, dass in Langenargen die Hauptsaison schon ab 1.März beginnt (volle Kurtaxe),
wird doch erst Mitte/Ende April Saisoneröffnung gefeiert. Still und heimlich bezahlen nun auch alle Messeaussteller und
Kongressteilnehmer 3,15 € Kurtaxe. Das trifft auch z.B. rund 120 Notärzte, die im Frühjahr und im Herbst –meist auf eigene Kosten-
eine sehr anstrengende Weiterbildung absolvieren. Auch sie bezahlen jetzt pro Tag 3,15 € Kurtaxe dafür, dass sie 7 Tage lang einen
medizinischen Lehrgang besuchen.

Das Kartengebäude ist endlich zusammengestürzt und hat sehr viel Geld mitgerissen.
Die Erkenntnis, dass wir eine Papierkarte brauchen, hat 2,5 Mio € gekostet.

Frau Pfleiderer hat sich die Mühe gemacht, die vorherige und jetzige Kurtaxensatzung miteinander zu vergleichen.

Unter vielen Ungereimtheiten fällt auf, dass im § 4 der Begriff „Kureinrichtungen plötzlich durch den
Begriff  „Erholungseinrichtungen“ ersetzt wurde.
Das warf die Frage auf, ob Langenargen überhaupt ein staatlich anerkannter Kurort ist.
Interessant ist diesbezüglich ein Schreiben einer Mitarbeiterin der TI.
Auskunft einer Angestellten der TI auf die Frage, was Langenargen Kurortspezifisches bietet:

"Spezielle Kureinrichtungen, wie sie in Begriffsbestimmungen für die Prädikatisierung von Kurorten
niedergeschrieben sind, gibt es in Langenargen nicht. Allerdings gibt es Veranstaltungen und

verschiedene Leistungen."

(z. B. Besteigung des Schlossturms, Promenadenkonzert). Dazu passt auch der Text in der Homepage der Gemeinde:
"Langenargen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort nach § 4 der Gemeindeordnung von B. W."

In der  a l t e n  Satzung wird übrigens einleitend erwähnt, dass die Gemeinde ein anerkannter Erholungsort ist.
Diese Aussage erscheint in der neuen Satzung nicht mehr.

Wir haben also keine Kureinrichtungen, sondern Erholungseinrichtungen!
Genau genommen haben wir dann auch keine Kurtaxe, sondern eine Erholungstaxe.

Wir liegen mit dieser Taxe unter den Top Ten Deutschlands, wobei Langenargen der einzige Ort ist, der keine staatliche
Anerkennung als Kurort besitzt.
Wie kann es sein, dass ein Ort, der keine Zertifizierung als Kurort besitzt, also keine speziellen Kureinrichtungen vorweist,
eine derart hohe Taxe erhebt?
Diese Taxe ist nicht gerechtfertigt und bedarf noch intensiver Prüfungen durch eine kommunale Aufsichtsbehörde.
Es kann doch nicht sein, dass sie sich in einem Jahr um 60 % erhöht hat!
Sie ist ein Affront gegen die Gastgeber und die Gäste. Dazu kommt noch die Tatsache, dass schon immer ortsfremde
Personen, z.B. Geschäftsreisende, obgleich sie die Erholungseinrichtungen gar nicht nutzen können, ebenfalls zur Kasse
gebeten werden. Nachbarorte, wie z. B. Kressbronn, werden von all diesem profitieren und die hiesigen Hotels werden
das bald zu spüren bekommen.

P.S.: In Paris, einer Stadt, die sicherlich Einiges mehr bietet, wie z.B. große wunderschöne Parks mit bequemen Bänken und
alten Laternen mit warmen Licht, kostet die Touristiksteuer nur 2,45 Euro.
Es gibt wunderschöne kostenlose Aussichtspunkte. In manchen Parks sieht man gläserne Vitrinen mit unzähligen Büchern.
Man kann kostenlos Bücher entnehmen und stundenlang auf einer der schönen Sitzgelegenheiten lesen.

Anbei die Kriterien für die Zertifizierung als Kurort:
Was zeichnet einen Kurort aus und welche Kriterien muss er erfüllen?

Das Prädikat Kurort muss sich eine Gemeinde verdienen. Dafür muss die Gemeinde oder der Gemeindeteil viele
Auflagen erfüllen. Sind die Kriterien erfüllt, weisen sie die entsprechende Qualität auf und werden sie staatlich anerkannt,
gibt es den Titel Kurort. Grundvoraussetzung ist das
Angebot an Heilverfahren und medizinischen Therapien,
die mit Hilfe von natürlichen Heilmitteln durchgeführt werden. Zu diesen Heilverfahren zählen beispielsweise Moorbäder,
Trink- und andere Wasserkuren sowie Sonnenlichttherapien. Viele Kurorte haben sich auf ein bestimmtes Heilverfahren
spezialisiert oder bieten mehrere unterschiedliche an. Um diese Therapien anbieten zu können, muss ein Kurort über
eine bestimmte Anzahl an Einrichtungen und Betrieben verfügen. Das ist ein weiteres Kriterium, um das Prädikat
"Kurort"
zu erhalten. Die medizinische Versorgung muss demnach gewährleistet sein. Des Weiteren muss der Kurort über einen
entsprechenden Ortscharakter sowie eine gute Infrastruktur verfügen. Er sollte beispielsweise einen Kurpark sowie
ein umfassendes Angebot an Freizeitaktivitäten bieten. Kultur- und Sportangebote sowie Restaurants und Hotels müssen
in einem Kurort in angemessener Zahl vorhanden sein. Des Weiteren müssen Kurorte bestimmte Entfernungen,
wie beispielsweise vom Ortskern bis zum Strand, einhalten. Damit sich Körper und Geist ideal erholen können,
spielt die
Umgebung eine große Rolle. Meer, Berge und Wälder tragen zur Erholung bei. Diese Landschaftsmerkmale
prägen oftmals einen Kurort. Auch hier lässt sich erneut die wichtige Rolle der Natur und der natürlichen Heilmittel eines
Kurortes erkennen. Ebenso wichtig oder sogar noch wichtiger ist der Zustand von Boden, Wasser und Luft.
Sie dürfen keine Belastung durch Schadstoffe aufweisen.
Sind all diese, weitere oder nur ein Teil der Kriterien erfüllt und staatlich anerkannt, hat sich ein Kurort seinen Titel verdient.
Doch der Titel besteht nicht lebenslang. Um die Qualität eines Kurortes zu sichern, werden diese Kriterien immer wieder
untersucht. Werden die Auflagen nicht mehr erfüllt, kann das Prädikat wieder entzogen werden.
Erstaunlich ist, dass in der Homepage der Gemeinde Langenargen unter der Rubrik "Bürgerservice" ein ähnlicher
Hinweis gedruckt ist. Soll das vielleicht eine Art Petition sein, um die ersehnte Klassifizierung zu erlangen?
Wenn man diesen Text aufmerksam liest, erkennt man, dass Langenargen die Kriterien für die Bezeichnung
„Kurort“
nicht erfüllt.

Bemerkung:
Kostenlose Turmbesteigung gibt es auch in Friedrichshafen (Moleturm), Promenadenkonzerte kann dort jeder unentgeltlich hören.
Die Festsetzung des einheimischen Anteils an der Nutzung der Angebote liegt dabei im Beurteilungsspielraum
der Gemeinderäte, z. B. Nutzung der Promenade in der Saison zu 20% .
Der Steuerzahler muß nun trotz den wiederholten Beteuerungen des Bürgermeisters, dass die Bürger nicht
belastet würden, 533.265 € schultern!

Das Wort EBC wird nun möglichst vermieden, dafür spricht man jetzt von einer Gästekarte.

Forum Langenargen   20.12.2017

Wird etwa gelogen bis sich die Gleise biegen?

PeG 21. Dezember 2017 – Meine Meinung

Die diesjährige Weihnachtsüberraschung scheint auf den ersten Blick geglückt.
Der Tarif steigt um 2,9 %. Der Verkehrsverbund greift den Fahrgästen beherzt in den Geldbeutel und bevor diese rufen können
„Haltet den Dieb“, ist man auf und davon. Betroffen sind, wie immer in diesem Land, das sich auch Kinderland
Baden-Württemberg nennt, in der Hauptsache Eltern und Kinder, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.
Nun verkündet man ein neues, größeres Verbundgebiet, vergisst aber, dass mehr Menschen dann bezahlen und eine
Preiserhöhung schon aus dem Grund unnötig ist.
Erklären Sie mal einem Kind das achte Gebot: Du sollst nicht stehlen. Das Fahrgeld für die Schülermonatskarte wird
regelmäßig abgebucht und genauso regelmäßig fällt der Zug um 6:58 Uhr aus oder der Bus ist so überfüllt, da kommt
keiner mehr rein. Im Laufe des Jahres kommen da leicht 30 Bahn- oder Busausfälle zustande.
Die Fahrt in eine Richtung kostet 1,91 Euro mal 30 sind das 57,30 Euro. Die Fahrt mit der Monatskarte kostet 2,53 Euro
oder 151,50 Euro monatlich. Bodo sagt nichts. In Langenargen ließ man am Mittwoch (20.12.) vierzig Fahrgäste aufgrund
von Überfüllung stehen. Wie viele auf dem weiteren Weg dazukamen, wird nicht gesagt. Ob nun der Landtagsabgeordnete
Martin Hahn wütend ist und eine Rote Karte zeigt ist, unerheblich, der Verkehrsverbund bodo,
die DB lachen über die Geduld der Einheimischen im Bodenseekreis – allerdings nur bis sich tausende Stimmen erheben
und rufen Echt Bodensee Card und bodo zurückbleiben, wir wollen keine Lügen oder unfähigen Bahnmanager mehr.
Wir fordern den Anschluss an den Verkehrsverbund Vorarlberg, weil die Österreicher nicht nur im Nachtzugverkehr
ausgeschlafener sind, sondern einen Jahrestarif von 365 Euro in einem vergleichbar großen Verbund bieten.
Das Verkehrsministerium hat am 07. Dezember 2017 das Sonderprogramm zur Schienenfahrzeugförderung aufgestellt.
Landesmittel in Höhe von 60 Millionen Euro stehen hierfür in den Jahren 2017 bis 2019 zu Verfügung. Damit können
insgesamt 92 Stadt- und Straßenbahnfahrzeuge, Eisenbahnfahrzeuge, Zweisystemfahrzeuge gefördert werden.
Nur im Bodenseekreis scheitert die DB auch weiterhin allein an der Ersatzteilbeschaffung, und neue Züge zu beschaffen
scheint ihr unnötig.
Wie lange meint man eigentlich noch, uns für dumm verkaufen zu können. Warum beginnt der Verkehrsverbund bodo mit der
Installation eines eCard Systems für über 10 Millionen Euro bei so schlechtem Fahrzeugbestand? Die eCard für ca. 2.500
Gelegenheitsfahrer ist übrigens die einzige Ursache für die Preiserhöhung von 2,9 %. Im vergangenen Jahr wurden
bereits 2,9 % Überschuss erwirtschaftet, die für höhere Personal-, Energie- und Vertriebskosten ausreichend gewesen wären.
Noch im September 2017 hat bodo von einem Plus von 3,4 %, einer kräftigen Zunahme der Fahrgastzahlen im Berufsverkehr
um 5,9% und Einnahmezuwachs von 8% im Jahr 2016 geschwärmt. Und durch die Einführung der Echt Bodensee Card in
vier Gemeinden sind schätzungsweise mindestens 500.000 Euro an Fahrgeldeinnahmen erwirtschaftet worden, die sich
möglicherweise nie mehr auffinden lassen. Bodo zieht sich auf die Erklärung „Betriebsgeheimnis“ zurück. Im Landratsamt
hält man sich für „nicht zuständig“ und in den Gemeinden Langenargen, Eriskirch, Sipplingen und Bodman-Ludwigshafen
will man sich wohl wieder einmal nicht öffentlich erklären.

Liebe Gemeinderäte, Ihr habt die Pflicht, das abzuklären und nachzufragen, kraft Amtes, das auch Ehrenamt genannt wird.

Die Luftrettung soll wirklich besser werden

Die Luftrettung in Baden-Württemberg soll besser werden und wird dazu genau überprüft, meldet eine 17-Zeilen
Meldung des Südkurier am 18.12.2017.
Der Airport Friedrichshafen erhält 17,4 Millionen Euro, 3,8 Millionen mehr als geplant. Erhöht wird das Eigenkapital,
das sich in den kommenden Jahren in Luft auflösen wird.
Die Echt Bodensee Card wird jetzt verdoppelt, dabei verschweigt man in der Pressemitteilung schamhaft die
verlorenen Jahre, die angehäuften Verluste in Millionenhöhe und eine Erklärung zum Verbleib derEinnahmen aus
der Kurtaxe, die vermutlich in den Tresoren der DBT liegen. Seit 2013 basteln der Landrat und seine Gefolgschaft
an der Datenkrake, unterstützt von Politikern, die um ihren Listenplatz fürchten und phantasielosen Touristikern,
denen es an echten Visionen mangelt – man bleibt gehorsam und tut seine Pflicht.
Die SPD hat erneut kostbare Zeit vertrödelt, seit sie im Januar 2017 zur Testfahrt mit der Bodenseegürtelbahn aufrief.
Die Genossen hocken, scheint es, in diesem Jahr in ihren Filzpantoffeln, hinter dem Ofen - beim Glühwein mit
der CDU und lauschen lächelnd dem Lied Alter Sozialdemokrat. Bis 2023 wird sich nichts ändern und keine
Verbesserung einstellen, meinen ja auch die Grünen.
Wo bleibt die Hoffnung, wo bleibt das Positive?
Das Forum Langenargen steigt in der Beliebtheit seiner Leser*innen und erreicht fast 17.000 Leser im letzten Monat.
Von Langenargen bis Berlin und Bremen. Vor allem aus dem Kreis der Gäste und Gastgeber, die mit dem Forum
Langenargen und Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. damit auch höchst erfolgreich für die touristische Destination
Bodenseekreis werben.
Unsere Forderung zur Luftrettung lautet, dass die benötigten, nachtflugtauglichen Hubschrauber sofort zum Einsatz
kommen. Wir werden an der Meinungsbildung künftig verstärkt mitwirken, indem wir die Arbeit erfolgreicher
Lokalpolitiker und engagierter Bürger*innen sowie ihre vorbildhafte Leistung für das Gemeinwesen herausstellen.

PeG   20.12.2017

Südkurier 20.12.2017   Katy Cuko

 

Bahnen zocken zur Urlaubszeit ab - Doppelte Fahrpreise

Gegen die Bevölkerung gerichtet - Hohe Preise für Fahrscheine der Bahnen.
Die Zugreise für Familien, auch für Einzelreisende, zeigt zur Ferienzeit (Weihnachtszeit) Merkwürdigkeiten auf.
Das private Staatsunternehmen "Eisenbahn" richtet sein Preissystem auf Angebot und Nachfrage aus.
Das Beispiel im Selbstversuch bei Fahrkartenbuchung für die Weihnachtsferien zeigt bei gleicher Strecke Preise,
die gut doppelt so hoch sind, im Vergleich zur Nicht-Ferienzeit.
Hat der öffentliche Personen-Reiseverkehr keinen öffentlichen Auftrag mehr??
Abgezockt, gemolken, über'n Tisch gezogen und ausgenutzt.
Auf der anderen Seite wird von CO² Einsparung gepredigt und ein Wechsel von verstopften Straßen auf die Schiene
propagiert. Für viele ist bei diesen Bahnpreisen das Flugticket eine bessere, weil schnellere, Alternative!
Wenn die Bahn bei erhöhtem Bedarf mehr Züge einsetzen würde, ohne erhöhte Preise, wäre es besser für die Reisenden.
Stattdessen erhöht man die Preise. So kommt erheblich mehr Geld ohne Aufwand in die Bahnkassen.
All dies empfinde ich zumindest als parasitär.
Alles ist durch Eingabe verschiedener Reisedaten selbst
nachvollziehbar.

ETI   19.12.2017

Eine Tarantella für die Zipfelmützen

(PeG) 16.12.2017. Meine kleine Glosse zur Langenargener EBC - Posse

Die Tarantella ist ein süditalienischer Volkstanz für die von der Spinne, der Schwarzen Witwe gebissenen.
Sie sollen durch den wilden Tanz vom Gift befreit werden. Wie oft kamen sie schon ins Haus der Patienten,
die Langenargener, Immenstaader, Hagnauer, Sipplinger oder Uhldinger Gastgeber und sie begannen zu
spielen; die Gebissenen tanzten bis zur völligen Erschöpfung, um das Gift der Echt Bodensee Card aus
dem Körper zu treiben. Wäre es so einfach, ich bin sicher die Gastgeber würden aufspielen bis zur
Erschöpfung, um der letzten Schlafmütze die Augen zu öffnen. Es gibt noch ein Lied von dem Barden
Degenhardt, der in „Alte Sozialdemokraten“ die Probleme der Sozialdemokraten vertont hat.
Gertrud Reiß (SPD) und Albrecht Hanser (FWV) haben sich durch ihre Enthaltung eine Nachdenkzeit
verschafft. Silke Falch (Grüne) hat das falsche Spiel durchschaut und ehrlich wie sie ist, sagt sie es laut,
um größeres Unrecht zu verhindern.

Gerechtigkeit geht ganz anders, liebe Sozialdemokraten, in keinem Fall so, dass Schüler einen Zusatzfahrschein brauchen,
wenn sie vor 13.30 Uhr, vom Weg abweichend, mit Bahn oder Bus fahren. Oder selbst Kindergartenkinder zur Kasse gebeten
werden, obwohl Hunde gratis fahren. Gerecht ist sicher auch nicht, dass Teilzeitbeschäftigte so viel mehr bezahlen müssen
wie ein Tourist. So möchte ich das Lied „Alte Sozialdemokraten“ von Franz-Josef Degenhardt zur Sinnfindung empfehlen,
obwohl es bei den Jusos im Liederkranz fehlt.
Dass Ihr nun im Kreis- oder Gemeinderat den Angriff auf die Geldbeutel eurer Nachbarn, Freunde und Genossen unterstützt,
ich kann es ebenso wenig verstehen, wie Eure Zustimmung zu der Erpressung durch die DBT, weil es die EBC nur dann gibt,
wenn man seine Daten missbrauchen lässt. Wie viel Geld fließt doch gleich aus Gemeindekassen an die völlig phantasielose
DBT? Muss sie da noch Kundendaten versilbern? Warum wird die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Kosten für die Pflege
von Ufer, Park, Münzhof oder den Betrieb des Schlossturms getäuscht, nur um Mittel freizumachen, für ein Unternehmen wie
die Deutsche Bodensee Tourismus (DBT), das niemand braucht? Wie kann eigentlich ein Buchprüfer unter solchen Umständen
einen Prüfbericht erstellen, dem fehlen doch viele erforderliche Rechnungen? Hört man im Gemeinderat die Signale der
Unzufriedenen nicht und deren Rufe nach der Verbesserung des ÖPNV? Gerade neu bekommen die Fahrgäste der Verbindung
Berlin / München für eine halbstündige  Verspätung eine Entschuldigung der Bahn und Gutscheine im Wert von 50 Euro.
Als Weihnachtsgeschenk wäre das prima für Berufspendler und frierende Kinder, die oftmals über eine Stunde warten müssen.
Natürlich wissen wir, dass das Geld für Stuttgart 21 gebraucht wird. Jeder ausfallende Zug spült neue Euros in das Stuttgarter
Loch. Vom Bodenseekreis bis Sylt ein hübsches Sümmchen. Es fällt der DB schwer, Fahrgäste zu entschädigen. Aber ist das
nicht auch ein Fall von wiederholter Leistungserschleichung, die umgekehrt für Fahrgäste 60 Euro kostet? Im Jahr 2016
saßen etwa 481 Gefangene wegen Schwarzfahrens in Gefängnissen des Landes. Von der DB-Bürokratie keiner.
Gerade für Kinder ist es unmöglich, bei Bus- oder Zugausfall ein Taxi zu bestellen. Wenigstens einmal im Jahr sollte man
sich schuldig bekennen und mit einer Rückvergütung von 60 Euro so etwas wie Schmerzensgeld erstatten. Die Namen und
Bankverbindungen der Abo-Kartenbesitzer sind bei bodo, dem für die Abwicklung zuständigen Verkehrsverbund bekannt.
Eine Entschädigung könnte auch als Vorabzug gewährt werden. Gleiches sollte denen zu Gute kommen, die sich mit einer
Beschwerde wegen einer Verspätung beim Verkehrsverbund bodo oder der Deutschen Bahn - DB Zug Bus, Regionalverkehr
Alb-Bodensee GmbH, Karlstraße 31-33, 89073 Ulm bereits gemeldet haben.

Offener Brief an die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte
von Annette Pfleiderer vom 11.12.2017

Sehr geehrte Gemeinderätinnen,
sehr geehrte Gemeinderäte,

gestern stimmten die Mehrheit von Ihnen einer neuen Kurtaxensatzung, übrigens die dritte in einem Jahr, zu.
Welch Possenstück wir gestern in der Gemeinderatssitzung erleben durften:
Da wurde uns eine abenteuerliche Kurtaxenkalkulation präsentiert und Sie denken, die Kuh ist vom Eis,
die Hausaufgaben gemacht.
So schlägt z.B. die Bücherei mit 21.075 € zu Buche. Für die ca.100 Leseausweise bei 260.000 Übernachtungen
schlage ich vor, die Bücherei aus dem Angebot zu nehmen. Des Weiteren ist mir unklar, warum der Münzhof
mit 54.050 Euro kurtaxefähig ist. Weil man tagsüber rein sitzen kann? Auch dies würde ich in dem Fall aus dem
Portfolio streichen. Und schon wäre die Kurtaxe bei 33 Cent günstiger.
Vielleicht könnte man noch für die Begehung von Promenade und Ufer für Tagesgäste 50 Cent ansetzen,
anstatt die Kosten von 368.864 € auf die Übernachtungsgäste umzulegen. Das macht 1,65€ / Nacht bei 223.265
kurtaxepflichtigen Übernachtungen.
Was mir jedoch völlig schleierhaft ist: Wie finanziert sich die TI? Aus Steuergeldern 310.000 € ?
Die Gemeinde hat laufende Verträge mit der DBT bis ins Jahr 2019. Laut diesen Verträgen müssen 25 Cent
pro Übernachtung an die DBT abgeführt werden. Ohne diese 25 Cent funktioniert der Verwaltungsapparat / Werbung
DBT nicht. Es müssen Gehälter und Miete gezahlt werden. Diese dürfen aber nicht über die Kurtaxe abgerechnet werden.
Es fällt aber ein jährlicher Betrag von ca. 65.049 Euro an, den die Gemeinde trotzdem zu zahlen hat.
In der Kurtaxenkalkulation ist der Anteil von Bodo nicht aufgeführt. Der ist allerdings kurtaxefähig. Wie kann es sein,
dass der Anteil Bodo nun von unseren Steuergeldern finanziert wird und unsere Kinder 40 € für die Monatskarte zahlen
müssen? Die Kurtaxe müsste nach Ihren Berechnungen 4,06 € ( 3.31€ + 75 Cent BODO) sein. Damit die Kosten
einigermaßen gedeckt sind, käme dann noch ein Anteil für die TI dazu. In der Kurtaxenkalkulation vermisse ich die
Einnahmen aus Parkgebühr, Ticketverkauf (Veranstaltungen), sonstige Touristiksteuern.
In Mannheim stand die Gemeinde Langenargen vor dem VGH und es wurde sehr wohl die Kurtaxensatzung zerpflückt.
Deshalb ist die KTS auch in Gänze ungültig. Die Kurtaxesatzung liegt in der Verantwortung der Gemeinde.
Man kann sich also nicht damit herausreden, dass Langenargen ja gar nicht der “Wirt” (sondern die DBT).
Die Kurtaxensatzung mag nun vielleicht auf rechtlichen Beinen stehen, aber ehrlich gesagt hat sich nicht viel geändert.
Ja - der Gast bekommt nun wieder eine Gästekarte, mit denselben Leistungen wie 2016, nur dass er jetzt halt 3,15 €
dafür bezahlt. Diejenigen, die eine Einverständniserklärung abgeben, die ja laut Gericht nicht eingefordert darf,
dürfen Bus und Bahn fahren. Im Schwarzwald gibt es die Gästekarte für jeden mit freier Bus- und Bahnfahrt inclusive.
Zusätzlich gibt es die Hochschwarzwaldcard. Diese Premiumkarte kostet 5,34 €/Nacht (ab 2 Übernachtungen).
Aber auch im Schwarzwald muss das Procedere der Einverständniserklärung nun geändert werden. Die jetzige
Kurtaxensatzung ist nur möglich, da BM Krafft eine Revisionsbeschwerde eingelegt hat und die Gemeinde bis zur
Feststellung des Gerichts über die Rechtmäßigkeit des Antrags, geltendes Recht “überbrücken” kann.
(Übrigens nur 2-3% der Revisionsbeschwerden sind erfolgreich). Wäre das Urteil am 6.12.2017 rechtskräftig geworden
und die Kurtaxensatzung am 6.12.2017 ungültig, hätte die Gemeinde theoretisch die 1,15 € / Übernachtung
zurückzahlen müssen (sofern die Rückzahlungsforderungen von den einzelnen Gästen gekommen wären).
In der neuen Kurtaxesatzung müssen Geschäftsreisende rückwirkend bis 1.3.2017 Kurtaxe zahlen. Wie soll dies denn
gehen? Immerhin hatten Sie zwei mutige Frauen in Ihren Reihen, die sich gegen dieses Konstrukt aussprachen.
Am 13.12.2017 kommt die Gesellschafterversammlung der DBT zusammen und Sie dürfen auf die Neuigkeiten gespannt
sein. Beim Datenschützer des Landes Baden-Württemberg liegen zur Zeit auch noch mehrere Beschwerden vor,
so auch von einem Gast aus Langenargen.
Ich würde mich freuen, wenn man bei weiteren touristischen Entscheidungen die Gastgeber vorab informieren
oder befragen würde. Nur so kann die Kluft geschlossen und das Vertrauen wiederhergestellt werden.

Mit freundlichem Gruß
Annette Pfleiderer
apluse@t-online.de

Zu wenig Weihnachtsgeld für die Tourist-Info

(PeG) 12. Dezember 2017 – Meine kleine Glosse zu der Langenargen Posse.

Seitdem die neu geschaffene Verwaltungszone Tourismus Langenargen unter direkter Kontrolle einer
Wirtschaftsorganisation namens Deutsche Bodensee Tourismus steht, könnte man meinen,
das persönliche Prestigeobjekt des Landrats Lothar Wölfle soll in eine Sonderwirtschaftszone nach
chinesischem Vorbild entwickelt werden. Um eine Auszeichnung, wie die einer Exzellenzkommune zu erringen,
bedarf es einer klugen Führung durch den Landrat. Aber es wurde wohl nur ein Kriterienkatalog entwickelt,
dem zufolge „Gesetzestreue, moralisches Wohlverhalten, Gehorsam, Aktivitäten im öffentlichen Interesse
sowie Umweltschutz“ nachdrücklich eingefordert werden.

Im Landratsamt war man vermutlich verärgert, dass sich die Gastgeber aus einer Notwehrsituation heraus so heftig
gegen eine Gästekarte zur Wehr gesetzt hatten, mit der Übernachtungsgäste, gegen jede wirtschaftliche Vernunft,
solidarisch zur Finanzierung des ÖPNV und der Gemeindeinfrastruktur gezwungen werden sollten. Diese Karte hätte
eine laufende Datenerhebung ermöglicht und den ständigen Zugang zum Konto der Vermieter gestattet. Wie vom
Verkehrsverbund bodo (e-Card) bekannt wurde, wird das Kundenkonto bei bodo durch Abbuchung automatisch aufgefüllt,
sobald das Guthaben auf fünf Euro gesunken ist. Gleiches wäre für den Einzug der Kurtaxe ebenso möglich.
Nur geht es dabei nicht um Schritte bis 100 Euro, sondern in der Hauptsaison oft weit darüber. Die Verfügungsgewalt
über das Geschäftskonto läge damit nicht mehr allein beim Gastgeber.
Die anhaltende Verweigerungshaltung der Gastgeber forderte die Gemeinderäte und den Bürgermeister heraus.
Obwohl vermutlich viele der zahlreichen Gemeinderäte in den Pilotgemeinden die Verträge mit der DBT nicht verstanden
hatten, scheiterten sie diesmal zusätzlich im Fach Gleichbehandlung. Hier muss die Frage zulässig sein, ob es nicht
völlig übersehen wurde, dass Gebührenschuldner neben gewerblichen Gastgebern, auch private Zimmervermieter
(z.B. Airbnb), Zweitwohnungsbesitzer, Hundehalter, Boot- und Campingbusbesitzer, Wildcamper oder im Ort übernachtende
Lastwagenfahrer sind, die im Rahmen der Gleichbehandlung zur Kurtaxe beitragen müssen, wie jetzt auch geschäftlich
Reisende. Eine weitere Einnahmequelle ist die Fremdenverkehrsabgabe.
Schließlich müssen die Fördermittel des Bundes, des Landes- und Einnahmen aus der Wirtschaftsförderung heraus-
gerechnet und berücksichtigt werden, um alle Zweifel an der Höhe und Rechtmäßigkeit der Kurtaxe ausräumen zu können.
Es kann nicht ausbleiben, dass die Fachaufsicht der Gemeindeprüfungsanstalt des Regierungspräsidiums Tübingen zur
Feststellung des Sachverhalts angerufen werden muss.
Weder Gastgeber noch Gäste sind Gänse, die man nach Belieben rupfen kann, auch wenn das Weihnachtsfest so kurz
bevorsteht und die Mitarbeiter der Tourist Information auf eine Sondergratifikation hoffen. Das könnte auch die
Teilnahme an der nächsten Tourismusbörse sein. Es ist höchste Zeit, den Dienstleister TI an eine standardisierte,
vergleichbare Leistungsbeschreibung zu binden, wenn es denn klappen soll mit dem Gehört werden, an dem der
Landesvater Kretschmann seit vielen Jahren arbeitet. Inzwischen ist die Frage aber, ob die Politik die Bürgerin oder
den Bürger überhaupt hören will. Es ist bereits auf den ersten Blick erkennbar, dass die vorgelegte Kalkulation den
anrechnungsfähigen Aufwand unzulässig übersteigt und was hilft es der TI, wenn sie den Gästen in der nächsten
Saison erklären muss, aus welchem Grund der Blumenschmuck bei den Herbergen durch Trauerbeflaggung ersetzt
wurde. Mehr Weihnachtsgeld für unbezahlte DBT Mitarbeit - das   könnte ebenso einer der Hauptgründe für die Erhöhung
der Kurtaxe gewesen sein.

EBC : Gästekarte bleibt Anwalts Liebling
(PeG) 11. Dezember 2017 - 

Am 1. Dezember hatte der Landtagsabgeordnete Martin Hahn (Grüne) noch genug von den miserablen Verhältnissen
auf der Bodenseegürtelbahn.  Wenige Tage später erkennt er, dass weder die Finanzierung über die Kurtaxe noch
der Datenschutz der Echt Bodensee Card rechtskonform sind und die Kurtaxe-satzungen rund um den See erneut
angepasst werden müssen. Er spricht im Südkurier von einer echten Krise und einem Akzeptanzproblem,
das sich nicht wegdiskutieren lässt. Weil er nun aber in der Gesellschafterversammlung der Deutschen Bodensee
Tourismus GmbH (DBT) sitzt, sieht er viele Probleme nicht.

Fortan dürfen die Gemeinden den 25% Anteil für die DBT dann aus der Gemeindekasse bezahlen. Gemeinderäte haben wohl
zu wenig vom Protest gegen steigende Abgaben für Kindergarten- oder Friedhofsgebühren gehört. Der Betrag verschwindet
erneut geräuscharm aus den Schatullen der Tourist Informationen, die ohnehin mit ca. 50 % aus den Gemeindekassen
finanziert werden. Das sind jährlich nahezu 500.000 Euro pro Gemeinde, neben Bettengeld, Kurtaxe oder Fremdenverkehrs-
abgabe. Diese müssen Apotheker, Bäcker Handwerker und Dienstleister bezahlen, bevor sie als Preisaufschlag beim Kunden
ankommen. Es folgt die lange Liste von Instandhaltungen und Reparaturen, die von der Gemeindeverwaltung nicht ausgeführt
werden. Abwasser, Straßenschäden bis Schulgebäude, die Liste wird immer länger. Besonders ärgerlich bleibt, dass für das
Wohlgefühl der Gäste vor Ort, dafür war die Kurtaxe ursprünglich gedacht, nicht ausreichend Geld zur Verfügung steht.
Natürlich gehören auch die vom Bürgermeister Krafft verursachten Prozesskosten dazu, die nur dazu dienen, die DBT noch
länger am Leben zu halten. So bleibt die EBC Anwalts Liebling, bis auch der letzte Einheimische erkannt hat, dass die DBT gar
nicht Leistungsträger der EBC ist, denn das ist der Verkehrsverbund bodo und die Gemeinden. Also viel Geld für nichts?
Ich habe die Befürchtung, dass noch nicht einmal der 75% Anteil für Fahrtkosten aus den EBC- Einnahmen an bodo gezahlt
wurde. Eine Nachfrage, es war schon die zweite, wurde nicht beantwortet. Bereits seit Monatsanfang liegt ein Brief bei der
Fachaufsicht des Landratsamtes Bodenseekreis. Kreis- und Gemeinderäte wurden angefragt und können alles im Forum
Langenargen nachlesen (1.12.2017/Brief an das Landratsamt Bodenseekreis/Bürgermeinungen 2017).
Ob eine Gästekarte in der gegenwärtigen Situation des Öffentlichen Nahverkehrs bei Bahnen und Bussen überhaupt eine
Zukunft hat, bleibt fraglich. Die zunehmenden Beschwerden bei bodo, dem Kreis, bis in die Landeshauptstadt Stuttgart zeigen
eines auf: Für Touristen ist im angestrebten Umfang kein Platz. Es wird noch nicht einmal an einer Planung für Fahrgäste
aus sechs Millionen Übernachtungen gearbeitet. Bahnen und Busse scheitern am Regelverkehr ebenso, wie bei
Sonderveranstaltungen. Dann stellte sich die Frage nach den kommenden Baustellen von Friedrichshafen bis Lindau.
Natürlich wird es nicht ausbleiben, dass die schnelleren Züge zwischen Singen und Stuttgart ein höheres Fahrgastaufkommen
für die Bodenseegürtelbahn nach sich ziehen. Die Nutzung der neuen Doppelstock-Züge Intercity 2 auf der Gäubahn ist
preisgünstig und attraktiv. Die Züge können zum Nahverkehrstarif, mit Monats- und Jahreskarten für Berufspendler und
Schüler genutzt werden. Allein aus dem bisher vermuteten Schuldenstand der DBT kann es nur eine Lösung geben:
Lieber ein Ende mit Schrecken, bevor der Schuldenstand bei der DBT den Schuldenstand des Friedrichshafen Airport
erreicht hat. Danach erst könnte man mit der die Planung für eine erfolgreiche Gästekarte beginnen. Nur nicht mit Dilettanten,
sondern mit erfahrenen, verantwortungsvollen und leistungsfähigen Verkehrsunternehmern.

P. Groß: Leserbrief an Schwäbische Zeitung. 10. Dezember 2017

EBC: Gegner halten Datenfluss für unzulässig. Schwäbische Zeitung vom 07.12.2017

Man könnte fast meinen, wir befinden uns in einer Seifenoper. Ratlosigkeit ist eingezogen in die Gemeindesäle am
deutschen Bodenseeufer. Es ist richtig, EBC Gegner halten Datenfluss für unzulässig! Die Zuhörer der Verhandlung
vor dem Verwaltungsgericht Mannheim erlebten fünf richtig gut ausgebildete Richter, man könnte meinen mit Röntgenblick,
die von der Klageschrift des Fachanwalts Dr. Seith beeindruckt waren. Mit dem Geschick eines Pathologen hatte er das,
vielleicht sogar gut gemeinte, Vertragswerk der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH seziert. Das Richterkollegium
bemühte sich mit engelsgleicher Geduld dem Bürgermeister Achim Krafft und seiner Rechtsvertreterin die Mängel des
Vertragswerkes aufzuzeigen. Sehr zum Leidwesen der Klägerin, weil dieser Prozess mit jeder Minute teurer wurde.
Alle im Gerichtssaal konnten dem Prozess folgen, nur eben der Bürgermeister Krafft nicht. Es wurde ihm also nochmals
erklärt, dass man persönliche Daten nicht einfach fremden Menschen, dazu für Werbe- und Marketingzwecke, überlassen kann.
Und die Kurtaxe war eben auch nicht dazu gedacht, für beliebige Zwecke verwendet zu werden. Es ist bundesweit geltendes
Recht, dass die Marketingkosten einer Vertriebsfirma (DBT) aus der Kurtaxe nicht bezahlt werden dürfen. All das hätten
die zahllos vertretenen Juristen im Landratsamt, Kreisrat und Gemeinderäten dem Bürgermeister schon zu Beginn des
Vorhabens, also vor fast fünf Jahren erklären können. Auch die Mitglieder des Baden-Württembergischen Landtags verfügen
über hoch honorierte Rechtskundige und die Mitglieder des Bundestages aus dem Kreis hätten sich beraten lassen können.
Es gibt da eine Einrichtung, die nennt sich parlamentarischer Dienst des Bundestages mit Dienstsitz in der Landeshauptstadt.
Aber aus den Augen aus dem Sinn, könnte man meinen. Bundes- und Landespolitiker wollten mit dem wichtigen Thema nichts
zu tun haben. Man hätte ganz viele Gastgeber von Langenargen bis Konstanz fragen können, ob sie denn so eine Karte gerne
hätten, schließlich kennen sie ihre treuen Gäste am besten. Diese riefen schon früh ach und weh. Hätte man sie erhört,
wäre der Schaden gering geblieben.
Glücklicherweise gab es mit Dr. Walter, einen die Wahrheit liebenden Arzt, der fast 35 Jahre als Facharzt für Innere Medizin in
Langenargen tätig war. Ein Mensch mit humanistischer Bildung, einem offenen Ohr und guten Ratschlägen für seine
Mitmenschen und immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Annette Pfleiderer kennt man gut und alles Weitere findet man
im Forum Langenargen, wie auch manches in der Schwäbischen Zeitung. Insgesamt eine recht große Gemeinschaft, die ganz
weit entfernt ist von dem, was man gemeinhin als Querulanten bezeichnen könnte. Dazu hunderte Gastgeber aus
Traditionsbetrieben, die teilweise so lange am Bodensee wirken, dass sich ihre Gründungsgeschichten bis in ferne
Jahrhunderte zurückverfolgen lassen. Da schmerzt es schon, wenn der Bürgermeister ohne den Rückhalt des Gemeinderates
erneut einen Rechtsstreit vom Zaun bricht oder der Landrat eine Bürgerfragestunde insgesamt auf 15 Minuten begrenzt und
auf Bürgerfragen, man könnte sagen, nur mit Hohn und Spott reagiert. Ein demokratisches Gemeinwesen braucht etwas
mehr als markige Sprüche, möchte ich dem Landrat Wölfle noch mit auf den Weg geben und hoffe der Dr. Walter und seine
Gemeinschaft findet noch viel Zuspruch und viele unerschrockene Mitstreiter.

Richtigstellung zum Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 07.12.2017

EBC: Gegner halten Datenfluss für unzulässig

Bei der Frage nach dem Datenfluss, sagte der Landrat wörtlich: "Die Daten fließen verschlüsselt direkt zur Gemeinde,
sie landen weder bei der DBT noch bei BODO."
Wir wissen aber schon lange, dass das nicht stimmt und die Daten vom Gastgeber und sogar von der TI primär zu Geios,
dem Vertragspartner der DBT gehen (wurde dokumentiert). Die Falschaussage wurde bis heute von Herrn Landrat Wölfle
immer noch nicht korrigiert. Herr Hess von der DBT gibt die Falschaussage wenigsten zu, formuliert aber anschließend
selbst eine neue Unwahrheit, indem er behauptet, die Kurtaxeabrechnung in Langenargen wäre nicht von Geios erstellt
worden. Wir haben 11 Zeugen, vor denen der zuständige Touristikmanager, Herr Jost, neulich in einer Gastgeberversammlung
eindeutig erklärte, dass Geios bisher die Kurtaxenabrechnung erstellte. Wir fanden heraus, dass die Erstellung der Abrechnung
mit Hilfe des Subunternehmens Intobis erstellt wurde.
Da Geios inzwischen vermutlich insolvent ist, ist nicht auszuschließen, dass nun eine andere Firma damit beauftragt
wurde. Auch in diesem Fall gibt es ggf. ein neues Datenschutzproblem.
Weiterhin wurde auch trotz Rücksprache mit Frau Pfleiderer nicht erwähnt, dass einer ihrer Gäste unter Vermittlung unseres
Rechtsanwalts eine Beschwerde beim Datenschutzbeauftragten eingereicht hat, weil trotz seines ausdrücklichen Wunsches
seine Daten nach der Abreise nicht gelöscht worden sind.
Im Endeffekt ist die Anpassung der Kurtaxenordnung nur eine Farce. Das Problem wird lediglich vor sich hergeschoben.

Forum Langenargen  09.12.2017

 

Kurzinterpretation der Grafik

Nachdem die Daten des Gastes durch den Gastgeber bzw. in der TI eingegeben wurden, gehen sie direkt zu Geios.
Dort wird auf Grund der Gästedaten eine verschlüsselte Information für die Karte erstellt, die an das Kartenausgabegerät
des Gastgebers oder zu dem der Ti geht.
Durch das Auflegen auf das Ausgabegerät werden die Daten auf die Karte übertragen und gleichzeitig wird die Karte
freigeschaltet. Inzwischen stellte sich heraus, dass Geios mit Hilfe des Subunternehmens INTOBIS auch die Kurtaxen-
abrechnung erstellt. Die Daten Geschäftsreisender, die keine Kurtaxe bezahlen müssen, landen ohne ihr Wissen
ebenfalls auf dem Server von Geios, obwohl diese weder für die Erstellung der EBC noch für die Kurtaxenabrechnung
erforderlich sind. Die Daten der Gäste, die keine EBC wünschen, findet man ebenfalls auf dem Geios-Server.
Trotzdem müssen sie die erhöhte Kurtaxe bezahlen.

Die einzelnen Schritte wurden, soweit möglich,  meist im Beisein von Zeugen dokumentiert
Der  Rest  wurde durch Hinweise von kompetenten  Insidern ergänzt.

Sollte die Grafik die Wirklichkeit nicht exakt abbilden, wären wir für eine Richtigstellung dankbar.  

Forum Langenargen    29.11.2017

Die ganz eindeutige Verletzung des Datenschutzes und die Irreführung von Gastgebern und Gästen wurde vor einigen
Tagen an den Landesbeauftragten für den Datenschutz (LfD)
gemeldet.
Übrigens, die Begrüßungsmail, die die Gastgeber häufig an die Gäste im Vorfeld verschicken, landet, nicht wie vermutet,
ausschließlich beim Gastgeber, sondern ohne dass der Gast es erfährt, gleichzeitig bei Geios.
Auch diese Datenschutzverletzung wurde inzwischen angezeigt.
Weitere erhebliche Datenschutzverstöße werden in Kürze veröffentlicht.
Noch vor wenigen Wochen behaupteten Landrat Wölfle, Herr Hess und einige Bürgermeister wider besseren Wissens
bezüglich des Datenschutzes wäre alles geregelt und es gäbe keine Beanstandungen.
Als wir daraufhin ein schriftliches Testat verlangten, zeigte sich, dass gar keines existierte!
Die Kreisräte/innen und Gemeinderäte/innen wurden ebenfalls hinters Licht geführt und sprachen den Protagonisten
trotzdem das Vertrauen aus.

Forum Langenargen    30.11.2017

Kein Geld für ÖPNV Innovationen in der Regio
(PeG) 06. Dezember 2017.

Was haben wir da gelacht. Der Bodenseekreis als führende Innovationsregion? Nein, schon das war ein Irrtum.
Die Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) meinte natürlich „Baden-Württemberg
soll die führende Innovationsregion Europas bleiben.“ Noch 2010 hatte Norbert Zeller (SPD) gewisse Hoffnungen,
es könnte ein Interesse bei der Landesregierung bestehen, etwas zur Förderung des Öffentlichen Verkehrs in der
Bodenseeregion (Bodensee-S-Bahn) beizutragen.

Anlass war damals der Vorstoß des Städtebundes Bodensee mit seinen 24 Kommunen aus Deutschland, der Schweiz
und Österreich, die Position der Bodenseeregion im Wettbewerb mit anderen Regionen zu stärken. Dabei sollte der
öffentliche Verkehr und dessen Vereinheitlichung im Dreiländereck eine entscheidende Rolle spielen.
Die damalige Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU), erklärte im Juni 2010 jedoch sehr deutlich, dass für eine
(Bodensee) S-Bahn erhebliche Investitionen in die Infrastruktur notwendig seien, wofür kein Geld auf absehbare Zeit
vorhanden sei.

Schon damals wäre es möglich gewesen, nach dem Vorbild der Berchtesgadener Landbahn, einen vorbildhaften Schienen-
verkehr einzurichten. 2006 haben die Regentalbahn AG, grenzüberschreitend, gemeinsam mit der Salzburg AG für Energie,
Verkehr und Telekommunikation als Bietergemeinschaft den Zuschlag für den Betrieb der Bahnstrecke erhalten.
Die Berchtesgadener Land Bahn fährt von Freilassing über Bad Reichenhall nach Berchtesgaden (Länge 35km).
Sie verfügt über modernste Triebfahrzeuge „FLIRT“ mit behindertengerechter Ausstattung, 1. Klasse Abteile, WC im Zug.
Für hohen Kundenservice sorgen Schaffnerinnen und Schaffner. Betreiber der Infrastruktur ist die DB Netz AG. Und im
Salzburger Land sorgt die OMEGA cool - Card für gute Laune im Ausbildungsverkehr, weil das landesweit gültige
Ticket nur 98 Euro ganzjährig kostet und Sitzplätze für ALLE bietet – das ganze Jahr natürlich.

Als jetzt die Ministerin Hoffmeister-Kraut feinsten Goldstaub verteilend, durch die Gänge notleidender Unternehmen streifte,
in ihrem Schlepptau der Wahlkreisabgeordnete Martin Hahn (Grüne), noch immer glühender Verehrer der Echt Bodensee Card,
waren viele gespannt. Vermutlich kam ihm kein Wort nach einer Verbesserung des Nahverkehrs über die Lippen.
Hoffmeister-Kraut ist als Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau auch für Arbeit und Wohnungsbau zuständig. 
Die Presseberichte schwiegen schamhaft dazu, denn Arbeit könnte man auch mit den Fahrtbedingungen im Ausbildungs-
verkehr sowie für Berufspendler verbinden. Es wäre ein besserer Gesundheitsschutz für Pendler im ÖPNV dringend notwendig.

Rechtzeitig vor Nikolaus holte Hahn dieser Tage die Rote Karte heraus und erklärte gegenüber dem Südkurier: „Ich muss hier
zu drastischen Maßnahmen greifen, damit endlich etwas geändert wird.“ Er fordert seinen Parteifreund, sind ja alles Freunde
und Freundinnen bei den Grünen auf, „in ein Mahnverfahren einzusteigen, an deren Ende als letzte Konsequenz die Kündigung
des Vertrages mit der Deutschen Bahn stehen könnte.“ Könnte, denn die etwas Älteren erinnern sich an den legendären
16. Februar 2017, jenen Tag also, an dem der Landtagsabgeordnete Hahn im Südkurier erklärte: „ Die erste Abmahnung ist
fällig.“ Das war wenige Tage nachdem die SPD ihre tollkühne „Testfahrt auf die harte Tour“ (20.01.) hinter sich gebracht hatte.
Nichts hat sich bisher geändert? Die Bahn fährt immer noch satte Profite für Stuttgart 21ein. Dabei sollte man sich besser mit
dem Vorarlberger Verkehrsverbund oder der ÖBB verbünden.

Bodo hat vor kurzem das sogenannte E-Ticket eingeführt. Die Resonanz ist bisher sehr verhalten.
In diesem Zusammenhang präsentieren wir nachfolgenden Bericht aus den Niederlanden:

Erfahrungen mit der Chipkaart in den Niederlanden

VCD NRW und Pro Bahn NRW veranstalteten im letzten November eine Tagung zu dem Thema.
Dort berichteten Vertreter des niederländischen Fahrgastverbandes ROVER über die Erfahrungen in Holland,
wo seit 2005 in Rotterdam und seit 2012 in den gesamten Niederlanden das eTicket eingeführt wurde.
Ziele waren eine bessere Einnahmenverteilung zwischen den Verkehrsbetrieben und eine bessere Planung.
Die Zahlung sollte nach Kilometern statt nach Tarifzonen erfolgen, es sollte eine Karte für alle öffentlichen
Verkehrsmittel geben, Schalter und Automaten entfallen und eine automatische Aufladung möglich sein.
- Es wurden jedoch auch Nachteile des Systems deutlich:

  • Das Ein- und Auschecken wird oft von den Fahrgästen vergessen, Zeitkarteninhaber müssen ebenfalls
    ein- und auschecken, beim Übergang zu anderen Verkehrsbetrieben muss erneut ein- und ausgecheckt werden,
  • das Aktivieren der Karte ist kompliziert, da je­des Verkehrsunternehmen sein eigenes System hat,
  • die Gruppenpreise sind zu kompliziert, in der Praxis passen nicht alle Reiseprodukte auf eine Karte,
  • für Touristen ist das System problematisch, weil sie nicht wissen, wo und wie sie die Fahrkarten erhalten und
  • es gibt Staus beim Ein- und Aussteigen.
  • Außerdem sind manche Bahnhofstunnel, die z.B. Stadtteile miteinander verbunden haben, nicht mehr öffentlich
    zugänglich und das Einkaufen im Bahnhof ist ohne Fahrkarte nicht mehr möglich.

Nach Einführung der OV-Chipkaart wurden Fahrgastverluste verzeichnet bzw. wird die Fahrgastentwicklung geheim gehalten.
Daher lautete das Fazit von Rover: Das System wurde am Fahrgast vorbei nur für die Interessen der Verkehrsunternehmen
entwickelt.

A. Pfleiderer 04.12.2017

Herrn Ministerpräsident
Winfried Kretschmann
Staatsministerium
Baden-Württemberg
Richard-Wagner-Straße 15

Offener Brief zur Situation im Bodenseekreis.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,
heute möchte ich Ihnen zwei Schriftstücke schicken, die bald ein Jahr auseinanderliegen. Der Anlass ist die Mitteilung
einer Mutter zur Situation auf der so bezeichneten Bodenseegürtelbahn. Eine etwa 75 Kilometer lange, meist eingleisige,
Strecke von Lindau nach Radolfzell. In der kurzen Nachricht drückt sich das Leid einer Mutter aus, dass viele hundert
Menschen im Kreis teilen.
Während im Großraum Stuttgart zahllose Entschuldigungen seitens der Bahn ausgesprochen werden, es unterschiedliche
Rabattaktionen und Vergünstigungen gibt, erscheint es vielen Menschen so, dass der Bodenseekreis zwar zu den
„Genussecken“ des Landes gehört. Bundes- und Landespolitiker kommen gelegentlich auf einige Häppchen vorbei,
schlotzen ein Viertele und sind verschwunden, als wären sie nie da gewesen. Wir bleiben mit den ungelösten Problemen
zurück. Sicher gab es zahllose Investitionen, kürzlich ein neues Darlehen an den Airport Friedrichshafen in Höhe von
17,5 Millionen Euro. Davor zur Einführung einer e-Card, die den Fahrschein ersetzen soll, zwischen 8 und 9 Millionen.
Man hofft, etwa 3000 bis 5.000 dieser e-Cards an den Fahrgast zu bringen. Seit 2013 versucht der Landrat sich an der
zwangsweisen Einführung einer Gästekarte namens Echt Bodensee Card, gegen den erklärten Willen einer Mehrzahl
von Stadt- und Gemeindevertretern und mehreren hundert Gastgebern. Selbst der Verwaltungsgerichtshof Mannheim
erklärte die Unzulässigkeit verschiedener Eigenschaften der Karte bezüglich Datenschutz und Finanzierung über die
Kurtaxe. Auch hier sind Millionen Euro verbrannt. Geschäftsleitung und Gesellschafter der Deutschen Bodensee
Tourismus GmbH zeigen sich bezüglich der weiteren Verschwendung von Steuermitteln beratungsresistent.
Für Berufspendler, Eltern und Schüler heißt es immer öfter, dass kein Zug kommt oder wenn etwas kommt, dann nur ein
Eisenbahnwagen, in dem gerade die Kleinen keinen Platz finden. Immer öfter muss dann das Taxi Mama, es ist oft auch
das Taxi Papa, kommen. Alles spielt sich zu einem Zeitpunkt ab, zu dem etwa bis zum Weihnachtsfest alle wichtigen
Arbeiten für die Zeugnisnoten geschrieben werden und aus dem Grund von ausfallendem Unterricht bis spät in die
Abendstunden Hausaufgaben zu erledigen sind.
Es ist mir schon klar, dass es für diese spezielle Form der Kindesmisshandlung zwischen seelischer und auch körperlicher
Schädigung keine entsprechende strafrechtliche Definition gibt, aber wir sollten schnellstens beginnen, diese Form der
Gewalt gegen Kinder aus unserer Erlebniswelt zu verbannen. Frau Susanne Gerstenberg von der Bundesanstalt für
Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund hat eine Studie erstellt zum Thema „Erschöpft durch Pendeln“.
Gegenstand waren erwachsene Berufspendler. Aber wie ungleich größer sind die gesundheitlichen Beeinträchtigungen
für die Schwächsten in unserer Gesellschaft, die von Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Nervosität und
Schlafproblemen, auch von den Folgen fortgesetzter Demütigung betroffenen sind. Sie sagen das ist „Chefsache“,
dann gebe ich Ihnen Recht und hoffe auf baldige Unterstützung.

Mit respektvoller Hochachtung

und freundlichen Grüßen

Peter Groß,     30.11.2017

Z.-0221.3/ Mein Schreiben vom 25.03.2017. Ihr Antwortschreiben vom 10.05.2017

Herrn Minister
Winfried Hermann
Ministerium für Verkehr
Baden-Württemberg
Postfach 103452

70029 Stuttgart

Da der Brief an den Ministerpräsidenten großenteils textgleich zum Brief an den Minister Hermann ist,
haben wir diesen Brief entsprechend gekürzt.

Auf Ihr Antwortschreiben vom 10.05.2017 zurückkommend, möchte ich nochmals anfragen, in welcher Höhe
Einbehalte für 2016, die sich auf eine angekündigte mittlere siebenstellige Summe belaufen sollten, für eine
Verbesserung des ÖPNV im Bodenseekreis verwendet wurden?
Auf der Gürtelbahn sollten zusätzliche Pönalen aus 2017 hinzukommen. Die Pönalen und nicht verausgabten
Mittel sollten jeweils dort investiert werden, wo dies mit dem höchsten Nutzen verbunden und am schnellsten
möglich ist. Das scheint besonders in der Region Stuttgart der Fall zu sein.
Nur ist es für tausende Berufspendler und Fahrgäste im sogenannten Ausbildungsverkehr des Bodenseekreises nicht
möglich, auch nur die geringste Verbesserung festzustellen. Die Mittel wären also dringend für Verbesserungen vor Ort,
am Bodensee einzusetzen.
Angesichts der bestehenden und zunehmenden Mangelsituation wäre zu prüfen, ob für den Sonderfall Bodenseekreis
nicht die Möglichkeit besteht, den ÖPNV bzw. Schienenverkehr über einen Vertrag mit der Österreichischen Bundesbahn
oder in der bescheidenen Variante,  mit dem Verkehrsverbund Vorarlberg, unter Einbeziehung des deutlich günstigeren
Tarifwerks des Verkehrsverbundes Vorarlberg, zu verbinden.
Im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um die Echt Bodensee Card hat sich die Situation für die Deutsche
Bodensee Tourismus GmbH (DBT) dahingehend verschärft, dass ein für die Gegner positives Urteil des
Verwaltungsgerichtshof Mannheim vorliegt, das ein „weiter so wie bisher“ des Landrats Wölfle und seiner Gesellschafter
nicht mehr zulässt. Der Leistungspartner GEIOS befindet sich wohl inzwischen im Insolvenzverfahren.
Hinsichtlich der finanziellen Schieflage der DBT  stellt sich mir die Frage, ob die Hoffnung der DBT auf eine finanzielle
Unterstützung durch Drittmittel des Landes gerechtfertigt ist.

(Beteiligungsbericht 2016, 11. Prognose).

Mit freundlichen Grüßen
Peter Groß

Brief an bodo

Beschwerde     30.11.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Zustände bei der Bodenseegürtelbahn sind einfach unerträglich. Ich habe 2 Töchter, die morgens von Langenargen
mit dem Zug nach Friedrichshafen fahren sollten. Allerdings stehen sie in letzter Zeit immer öfter auf dem Bahnsteig und
warten entweder vergeblich auf einen Zug, oder können einem vollbesetzten Zug hinterher schauen,da nur ein Wagon
angehängt ist. Wir zahlen für das Jahresticket 800 Euro pro Jahr. Davon fahren die Kinder nur ca. 200 Tage.
Dafür kann man doch eine verlässliche Leistung erwarten!?

Mit welchem Recht entscheiden Sie, keine Züge einzusetzen, bzw. die Kinder in der Kälte stehen zu lassen?

Viele Eltern müssen daher morgens die Kinder zur Schule bringen, da bei ihnen entweder Arbeiten oder Präsentationen
anstehen. Und ich rede noch gar nicht vom Unterrichtsausfall und Lehrer, die mit der Hälfte der Klasse Unterrricht abhalten.
Für alle Beteiligten ist es ein Wahnsinnsstress.
Ich erwarte von Ihnen eine Erklärung, wie Sie das Problem kurzfristig in den Griff bekommen wollen. Zur Not mieten Sie Busse
an oder zahlen die Eltern für ihre Fahrdienste.
Ich bitte um ein Formular, in dem die Eltern Ihre gefahrenen Kilometer und den Zeitausfall eintragen können, damit sie eine
Erstattung erhalten. Mit einem Formular können Eltern und Kinder Probleme dokumentieren und Sie haben die Beweise in
der Hand.Ich fahre jede Woche 1-2 Mal mitt 4 Kindern in die Schule nach Friedrichshafen. Dafür bin ich mind. 1 Stunde
unterwegs. Hier ist eine Entschädigung angemessen.
Mit freundlichem Gruß

E. Walker

P.S.: Hier in Langenargen gibt es ein Forum, in das jeder schreiben kann.
Die BODO wird hier immer wieder zum Thema.
Vielleicht nehmen Sie sich mal die Zeit unter “Bürgermeinungen: “Ein einziger Wagon für die Strecke FN und Lindau”
Unter der Rubrik: Tourismus: “Mein Kind hat ÖPNV, Herr Doktor”, oder “Kleinstaaterei” oder “Gratisfahrten bis ins neue Jahr 2018”
zu schauen
www.forum-langenargen.de

Südkurier 29.11.2017

Rote Karte für die Echt-Bodensee-Card

Der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen ist gegen die Echt-Bodensee-Card und hat deshalb jetzt ein alternatives
Modell vorgestellt: die Bodensee-Card. Vorbild ist die Schwarzwälder Konus-Karte.
Alternativen zur Echt-Bodensee-Card (EBC) hat der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen (GUM) im "Hotel Kreuz"
in Mühlhofen vorgestellt. Rund 65 Gastgeber aus Uhldingen und Umgebung verfolgten die umfangreiche Präsentation
des Vorsitzenden Herbert Maerz zu einer Alternative: Der Bodensee-Card (BC) nach dem Vorbild der Schwarzwälder
Konus-Karte, die als VHB-Karte vom Landkreis Konstanz erfolgreich vor neun Jahren übernommen wurde.
Diese Karte soll den Individualverkehr reduzieren und einen Anreiz für den öffentlichen Personennahverkehr schaffen
und damit auch dem Umweltschutz gerecht werden.
Der Verein plant diese Informationsveranstaltung in allen Seegemeinden. "Schlussendlich wollen wir mit einer Petition
an den Kreistag, damit der sich mit der Sache beschäftigt. Wir sind auch bereit, dort das Modell vorzustellen",
sagt Herbert Maerz. Nach Langenargen war Uhldingen-Mühlhofen die zweite Station.
Grundsätzlich versperre man sich nicht gegen eine Karte, jedoch gegen eine Karte nach dem EBC-System:
Man wolle eine längst überfällige, kreisübergreifende ÖPNV-Gästekarte insbesondere mit Blick auf zukünftige
Erweiterungsmöglichkeiten der Nachbarregionen Vorarlberg und Ostschweiz, das heißt rund um den See.
Der Landkreis Konstanz sei gegenüber einer kreisübergreifenden Gästekarte sehr aufgeschlossen. Der GUM wartet
hier mit weiteren Zahlen auf: Der Schwarzwald decke mit seiner Konus-Karte rund 6000 Quadratkilometer und neun
Verkehrsverbünde ab, der Landkreis Konstanz 818 Quadratkilometer, der Bodenseekreis rund 665 Quadratkilometer.
"Selbst mit den Landkreisen Konstanz, Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis mit insgesamt 2450 Quadrat-
kilometern ist der Gesamtflächenvergleich zum Schwarzwald rund zweieinhalb Mal kleiner. Da müsste doch ein
Zusammenschluss bei nur zwei Verkehrsverbünden möglich sein, warum bisher nicht?" fragte Herbert Maerz.
Beim Vergleich der EBC zur Alternativ-Karte BC schnitt aus Sicht der anwesenden Gastgeber der neue Vorschlag
eindeutig besser ab: 48 stimmten dafür, 20 weitere würden noch unterschreiben sowie weitere Unterstützer, so Maerz.
Beide Systeme haben Gemeinsamkeiten: So böten sie Urlaubsgästen einen Anreiz, den ÖPNV zu nutzen und das
Auto stehen zu lassen. Die technische Möglichkeit zur Einbindung der Schifffahrt sei gegeben, doch gebe es bisher
bei beiden Karten keine Integration.
Das funktionierende, anspruchsvolle technische System der Echt-Bodensee-Card ziehe aufwendige Investitionen in
Infrastruktur und Betrieb (75 Cent) sowie in Verwaltung (25 Cent) pro Übernachtung mit sich. Eine nutzungsabhängige
Einnahmeverteilung, Statistik und Zusatzleistungen kommen hinzu.
Die VHB-Gästekarte sei ein einfaches und bewährtes System ohne Zusatzinvestitionen in Infrastruktur und Betrieb,
verursache weniger Kosten (42/43 Cent pro Übernachtung für den Betrieb und 2 Cent pro Übernachtung für Verwaltung),
habe eine hohe Akzeptanz, unter anderem, weil Datenschutzfragen absolut irrelevant seien. Auch an diesem Punkt
reiben sich die Gegner der EBC. Wie inzwischen vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim bestätigt, ist die Weitergabe
von Daten an Dritte – in diesem Fall an den inzwischen insolventen technischen Betreiber Geios – nicht gesetzes-
konform und die Gastgeber als Erstverarbeiter der Daten würden im Missbrauchsfall in Haftung genommen.
Der Verein GUM denkt weiter: Laut Marktforschung gehe der Trend weniger zu eigenen Kartensystemen, sondern
vielmehr zur Smartphone-Einbindung. Das habe auch den Vorteil, dass die Infrastruktur bei Nutzer wie Betrieben
wesentlich preiswerter sei. Der Gastgeber-Verein kritisierte auch, dass das Projekt EBC der Deutschen Bodensee
Tourismus GmbH (DBT) wegen der geringen Beteiligung der Gemeinden und daher weniger Einnahmen als geplant,
weiter bezuschusst werden muss: Mit über 2 Millionen Euro, 70 Prozent getragen vom Landkreis Bodenseekreis,
dazu kommt noch ein Darlehen von 1,2 Millionen Euro an die DBT, von denen 700 000 Euro an die insolvente
Geios-AG gezahlt worden sein sollen. "Wer kommt für diesen Schaden auf?" fragt Maerz. Der Gastgeber-Verein
befürchtet weitere Zahlungen zu Lasten der Steuerzahler. Vom Verein haben sich inzwischen weitere Kreisräte
Informationen erbeten.

Der Gastgeber-Verein und die Echt-Bodensee-Card

Der Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen, der Private Vermieter, Hoteliers sowie die Betreiber von Pensionen und
Campingplätzen vereint, gründete sich am 9. September 2016 als Antwort auf die Einführung der Echt-Bodensee-Card
(EBC) in dieser Form. Der Verein hat 70 Mitglieder. Mit 120 Unterschriften – 95 Prozent der Bettenkapazität der Gastgeber -,
hatte der GUM sich 2016 gegen die Einführung der EBC wegen fehlender Rechtsgrundlage zur Verpflichtung der
elektronischen Meldung gewehrt. In einer weiteren Normenkontrollklage wurde vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim
unter anderem gegen die Verletzung des Datenschutzes erfolgreich geklagt. An der EBC sind von 24 Seegemeinden
lediglich vier beteiligt: Langenargen, Sipplingen, Bodman-Ludwigshafen und Eriskirch. 2018 wollen Wasserburg und
Nonnenhorn dazustoßen. (keu)

Christiane Keutner

Mein Kind hat wieder ÖPNV, Herr Doktor!
PeG – 28.11.2017. Wieder eine neue Posse aus der Gosse.

Die Überzahl der Besucher der Vortragsveranstaltung, in den Vorabendstunden des 20. November, waren
tief beeindruckt von der Idee einer Kooperation mit dem Konstanzer System der VHB – Karte,
die Herbert März im Rahmen seines Vortrags zur Einführung einer Gästekarte vortrug in Erinnerung an die
exzellente Dokumentation von Helmut Kennerknecht (Allensbach), der schon früh das Modell der VHB
Gästekarte „rund um den See“ propagierte.

Einheimische und Urlaubsgäste bilden in dieser Tragödie eine Schicksalsgemeinschaft. So war im Südkurier zu lesen:
„Zug lässt an die hundert Schüler und Pendler stehen.“ Auch wird immer wieder von überfüllten Bahnen und Bussen
von Langenargen über Friedrichshafen, Fischbach, Immenstaad über Uhldingen-Mühlhofen bis Sipplingen berichtet.
In Langenargen fiel am 27.11. mal wieder komplett der Zug aus, der die Schüler nach Lindau bringen sollte.
Aus Heiligenberg klagt Helmut Urban im Südkurier: „dass die Busverbindungen eine Katastrophe und für
Tagesunternehmungen untauglich seien“. Der Uhldingen-Mühlhofener Gemeinderat Meinrad Holstein (FDP),
tritt u.a. mit Vehemenz sowie sachkundigen Leserbriefen immer wieder, auch als Gegner der Echt Bodensee Card,
an die Öffentlichkeit.
Die Zahl der Gegner, die dem verschwenderischen Umgang der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT),
in Bezug auf Steuermittel und Gesellschafterdarlehen aus öffentlichen Kassen, den Gehorsam verweigern,
hat die kritische Masse wohl mehr als deutlich überschritten. Das wurde auf der Gastgeberversammlung in
Langenargen und der Folgeveranstaltung in Uhldingen-Mühlhofen am 24.11. mehr als deutlich.
Nach der Mitgliederversammlung des Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V, setzten auch die Besucher der
anschließenden Vortragsveranstaltung für die neue Bodensee Gästekarte, zu denen neben den Gemeinderäten
Halbhuber (FW), Holstein (FDP) und Metzler (BuF), auch Fachbesucher aus Hagnau, Immenstaad und Sipplingen
angereist waren, um ihr Augenmerk hauptsächlich auf die neue Vision der Bodensee Gästekarte zu lenken.
Als wohltuend soll hier noch erwähnt werden, dass der Vortrag von Herbert März so ausführlich war, dass im
Anschluss eigentlich nur die Frage offenblieb, was man als nächstes Getränk bestellen wollte. Die Geschäftsleitung
eines großen Sipplinger Hotels in Nähe der Tourist Information zeigte sich begeistert, konnte sie doch mit der von
dort zwangsweise eingeführten EBC nur schlechte Erfahrungen verbinden.
Die Forderung an den Verkehrsverbund bodo nach einer gerechten Tarifgestaltung wird ebenso aufrechterhalten,
wie auch die Forderung nach einem bedarfsgerechten Platzangebot, Pünktlichkeit und eine saubere Umgebung.
Zu den Fahrgästen gehören auch Kinder und junge Erwachsene die man unter der Bezeichnung Ausbildungsverkehr
zusammenfasst und denen ausnahmslos Fahrtbedingungen zugemutet werden, die dauerhaft die Gesundheit schädigen.
In überfüllten Bahnen und Bussen kann es schlicht keine funktionierenden Klimaanlagen geben. Man stellt fest,
dass besonders Kinder zunehmend von Kopfschmerzen, Atem-und Schlafproblemen sowie Müdigkeit und Nervosität
geplagt werden. Dazu kommt in der Regel, dass gerade in den späten Herbst- und Winterwochen, wichtige und für
die weitere schulische Entwicklung wesentliche Leistungstests zu bestehen sind.
Bei Kindern und Jugendlichen , die mit viel zu schwerem Schulrucksack von 20 Minuten bis zu einer Stunde in
Bahnen und Bussen, sehr oft haltlos und ungesichert stehen, stellen sich Rückenschmerzen und Verspannungen ein.
Fahrpläne, die nicht mit den Unterrichtszeiten kompatibel sind, bedeuten oft mindestens halb- bis einstündige
Wartezeiten unter ungeschützten, klimatischen Bedingungen.
Verschlimmert wird das Ganze durch die Pendlerprobleme der Eltern: Sie leiden systematisch unter Zeitnot und
Zeitdruck, was sich auf die Kinder überträgt. Zu dem Themenkreis gab es in den vergangenen Monaten viele
Gespräche, die meist mit dem Wunsch endeten, dass eine Kooperation über die Kreisgrenzen hinweg,
mit Beteiligung der erfolgreichen Verkehrsverbünde in der europäischen Nachbarschaft, möglich werden könnte.
Der Vernichtungsfeldzug deutscher Politiker gegen die Bahninfrastruktur hat inzwischen, gerade im Nahverkehrsbereich,
Zustände herbeigeführt, die nur schwer zu reparieren sind. Allein die Diskussion um die Bodensee-S-Bahn wurde
vor knapp einem Jahr durch heftige Proteste aus der Bevölkerung neu entfacht. Herausgekommen sind ein Bus
Ersatzverkehr für wenige Tage zwischen Markdorf und Friedrichshafen sowie eine 17,4-Millionen-Euro Finanzspritze
für den Flughafen Friedrichshafen und weitere Millionen an eine DBT, deren Unfähigkeit täglich deutlicher sichtbar wird.
Mir scheint es in diesen Tagen sinnvoll, an die launige Rede des ehrenamtlichen stellvertretenden Bürgermeisters
Joachim Zodel zu erinnern: „Problematisch sei für den neuen Bürgermeister, dass er das aktuelle Kräfteverhältnis im
Gemeinderat nicht einschätzen könne. Er fürchte die Kraftausdrücke mancher Gemeinderäte, die wohl über
ungeahnte Kraftreserven verfügten. Letztendlich sei das aber für Achim Krafft doch nicht so beunruhigend, weil er ein
vor Kraft strotzender Kraftprotz sei. Er wolle es deshalb zu einer Kraftprobe kommen lassen, wobei er auch damit
liebäugele, den Kraftmeier zu mimen und notfalls auch kraftvoll auf den Tisch zu hauen.“
Nun, möchte man hoffen, fortschrittliche Kräfte im Gemeinderat hätten sich nur etwas Ehrfurcht vor einer unabhängigen
Rechtsprechung bewahrt, die Bürgerrechte schützt und die Gemeinde vor großem wirtschaftlichen Schaden bewahrt,
anstatt kritiklos einer Seilschaft Krafft bedenkenlos zu folgen.
Den Schaden haben nun Gastgeber und Gäste in Langenargen. Möglicherweise bis weit in das nächste Jahr.
Den Vorteil hat die Stadt Lindau, deren 840.000 Gäste ohne eine durch die DBT bedingte höhere Kurtaxe bezahlen
zu müssen, in großer Zahl, an den auf Bahn und Bus wartenden Langenargnern winkend vorbeifahren könnten.
Die Hoffnung bleibt, dass sich die Gemeinderäte für eine gemeinsame Bodensee Gästekarte nach VHB Vorbild
entschließen könnten und der vor „Kraft strotzende Kraftprotz“ (frei nach Zodel) sich dem geltenden Recht beugen
muss, sofern er denn die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig überhaupt abgeschickt hat.
Gegenstand einer Gemeinderatssitzung war, nach den bekannten Protokollen, die Beschwerde nicht.

Bis zum heutigen Tag gibt es keine offizielle Stellungnahme der Gemeinde zu der
schriftlichen Urteilsbegründung des VGH Mannheim.

So kann eine bessere Alternative zur EBC aussehen
Tanja Poimer, Schwäbische Zeitung
Echt-Bodensee-Card: Gegner machen mobil

Petition für alternative Gästekarte in Vorbereitung – Gemeinde Langenargen legt Revisionsbeschwerde ein

Langenargen. Die Gegner sind felsenfest überzeugt: Die Echt-Bodensee-Card (EBC) steht vor dem Aus.
Deshalb haben sie am Montag in Langenargen eine alternative Gästekarte vorgestellt und bereiten eine Petition vor,
die an den
Kreistag gehen soll. Die Gemeinde Langenargen, in der die EBC zum Jahresbeginn eingeführt worden ist,
legte derweil beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Beschwerde ein.
Weiter könnten die Positionen nicht auseinander liegen: Auf der einen Seite stehen die Deutsche
Bodensee
Tourismus GmbH (DBT) als Betreibergesellschaft der EBC, der Bodenseekreis mit Landrat Lothar Wölfle an der Spitze
als Gesellschafter der DBT und die Gemeinde Langenargen, eine von vier Pilotgemeinden, die Anfang 2017 mit der
elektronischen Chipkarte an den Start gegangen ist. Die Idee: das Klein-Klein, in dem die Kommunen in der
Urlaubsregion Bodensee touristisch vor sich hin werkeln, mit der EBC zu beenden, die freie Fahrt mit Bus und
Bahn im Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben (Bodo) und Vergünstigungen beim Besuch von verschiedenen
Ausflugszielen gewährt. Auf der anderen Seite kämpfen die Gegner der Echt-Bodensee-Card, vornehmlich vertreten
von der Internetplattform Forum Langenargen und dem Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen (GUM), die von der
EBC als „Bürokratie-, Datenklau- und Subventionsmonster“ sprechen. Auch sie wünschen sich eine einheitliche,
kreisübergreifende Gästekarte, die vor allem den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) berücksichtigt und auf
Österreich sowie die Schweiz erweitert werden kann – aber eben nicht die EBC.  „Ziel muss es sein, dass wir eine
ÖPNV-Karte bekommen, die den Individualverkehr von der Straße weg in den Bus und auf die Schiene bringt“,
betonte GUM-Vorsitzender
Herbert März bei der Vorstellung einer alternativen Karte in der Gaststätte „La Veranda“
in Langenargen. Er und seine Mitstreiter fordern den Zusammenschluss des Verkehrsverbundes Hegau-Bodensee
(VHB) aus dem Landkreis Konstanz mit dem VerkehrsverbundBodensee-Oberschwaben.

Konstanzer System gefordert
Und zwar auf Grundlage der VHB-Karte, einer Papierkarte, die Herbert März zufolge seit neun Jahren ausgezeichnet
funktioniere und im Gegensatz zur EBC absoluten Datenschutz garantiere, dem Gastgeber eine einfache Kartenausgabe
ermögliche, dem Gast lästiges Ein- und Auschecken erspare, eine akzeptable Preisgestaltung ermögliche oder den
Verwaltungskostenaufwand minimiere. Der Beitritt zum Konstanzer System müsse freiwillig erfolgen, die Gastgeber
sollen selbst darüber abstimmen, ob sie dafür oder dagegen sind.
Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, sammeln die EBC-Gegner Unterschriften für eine Petition, die sie an den
Kreistag übergeben wollen. Die etwa 35 Gäste in Langenargen haben bereits unterschrieben. Und nicht nur
Hartmut Walter vom Forum, der die Echt-Bodensee-Card als „Phantom“ und Langenargen als „Pilotgemeinde in
Sachen Geldverschwendung“ bezeichnete, dürfte sicher sein, dass es noch viele Unterschriften mehr werden.
Die Sicherheit der Kritiker, dass die EBC keine Zukunft hat, kommt nicht von ungefähr. Immerhin hat der Verwaltungs-
gerichtshof Mannheim Mitte September die Kurtaxe der Gemeinde Langenargen, die im Zuge der Einführung der EBC
geändert wurde, für unwirksam erklärt. Geklagt hatte – stellvertretend für weitere Vermieter – die Langenargener
Gastgeberin Annette Pfleiderer. Die Richter beanstandeten wie berichtet die Kalkulation der Kurtaxe, die erhöht worden
war, um die EBC zu finanzieren, und hatten Einwände beim Thema Datenschutz. Eine Revision schloss der VGH aus.

Gericht braucht sechs Monate
Dagegen hat die Gemeinde Langenargen jetzt Beschwerde beim
Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingelegt, wie
Bürgermeister Achim Krafft auf SZ-Anfrage mitteilte. Zur Begründung wollte er „aus verfahrensrechtlichen Gründen“
nichts sagen. Den Eingang der Beschwerde konnte Gerichtssprecherin Birgit Schünemann noch nicht bestätigen.
Wie lange es dauert, bis in Leipzig eine Entscheidung fällt, ob eine Revision doch zugelassen wird, dazu sagte sie:
„im Durchschnitt sechs Monate“. Soll heißen: Im nächsten Sommer könnte der Gerichtsstreit um die EBC in die nächste
Runde gehen.

Was wird aus der Geios AG?
Derzeit ist noch immer unklar, wie es mit dem technischen Betreiber der Echt-Bodensee-Card, der Geios AG
Oberstaufen, weitergeht. Das Unternehmen hatte vor knapp zwei Wochen Insolvenz angemeldet. Damit steht die
Technik hinter dem Kartenprojekt EBC vor einer unsicheren Zukunft. Nach SZ-Informationen ist noch völlig offen,
ob die Firma einen neuen Investor findet. Sollte das nicht der Fall sein, müsste der technische Betrieb der Karte
an ein neues Software-Unternehmen weitergegeben werden. Dies könnte das Projekt Branchenkennern zufolge
vor erhebliche Umstellungsschwierigkeiten stellen.
Es gibt allerdings Hinweise, dass es bereits Interessenten für das Unternehmen gibt, die Soft- und Hardware
übernehmen könnten. Damit wäre eine wichtige Hürde für das Fortbestehen der Echt-Bodensee-Card genommen
und der Kartenbetrieb könnte uneingeschränkt fortgesetzt werden. (hag)

Auszüge aus der Schwäbischen Zeitung    24.11.2017

Bis Marmor, Stein und Eisen brechen - Bürgermeister beschreitet den Rechtsweg

PeG. 23.11.2017. Die neue Rinnsteinsymphonie nach der Glosse aus der Gosse
Unsere Bürokratie funktioniert wie geschmiert könnte man meinen, sie hat alles unter Kontrolle, erweist sich als
loyal und korrekt. Die Gerichte machen ihre Arbeit gründlich und tun ordentlich ihre Pflicht. Leider gibt es
Volksbeauftragte, die gerichtliche Entscheidungen nicht so ernst nehmen. Nicht irgendein Bürger, ein hoher
Gemeindevertreter führt wegen seines Loyalitätsversprechens eine ganze Region in die Irre. Weil er möglicherweise
den Verlust seiner kostenfreien Teilnahme an der nächste Internationalen Tourismus Börse (ITB) befürchtet?

Die Zeiten ändern sich und Bayerische Sprachkundige sind genügsamer geworden. Wo eine Liedzeile, wie die von
Drafi Deutscher, für helle Aufregung und Verbannung aus dem Staatsfunk sorgte, „...es wäre Marmor, Stein und Eisen
brechen richtig“, ist man heute anspruchslos und lässt „Echt Bodensee Card“ zu. Gibt es einen falschen Bodensee?
Jedenfalls wollen die Gemeinden Nonnenhorn und Wasserburg diesen Namen zulassen, obwohl Sprachpuristen nicht
müde werden zu monieren, dass hier ein Fehler vorliege. Dam dam, dam dam.
Gästekarten namens KONUS oder Bodensee Gästekarte werden mindestens das 25-jährige Jubiläum feiern dürfen.
Nur eben das jüngste Problemkind aus dem Landratsamt, die EBC, wird wohl nicht nur ihren Spionagechip verlieren.
Es gibt viel zu viele Menschen, die guter Hoffnung sind, dass die Card auscheckt ohne einzuchecken.Diese eigennützigen
Machenschaften um die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT), die unserer politischen Elite nicht gut anstehen,
werden wohl noch bei den nächsten Landtagswahlen eine wichtige Rolle spielen. Es gab zwar Kreisräte, die gegen die
bisher vermutete Selbstbereicherung gestimmt haben (DIE LINKE), trotzdem gab es keine andere Partei, außer ÖDP,
von der die öffentliche Empörung gehört worden wäre.
Selbst die Mitglieder des Deutschen Bundestages Weidel und Riebsamen zeigen sich an diesem, für die Menschen in
ihrem Wahlkreis wichtigen Thema, nicht sehr interessiert. So lautete die Antwort von Lothar Riebsamen auf meine Anfrage:
„Wie ich Ihnen bereits in meinem Schreiben vom 29. November 2016 mitteilte, war ich als Mitglied des
Deutschen Bundestages (MdB) zu keinem Zeitpunkt an der Entwicklung und Einführung der Echt Bodensee Card
beteiligt. Die Gästekarte für den ganzen Bodenseekreis war eine reine kommunalpolitische Entscheidung.
Ich möchte nochmals betonen, dass es jeder Gemeinde frei steht, die Karte einzuführen oder nicht. Ich hoffe,
dass in naher Zukunft der Landkreis, die Gemeinden und Vertreter der Tourismuswirtschaft sich einigen werden
und das Projekt zum Erfolg führen, vorausgesetzt die rechtlichen und technischen Hürden können beseitigt werden.“

Begeisterung für die EBC sähe sicher anders aus. Frau Weidel antwortete nicht.
Ich finde es übrigens mehr als fragwürdig, wenn die Gastgeber, als unentbehrliche Leistungsträger nur dann gehört werden,
wenn ihr Ruf erklingt - wie Donnerhall.
Mit dem Geld, das der Karten-Gesellschaft bisher zugeflossen ist, könnten alle Schüler, mindestens zwei Jahre, kostenlos
mit Bahnen und Bussen fahren. Rechnet man den Raubzug seitens des Friedrichshafen-Airport hinzu, kommen wir auf einen
Kapitalstock, der die Elternschaft auf etwa zehn Jahre von der Zuzahlungspflicht bei Schülerfahrten entlastet hätte. Was das
bedeutet, werden wohl nur Eltern verstehen, denen das Geld für Winterkleidung fehlt oder die in diesen Tagen mit dem
Fahrrad zum nächsten Tafel–Laden fahren müssen. Allen anderen mag die Zahl 4.364 Euro zu denken geben. Die pro Kopf
Verschuldung des Landes Baden-Württemberg. Kreis-, Stadt- und Gemeindeschulden sind noch individuell hinzuzurechnen.
Wo schon die Wähler praktisch keinen Einfluss mehr auf politische Entscheidungen haben, da stellt sich die Frage, wie das
Abstimmungsergebnis des Gemeinderats ausgesehen hat und aus welchem Grund die Gemeinderäte sich dem durchaus
nachvollziehbaren und klugen Urteil des Verwaltungsgerichtshof Mannheim widersetzen. Hat man die Urteilsbegründung
nicht gelesen oder nicht verstanden, dass die Gemeinde auf übelste Weise „über den Tisch gezogen wird“ und dass  die
Grund- und Bürgerrechte der Gäste wie auch die Handelsfreiheit der gewerblichen Gastgeber missachtet werden?
Für die Demokratie vor Ort sicher eine schwarze Stunde.
Es müsste den Gemeinderäten langsam dämmern, dass sie zu Opfern der DBT und des Herrschaftsanspruchs aus dem
Landratsamt werden. Der Bürgermeister erklärte in einem Artikel des Südkurier: „Die Einnahmen decken schon heute nicht
die Ausgaben für den Tourismus im Ort“ und weiter „Da ein Viertel des Solidarbeitrages von 1 Euro, also der DBT-Anteil
von 25 Cent, laut Urteil nicht über die Kurtaxe finanziert werden darf, müsse eben die Gemeinde diesen Beitrag
übernehmen“. Also, ist wohl beabsichtigt, den Beitrag der Fremdenverkehrsabgabe weiter zu erhöhen oder die
Einheimischen zugunsten der DBT mit höheren Entnahmen aus der Gemeindekasse zu belasten. Weil auch bei bodo das
Geld seit langem nicht mehr reicht, wird der Kurtaxe–Satz im nächsten, spätestens im übernächsten Jahr noch einmal
wegen eines höheren Fahrtkostenanteils kräftig angehoben werden müssen.
Der Name Annette Pfleiderer ist so eng mit Wohltaten und Engagement für die Gemeinde Langenargen verbunden,
dass eigentlich Gemeinderat und Nachbarn längst den Mut zum freundschaftlichen Miteinander mit ihr gefunden haben
müssten oder in schwierigen Zeiten ihrer Weitsicht und Kompetenz berechtigtes Vertrauen schenken.
Um nur wenige Wegmarken zu nennen: Das touristische Highlight Villa Lindenhof. Die erfolgreiche Arbeit für Rumpel-
stilzchen e.V., das Engagement für „Fünfziger Feeling“ im Bahnhof, Musiksalon Hirscher. Im Wettbewerb des Landes
hat sie die Jury, gemeinsam mit Helga und Heinrich Kapp vom Familiendorf der Diözese Rottenburg-Stuttgart, mit
durchdachten und auch außergewöhnlichen Angeboten von der „Familienfreundlichen Region“ überzeugt.
Und gemeinsam mit den Greenpeace-Frauen greift sie ehrenamtlich und regelmäßig zum Müllbeutel für ein verbessertes
Ortsbild. Sie wird, auch das ist mindestens der Erwähnung wert, von der Familie und Freunden nach Kräften unterstützt.
Vor Ort weiß man sicher noch weiteres zu berichten.
Vom Bürgermeister wurde bekannt, dass er sich wegen einer Latrinen-Installation als „schlechter Nachbar“ erwies,
dem es scheinbar gefällt, seine Amtszeit in Gerichtssälen, anstelle im Rathaus zu verbringen. In Ravensburg wurde er
vermutlich zur Spottgestalt der Staatsanwaltschaft, nachdem er eine „gemeinschädliche Sachbeschädigung“ angezeigt
hatte. So tönt es aus dem Flurfunk. Die Latrinen-Installation wurde zur Abwendung von Gefahren für die Allgemeinheit,
gemeint sind spielende Kinder, von dem Angeschuldigten, Herrn Kleck, zurückgebaut. Das Forum Langenargen berichtete
mehrfach und ausführlich. Im Mannheimer Verwaltungsgerichtshof versuchte er sich im Fach Rechtsbelehrung des
Hohen Gerichts, was letztendlich dazu führte, dass das Richterkollegium ihm, fein geistig lächelnd, die Rechtslage
mehrfach geduldig und mehr als deutlich erklärte, was wohl auch dazu führte, dass die Kostenbelastung der Antragstellerin,
Annette Pfleiderer, stieg und die Anwältin des Bürgermeisters einen deutlich gestressten Eindruck hinterließ. Wenn sich
abschließend der Amtsleiter für Tourismus an den letzten Strohhalm klammert, das Projekt EBC noch über das nächste
Jahr retten zu können, der Bürgermeister seiner Gehorsamspflicht gegenüber dem Landratsamt nachkommen will und
der Gemeinderat, erneut, vermutlich in völliger Unkenntnis der Rechtslage, wieder einer neuen, teuren Klage zustimmt,
sehe ich hier nur die Absicht, einer verdienten Bürgerin, wie auch den Gastgebern das Leben und den Arbeitsalltag
schwer zu machen. Es gibt sicher keine logische Begründung.

Südkurier,   23.11.2017, Artikel von Katy Cuko

 

Artikel in der Schwäbischen Zeitung von Tanja Poimer, 22.11.2017

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Echt-Bodensee-Card-Gegner-machen-mobil-_arid,10773789_toid,310.html

P. Groß an Schwäbische Zeitung: Leserbrief zu
Echt-Bodensee-Card: Gegner machen mobil,
T. Poimer, 22.11.2017

Von 23 Städten und Gemeinden im Baden-Württembergischen Bodenseekreis haben sich nur vier der
Deutschen Bodensee Tourismus GmbH angeschlossen. Die Ablehnung der EBC kann ich bis zum 4. Dezember 2014
zurückverfolgen. Es sind nicht nur das Forum Langenargen und Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. (GUM e.V.),
die dem Projekt die Zustimmung verweigern. Es sind Gemeinderäte aus 19 Städten und Gemeinden, es ist die Mehrzahl
der Gastgeberbetriebe von der kleinen Ferienwohnung bis zum großen Hotelbetrieb. Von Langenargen bis zur
Stadt Konstanz. Selbst die Stadt Stockach als Gesellschafter hat sich der EBC nicht angeschlossen.
Das Forum Langenargen und der GUM e.V. treten mit Internetforen und Veranstaltungen, die übrigens von Gastgebern
und Einheimischen aller Städte und Gemeinden des Bodenseekreises unterstützt werden, nur verstärkt in Erscheinung,
damit die Gegner der EBC sich gegen die Desinformationskampagnen aus dem Landratsamt frei und unabhängig
informieren können. Der Gastgeber-Verein ist dabei so erfolgreich, dass nicht einmal sein Name und die Anschrift im
Gemeindeblatt Uhldingen-Mühlhofen genannt werden dürfen und Aushänge an „Schwarzen Brettern“ in Gebäuden
der Gemeinde, nicht zugelassen werden. Die Unterschriften von 120 Gastgebern allein aus der Gemeinde
Uhldingen-Mühlhofen gegen das Projekt hatten bereits deutliche Zeichen gesetzt, sind es doch nahezu 95% der
Bettenkapazität der Gemeinde. Gerade neu, haben sich 35 Besucher der Gastgeberveranstaltung des Forum
Langenargen deutlich für das Modell der Konstanzer VHB-Karte ausgesprochen und am Freitag, werden nochmals
zahlreiche Gastbetriebe in Uhldingen-Mühlhofen dazukommen. Es findet nach der Mitgliederversammlung
gegen 19:30 Uhr eine Vortragsveranstaltung statt. Natürlich ist es zwingend erforderlich, dass sich Kämmerer und
öffentliche Kontrollorgane, wie die Fachaufsicht des Kreises oder die Gemeindeprüfungsanstalt, mit der Verschuldung
der DBT zeitnah auseinandersetzen.
Peter Groß 22.11.2017